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Der tägliche Lagebericht von LANDUSEWATCH.INFO zum "Endkampf um die letzten freien Ressourcen" (Wolf Schneider: Der Mensch - eine Karriere). Wir lesen, recherchieren nach und kommentieren für Sie (fast) täglich die Pressemeldungen zu Flächenverbrauch und Landnutzung. Damit das Thema in der zivilgesellschaftlichen Öffentlichkeit immer weiter oben in der Rangliste steht.
11.07.10 „Granatenmässige Sauerei“ Samstag Stuttgarter Talkessel: der Mittlere Schlossgarten ist in fröhlichem Belagerungszustand: 10.000, vielleicht sogar 20.000 protestieren gegen das Bahnprokekt Stuttgart 21 – darunter der Schauspieler Walter Sittler. Mehr dazu auf FR-ONLINE. www.fr-online.de/top_news/2837435_Bahnprojekt-Stuttgart-21-Will-jemand-nach-Ulm.html
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11.07.10 Das Ende der Ruhe am Nordpol Die politischen Auseinandersetzungen um die Rohstoffe der Arktis werden hitziger. Mehr dazu von Rudolf Herr auf TELEPOLIS. www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32933/1.html
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11.07.10 Bahnanenrepublik II: Berufungsentscheidung des U.S. 5th Circuit Court of Appeals zu Obamas Tiefsee-Bohrstopp Mit einer 2 zu 1-Richtermehrheit befand das Gericht, dass es nicht nachgewiesen sei, wonach die Tiefsee-Bohrungen vor der Küste "die Gefahr eines nicht-reparierbaren Schadens" im Golf von Mexiko riskieren.. Thomas Pany berichtet auf Telepolis, daß auch die Richter des Berufungsgerichts „ölige Verbindungen“ haben. Mit 2 zu 1 Stimme wurde kassierten die Berufungsrichter den Baustopp. Zwei der Richter, Jerry E. Smith und W. Eugene Davis, nominiert noch zu Zeiten Ronald Reagans, sollen nach Informationen der Bürgerrechtsorganisation Alliance for Justice privat Interessen der Öl-und Gas-Industrie wahrgenommen haben. Der dritte Richter, James L.Dennis soll beträchtliche Vermögenswerte in "mindestens 18 Unternehmen der Energieindustrie" halten. www.heise.de/tp/blogs/2/147986 www.afj.org
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09.07.19 Nachhaltiger Tourismus Es reiche nicht, so der Merian vor Beginn der Hauptreisezeit, Fernreisen zu meiden und die nahen Ziele wiederzuentdecken. Für einen "sanften Tourismus" komme es auch auf das Verhalten der Reisenden am Urlaubsort an, darauf, der Natur und den Menschen vor Ort Respekt und Wertschätzung entgegenzubringen. Konkret bedeute dies, dass man bei einem Urlaub im Schwarzwald auf die Pizza verzichten und stattdessen lieber "Metzelsupp" mit Sauerkraut bestellen sollte www.merian.de/reiseziele/artikel/a-699232.html
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08.07.10 Radwege jetzt auch am schönsten Ende der Welt Wer Neuseeland vom Sattel aus erleben möchte, soll dafür künftig ein Netz von Fahrrad-Fernwegen nutzen können. Die ersten beiden Etappen der 245 Kilometer langen Strecke von Ruapehu nach Whanganui wurden nunmehr freigegeben. www.n-tv.de/reise/Neuseeland-erhaelt-Radwegenetz-article1013656.html
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08.07.10 Nigerdelta: Die ganz alltägliche Ölpest Die Welt schaut gebannt auf die Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko. Im Nigerdelta ist der Kampf gegen auslaufendes Öl für die Bewohner zum bitteren Alltag geworden. Artikel von Jon Gambrell auf ZEIT.DE www.zeit.de/wirtschaft/2010-07/oelpest-nigeria
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07.07.10 Die Urbanisierung Chinas Mit dem Wachstum der Städte wachsen auch Wirtschaft und Wohlstand – so die Devise der kommunistischen Führung, Florian Rötzer berichtete auf TELEPOLIS. www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32903/1.html
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07.07.10 Verödung Prof. Birgit Franz im Gespräch mit FAZ.NET: „Die Lage ist heute schon dramatisch“ Auf dem Land stehen immer mehr historische Bauten leer. In vielen Ortschaften stemmen sich die Bewohner verzweifelt gegen die Verödung. Doch nicht alle Dörfer werden zu retten sein: „Es wird Verluste geben“, sagt die Architekturprofessorin Birgit Franz. www.faz.net/s/Rub8E0FC0CD826A4ACA80504FD9153A70F2/ Doc~E8940F9EECA7F4D589CC66488524AB54A~ATpl~Ecommon~Scontent.html Weitere Infos: Prof. Birgit Franz zu ihrer Philosophie im Umgang mit unserem schützenswerten Baubestand: „Das Thema Nutzung hat sich in der Vergangenheit für das Bauen im Bestand als äußerst wichtig herausgestellt. Keiner kauft sich eine Hose, die ihm nicht halbwegs passt. Eventuell lässt er kleinere Unzulänglichkeiten vom Schneider beheben: beispielsweise die Hose kürzen oder den Saum herauslassen und einfassen. Aber kein Käufer wird auf die Idee kommen, aus einer weißen Röhrenhose eine schwarze Schlaghose machen zu wollen – er wird das ohne nachzudenken als unsinnig und unnötig teuer empfinden. Kauft der gleiche Käufer ein Baudenkmal oder einen Altbau, greift er oftmals ohne Scheu in den Grundriss, die Fassadengestaltung oder die Geschossigkeit ein. Die Folge sind Entkernungen oder Generalsanierungen – und damit immer ein weiteres Stück Disneyland. Geht man durch unsere Altstädte, kann man oftmals nicht mehr erkennen, was wirklich alt ist und was neu errichtet und nur historisch verbrämt wurde. Nicht, dass Baudenkmale oder Altbauten nicht verändert werden dürften – schließlich sind in unserer Gesellschaft die Nutzungsintervalle inzwischen häufig kürzer als die Sanierungsintervalle. Der Veränderungsspielraum muss jedoch aus den jeweiligen Zeugniswerten abgeleitet werden. Anderenfalls lassen sich diese leider nicht bewahren. Die Nutzung historischer Gebäude gehört damit zu den schwierigen Themen in der Denkmalpflege, insbesondere dann, wenn die bisherige Nutzung im Ist-Zustand nicht länger möglich ist. Oftmals macht der Substanzerhalt auch ungewöhnliche Lösungen erforderlich. Wenn man dem Bauherrn ausreichend Zeit lässt, sich auch auf Unkonventionelles einzulassen, kann dieses zum Ziel verhelfen. Grundsätzlich ist die Anpassung eines Gebäudes an eine ungeeignete Nutzung eine teure Lösung. Bleiben die Eingriffe in die vorhandene Bausubstanz gering, so lässt sich in der Regel auch die Wirtschaftlichkeit der Baumaßnahme steigern. Das heißt, auch mit dem Blick auf das Bankkonto lohnt es sich, intensiver über substanzschonende Alternativen nachzudenken – und das nicht nur beim Baudenkmal, sondern auch beim Altbau.“ www.hawk-hhg.de/holzminden/127155.php www.dnk.de/_uploads/media/764_AK%20Theorie%20und%20Lehre%20S%C3%A4chs_DschG.pdf
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06.07.10 Hessische Landesregierung: Freikauf vom Umweltschutz Pitt von Bebenburg berichtet auf FR-ONLINE berichtet, die Landesregierung wolle nicht länger hinnehmen, dass der Schutz von seltenen Tieren den Bau von Straßen und Flughäfen verzögert und drastisch verteuert. "Eine Entkopplung von Naturschutz und Infrastrukturprojekten nutzt der Umwelt mehr", sagt Verkehrsminister Dieter Posch (FDP). Nach den Sommerferien will der Landtag auf Antrag von CDU und FDP eine Anhörung von Fachleuten zu diesem Thema organisieren. www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/hessen/ 2821493_Bauprojekte-in-Hessen-Freikauf-vom-Umweltschutz.html
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05.07.10 Was hilft Ureinwohnern gegen die Globalisierung? Rechtssicherheit statt mythischer Verklärung meint Hernando de Soto auf ZEIT.DE:„Das wahre Problem am Amazonas ist nicht die Präsenz ausländischer Firmen an sich, die durch Bergbau, Rodung, Ölbohrungen und die Produktion von Biotreibstoff von den Ressourcen dieser Region profitieren wollen. Stattdessen fürchten die Eingeborenen, dass die Kräfte der Globalisierung sie versklaven werden und dass sich die Biodiversität ihrer Wälder verringern wird. Dieser Kampf ist unfair. Den Ureinwohnern fehlen die Waffen – und hier rede ich nicht von Pfeilen und Gewehren, sondern zum Beispiel von Rechtskenntnissen.“ www.zeit.de/2010/27/Globalisierung-Amazonas-Ureinwohner
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04.07.10 "AlpspiX": Bergerlebnis für jedermann im Abenteuerpark Alpen Die Eröffnung der neuen "AlpspiX"-Aussichtsplattform auf der Alpspitze in Garmisch-Partenkirchen ist von Protesten überschattet worden. "Unsere Berge brauchen keine Geschmacksverstärker!", lautete die Aufschrift eines riesigen Transparentes, das Kletterer an dem bayrischen Skywalk aufgehängt haben. Naturschützer und Alpenverein bemängeln eine Verschandelung der alpinen Landschaft. http://reisen.t-online.de/eroeffnung-der-aussichtsplattform-alpspix-proteste/id_42158818/index Weitere Infos: www.zugspitze.de/de/summer/berg/garmisch-classic/alpspix.htm www.spiegel.de/reise/deutschland/0,1518,704779,00.html http://www.bergleben.de/klettern/ 1258-alpspix-eroeffnet-brauchen-die-alpen-geschmacksverstaerker.html
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02.07.10 Monsanto: Vergiftetes Geschenk an Haiti Der Agrar- und Biotechnikkonzern will Tonnen von Saatgut an das arme Land verschenken, Bauern fürchten Schlimmes und verweigern die Hilfen. In einem offenen Brief vom 14. Mai nannte Chavannes Jean-Baptiste, Geschäftsführer der MPP (Mouvman Peyizan Papay) und Sprecher der Nationalen Bauernbewegung des Papay-Kongresses (MPNKP), die Ankunft von Monsantos Saatgut in Haiti „einen sehr heftigen Angriff auf kleinbäuerliche Landwirtschaft, auf Bauern, auf Biodiversität, auf kreolisches Saatgut ... und auf das, was von unserer Umwelt in Haiti noch übrig ist“. www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32890/1.html http://principiis-obsta.blogspot.com/2010/05/haitianische-bauern-planen-die.html
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01.07.10 Balis Flüssen geht das Wasser aus Weil ihre Gäste zuviel Wasser verbrauchen, schöpfen balinesische Hotels die Grundwasservorräte leer. Helfer versuchen, die Insel wieder ins Gleichgewicht zu bringen www.zeit.de/reisen/2010-07/bali-tourismus
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30.06.10 Sollte derjenige, der die Natur liebt, ihr lieber fernbleiben? Oder gibt es einen Weg, sie zu bereisen und doch im Reinen mit ihr zu sein? Katrin Zeug befasst sich am Beispiel Costa Ricas mit diesen Fragen. Das mittelamerikanische Land gilt als Vorreiter des Ökotourismus. Als dort in den achtziger Jahren beinahe 80 Prozent der Regenwälder abgeholzt waren, schlug das Land eine neue Richtung ein: Heute ist ein Drittel seiner Fläche Schutzgebiet, und bis 2021 will Costa Rica eine CO2-neutrale Bilanz ausweisen können. Umweltorganisationen kritisieren, dass Reisende auf der Suche nach Naturverbundenheit nicht selten trotzdem – oder gerade deswegen – genau das zerstören, was sie so sehr wollen: die unberührte Natur. So auch in Costa Rica. www.zeit.de/2010/26/GL-Gruener-Reisen +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
30.06.10 Monokulturen und Klimawandel Feldversuche mit künstlich erzeugter Dürre und anderen Wetterextremen zeigen: Der Klimawandel wird die Landwirtschaft verändern. Besonders gefährdet sind Monokulturen. www.sueddeutsche.de/wissen/folgen-des-klimawandels-ueber-den-duerren-klee-1.967428
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29.06.10 Boomstadt Marrakesch Die alte Handelstadt am Fuße des Atlasgebirges erlebt auf königliche Anordnung einen Bauboom ohnegleichen. Dutzende Villen und Luxushotels schießen aus dem Boden. Mit einem milliardenschweren Förderprogramm zur Modernisierung des Landes ermöglicht der 47-jährige Monarch ausländischen Investoren den günstigen Kauf von Grundstücken. In den ersten drei Jahren bleiben Gewinne steuerfrei. www.spiegel.de/reise/staedte/0,1518,703491,00.htm
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29.07.10 China: Gigantomanie ohne Ende Ein neues Wasserprojekt soll Wasser aus Flüssen im Süden des Landes in den zunehmend trockenen Nordteil transportieren. Es umfasst Kanalisierungs- und Staudammvorhaben in verschiedenen Regionen, unter anderem am Unterlauf des Jangtse. Nach einem Bericht der amtlichen "Volkszeitung" sollen innerhalb von zwei Jahren 345.000 Menschen, vor allem arme Landbewohner, ihre Heimat verlassen müssen. (AFP/N-NT/gbk) www.n-tv.de/panorama/China-plant-neues-Wasserprojekt-article949496.html
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29.06.10 Waldzerstörung im Kongo Im rohstoffreichen Kongo versucht die Regierung, ein Geschäft mit Tropenholz aufzubauen, um Wohlstand zu schaffen. Doch man tut sich schwer, den Holz-Reichtum umweltschonend zu nutzen. Von Judith Raupp. www.sueddeutsche.de/wissen/waldzerstoerung-im-kongo-verloren-im-dschungel-1.966999
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28.06.10 Politikverdrossenheit, Wirtschaftswachstum und Wohlstand In einem SPIEGEL-Gastbeitrag schreibt der Philosoph und Bestseller-Autor Richard David Precht über das Verhältnis von Politikverdrossenheit, Wohlstand und Wachstum: „Die Entfremdung der Politiker von den Bürgern ist mehr als nur eine Frage von verweigerter Mitbestimmung. Sie ist auch der immer trotzigere Versuch, eine Politik von gestern zu bewahren, in der Form und im Inhalt. Ihren stärksten Ausdruck findet sie in der Ideologie des Wachstums, die glauben machen möchte, dass wir weiterhin die Umwelt zerstören und Ressourcen aufbrauchen müssen, um noch mehr Konsumgüter zu erzeugen. Tatsächlich fördert das Wirtschaftswachstum schon lange nicht mehr den Wohlstand, sondern es ruiniert ihn. Jede neue Autobahn erhöht die Lärmentwicklung, jedes neue Einkaufscenter enteignet den Mittelstand, und die Abwrackprämie bezahlen der Steuerzahler und die Umwelt.“ www.spiegel.de/spiegel/0,1518,703254,00.html
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26.06.10 „Öko-Simulator – Projekt Grün“ Ein Game für eine bessere Welt: Die PC-Simulation „Projekt Grün“ will dem Spieler beibringen, wie sich Wohlstand und eine intakte Umwelt vereinen lassen. Dazu der Hersteller: „Sie bestimmen die nationale Ökologie und Ökonomie! Wählen Sie einen von 7 Kontinenten und verhelfen Sie diesem zu einem aufblühenden und ökologisch vorbildlichen Erdteil zu werden. Führen Sie die Welt in eine grüne Zukunft. Erreichen Sie wichtige ökologische Etappen, während Sie an Ihrem großen Ziel arbeiten, das Sie aber in einer bestimmten Zeit erreicht haben müssen. Möglicherweise werden Sie aber auch einfach aus dem Amt gewählt, wenn die Bevölkerung mit der wirtschaftlichen Situation oder Ihren ökologischen Entscheidung nicht einverstanden ist.“ www.focus.de/digital/games/game-kritik/oeko-simulator-projekt-gruen-umweltschutz-im-computer_aid_523443.html www.halycon.de/produkte/weitere-games/oeko-simulator---projekt-gruen/216.html
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26.06.10 100 Gründe für die A 100 Die Berliner SPD entscheidet heute über den Ausbau der Autobahn 100. Noch sind nicht alle Delegierten auf dem Parteitag einer Meinung. Die taz leistet gerne Überzeugungsarbeit und erklärt, warum Sozialdemokraten für den Bau sein müssen. www.taz.de/1/berlin/artikel/1/100-gruende-fuer-die-a-100
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26.06.10 Rückzug auf den Kern der Stadt Wie sich schrumpfende Städte verändern und was an die Stelle der Leere treten kann, zeigt die Internationale Bauausstellung Stadtumbau 2010. Von Jörg Brauer auf TELEPOLIS. www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32789/1.html
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25.06.10 Ever daydream about owning your own village? “Look no further than Otira, a tiny West Coast town in the Southern Alps.” (Press.CO.NZ) In Neuseeland ist für eine Million neuseeländische Dollar ein Dorf zu verkaufen: 20 Hektar Land, 18 Wohnhäuser und 40 Einwohner. www.stuff.co.nz/the-press/news/3852182/1-million-wanted-for-Otira-including-the-pub
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24.06.10 Meilenstein zum Schutz des Grünen Bandes: Förderbescheid zum Naturschutzgroßprojekt "Grünes Band Rodachtal - Lange Berge - Steinachtal" übergeben – Presseerklärung BMU Mit Übergabe des Förderbescheides für das Naturschutzgroßprojekt "Grünes Band Rodachtal - Lange Berge - Steinachtal" zwischen Bayern und Thüringen wurde heute ein wichtiger Schritt zum Erhalt des nationalen Naturerbes am Grünen Band getan. Zusammen mit den Ländern Bayern und Thüringen fördert das Bundesumweltministerium über das Bundesamt für Naturschutz das Grüne Band als lebendiges Mahnmal für die ehemalige Teilung Deutschlands auf einer Länge von rund 127 Kilometern. Das sind fast 10 Prozent des gesamten Grünen Bandes in Deutschland. Zusammen mit dem bereits 2009 in das Förderprogramm aufgenommenen Projekt "am Eichsfeld" wird der Bund seiner besonderen Verantwortung damit auf insgesamt rund 260 Kilometer Länge gerecht. Ziel des Naturschutzgroßprojektes ist es, naturnahe Abschnitte des Grünen Bandes dauerhaft zu erhalten sowie weitere Bereiche gezielt zu entwickeln, um den Wert als Lebensraum für seltene und oftmals bundesweit gefährdete Arten wiederherzustellen. Zu den wichtigsten Lebensräumen gehören Wälder, Heiden, Magerrasen, Feuchtgrünland und Fließgewässer. Das 10.841 Hektar große Kerngebiet zeichnet sich durch bemerkenswerte Artenvorkommen wie Mopsfledermaus und Raubwürger aus. Auch Edelkrebs und Bachmuschel haben hier ebenso ihren Lebensraum wie die Bunte Schwertlilie und die Kornrade. Das Projekt wird vom Zweckverband "Grünes Band Rodachtal - Lange Berge - Steinachtal" bestehend aus den Landkreisen Coburg, Kronach, Sonneberg und Hildburghausen umgesetzt. Neben dem Schutz und der Entwicklung wertvoller Biotope geht es bei diesem Vorhaben auch um die modellhafte Verwirklichung eines länderübergreifenden Biotopverbundes. Für eine erste Förderphase, die zweieinhalb Jahre dauern soll, stellt der Bund 719.000 Euro zur Verfügung. Weitere 143.000 Euro kommen von den Bundesländern Bayern und Thüringen. Der Projektträger beteiligt sich mit 95.000 Euro an den Ausgaben. Ziel dieser Förderphase ist es, die spätere Umsetzung auf eine solide fachliche Grundlage zu stellen. Neben der Erarbeitung eines Pflege- und Entwicklungsplans steht dabei insbesondere die aktive Einbindung und Beteiligung der gesellschaftlichen Gruppen im Mittelpunkt. An die Planungsphase soll sich eine zehnjährige Umsetzungsphase anschließen. Das "Grüne Band Rodachtal - Lange Berge - Steinachtal" gehört zu derzeit 29 Vorhaben, die der Bund als gesamtstaatlich repräsentative Naturschutzgroßprojekte fördert. Bisher konnten weitere 45 Vorhaben erfolgreich abgeschlossen werden. Mit diesem Förderprogramm unterstützt der Bund seit mehr als 30 Jahren die Bundesländer mit dem Ziel, großflächige und besonders wertvolle Lebensräume für bedrohte Tiere und Pflanzen langfristig zu sichern. Dabei verpflichten sich das jeweils zuständige Bundesland sowie der Projektträger - auch über die begrenzte Bundesförderung hinaus - zu einem nachhaltigen Schutz und einer naturverträglichen Entwicklung des Projektgebietes. Insgesamt wurden seit 1979 über 390 Millionen Euro Bundesmittel für die Sicherung und Entwicklung bundesweit bedeutsamer Landschaftsausschnitte bereitgestellt. Derzeit stehen jährlich 14 Millionen Euro für dieses Förderprogramm zur Verfügung. www.bmu.de/pressemitteilungen/aktuelle_pressemitteilungen/pm/46164.php
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23.06.10 Küstenschutz in der Bananenrepublik Bundesrichter Martin L. Feldmann, der Obamas Tiefsee-Bohrstopp aufhob, erzielt Einkünfte aus Transocean-Anteilsscheinen, meldet der GUARDIAN. www.guardian.co.uk/environment/2010/jun/23/judge-drilling-ban-shares-oil/print www.judicialwatch.org/jfd/Feldman_Martin_L_C/2008.pdf
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22.06.10 Varese Ligure: Shangri-La in den Apenninen Grüne Ökonomie mit Bio-Käse und Windkraft, Erhaltung des Landschaftsbildes, Rückbau der Bausünden, Verbesserung des Gemeinschaftslebens, Stärkung der Regionalen Identität – es klingt utopisch.. Doch 30 Kilometer vom Disneyland der Cinque-Terre-Dörfer entfernt, ist die Welt wieder in Ordnung, der Niedergang aufgehalten und bewiesen worden, dass Entwicklung ohne „Gewerbepark“ möglich ist. Die Gemeinde könnte Vorbild .für viele in Europa sein. Also auf nach Varese Ligure!. Der Journalist Andreas Weber ist gleich hingezogen und berichtet darüber auf ZEIT.DE: „Caranza (Bürgermeister in den 1990er Jahren) begriff, dass die Natur der Trumpf des Städtchens ist. Der Respekt vor dem Ursprünglichen und der Tradition würde auch die Gemeinschaft beleben. Und Caranza gelang es, die Anwohner zu überzeugen. Zusammen begannen sie, viele Bausünden zu beseitigen und die Vergangenheit von Varese Ligure freizulegen, dem schmucken mittelalterlichen Handelszentrum am Fuße des Cento-Croci-Passes, der jahrhundertelang wichtigster Transitweg zwischen Küste und Po-Ebene gewesen war. Sie pflasterten die Dorfstraße mit handbehauenem Schiefer, die Tankstelle mitten im Dorf rissen sie ab. Sie tünchten die verschachtelten Mauern in frischem Pastell, orange, ocker, rosé, gelb. Sie gründeten eine Ökomolkerei und eine Biofleischkooperative. Sie bauten eine Kläranlage und einen Recyclinghof. Der unlängst verstorbene Caranza hat es geschafft, zu jedem investierten Euro vier weitere aus den Europa-Töpfen für Regionalentwicklung loszueisen und damit Varese die verlorene Identität wiederzugeben: eine Miniatur-Civitas inmitten berauschender Landschaft. Heute ist das ökologische Wirtschaften zum Schlüssel des ökonomischen Erfolges geworden.. . Die grüne Ökonomie hat zaghaften Wandel gebracht und – anders als jedes Rezept für Wachstum, das mit »Industrieansiedlungen« winkt – vor allem neue Autonomie. Es ist ein Kosmos, der sich selbst genügt – manchmal verschlafen, manchmal engstirnig, aber stets heimelig.“ www.zeit.de/2010/25/Italien-Varese-Ligure Weitere Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Varese_Ligure www.comune.vareseligure.sp.it
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22.06.10 Blut und Boden Für ein größeres Stammesterritorium töten Schimpansen ihre Artgenossen. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Universität Michigan, die zehn Jahre lang in Uganda untersuchten, warum sich die Menschenaffen gegenseitig umbringen. (dpa) http://de.news.yahoo.com/26/20100621/tsc-schimpansen-tten-nachbarn-fr-ein-stc-dd61bdb.htmlwww.heise.de/tp/r4/artikel/32/32828/1.htmlwww.cell.com/current-biology/abstract/S0960-9822%2810%2900459-8
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22.06.10 Colleen Dardagan: Südafrika braucht keine WM „Zwar haben wir Straßen ausgebessert, neue Flughäfen gebaut, modernste Sicherheitssysteme gekauft, der Fifa zehn Stadien hingestellt, die ihre Auflage erfüllen. Doch kein Mensch spricht darüber, welchen Nutzen der südafrikanische Bürger von dieser Extravaganz namens Fußball-WM ziehen soll.“ Colleen Dardagan ist Redakteurin und WM-Koordinatorin des Mercury, eine der renommiertesten Zeitung Südafrikas. www.zeit.de/sport/2010-06/fifa-suedafrika-politik-armut
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21.06.10 Bilder von Spaniens Ruinen der Immobilienkrise Wer durch Spanien fährt – insbesondere durch Küstengegenden im Süden des Landes – begegnet unvollendet gebliebenen Neugebäuden auf Schritt und Tritt: Spätfolgen einer gewaltigen Immobilienblase. 2006 wurden 860.000 Neubau-Wohnungen fertiggestellt, so viele wie nirgendwo sonst in Europa www.zeit.de/wirtschaft/2010-06/fs-immobilien-spanien
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21.06.10 Stahlwerk mit Schönheitsfehlern An der Westküste in Rio de Janeiro weihte Präsident Lula da Silva am Freitag ThyssenKrupps modernstes Stahlwerk ein. Proteste von Fischern und Umweltschützern blieben folgenlos, berichtet Gerhard Dilger auf TAZ.DE. www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/stahlwerk-mit-schoenheitsfehlern
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20.06.10 Wohnlotsen am Wattenmeer Cuxhaven hat ein Problem: Schon in wenigen Jahren könnte dort jedes vierte Haus leer stehen. Jetzt versucht die Stadt an der Nordsee gegenzusteuern. Neubürger werden kaum kommen, aber es soll zumindest der Bestand gesichert werden, berichtet Rainer Müller auf FAZ-NET. www.faz.net/s/Rub8E0FC0CD826A4ACA80504FD9153A70F2/ Doc~E3FAF9F5A92744222AD4D0157E8EE34AC~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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19.06.20 Eine Milliarde Menschen sind bedroht FAO und OECD warnen davor, dass die Lebensmittelknappheit zunimmt, während die Nachfrage in den Schwellenländern steigt und sich der Bedarf an Biotreibstoffen erhöht. www.freitag.de/politik/1024-eine-milliarde-menschen-sind-bedroht www.agri-outlook.org/dataoecd/30/35/45450948.pdf
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18.06.10 BUND: Neues Waldgesetz verschenkt Chancen für Natur- und Artenschutz "Berlin: Für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist das vom Bundestag beschlossene Bundeswaldgesetz eine verschenkte Chance für mehr Natur- und Artenschutz im deutschen Wald. Der Gesetzgeber habe es versäumt, verbindliche und bundesweit gültige Standards der guten fachlichen Praxis festzuschreiben, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. "Das neue Waldgesetz ist nicht geeignet, dem Gemeinwohl Vorrang vor Privatinteressen zu verschaffen", sagte Weiger. Wichtige Aspekte des Waldschutzes wie das Kahlschlagsverbot, der Bodenschutz, die Bestandsverjüngung und der Biotopbaumschutz seien im Gesetz nicht geregelt worden. Damit drohe zwischen den Ländern ein Wettlauf hin zu möglichst niedrigen Waldschutzstandards. "Der Wald ist Lebensraum für hunderttausende Pflanzen- und Tierarten und spielt für den Klimaschutz eine entscheidende Rolle. Bäume und Waldböden sind wichtige CO2-Senken, die bei Kahlschlägen oder boden- und waldschädlichen Holzernten große Mengen Kohlenstoff freisetzen. Der Wald kann seinen unverzichtbaren Beitrag zum Klimaschutz nur leisten, wenn seine ökologisch verträgliche Bewirtschaftung gesetzlich gesichert ist. Diese Chance wurde leider vertan", sagte Weiger. Der BUND rief die Bundesregierung und die Länder auf, endlich das Ziel der Nationalen Biodiversitätsstrategie umzusetzen, großräumige und unzerschnittene Waldgebiete zu erhalten und mindestens fünf Prozent der deutschen Waldfläche dauerhaft der natürlichen Entwicklung zu überlassen. Im öffentlichen Wald sollten mindestens 10 Prozent der Fläche nicht mehr bewirtschaftet werden. Nur dann könne Deutschland glaubwürdig auch auf internationaler Ebene von Entwicklungs- und Schwellenländern mehr Waldschutz fordern. Daher müsse verhindert werden, dass der öffentliche Wald durch den Verkauf an Privatpersonen und Unternehmen zum Spielball privater Investoren werde." www.bund.net/nc/bundnet/presse/pressemitteilungen/detail/zurueck/ pressemitteilungen/artikel/neues-waldgesetz-verschenkt-chancen-fuer-natur-und-artenschutz/
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18.06.10 Flächenrecycling: Immobilienbranche entdeckt Industriebrachen Steffen Uttich berichtet auf FAZ.NET, dass das bisher vernachlässigte Geschäft mit Industrieflächen in Bewegung. kommt. Zu verdanken sei das einer Basisarbeit des Analysehauses Bulwien-Gesa. Erstmals würden darin Kategorien festgeschrieben, die eine bessere Vergleichbarkeit von Objekten ermöglichen und Erfolgsmaßstäbe definiert. Weitere Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%A4chenrecycling www.difu.de/publikationen/difu-berichte-22001/flaechenrecycling-als-kommunale-aufgabe.html
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17.06.10 Worldday to Combat Desertification Fast ein Drittel aller landwirtschaftlich nutzbaren Flächen ist von der sogenannten Desertifikation (fortschreitende Wüstenbildung) bedroht. Die Lebensgrundlage von über 1 Milliarde Menschen in mehr als 110 Ländern ist durch anhaltenden Verlust an fruchtbarem Boden gefährdet. Desertifikation o bezeichnet die Verschlechterung des Bodens in relativ trockenen (ariden, semiariden und trocken subhumiden) Gebieten, die durch unterschiedliche Faktoren einschließlich Klimawandel und menschlicher Aktivitäten herbeigeführt wird. Diese Bodendegradation bewirkt die Ausbreitung bzw. Entstehung von Wüsten oder wüstenähnlichen Verhältnissen. Am heutigen Donnerstag ist der UN-Welttag zur Bekämpfung von Wüstenbildung. Weitere Infos: www.focus.de/wissen/wissenschaft/klima/welttag-kampf-gegen-die-verwuestung_aid_520382.html www.desertifikation.de http://www.gtz.de/de/themen/9852.htm http://www.unric.org/de/umwelt/109?showall=1 http://wir-klimaretter.de/nachrichtensep/umwelt-nachrichten/6140-kampf-gegen-wuestenbildung http://de.wikipedia.org/wiki/Desertifikation
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16.06.10 Deät Lun bleibt klein aber fein 1721 wurde der natürliche Damm zwischen Hauptinsel und der Düne weggespült. Im April 2008 wurden erste Pläne des Hamburger Bauunternehmers Arne Weber bekannt, die eine großangelegte Neulandgewinnung auf Helgoland vorsehen. Eine etwa 1000 Meter lange Spundwand soll als „Neuer Woal“ demnach das Mittelland mit dem Weststrand der Düne verbinden und damit erstmals seit der Sturmflut 1720/1721 die beiden Inselteile wieder vereinigen. Die Stahlbetonkonstruktion könnte direkt im Felssockel der Insel verankert werden und hätte dadurch festen Halt. Die eigentliche Landgewinnung soll über Spülschiffe erfolgen, die den – nur wenige Meter tiefen – Meeresarm zwischen Hauptinsel und Düne mit Sand aus der Nordsee auffüllen. Gestützt wird der Plan durch eine Machbarkeitsstudie der Technischen Universität Hamburg-Harburg und des Alfred-Wegener-Instituts mit der Biologischen Anstalt Helgoland. Die Landgewinnung wäre laut dieser Studie für 80 Millionen Euro innerhalb von zwei Jahren zu bewerkstelligen. Am 14. Juni 2010 wurde dieses Projekt jedoch nach abschließenden Beratungen endgültig von der zuständigen Lenkungsgruppe unter Vorsitz des Pinneberger Landrats abgelehnt. Der Investor hofft nun auf die Kommunalwahlen im September. (WIKIPEDIA/N-TV). http://de.wikipedia.org/wiki/Helgoland www.n-tv.de/reise/Helgoland-bleibt-so-klein-article923604.html http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d0/Helgoland_Vogelperspektive_sx.jpg
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15.06.10 DIW warnt vor Armenvierteln Die Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland wird größer. Das geht aus einer neuen Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor, wie.Felix Berth und Thomas Öchsner auf SUEDDEUTSCHE.DE berichten. Die Polarisierung der Einkommen könne in vielen Städten zu erheblichen Problemen führen: „Denn die wachsende Zahl ärmerer Menschen sei auf niedrige Mieten angewiesen, die es vor allem in unsanierten Altbaugebieten und unattraktiven Hochhaussiedlungen gebe. Dort würden sich ‚Quartiere herausbilden, denen das Stigma der Armenviertel anhängt’, schreibt der Stadtsoziologe Hartmut Häußermann in der DIW-Studie. Solche Armenviertel seien ‚von Resignation und Zukunftspessimismus geprägt’, was vor allem für die dort aufwachsenden Kinder und Jugendlichen fatal sei.“ www.sueddeutsche.de/geld/einkommensverteilung-grosse-panik-in-der-mittelschicht-1.959333
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14.06.10 Riesige Rohstoffvorkommen in Afghanistan entdeckt Geahnt haben viele es. Am Hindukusch wird nicht nur die westliche Freiheit verteidigt. Da hatte Herr Köhler Recht, obwohl er es dann doch nichts so gemeint haben wollte. Heute berichtet Christiane Grefe von WELT.DE über einen Artikel in der ONLINE-Ausgabe der „New York Times“, der den wirtschaftlichen Hintergrund des westlichen ‚Engagements’ in Afghanistan offenlegt. Unter Berufung auf US-Regierungsmitarbeiter. berichte die NYT, in dem bitterarmen Land seien bisher unentdeckte Bodenschätze im Wert von einer Billion Dollar gefunden worden. Die Vorkommen von Lithium, Eisen, Kupfer, Kobalt und Gold seien so riesig, dass das verarmte Land zu einem der weltgrößten Bergbauzentren avancieren könnte, (NYT/WELT/gbk) www.welt.de/politik/ausland/article8034235/Riesige-Rohstoffvorkommen-in-Afghanistan-entdeckt.htmlKlaus Naumann: Kein Interventionsgrund „Bodenschätze waren kein Kriegs- und Interventionsgrund. Sind sie nun ein Argument dafür, "im Spiel" zu bleiben? Wer die Frage so stellt und damit verkürzt, hat von den geopolitischen Dimensionen des postsowjetischen Greater-Near-East-Konflikts wenig begriffen. Instabilitäten in dieser Großregion, die vom Gaza-Streifen bis nach Kirgistan und Kaschmir (um nur drei Signalbegriffe zu nennen) reicht, schlagen unmittelbar auf die kollektive Sicherheit der Staatengemeinschaft durch. Nichts an diesem desaströsen Setting hat sich durch das Bekanntwerden der afghanischen Bodenschätze verändert - außer der Tatsache, dass Lösungsanstrengungen für die vielfach verzahnten Regionalkonflikte noch dringender geworden sind.“ Klaus Naumann arbeitet als Zeithistoriker im Hamburger Institut für Sozialforschung. Veröffentlichung: "Einsatz ohne Ziel? Die Politikbedürftigkeit des Militärischen" (Hamburger Edition; Bundeszentrale für Politische Bildung). www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/doku_und_debatte/2761127_Afghanistan-Hatte-Horst-Koehler-doch-Recht.html
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14.06.10 Mitreißend Christiane Grefe auf ZEIT.DE über zwei neue Studien, die vom skrupellosen Kampf um die wichtigste Ressource der Zukunft – dem Wasser – erzählen: „Das Versiegen der Flüsse ist nur ein Brennpunkt der globalen Wasserkrise. Schon heute haben rund eine Milliarde Menschen kein sauberes Trinkwasser. Doch von Texas bis in den indischen Punjab verursachen ressourcenblinde Siedlungs-, Anbau- und Konsumweisen, übernutzte Grundwasserquellen, Umweltverschmutzung, wachsende Bevölkerung und schließlich der Klimawandel weitere Knappheiten und Krankheiten, Dürren und Fluten.“ Zwei lesenswerte Neuerscheinungen widmen sich dieser vielschichtigen politischen Herausforderung: Erik Orsenna: Die Zukunft des Wassers Eine Reise um unsere Welt; C. H. Beck Verlag, München 2010; 319 S., 21,95 € Petra Dobner: Wasserpolitik Suhrkamp Verlag, Berlin 2010; 393 S., 14,- € www.zeit.de/2010/23/L-P-Wasser
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14.06.10 Broggi: Die Wildnis braucht ihren Raum Mario Broggi (ehemaliger Direktor der Eidgenössischen Forschungsanstalt Wald, Schnee und Landschaft); „Der Mensch muss Akzeptanz des Unkontrollierten wieder lernen.“ Kanyama Butz sprach mit ihm über die Schwierigkeiten des Menschen mit der Wildnis und fragte, „Weshalb fällt es Menschen so schwer, Wildnis zu akzeptieren?“. Antwort Mario Broggi: „Von der humanistischen Seite her gesehen gibt es zwei Welten, eine kontrollierte und eine unkontrollierte. Die kontrollierte Welt ist kultiviert und bewohnt. Die unkontrollierte ist der wilde, dunkle Wald, eben die Wildnis. Man weiß nicht, wer dort lebt, was dort passiert, Sherwood Forrest mit Robin Hood lässt grüßen. Deshalb kann dieser Teil nicht eingeordnet werden und wird eher abgelehnt. Die Wildnis strahlt eine gewisse Unheimlichkeit aus. Umso wichtiger ist die Auseinandersetzung damit, auch als Kulturbeitrag. Aus ethischer Sicht sollte sich der Mensch fragen, ob es wirklich richtig und notwendig ist, überall die Finger im Spiel zu haben und ein Terrain zu hundert Prozent zu kontrollieren. Oder ob es nicht besser ist, gewisse Teile der Natur zurück zu geben, auch mit dem Nichtwissen, was passiert.“ www.neues-deutschland.de/artikel/172981.die-wildnis-braucht-ihren-raum.html
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12.06.10 Gibt es die Natur überhaupt? Der Gärtner Jakob Augstein beschäftigt sich nicht nicht mit Blumen oder Unkraut, sondern denkt über viel grundlegendere Fragen nach - etwa warum die Natur kein Gleichgewicht kennt www.freitag.de/alltag/1023-gaertner
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11.06.10 20 Jahre Wildnis: Der Müritz-Nationalpark 107 von den mehr als 2000 Seen Mecklenburg-Vorpommerns liegen im Müritz-Nationalpark. Der insgesamt 318 km² große Nationalpark ist zu 65 Prozent von Wäldern und zu 12 Prozent von Seen bedeckt; acht Prozent des Gebietes sind Moore und sechs Prozent Wiesen und Weiden. Die Fläche wird in der Verordnung über die Festsetzung des Nationalparks ‚Müritz-Nationalpark’ vom 12. September 1990 beschrieben: „Der Müritz-Nationalpark repräsentiert einen wesentlichen Ausschnitt der Mecklenburgischen Seenplatte im Bereich der Städte Neustrelitz und Waren. Er umfasst großflächig waldbestandene Endmoränen-, Sander- und Niederungslandschaften, in denen eine mannigfaltige und häufig noch ursprüngliche Naturausstattung erhalten ist. Lebensgrundlage für die vielen hier noch vorkommenden gefährdeten Pflanzen- und Tierarten und gleichzeitig einen besonderen landschaftlichen Reichtum stellen die vielen Seen und Moore dar. Hohe Bedeutung hat das Gebiet für die Erhaltung einer Reihe in Mitteleuropa überaus gefährdeter Großvogelarten (wie Seeadler, Fischadler, Kranich, Schwarzstorch). Das Territorium ist dünn besiedelt und wird auf Grund geringer Eignung nur in einigen Randgebieten landwirtschaftlich genutzt.“ Es ist ein Paradies für Bieber, Kraniche und Steinadler. Früher gingen hier DDR-Bonzen auf Jagd. Grosse Teile waren für die Bevölkerung tabu. Einen Monat vor dem Ende der DDR nutzte die erste und letzte demokratisch gewählte Regierung die Gunst der Stunde. Heute hat sich die Natur das militärische Sperrgebiet zurückerobert. (Spiegel(WIKI/gbk) www.spiegel.de/reise/deutschland/0,1518,700176,00.html Weitere Infos: http://www.mueritz-nationalpark.de/cms2/MNP_prod/MNP/de/Startseite/index.jsp http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCritz-Nationalpark http://mv.juris.de/mv/gesamt/MueritzNatPV_MV.htm#MueritzNatPV_MV_rahmen www.fr-online.de/in_und_ausland/reise/aktuell/2741828_Ein-Paradies-wird-20-Der-Mueritz-Nationalpark-feiert.html
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10.06.10 Greenpeace zur EU-Nachhaltigkeitsverordnung Biokraftstoffe „Die neu veröffentlichten EU-Nachhaltigkeitskriterien für "Biosprit" aus Importen bieten kaum Grund zur Freude. Die europäischen Richtlinien bilden die Grundlage für ein Zertifzierungssystem und können weder die Regenwaldabholzung noch den Treibhausgasausstoß angemessen verringern. Immerhin, die Definition Ölpalm-Plantage gleich Wald – wie es ein erster Entwurf der Richlinien vorsah - ist nun passé. Nach einem Sturm der Entrüstung von Umweltverbänden, Menschenrechtsorganisationen und einigen Mitgliedsstaaten hat die EU den absurden Absatz überarbeitet, der nebenbei auch der internationalen Definition von Wald widersprach. Die Nachhaltigkeitsstandards der EU-Kommission sind immer noch zu schwach; damit werden weder Wald noch Orang-Utans gerettet, erklärt Corinna Hölzel, Waldexpertin bei Greenpeace. Sie lassen zentrale Probleme außer Acht: So wird für die ersten Jahre eine Treibhausgaseinsparung von lediglich 35 Prozent vorgeschrieben. Auflagen zum Schutz von Böden, Wasser und Luft fehlen. Torfböden, die bereits ackerbaulich genutzt wurden, können weiterhin in Plantagen umgewandelt werden. Auch soziale Kriterien sucht man vergeblich. Die Klimabilanz der sogenannten Biokraftstoffe erfasst indirekte Landnutzungsänderungen gar nicht erst, obwohl gerade diese Verschiebungseffekte die Urwaldzerstörung vorantreiben: Wenn beispielsweise Ölpalmen oder Soja für Biosprit auf Flächen angebaut werden, die vorher für Rinderweiden oder Tierfutter genutzt wurden, müssen für den Anbau dieser Nutzungsformen zusätzliche Flächen gerodet werden. Das bedeutet mehr CO2-Emissionen, die dem Klima schaden. Das Joint Research Center der EU rechnet vor: Wenn nur ein Prozent des europäischen Biodiesels von indonesischen Torfwäldern stammt, macht dies bereits alle Treibhausgaseinsparungen der EU zunichte. Greenpeace-Analysen zeigen, dass der in Deutschland verkaufte Biodiesel bereits heute zu elf Prozent aus Soja- und zu fast sechs Prozent aus Palmöl besteht - somit trägt er direkt zur Waldvernichtung in Südamerika und Südostasien bei. Berücksichtigt der neue Versuch der Europäischen Komission den ökologischen Fußabdruck des importierten Agrosprits? Corinna Hölzel verneint: Mit den neuen Leitlinien wird trotzdem Palmöldiesel in deutschen Tanks landen, der lediglich auf dem Papier als nachhaltig deklariert ist, befürchtet sie. Greenpeace fordert die EU-Mitgliedsstaaten auf, die Nachhaltigkeitskriterien konsequent nachzubessern und sowohl soziale Kriterien als auch indirekte Landnutzungsänderungen aufzunehmen.“ www.greenpeace.de/themen/klima/nachrichten/ artikel/nachhaltigkeitsverordnung_der_eu_hinkt/ Weitere Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Biokraftstoff www.erneuerbare-energien.de/inhalt/4593/ Siehe auch: http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/biokraft-nachv/gesamt.pdf www.redcert.org www.iscc-system.orgRöttgen begrüßt Zertifizierung von Biokraftstoffen und flüssiger Biomasse zur Stromerzeugung - Presseerklärung BMU Nr. 086/10 „Die Europäische Kommission hat heute zwei Mitteilungen und eine Entscheidung veröffentlicht, in denen sie die Anforderungen an die Zertifizierung von Biokraftstoffen und Bioenergie aus Pflanzenölen konkretisiert. Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen begrüßt diesen Schritt: "Die Nutzung von Biomasse ist ein zentraler Bestandteil des Ausbaus der erneuerbaren Energien. Nur wenn wir Biomasse verstärkt als Energieträger nutzen, werden wir in Europa die Ziele zum Ausbau der erneuerbaren Energien erreichen. Ich begrüße deshalb außerordentlich, dass Energiekommissar Oettinger heute Kriterien zur nachhaltigen Nutzung von Biomasse vorgelegt hat, anhand derer die Zertifizierung nun europaweit harmonisiert werden soll", so Röttgen. Ein einheitliches Siegel für den umweltverträglichen Anbau von Energiepflanzen werde auch die Akzeptanz der Nutzung von Biomasse weiter vergrößern. Deutschland hat bereits 2009 als erster EU-Mitgliedstaat die europäischen Nachhaltigkeitsanforderungen an Biokraftstoffe und an flüssige Biomasse in deutsches Recht umgesetzt. Biokraftstoffe und Pflanzenöle müssen zukünftig mit Hilfe von Zertifizierungssystemen ihre Nachhaltigkeit beim Anbau und in der Herstellung nachweisen, nur dann können sie auf die Biokraftstoffquote angerechnet werden oder nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert werden. So darf der Anbau von Biomasse für Biokraftstoffe und Pflanzenöle nicht mit der Umwandlung von Flächen mit hohem Kohlenstoffbestand und hoher Biodiversität einhergehen. Zu den geschützten Flächen gehören Naturschutzgebiete, Urwälder, Wälder, Feuchtgebiete und Grasland. Zudem müssen Biokraftstoffe und Pflanzenöle nachweislich mindestens 35 Prozent Treibhausgas-Emissionen gegenüber dem fossilen Kraftstoff einsparen. Deutschland ist Vorreiter bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitszertifizierung. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) ist mit der Anerkennung von Zertifizierungssystemen betraut. Die Behörde hat bereits zwei Zertifizierungssysteme und acht Zertifizierungsstellen für die Tätigkeit der Zertifizierung vorläufig anerkannt.“ www.erneuerbare-energien.de/inhalt/46117/4593
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10.06.10 Glück durch 1 730 000 Prozent Steigerung des Wirtschaftswachstums? Das hält die Erde nicht aus. Marcus Meier für TELEPOLIS im Gespräch mit Angelika Zahrnt (BUND) über Klimagipfel und eine Wirtschaft jenseits des permanenten Wachstums. Meier: „Die Industrieländer streben ein Wirtschaftswachstum von drei Prozent pro Jahr an. Damit würde sich das Volumen der Wirtschaft binnen hundert Jahren mehr als verneunzehnfachen Warum gilt das Motto "Wachstum, Wachstum über alles"?“ Angelika Zahrnt: „Dahinter steckt ein Glaube, dass Wirtschaftswachstum alle Probleme lösen wird: Mehr Wohlstand, weniger Arbeitslosigkeit und mehr Glück, weil alle mehr Güter haben. Dieser Glaube an unbegrenztes Wirtschaftswachstum ist noch gar nicht so alt: Er entstand erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Doch Wirtschaftswachstum führt nicht zu sozialem Ausgleich. Wir haben trotz Wirtschaftswachstum eine vertiefte soziale Spaltung. Man muss eine neue Sozial-, Einkommens- und Umverteilungspolitik machen, um sozialen Ausgleich zu schaffen. Für das zweite Ziel, die Vollbeschäftigung, bräuchte man fünf Prozent Wachstum – und das ist illusorisch.“ www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32774/1.html
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09.06.10 Stadtbegrünung durch vertikale Gärten Der Franzose Patrick Blanc hat die vertikalen Gärten erfunden. Überall auf der Welt hat er sie installiert, sie gelten als wichtigster Impuls in der Diskussion darüber, wie man die Städte des 21. Jahrhunderts begrünen kann. Ein Artikel von Anke Schipp auf FAZ.NET. www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/ Doc~EB8D077BF9A684E2D88BB49FE8CF29703~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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07.06.10 Maisfelder mindern Butterqualität Tanja Busse erklärt auf ZEIT.ONLINE, warum die irische Butter besser als die deutsche ist. In Irland dürfen die Kühe fressen, was sie fressen sollten und wofür ihr Verdauungsapparat gemacht ist … Denn die deutschen Landwirte haben einen großen Teil der Weiden in den vergangenen Jahren umgepflügt, um darauf Getreide und Mais anzubauen. Der Mais wird nach der Ernte im Herbst als Silage haltbar gemacht und das ganze Jahr über an das Milchvieh im Stall verfüttert, Konservenfutter für Kühe.“ Das Futter beeinflusst aber die Zusammensetzung der Milch: www.zeit.de/2010/21/E-Butter
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06.06.10 UBA fordert Nachhaltigkeits-Check für neue Gesetzesvorhaben Umweltschädliche Subventionen des Bundes kosten 48 Mrd. Euro pro Jahr Matthias Brake berichtet über die aktualisierte UBA- Studie "Umweltschädliche Subventionen in Deutschland“. Danach kosteten allein die gelisteten Subventionen im Jahr 2008 48 Mrd. Euro. UBA-Chef Jochen Flasbarth fordert deshalb einen obligatorischen "Nachhaltigkeits-Check" für neue Gesetzesvorhaben, um den entscheidenen Politikern von vornherein bewußt zu machen, welche Umweltschäden, Folgekosten und Klimaauswirkungen durch ihre Pläne ausgelöst würden. www.heise.de/tp/blogs/2/147755 Weitere Infos: www.handelsblatt.com/politik/ deutschland/jochen-flasbarth-im-gespraech- umweltbundesamt-fordert-nachhaltigkeits-check;2593851 www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3780.pdf
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03.06.10 Öl-Angst erreicht Urlaubszentren „Mit dem Ostzipfel Alabamas und damit praktisch Florida sind die Touristenhochburgen von der schlimmsten Ölpest der US-Geschichte bedroht. Und zu allem Überfluss liegt dort auch der atemberaubend schöne Insel-Naturpark Gulf Islands National Seashore, der sich von Mississippi bis nach West-Florida erstreckt.“ www.focus.de/reisen/reisefuehrer/usa/tid-18494/ florida-oel-angst-erreicht-urlaubszentren_aid_515336.html
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31.06.10 Lacoste: zu Tode saniert Modedesigner Pierre Cardin hat das halbe Dorf Lacoste im französischen Luberon gekauft und aufwändig renoviert. Doch wohnen will dort niemand. Die angestammten Bürger sind empört. Artikel von Ingrid Müller-Münch auf FR-ONLINE. www.fr-online.de/top_news/2704655_Reportage-aus-Lacoste-Zu-Tode-saniert.html
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31.05.10 Ist die Menschheit zukunftsfähig? Nachdenkliches kommt von Volker Braun: »Wenn die Ideen begraben sind / kommen die Knochen raus. / Wie lange hält uns die Erde aus / Und was werden wir die Freiheit nennen« http://de.wikipedia.org/wiki/Volker_Braun
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30.05.10 Kolumbien: Landübergabe an Siedler gestoppt – eine Meldung der peace brigades international „Afrokolumbianische Gemeinden im Chocó konnten am 18. Mai einen Teilerfolg verbuchen: Das Verfassungsgericht stoppte die Übergabe von Landtiteln an eine Siedlergemeinde, die mehrheitlich aus Betreibern von Ölpalmenplantagen bestand. Die Siedlergemeinde gründete erst im Herbst 2009 einen sogenannten Gemeinderat unbeachtet der Tatsache, dass afrokolumbianische Gemeinschaften 13 Jahre zuvor von illegalen bewaffneten Akteuren von diesem Land vertrieben worden sind. Der Interamerikanische Menschenrechtsgerichtshof unterstützt den Entscheid des Verfassungsgerichtes und hat in den letzten Jahren Schutzmaßnahmen für mehrere Führungspersonen des Rates der afrokolumbianischen Gemeinden angeordnet. Einen Tag nach dem Gerichtsentscheid erließ die Staatsanwaltschaft 23 Haftbefehle gegen Siedler und Plantagenbetreiber. Die Vorwürfe sind mannigfaltig: Illegale Inbesitznahme von Land, Zusammenarbeit mit paramilitärischen Gruppierungen und Vertreibung der lokalen Bevölkerung.“ http://bewegung.taz.de/organisationen/pbi/blogeintrag/kolumbien-landuebergabe-an-siedler-gestoppt
Peace brigades international (pbi) ist eine internationale Friedens- und Menschenrechtsorganisation, die sich seit mehr als zwanzig Jahren erfolgreich für die gewaltfreie Bearbeitung von Konflikten einsetzt. www.pbi-deutschland.de
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30.05.10 Spanien – das immobile Land Winand von Petersdorff befasst sich mit den Folgen des Baubooms: „Spaniens Aufschwung der letzten Jahre war vor allem dem Bau zu verdanken. Jetzt lernt das Land gerade, dass man auf Sand gebaut hat. Die Suche nach Ursachen und Schuldigen hat längst begonnen. Auf der Verdächtigenliste stehen die Finanzkrise als solche, Spekulanten ohnehin und Rating-Agenturen wie zuletzt Fitch, die die Kreditwürdigkeit der spanischen Regierung herabstuften von „supergut“ auf immer noch „gut“ www.faz.net/s/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF/ Doc~E0AF38B6F244745ADA4DF1070659AE3C0~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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29.05.10 China: Ethanol aus Stroh? Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuthers ist China auf dem besten Wege Ethanol aus Zellulose zu gewinnen. Wolfgang Pomrehn hält das zu Recht auf TELEPOLIS für keine besonders gute Idee: „Eine andere Frage ist allerdings, ob es sinnvoll ist, diese Abfälle größtenteils der Landwirtschaft zu entziehen. Schließlich bilden sie eine wichtige Grundlage für die Rückführung von Nährstoffen in die Böden. Neben der Störung der gewachsenen Kreisläufe wäre sicherlich zukünftig ein höherer Kunstdüngerbedarf die Folge. Für die Bauern könnte das durchaus zu einem ökonomischen Problem werden.“ www.heise.de/tp/blogs/2/147719
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28.05.10 "Wir sind Römer, superreiche Römer, wir schlafen in Palästen und bauen die Elbphilharmonie." Christoph Twickel befasst sich auf SPIEGEL.DE mit der morgen anstehenden Volksbesichtigung der Baustelle. "Was für eine dekadente Stadtentwicklung ist das überhaupt?" fragen die Mitglieder der Hamburger "Recht auf Stadt"-Bewegung. www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,697396,00.html
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28.05.10 Zerstört die Deutsche Bank Stadtteile von Milwaukee? Seit einiger Zeit rührt sich in verschiedenen Städten der USA Bürgerprotest gegen Zwangsvollstreckungen und das Verfallenlassen von geräumten Häusern berichtet Helmut Lorscheid auf TELEPOLIS. Im US-Bundesstaat Wisconsin, wo die Deutsche Bank der größte Treuhänder und Eigentümer von zwangsgeräumten Immobilien ist, versucht die Bürgerinitiative "Common Ground" www.commongroundwi.org seit einem halben Jahr vergeblich, ein Treffen mit einem Vertreter der Bank zu erreichen. www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32696/1.html
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27.05.10 Düsseldorf liegt vor Sydney Nirgends lebt es sich besser als in Wien – zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Beratungsfirma Mercer (2010 Quality of Living Survey). Drei deutsche Städte schafften es unter die ersten zehn: Düsseldorf (Platz 6), Frankfurt (7) und München (8). www.zeit.de/reisen/2010-05/staedte-ranking Weitere Infos: www.mercer.com/qualityofliving
Quality of living ranking: Vienna, Austria (1st) Zurich, Switzerland (2nd) Geneva, Switzerland (3rd) Vancouver, Canada (tied 4th) Auckland, New Zealand (tied 4th)
Eco-city ranking Calgary, Canada (1st) Honolulu, United States (2nd) Ottawa, Canada (tied 3rd) Helsinki, Finland (tied 3rd) Wellington, New Zealand (5th)
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26.05.10 Teure Sonntagsbrötchen: Kampagne „für mich. für dich. fürs klima.“ „Wussten Sie schon, dass Ihre Brötchen ganz schön teuer werden, wenn Sie mit dem Auto zum Bäcker fahren? Wenn Ihr Bäcker zwei Kilometer entfernt ist, verbraucht der kalte Motor Ihres Autos bis zu einem Liter Benzin auf Hin- und Rückweg. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad können Sie sich da leicht noch ein paar Extra-Brötchen leisten – und dem Klima über 100 Kilogramm CO2 im Jahr ersparen!“ So die Kampagne „für mich. für dich. fürs klima.“ des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) mit den 16 Verbraucherzentralen und dem Deutschen Mieterbund (DMB), der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), dem Verkehrsclub Deutschland (VCD), dem Verbraucherservice im Katholischen Deutschen Frauenbund und Germanwatch. Das Netzwerk klärt mit bundesweiten Aktionen über die Chancen jedes Einzelnen beim CO2-Sparen auf. Gegenüber Politik und Wirtschaft vertritt es die Interessen der Verbraucher für einen Klimaschutz ohne Hürden. Ein Schwerpunkt der Kampagne liegt auf dem Thema Mobilität. Mehr als 18 Prozent der deutschen CO2-Emissionen sind auf den Verkehr zurückzuführen. Nähere Informationen unter: www.verbraucherfuersklima.de www.verbraucherfuersklima.de/cps/rde/xbcr/projektklima/ Faltblatt_Kurzstrecke_Broetchenaktion.pdf
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25.05.10 Landgewinnung: Auf Sand bauen Die Helgoländer sollen in einem Referendum entscheiden, ob ein Investor vor der Insel Neuland aufschütten darf. Nach der Vergrößerung soll Helgoland als CO2-freie Gesundheitsinsel vermarktet werden. Auf TAZ.DE berichtet Sven-Michael Veit von dem Vorhaben. www.taz.de/1/nord/artikel/1/auf-sand-bauen
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24.05.10 Die Hilfe geht an den Menschen vorbei Kurt Gerhard geht in einem Gastbeitrag für SPIEGEL.ONLINE der Frage nach, warum die Helfer in Afrika versagen: Er gehört zu den Mitbegründern der politischen Initiative "Grundbildung in der Dritten Welt" und des Vereins "Makaranta e.V." zur Förderung der Grundbildung in Afrika. Er ist außerdem Mitinitiator des "Bonner Aufrufs - Für eine andere Entwicklungspolitik!" Sein Beitrag endet zusammenfassend mit den Worten: „Unsere Entwicklungshilfe hat eigene Anstrengungen in Afrika nicht genug gefördert und häufig sogar behindert, weil unsere Hilfe zu wenig subjekt- und zu sehr objektorientiert war. Zu oft stand nicht der Mensch im Mittelpunkt, sondern das Projekt oder das Programm. Dadurch wurde sie zur Hilfe, die am Menschen vorbeigeht. Dieses Verhalten hat große Teile Afrikas in einen würdelosen Zustand versetzt. Das riesige weltweit organisierte Netz von Hilfeagenturen wird sie mit noch so viel Geld nicht daraus befreien. Das wird den Afrikanern nur aus eigener Kraft gelingen.“ www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,694057,00.html Weitere Infos: www.solidarity.org/de/3-1-d.pdf www.makaranta.de/german/mitglieder.html www.bonner-aufruf.eu
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22.05.10 Extra-Steuer für Erz-Schürfer Australien verfügt über die weltweit größten natürlichen Vorkommen an Braunkohle, Blei, Nickel, Silber, Uran und Zink. Nun will die Regierung die Gewinne von Bergbaukonzernen mit einer Sondersteuer von 40 Prozent belegen. Das stoße - so N-TV.DE - bei Bergbaukonzernen und Wählern auf wenig Gegenliebe, habe jedoch die Unterstützung der OECD. www.n-tv.de/wirtschaft/OECD-unterstuetzt-Australien-article884965.html
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21.05.10 Bioenergiewüsten Mathias Brake rechnet in seinem Blog auf TELEPOLIS vor, wie erstaunlich ineffizient Biomasse vom Acker ist: „Ein immer wichtigerer Abnehmer sind dabei Gasversorger, die zu Erdgasqualität aufbereitetes Biogas ihren Gasprodukten beimischen, um auch "Ökotarife" anbieten zu können. Beispielsweise berichtet der Berliner Erdgasversorger Gasag, dass seinem Tarif "GASAG-Bio10" Methan aus der Biogasanlage Rathenow beigemischt wird. Dort werden auf 1.000 Hektar Silage, Getreide und Gülle produziert und damit pro Jahr 44 Mio. Kilowattstunden Biogas ins Erdgasnetz eingespeist. Pro Quadratmeter bedeutet das aber nur einen Ertrag von 4,4 kWh.** Die solare Einstrahlung in der Region beträgt aber rund 1000 kWh/(m²*a). Die Biogasproduktion in immer größerem Umfang verwandelt also, wenn sie nicht gestoppt wird, immer größere Flächen der Landschaft in Bioenergiewüsten.“ www.heise.de/tp/blogs/2/147657
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20.05.10 Golf von Mexiko: Ölteppich in sensiblen Feuchtgebieten angekommen SPIEGEL.ONLINE berichtet: „Das Marschland ist für seinen Artenreichtum bekannt und schützt die Küste vor Erosion. Darüber hinaus ist es eine wichtige Einnahmequelle: Hier werden Garnelen, Muscheln, Krabben und Fische gezüchtet, die Louisiana zu einem führenden Produzenten von Meeresfrüchten in den USA gemacht haben.“ www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,695793,00.html
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18.05.10 Flexible Stadtplanung: Freibad jetzt, teuer später Mit ihrem Konzept "Instant Kiez" haben zwei Stuttgarter Studenten die schonende Aufwertung eines 40 Hektar großen Geländes in Berlin-Moabit entworfen - als Zwischenlösung für die Jahrzehnte dauernde Umsetzung des Masterplans. Von Ingeborg Wiensowski. www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,695258,00.html
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17.05.10 Kalifornien: trockengelegte Agrarwüsten Mit Kaliforniens Dauerdürre, der Agrarstruktur und dem unmäßigen Wasserbedarf befasst sich Tomasz Konicz auf NEUES-DEUTSCHLAND.DE: „Spätestens dann (Anm.: wenn die Auswirkungen des Klimawandels zum Tragen kommen) dürfte auch die auf Ertrags- und Profitmaximierung abzielende Agrarstruktur Kaliforniens nicht mehr aufrecht zu erhalten sein, die bereits in der vergangenen Dürre an ihre Grenzen stieß. Die wichtigste Agrarregion des Westküstenstaates, das Central Valley, erlebte in den Dürrejahren milliardenschwere Ernteverluste. In vielen landwirtschaftlich geprägten Gemeinden, die Erwerbslosenquoten von 20 bis 40 Prozent aufwiesen, mussten ab Mitte 2009 Lebensmittelrationen verteilt werden. … Die langfristigen Folgen dieser Agrarstruktur sind zumindest dem amerikanischen Energieminister Steven Chu durchaus geläufig: »Wir schauen auf ein Szenario, wo es keine Landwirtschaft mehr in Kalifornien geben kann. Ich sehe eigentlich auch nicht, wie die Städte am Laufen gehalten werden können«, erklärte Chu kurz nach seiner Amtseinführung gegenüber der »Los Angeles Times«. Dabei spiegelt die Wasserkrise in Kalifornien eine landesweite Tendenz wider, da die USA mit ca. 300 Litern pro Kopf einen sehr hohen durchschnittlichen täglichen Wasserkonsum aufweisen. In den Niederlanden liegt dieser Wert beispielsweise bei nur 130 Litern täglich.“ www.neues-deutschland.de/artikel/171072.atempause-in-der-dauerduerre.html
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15.05.10 Kollaps bleibt Projektentwicklern erspart Aber eine restriktive Kreditvergabe und die geringe Nachfrage nach Gewerbeflächen haben tiefe Spuren in den Neubauaktivitäten hinterlassen. Ausweichmanöver finden vor allem in Richtung Wohnungsbau statt. Von Steffen Uttich auf FAZ.NET. www.faz.net/s/Rub5C3A58B4511B49148E54275F4B025915/ Doc~EA3007736D70047AFB2689CB5B2B85B48~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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14.05.10 Zweiradautobahnen Urlaub mit dem Fahrrad ist längst ein Wirtschaftsfaktor geworden. Kein Wunder, dass auch der Ruf nach Qualitätsnormen für Fahrradwege immer lauter wird. Gerhard Fitzthum wirft jedoch zu Recht auf TAZ.DE die Frage auf, ob Radler wirklich asphaltierte Rollbahnen wollen. Und irgendwie passt diese völlig unnötige Flächenversigelung auch nicht zum Öko-Image des prosperierenden Wirtschaftszweiges „Radtourismus“, oder? Liebe Planer: hört auf mit dem Unfug! Liebe Leute vom ADFC: überarbeitet eure Qualitätsrichtlinien. ‚Rollwiderstand’ wird überschätzt. (gbk) www.taz.de/4/reise/europa/deutschland/artikelseite/1/asphaltierte-rollbahnen/
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14.05.10 Künstliche Inseln In der Südsee versinken die Palmeninsel-Staaten mit Mann und Maus. Zwei Regierungschefs haben in Japan um neue, künstliche Inseln gebeten. Sie werden am Äquator durch den Südpazifik schwimmen. Auf jeder sollen bis zu 50.000 Menschen leben – im Einklang der Natur. Martin Kölling erklärt auf WELT ONLINE, wie das gehen soll. www.welt.de/wissenschaft/article7626519/ Kuenstliche-Inseln-fuer-50-000-Einwohner-geplant.html
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12.05.10 Die begrenzte Tragfähigkeit der Erde ernst nehmen: Leben nach dem Wachstum Mathias Grevenrath kommentiert Pläne für eine Enquete-Kommission „Wachstum“ auf TAZ.DE: „Wenn sie die richtigen Fragen stellt, wäre solche Enquete auch für die Aktivisten von Attac, die kritischen Wissenschaftler, die politisch Resignierten eine große Herausforderung: sich nüchtern auf die Details der Transformation, auf eine Fortentwicklung der sozialen Demokratie und auf den Staat einzulassen. Wenn die Medien die Arbeit dieser Kommission klug begleiten, dann könnte sie zum organisierenden Zentrum eines "nationalen Ratschlags" werden, zur demokratischen Denkwerkstatt des Großen Wandels.“ www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/leben-nach-dem-wachstum
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12.05.10 Die Bevölkerung schrumpft, die Großstädte boomen Dazu Florian Rötzer auf TELEPOLIS: Die von vielen erwartete Auflösung der Stadt (Dezentralisierung statt räumlicher Verdichtung) durch den digitalen Urbanismus (virtuelle Weltmetropole), der den räumlichen Ort immer unwichtiger machen sollte, sei nicht eingetreten. Weltweit und auch in Deutschland habe die Stadtbevölkerung zugenommen. Insgesamt würden Großstädte besser verdienende Menschen anziehen. Zwar nehme insgesamt die "soziale Mischung" zu, aber um den Preis der Gentrifizierung, also von homogeneren Bevölkerungen in den Vierteln: www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32619/1.html
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12.05.10 Tourismusflaute in Montenegro: Bausünden in Badebuchten Halbfertige Betonbauten, mangelhafte Infrastruktur, überhöhte Preise: Das Adrialand Montenegro hat sich bei seinen Tourismusplanungen verkalkuliert. Viele Gästehäuser bleiben leer - doch manche Unternehmer hoffen immer noch, speziell reiche Besucher locken zu können. Thomas Brey (dpa) auf SPIEGEL.ONLINE. www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,694493,00.html
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11.05.10 Artensterben: Vereinte Nationen warnen vor irreversibler Zerstörung von Ökosystemen Obwohl weltweit Naturschutzgebiete flächenmäßig an Land und Wasser wachsen, reicht dies nicht aus, um bedrohte Tierarten zu schützen. Die Vereinten Nationen warnen vor einer irreversiblen Zerstörung der Artenvielfalt, wenn die Staaten nicht schnell handeln und die Ursachen bekämpfen. Nach dem Global Biodiversity Outlook befinden sich verschiedene natürliche Ökosysteme auf der Kippe. Geht die Zerstörung weiter, dann werde dies den Verlust der Artenvielfalt beschleunigen, so Florian Rötzer auf TELEPOLIS.DE www.heise.de/tp/blogs/8/147597 Im Vorwort des Berichts schreibt der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon: “In 2002, the world's leaders agreed to achieve a significant reduction in the rate of biodiversity loss by 2010. Having reviewed all available evidence, includingnational reports submitted by Parties, this third edition of the Global Biodiversity Outlook concludes that the target has not been met. Moreover, the Outlook warns, the principal pressures leading to biodiversity loss are not just constant but are, in some cases, intensifying. The consequences of this collective failure, if it is not quickly corrected, will be severe for us all. Biodiversity underpins the functioning of the ecosystems on which we depend for food and fresh water, health and recreation, and protection from natural disasters. Its loss also affects us culturally and spiritually. This may be more difficult to quantify, but is nonetheless integral to our well-being. The consequences of this collective failure, if it is not quickly corrected, will be severe for us all. Biodiversity underpins the functioning of the ecosystems on which we depend for food and fresh water, health and recreation, and protection from natural disasters. Its loss also affects us culturally and spiritually. This may be more difficult to quantify, but is nonetheless integral to our well-being. Current trends are bringing us closer to a number of potential tipping points that would catastrophically reduce the capacity of ecosystems to provide these essential services. The poor, who tend to be most immediately dependent on them, would suffer first and most severely. At stake are the principal objectives outlined in the Millennium Development Goals: food security, poverty eradication and a healthier population. The conservation of biodiversity makes a critical contribution to moderating the scale of climate change and reducing its negative impacts by making ecosystems -- and therefore human societies -- more resilient. It is therefore essential that the challenges related to biodiversity and climate change are tackled in a coordinated manner and given equal priority. In several important areas, national and international action to support biodiversity is moving in a positive direction. More land and sea areas are being protected, more countries are fighting the serious threat of invasive alien species, and more money is being set aside for implementing the Convention on Biological Diversity. However, these efforts are too often undermined by conflicting policies. To tackle the root causes of biodiversity loss, we must give it higher priority in all areas of decision-making and in all economic sectors. As this third Global Biodiversity Outlook makes clear, conserving biodiversity cannot be an afterthought once other objectives are addressed - it is the foundation on which many of these objectives are built. We need a new vision for biological diversity for a healthy planet and a sustainable future for humankind.” Download des gesamten Berichts unter www.cbd.int/gbo/gbo3/doc/GBO3-final-en.pdf
Weitere Infos: www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/2632634_Artensterben-Keine-Zeit-zu-warten.html http://gbo3.cbd.int/the-outlook/gbo3/foreword/foreword-by-the-united-nations-secretary-general.aspx www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/warnung-vor-massensterben
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10.05.10 Naturerfahrung und öffentliche Landnutzung: Wild campen in Europa Nadia Maria Chaar hat für WELT.DE recherchiert, wo man noch wild campen darf: „Europa ist nicht mehr so wildromantisch wie es einmal war“, sagt Stefan Thun, Chefredakteur des Camping-Caravaning-Führers vom ADAC in München. In den allermeisten Ländern ist freies Campen schlicht verboten. Nur in Estland, Lettland und Litauen, Norwegen und Schweden sowie in Irland und Spanien ist es noch erlaubt, Zelte mehrere Nächte in der freien Natur aufzustellen.“ www.welt.de/reise/article7515033/Wo-man-in-Europa-noch-wild-campen-darf.html
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09.05.10 Buchtipp: 100 einzigartige Orte, die schon bald verschwinden könnten - von Stine Trier Norden, Sören Rud/Co+Life (Hrsg), erschienen im Knesebeck Verlag, München Nicht nur die Malediven, sondern auch Venedig, Bangkok, New York und Rotterdam, das Mississippi-Delta und viele weitere einzigartige Plätze auf der Welt sind vom Untergang bedroht, wenn die Temperatur unseres Planeten weiterhin ansteigt. Der mit dem Nobelpreis ausgezeichnete IPCC Report (Intergovernmental Panel on Climate Change) hat diese Tatsache in erschreckender Weise dokumentiert. Co+life führt uns nun auf der Basis dieser Studie eine Auswahl von 100 der schönsten Orte auf der ganzen Welt in einem Bildband vor. Die Bilder der besten Fotografen von Getty Image werden begleitet von Texten, die die Geschichte der Plätze und ihre besondere Problematik schildern. Die Bedrohung liegt nicht in einer fernen Zukunft, sondern könnte schon in den nächsten Jahren stattfinden. Menschliche Kulturen würden verschwinden und die wirtschaftliche Basis vieler Bewohner. Muss es so kommen? Nicht, wenn wir die Appelle an die Vernunft des Menschen erhören, die uns dieses Buch auf eindrucksvolle Weise nahebringt. www.knesebeck-verlag.de/neuheiten/illustrierte-buecher/ populaere-wissenschaft/detailansicht-technik-und-wissenschaft/article/ 100-einzigartige-orte-die-schon-bald-verschwinden-koennten/index.html
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07.05.10 Einkaufszentren: Klotzen in Bulgarien In Osteuropa ist das Planungsrecht noch nicht hieb- und stichfest. Deshalb trumpfen Investoren mit Großprojekten auf, um die Konkurrenz klein zu halten. Das gilt auch für das neue ECE-Center in Sofia. Von Birgit Ochs auf FAZ.NET. www.faz.net/s/Rub3E00EA1DD23648FD935E8008AA708467/ Doc~E2376CAF5A9224A30933D6EB34B49EF82~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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06.05.10 Arevas Uranförderung stellt immer noch Gefahr für Niger dar Im Januar hat der französische Atomkonzern Areva versprochen, die Stadt Akokan im Niger von Strahlungsquellen zu befreien. Ein kürzlich herausgegebener Greenpeace-Report zeigt: Die Realität sieht anders aus. Die Strahlung in Luft, Wasser und Boden des Gebiets übertrifft internationale Vorgaben um ein Vielfaches. www.greenpeace.de/themen/atomkraft/nachrichten/artikel/ arevas_uranfoerderung_stellt_immer_noch_gefahr_fuer_niger_dar/
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06.05.10 Jürgen Rüttgers bekommt virtuellen Besuch: Hunderte Klimaschützer belagern seine Facebook-Seite – Presseerklärung Klima-Allianz Damit hat Jürgen Rüttgers nicht gerechnet: Hunderte Klimaschützer belagern seit heute 14 Uhr seine Facebook-Seite und kritisieren ihn in ihren Nachrichten und Kommentaren, in den letzten Jahren in NRW nichts für den Klimaschutz getan zu haben. Nur drei Tage vor der NRW-Landtagswahl lassen so viele Menschen ihrem Unmut über die Energiepolitik des amtierenden CDU-Ministerpräsidenten, der weiterhin auf den Klimakiller Kohle setzt, freien Lauf. Initiiert wurde der so genannte Flashmob von der Klima-Allianz, einem breiten gesellschaftlichen Bündnis von insgesamt über 100 Organisationen aus den Bereichen Umwelt, Entwicklung, Kirche, Jugend, Tierschutz, Verbraucherschutz und Gewerkschaften. Facebook-Nutzer Klaus Kleingeld schreibt: “Klimaschutz sollte ur-eigenstes Interesse der CDU sein. Herr Rüttgers, setzen Sie sich endlich konsequent für den Klimaschutz ein und verzichten Sie auf Kern- und Kohlekraftwerke! Man wird es Ihnen danken.” Mario Pothen, der ebenfalls das Internet-Netzwerk nutzt: “Keine Neubauten von Klimakillern!” und durch Michaela Stoff ist jetzt auf Rüttgers Facebook-Seite zu lesen: “Klimaschutz in Deutschland: 10 neu geplante Kraftwerke, dabei steht die Tür offen für erneuerbare Energien wie Ökostrom!!!! Wie kann das sein???? Wir haben alle Mittel um erneuerbare Energien zu nutzen. Es ist absolut unverantwortlich, überhaupt noch über den Bau von neuen Kohlekraftwerken nachzudenken!!!!” Bislang erschienen auf Rüttgers Facebook-Seite belanglose Meldungen über seine Wahlkampftour. Wie viele andere Politiker langweilt auch der (noch) amtierende CDU-Landesvater die Internetgemeinde mit Sätzen wie “Sie sind herzlich eingeladen in die Heinz-Gerlach Halle nach Bad Münstereifel” oder “Mit der CDU Nordrhein-Westfalen unterwegs: Diesmal bei Marie-Luise Fasse im Kreis Wesel II.” Seite heute Nachmittag jedoch tummeln sich so viele Klima-Aktivisten auf Rüttgers Seite, dass für derlei Belanglosigkeiten kein Platz mehr ist. Am Pranger steht die Klimapolitik der NRW-CDU, die in dem größten Bundesland immer noch unbeirrt am Klimakiller Kohle festhält. Die Folge: Beim Klimaschutz ist Nordrhein-Westfalen Schlusslicht. Während deutschlandweit der Ausstoß von Treibhausgasen sinkt, verharrt er in NRW auf hohem Niveau – fatal für das Klima. Besonders umstritten: Im Dezember letzten Jahres strich die Landesregierungdie Klimaschutz-Vorgaben ersatzlos aus dem Landesentwicklungsgesetz, um das gerichtlich gestoppte E.ON-Kohlekraftwerk zu retten. Nun darf der Energieriese weiter hoffen, seine CO2-Dreckschleuder bauen zu dürfen. Die Klima-Allianz fordert deshalb ein Klimaschutz-Gesetz für NRW:Nur wenn NRW aktiv Klimaschutz betreibt, können zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen werdenNur wenn NRW auf neue klimaschädliche Kohlekraftwerke verzichtet, kann die Energiewende gelingenNur wenn NRW als Industrie- und Energieland beim klimaschutz ernst macht, können die deutschen Klimaschutzziele erreicht werdenNur wenn NRW ein Klimaschutzgesetz verabschiedet, bekommt verbindlicher Klimaschutz seinen dringend benötigten Stellenwert. Alle Informationen zum Klimaschutz-Gesetz für NRW unter: www.klimaschutzgesetz-nrw.de www.die-klima-allianz.de/jurgen-ruttgers-bekommt-virtuellen-besuch-hunderte-klimaschutzer-belagern-seine-facebook-seite/3103
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05.05.10 Wüsten der Lausitz: Europas größte Landschaftsbaustelle In der Lausitz wurden die durch Tagebau zerschundenen Landschaften zu attraktiven Seenketten umgestaltet. Die Internationale Bauausstellung hat bis jetzt den Umbau beraten. Von Edith Kresta auf TAZ.DE www.taz.de/4/reise/europa/deutschland/artikelseite/1/europas-groesste-landschaftsbaustelle
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05.05.10 Deutsche Ingenieursarbeit – ohne Rücksicht auf Verluste? ECCHR (European Center for Constitutional and Human Rights) reicht Strafanzeige gegen Planungsbüro Lahmeyer International ein - Presseerklärung des ECCHR "Am 3. Mai 2010 hat das ECCHR eine Strafanzeige gegen zwei leitende Angestellte des Ingenieurbüros Lahmeyer International GmbH bei der Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main eingereicht. Die Lahmeyer International GmbH ist maßgeblich am Bau des Merowe Staudammes im Nordsudan beteiligt. In der Strafanzeige wird den beiden Mitarbeitern vorgeworfen, für die Überflutung von über 30 Dörfern, die Vertreibung von über 4.700 Familien und die Zerstörung ihrer Lebensgrundlage verantwortlich zu sein. Der Merowe Staudammbau im Norden Sudans ist gegenwärtig das größte Wasserkraftprojekt in Afrika. Nach konservativen Schätzungen sind von dem Bau des Staudammes und den damit verbundenen Umsiedlungen rund 40.000 Personen betroffen. Das deutsche Unternehmen Lahmeyer International GmbH hat Bauplanung, Bauüberwachung sowie die Kontrolle der Inbetriebnahme des Staudammes und des Wasserkraftwerkes übernommen. Dabei begann Lahmeyer mit dem Bau des Staudammes, ohne dass - wie in internationalen Standards der Weltbank vorgesehen - die Umsiedlungspläne mit den betroffenen Bevölkerungsgruppen ausgehandelt worden wären. Bis zur Inbetriebnahme der ersten Turbinen des Wasserkraftwerkes am Staudamm konnte die sudanesische Regierung keine Einigung mit den betroffenen Bevölkerungsgruppen erzielen. Sie wurden mit Fortschreiten des Bauprojektes unter der Federführung Lahmeyers vielmehr buchstäblich aus ihren Dörfern geflutet. Schätzungsweise 17.700 Menschen sind von den Überflutungen betroffen: die Ernten wurden ebenso vernichtet wie Nutztiere und sonstiges Hab und Gut. Nach vielen Jahren Erfahrung in zahlreichen Hydropower-Projekten begegnete Lahmeyer International in Merowe nicht zum ersten Mal massiven Schwierigkeiten bei der Umsiedlung; ähnliches geschah in Argentinien (Yacyretá-Projekt), Burma (Ta Sarng-Projekt), China (Xiaolangdi-Staudamm) oder in Äthiopien (Awash III) - Projekte, an denen Lahmeyer beteiligt war. Zwar gibt die Firma an, nicht mit den Umsiedlungen, sondern nur mit der Bauüberwachung betraut gewesen zu sein; dennoch ist sie verpflichtet so zu arbeiten, dass Dritte nicht gefährdet werden. Lahmeyer hatte die vorbereitenden Studien für das Bauprojekt selbst angefertigt und kannte daher das Flutungspotential des Staudammes. Ebenso wusste Lahmeyer, dass viele Betroffene weder vor noch während der Bauarbeiten umgesiedelt worden waren. Es hatte hierzu zahlreiche öffentliche Proteste gegeben. Was die Bauern, die einige Kilometer flussaufwärts im künftigen Stauseegebiet lebten, nicht wussten, war den Verantwortlichen des Unternehmens klar - denn sie hatten alle Vermessungen und Untersuchungen zur Bauplanung übernommen: eine Fortsetzung der Bautätigkeit in den kritischen Phasen des Staudammbaus würde dazuführen, dass die Siedlungen der Bauern überschwemmt werden würden. Auch eine Stellungnahme des UN-Sonderberichterstatters für angemessenes Wohnen, die Lahmeyer explizit zum Baustopp aufforderte, konnte das Unternehmen nicht davon abhalten, den Bau fortzusetzen. Nach Ansicht des ECCHR ist dieser Fall symptomatisch für die Gefahren, die von großen Infrastrukturprojekten für die Menschenrechte ausgehen. Zwar sollen derartige Projekte der Entwicklung des jeweiligen Landes dienen und damit auch der lokalen Bevölkerung zu Gute kommen. Jedoch beachten autoritäre Regime wie das sudanesische unter Präsident Al Bashir bei Planung und Durchführung nur selten die sozialen und ökologischen Auswirkungen für die betroffene Bevölkerung. Im vorliegenden Fall hat das deutsche Unternehmen Lahmeyer das menschenverachtende Vorgehen der sudanesischen Regierung durch rücksichtsloses Betreiben des Bauprojektes verstärkt, was dazu führte, dass mehrere tausend Menschen ihr Obdach und ihren Lebensunterhalt verloren. Für solche eklatanten Verletzungen der Menschenrechte auf adäquates Wohnen und auf Nahrung darf die Mitverantwortung eines deutschen Unternehmens nicht straffrei sein. Die deutsche Justiz ist nach Ansicht des ECCHR hier in der Pflicht." www.ecchr.de/lahmeyer-fall.html
Weitere Infos:
Das ECCHR Das European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) ist eine gemeinnützige und unabhängige Menschenrechtsorganisation mit Sitz in Berlin. Sie wurde 2007 von einer kleinen Gruppe renommierter Menschenrechtsanwälte gegründet, um die Menschenrechte, die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie anderen Menschenrechtsdeklarationen und nationalen Verfassungen garantiert werden, mit juristischen Mitteln zu schützen und durchzusetzen. Dabei fühlen wir uns dem kreativen und effektiven Gebrauch des Rechts als Motor für gesellschaftliche und soziale Veränderungen verpflichtet. Das ECCHR will europäische Menschenrechtsanwälte und Menschenrechtsaktivisten besser vernetzen, um ihr Wissen und ihre Erfahrung im Kampf um Menschenrechte auszutauschen und gemeinsam Strategien über die Grenzen hinweg zu entwickeln. www.ecchr.de/ueber_ecchr.html
WIKIPEDIA zum Merowe-Staudamm „Der Merowe-Staudamm, auch Hamdab High Dam ist eine Talsperre in Sudan. Der Staudamm liegt am Nil unterhalb des vierten Kataraktes, etwa 350 bis 400 km nördlich von Khartum nahe der Stadt Karima. …Das Staudamm-Projekt ist umstritten. Vor dem steigenden Wasser des Stausees mussten bereits tausende Menschen fliehen, es wird mit 50.000 gerechnet, die aus dem fruchtbaren Niltal in die unfruchtbare Nubische Wüste umgesiedelt werden müssen (siehe z.B. Dar al-Manasir). Auch archäologische Stätten aus 5.000 Jahren werden oder wurden bereits überflutet. Proteste gegen den Staudamm führten im April 2006 zu mindestens drei Todesopfern. Zwischen August 2006 und Januar 2009 wurde der Stausee eingestaut und 100 Familien mussten ihre Häuser aufgeben, ohne dass eine Information oder Warnung seitens der Behörden erfolgt wäre. Berichten zufolge erhielten die Betroffenen keine Unterstützung nach ihrer Vertreibung, waren zeitweise ohne Nahrung und Unterkunft und wurden teilweise dauerhaft obdachlos. Der UN-Sonderberichterstatter für das Menschenrecht auf angemessenes Wohnen rief deshalb im August 2007 zu einem Baustopp am Merowe- und Kajbar-Staudamm auf, bis eine unabhängige Untersuchung der Vorwürfe durchgeführt werde Anfang Oktober 2008 wurden die Schleusen des Staudamms geschlossen. Ein Teil der lokalen Bevölkerung oberhalb des Damms protestierte weiterhin und versuchte, sich in den Siedlungen gegen das steigende Nilwasser zu schützen. Bereits 30.000 Menschen sollen bisher insgesamt vertrieben worden sein. Im Juli 2008 wurde Ausländern und Journalisten der Zugang zu dem Gebiet untersagt.“
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03.05.10 EXPO-Motto: "Bessere Stadt, besseres Leben" Auf der Expo in Schanghai präsentiert China seine Stärke - und der Rest der Welt Visionen von der Stadt der Zukunft. Die sollten die Führung in Peking auch interessieren. Von Jutta Lietsch auf TAZ.DE: „Die Expo soll Gedankenanstöße geben - und das ist auch dringend nötig. Peking und Schanghai ersticken im Verkehr, und doch werden täglich Tausende von Autos neu zugelassen. Abermillionen Städter produzieren Berge von Müll, viele Deponien sind überfüllt. In den nächsten Jahrzehnten wird es in China immer mehr Millionenstädte geben, schon jetzt sind es mehr als 160. Im Norden und Südwesten Chinas haben die Städte nicht genug Wasser, und trotzdem wird unbeirrt weiter gebaut.“ www.taz.de/1/politik/asien/artikel/1/schaufenster-in-eine-bessere-welt
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02.05.10 Golf von Mexiko: Ölteppich erreicht die Küste der USA Nach dem Untergang der Ölplattform "Deepwater Horizon" am 22. April hat sich der Ölteppich, gespeist vom steten Strom neuen Öls aus der Tiefe, mittlerweile auf eine Größe von weit über 10.000 Quadratkilometern ausgeweitet. Schneller als erwartet hat das Öl im Golf von Mexiko das Festland erreicht. Das hochsensible Mississippi-Delta ist bedroht – trotz weiträumig ausgelegter Barrieren www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-04/oelpest-usa www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,692507,00.html
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29.04.10 Aufteilung der Arktis: Grenze auf zum Plündern Ein Kommentar von Reinhard Wolff auf TAZ.DE zur Aufteilung der Arktis unter den „Arctic Fife“: „Die Arktisanrainerstaaten sind schlicht dabei, die Naturressourcen der Nordpolarregion untereinander aufzuteilen. Einmischungen von "außen", wie beispielsweise die Forderung von Umweltschutzorganisationen und den Vertretungen der indigenen Völker nach Gremien, Gesetzen und Verträgen zum Schutz ihrer Rechte und der Region, sind da unerwünscht…“ www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/grenze-auf-zum-pluendern Weitere Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Politischer_Status_der_Arktis http://de.wikipedia.org/wiki/Arktischer_Rat
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28.04.10 Bald entkommt Monsanto keiner mehr Unter diesem Titel kommentiert Stephan Börnecke auf FR-ONLINE anlässlich des jüngsten Patentantrages des Agrarriesen Monsanto auf Schweineschnitzel die Patentpolitik des Konzerns: „Die Monsanto-Politik, die von anderen Feldspielern munter nachgeahmt wird, läuft darauf hinaus, nicht nur gentechnische Methoden, sondern die existierende biologische Vielfalt, also auf die Natur, und die konventionelle Tier- und Pflanzenzüchtung zu monopolisieren. Damit entkommt dem Konzern auf Dauer keiner mehr. Die Idee, dass der Bauer auf seinem Hof sein eigener Herr und Züchter ist, wäre damit genauso ad absurdum geführt, wie die Vorstellung, wir hätten im Supermarkt noch die freie Wahl. Haben wir nicht.“ Monsanto erwirtschaftet viel Geld. Nach WIKIPEDIA im letzten Jahr genau 1,724 Mrd US-Dollar. Doch der börsennotierte Konzern mit Sitz in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri und Niederlassungen in 61 Ländern ist so skrupellos wie unersättlich. Es wird Zeit, ihm die rote Karte zu zeigen. Ein erster Schritt wäre die Beseitigung von Unklarheiten im internationalen Patentrecht, die Monsanto immer wieder als Lizenz zum Gelddrucken zu Lasten von Bauern und Verbrauchern ausnutzt. (FR.ONLINE/gbk) www.fr-online.de/top_news/2591574_Kommentar-zum-Patentrecht-Bald-entkommt-Monsanto-keiner-mehr.html Weitere Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Monsanto www.monsanto.de http://video.google.com/videoplay?docid=-7781121501979693623# („Mit Gift und Genen“) http://video.google.de/videoplay?docid=7746737223581129999&ei=YXieSdT5EYO22wK5lbCODg&q=arme+sau#
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28.04.10 Montenegro: Ausverkauf der Küste Der Balkanstaat ist mit etwa 672.000 Einwohnern und einer Fläche von 13.812km² einer der kleineren Staaten Europas. Hauptwirtschaftzweig ist der Tourismus an der montenegrinischen Küste, die regenreich und stark erdbebengefährdet ist. .Wolf Reiser berichtet auf WELT.DE, man habe im „Affentempo die Hälfte der knapp 300 Kilometer Küste für abenteuerliche Summen an nicht minder abenteuerliche Investoren veräußert. Montenegro boomt, baggert und bebt, als ob es keine Krise gäbe.“ Das Land führe die Tabelle der weltweit am schnellsten wachsenden Reiseziele schon seit Jahren an – mit jährlichen Steigerungsraten der Besucherzahlen von stabilen 30 Prozent. www.welt.de/reise/article7360802/Montenegro-freut-sich-ueber-Stars-und-Glamour.html Weitere Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Montenegro http://de.wikipedia.org/wiki/Montenegrinische_K%C3%BCste
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27.04.10 Geschichte des Klimawandels ist nicht neu zu schreiben: Pressekonferenz des Deutschen Wetterdienstes zum Klimawandel in Deutschland „Die Geschichte des Klimawandels muss nicht neu geschrieben werden. Der Klimazug hat trotz seiner abwechslungsreichen Reise nach wie vor ein klares Fahrtziel. Er fährt bergauf.“ Dies sagte Wolfgang Kusch, Präsident des Deutschen Wetterdienstes (DWD), auf der jährlichen Klima-Pressekonferenz des nationalen Wetterdienstes in Berlin. Ein Jahr oder mehrere ohne neue Wärmerekorde seien kein Beleg für ein Ende des Trends zu höheren Temperaturen. „Wir müssen deshalb nach wie vor alle Kraft in die Verringerung der Treibhausgasemissionen stecken und uns heute schon auf die Folgen des Klimawandels einstellen.“ Angesichts dieser Fakten bedauert Kusch, dass die zum Teil berechtigte Kritik an einzelnen Aussagen des Intergovernmental Panel on Climate Change IPCC auch dazu genutzt werde, die nach wie vor zutreffende wissenschaftliche Gesamtschau des Klimawandels in Frage zu stellen. „Hier muss man die Kirche im Dorf lassen. Jeder Fehler ist einer zu viel, muss korrigiert werden. Aber die Bilanz des letzten IPCC-Berichts gilt unverändert: Wir müssen handeln!“ Der Deutsche Wetterdienst wird seinen Beitrag zur Beobachtung und Erforschung des Klimawandels ausbauen. Da man in der alltäglichen Praxis nicht in Jahrhunderten, sondern in überschaubaren Planungszeiträumen denke, wird der DWD mit anderen Forschungseinrichtungen ein Klimavorhersagesystem für die kommenden zehn Jahre entwickeln. Die Bundesbehörde nimmt außerdem 2010 ein Klimarechenzentrum in Betrieb, um ein regionales Klimamodell für Deutschland zu rechnen. Dies zeige: „Der Deutsche Wetterdienst ist die einzige Institution in Deutschland, die einen vollständigen Klima-Service von der Beobachtung bis zur Beratung anbieten kann.“ Ein Eckpfeiler sei das 2009 eingerichtete Klimadatenzentrum (CDC) mit seinen rund 100 Milliarden Klimadaten. Die Daten werden Forschern und interessierten Institutionen online bereitgestellt. Vor wenigen Tagen hat der DWD zudem den „Klimaatlas Deutschland“ ins Internet gestellt. Dieses in Deutschland einzigartige Angebot verknüpft aktuelle Klimadaten mit den Mittelwerten der Vergangenheit und den Projektionen der Klimaforschung bis zum Jahr 2100. Der „Klimaatlas Deutschland“ ist unter www.dwd.de/klimaatlas aufrufbar und wird ständig erweitert. Klimawandel verändert die Landwirtschaft Eine wichtige Zielgruppe der Klimaberatung ist die Landwirtschaft. Nach Einschätzung des DWD werden die deutschen Landwirte im Verlauf dieses Jahrhunderts aufgrund steigender Temperaturen zunehmend Wärme liebende Pflanzen einsetzen. Auf die zu erwartenden milden Winter kann mit der Umstellung auf Getreidesorten reagiert werden, die nicht so stark auf einen Kältereiz angewiesen sind. Außerdem sei künftig mit neuen Pflanzenarten wie Hirse oder Sudan-Gras auf den Feldern in Deutschland zu rechnen. Da auch die Winter milder werden, wird der Bodenfrost nicht mehr so tief in den Boden eindringen. Dadurch geht dessen den Boden auflockernde Wirkung zurück. Das senkt die Erträge. Hier zeigt sich laut DWD die Ambivalenz des Klimawandels. Mehr Kohlendioxid in der Atmosphäre und höhere Temperaturen bringen Vorteile beim Wachstum und durch Mehrfachernten in Regionen mit guten Böden und genug Wasser. Der Klimawandel könnte aber zugleich regional auch zu geringeren Erträgen führen. Alle Landwirte müssen künftig auch damit rechnen, dass mildere Winter die Gefahr von Schädlingsbefall erhöhen - eine Herausforderung, auf die sich der Pflanzenschutz vorbereiten muss. Ziemlich sicher könne man laut DWD heute schon sagen, dass die nordeuropäische Landwirtschaft zu den Profiteuren des Klimawandels gehören wird. Der Temperaturanstieg wird dort die Anbaumöglichkeiten stark erweitern. Die südeuropäischen und vermutlich auch die südosteuropäischen Bauern werden dagegen mit weniger Niederschlägen auskommen müssen. Der Wald in Deutschland wird anders aussehen Bedrohlich für den deutschen Wald könnten höhere Temperaturen und mildere Winter mit dann mehr Schädlingen wie Borkenkäfern oder Pilzen sein. Der DWD rechnet damit, dass sich Waldbesitzer gegen kritische Witterungseinflüsse und den Klimawandel schützen, indem sie Fichten durch robustere Douglasien und Roteichen sowie für Schädlinge besonders anfällig Monokulturen durch widerstandsfähigeren Mischwald ersetzen. Das habe Folgen: „Der Anblick unserer Wälder wird sich in diesem Jahrhundert deutlich verändern.“ Das Klima in Deutschland im Jahr 2009 Das Jahr 2009 entsprach laut DWD ganz den Vorstellungen vom Klimawandel: Es war wieder zu warm - in Deutschland, in Europa und weltweit. Hierzulande erreichte das vergangene Jahr eine Durchschnittstemperatur von 9,2 Grad Celsius. Damit lag die Jahresmitteltemperatur um 0,9 Grad über dem Wert der internationalen klimatologischen Referenzperiode 1961-90. Das vergangene Jahr war das 13.wärmste seit 1881. In den anderen europäischen Staaten war 2009 ebenfalls wieder wärmer als im statistischen Durchschnitt. Dabei lag der Schwerpunkt der Erwärmung wie im Vorjahr im Osten und Norden Europas. Weltweit lag 2009 auf Rang 5. Zusammengefasst bedeutet das: 2009 brachte zwar keine neuen Rekorde - hat den Erwärmungstrend der vergangenen Jahrzehnte aber klar bestätigt. Ein Blick in das 130 Jahre zurückreichende Klimaarchiv des DWD zeige, dass die Jahresdurchschnittstemperatur in Deutschland seit 1881 um 1,1 Grad gestiegen ist und das Jahrzehnt 2000 bis 2009 in Deutschland - und auch weltweit - die wärmste Dekade seit Beginn flächendeckender Messungen war. Das Archiv des DWD belege auch regionale Unterschiede innerhalb Deutschlands. So zeigt sich seit 1881 eine deutlich stärkere Temperaturzunahme im Westen im Vergleich zum Nordosten. Die Jahresniederschläge nahmen deutschlandweit um elf Prozent zu. In westlichen Ländern waren es bis zu 17 Prozent. In Ostdeutschland wurden nur einstellige Zuwächse beobachtet – in Sachsen sogar ein Rückgang von gut vier Prozent. www.dwd.de
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Wir bitten um Geduld! Aktuelles von LANDUSEWATCH.INFO wieder nach unserer BALEAREN-EXKURSION. Neue Nachrichten Ende April. Beste Grüsse an alle User Guido Block-Künzler
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29.03.10 Göttinger Wissenschaftler entwickeln einen „Markt für Artenvielfalt“ Mitarbeiter des Bioplex Projektes, dass gemeinsam von den Universitäten Gießen, Göttingen und Rostock bearbeitet wird, haben einen „Markt für Artenvielfalt“ geschaffen. Das Team vom Forschungs- und Studienzentrum Landwirtschaft und Umwelt der Universität Göttingen hat in mehrjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit ein System entwickelt, mit dem ar-tenreiches Grünland und Ackerland, dass durch Landwirte bereitgestellt wird, einen Wert be-kommt. Das Verfahren wurde Ende März dieses Jahres auf der Tagung „Biodiversitätsforschung – Meilensteine zur Nachhaltigkeit“ in Berlin vorgestellt. Die Veranstaltung gab einen Überblick über neun Jahre Forschung im Rahmen des BIOLOG-Programmes des BMBF. Das Bioplex-Projekt war Teil dieses Förderprogrammes und widmete sich mit seiner Göttinger und Rosto-cker Arbeitsgruppe maßgeblich der Entwicklung praxistauglicher Honorierungskonzepte für Artenvielfalt. Bisher kein Markt für Artenvielfalt Bisher hatte Biodiversität in der Agrarlandschaft keinen eigenen Wert, weil niemand für diese Artenvielfalt einen Preis bezahlt hat. Dabei ist die Gesellschaft gar nicht zahlungsunwillig. Wie umfangreiche Befragungen ergaben, besteht durchaus eine Zahlungsbereitschaft durch die Bevölkerung. Häufig fehlt es an geeigneten Verfahren und marktähnlichen Zahlungsme-thoden, um Landwirte zur Förderung der Artenvielfalt zu veranlassen. Die bisher üblichen Förderprogramme haben nicht immer den gewünschten Erfolg, so dass ein großer Bedarf für innovative Ideen besteht. Nur das Ergebnis zählt Kernelement des entwickelten Verfahrens ist die regionale Nachfrage nach Artenvielfalt, die durch einen Beirat ausgeübt wird. Dieser Beirat repräsentiert die wichtigen Interessengruppen aus Politik, Verwaltungspraxis und Verbänden. Nachdem der Beirat über bevorzugte Elemen-te der Biodiversität entschieden hat, wird diese Nachfrage durch eine Ausschreibung bekannt gemacht. Die Landwirte der Region können dann entscheiden, ob und für welchen Preis sie diese Vielfalt erzielen wollen. Als Maß für Artenvielfalt gilt dabei in der Regel der Pflanzen-artenreichtum. Am Ende zählt nur das Ergebnis, denn nur wenn die vereinbarte Artenzahl, das sogenannte „ökologische Gut“ tatsächlich im Gelände anzutreffen ist. Bei Nichterfüllung braucht die Prämie nicht ausgezahlt zu werden. Den teilnehmenden Landwirten ist weitestgehend freige-stellt, welche Produktionsmethoden sie dabei anwenden wollen. Das Prinzip lautet, dass der standortkundige Bewirtschafter in der Regel selbst sehr gut entscheiden kann, wie die stand-orttypische Vegetation am besten gefördert wird. Breite Anerkennung Dieser vorerst noch experimentelle Markt ist bisher in vier Jahren eingerichtet worden. Im Landkreis Northeim als Modellregion stieß das Verfahren auf große Resonanz bei Landwirten mit Grünland und Ackerflächen. Im bisher erfolgreichsten Jahr gingen Gebote über nahezu 300 artenreiche Flächen ein. Der Markt für Artenvielfalt ist geeignet, sowohl von der Land-wirtschaft, von der Fachwissenschaft, als auch von der Gesellschaft anerkannt zu werden. Neben der Förderung aus Mitteln des BMBF beteiligten sich auch die Deutsche Bundesum-weltstiftung, die Niedersächsische Bingo-Umweltlotterie sowie der Landkreis Northeim an der Entwicklung des Verfahrens.
Kontakt: Universität Göttingen, Forschungs- und Studienzentrum Landwirtschaft und Um-welt, Tel. 0551 / 39 55 37, www.uni-goettingen.de/zlu (Das Northeim-Projekt http://zlu.agrar.uni-goettingen.de/images/stories/northeim-projekt/pressemitteilung_biolog_tagung.pdf http://zlu.agrar.uni-goettingen.de/images/stories/pdf/gruenlandflyer_niedrig.pdf
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14.03.10 John Stewart über die Zukunft dieser Welt „In welche Richtung wird sich die Evolution also bewegen? Aus der derzeitigen Entwicklung auf die Zukunft zu schließen ist zunächst einmal ziemlich einfach: Der nächste große Wandel auf der Erde wird zur Entstehung einer nachhaltigen und kooperativen Weltgesellschaft führen. Wie auf allen anderen Ebenen, so würde eine Kooperation der Weltgesellschaft interne Konflikte und zerstörerische Konkurrenz (einschließlich Krieg und Umweltverschmutzung) zurückdrängen…Der Mainstream in der Biologie hat erst allmählich akzeptiert, dass die Evolution sich in Richtung immer größerer Kooperationen entwickelt. Die vorherrschende Meinung bestand lange Zeit darin, die Evolution bediene sich vielmehr des Egoismus, anstatt der Zusammenarbeit. Dieser Vorbehalt konnte in den vergangenen beiden Jahrzehnten durch unzählige Arbeiten über die Evolution der Zusammenarbeit ausgeräumt und überwunden werden. Kurz gesagt geht aus all diesen Forschungen hervor, dass es zwischen Indivuduen, die eigentlich eigene Ziele verfolgen, zu einer solchen Kooperation kommen wird, wenn sie davon profitieren. Diejenigen, die nicht kooperieren, werden hingegen bestraft. Entscheidend daran ist: Der vermeintliche Konflikt zwischen Egoismus und Zusammenarbeit wird gegenstandslos.“ John Stewart ist Mitglied in der Forschungsgruppe Evolution, Komplexität und Kognition der Universität Brüssel und Autor der Bücher Evolution`s Arrow und The Evolutionary Manifesto . Der Text auf FREITAG.DE, aus dem das obige Zitat stammt, ist eine stark gekürzte Version seines Papers The meaning of life in a developing universe, das sich gegenwärtig in Druck für eine Sonderausgabe des Journals Foundations of Science befindet. www.freitag.de/wissen/1010-evolution-sinn-leben
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13.03.10 Westerwelle in Brasilien: Unterwegs als Atom-Lobbyist Richtig ausgerastet soll er sein, als Röttgen seine vagen Pläne für ein vorzeitiges Ende der Kernkraftwerke in Deutschland lancierte. Nun öffnet sich der Schleier. Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit setzt sich Westerwelle massiv für die deutsche Atomwirtschaft ein. Gerhard Dilger berichtet auf TAZ.DE über den Export veralteter Technologie in ein Land mit niedrigen Sicherheitsstandards und ohne unabhängige Atomaufsicht. Mitgenommen hat Westerwelle den Geschäftsführer des französisch-deutschen Atomfirma Areva NP (Ulrich Gräber), an der Siemens ein Drittel hält. Der Atommanager erwartet nun, dass der Vertrag über den Weiterbau des AKWs Angra 3 in Brasilien jetzt "schnellstens" unter Dach und Fach gebracht werde. Den Auftrag hatte die schwarz-gelbe Bundesregierung im Januar mit einer Hermesbürgschaft von bis zu 2,5 Milliarden Euro abgesichert. PS1: Von der Mitnahme eines Solarenergie-Lobbyisten wurde nichts bekannt. Lohnt sich ja auch nicht. Werden doch künftig die Saudis mit dem Großprojekt „Masdar City“ ohnehin den Weltmarkt in Sachen Solarenergie bestimmen. Wozu sich dann noch die Mühe machen, eine künftige wirtschaftliche Großmacht von fortschrittlicher deutscher Technologie zu überzeugen. Da verkauft Westerwelle doch lieber Brückentechnologie, die zu Hause kaum noch jemand will. Außerdem gibt die Solarwirtschaft ihr Geld ja ohnehin vorzugsweise den Grünen, odr? Also sind die Grünen schuld. PS2: Angra dos Reis liegt im erdbebengefährdeten Küstengebiet zwischen Rio und São Paulo. (TAZ/gbk) www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/unterwegs-als-atom-lobbyist
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12.03.10 Ölpalmplantagen: die Wälder von morgen Für die Palmöl-Monokulturen wird Regenwald gerodet. Nun will die EU-Bürokratie herausgefunden haben, dass damit kein Wald verlorengeht. Eine entsprechende Richtlinie ist in Vorbereitung. Statt Bäumen und anderer Pflanzen wachsen dort eben Millionen Ölpalmen Stamm an Stamm. Folglich soll Palmöl weiterhin in Automotoren und Blockheizkraftwerken verbrannt werden, ohne dass Autobesitzer und Kraftwerksbetreiber deshalb ein schlechtes Umweltgewissen haben müssen. (FOCUS.DE/M.Odenwald/gbk) www.focus.de/wissen/wissenschaft/wissenschafts-dossiers/tid-17529/energie-boeser-biosprit_aid_488807.html
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12.03.10 Wie soll Europa die Landwirtschaft fördern? EU-Abgeordneter der Grünen Martin Häusling im Gespräch mit FR-ONLINE Auf die Frage von Stefan Börnicke, wie man denn heute noch Agrarhilfen begründen könne, antwortet Häusling: „Wir wollen die Agrarpolitik neu definieren. Also: Was sind die gesellschaftlichen Leistungen, die die Landwirtschaft erbringt? Wie soll Landwirtschaft künftig aussehen und wofür ist die Gesellschaft künftig bereit zu zahlen? Will die Gesellschaft Prämien für Gentechnikanbau für BASF oder Gen-Mais in Spanien zahlen? Oder will sie eine Landwirtschaft, die tiergerecht arbeitet, Böden und Wasser schützt und die Bauern in benachteiligten Regionen fördert? Das muss beantwortet werden.“ www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/doku_und_debatte/2411208_Landwirtschftsexperte-Haeusling-Agrarhilfen-neu-verteilen.html12.03.10 Weitere Infos: www.martin-haeusling.eu
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12.03.10 Beyond the Green Line: Bebauungsplanung als Eroberungsstrategie Dazu heute Thomas Pany auf TELEPOLIS: „Kurz nachdem Biden bei seinem Israel-Besuch die Bereitschaft Netanjahus gelobt hatte, den Siedlungsbau zu unterbrechen, wie dies Präsident Obama seit Monaten fordert, wurde er mit der Nachricht konfrontiert, dass der Jerusalemer Bauausschuss soeben den Bau von 1600 neuen Wohnungen in Ramat Shlomo arabischen Ostteil Jerusalems genehmigt hatte… Stimmen jüngste Informationen der israelischen Zeitung Ha'aretz so liegen in den Schubladen der israelischen Behörden Pläne für den Bau von weiteren 50 000 Wohnungen, die in besetzten Gebieten ("beyond the Green Line") in Ost-Jerusalem errichtet werden sollen… Wie ein Mitglied der israelischen NGO Ir Amim erklärt, folgt der Bauplan einer Eroberungsstrategie, die "unmöglich" mit der Lösung des israelisch-palästinensichen Konflikts zu vereinbaren ist:“ www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32242/1.html
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11.03.10 Ökopsychologie: Baum statt Medikament US-Psychologen propagieren die Heilkraft von Wäldern und Wiesen - und warnen vor psychischen Störungen, wenn Naturerfahrungen fehlen. Doch europäische Experten sind skeptisch. Ein Artikel von Hubertus Breuer. www.sueddeutsche.de/,ra18m1/wissen/428/505618/text
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09.03.10 Erdsystemmanagement Nicht nur das Klima, das ganze Erdsystem braucht Fürsorge. Die Erde soll als Ganzes geschützt werden: "Erdsystemmanagement" heißt das Ziel, das weltweit eine wachsende Zahl von Forschern propagiert. Ein Artikel von Hans Schuh auf ZEIT.DE www.zeit.de/2010/10/Kommentar-Erdsystem
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07.03.10 Apuliens Zukunft Sie liege im Tourismus und im Anbau hochwertiger Produkte behauptet Michaela Namuth heute auf TAZ.DE: Frauen erobern die Gastronomie, ziehen Weinreben hoch, treiben Umweltprojekte voran und können endlich Ideen verwirklichen www.taz.de/4/reise/europa/italien/artikelseite/1/garnelenschwaenze-zu-malvasiner-
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07.03.10 Nachhaltigkeit: Wem gehört die Erde? Vom Silberbergbau bis »Avatar«: In einer allegorischen Erzählung stellte der sächsische Humanist Paulus Niavis 1492 erstmals die Frage nach dem Recht des Menschen, die Natur zu plündern. Ein Beitrag des Publizisten Ulrich Grober auf ZEIT.DE. Mehr zum Thema in seinem gerade erschienenen Buch »Die Entdeckung der Nachhaltigkeit – Kulturgeschichte eines Begriffs« (Verlag Antje Kunstmann, München; 298 Seiten, 19,90 €). www.zeit.de/2010/10/A-Erzgebirge
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07.03.10 Ruhrgebiet plant Ökostadt für 50.000 Menschen „Nach dem Vorbild von Abu Dhabi will nun auch das Ruhrgebiet eine eigene Ökostadt errichten. Anders als bei den Scheichs soll sie aber nicht von Grund auf neu gebaut werden. Stattdessen dürfen sich Städte der Region bewerben – der Sieger soll dann umgebaut werden.“ Mehr dazu auf WELT.DE. www.welt.de/wirtschaft/article6670118/Ruhrgebiet-plant-Oekostadt-fuer-50-000-Menschen.html
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06.03.10 „Töpfer holt die Sonne vom Himmel“ Joachim Wille berichtet auf FR-ONLINE, daß der frühere deutsche Umweltminister und langjährige Chef des UN-Umweltprogramms in Nairobi, Klaus Töpfer (CDU), Berater der Industrieinitiative DESERTEC wird. Er solle seine guten Kontakte zu afrikanischen Ländern und sein Renomee als Vorkämpfer für eine nachhaltige Entwicklung nutzen, um dem Projekt den Weg zu ebnen. www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/2386780_Desertec-Botschafter-Toepfer-holt-die-Sonne-vom-Himmel.html
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06.03.10 Masdar City – Die Ökostadt der Ölscheichs Während hierzulande über Brückentechnologien und Ausstiegsdaten gestritten und gefeilscht wird, schaffen die Ölscheichs Fakten. Bis 2017 soll die erste völlig CO2-neutrale, auto- und abfallfreie Stadt der Welt 17 Kilometer östlich der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate fertig sein und alle 50.000 Bewohner eingezogen. Die ersten Gebäude sind bereits bezugsfertig. Im September soll das Masdar Institute of Science and Technology - die erste Universität der Welt, die sich ausschließlich der Erforschung erneuerbarer Energien und nachhaltigen Wirtschaftens widmet – fertig sein. (WELT.DE/gbk) www.welt.de/wirtschaft/article6659874/Masdar-City-Die-Oekostadt-der-Oelscheichs.html
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04.03.10 Griechen wollen Inseln nicht verkaufen Damit Griechenland aus den Schulden rauskommt, haben Politiker von CDU und FDP den Verkauf von unbewohnten griechischen Inseln gefordert. Die Empörung ist groß. www.welt.de/politik/deutschland/article6653348/Empoerte-Griechen-wollen-Inseln-nicht-verkaufen.html
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04.03.10 Erdrückendes Wachstum: Die Wirtschaft schädigt rücksichtslos die Umwelt. Nun liegt eine erschreckende Rechnung vor „Weltweit wächst der Druck auf Branchen und Unternehmen, für Schäden, die sie Klima und Umwelt zufügen, selbst aufzukommen. Eine UN-Studie, die voraussichtlich im Juni veröffentlicht werden soll, kommt zu dem Ergebnis: In diesem Fall wären rund 1,6 Billionen Euro pro Jahr fällig. Das Dokument könnte der erste Schritt zu einer konzertierten Aktion sein, die Umweltschäden, die die 3.000 größten Unternehmen weltweit verursachen, genau zu erfassen. Der zweite Schritt dürfte mit dem anstehenden Bericht zum ökonomischen Wert von Ökosystemen und Biodiversität (TEEB) erfolgen, den die Projektgruppe unter Leitung des UN-Sonderberaters Pavan Sukhdev ebenfalls Mitte 2010 herausgeben will. Der Ökonom warnte bereits davor, dass die Weltwirtschaft durch große Umweltschäden bis Mitte des Jahrhunderts um sieben Prozent schrumpfen wird, sollte dieser Entwicklung nicht Einhalt geboten werden.“ Mehr zum Thema auf FREITAG.DE. www.freitag.de/wochenthema/1009-es-ist-zeit-endlich-aufzuraeumen-wirtschaft-umwelt-wochenthema
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03.03.19 Explore-Berlin-Wiki Das Explore-Berlin-Wiki ist ein Wiki über Stadterkundung (engl.urban exploration) in und um Berlin; für die Erkundung und Dokumentation verlassener Orte, alter Ruinen und morbider, unzugänglicher oder vergessener urbaner Einrichtungen im Raum Berlin/Brandenburg. Urban Exploration bezeichnet das Erkunden städtischen Raumes. In diesem Sinn stellt jeder Stadtspaziergang ein urbanes Explorieren dar, doch bezeichnet der Begriff ein Erkunden, das über das übliche Maß hinausgeht. Von wirklichem Erkunden kann man doch nur sprechen, wenn das zu Erkundende unbekannt ist. Der "Explorer" erkundet folgerichtig den städtischen Raum, der üblicherweise unbekannt und schwer zugänglich ist. http://wiki.exploreberlin.de/Explore_Berlin_Wiki:%C3%9Cbersicht Weitere Infos: www.freitag.de/alltag/1009-netzgeschichten-google-view-archiv-stadt-geschichte
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26.02.10 10 Jahre für den Wiederaufbau Das verheerende Unwetter auf Madeira hat nicht nur mehr als 40 Menschen das Leben gekostet, sondern auch Schäden von über einer Milliarde Euro verursacht. Der Städteplaner Danilo Matos warnte davor, sich auf einen Wiederaufbau zu beschränken. "Dann riskiert man, dass sich eine solche Katastrophe wiederholt." www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/ueber-eine-milliarde-euro-schaden/
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26.02.10 Die Aufteilung des "schwarzen Kontinents" Vor 125 Jahren unterzeichneten die Kolonialmächte die sogenannte Kongoakte, die Grundlage für die Aufteilung Afrikas in Kolonien. Die willkürlich gezogenen Landesgrenzen lasten bis heute als schwere Hypothek auf dem Erdteil und seinen Menschen. Ein Artikel von Alexander Bahar auf ZEIT.DE. www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32142/1.html
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25.02.10 Doch noch Hoffnung für NSG Biblis: Nur ein bisschen Ausstieg aus dem Ausstieg? Merkel scheint Röttgens Pläne nun doch zu unterstützen. Im FAZ-Interview erklärte sie, „den Betrieb der deutschen Kernkraftwerke nach wie vor für verantwortbar“ zu halten. Die Förderung regenerativer Energien binnen der letzten zwölf Jahre habe sich allerdings so positiv ausgewirkt, dass „ein Ersetzen der Atomkraft“ viel realistischer geworden sei. www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/ Doc~ED56689056695487680F4363370341AB6~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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24.02.10 Ölpest: Ist kriminelle Bauspekulation in der Region Mailand der Hintergrund? Mehrere Millionen Liter Heiz- und Dieselöl sind gestern Tanks der stillgelegten Raffinerie Lombarda Petroli di Villasanta ausgelaufen und in den Po- Zufluss Lambro geflossen. Inzwischen steht zweifelsfrei fest, daß die Ventile geöffnet wurden. Wie die Tagesschau gestern meldete, vermuten italienische Medien Bauspekulation in der Region Mailand hinter der Tat. N24 ergänzt, daß in der Nähe der Raffinerie Großprojekte geplant seien. Denen stand die Anlage wohl im Wege. www.n24.de/news/newsitem_5876006.html www.welt.de/vermischtes/ article6543964/Eindaemmen-der-Oelpest-am-Po-gescheitert.html
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24.02.10 Bauwut und Profitgier im Tourismussektor: Unwetterkatastrophe auf Madeira menschengemacht "Ich darf einen Markt, der für uns überlebenswichtig ist, doch nicht zerstören." Der Rechtspopulist Alberto João Jardim ist der am längsten amtierende demokratisch gewählte Regierungschef weltweit. Seit der Nelkenrevolution wählten ihn die BürgerInnen der autonomen Region Madeira mit schöner Regelmäßigkeit erneut ins Amt. Er hat die Region durch rücksichtslose touristische Infrastrukturentwicklung vom Armenhaus zu einem beliebten Reiseziel gemacht. Auf Kosten der Umwelt standen die Betonmischer nicht still.. Das hat nun über 42 Menschenleben gekostet. "Die Überschwemmungen sind Folge der unzähligen Fehler bei der Besiedlung der Insel", klagt Hélder Spínola von Portugals Umweltschutz-Organisation Quercus. Die vielen Bauten an den Ufern und in Risikogebieten, die illegale Entsorgung von Müll und Bauschütt in Flüssen und zunehmende Bodenversiegelung seien für die nun herrschende Katastrophe mit verantwortlich. Den Regierungschef ficht das nicht an. Alberto João Jardim will so rasch wie möglich zur Tagesordnung zurückzukehren, damit das Image der Insel als Reiseziel nicht leidet. Das wäre fatal. Wie wäre es, wenn Quercus eine eMail-Aktion gegen die Bauwut auf Madeira und für eine nachhaltige Entwicklung starten würde? Schaden würde es nicht. Quellen: www.n-tv.de/reise/dossier/Die-Profitgier-toetete-mit-article742484.html www.n-tv.de/reise/Madeira-sorgt-sich-um-Tourismus-article744859.html www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/32-menschen-sterben-bei-unwetter/ http://madeira.quercus.pt
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23.02.10 Bevölkerung im Osten Deutschlands wird besonders schnell zurückgehen und altern Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Der Osten Deutschlands wird bis zum Jahr 2060 in viel stärkerem Maße vom Rückgang und der Alterung der Bevölkerung betroffen sein als der Westen: In den neuen Bundesländern (ohne Berlin) werden 2060 rund 37% weniger Menschen als im Jahr 2008 leben und 36% von ihnen werden 65 Jahre und älter sein. Besonders schnell wird diese Entwicklung in den kommenden zwei Jahrzehnten voranschreiten: Bereits um 2030 wird die Bevölkerungszahl in den neuen Ländern um 15% niedriger sein als heute und jeder dritte Einwohner wird 65 Jahre oder älter sein. Dies zeigt eine der beiden Varianten der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung nach Ländern, die das Statistische Bundesamt (Destatis) jetzt in Ergänzung der am 18. November 2009 veröffentlichten Bundesergebnisse vorgelegt hat. Die zwischen den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung liefert vergleichbare Ergebnisse für alle Bundesländer. Die rapide Alterung wirkt sich in den neuen Ländern nicht nur in der schnell ansteigenden Zahl der Älteren aus, sondern auch im Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials. Die Zahl der Menschen im Erwerbsalter (von 20 bis unter 65 Jahren) wird von 8,0 Millionen (Stand 2008) auf 5,6 Millionen im Jahr 2030 (– 30%) und dann auf 4,0 Millionen im Jahr 2060 (– 50%) zurückgehen. Dementsprechend wird der so genannte Altenquotient – er zeigt wie viele Senioren auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter (hier von 20 bis unter 65 Jahren) entfallen – von heute 37 bis zum Jahr 2030 auf 68 steigen. Seinen höchsten Wert wird der Altenquotient dann im Jahr 2055 mit 82 erreichen und anschließend bis 2060 leicht auf 74 sinken. Zu diesem Rückgang kommt es, weil dann die geburtenschwachen Jahrgänge aus der ersten Hälfte der 1990er Jahre das Alter 65 erreichen. Die Bevölkerung in den westlichen Flächenländern wird dagegen bis zum Jahr 2030 um lediglich 4% und bis zum Jahr 2060 um 19% im Vergleich zum Jahr 2008 zurückgehen. Die Einwohnerzahl in den Stadtstaaten Hamburg, Bremen und Berlin bleibt bis 2030 fast stabil und nimmt dann bis 2060 um 12% ab. Auch in den westlichen Flächenländern und Stadtstaaten wird im Jahr 2060 jeder dritte Einwohner 65 Jahre oder älter sein. Die Alterung und der Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials werden hier jedoch deutlich langsamer verlaufen als in den neuen Ländern. Der Altenquotient wird in den Flächenländern im Westen Deutschlands und in den Stadtstaaten bis 2060 ansteigen, aber auch dann noch niedriger sein als in den neuen Ländern. Die hier dargestellten Ergebnisse entsprechen der Variante zur unteren Grenze der „mittleren“ Bevölkerung. Ihr liegen folgende Annahmen zugrunde: eine annähernd konstante zusammengefasste Geburtenziffer von 1,4 Kindern je Frau, eine Zunahme der Lebenserwartung bei Jungen um etwa acht und bei Mädchen um rund sieben Jahre bis 2060 und ein Anstieg des jährlichen Außenwanderungssaldos für Deutschland insgesamt bis zum Jahr 2014 auf 100 000 Personen und anschließende Konstanz bis zum Jahr 2060. Zur Binnenwanderung wird angenommen, dass der Anteil der Bevölkerung, der in ein anderes Bundesland fortzieht, bis zum Jahr 2020 konstant bleibt und den durchschnittlichen altersspezifischen Fortzugsraten der Jahre 2005 bis 2007 entspricht. Die Zuzüge eines Bundeslandes ergeben sich als Summe der Fortzüge der übrigen 15 Länder in dieses Land. Der Wanderungsverlust der neuen an die alten Länder wird aufgrund der rückläufigen Bevölkerungszahl von aktuell etwa 48 000 auf etwa 14 000 bis zum Jahr 2020 sinken. Zwischen den Jahren 2020 und 2030 nimmt im angewendeten Modell die Intensität der Binnenwanderung ab. Ab dem Jahr 2030 werden keine Binnenwanderungen mehr angesetzt. Die zweite Variante der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung für die Länder unterscheidet sich von der ersten nur durch die Annahme eines höheren Außenwanderungssaldos von 200 000 Personen jährlich ab 2020. Sie entspricht der oberen Grenze der „mittleren“ Bevölkerung der Berechnung für Deutschland insgesamt. Zusammen markieren die beiden Varianten die Grenzen eines Korridors, in dem sich die Veränderungen bei Fortsetzung der aktuellen demografischen Entwicklung vollziehen dürften. Weitere ausführlichen Erläuterungen und Ergebnisse zu Deutschland und zu den Ländern stehen kostenlos im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes zur Verfügung. Eine vergleichende Darstellung des Altersaufbaus der Länder in Form der Bevölkerungspyramiden kann direkt unter folgender Adresse abgerufen werden: www.destatis.de/laenderpyramiden/ www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/ Internet/DE/Presse/pm/2010/02/PD10__060__12421,templateId=renderPrint.psml
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23.02.10 Mecklenburg-Vorpommern und die Uckermark als Hamptons für Berliner? Thomas Pany befasst sich auf TELEPOLIS mit der Meldung des Statistischen Bundesamtes zum Bevölkerungsschwund im Osten:" ‚Mit wenigen Menschen lebt es sich angenehmer’, so die Klage eines Großstadtbewohners, der von seinem Nachbarn mit täglichen Gepolter heimgesucht wird. Er vergleicht die landschaftlich schönen, aber wenig besiedelten Länder im Osten Deutschlands mit den Hamptons, dem Naherholungsgebiet der reicheren New Yorker … Die Gutsbesitzer in der Uckermark würden ihm vielleicht recht geben mit diesem Standortvorteil. Ob der Rest der Ortsansässigen dies auch so sieht, ist nicht bekannt.“ www.heise.de/tp/blogs/3/147134
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21.02.10 Ausstieg aus dem Ausstieg – ein Überblick zum Sachstand Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hat sich erneut dafür ausgesprochen, Atomkraftwerke länger laufen zu lassen. Er stellte sich damit nicht nur gegen seinen Röttgen, der auf den Atomausstieg dringt sondern auch gegen ein von ihm und Oettinger mitverantwortetes Strategiepapier. Danach ist der Ausstieg aus dem Ausstieg mit vielen offenen und schwierigen juristischen Fragen behaftet. „Schon drei Tage nach der gewonnenen Bundestagswahl schickten die Länderchefs den Parteispitzen das Papier zu. Im Anschreiben heißt es, es bedürfe "umfangreicher rechtlicher Regelungen und Vereinbarungen", damit die Meiler länger am Netz bleiben können.“ Dies berichtete TAZ.DE vor wenigen Tagen. www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/schwarz-gelb-kennt-die-tuecken Und gegen Ende der Woche hat sich Merkel von Röttgens moderaten Ausstiegsplänen distanziert. www.zeit.de/politik/deutschland/2010-02/roettgen-atmo-merkel Unterdessen nimmt DESSERTEC Gestalt an. In Marokko sollen bald die ersten Solarkraftwerke des Konsortiums entstehen. www.heise.de/tp/blogs/2/147102 Und schließlich legte am Donnerstag der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) in Berlin die Zahlen der Branche zur Entwicklung der Erneuerbaren Energien im vergangenen Jahr vor. Danach waren die Erneuerbaren auch 2009 auf Wachstumskurs: www.bee-ev.de/3:441/Meldungen/2010/Erneuerbare-Energien-2009-weiter-auf-Wachstumskurs.html Schließlich prophezeite gestern der Präsident des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth, im SZ-ONLINE-Interview mit M. Bauchmüller, dass die Kernkraft schon 2020 überflüssig sein könnte: www.sueddeutsche.de/,ra3l1/wirtschaft/590/503810/text Auch der Chef des Energiekonzerns E.on, Wulf Bernotat, lehnte Röttgens Zeitplan ab. Wer hätte das erwartet: "Wenn wir strengere Ziele erreichen wollen, reichen acht Jahre mehr wahrscheinlich nicht aus." Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Renate Künast kritisierte den Umweltminister in der "Mittelbayerischen Zeitung":"Röttgen hätte gerne, dass wir denken, er wolle einen schnelleren Ausstieg. Aber er kämpft für acht Jahre mehr." http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,679386,00.html Den Ausstieg aus dem Ausstieg verhindern kann letztlich wohl nur eine Regierungsbeteiligung der GRÜNEN nach der NRW-Wahl im Mai. Die haben nämlich angekündigt, die erforderliche Zustimmung des Landes im Bundesrat zu verweigern. (diverse Quellen/gbk)
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20.02.10 Im Porträt Prof. Dr. Ann-Christin Scheiblauer: Impulse für den Stadtumbau In Frankfurt sei inzwischen eine ganze Menge in Gang. „Heute gebe es mehr Willen zur Partizipation, suchten Bürger verstärkt Möglichkeit, selbst ein Wort mitzureden.“ Frau Scheiblauer verweist in diesem Zusammenhang auf die zum Umbau anstehende Siedlung Mainfeld in Niederrad. Mit ihren Studenten an der Fachhochschule Frankfurt habe sie sich vorgenommen, in Diplomarbeiten nach Lösungen zu suchen, wie es in diesen Hochhäusern aus den 60er Jahren weitergehen könnte. Matthias Arning porträtiert die Architektib heute auf FR-ONLINE. www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/frankfurt/2332886_Im-Portraet-Impulse-fuer-den-Stadtumbau.html Zum Strukturwandel städtischer Öffentlichkeit - eine Veranstaltung des Zentrums Haus am Dom und der Frankfurter Rundschau, Mittwoch, 24. Februar, 19.30 Uhr, im Haus am Dom.
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19.02.2010 Ecuador: Eine Hoffnung weniger Mit einem innovativen Projekt wollte Ecuador seinen Regenwald retten: Industrieländer sollten für die Erhaltung zahlen. Jetzt macht der Präsident des Landes einen Rückzieher und will doch nach Erdöl bohren lassen. www.zeit.de/2010/08/Ecuador
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19.02.10 Kenia: Baustopp für Hotels in Nationalparks Kenias Regierung will den ungebremsten Ausbau von Lodges und Hotels in den Nationalparks stoppen. Camps und Lodges, die ohne Baugenehmigung in den Nationalparks Massai Mara und Amboseli und deren Umgebung errichtet worden seien, drohe die Schließung. Das sagte Tourismusminister Najib Balala. Ihr Betrieb bedrohe das Überleben der empfindlichen Ökosysteme. www.n-tv.de/reise/Kenia-will-Bauten-stoppen-article737640.html
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19.02.2010 Uno-Studie: Die 3000 weltgrößten Konzerne haben 2008 Umweltschäden in Höhe von 2,2 Billionen Dollar verursacht. Die Studie wurde von der Londoner Beratungsgesellschaft Trucost erstellt. Sie wird erst im Sommer veröffentlicht. Mehr als die Hälfte der berechneten Kosten wird durch den Klimawandel verursacht, der durch Treibhausgase entsteht. www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,678963,00.html
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18.02.10 Erneuerbare Energien 2009 weiter auf Wachstumskurs / BEE: Fortschritte im Wärmemarkt jetzt beschleunigen - Presseerklärung „Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) hat heute in Berlin die Zahlen der Branche zur Entwicklung der Erneuerbaren Energien im vergangenen Jahr vorgelegt. Danach waren die Erneuerbaren auch 2009 auf Wachstumskurs: Die Energiebereitstellung stieg gegenüber dem Vorjahr um 10,8 Milliarden Kilowattstunden (kWh). Damit erreichten die Erneuerbaren insgesamt einen Anteil am Endenergieverbrauch von 10,6 Prozent (2008: 9,5 %), mehr als jede zehnte in Deutschland verbrauchte Kilowattstunde stammte also aus regenerativen Quellen. Die Erneuerbaren Energien haben allein im vergangenen Jahr rund 112 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent vermieden und damit die Volkswirtschaft um 8 Mrd. Euro externer Kosten für Umwelt- und Gesundheitsschäden entlastet. Zudem konnten Importe fossiler Brennstoffe im Gegenwert von 6,4 Mrd. Euro vermieden und stattdessen die heimische Wertschöpfung gestärkt werden. „Trotz der schwierigen Bedingungen durch die weltweite Wirtschaftskrise haben die Unternehmen der Branche investiert und den Anteil der Erneuerbaren Energien weiter erhöht. Das bedeutet einen hohen Nutzen für Arbeitsmarkt, Klimaschutz und Volkswirtschaft. Diese positive Gesamtentwicklung muss die Politik in Bund und Ländern jetzt weiter vorantreiben und bestehende Hemmnisse abbauen“, erklärte BEE-Geschäftsführer Björn Klusmann bei der Veröffentlichung der Zahlen. Besonders stark haben die Erneuerbaren Energien im Wärmesektor zugelegt. Hier stieg ihr Anteil auf 9,6 Prozent gegenüber 7,9 Prozent im Vorjahr. Das entspricht einer Zunahme in der Wärmeerzeugung von 110,7 auf 125,3 Mrd. kWh. „Die Zahlen zur Erneuerbaren Wärme sind zunächst einmal sehr erfreulich. Doch sie täuschen über eine gefährliche Trendwende hinweg: Im zweiten Halbjahr 2009 ist der Absatz von Anlagen der regenerativen Wärmeerzeugung regelrecht eingebrochen“, berichtete Karl-Heinz Stawiarski, Geschäftsführer des Bundesverbandes Wärmepumpe und Sprecher der AG Wärme im BEE. Die Politik müsse deshalb für den Wärmemarkt dringend zusätzliche Anstrengungen unternehmen. „Gemeinsam mit der deutschen Heizungswirtschaft fordern wir die Bundesregierung auf, die Erneuerungsquote von Heizungsanlagen durch geeignete Maßnahmen mindestens zu verdoppeln und ausreichend finanzielle Anreize für den Einbau regenerativer Heizsysteme zu bieten“, sagte Stawiarski. Dafür müssten u.a. wirksame Energiestandards geschaffen, das Marktanreizprogramm deutlich aufgestockt und eine Informationskampagne gestartet werden. Wegen stark unterdurchschnittlicher Windverhältnisse blieb die insgesamt regenerativ erzeugte Strommenge im Jahr 2009 mit 93,3 Mrd. kWh etwa auf gleichem Niveau wie 2008. Der relative Anteil stieg wegen des gesunkenen Stromverbrauchs dennoch auf 16,1 Prozent (2008: 15,1 %). Die installierte Leistung in den Bereichen Wind, Sonne, Wasser, Bioenergie und Geothermie stieg 2009 zusammengenommen um rund 5400 MW. „Damit liegt der Ausbau der Erzeugungskapazitäten voll im Plan unserer Branchenprognose“, konstatierte BEE-Geschäftsführer Klusmann. Diese gehe davon aus, dass die Erneuerbaren Energien 2020 bereits 47 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland decken. „Eine Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke ist daher ebenso wie der Bau zusätzlicher Kohlekraftwerke nicht nur unnötig, sondern in erheblichem Maße kontraproduktiv.“ Ebenso trage die geplante Kürzung der Vergütung für Solarstrom zur Verunsicherung der gesamten Erneuerbaren-Branche bei. Sie stelle die Investitionssicherheit massiv in Frage. „Wir appellieren daher an Regierung und Parlament, Kürzungen mit Augenmaß vorzunehmen und die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Solarunternehmen nicht aufs Spiel zu setzen“, sagte Klusmann. Im Verkehrssektor hat sich 2009 die schlechte Entwicklung des Vorjahres fortgesetzt. Der Einsatz von Biokraftstoffen war weiter rückläufig, so dass nur noch ein Anteil von 5,4 Prozent Erneuerbarer Energie im Verkehrssektor eingesetzt wurde. Das entspricht einer Energiemenge von 33,8 Mrd. kWh (2008: 36,7 Mrd. kWh). Klusmann: „Unsere Warnungen haben sich im Verkehrssektor leider vollständig bewahrheitet. Die kurzfristige Verschlechterung der politischen Rahmenbedingungen hat innovative Unternehmen der deutschen Biokraftstoffbranche in die Insolvenz getrieben und im Gegenzug den Anteil fossilen Öls im Verkehr wieder erhöht.“ Der notwendige Neustart in der Biokraftstoffpolitik stehe nach wie vor aus. Von der im Koalitionsvertrag von Union und FDP versprochenen schnellen Wiederbelebung des Reinkraftstoffmarktes sei bisher noch nichts zu erkennen. „Den aufgeschriebenen Worten müssen jetzt Taten folgen, um auch im Verkehrssektor die Energiewende voranzutreiben“, verlangte Klusmann. E-Mail: presse@bee-ev.de www.bee-ev.de/3:441/Meldungen/2010/Erneuerbare-Energien-2009-weiter-auf-Wachstumskurs.html
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19.02.10 Bekämpfung des Welthungers war Gestern: Schamlosigkeit statt globaler Strukturpolitik Entwicklungspolitik und Globalisierung sind Themen, die angesichts der – auch militärisch kaum zu haltenden – Festung Europa ganz oben auf der Agenda der Regierenden in diesem Land stehen sollten. Vieles ist in der Vergangenheit in Sachen Entwicklungshilfe schief gelaufen. Daß es noch ärger kommen könnte, konnte sich bis dato wohl niemand vorstellen: Das BMZ verkommt zur Versorgungsanstalt von Parteigenossen und Bundeswehrkumpels. Die von Ressortchef Dirk Niebel (FDP) geplante Berufung des FDP-Militärexperten, Oberst Friedel Eggelmeyer, zum Abteilungsleiter im Entwicklungsministerium (BMZ) stößt auf Widerstand in allen anderen Parteien. Steven Geyer stellt ein Meinungsbild auf FR-ONLINE zusammen: "Niebel mache sein Ministerium "in schamloser Art und Weise zu einem Auffangbecken für alte FDP-Freunde und Bundeswehr-Kameraden."( Claudia Roth/GRÜNE) Auch die CSU mahnt an, dass es "auch in anderen Regierungsparteien gute Entwicklungspolitiker gibt" (Dagmar Wöhrl/CSU). "Mit seiner Personalpolitik entwickelt sich Niebel zum Rambo der Entwicklungszusammenarbeit …Soldaten sind keine Entwicklungshelfer und deshalb hat ein Oberst im Ministerium nichts verloren." (Heike Hänsel/DIE LINKE) „Erst holt Reservist Niebel verdiente Parteisoldaten ins BMZ, jetzt kommen die richtigen Soldaten … Es ist unerträglich, wie im BMZ derzeit Versorgungsposten geschaffen werden …Landser-Käppi auf und ab nach Afrika – das ist Kolonialstil vergangener Tage und hat nichts mit moderner Entwicklungsarbeit zu tun." (Sascha Raabe/SPD). Im Grunde ist Niebels Personalpolitik ein Fall für die Staatsanwaltschaft. Leider ist die Veruntreuung von Steuergeldern nicht strafbar. Schade. In der Bundeswehr gibt es seit Abschaffung des Kadavergehorsams die schöne Sitte, offensichtlich unzurechnungsfähigen Vorgesetzten Befehle erteilen zu dürfen: Grüße vom Fahnenjunker an den Kompaniechef: Stillgestanden. Abtreten! (FR-ONLINE/gbk) www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2328173_Jetzt-auch-in-der-Union-Experten-gegen-Niebels-Oberst.html
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18.02.10 Windräder und der Erhalt des Landschaftsbildes Es ist schon merkwürdig: wenn es um ein paar Windkrafträder geht, spielt die Erhaltung des Landschaftsbildes im konservativen (man beachte die spätrömischdekadente Wortbedeutung) Lager eine tragende Rolle. Der Ausbau der Regionalflughafens Kassel-Calden und der B 49 sowie andere von der CDU/FDP-Landesregierung massiv vorangetriebene Projekte sind offensichtlich landschaftspflegerische Maßnahmen. Zwischen Bergen-Enkheim und Maintal planen die Anlagenbauer der hessischen Renertec GmbH die Errichtung von vier Windkraftanlagen - den ersten auf Frankfurter Gebiet. Und schon ist wieder Teufel los. Daniel Majic berichtet auf FR-ONLINE über den Konflikt. Danach haben die Anlagenbauer im Bergen-Enkheimer Ortsvorsteher Helmut Ulshöfer (Grüne) auch einen Verbündeten: "Wir Grünen glauben, dass die ökologischen Vorteile die Nachteile überwiegen." Denjenigen, die eine "Verschandelung" der Landschaft befürchten, empfehle Ulshöfer einen Spaziergang entlang der Hohen Straße. "Über die jahrzehntealten Strommasten regt sich niemand auf, aber vier Windräder sind auf einmal ein Schock für die Kulturlandschaft." wird er von Majic zitiert. PS: Der Berger Rücken war als Vorrangfläche für die Aufstellung von Windkraftanlagen ursprünglich im Entwurf des regionalen Flächennutzungsplans vorgesehen. Auf Betreiben der CDU-FDP-Mehrheit im Planungsverband Ballungsraum Rhein-Main wurde ihre Zahl von 66 auf acht zusammengestrichen. Da dies einer gerichtlichen Prüfung nicht standgehalten hätte, strich die Mehrheit diese Flächen im letzten November ganz aus dem Plan. Jetzt dürfen Windkraftanlagen überall dort gebaut werden, wo bau- oder umweltrechtliche Vorschriften (BImSchG, TA Lärm) diesen Anlagen nicht entgegenstehen. (FR/gbk) www.fr-online.de/top_news/2323729_Neue-Energien-in-Frankfurt-Windraeder-auf-dem-Ruecken.html
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17.02.10 Kanaren - Inseln der Umweltsünder Film von Johannes Höflich und Jo Angerer heute 20.15 Uhr auf 3Sat „Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote: Für Millionen Deutsche sind die Kanarischen Inseln das Top-Urlaubsziel. Dort wird alles geboten, Animation im Hotel und deutsches Bier am Strand inklusive. Doch die Kanaren haben auch eine andere Seite. Wenige Kilometer hinter dem Strand, im Landesinneren, kann man fast unberührte Landschaften finden. Dorthin verirren sich nur wenige Touristen. Doch das Paradies ist trotzdem bedroht: Nach wie vor werden Hotels mitten in Naturschutzgebieten gebaut und renoviert - vielfach illegal und ohne Baugenehmigung. Mitunter schreitet die spanische Justiz ein, doch bewirkt hat sie kaum etwas. Zu mächtig sind Hotelbesitzer und Bauunternehmer. Deutsche Tourismuskonzerne verdienen oftmals mit. Naturattraktionen wie der Nationalpark am Teide, dem höchsten Berg Spaniens, vermüllen zunehmend. Zahllose Trekking-Touristen lassen ihren Abfall einfach am Wegrand liegen. Giftige Abwässer aus mangelhaften Kläranlagen zerstören außerdem die empfindliche Unterwasserwelt. Die zweiteilige Reportage "Bedrohte Paradiese" stellt Inseln vor, die als Paradies gelten, vom Mensch aber immer weiter zerstört werden. In der zweiten Folge dokumentieren Johannes Höflich und Jo Angerer zusammen mit dem renommierten Meeresbiologen Robert Hofrichter die bedrohte Umwelt auf den Kanarischen Inseln. Sie sprechen mit einheimischen Umweltschützern, die oftmals auf verlorenem Posten gegen gigantische Wirtschaftsinteressen kämpfen, und konfrontieren deutsche Reiseveranstalter mit den Folgen des Massentourismus. Als nächsten Beitrag der Themenwoche "Naturwunder" zeigt 3sat am Donnerstag, 18. Februar, um 20.15 Uhr die Dokumentation "Neuseelands Fjorde".www.3sat.de Weitere Infos: www.landusewatch.info/40573/40878.html (Lanzarote)
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17.02.10 Versprochen, gehalten Wir erinnern uns: rhe Niebel Minister wurde, wollte er das Ministerium abschaffen, dem er nun vorsteht. Unterm Strich scheint ihm die Einlösung des Wahlversprechens dennoch gelungen zu sein. „Die OECD rügt Deutschlands geringes Engagement in der Entwicklunghilfe. Kein Wunder: Minister Niebel hat die besten Fachkräfte aus seinem Haus geworfen … Der personelle Kahlschlag, den Niebel seit Herbst vollzogen hat, ist beispiellos. Die Leitungsebene des Hauses hat Niebel mit fast durchweg unerfahrenen Parteileuten besetzt. …… Niebels Motto lautet ‚Loyalität kommt vor Fachlichkeit’ “ Gordon Repinski rechet heute auf TAZ.DE mit Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel ab. Entwicklungshilfepolitik finde nicht statt: „Große Linien wie die von Vorgängerin Heidemarie-Wieczorek-Zeul geprägte Idee der ‚globalen Strukturpolitik’ sind nicht zu erkennen. ‚Er geht mit der Entwicklungspolitik um, als würde er sie abschaffen wollen’, sagt die SPD-Politikerin Kofler.“ www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/oecd-ruegt-deutsche-entwicklungshilfe
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17.02.10 "Italien rutscht" titeln italienische Blätter "Was wir jetzt vor Augen haben, hat aber recht wenig mit der Natur zu tun", erklärt Massimo Gargano von der nationalen Vereinigung für Entwässerung der römischen Tageszeitung "La Repubblica". Die wilde Urbanisierung habe sich in das Land gefressen, der Boden nehme Wasser nicht mehr auf, so dass es mit hoher Geschwindigkeit "wie auf einer Eisbahn abfließt", sagt Gargano. Hinzu komme, daß der Klimawandel Regenfälle in schwere Wolkenbrüche verwandle. N-TV berichtet über die Berichterstattung in Italien www.n-tv.de/panorama/Ursachenforschung-in-Kalabrien-article732550.html
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17.02.10 Pakt mit dem Teufel: Obama setzt auf Atomkraft "Yes we can." Thomas Pany berichtet auf TELEPOLIS über den merkwürdigen Sinneswandel. Im Wahlkampf habe Obama gesagt, dass der Bau neuer Reaktoren erst in Frage käme, wenn Sicherheitsprobleme der Atommüllentsorgung geklärt seien. Sind sie aber nicht. Beobachter sähen – so Pany - in den jüngsten Atomenergie-Ankündigungen Obamas einen taktischen Zug, der sich um die Gunst von atomenergiefreundlichen Republikanern bemühe um unter anderem sein Klimaschutzgesetz durchzubringen. www.heise.de/tp/blogs/2/147088
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16.02.10 Lula - auch nur ein Genosse der Bosse? Seit September 2006 baut ThyssenKrupp zusammen mit dem brasilianischen Bergbaukonzern Vale an einem riesigen Stahlwerk der Companhia Siderúrgica do Atlântico (CSA) in der Bucht von Sepetiba. (Bundesstaat Rio de Janeiro). ThyssenKrupp hält 73 Prozent an der CSA. Was von Lulas Regierung als industrielle Großtat gefeiert wird, bezeichnen Menschen aus der Region als Bedrohung der wirtschaftlichen Existenz von rund 8.000 Fischern. Ein Bericht von Helmut Lorscheid auf TELEPOLIS. www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32092/1.html
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16.02.10 2000 Euro pro Hektar: Haste mal 'nen See? Was im Westen kaum bekannt ist, sorgt insbesondere in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern für Entsetzen: Der Bund verkauft über die Bodenverwertungs- und –verwaltungs GmbH BVVG (Motto: „Land zum Leben“) alle Seen, Tümpel und Teiche in Ostdeutschland, die 1945/1946 verstaatlicht und später Volkseigentum der DDR wurden. Insgesamt geht es um eine Fläche von 25000 Hektar. 10.000 Hektar Gewässer sind schon privatisiert. Im Angebot sind auch Wiesen, Äcker, Waldflächen, Baugrundstücke und Häuser. Bürgermeister, Dorfbewohner, Naturschützer und Angler wehren sich. Mehr als 100000 Unterschriften gegen die Verkäufe sind gesammelt und liegen beim Petitionsausschuss des Bundestages vor. Auch Till Backhaus, der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, wendet sich im Interview mit FR-ONLINE gegen den Ausverkauf ostdeutscher Landschaften: „Seen sollten Gemeinschaftseigentum bleiben. Wasser ist Leben, Wasser ist ein wichtiges Lebensmittel. Es ist für die Perspektive der Menschen einfach von großer Bedeutung. Ich halte es für notwendig, dass unsere Seen weiter in öffentlichem Besitz bleiben.“ Bernhard Honnigfort berichtet heute auf FR-ONLINE über den Mellensee. Der einzige See des gleichnamigen Dorfes ist bei der BVVG zum Schnäppchenpreis von 440.000 Euro im Angebot. www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2319798_Entsetzen-in-Ostdeutschland-Haste-mal-nen-See.html Weitere Infos: www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2319894_Interview-mit-Till-Backhaus-Kann-den-Zorn-der-Leute-verstehen.html www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2319835_Seen-Verkauf-in-Ostdeutschland-Merkels-Reste-Rampe.html www.gemeinde-am-mellensee.de www.bvvg.de www.naturfreunde-brandenburg.de/text/UmweltbriefeSeite10.pdf http://commonsblog.wordpress.com/2009/07/21/onlinepetition-gegen-gewasserprivatisierung
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15.02.10 Wenn der Bürgermeister die Bulldozer schickt Mitten im Winter lässt Moskaus Bürgermeister Luschkow rabiat eine alte Datschensiedlung abreißen. Offiziell heißt es, dort solle ein Park entstehen - die Bewohner vermuten jedoch, dass die Behörden es auf das Bauland abgesehen haben. Bei seiner Gründung 1957 lag Retschnik noch im Moskauer Umland, inzwischen hat die boomende Metropole das Dörfchen umwuchert. Aus Moskau berichtet Friedhelm Weinberg für SPIEGEL.DE. www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,677248,00.html
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14.02.10 Valentinsland Kenia Kenia ist das Land, wo unsere Rosen zum Valentins- und Muttertag blühen. Sie tun das übers ganze Jahr ohne energieaufwändige Hilfsmittel. Deshalb – und weil Arbeit in Kenia kaum was kostet - sind die Produktionsstätten dorthin verlagert worden. Man nennt das Globalisierung. Mehr als 50.000 Blüten pro Hektar ist dort der Ertrag. Daran erinnert Benjamin Dürr am Valentinstag auf ZEIT.DE. Zweidrittel aller in Deutschland – dem größten Markt in der EU - verkauften Rosen kommen aus Kenia. Vor allem aus Naivasha. Weit mehr als die Hälfte der Kenianer leben von der Landwirtschaft. Allerdings sind nur etwa 20 Prozent der Fläche des Landes nutzbar. Der Rest ist wegen karger Böden oder zu geringen Niederschlägen meist Brach- oder Bergland. Abgesehen davon, daß der Anbau von Rosen für „den Tag der Liebe“ in einem Land, das regelmäßig von Hungerkatastrophen heimgesucht wird, ganz offensichtlich obszön ist: es kommt noch dicker. 2006 zahlte die größte Rosenfirma Sher Karuturi (6000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) 56 Euro monatlich. Davon lässt sich auch im Entwicklungsland Kenia keine Familie durchbringen. Hinzu kommt die erhebliche Gesundheitsgefährdung durch Pestizide. Zu den Folgen für die Region schreibt Dürr: „Wassermangel in der Stadt, durch Abwasser und Pflanzenschutzmittel vergiftete Böden sind die Folgen, die Menschen und Tiere in dieser Region in Zentral-Kenia spüren.“ Inzwischen gibt es Siegel wie „fair trade“. Wirklich umweltfreundlich sind Schnittblumen allerdings nicht herzustellen – es sei denn, man holt sie aus dem eigenen Garten. Mitten im Februar müssen es ja nicht unbedingt Rosen sein. Es gibt viele winterblühende Gehölze. Die duften sogar - im Gegensatz zu den auf schnelles Wachstum gezüchteten Hochleistungsrosen aus Kenia Zaubernuss (Hamamelis), Chinesische Winterblüte (Chimonanthus praecox), Schneeforsythie (Abeliophyllum distichum) und das Winterblühende Geissblatt (Lonicera x purpusii) sind ausserordentlich schöne Gehölze und bestens geeignet für ein schönes Gesteck. Zudem in unseren Breiten jahreszeitengemäß. Und in jedem Garten und von auch professionellen Gärtnern leicht zu ziehen.Ganz ohne verherende Auswirkungen auf die Umwelt, ganz ohne Hungerlöhne- und ohne Transport, der die persönliche CO2-Bilanz und den ökologischen Fussabdruck in Negativwerte bringt, die auch mit täglichem Radfahren nicht mehr einzuholen sind. Es gilt letztendlich im Grundsatz, was wir schon seit Jahrzehnten sagen: kauft regionale Produkte (allerdings eine Regel mit Ausnahmen - die globalisierte Welt kompliziert geworden und verlangt von uns VerbraucherInnen Kenntnis und Nachdenken. Sorry. Können wir auch nix für. Was die Valentinsrosen angeht: den Kauf könnte man - einig bin ich da mit mir nicht - rechtfertigen, wenn man " fair traide" kauft und noch allerlei Ablasshandel betreibt. Lieber regional einkaufen. (ZEIT.DE/gbk) www.zeit.de/wissen/2010-02/valentinstag-rosen-afrika Weitere Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Naivasha www.kn-portal.com/fileadmin/_public/documents/knworld/2009_2/de/KNWorld_4D.pdf www.bgi-ev.com www.karuturi.com www.fairflowers.de/ www.transfair.org www.transfair.org/news-service/blumen-finder.html
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13.02.10 NSG Biblis – ein Traum rückt näher, oder? "Unglaubwürdig" und "unverlässlich" nennt der bayerische Umweltminister seinen Kollegen. Röttgens Forderung, Deutschland so bald wie möglich von Kernenergie unabhängig zu machen, sei nicht hinnehmbar – und widerspreche dem Koalitionsvertrag zwischen Union und FDP. Frau Lautenschläger pflichtete ihm bei. Eine halbe Autostunde von ihrem Wiesbadener Amtssitz entfernt dampft das marode Kernkraftwerk Biblis im hessischen Ried vor sich hin. Nach gültigem Atom-Ausstiegsbeschluss droht ihm die Abschaltung noch in diesem Jahr. Dann könnte mit dem Rückbau begonnen werden. So weit soll es nach dem Willen von Lautenschläger, Söder und Gönner (Gönner, wer zum Teufel ist das?) nicht kommen. Das Unionstriumvirat rottete sich daher gestern Vormittag im Bundesrat zusammen, um Röttgen presseöffentlich abzuwatschen. Wer solche Parteifreunde hat, braucht keine Feinde mehr. (ZEIT.DE/gbk) www.zeit.de/politik/deutschland/2010-02/roettgen-atom-soeder Weitere Infos: www.zeit.de/wirtschaft/2009-12/ausblick-energie www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/die-notoperation-der-atomindustrie http://de.wikipedia.org/wiki/Atomausstieg
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12.02.10 "Almacén Temporal Centralizado" (ATC) oder die Suche nach dem Atomklo Die Zentralregierung in Madrid sucht nach einem Standort für ein zentrales Zwischenlager. Hier sollen die 7000 Tonnen hochradioaktiven Mülls gelagert werden, die das Land in 30 Jahren Atomstromproduktion angehäuft hat, berichtet Ralf Streck auf TELEPOLIS. Das ATC sollte schon 2010 in Betrieb gehen, doch die Ausschreibung scheiterte 2006 mangels Bewerbern und heftigem Widerstand in Gemeinden, die mit dem Projekt liebäugelten. Nunmehr haben sich – dem Lockruf der Fördergelder und Arbeitsplätze folgend - 14 Gemeinden beworben. Davon landeten 8 auf der short list. Madrid wolle – so Streck - das ATC in Ascó (katalanische Provinz Tarragona) oder Yerba (Kastillien-La Mancha) ansiedeln. Es rege sich jedoch sowohl in Ascó wie auch anderen Orten heftiger Widerstand. Dass ausgerechnet die Katalanen ruhig zusehen werden, wie die ungeliebte Zentralregierung ihnen den Atommüll der Nation ins Wohnzimmer schüttet, ist kaum zu erwarten. Im Übrigen sollte Mal jemand nachprüfen, ob der Bürgermeister von Ascó nicht kürzlich die Automarke gewechselt hat. Unter korrupten spanischen Bürgermeistern beliebt sind deutsche Marken wie Porsche und BMW. PS: Mit der Suche nach einem Endlager hat die Zentralregierung noch nicht einmal begonnen. Wenn wissenschaftliche und sicherheitstechnische Kriterien ohnehin keine Rolle spielen, wäre die Casting-Show doch das geeignete Instrument. Dann hätte das verantwortungslose Spiel mit dem tödlichen Stoff wenigstens Unterhaltungswert. (TELEPOLIS/gbk) www.heise.de/tp/blogs/2/147062 Weitere Infos: http://www.contratom.de/news/rssanzeige.php?newsid=21399 http://www.nucleartourist.com/world/spain.htm http://www.csn.es/ http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Asc%C3%B3
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11.02.10 Ende des spanischen Baubooms destabilisiert Euro Experten befürchten – so Stefan Schultz auf SPIEGEL.ONLINE - dass Spanien eine viel größere Gefahr für die Stabilität der Euro-Zone sei als Griechenland. Jahrelang habe das Land von einem beispiellosen und von Spekulanten angeheizten Bauboom profitiert Beispiele: www.landusewatch.info/40573/40878.html (Lanzarote) www.landusewatch.info/40573/40887.html (spanische Mittelmeerküste) http://www.landusewatch.info/40573/89801.html (Mallorca) Schultz: „Jetzt verkommen halbfertige Siedlungen zu Geisterstädten, und die Arbeitslosigkeit wächst auf immer neue Rekorde. Vier Millionen Menschen haben mittlerweile keinen Job mehr, mehr als 20 Prozent.“ www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,676966-4,00.html
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10.02.10 Hoffnung für Tuvalu: Deutsches Klimaschutzgesetz Obama hat eines vorgelegt, die Briten („Climate Change Act“) haben bereits seit zwei Jahren eines – doch die Klimakanzlerin zögert. Schwarz-Gelb ist sich uneins, berichtet Marlies Uken auf ZEIT.DE www.zeit.de/wirtschaft/2010-02/klimaschutzgesetz . SPD und Grüne wollen jetzt das britische Klimaschutzgesetz auf Deutschland übertragen. Ende Januar brachten beide Parteien jeweils Anträge für ein Klimaschutzgesetz in den Bundestag ein. Es geht darum, die politische Absichtserklärung die CO2-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent zu mindern - 2007 abgegeben im Rahmen einer Regierungserklärung – rechtsverbindlich zu machen. Erst dann kann die Regierung in die Pflicht genommen werden. Der WWF hat bereits im letzten Jahr ein Gutachten beim Umweltforschungsinstitut Ecologic (Berlin) in Auftrag gegeben. ZEIT.DE hat bei ECOLOGIC und den Regierungsparteien nachgefragt: " ‚Es gibt keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen ein deutsches Klimaschutzgesetz nach britischem Vorbild’, sagt Ecologic-Fachmann Stephan Sina….Die CDU siehe dennoch keinen Handlungsbedarf. ‚Ich halte von dem Gesetz recht wenig’, sagt Thomas Bareiß, energiepolitischer Koordinator der CDU/CSU-Fraktion….Bei der FDP klingt es ein wenig versöhnlicher. Von einem ‚offenen Diskussionsprozess’ spricht FDP-Energieexperte Michael Kauch.“ Der WWF hat sehr konkrete Vorstellungen, wie das Klimaschutzgesetz aussehen soll: „Es muss Ziele und Zwischenziele zur Reduktion der deutschen Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent und bis 2050 um 80 bis 95 Prozent im Vergleich zu 1990 verbindlich festlegen.Es muss Zwischenziele festlegen, anhand derer festgestellt werden kann, ob die deutsche Klimapolitik noch auf dem richtigen Kurs ist oder ob nachgesteuert werden muss.Es muss die Einrichtung einer hochrangigen, unabhängigen Klima-Kommission vorsehen. Deren Aufgabe wäre es, die deutsche Klimapolitik in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren und öffentlich festzustellen, ob ausreichende Maßnahmen ergriffen wurden. Es müssen langfristig alle für den Klimaschutz wichtigen Gesetze und Verordnungen zusammengefasst, vereinfacht und besser aufeinander abgestimmt werden. Ein solches Klimaschutzgesetz würde die deutsche Klimapolitik transparenter machen. Nur so hätten wir die Sicherheit, nicht das Ziel aus den Augen zu verlieren. Nur so können wir den Klimaschutz in Deutschland anpacken.“ http://www.wwf.de/themen/politik/klimapolitik/deutsche-klimaschutzpolitik/klimaschutzgesetz/ Weitere Infos: http://ecologic.eu/ www.wwf.de/presse/details/news/wwf_fordert_ein_klimaschutzgesetz_fuer_deutschland/ www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/pdf_neu/Microsoft_Word_-_41922_Gutachten_Klimaschutzgesetz30042009.pdf www.bund-berlin.de/nc/bund_berlinde/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/klimaschutzgesetz-kann-sich-rechnen-sicherheit-statt-kostenfalle/?tx_ttnews[backPid]=447&cHash=8e359e77d9
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O9.02.10 Bioenergie und Naturschutz: Synergien fördern, Risiken vermeiden – Presseerklärung Bundesamt für Naturschutz (BfN) „Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat heute in Berlin anlässlich der Fachtagung "Bioenergie aus der Landschaftspflege" ein neues Positionspapier zum Thema Bioenergie vorgestellt. Bioenergie stellt mit rund 70% den überwiegenden Anteil an den Erneuerbaren Energien. "Angesichts der rasanten Dynamik im Bioenergiesektor und der damit verbundenen Intensivierung in der Landwirtschaft muss die Erzeugung und Gewinnung der Bioenergie differenziert und mit Augenmaß erfolgen. Immer noch finden naturverträgliche Formen der Biomasseerzeugung, die sich positiv auf die Entwicklung der Arten- und Lebensraumvielfalt in der Kulturlandschaft auswirken, zu wenig Beachtung", sagte die BfN-Präsidentin, Prof. Beate Jessel. Nach Ansicht des BfN müssen Aspekte des Naturschutzes beim Ausbau der Bioenergienutzung besser integriert werden. So kann es beispielsweise in ausgeräumten, strukturarmen Landschaften (in denen z.B. Gehölzgruppen fehlen) durch den sinnvoll gesteuerten Anbau von schnell wachsenden Gehölzen zu einer Aufwertung des Landschaftsbildes und der Kulturartenvielfalt kommen. Aber auch die Kombination von land- und forstwirtschaftlichen Flächen in Agroforstsystemen kann zu einer Erhöhung der Biologischen Vielfalt beitragen, da damit Lebensräume für z.B. Vögel und Kleinsäuger geschaffen und zugleich die natürlichen Ressourcen wie Boden und Wasser geschont werden. Ebenso kann sich die Verwendung alter Kultursorten, die Erhaltung von extensivem Grünland und naturschutzfachlich wertvollen Flächen günstig auf die Tier- und Pflanzenartenvielfalt auswirken. Besonders auf wertvollen Naturschutzflächen, für deren Erhaltung eine Pflege notwendig ist, bietet die energetische Nutzung der anfallenden Schnittgüter (Gehölzschnitt oder Heu) eine sinnvolle Option, um einer Nutzungsaufgabe wie auch einer Intensivierung entgegenzuwirken. Voraussetzung ist allerdings ihre ökonomische Tragfähigkeit, d.h. dass finanzielle Anreize und Fördermöglichkeiten entsprechend ausgestaltet werden. "Die Erhaltung der Biologischen Vielfalt und konsequenter Klimaschutz sind nicht als Gegensätze zu verstehen, sondern bedingen sich gegenseitig", sagte die Präsidentin. "Nur nachhaltig und naturverträglich angebaute Biomasse kann auch wirklich einen Beitrag zur Erhaltung der Biologischen Vielfalt sowie zur Verringerung des Treibhauseffekts leisten. Mit diesem Anliegen müssen relevante Strategien und Steuerungsinstrumente für die spezifischen Anforderungen des Biomasseanbaus angepasst bzw. fortentwickelt werden. Anderenfalls sind unter Umständen die Risiken für die Natur und die klimawirksamen Emissionen höher als die positiven Effekte", so Beate Jessel. Die in dem BfN-Papier dargestellten Prinzipien, Forderungen und Umsetzungsbeispiele liefern dafür innovative Gedankenanstöße. Der Hintergrund für die Erarbeitung des Positionspapiers ist, dass mit einer ausschließlich auf die Energieausbeute ausgerichteten Bioenergieerzeugung die Flächenkonkurrenzen in der Landnutzung zunehmen. Die Folgen: Es kommt in der Landwirtschaft zu engeren Fruchtfolgen bis hin zu deren Aufgabe, die Kulturartenvielfalt nimmt immer weiter ab, der Anbau von Kulturpflanzen erfolgt regional zunehmend in Monokulturen und der Verlust von Strukturelementen in der Landschaft steigt. Das BfN fordert auch, dass die Vornutzung der Flächen und die indirekten Landnutzungsänderungen durch Bioenergie in eine Umweltbilanz einfließen. So ist beispielsweise der Umbruch von artenreichem Grünland für den Biomasseanbau durch seine Emissionen an Treibhausgasen und den Verlust von Lebensräumen, weder im Sinne des Klima- noch im Sinne des Naturschutzes. Das Papier umfasst Forderungen, Ansätze zur Realisierung und Umsetzungsbeispiele und will damit Impulse geben, Synergien zwischen der Biomasseanbau und -nutzung und Naturschutz künftig aktiver zu nutzen. Das Positionspapier „Bioenergie und Naturschutz – Synergien fördern, Risiken vermeiden“ kann im Internet unter http://www.bfn.de/positionspapiere.html herunter geladen werden. Hinweis:Die UNO hat 2010 zum Internationalen Jahr der Biodiversität erklärt. Damit bietet sich allen Akteuren in Bund, Ländern, Gemeinden, Wirtschaft sowie NGOs, Wissenschaft und weiteren Interessierten die Gelegenheit, während einer Phase erhöhter Aufmerksamkeit, miteinander in einen Dialog über Biodiversität zu treten. Weitere Information unter www.kalender.biologischevielfalt.de. Das Bundesumweltministerium (BMU) und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) rufen zu einem Wandertag am Tag der biologischen Vielfalt (Pfingstsamstag, den 22.5.2010) auf. Motto: Gemeinsam wandern – Deutschlands Vielfalt erleben! Weitere Information unter www.wandertag.biologischevielfalt.de“
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08.02.10 UN fordert Ökologisierung der internationalen Wirtschaftspolitik Der Generalsekretär der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad), Supachai Panitchpakdi, habe am Montag erklärte: Die Entwicklungsländer müssten konsequent einen nachhaltigen Wandel der wirtschaftlichen Strukturen vorantreiben. Dabei sollten sie Energie sparen und erneuerbare Energien sowie neue landwirtschaftliche Methoden kombinieren. Großes Potential habe der Ausbau der ökologischen Landwirtschaft. Ein Artikel von S. Kosch und J. Otten für TAZ.DE. www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/green-deal-fuer-den-sueden Siehe auch: www.zeit.de/wirtschaft/2010-02/unctad-studie-klima
UNCTAD-Presseerklärung im Original: “The Trade and Environment Review 2009/2010: Promoting Poles of Clean Growth to Foster the Transition to a more Sustainable Economy places particular emphasis on the transition to a more sustainable economy in the 140-plus low-income and least developed countries, which - although they did not cause the economic, financial, climate and food crises (for instance, they account for less than 10 per cent of energy-related greenhouse gas emissions of all developing countries) - have to bear the brunt of these crises. How can they mitigate these interrelated crises while transiting to a qualitatively and structurally different growth and development model? Based on an in-depth analysis of the root causes of the current systemic economic and financial crisis, the Trade and Environment Review 2009/2010 highlights the need for a proactive mitigation strategy that addresses ecological, social and financial reform in an interrelated way, tying new green growth poles to job- and income-generating activities and financial reform. The Trade and Environment Review 2009/2010 singles out three clean growth "poles" (i.e. enhancing energy/material/resource efficiency; mainstreaming sustainable agriculture; and harnessing renewable energy for sustainable rural development) that can effectively "magnetize" key parts of the economy of these developing countries and thus lead to relatively quick clean growth impulses that, in the short and medium term, have negative costs and short payback periods. In this regard, the Trade and Environment Review 2009/2010 counters the myth that currently only a limited number of low-cost mitigation opportunities exist, and that more effective mitigation could be achieved only with new technologies. The analysis confirms that many of the required technologies already exist, but that creating the necessary economic incentives and structures will be the most significant political challenge. The Trade and Environment Review 2009/2010 highlights the importance of far more proactive government roles in particular in stimulating structural change and related technological progress so that the structural and technological effects lead to a qualitatively different growth and development path that compensates for the negative ecological impact of the scale effect of economic growth. This will require a far more pronounced use of active industrial policies reversing the trend of governmental passiveness advocated under the neoliberal growth paradigm. Such a shift to active industrial policies may require bigger policy space under current rules of the multilateral trading system.” www.unctad.org/Templates/Page.asp?intItemID=5305&lang=1 www.unctad.org/Templates/webflyer.asp?docid=12579&intItemID=5304&lang=1&mode=downloads
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04.02.10 Metropol-Region Rhein-Main: „Union überwindet Grenzen“ Auf dem Aschaffenburger Schloss kündigten die Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) und Roland Koch (CDU) laut FR-ONLINE eine intensivere Kooperation in der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main an - über Ländergrenzen hinweg an. Anders als die Sozialdemokraten, die sich mit dem Regionalkreis auch eine neue politische Struktur für den hessischen Teil der Metropolregion vorstellen könnten, bauten die Regierungspolitiker auf freiwillige Kooperationen in den bestehenden Strukturen. Das Ballungsraumgesetz sollte in Hessen mehr Kooperation erzwingen. Es läuft 2011 aus. Derzeit sind Gespräche über seine Fortschreibung im Gang. www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/hessen/2268535_Metropol-Region-Union-ueberwindet-Grenzen.html
Hintergrundinfo aus Wikipedia: Das Rhein-Main-Gebiet ist eine Wirtschaftsregion und ein städtischer Ballungsraum am Zusammenfluss von Main und Rhein. Es liegt im Süden Hessens sowie Teilen der angrenzenden Bundesländer Rheinland-Pfalz (Rheinhessen - Mainz) und Bayern (Unterfranken - Aschaffenburg). Nach dieser Abgrenzung umfasst die Metropolregion 14.800 km² Fläche mit etwa 5,5 Millionen Einwohnern. Es ist die je nach Definition zweit- oder drittgrößte der elf offiziellen europäischen Metropolregionen in Deutschland und eine der am stärksten wachsenden (jeweils nach Einwohnern).Eine bis heute gültige Besonderheit der Region ist, dass es niemals in der Geschichte eine territoriale Einheit des Rhein-Main-Gebiets gab. Der tausendjährigen Kleinstaaterei verdankt die Region ihre kulturelle Vielfalt, aber auch die im Gegensatz zu konkurrierenden Metropolregionen fehlende Kooperation und Koordination. Die zentrale und verkehrsgünstige Lage in Südwestdeutschland förderte schon Mitte des 19. Jahrhunderts die Industrialisierung der Region. Mit Aufkommen der Regionalplanung in Deutschland begann auch im Rhein-Main-Gebiet, vor allem in der engeren Stadtregion Frankfurt, eine Phase der Institutionalisierung. Durch starke Suburbanisierung wurde eine Lösung der anstehenden Probleme im regionalen Maßstab immer dringender. Während der 1960er Jahre wurde lange um Stadtkreis- und Regionalstadtmodelle gerungen, die stets den Wegfall administrativer Ebenen mit sich gebracht hätten. 1975 wurde als Kompromiss der Umlandverband Frankfurt (UVF) per Landesgesetz ins Leben gerufen – dieser war ein sogenannter Mehrzweckpflichtverband und sollte zahlreiche Aufgaben übernehmen: Zum einen sollte er für die 43 Mitgliedskommunen die Flächennutzungsplanung im Rahmen eines gemeinsamen Flächennutzungsplans übernehmen. Dazu kamen zahlreiche Trägerschaftsaufgaben, z. B. der Wasserver- und Abwasserentsorgung, der Abfallentsorgung, regionaler Freizeiteinrichtungen u. a. Der UVF konnte seinen Aufgaben allerdings nicht überall nachkommen, da ihm zahlreiche Einrichtungen nicht wie vorgesehen überlassen wurden. Der Umlandverband geriet schnell in die Kritik. Diese gipfelte 1995 im sogenannten „Jordan-Papier“ des SPD-Bezirks Hessen-Süd, mit dem eine Neuordnung des Regierungsbezirk Darmstadt durch Regionalkreise vorgeschlagen wurde. 1999 griff die neu gewählte CDU/FDP-Landesregierung unter Roland Koch die Kritik am Umlandverband auf und schuf im Jahr 2000 mit dem Ballungsraumgesetz eine neue Regionalstruktur: Der Umlandverband Frankfurt wurde durch den Planungsverband Ballungsraum Frankfurt Rhein-Main abgelöst, das Aufgabenspektrum auf die Planung reduziert und das Verbandsgebiet (Ballungsraum) von 43 auf 75 Kommunen erweitert. Sämtliche Trägerschaftsaufgaben des UVF sollten sich freiwillig in der Region organisieren und von einem „Rat der Region“, gebildet aus Oberbürgermeistern und Landräten, gelenkt werden. Auf eine demokratische Legitimation dieses Konstruktes wurde verzichtet, das Parlament des Umlandverbandes wurde durch die Verbandskammer des Planungsverbandes ersetzt. Im Vergleich zu anderen Regionalisierungen bleibt die Abgrenzung des Ballungsraumes jedoch deutlich hinter den tatsächlichen wirtschaftlichen Verflechtungen der Kernstädte mit ihrem Umland zurück. Mittlerweile hat die Landesregierung von ihrem Recht, regionale Kooperation zu verordnen zweimal Gebrauch gemacht: Zum einen wurde so die Wirtschaftsförderung Region FrankfurtRheinMain als Gemeinschaftsunternehmen einiger Kernstädte sowie einiger Landkreise gegründet (2005). Diese soll sich um die einheitliche Vermarktung bzw. Präsentation der Region bemühen. Derzeit läuft noch die von der Landesregierung festgelegte Frist zur Bildung eines Kulturzweckverbands - da jedoch einige Kommunen eine Umverteilung von Geldern zu Gunsten der Kernstadt Frankfurt und ihres kulturellen Angebots vermuten, lehnen zahlreiche betroffene Kommunen diesen Verband strikt ab. Die Städte Hanau und Offenbach haben Klagen vor dem hessischen Verwaltungsgerichtshof eingereicht. Das Ballungsraumgesetz wurde von Beginn an heftig kritisiert, z. B. auf Grund eines Eingriffsrechts der Landesregierung, mit dem diese regionale Kooperation per Erlass initiieren kann und wegen der fehlenden demokratischen Legitimation. In der Folge wurden zahlreiche Initiativen gestartet, die eine Neuordnung der Region versuchten: So wurde von der Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth ein „Stadtkreismodell“ vorgelegt, das den Zusammenschluss von Frankfurt mit seinen Nachbargemeinden in einem Kreis vorsah. Die SPD Hessen legte ein Konzept vor, mit dem Hessen insgesamt in vier Regionalkreise unterteilt werden sollte. Keines der Konzepte konnte sich jedoch bislang durchsetzen, so dass die Region Rhein-Main nach wie vor politisch fragmentiert ist. Das Ziel einer „vereinten“ Region verfolgen auch zahlreiche Initiativen in der Region: Dazu gehörte z.B. die Metropolitana, hervorgegangen aus einer Artikelserie der Frankfurt Rundschau (2000-2001), die sich als Verein formierte und später mit der Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain fusionierte. Auch mit Hilfe einer Bauausstellung - vergleichbar der IBA Emscher Park im Ruhrgebiet - sollte das Regionalbewusstsein in der Region mehrfach befördert werden. Eine IBA wurde bereits in Zusammenhang mit der Metropolitana diskutiert, im Jahr 2004 wurde die Idee aufgegriffen und ein Frankfurter Architektur- und Planungsbüro mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt, die 2005 vorgelegt werden sollte. Zu den Initiativen, die sich um eine (politische) Stärkung der Region bemühen, ist auch das IHK Forum Rhein-Main zu zählen. Problematisch an diesem losen Verbund verschiedener IHKn ist allerdings der voluntative Charakter: Da sich das IHK-Forum in den vergangenen Jahren deutlich vergrößert hat, ist auch der regionale Bezug zum Rhein-Main mittlerweile verwässert. Als Bürgerinitiative formierte sich Anfang 2004 die Regionalwerkstatt Rhein-Main. Unter Führung der Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain wurden im Rahmen eines Workshops Ideen zu Zukunft der Region gesammelt. Obwohl die Resonanz anfangs groß war, gelang es den Organisatoren nicht, die Begeisterung für die Idee einer Region Rhein-Main weiter zu tragen, so dass die Initiative im Sand verlief. http://de.wikipedia.org/wiki/Rhein-Main-Gebiet
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03.02.10 "Stuttgart 21": Im Tunnel der Angst Zehn Jahre Bauzeit und mindestens 6,1 Milliarden Euro Kosten: Warum Baden-Württemberg bereit ist, beinahe jeden Preis für das gigantische Projekt "Stuttgart 21" zu zahlen. Das Geheimnis lüftet Bernd Dörries heute auf SZ-ONLINE. www.sueddeutsche.de/,tt8m1/politik/820/502059/text/ Weitere Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Stuttgart_21 http://www.welt.de/wirtschaft/article6228200/Spatenstich-fuer-den-Bahnhofsneubau-Stuttgart-21.html www.kopfbahnhof-21.de/ www.leben-in-stuttgart.de/ www.s21.siegfried-busch.de/
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02.02.10 Bahnhof mit Köpfchen statt Stuttgart 21 - Presseerklärung von Cem ÖzdemirZum heutigen Baustart von Stuttgart 21 erklärt der Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: "Der heute groß zelebrierte Baubeginn ist eine verzweifelte Trockenschwimmübung der Betonköpfe, die immer noch an eine Zukunft dieses irrsinnigen Projekts glauben, obwohl die Mehrheit der Stuttgarterinnen und Stuttgarter klar dagegen ist. Festhalten an den Fehlern der Vergangenheit, statt mit Köpfchen den Verkehr von morgen gestalten, ist offenbar ihre Devise. Mit dem sturen Beharren auf Stuttgart 21 haben sich weder der frühere noch der aktuelle Bahnchef als besonders lernfähig erwiesen. Die heutige Start-Show kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es in Stuttgart einen massiven Widerstand gegen das unsinnige Prestigeprojekt gibt, der in den kommenden Wochen weiter wachsen wird. Angesichts dieses öffentlichen Widerstands ist es alles andere als sicher, dass die Tunnelbohrmaschinen überhaupt jemals anrücken werden oder der Seitenflügel des Hauptbahnhofs tatsächlich abgerissen wird. Ein Projekt dieser Dimension über die Köpfe der Bevölkerung hinweg durchzuziehen, wäre zutiefst undemokratisch. Die Befürworter offenbaren ein Höchstmaß an Ignoranz und Egoismus, wenn sie angesichts früherer Erfahrungen bei Projekten dieser Dimension ausgerechnet bei Stuttgart 21 exorbitante Kostensteigerungen kategorisch ausschließen. Zahlreiche Experten weisen darauf hin, dass es nie und nimmer bei 4 Milliarden Euro bleiben wird. Diese Zahl hat keine wirtschaftliche Grundlage, sie ist de facto politisch gewollt, um das Projekt auf Gedeih und Verderben durchzuziehen. Stuttgart 21 ist kein Zukunftsprojekt, sondern ein Milliardengrab, das andere wichtige und wesentlich sinnvollere Verkehrsprojekte wie etwa die Rheintalbahn angesichts fehlender Mittel mit in den Abgrund ziehen wird. Auch die Spende der Firma Herrenknecht, zufällig Hersteller von Tunnelbohrmaschinen, an die CDU in Höhe von 70.000 Euro wirft Fragen auf. Die CDU ist jedenfalls gut beraten, den Hintergrund dieser Spende der Öffentlichkeit glaubhaft zu erklären." www.oezdemir.de/show/3079318.html
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29.01.10 Lobbyarbeit: Viel Kohle für weniger Kohle MdL Van Dinther (CDU) sei "im vergangenen Jahr viel auf alten Zechen-Halden gewesen", versucht ein Sprecher des Landtags zu erklären, wenn er auf den stolzen Lohn („für vier Stunden 30.000 oder 15.000 Euro“) von Landtagsabgeordneten, den der Bergbaukonzern RAG den Mitgliedern seines Regionalbeirats zahlt, angesprochen wird. Annika Joeres berichtet auf FR-ONLINE. Formal solle das Gremium über den Kohleausstieg beraten. www.fr-online.de/top_news/2243881_Lobby-Arbeit-Tausende-Euro-fuers-Kekse-Essen.html
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28.01.10 Roche und die Royal Bank of Canada: Würdige Public-Eye-Preisträger – Presseerklärung EvB In Sichtweite des Weltwirtschaftsforums (WEF) haben die Erklärung von Bern (EvB) und Greenpeace heute die sozial und ökologisch skrupellosesten Firmen des Jahres prämiert. Ihre Public Eye Awards 2010 redlich verdient haben sich die nichtstaatliche Royal Bank of Canada sowie der Basler Pharmakonzern Roche. Auch die Online-Abstimmung für den Publikumspreis mit über 20'000 Teilnehmern konnte Roche nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen gegen GDF/Suez für sich entscheiden. Der erste „Greenwash Award“ geht derweil an das höchst fragwürdige UNO-Wassermandat. Am elften Public Eye in Davos haben Greenpeace Schweiz und die EvB zwei Unternehmen und eine Institution „ausgezeichnet“, deren verantwortungsloser Umgang mit Menschen und Umwelt die Schattenseiten eines von Profitdenken getriebenen, ungezügelten Ultraliberalismus zeigt. „Die andauernde Finanzkrise hat die Systemfehler des Kapitalismus, wie wir ihn kannten, schonungslos offen gelegt und dadurch erst wirklich therapierbar gemacht“, stellte Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph E. Stiglitz per Videobotschaft – statt wie geplant vor Ort – fest. Der Vordenker rechtlich verbindlicher Regeln für transnationale Konzerne warnte aber zugleich davor, dass „die Marktfundamentalisten bereits wieder Morgenluft wittern“ und versuchen, „die zu neuem Selbstbewusstsein erwachte Politik erneut zu schwächen“. Die Royal Bank of Canada gewinnt den diesjährigen „Global Award“. Am Pranger steht das umsatzstärkste Unternehmen Kanadas wegen seiner Rolle als weltweit führender Financier der Ölsandkonzerne. Diese fördern in der Provinz Alberta auf einer Fläche grösser als die Schweiz und Österreich zusammen das dreckigste Rohöl der Welt. In seiner Laudatio berichtet Brant Olson vom kalifornischen Rainforest Action Network von „einer der grössten Umweltsünden des 21. Jahrhunderts“ und fordert deren Hauptgeldgeber zur „endgültigen Abkehr von dieser mittelalterlichen Klimakiller-Industrie“ auf.Weitere Infos ( Abstimmungsresultate und Laudatios) auf www.publiceye.ch Kontakt: Oliver Classen, Erklärung von Bern, Tel. +41 44 277 70 06, oliver.classen@evb.ch Bruno Heinzer, Greenpeace, +41 79 400 88 31, bheinzer@ch.greenpeace.org www.evb.ch/p25017060.html
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27.01.10 Obama bewirbt sich bei Attac Einst waren wir alle umherziehende Jäger und Sammler. Lang währte ein solches Leben nicht, aber man war unter Gleichen. Dann wurden wir sesshaft. Wer mehr Grund und Boden für sich beanspruchte, lebte besser. Sehr viel später lebte noch besser, wer mit den Grundbedürfnissen nach Nahrung und Lebensraum virtuell umging. Der Geldverleiher war geboren. Am besten lebt heute der, der daraus ein für den Durchschnittsbürger undurchschaubares hypervirtuelles Geschäft macht: der Investmentbanker. Ohne die Geldverleiher ist nicht nur unsere westliche Gesellschaft nicht mehr denkbar. Aber spätestens seit der Finanzkrise ist auch für sogenannte konservative Politiker wie Merkel klar, daß es so nicht weitergehen kann. Nun hat sich der mächtigste Mann der westlichen Welt entschlossen, der Wall Street den Kampf anzusagen. Mit seinem Vorhaben bewirbt er sich zwar nicht zwangsläufig um den Vorsitz bei Attac – allerdings nimmt er direkt oder indirekt ihre Systemkritik in sein Regierungshandeln auf. Das lässt hoffen. Kampf dem Finanz-Terror: Der Beginn eines Systemwandels, also der Abschied vom Glauben an das ewigwährende Wirtschaftswachstum ist das noch nicht. Aber immerhin ein Anfang. Stepp by stepp. Ulrich Schäfer kommentiert heute auf SZ.ONLINE die neue Strategie Obamas; „US-Präsident Barack Obama will den Bankern zeigen, dass ihre Logik des ungezügelten Markts und der dicken Boni nicht auf Dauer trägt. Doch dieser Krieg ist ungleich schwerer zu führen als der in Afghanistan und im Irak.“(SZ-ONLINE/gbk) www.sueddeutsche.de/,tt2m1/finanzen/128/501384/text/
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26.01.10 Weniger Touristen auf den Kanaren: Beton oder Finanzkrise? „Auf den Kanaren bleiben die Touristen aus“ titelt heute Alfred Hackensberger auf WELT.DE. Nicht nur Frau Hendriks von der Bodega Chupadero (La Geria/Lanzarote) müsse kleinere Brötchen backen und habe gerade ihren Koch entlassen. „2009 kamen 600.000 Touristen weniger als im Vorjahr auf die Kanarischen Inseln. Ein Rückgang von rund 15 Prozent. Für eine Ökonomie, die zu 80 Prozent vom Tourismus lebt, ist das ein herber Schlag. Allein in den ersten neun Monaten 2009 mussten 5000 kleine und mittlere Unternehmen schließen.“ Ein Leser kommentiert dazu: „Das könnte auch was mit zubetonierter Landschaft und drittklassigen Stränden zu tun haben!“ Wir sehen es etwas anders. An dem heftigen Einbruch 2009 ist sicher die Finanzkrise schuld. Sie hat auch andernorts – etwa auf Mallorca – zu dramatischen Rückgängen geführt. Was insbesondere Lanzarote angeht – siehe unsere Dokumentation unter www.landusewatch.info/40573/40878.html - sind es auch nicht vermeintlich drittklassige Strände (Famara, Papagayos). Es sind vielmehr zugebaute Strände und wachsende Touristensiedlungen, die immer mehr Touristen von einem Kanarenbesuch abhalten. Weniger ist mehr. Dieses Motto von Cesar Manrique ist in den letzten 15 Jahren im Keller verschwunden. Es wurde gebaut, was die Betonmischer hergaben. Mit dem Rückbau erster illegal errichteter Hotel- und Apartmentanlagen sollten Zeichen für eine Trendwende gesetzt werden. (Hackensberger/WELT.DE/gbk). www.welt.de/reise/article5978120/Auf-den-Kanaren-bleiben-die-Touristen-aus.html
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26.01.10 Raus aufs Meer! Endlich ist sie da, die ultimative Lösung aller Landnutzungsprobleme. Nach Mike, Zack und Jessy stach vor wenigen Tagen Abby Sunderland in See. Einmal drumherum um den geschundenen Planeten. Nichts wie hinterher. Was die 16jährige kann, können wir doch schon lange! Und nach der Rückkehr gibt’s ein Handgeld für ersparte Erschließungskosten und Infrastrukturaufwendungen – anteilig zum Durchschnittslebensalter. Nur die „Scorpions“ sollten an Land bleiben: „Werden ja nicht jünger.“ (Rudolf Schenker). gbk www.abbysunderland.com
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25.01.10 Las Vegas in Nigeria? Bis zum ersten April ist es noch eine Weile hin. der ewige Nobelpreisträgerkandidat und Wirtschaftstheoretiker Paul Michael Romer („Der irre Vorschlag eines genialen Wissenschaftlers“ titelt ftd.de) hat es folglich ernst gemeint:. Er will in der sogenannten Dritten Welt riesige Städte neu gründen. Der Plan geht so, fasst Laura Himmelreich für SPIEGEL.ONLINE heute zusammen: „Ein Entwicklungs- oder Schwellenland stellt eine unbesiedelte Fläche zur Verfügung. Einer oder mehrere Industriestaaten entwerfen den Gründungsvertrag, die Charta für die zu bauende Stadt. Die armen Länder liefern das Land, die reichen die Gesetze. Romers Theorie: Wenn die rechtlichen, politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen, kommt der Aufschwung von selbst.“ Wo doch alles so gut funktioniert in den westlichen Industriestaaten. Das letzte, was die Menschen diese Erde brauchen, ist mehr Wachstum, weniger Selbstbestimmung und die Unterordnung unter eine ihnen fremde Kultur. Genau dies ist aber die Basis des schlichten Romerschen Weltrettungskonzepts. Laura Himmelreich bat Steffen Angenendt (Migrationsexperte bei der Stiftung Wissenschaft und Politik – Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit www.swp-berlin.org ) um eine Stellungnahme: „Das sieht sehr nach einer Art Entwicklungsdiktatur aus, nach sozial-technokratischem Planungswahn … Das Konzept ähnelt Ideen, die schon vor 30 Jahren zu Recht in den Papierkorb gewandert sind." By the way: der Stanford-Professor arbeitet für die Hoover Institution on War, Revolution, and Peace www.hoover.org. Hört sich harmloser an, als es ist. Dahinter verbirgt sich ein äußerst einflussreicher konservativer think tank an der Stanford University in Kalifornien. Hier wird erdacht und fundiert, was Attac www.attac.de bekämpft. Zu den Fellows des Instituts gehören oder gehörten Politiker wie Margaret Thatcher, Ronald Reagan und Condoleezza Rice. (SPIEGEL-ONLINE/gbk). www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,668449,00.html Weitere Infos: www.chartercities.org http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Romer www.dw-world.de/dw/article/0,,5089580,00.html www.ftd.de/politik/international/:charter-cities-der-irre-vorschlag-eines-genialen-wissenschaftlers/50048804.html www.brandeins.de/uploads/tx_brandeinsmagazine/072_b1_10_09_interv_romer_01.pdf https://archive.harvardbusiness.org/cla/web/pl/product.seam?c=2275&i=2277&cs=7b9e2623ca9d337e9e6dd0e21012b011
Im Original liest sich die Idee so: “Charter Cities Charter cities offer a truly global win-win solution. These cities address global poverty by giving people the chance to escape from precarious and harmful subsistence agriculture or dangerous urban slums. Charter cities let people move to a place with rules that provide security, economic opportunity, and improved quality of life. Charter cities also give leaders more options for improving governance and investors more opportunities to finance socially beneficial infrastructure projects. All it takes to grow a charter city is an unoccupied piece of land and a charter. The human, material, and financial resources needed to build a new city will follow, attracted by the chance to work together under the good rules that the charter specifies. Action by one or more existing governments can provide the essentials. One government provides land and one or more governments grant the charter and stand ready to enforce it. What might a charter city look like? The concept of a charter city is flexible. Consider three specific examples: Case 1: Canada develops a Hong Kong in Cuba Case 2: Indonesians flock to a manufacturing hub in Australia Case 3: States in India compete for the chance to build a charter city The key in each case lies in timing. The charter comes first, then residents, investors, and employers each decide whether to come live under the rules that it specifies. Historically, the ability to vote with one’s feet has been a powerful force for progress. Charter cities offer a chance to amplify it, dramatically improving the rate at which people get access to better rules. For residents and employers, a key protection is the ability to exit as well as to enter the new cities. For investors in long-lived infrastructure projects, exiting is not an option. Some of the most important and most challenging rules are those that enforce long-term contracts that prevent both expropriation of investors and exploitation by investors. How can we maximize the number of people living and working under better rules? The default process involves change from within. A given group of people participate in a political process that can, in principle, generate change. Since a change in the rules applies to everyone, change from within always involves a mixture of consultation and threatened coercion. As a result, attempts at change from within regularly end in deadlock and persistence of the status quo. Imagine an alternative process in which people can migrate from a society with bad rules to another society with better rules. In this case, the rules in both places stay the same but people move between them. The process of movement between can be more effective than the process of change from within. Just as important, the presence of movement between creates pressures that speed up change from within. Today’s world offers little chance for large-scale migration. The hundreds of millions of people who want to move to places with better rules aren’t allowed in. Charter cities will become the places where they can go. Cities are the right scale for implementing entirely new rules. A coherent set of rules can let millions of people work together and create enormous value on a small tract of land. Because cities are also relatively self-contained, the internal rules in one can differ from the rules in all of its trading partners. Urbanization is the key to the predictable transformation from an economy where most people earn a precarious living in subsistence agriculture (doing great harm to the environment in the process) to one in which most people work in manufacturing and services. The transformation is inevitable; current estimates suggest that an additional 3 billion people will move to cities this century. The quality of their lives will depend on whether these are well-run cities with good rules, or dysfunctional cities with bad rules. Many people continue to move into urban slums with no running water, high crime rates, few steady jobs, and sewage in the streets. The embedded, interlocking systems of bad rules that lead to this type of dysfunction will be exceedingly difficult for existing cities to change from within. A new charter city offers a speedier path to better rules. People who live there, even people who start out earning very little, can live in housing that is safe and sanitary, send their children to school, find work, and live free from fear of crime. All it takes is better rules. We already know what many of these rules are. We already know how to enforce them. Charter cities can create places where the hundreds of millions of people on the bottom rung of economic life could go live and work under these kinds of rules. “ www.chartercities.org/concept
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24.01.10 Prof. Dr. Kurt Biedenkopf, das ewige Wachstum und die endlichen Ressourcen Er hat den Job gemacht, den Heiner Geissler (damals noch CDU-General) nicht wollte – und ihm anbot: den Sachsen ein Landesvater zu sein. Nun treffen sich beide wieder: in ihrer Wachstumskritik. Während Heiner Geissler schon lange – nicht eben leises – Mitglied bei Attac ist, outet sich Biedenkopf erst jetzt als fundamentaler Kritiker des naiven Wachstumsglaubens. Angesichts der hassadeurhaften Operation, die Merkel und Westerwelle mit diesem Land vorhaben, sicher keine Sekunde zu früh. Ob es hilft? „Wir produzieren inzwischen nicht, um Nachfrage zu befriedigen, sondern wir erzeugen Nachfrage, damit wir produzieren können.“ Der Konsum werde zur Schlüsselfrage erklärt. So Biedenkopf heute gegenüber WELT.DE. Es gehe gar nicht mehr darum, ob die Leute das, was sie konsumieren, auch wirklich brauchen. „Ich habe nichts gegen Wachstum. Ich habe aber etwas gegen Wachstum, wenn es zu Lasten der Staatsfinanzen geht. Dann leihen wir uns das Wachstum von der kommenden Generation, um unsere gegenwärtigen Probleme zu erleichtern.“ Gleiches gelte für ein Wachstum zu Lasten endlicher Ressourcen. Auch dann werde die Zukunft in Anspruch genommen. www.welt.de/politik/deutschland/article5962344/Der-Irrglaube-der-Demokratie-an-ewiges-Wachstum.html
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23.01.10 Auf der falschen Schiene In einem Leitartikel zur Bahn befasst sich Frank-Thomas Wenzel auf FR-ONLINE. anlässlich der jüngsten Forderung des WWF, die Bahnkapazität zu verdoppeln, mit dem jämmerlichen Zustand der Bahn: „Die Bahn ist lahm. Woran liegt das? Die Antwort ist einfach. An der Bahnpolitik. Die ist zu einer Art Restposten verkommen. Deshalb gibt es einen Bundesverkehrswegeplan, der offenbar nur noch ein unverbindliches Sammelsurium darstellt.“ Er unterstützt die Forderung des WWF und will einen Masterplan fürs Bahn-Netz. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Zum Wohle der Wiesen, Weiden und Wälder. Und weil die Regierung sonst ihr Klimaschutzziel nicht erreichen wird. Vielleicht wäre - neben dem Masterplan - auch eine gute Idee, die Bahn nicht Managern zu überlassen, die aus der Luftfahrt- und Automobilindustrie kommen. www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/2215489_Leitartikel-zur-Bahn-Auf-der-falschen-Schiene.html
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22.01.10 Tödliche Felder Gentechnik statt Bio in der Baumwolle: Die Berichte über falsch beworbene Mode bei H&M, C&A und Tchibo lenken den Blick auf indische Bauern. Die Industrie dreht ihnen Dünger und Gentechnik an, treibt sie so in die Verzweiflung. Und nicht selten in den Tod. Aus Indien - dem mit 22,16 % der Weltproduktion größten Baumwollproduzenten - berichtet Christine Möllhoff für FR-ONLINE. Die lange Wachstumszeit der Baumwolle erfordert nach der Ente eine rasche Feldbestellung und Neuaussaat. Daher ist der Anbau von Zwischenfrüchten zur Verbesserung der Bodenqualität und zur Unterdrückung von Unkräutern kaum möglich. Besonders auf großen Flächen wird Baumwolle oft ohne Fruchtwechsel mit anderen Nutzpflanzen angebaut. Infolge dieser Monokulturen ist die großflächige Baumwollproduktion stark von Pflanzenschutzmitteln abhängig. Baumwolle gilt als das landwirtschaftliche Produkt mit dem höchsten Einsatz an Chemikalien. Auf Baumwolle entfallen etwa 25 % des weltweiten Insektizid- und 10 % des Pestizidmarktes. Einige Baumwollbauern setzen auf ökologischen Anbau, so dass es heute auch Bio-Baumwollprodukte auf dem Markt gibt. Bio-Baumwolle hält mit ca. 60.000 t Weltproduktion einen Anteil von nur 0,2 % des Weltmarktes. Einige Baumwollbauern setzen auf ökologischen Anbau, so dass es heute auch Bio-Baumwollprodukte auf dem Markt gibt. Bio-Baumwolle hält mit ca. 60.000 t Weltproduktion einen Anteil von nur 0,2 % des Weltmarktes. Es ist daher kein Wunder, wenn Betrüger diese Situation ausnutzen. Hundert Prozent ökologisch angebaute Baumwolle" - so wirbt H&M für die Produktlinie Organic Cotton. Doch die Modekette ist wohl Opfer eines Betrugs in "gigantischem Ausmaß", wie es Sanjay Dave, Direktor der indischen Agrarbehörde Apeda, formuliert. Weitere Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Baumwolle www.fr-online.de/top_news/2224392_Baumwolle-Anbau-in-Indien-Toedliche-Felder.html Katharina Paulitsch, Caroline Baedecker, Bernhard Burdick: Am Beispiel Baumwolle: Flächennutzungskonkurrenz durch exportorientierte Landwirtschaft. Wuppertal Paper Nr. 148 (September 2004), (Download über www.wupperinst.org )
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22.01.10 "Vereinigung zur Besteuerung von Finanztransaktionen im Interesse der BürgerInnen" – 10 Jahre Attac In Frankfurt/Main beschließen am 22. Januar 2000 Mitglieder von rund 50 NGOs aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, ein „Netzwerk zur demokratischen Kontrolle der internationalen Finanzmärkte“ zu gründen. Dieses soll eng mit der Den Anstoß zur Gründung gab ein Leitartikel von Ignacio Ramonet, der im Dezember 1997 in der Zeitung Le Monde diplomatique veröffentlicht wurde und die Gründung einer Association pour une taxe Tobin pour l'aide aux citoyens (deutsch: „Vereinigung für eine Tobin-Steuer zum Nutzen der Bürger“) vorschlug. im Jahr 1998 gegründeten französischen Organisation Attac zusammenarbeiten. Attacs Hauptkritik an den „Kräften der neoliberalen Globalisierung“ (im Sprachverständnis von Attac zu unterscheiden von kultureller, ökologischer, politischer Globalisierung) ist, dass diese das Versprechen eines „Wohlstands für alle“ nicht habe einlösen können. Im Gegenteil: Die Kluft zwischen Arm und Reich werde immer größer, sowohl innerhalb der Gesellschaften als auch zwischen Nord und Süd. Motor dieser Art von Globalisierung seien die internationalen Finanzmärkte. Banker und Finanzmanager setzten täglich Milliardenbeträge auf diesen Finanzmärkten um und nähmen über ihre Anlageentscheidungen immer mehr Einfluss auf die gesellschaftliche Entwicklung. Damit würden die Finanzmärkte letztendlich die Demokratie untergraben. Zum 10jährigen Geburtstag der NGO sind Attac-Forderungen Mainstream. „Die Kritik am freien Fluss der Geldströme ist in den Parteien angekommen. Und es ist nicht mehr Ignacio Ramonet, sondern Bundespräsident Horst Köhler, der den Markt ein Monster nennt“ (FR-ONLINE). Roger Willemsen gratuliert heute auf SUEDDEUTSCHE.DE: "In Attac steckt etwas wie die Wiedergeburt der außerparlamentarischen Opposition, also eine schlüssige Antwort auf die trostlose Selbstbezüglichkeit der politischen Parteien. Attac ist jünger, wendiger, angriffslustiger und in den wichtigsten Fragen leidenschaftlicher und couragierter als diese. Diese Demokratie braucht zum Selbsterhalt Organisationen, die mehr von der Politik verlangen, als Wachstumsförderungsgesetze und Heimwehzulagen." Weitere Infos: www.attac.de http://de.wikipedia.org/wiki/Attac http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/politik/473/500737/bilder/ www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,673481,00.html http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,672755,00.html www.heise.de/tp/blogs/8/146933 www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2224423_Zehn-Jahre-Attac-in-Deutschland-Gemeinsam-gegen-das-Monster.html www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/alle-sind-attac-und-nun
„10 Jahre Attac - 10 von Vielen! Nix läuft wie es soll. Es trifft immer die am unteren Ende. Wer an den Finanzmärkten schon fleißig an der nächsten Krise strickt, kann wieder ordentlich Geld machen. Banken werden mit Steuergeldern gerettet, die uns allen fehlen werden. Im Welthandel geht`s ungerecht zu, die armen Länder werden erpresst und über den Tisch gezogen. Atomkraft soll wieder eine Option sein. Konzerne greifen nach öffentlichen Gütern, und Bildung soll Geld kosten. Wir haben hier eine Zweiklassenmedizin, und viele Millionen Menschen haben weltweit gar keine ärztliche Versorgung, während Pharmakonzerne fleißig verdienen. Flüsse und Seen werden privatisiert – die Welt verkommt eben doch zur Ware. Dabei machen wir nicht mit. Diese Verhältnisse passen uns nicht. Es gibt vieles, was wir dagegen tun können. Hinhören, nachdenken, sich interessieren, sich einmischen – und schließlich: die Verhältnisse rocken, die Welt ändern. Das versuchen wir mit Attac auf ganz unterschiedliche Weise. Wo auch immer Dein Platz in dieser Welt ist, Du hast die Wahl: Rock die Verhältnisse!“ www.attac.de/aktuell/10-von-vielen
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21.01.10 Was für ein Murks Ok, wer ist schon unfehlbar. Was da der Weltklimarat (IPCC) 2007 abgeliefert hat, ist mit Allzumenschlichem vielleicht erklärbar, entschuldbar ist es nicht. Jedenfalls hat ein winziger Abschnitt des Weltklimaberichts („Stand der Klimaforschung“) der Klimawissenschaft und all denen, die in und von der Politik energische Maßnahmen gegen den Klimawandel fordern, einen Bärendienst erwiesen. Jahre später hat irgendjemand den Bericht wirklich gelesen. Und nun ist der Teufel los. Ein ganz eklatanter Fall von Schlamperei ist ans Licht gekommen, berichtet unter anderen Ulf von Rochhaupt auf FAZ.ONLINE unter dem schönen Titel „Voodoo statt Wissenschaft“ Er zitiert den IPCC-Bericht der Arbeitsgruppe II (zehntes Kapitel, Seite 493): „Die Gletscher des Himalaja ziehen sich schneller zurück als in irgendeinem anderen Teil der Welt und wenn die gegenwärtige Rückzugsrate anhält, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sie im Jahr 2035 verschwunden sind, wenn die Erde sich mit der gegenwärtigen Rate erwärmt“. Sprachlich gekonnt kommentiert Rochhaupt: „Dieser doppelte Konditionalsatz ist nicht nur sprachlich ziemlicher Murks sondern auch inhaltlich falsch. Und das Schlimme daran: Jeder mit etwas Grundkenntnissen in Glaziologie und einigen Informationen darüber, wie dick die Gletscher des Himalaja nun sind, hätte stutzig werden müssen. Im Rahmen der bekannten Naturgesetze können sie gar nicht so schnell schmelzen, egal wie stark die Treibhausgasemissionen steigen.“ Ende der Durchsage. Nun ist der Bericht angesichts vieler Meldungen und wissenschaftlicher Beiträge zum Klimawandel betagt. Und niemandem soll das aufgefallen sein? Das erinnert mich ein wenig an das Wegschauen der Linken in Zeiten der Schwarzweißmalerei des Systemwettbewerbs „Kommunismus/Kapitalismus“. Diese Art von Gefolgstreue in Glaubenskriegen können und sollten wir uns nach zweihundert Jahren abendländischer Aufklärung nicht leisten. Zumal es – da hat Wolf Schneider („Der Mensch – eine Karriere“) - recht – neben dem Klimawandel noch einige klitzekleine Problemchen gibt, denen sich die Menschheit zuwenden sollte. Was Schneider nicht sieht: mit dem Klimawandel haben sie schon zu tun. In Beziehung zu ihm lassen sich Armutsflüchtlinge, Hunger und Elend in vielen Teilen der Welt allerdings nur setzen, wenn seriöse Wissenschaft und nicht Voodoo Entscheidungsgrundlage bleibt. Verblödete, betriebsblinde, ehrgeizige und um Pfründe besorgte Wissenschaftler (siehe E-Mail-Affaire) sind allerdings keine guten Ratgeber. Hier sollte ein Selbstreinigungsprozess Klarheit schaffen. Jagt sie aus dem Dorf. Sie müssen nicht unbedingt geteert und gefedert werden. Aber hallo: wenn, dann wäre ich gerne dabei. Ansonsten ist die Politik – also der Staat letztendlich - gefragt. Auch wenn hierzulande bei einigen Politikern – die mit dieser Behauptung gutes Geld verdienen - der Staat als verblödet gilt. (FAZ/gbk) www.faz.net/s/RubC5406E1142284FB6BB79CE581A20766E/ Doc~E09B1CAA42E104CF0871A0070CB979A7B~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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20.01.10 Baustopp für Aldi, Lidl und Co Das Bundesverwaltungsgericht hat den Kommunen untersagt, neue Filialen von Discountern zu genehmigen – wenn dadurch bestehende Geschäfte geschädigt werden. Richard Haimann befasst sich unter dem Titel „Baustopp treibt Discounter aufs platte Land“mit den Konsequenzen. Experten bezweifelten, dass durch das Urteil der Expansionsdrang der Billigläden gestoppt wird – zumal es in der Hauptsache die vorinstanzlichen Urteile lediglich bestätige.www.welt.de/wirtschaft/article5914831/Baustopp-treibt-Discounter-aufs-platte-Land.html Die Presseerklärung des Bundesverwaltungsgerichts nachfolgend im Original: Schutz der verbrauchernahen Grundversorgung: Presseerklärung Nr. 92/2009 zu BVerwG 4 C 1.08; BVerwG 4 C 2.08 17.12.2009 „Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat heute in zwei Verfahren entschieden, dass auch sog. Nahversorgungsbereiche zentrale Versorgungsbereiche sein können, die vor schädlichen Auswirkungen durch Einzelhandel außerhalb dieses Bereichs zu schützen sind. Geklagt hatten zwei Lebensmitteldiscounter, die sich gegen die Versagung einer Baugenehmigung bzw. eines Vorbescheids für die Errichtung eines Lebensmitteleinzelhandelbetriebs in München bzw. Köln wenden. Nach § 34 Abs. 3 BauGB dürfen von Bauvorhaben, die innerhalb eines im Zusammenhang bebauten Ortsteils an sich zulässig sind, keine schädlichen Auswirkungen auf zentrale Versorgungsbereiche in der Gemeinde oder in anderen Gemeinden zu erwarten sein. Ziel ist die Erhaltung gewachsener städtebaulicher Strukturen und die Entwicklung integrierter Lagen auch im Interesse der verbrauchernahen Versorgung. Zentrale Versorgungsbereiche sind nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts räumlich abgrenzbare Bereiche einer Gemeinde, denen auf Grund vorhandener Einzelhandelsnutzungen - häufig ergänzt durch diverse Dienstleistungen und gastronomische Angebote - eine Versorgungsfunktion über den unmittelbaren Nahbereich hinaus zukommt. Das Bundesverwaltungsgericht hat die Auffassung der Vorinstanzen bestätigt und klargestellt, dass auch solchen Einkaufsbereichen eine Funktion als zentraler Versorgungsbereich zukommen kann, die ein im Wesentlichen fußläufig erreichbares Einzugsgebiet haben und der Nahversorgung dienen. In dem Kölner Fall hat es zudem die Auffassung des Oberverwaltungsgerichts bestätigt (BVerwG 4 C 2.08), wonach bei der Prognose, ob schädliche Auswirkungen zu erwarten sind, auch berücksichtigt werden könne, dass die Funktionsfähigkeit des Nahversorgungsbereichs bereits durch zwei andere nahe beieinander liegende Lebensmittelmärkte vorbelastet sei. In dem anderen Fall (BVerwG 4 C 1.08) hat das Bundesverwaltungsgericht den Rechtsstreit dagegen an den Verwaltungsgerichtshof zur erneuten Würdigung der tatsächlichen Umstände zurückverwiesen, weil dieser sich bei der Prognose der städtebaulichen Auswirkungen des Vorhabens allein an Schwellenwerten orientiert hat, die er den raumordnungsrechtlichen Regelungen des Landesentwicklungsprogramms entnommen hat. Solche landesplanerischen Zielvorgaben sind jedoch für die Beurteilung der baurechtlichen Zulässigkeit eines einzelnen Vorhabens am Maßstab des § 34 Abs. 3 BauGB ungeeignet. BVerwG 4 C 1.08 und 4 C 2.08 - Urteile vom 17. Dezember 2009“ www.bundesverwaltungsgericht.de
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19.01.10 Klimakiller Abholzung - Presseerklärung "ifo Institut veröffentlicht Daten zum Verlust von Waldflächen weltweit Größte Abholzungen in den Tropenländern, Aufforstung in China Rodungen von Ur- und Regenwäldern besonders klimaschädlich Die globale Waldfläche ist im Zeitraum zwischen 1990 und 2005 um drei Prozent geschrumpft. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Verlust von 0,2 Prozent oder 20.000 Hektar am Tag. Wie die Veröffentlichung des ifo Instituts jetzt zeigt, ist die Entwicklung der Waldflächen jedoch regional sehr unterschiedlich. Besonders viel Wald ist in den vergangenen Jahren in den tropischen Ländern (speziell Brasilien, Indonesien und Sudan) abgeholzt worden. Obwohl die Waldflächen in Brasilien mit einer jährlichen Rate von minus 0,6 Prozent längst nicht so schnell schrumpfen wie in Indonesien (minus zwei Prozent jährlich), fällt dieser Verlust durch den hohen Anteil Brasiliens an der weltweiten Waldfläche stark ins Gewicht. Allein Brasilien und Sudan sind zusammen für 47 Prozent des jährlichen Rückgangs der weltweiten Waldflächen verantwortlich. Eine wesentliche Ursache ist der wachsende Flächenbedarf für die Produktion von Biokraftstoffen aus Palmöl, Soja und Zuckerrohr sowie für die Rinderzucht. Positive Entwicklungen sind hingegen in China und Ruanda zu verzeichnen. In China wurde im Jahr 2002 ein zehnjähriges Aufforstungsprogramm gestartet. In den letzten Jahren nahm die Waldfläche dadurch jährlich um rund vier Millionen Hektar zu (2,2 Prozent). Damit hat China einen Anteil von 73 Prozent am weltweiten Waldzuwachs. In Ruanda wurden nach der großen Abholzungswelle durch die Bürgerkriegsflüchtlinge von 1994 in den Jahren von 2000 bis 2005 jährlich 6,9 Prozent der Waldfläche wieder aufgeforstet. Für das Klima besonders schädlich ist die Rodung von Urwäldern und tropischen Regenwäldern, da diese sehr viel Kohlenstoff speichern. Allein durch Brandrodungen werden weltweit pro Jahr ca. 650 Mio. Tonnen CO2 freigesetzt. Insgesamt trägt die Entwaldung mit 20 Prozent zu der Emission von Treibhausgasen bei. Neben dem Schutz der bestehenden Wälder kommt der Aufforstung eine besondere Bedeutung zu. Da Wälder C02 langfristig speichern, ist die Anpflanzung von Bäumen eine der wenigen Möglichkeiten, das Weltklima positiv zu beeinflussen. Publikation: Jana Lippelt Kurz zum Klima: Klimakiller Abholzung? Pressekontakt: Stefan Schott E-Mail: schott@ifo.de " www.cesifo-group.de/portal/page/portal/ifoHome/e-pr/e1pz/_generic_press_item_detail?p_itemid=11800810
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19.01.10 Drei von vier Bundesbürgern sind „unmittelbar gefährdet“ Deutsche Umweltstiftung stellt neuen AKW-Gefährdungsatlas vor - Presseerklärung „Beklemmend“ nennt Jörg Sommer, Vorstandssprecher der Deutschen Umweltstiftung, das Gefühl, welches sich ihm beim ersten Blick auf den AKW-Gefährdungsatlas aufdrängte. Eine Arbeitsgruppe der Umweltstiftung ermittelte in mehrwöchiger mühevoller Kleinarbeit die Bevölkerungszahlen in den Gefährdungsregionen der aktuell in Betrieb befindlichen deutschen Kernkraftwerke. Berücksichtigt wurde dabei die Wohnbevölkerung in einem Umkreis von jeweils 150km. Dabei ergaben sich gefährdete Bevölkerungszahlen zwischen 5,4 Millionen (Gundremmingen) und bis zu 11,8 Millionen (Neckarwestheim). Besonders gefährdet sind die Menschen um Bremen, die im unmittelbaren Einzugsbereich von bis zu 6 AKWs leben müssen. Die so ermittelten Zahlen sind Untergrenzen, da durch einen größten anzunehmenden Unfall weit mehr Bürgerinnen und Bürger in einem mehrfach erweiterten Umkreis durch die frei gesetzten radioaktiven Strahlen betroffen sein könnten, also um ihre Gesundheit und im schlimmsten Fall um ihr Leben fürchten müssten. Laut Projektleiter und Vorstandsmitglied Hans Günter Schumacher führt das Projekt „in erschreckender Deutlichkeit vor Augen, dass sich die politisch Verantwortlichen in Regierungen und Parlamenten, insbesondere aber die großen Energiekonzerne EnBW, E.ON, RWE und Vattenfall nach unserer Auffassung nicht nur unverantwortlich, sondern menschenverachtend, gegenüber den Millionen möglicherweise betroffener Menschen verhalten, wenn in einem so dicht besiedelten Land wie Deutschland, aber auch in Europa, weiterhin Atomkraftwerke betrieben werden.“ Die Deutsche Umweltstiftung fordert deshalb die Bundesregierung, den Deutschen Bundestag und Bundesrat nachdrücklich auf,endgültig einen Schlussstrich unter die weitere Nutzung der Atomenergie zu ziehen,demgemäß keiner Laufzeitverlängerung der siebzehn Atomkraftwerke zuzustimmen,eine sofortige Stilllegung der sieben ältesten Atomkraftwerke AKW Biblis A und B, Brunsbüttel, Neckarwestheim 1, Isar 1, Philippsburg 1 und Unterweser zu veranlassen,Hermesbürgschaften für den Export von Atommüll ins Ausland zu versagen,Subventionen für Betreiber von Atomkraftwerken zu streichen und das Atomforum unverzüglich aufzulösen,der Nutzung regenerativer Energien einen absoluten Vorrang gesetzlich auch in Zukunft einzuräumen.die großen Energiekonzerne dazu zu verpflichten, ihre Milliardengewinne und Rücklagen ausschließlich zugunsten der Nutzung regenerativer Energien einzusetzen.Und den Herrn Bundespräsidenten bittet die Deutsche Umweltstiftung, die Verfassungsmäßigkeit einer ihm vorgelegten Novelle zum Atomgesetz prüfen zu lassen und solange seine Unterschrift zu versagen, bis eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes vorliegt. Der aktuelle AKW-Gefährdungsatlas der Deutschen Umweltstiftung kann über deren Homepage www.deutscheumweltstiftung.de gegen eine freiwillige Spende bestellt werden. AKW-Gefährdungsatlas 2010Erläuterungen zum Gefährdungsatlas (PDF)Gefährdungspotential für die Wohnbevölkerung durch Atomkraftwerke (PDF) Deutsche Umweltstiftung, Postfach 1355, D-76713 Germersheim Tel. +49(0)7274 – 4767, Fax +49(0)7274 – 77302 www.deutscheumweltstiftung.de
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19.01.10 Wiederaufbau Haiti: Naturkatastrophe trifft auf Wirtschaftsliberalisierung Im März soll die Wiederaufbaukonferenz in Kanada unter dem Vorsitz von US-Präsident Barack Obama seinem brasilianischen Kollegen Luiz Inacio Lula da Silva stattfinden. Nach Ansicht der Dominikanischen Republik benötigt Haiti rund zehn Milliarden Dollar für den Wiederaufbau. SZ-ONLINE sprach heute mit Prinz Felix zu Löwenstein, (Agrarökonom, Ökolandwirt und Präsident des Dachverbandes der deutschen Biolebensmittelwirtschaft BÖLW). Er hat Löwenstein hat in den achtziger Jahren als Entwicklungshelfer in Haiti gearbeitet. Er meint, es sei naiv zu glauben, dass sich mit Hilfe von Geld und Technologie irgendwie alle Probleme lösen lassen. Das Land hae zudem den Punkt, an dem noch eine Umkehr möglich gewesen wäre, längst hinter sich gelassen. SZ fragt dataufhin „Meinen Sie damit den Raubbau an der Natur?“. Daraufhin Löwenstein; „Ja. Ein großer Teil des fruchtbaren Ackerbodens wurde ins Meer gespült. Die massive Abholzung auf der Insel hat dramatische regionale Klimaveränderungen ausgelöst. So ist der Nordosten des Landes, das einmal eines der ertragreichsten Anbaugebiete der gesamten Karibik war, zur Wüste geworden. Haiti wird deshalb für immer auf den Import von Nahrungsmitteln angewiesen sein.“ www.sueddeutsche.de/,ra3m1/wirtschaft/228/500493/text/ Schon vor dem Erdbeben entwickelte das ehemals selbstversorgende Haiti im Zuge der von den internationalen Finanzinstitutionen in den 1980ern auferlegten Strukturanpassungsprogramme eine starke Abhängigkeit von Lebensmittelimporten. Die 2008 gegründete Bauernallianz, die sich u. a. aus den landesweiten Bewegungen Tèt Kole Ti Peyizan und Mouvman Peyizan Nasyonal Kongre Papay (MPNKP) sowie regionalen Organisationen zusammensetzt, forderte vor dem Bebenbei steht vor allem die Beendigung der Abhängigkeit von Importen bei Nahrungsmitteln. Die haitianische Landwirtschaft sollte nach Jahrzehnten der neoliberalen Strukturanpassung und der daraus folgenden Hungerkrise wieder in die Lage versetzt werden, die eigene Bevölkerung zu ernähren. www.oneworld.at/start.asp?ID=226776. Das dürfte vorerst wieder in weite Ferne gerückt sein.
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18.01.10 Teilsieg für den Umweltschutz: Gericht in Thailand stoppt Industrieprojekte wegen Normverletzungen In Thailand ist erstmals das Primat wirtschaftlicher Entwicklung gegenüber Umwelt- und sozialen Komponenten gekippt worden. Ein Gericht hat 76 Industrieprojekte gestoppt, wie Thomas Berger aus Bankog berichtet. www.neues-deutschland.de/artikel/163190.teilsieg-fuer-den-umweltschutz.html
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17.01.10 Failed State Haiti: Angst vor Hungerrevolten im Agrarland Haiti ist das einzige Land des amerikanischen Doppelkontinents, das zu den am wenigsten entwickelten Ländern gezählt wird. Zur schwachen Wirtschaft kommt eine instabile politische Lage mit zahlreichen Unruhen, weshalb im letzten Jahrzehnt über drei Millionen Haitianer ausgewandert sind. Als am 12. Januar 2010 Haiti ein Erdbeben der Stärke 7 erschütterte, brach die gesamte Infrastruktur des ärmsten Landes der westlichen Hemisphäre zusammen. Das Land ist ein überbevölkerter Agrarstaat mit dem geringsten Pro-Kopf-Einkommen Lateinamerikas. Etwa zwei Drittel der Bevölkerung Haitis leben von der Landwirtschaft. Hauptprodukte sind Kaffee, Mangos, Rohrzucker, Sorghumhirse und Holz. Fast alle anderen Nahrungsmittel müssen im großen Umfang importiert werden. Etwa 1/3 des Landes wird landwirtschaftlich genutzt, jedoch sind große Flächen an Ackerfläche durch Abholzung und Erosion verloren gegangen. Mangos und Kaffee werden in erster Linie für den Export angebaut. In der Kolonialzeit galt Haiti als eines der reichsten Länder der Karibik. Florian Rötzer heute zu den Folgen des Erdbebens auf TELEPOLIS.DE: „Die Folgen des Erdbebens in Haiti haben erneut deutlich gemacht, welche Risiken lauern, wenn Kriege oder Katastrophen in Abwesenheit von verlässlichen und nicht korrupten staatlichen Strukturen ausbrechen. Haiti ist ein gefährdetes Land für Naturkatastrophen, Erdbeben oder Wirbelstürme können es immer heimsuchen, aber es ist seit Jahrzehnten auch ein Land, das nicht auf die Beine kommt, von Diktatoren beherrscht wurde, als Spielfigur im geopolitischen Machtspiel fungiert, aber auch als unwichtig gilt, weil es nichts als eine verarmte und junge Bevölkerung bietet.“ In den Jahrzehnten nach der Entdeckung der Insel Hispaniola durch Christoph Kolumbus im Jahr 1492 wurde die indigene Urbevölkerung dieser Insel, die Arawaks (auch Taínos genannt), fast vollständig ausgerottet. Im späten 17. Jahrhundert schließlich wurde die Insel durch afrikanische Sklaven, die auf den Zuckerplantagen eingesetzt wurden, wiederbevölkert. Florian Rötzer weiter: „Kaum vorstellbar ist derzeit, wie es in Haiti langfristig nach dem Medienhype und der absehbar vorüber gehenden weltweiten Aufmerksamkeit weiter gehen soll. Selbst wenn die geplante Geberkonferenz große Mittel für einen Wiederaufbau zur Verfügung stellen würde, ist die Frage, wie das Leben in der zerstörten Hauptstadt schnell wieder aufgebaut werden kann und wie man eine legitime und nicht korrupte Regierung einführen kann. Die letzten "Modelle", der Kosovo, Irak oder Afghanistan, machen wenig Hoffnung.“ Ähnlich skeptisch waren gestern auch Carsten Volkery und Anna Reimann auf SPIEGEL.ONLINE unter dem Titel:“Haiti und der Westen: Wie die Katastrophe zur Chance werden kann“. Zunächst verweisen sie auf die Verantwortlichkeit des Westens für die auch vor dem Erdbeben bereits marode Infrastruktur und das Elend: "Die internationale Gemeinschaft ist zu einem großen Teil verantwortlich für das Leiden, was sie nun bekämpfen will", sagt Peter Hallward, Autor des Buchs "Damming the Flood: Haiti, Aristide and the politics of containment". Die westliche Entwicklungsideologie der neunziger Jahre ("Washington Consensus") hatte in Haiti besonders schlimme Folgen. Unter anderem wurde die heimische Reisproduktion binnen weniger Jahre nahezu zerstört. Die US-Regierung unter Clinton verhalf dem vom Militär weggeputschten Präsidenten Jean-Bertrande Aristide 1994 wieder ins Amt - aber nur unter der Bedingung, dass er den Importzoll für Reis von 50 auf 3 Prozent reduziert. Bis dahin hatte Haiti vier Fünftel seines Reisbedarfs aus eigenem Anbau gedeckt. Nach dem Fall der Zollschranke schwemmten US-Firmen die Insel mit Billigimporten. Der Preisverfall machte 40.000 Bauern arbeitslos. Heute importiert Haiti mehr als zwei Drittel seines Reises“. Das Versprechen, der freie Welthandel – der frei nur für wenige war –bringe Wohlstand für alle, hat sich längst als Lüge erwiesen. Die Reichen wurden immer reicher – während die Armut weltweit zunahm (siehe Berichterstattung zur Welthungerkonferenz letztes Jahr in Rom. Die Folgen der Rücksichtslosigkeit, mit der die G8-Staaten die Interessen ihrer Konzerne durchsetzten ist am Beispiel Haitis nunmehr auf den Bildschirmen rund um den Globus zu sehen. Experten fordern jetzt eine Art Marshall-Plan, der endlich das Elend beendet. Dazu Carsten Volkery und Anna Reimann: „Die Geschichte bietet reichlich Anlass zum Zweifeln - aber vielleicht klappt es ja diesmal tatsächlich. US-Präsident Barack Obama hat sich an die Spitze der internationalen Helfer gesetzt. Und auch Ban Ki-Moon und Bill Clinton haben schon ihren Besuch auf der Insel angekündigt. Sie könnten beweisen, dass die internationale Gemeinschaft aus ihren Fehlern gelernt hat.“ Klima- und Welthungergipfel geben allerdings keinen Anlass für Optimismus. (TELEPOLIS/SPIEGEL/WIKIPEDIA/gbk) Weitere Infos: www.heise.de/tp/blogs/6/146918 www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,672036,00.html http://debatte.welt.de/kommentare/184803/sprachlosigkeit+und+hoffnung www.heise.de/tp/blogs/6/146918 www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/2207023_Spendenliste-Hilfe-fuer-Haiti.html http://de.wikipedia.org/wiki/Haiti http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/85/Portauprincenasa.jpg Susan George: Change it! Anleitung zum politischen Ungehorsam. Droemer 2006.
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16.01.10 Biodiversität und Klimaschutz: Landwirtschaft auf dem Prüfstand Lange ist schon bekannt, daß die Flächennutzung durch Landwirtschaft nicht klimaneutral ist. Wennn die Welt nach Ursache und Wirkung durchforstet wird, konnte es nicht ausbleiben, daß auch die idyllisch weidenden lila Kühe und mit ihnen die gesamte Landwirtschaft in den Focus geraten. Während der Grünen Woche in Berlin beraten an diesem Sonnabend 50 Agrarminister aus aller Welt, wie die Landwirtschaft ihren Anteil am Klimawandel reduzieren kann. In Deutschland har die Landwirtschaft – so Stephan Börnecke lauf FR-ONLINE - einen Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) von nicht einmal einem Prozent, sorgt aber, je nach Rechnung, für sechs bis 16 Prozent der Treibhausgase. www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/2209042_Sparpotenzial-der-Landwirtschaft-Viel-Klimagas-wenig-BIP.html. Angesichts der dramatischen Folgen des Klimawandels hat Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) die Agrarwirtschaft zu verstärkten Anstrengungen aufgerufen. Es sei zwingend notwendig, die Landwirtschaft weltweit an die Bedingungen des Klimawandels anzupassen und klimaschonender zu produzieren, sagte Aigner gestern zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche in Berlin. www.welt.de/die-welt/politik/article5868261/Aigner-fordert-mehr-Klimaschutz-in-der-Landwirtschaft.html .Biolandwirte, Wissenschaftler und Umweltschützer fordern eine Agrarwende, so Susanne Golze gestern auf TELEPOLIS.DE. www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31885/1.html.
Eröffnungsrede der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ilse Aigner: "Ich begrüße Sie ganz herzlich zum Berliner Agrarministergipfel des "Global Forum for Food and Agriculture" und freue mich, dass Sie so zahlreich meiner Einladung gefolgt sind. Dies zeigt, welche Bedeutung das heutige Thema doch im internationalen Kontext einnimmt. Schließlich sind hier Vertreter aus über 50 Ländern zusammengekommen, die mehr als die Hälfte der weltweiten Agrarproduktion widerspiegeln. Wir sind hier im Herzen Berlins. Der Pariser Platz ist ein geschichtsträchtiger Ort. Nicht weit von hier stand einst die Mauer als Zeichen der Teilung der Welt. Heute ist das Brandenburger Tor Symbol der Wiedervereinigung und des Endes der Teilung. Ich wünsche mir, dass der Geist dieses Ortes unsere Diskussionen inspiriert und dazu beiträgt, dass wir in einer zentralen Zukunftsfrage der Menschheit zu gemeinsamen Schlussfolgerungen und Initiativen kommen. Wir spannen heute einen großen Bogen. Er reicht vom Agrarministergipfel im vergangenen Jahr unter dem Thema der Welternährung über das G-8-Treffen in Treviso, dem Welternährungsgipfel in Rom und dem Weltklimagipfel in Kopenhagen bis hin zu unserem heutigen Gipfeltreffen. Die Sicherung der Welternährung und der Klimawandel sind die beiden großen Herausforderungen unserer Zeit, denen wir uns stellen müssen. Schon heute leidet jeder siebte Mensch an Hunger und Armut. Bis 2050 sollen rund neun Milliarden Menschen auf unserer Erde leben. Wenn wir den Hunger wirksam bekämpfen und das Recht auf Nahrung für alle Menschen verwirklichen wollen, dann muss die Produktion von Nahrungsmitteln in den kommenden vier Jahrzehnten um 70 Prozent steigen. Gleichzeitig sind die natürlichen Ressourcen wie Boden und Wasser endlich und werden zunehmend durch den Klimawandel beeinflusst. Für die Bäuerinnen und Bauern weltweit heißt das, sich an veränderte Produktionsbedingungen anzupassen und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Das bedeutet für die Zukunft: mehr mit weniger produzieren. Effizienz, Ressourcenschutz und Nachhaltigkeit ist der Dreiklang, an dem sich das Wirtschaften der Zukunft orientieren muss. Forschung und Entwicklung sowie Technologietransfer sind hier Schlüsselelemente. Viele der durch Sie vertretenen Staaten sind deshalb auch Teil der neuen "Global Research Alliance on the Reduction of Agricultural Greenhouse Gases", die genau hier mit gemeinsamen Forschungsbemühungen ansetzen will. Denn es gilt auf lange Frist: Wer Klimaschutz und Effizienz unter einen Hut bringt, gewinnt nicht nur für sich, sondern auch für die Umwelt. Wir werden heute im internationalen Kontext neue Konzepte für Landwirtschaft und Klimawandel diskutieren. Das ist eine große und wichtige Aufgabe, aber es ist bei weitem keine einfache. Wichtige Fragen sind zu beantworten: Wie können wir dem Verlust landwirtschaftlicher Fläche begegnen ohne wirtschaftliches Wachstum zu gefährden? Wie lassen sich Produktionssteigerung, aktiver Klima- und Ressourcenschutz sowie der Erhalt der Artenvielfalt vereinbaren? Auf den ersten Blick scheint die Quadratur des Kreises gefordert zu sein, um Antworten zu geben. Wir wissen, dass es dafür kein Patentrezept gibt. Kein Staat kann den Ausweg alleine finden. Vielmehr sind wir alle gefordert: Politik und Wirtschaft, Produzenten und Verbraucher sowie Forschung und Wissenschaft. Der Berliner Agrarministergipfel wird deshalb auch ergänzt durch ein hochrangiges Wirtschaftspodium, das die Thematik aus ökonomischer Sicht beleuchtet. Lassen Sie mich den Ansatz für unsere Arbeit beim Agrarministergipfel daher mit diesem Gebäude vergleichen: Wer vom Pariser Platz das Gebäude der DZ-Bank sieht, wird auf den ersten Blick ein gewöhnliches Haus erkennen, das sich von der Architektur her scheinbar in die gesamte Platzgestaltung einfügt. Erst auf den zweiten Blick sieht man die Besonderheiten. Wer das Gebäude schließlich betritt, ist beeindruckt, was sich hinter der Fassade verbirgt. Es tut sich etwas Dynamisches und Unerwartetes auf. Bekannte Materialien wie Glas, Holz und Metall werden so kombiniert, dass sie sich in einem neuen Gesamtzusammenhang darstellen. Bei den künftigen Konzepten zur Bewältigung der Herausforderung des Klimawandels dürfen wir auch nicht oberflächlich bleiben, sondern müssen von innen heraus mit den Veränderungen beginnen. Nur so kann etwas Neues entstehen. Dazu sind wir heute zusammengekommen. Der Berliner Agrarministergipfel ist der Auftakt für eine große Initiative für Klimaeffizienz in der Landwirtschaft. Dies ist ein wichtiger Schritt! Gehen wir ihn mit Mut und Engagement! In diesem Sinne wünsche ich uns fruchtbare und zielführende Diskussionen mit Schlussfolgerungen, die wie im vergangenen Jahr die internationalen Diskussionen einen großen Schritt voranbringen." www.bmelv.de/cln_182/sid_E8FA0D55790746E9153052AB406B9B0C/ SharedDocs/Reden/2010/01-16-Agrarministergipfel-Eroeffnung-AI.html?nn=407450
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15.01.10 Verbrauchermacht: Schweden führt Klimasiegel für Lebensmittel ein Die Berechnungen für das "Svenskt sigill" genannte Label beziehen sich auf den gesamten Produktionszyklus der Nahrungsmittel u.a. auch die Art der Bewirtschaftung der Äcker. Wissenschaftliche Genauigkeit könne man – so Matthias Brake aud TELEPOLIS.DE von dem Label, das auf Kennwerten beruht, nicht erwarten, aber es solle Bewusstsein schaffen dafür, dass eben auch das eigene Ernährungsverhalten relevant für den Umweltschutz ist. Hoffnung für Tuvalu? Zumindest ein - nachahmungswürdiger - Baustein unter vielen. Schaden kann es nicht, dem Verbraucher seinen eigenen Beitrag zum Klimawandel vor Augen zu führen. Herr Röttgen, übernehmen Sie. www.heise.de/tp/blogs/2/146898
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14.01.10 BUND, ROBIN WOOD und Anwohner-Initiative kritisieren Beschluss des Hamburger Verwaltungsgerichts / Widerstand vor Ort geht weiter* Gemeinsame Pressemitteilung von BUND, ROBIN WOOD und der Bürgerinitiative "Moorburgtrasse stoppen" "Mit Empörung haben die Umweltverbände BUND und ROBIN WOOD sowie die Anwohner-Initiative „Moorburgtrasse stoppen“ den im Eilverfahren getroffenen Beschluss des Hamburger Verwaltungsgerichts zur „Moorburgtrasse“ zur Kenntnis genommen. Das Gericht hat heute die Klage des BUND gegen den Trassenbau zurückgewiesen, da der BUND nach Auffassung des Gerichts nicht antragsbefugt sein soll. Die Entscheidung des Gerichts ist für die Menschen und den Umweltschutz in Hamburg eine Katastrophe“, kritisiert Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg. „Es kann nicht sein, dass die Fällung von fast 400 Bäumen und eine 1,5 Kilometer lange Schneise durch öffentliche Parks ohne Planfeststellungsverfahren und Umweltverträglichkeitsprüfung genehmigt werden und weder Umweltverbände noch Anwohner dies juristisch angreifen können. Wenn dieses Beispiel Schule macht, ist dies ein herber Schlag für den Umwelt- und Naturschutz sowie für die Bürger- und Verbandsbeteiligung“, so Manfred Braasch. Der BUND-Geschäftsführer betont, dass die Wahl des Verfahrens nicht das Ergebnis einer fachlichen Abwägung, sondern eine rein politische Entscheidung zu Gunsten des Vattenfall-Konzerns war, die die Trassenvariante durch den Grünzug Altona erst möglich gemacht habe. Der BUND wird die Klagebegründung kurzfristig prüfen und bei Aussicht auf Erfolg alle Rechtsmittel nutzen, um seine Beteiligungsrechte doch noch durchzusetzen. Die Umweltorganisation ROBIN WOOD rechnet nun mit einer Zuspitzung des Konflikts. „Die Entscheidung des Gerichts ignoriert die Interessen der Bürger. Wir erwarten, dass eine bürgerfreundliche Stadt bei derart wichtigen Projekten wie der Moorburgtrasse die Betroffenen beteiligt. Hamburg vermarktet sich als Umwelt- und Klimahauptstadt Europas. Tatsächlich aber arbeitet die „grün“ geführte Umweltbehörde ganz im Sinne des Klimakillers Vattenfall und lässt zu, dass Hunderte von Bäumen für die Trasse zum Kohlekraftwerk Moorburg gefällt werden. Das werden wir nicht hinnehmen. Die Bäume bleiben besetzt“, sagt ROBIN WOOD-Aktivistin Aglaia Abel. Für Volker Gajewski von der Anwohner-Initiative „Moorburgtrasse stoppen“ ist klar, dass die Altonaer das Urteil nicht akzeptieren werden: „Das Genehmigungsverfahren bleibt auch nach diesem Urteil eine reine Gefälligkeitshandlung gegenüber dem Konzern Vattenfall. Dieser darf nun wohl die Polizei zur Sicherung seiner Moorburgprofite bestellen.“ Die Auseinandersetzung um die Moorburgtrasse habe nun eine neue Eskalationsstufe erreicht. „Eine Räumung der BaumbesetzerInnen oder Fällungen werden wir im Stadtteil mit einem kraftvollen Tag X beantworten und auch danach werden wir nicht locker lassen. Wir stellen uns auf eine lange Auseinandersetzung ein“, so Gajewski. www.robinwood.de/Newsdetails.13+M543b4ca57a7.0.html Für Rückfragen: Ute Bertrand, ROBIN WOOD-Pressesprecherin, presse(at)robinwood.de Dirk Seifert, ROBIN WOOD-Energiereferent, energie(at)robinwood.de
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13.01.10 Terror im Outback: Australiens Kamele verwüsten das Hinterland Dumm gelaufen. Sie sollten die Eroberung des Outback ermöglichen: Ende des 19.Jahrhunderts aus Afghanistan importierte Kamele. Nach dem Bau von Straßen und Eisenbahnlinien nicht mehr gebraucht, lies man sie einfach frei. Inzwischen bevölkern sie das Outback und konkurieren mit Farmern und dheimischer Tierwelt um Weideflächen und Wasser, Herden überfallen Wasserreservoirs der Dörfer und Farmen, verwüsten Grünflächen und haben sogar gelernt, Wasserhähne aufzuschrauben. Aktuellen Berechnungen zufolge beherbergt das rote Zentrum Australiens über eine Million Kamele – und jedes Jahr steigt die Population um weitere 80.000 Tiere. Die wilden Tiere richten jedoch nicht nur Schäden in den Siedlungen an, sondern ziehen auch das fragile Ökosystem in Mitleidenschaft. Jede Anstrengung, die wüstenartige Landschaft aus roter, staubtrockener Erde, kargen Akazienbüschen und Spinifexgras wieder zu begrünen, werden durch die Herden zunichte gemacht. Das macht sie nicht gerade beliebt. In der Zeitung "Courier Mail" forderte im Frühjahr letzten Jahres der Wissenschaftler Glenn Edwards (Leiter einer Regierungsstudie zum Kamelproblem), etwa 400.000 Tiere zu töten. Die Labor-Regierung hat erst im Juli 14 Millionen Australische Dollar (8,6 Millionen Euro) bereitgestellt, um die Herde von Scharfschützen verkleinern zu lassen. John Cobb, Agrarsprecher der Oposition im australischen Parlament, bringt nunmehr die Ausrottung der als "guten Beitrag zum Klimaschutz" ins Spiel. Jedes Kamel rülpse im Jahr eine Tonne Treibhausgase in die Luft – insgesamt so viel wie 300.000 Autos. Weitere Infos: www.n-tv.de/panorama/Kamel-Ausrottung-als-Klimaschutz-article676890.html http://blog.reisen-experten.de/kamelplage-im-australischen-outback-2337 www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article4293077/Scharfschuetzen-sollen-Kamel-Plage-eindaemmen.html www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,616741,00.html www.dnews.de/nachrichten/kuriosa/145433/riesige-kamelherde-belagert-dorf-in-australien.html http://forum.politik.de/forum/bildung-forschung-umwelt-und-technik/219573-zum-klimaschutz-die-kamele-ausrotten.html
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12.01.10 Wunderwaffe CCS? Ein Bündnis aus Bergbau, Gewerkschaften, Politik und Wissenschaft hat zu einer zweitägigen Konferenz in den Kohlestaat West Virginia geladen. Martin Klingst berichtet auf ZEIT.DE, die in Morgantown verspreche - wie überall auf der Welt - eine gloriose Zukunft mit sauberer Kohle. In einem aufwendigen Verfahren will sie das schwarze Gestein vom schädlichen Treibhausgas befreien. Die Zauberformel dafür heißt CCS, carbon capture and storage. Am Ende speist das Werk nur 35 Prozent der produzierten Energie ins Stromnetz ein, den großen Rest braucht es für den Betrieb der eigenen Anlage. www.zeit.de/2010/02/Kohlekraftwerk
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11.01.10 Rede der Kanzlerin zum Auftakt des Internationalen Jahres der Biodiversität 2010 Wir dokumentieren die lange Originalrede, denn auch Sonntagsewden sollten Sie an Taten messen können Und da gibt es - wen wunderts - durchaus Diskrepanzen Sie zu verringern, ist Aufgabe der wachsamen und aktiven Zivilgesellschaft. Es gibt viel zu tun, packen wir es an.
„Sehr geehrter Herr Minister, lieber Norbert Röttgen, sehr geehrte Exzellenzen und Gäste der heutigen Veranstaltung, liebe Kolleginnen und Kollegen aus dem Deutschen Bundestag, sehr geehrter Herr Professor Leinfelder, sehr geehrte Damen und Herren, auch ich begrüße Sie recht herzlich zum Auftakt des Internationalen Jahres der biologischen Vielfalt hier am passenden Platz und in passender Umgebung, nämlich im Museum für Naturkunde in Berlin. Ich freue mich, dass Sie der Einladung von Bundesumweltminister Norbert Röttgen und mir gefolgt sind. Mir persönlich – aus einer langen politischen Geschichte heraus und auch als Bundeskanzlerin – und der ganzen Bundesregierung – das zeigt die heutige Vertretung der verschiedensten Ressorts – ist der Erhalt der biologischen Vielfalt ein ganz besonderes Anliegen. Ich habe gerade mit Herrn Steiner getuschelt. Wir waren uns sofort einig: Die Frage der Erhaltung der biologischen Vielfalt hat dieselbe Dimension und Bedeutung wie die Frage des Klimaschutzes. Sie ist in ihrer Komplexität oft schwieriger darzustellen. Die Ziele sind nicht ganz so einfach wie etwa auf eine Zwei-Grad-Begrenzung des Temperaturanstiegs zu reduzieren. Aber nichtsdestoweniger handelt es sich um ein elementares Problem und um einen elementaren Bestandteil des gesamten Rio-Prozesses, über den wir nach 20 Jahren im Jahr 2012 Bilanz ziehen werden. Deshalb möchte ich, dass von dieser Veranstaltung zu Beginn dieses Jahres ein starkes Signal der Verantwortung an die Weltöffentlichkeit ausgeht. Wir müssen mit vereinten Kräften die Weichen für einen wirksamen internationalen Schutz der Biodiversität und ihre nachhaltige Nutzung neu stellen. Wir brauchen eine Trendwende. Wenn ich sage "nicht jetzt", wäre das falsch. Wir brauchen sie jetzt – unmittelbar und nicht irgendwann. Aber ich sage auch: Wir müssen realistisch sein; es ist schwierig. Eigentlich war es so, dass das Jahr 2010 dafür stehen sollte, dass wir bis dahin eine deutliche Reduktion des Biodiversitätsverlustes erzielen. Dieses Ziel werden wir nicht erreichen. Ich glaube, wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern wir müssen es ganz klar so benennen, wie es ist. Deshalb muss dieses Jahr der Biodiversität, dieses Jahr der Artenvielfalt genutzt werden, um neuen Schwung zu holen und zur Kenntnis zu nehmen, dass die Verluste an Lebensräumen und Arten dramatisch sind und dass vor allen Dingen die Geschwindigkeit, in der dieser Prozess abläuft, beängstigend ist. Schätzungen zufolge ist die von der Menschheit verursachte weltweite Verlustrate einhundert- bis tausendmal höher als der natürliche Artenschwund. Es gibt immer wieder die sehr vereinfachende Diskussion, dass sich die Artenvielfalt schon immer verändert hat. Wir hören Ähnliches auch beim Klimaschutz. Die eigentlichen Fragen heißen jedes Mal: Was ist vom Menschen verursacht? Mit welcher Geschwindigkeit vollziehen sich die Veränderungen durch unser Eingreifen in die natürlichen Zusammenhänge? Dazu muss man sagen: einhundert- bis tausendmal beschleunigter Artenverlust und Artenschwund. Dieser Verlust, dieser Artenschwund hat folgenschwere Auswirkungen für uns alle, denn die biologische Vielfalt ist so etwas wie eine Datenbank der Natur. Sie ist unersetzliche Rohstoffbasis dafür, die Grundbedürfnisse unserer rasch wachsenden Weltbevölkerung zu decken. Sie ist ein Schutzschild für die Erhaltung der menschlichen Gesundheit. Denn je mehr Artenvielfalt wir um uns haben, umso robuster ist auch unser Überlebenssystem. Wenn wir daran denken, dass es gleichzeitig eine Artenreduktion gibt und wir eine immer noch wachsende Weltbevölkerung haben, dann sind es im Grunde zwei Entwicklungen, die gegeneinander stehen und die negativen Wirkungen verstärken. Wir sollten daran denken, dass Artenvielfalt natürliche Lebensgrundlage ist. Milliarden von Menschen leben von Nahrungsmitteln aus den Ozeanen. Wenn man sich allein die Entwicklung der Artenvielfalt der Weltmeere anschaut, ist das ein höchstes Alarmsignal. Wenn wir uns vor Augen führen, wie viele Menschen von Armut betroffen sind, dass die allermeisten von ihnen in ländlichen Gebieten leben, dass sie von traditioneller Landbewirtschaftung und von dem abhängig sind, was in der Natur geerntet werden kann, dann wissen wir, dass die Erhaltung der Artenvielfalt in Form stabiler Agrarökosysteme für diese Menschen von allergrößter Überlebensnotwendigkeit ist. Das muss man immer wieder im Auge haben. Wir wissen, dass auch unsere Landwirtschaft in Europa nicht ohne die charakteristischen Bodenorganismen und die Vielfalt der Arten denkbar ist, die wir mit unseren mageren biologische Kenntnissen – ich möchte keinen beleidigen, aber ich gehe einmal von mir aus – in ihrer Komplexität gar nicht kennen. Es ist immer wieder erschütternd, wie wenige Arten wir überhaupt mit Namen benennen können und wie reich aber die Artenvielfalt insgesamt ist. Umgekehrt sichern bestimmte landwirtschaftliche Nutzungssysteme die Lebensräume von Pflanzen und Tieren. Wir wissen, dass in Deutschland – das ist ein langer Streit im Naturschutz – bestimmte Arten, so zum Beispiel Heidelandschaften, nur erhalten bleiben, weil sie beweidet werden. In meinem Wahlkreis, der ein klassischer Kranichzug-Bereich ist, ist gerade ein großer Streit ausgebrochen, ob die Futtermöglichkeiten der Kraniche in den offenen Landschaften erhalten bleiben sollen oder ob man bestimmte Landschaften zurückgibt, die durch Baumbewuchs nicht mehr als Futter- und Rastmöglichkeiten für Kraniche auf dem Zug zur Verfügung stehen. In Kulturlandschaften gibt es immer wieder viel Streit über solche Fragen. Insgesamt sind wir alle von funktionsfähigen Ökosystemen abhängig. Die Grundlage für diese Funktionsfähigkeit ist die Vielfalt. Denn nur sie garantiert, dass Entwicklungs- und Anpassungsoptionen für die Ökosysteme überhaupt aufrechterhalten werden. Diese Möglichkeiten der Anpassung sind dringend notwendig, so insbesondere, wenn wir den Rückschluss zum Klimawandel ziehen, der wiederum erheblichen Druck auf die Anpassungsfähigkeiten und Anpassungsmöglichkeiten der Organismen ausübt. Wir wissen heute immer noch relativ wenig über komplexe Ökosysteme und das Zusammenspiel der Arten. Wir wissen wenig darüber, wie Arten auf bestimmte, sich verändernde Situationen reagieren, so zum Beispiel mit Blick auf den Klimawandel. Wir können nicht genau absehen, was es für das Gesamtsystem bedeutet, wenn Arten für immer verschwinden. Aber klar ist, dass wir keinerlei Hoffnung haben, dass damit etwas Gutes verbunden ist. Man kann das an einigen Beispielen sehr deutlich machen. Ich möchte eines nennen. Wahrscheinlich kennt hier nicht jeder den australischen Magenbrüterfrosch. Ich habe auch erst im Zusammenhang mit der heutigen Veranstaltung von ihm gehört – leider zu spät. Der Name sagt schon, dass der Magenbrüterfrosch seinen Nachwuchs im Magen ausbrütet. Die Kaulquappen sondern im Magen der Mutter ein Sekret ab, das die Zersetzung durch Magensäuren und Enzyme verhindert. Die Forscher waren sehr zuversichtlich, dass sie daraus für die Medizin ein sehr gutes Medikament gegen Magengeschwüre entwickeln könnten. Die ersten Untersuchungen waren viel versprechend. Aber: Die Studien konnten nicht zu Ende geführt werden, weil die beiden einzigen Magenbrüterarten vorher ausstarben. Das zeigt, wie wir uns selbst Möglichkeiten berauben, wenn wir auf bestimmte natürliche Ressourcen nicht mehr zurückgreifen können. Ich will zwei weitere Beispiele nennen, die vielleicht etwas hoffnungsvoller sind. So haben das Anpflanzen und der Schutz von fast 12.000 Hektar Mangroven-Wäldern in Küstenregionen in Vietnam gut eine Million US-Dollar gekostet. Aber damit wurden zum Beispiel Kosten für Küstenschutzmaßnahmen in Höhe von über sieben Millionen US-Dollar eingespart. Das ist ein klassisches Beispiel dafür, wie wir durch eine gut gestaltete natürliche Umwelt auch sparen können. Es ist auch zu berücksichtigen, dass Mangroven die Kinderstube für viele Fischarten und damit die Grundlage für eine küstennahe Fischerei bilden. Das heißt also, es ist eine klassische Gewinnsituation, wenn man hier etwas tut. Von Norbert Röttgen sind schon die Verluste durch die Zerstörung der Korallenriffe erwähnt worden. Bei gleichbleibendem CO2-Ausstoß werden die Riffe wahrscheinlich innerhalb der nächsten Jahrzehnte ihre gesamte Funktionsfähigkeit verlieren – mit schlimmen Folgen für den Küstenschutz und die Fischzucht. Eine halbe Milliarde Menschen verlöre mit den Riffen ihre bisherige Existenzgrundlage unwiederbringlich. Sie alle kennen vielleicht vergleichbare Beispiele. Wir wollen diese Beispiele zusammentragen und Kosten und Nutzen genauer betrachten. Deshalb hat die Bundesregierung im Jahr 2007 zusammen mit der EU-Kommission und UNEP, dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen, eine Studie in Auftrag gegeben. Es geht hierbei um die Frage: Was bedeutet das Bereitstellen von Nahrung, Trinkwasser, Brennstoffen und Arzneimitteln durch funktionierende Ökosysteme in wirtschaftlicher Hinsicht? – Wir wissen, dass gerade die Frage des Klimawandels durch den Stern-Report sehr klar an Bedeutung gewonnen hat, da er einmal aufgezeigt hat, welchen Verlust in uns bekannten volkswirtschaftlichen Größen es bedeutet, wenn man nichts tut. Welche materiellen Mittel muss man aufwenden, um überhaupt einigermaßen die Schäden zu kompensieren? Ich glaube, wenn wir beginnen, so nachzudenken, haben wir wirklich eine Chance. Die Studie hat viel Unterstützung durch die britische Regierung und andere Länder erfahren. Dafür bin ich sehr dankbar; ich will das ausdrücklich sagen. Die Ergebnisse sollen auf der nächsten Vertragsstaatenkonferenz der Biodiversitätskonvention im Herbst in Japan präsentiert werden. Bereits die bisherigen Erkenntnisse lassen erkennen, welche enormen Kosten auf uns zukommen, wenn wir nicht bereit sind, jetzt zu handeln und gegenzusteuern. Deshalb möchte ich in dieser Festrede nicht nur die dramatische Situation schildern, sondern auch sagen, was wir konkret für den Erhalt der Artenvielfalt tun können. Erstens: Wir müssen in den Schutz und die Erhaltung von Ökosystemen finanziell investieren, weil es Investitionen sind, die sich bezahlt machen. Ich glaube, dass Deutschland während seiner Präsidentschaft in der Tat wichtige Zeichen setzen konnte. Im Mai 2008 hatte ich auf der schon erwähnten Vertragsstaatenkonferenz in Bonn zugesagt, in den Jahren 2009 bis 2012 zusätzlich 500 Millionen Euro für den Schutz von Wäldern und anderen Ökosystemen bereitzustellen – und ab 2013 dauerhaft eine halbe Milliarde Euro jährlich. Ich denke, das war eine wichtige, aber auch notwendige Zusage. Dabei haben wir in einem ersten Schritt im Rahmen der bilateralen staatlichen Entwicklungszusammenarbeit die Mittel von 200 Millionen Euro im Jahr 2008 auf über 240 Millionen Euro aufgestockt. Es ist wichtig, an diesem Beispiel noch einmal folgenden Zusammenhang deutlich zu machen: Der Schutz von Lebensräumen und Arten ist immer auch ein Teil von Entwicklungspolitik. Denn rund 80 Prozent des weltweiten Vorkommens der genetischen und biologischen Ressourcen finden sich in den so genannten Entwicklungsländern. Auch das müssen wir sehen. Der Artenreichtum ist dort sehr, sehr groß. Wenn wir zum Beispiel auf Afrika blicken, wissen wir, dass durch den Klimawandel bis zu 40 Prozent der Arten verschwinden können, da sie sich an die zunehmende Trockenheit nicht anpassen können. Wenn man zum Beispiel Südafrika besucht, kann man das heute schon erkennen. Das sind nicht Dinge, die irgendwann einmal auf uns zukommen, sondern das wird einem an bestimmten Beispielen leider schon heute deutlich gemacht. Hinzu kommt, dass Armut die Menschen zwingt, die knappen natürlichen Ressourcen zu übernutzen. Übernutzung führt natürlich zu weiterer Zerstörung. Das heißt, wir tun gut daran, in die Zukunft zu investieren und Entwicklungszusammenarbeit und Schutz der Artenvielfalt in einem Zusammenhang zu sehen. Die Zerstörung von Biodiversität hat also soziale, kulturelle und wirtschaftliche Folgen. Deshalb können wir die Millenniumsentwicklungsziele, die die klassischen Ziele im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit sind, nur erreichen, wenn die Ökosysteme dauerhaft stabilisiert werden können. Interessant ist auch: Im Grunde ist die Erhaltung der Artenvielfalt auch Teil der Klimaschutzpolitik. Das können wir zum Beispiel bei den Waldökosystemen sehr gut beobachten, die Kohlendioxid binden und so das Klima regulieren. Das war auch Thema auf der Konferenz in Kopenhagen, die uns nicht gerade optimistisch gestimmt hat. Aber wir machen weiter. Darin sind wir uns alle einig; ich habe gerade auch mit Norbert Röttgen und Herrn Steiner darüber gesprochen. Es gibt keine Alternative zu diesem Verhandlungsprozess. Gerade das Thema Wald hat hierbei eine erhebliche Rolle gespielt, wenngleich ich an dieser Stelle sagen möchte: Der Wald darf nicht als Alibi dienen, um Klimaschutz vorzutäuschen. Wir waren bei den CO2-Minderungszielen zum Schluss schon beim Abfallmanagement und ähnlichem, um noch etwas zusammenzukratzen. Das ist nicht die erforderliche qualitative Herangehensweise beim Klimaschutz. Ob Nahrungssicherung, Entwicklungszusammenarbeit oder Klimaschutz – wir sehen, wie die Dinge miteinander verwoben sind. Deswegen arbeiten in Deutschland die verschiedenen Ministerien Hand in Hand. Ich bin sehr dankbar dafür, dass dadurch manche Wälder und andere Ökosysteme nachhaltig genutzt werden, dass sie als Kohlenstoffspeicher erhalten bleiben und dass wir Entwicklungszusammenarbeit sinnvoll konstruieren. Bei der Auswahl der entsprechenden Projekte spielt die LifeWeb-Initiative eine wichtige Rolle, die auf den Schutz gefährdeter Lebensräume ausgerichtet ist. Damit bin ich nach der finanziellen Förderung bei der zweiten großen Herausforderung für die internationale Naturschutzpolitik: Wir brauchen ein weltweites Netz an Schutzgebieten, und zwar zu Lande und zu Wasser. Nun wissen wir – auch darüber ist gesprochen; wir haben damit in der Bundesrepublik Deutschland viel Erfahrung, aber manches muss man immer noch erklären –, dass global vernetzte Schutzsysteme natürlich dringend erforderlich sind. Wir wissen, dass es wenig hilft, wenn man in einem Teil der Welt etwas tut und in anderen Teilen der Welt nicht. Deshalb ist die Unterstützung der Partner beim Aufbau effektiver Managementstrukturen und bei der Finanzierung ein ganz wichtiger Beitrag. Wichtig ist zudem – das wissen wir auch von uns zu Hause –, dass die lokale Bevölkerung an den Schutzaufgaben beteiligt wird. Alles andere führt nicht zu einem nachhaltigen Erfolg. Damit befinden wir uns im Grunde wieder in einem Kreislauf. Wenn wir hehre Reden über den Schutz von Fischbeständen halten, aber eine hungernde und arme Bevölkerung vor uns haben, wird das nicht sehr tragfähig sein. Vor allen Dingen brauchen wir einen fairen Interessenausgleich zwischen Industrie- und Entwicklungsländern. Hier muss sich Europa an die eigene Nase fassen. Wenn man einmal auf einem EU-Afrika-Gipfel mit den afrikanischen Küstenstaaten über die Frage spricht, wer die größere Gefahr für die Fischbestände darstellt, dann sind es weniger die, die um das tägliche Überleben kämpfen, als vielmehr Fischereiflotten, die neben der Überfischung noch nicht einmal faire Preise für das Gefischte zahlen. Das ist ein Thema, das wir uns in Europa selbstkritisch anschauen sollten, auch wenn ich weiß, dass das sehr, sehr schwierig ist. Das dritte Handlungsfeld, das ich hervorheben möchte, ist, dass die Herkunftsländer der genetischen Ressourcen an den Vorteilen beteiligt werden müssen. Das ist auch ein sehr komplexes Thema. Wirksame internationale Abmachungen für das so genannte ABS – Access- and Benefit-Sharing – müssen sicherstellen, dass der Ressourcenreichtum in erster Linie den Ländern zukommt, aus denen er stammt. Das ist auch etwas, bei dem es ein kulturelles Manko gibt. Man glaubt, auf die Natur hat jeder irgendwie ein Zugriffsrecht und er kann tun und lassen, was er will, und muss dafür nichts zahlen. Es muss aber für uns als entwickelte Länder zur Selbstverständlichkeit werden, einem Land sein genetisches Eigentum nicht ohne Gegenleistung einfach wegzunehmen. Wir haben vor zwei Jahren in Bonn ehrgeizige Zielvorstellungen für solche internationalen Abmachungen entwickelt. Damit haben wir die Chance, aber auch die Verpflichtung, bis zur 10. Vertragsstaatenkonferenz im Herbst in Nagoya in Japan die Verhandlungen erfolgreich abzuschließen. Sie dürfen davon ausgehen, dass Deutschland das unterstützt, dass wir das gemeinsam vorantreiben wollen. Wir haben uns während unserer Präsidentschaft sehr dafür eingesetzt, dass wir vorankommen. Wir bieten auch an, den Aufbau der nötigen Expertise in den Verwaltungen weiterhin zu unterstützen, wie wir das gerade auch in afrikanischen Partnerländern getan haben. Das ist wieder ein interessanter Aspekt von Entwicklungspolitik. Letztlich kommt ein vierter zentraler Punkt hinzu: Es kommt entscheidend darauf an, die Bedeutung biologischer Vielfalt noch besser als bisher zu erklären und zu kommunizieren. Ich denke, das Internationale Jahr der Biodiversität bietet eine sehr, sehr gute Grundlage dafür, dass wir Verbraucherinnen und Verbrauchern ebenso wie den Entscheidungsträgern in der Wirtschaft mehr Sensibilität im Hinblick auf dieses Thema nahe bringen können. Wir brauchen genügend Rückhalt in der Gesellschaft bei diesem Thema. Wir brauchen ein gesellschaftliches Bewusstsein dafür, dass individuelles Verhalten direkt auf den Zustand der Ökosysteme und auf die Artenvielfalt Einfluss nimmt, dass also jeder seinen kleinen Beitrag dazu leisten kann, dass wir hier vorankommen. Der Ressourcenverbrauch – auch ein klassisches Thema im Bereich Nachhaltigkeit – muss sich an der Kapazität der Ökosysteme orientieren. Vergessen wir nicht: Die deutsche Forstwirtschaft war es, die die nachhaltige Forstwirtschaft geprägt hat und damit den Begriff der Nachhaltigkeit, also die "sustainability", sozusagen in Umlauf gebracht hat. Das, was für die Forstwirtschaft schon weit vor über 100 Jahren selbstverständlich war, muss für alle Ökosysteme wirklich gelten. Ich glaube, dass die Studie zu Kosten und Nutzen beim Erhalt von Ökosystemen, von der ich sprach, sehr hilfreich sein kann. Ich glaube auch, dass es nicht bei einer Studie bleiben darf, sondern dass es sinnvoll wäre, eine wirkliche Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik im Bereich der Biodiversität so zu etablieren, wie wir das vom IPCC als dem zuständigen wissenschaftlichen Gremium im Bereich des Klimaschutzes kennen. Ohne das Gremium IPCC, ohne die geballte wissenschaftliche Meinung – auch wenn es so ist, dass es Facetten in der Beurteilung gibt –, wäre der Klimaschutz als ein drängendes Problem nicht so nach vorne gekommen. Vielleicht ist dies auch eine Möglichkeit, um der Biodiversität mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Ich glaube, dass die Welt die Herausforderungen bewältigen kann. Ich bin dafür, dass wir eine UN-Organisation schaffen, die sich insgesamt auf dem Niveau der klassischen UN-Organisationen mit Umweltpolitik auseinander setzt. Dazu gehören Klimaschutz und Biodiversität. Vielleicht ist das ein Projekt, das wir in Richtung des Jahres 2012 anlässlich 20 Jahre Rio-Prozess umsetzen können, ohne dass die einzelnen Sekretariate, so zum Beispiel das Klimasekretariat, Angst haben müssen, dass sie sozusagen "gekillt" werden. Wir müssen der ganzen Sache mehr Schlagkraft verleihen. Sie haben an meinen Ausführungen gemerkt: Die Dinge hängen unglaublich eng zusammen. Ohne eine faire und gerechte Nutzungspolitik, ohne Armutsbekämpfung, ohne Klimaschutz und ohne Erhalt der Artenvielfalt werden wir in der Welt auf eine sehr, sehr schwierige Entwicklung zusteuern. Ganz zum Schluss, meine Damen und Herren, möchte ich Folgendes sagen: Es gibt sehr sachliche Gründe und wir wissen, was wir tun können, aber die emotionale Komponente einer artenreichen Welt, die uns immer wieder staunen lässt, die uns Ehrfurcht vor der Natur lehrt, möchte ich nicht unerwähnt lassen. Es ist etwas Faszinierendes, was alles das Leben auf der Erde darstellt. Ohne Ehrfurcht gegenüber der Natur aber werden die Menschen vielleicht auch nicht ehrfürchtig miteinander umgehen. Lassen Sie uns in diesem Sinne dieses Jahr 2010 zu einem Jahr machen, in dem wir nicht nur für die Vielfalt unserer Schöpfung werben, sondern auch dafür eintreten. Tragen Sie das weiter in die Welt hinaus. Es gibt genügend zu tun. Aber wir können das schaffen. Herzlichen Dank" www.bundeskanzlerin.de/nn_683608/Content/DE/Rede/2010/01/2010-01-11-rede-bkin-biodiversitaet.html
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11.01.10 Biodiversität: Die Landwirtschaft ist der größte Artenkiller Artenschützer zeichnen ein düsteres Bild laut WELT.DE. Allein in Deutschland kämpfen 207 Wirbeltierarten um ihr Überleben und etwa die Hälfte aller Vogelarten ist akut vom Aussterben bedroht. Pläne für die Bekämpfung des Artensterbens gibt es schon lange, doch die Regierung ist untätig, kritisieren Umweltschützer. Von Britta Schultejans. www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article5805620/Die-Landwirtschaft-ist-der-groesste-Artenkiller.html
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08.01.10 Projektentwicklung: Vancouvers nachhaltiger Ehrgeiz – auch in Sachen Landnutzung Die Stadt gehört zum Regionaldistrikt Metro Vancouver, der mit 2,25 Millionen Einwohnern (2007) die größte Metropolregion Westkanadas und die drittgrößte des Landes bildet. Die Stadt entstand in den 1860er Jahren als Folge der Einwanderungswelle während des Fraser-Canyon-Goldrauschs und entwickelte sich nach der Eröffnung der transkontinentalen Eisenbahn im Jahr 1887 innerhalb weniger Jahrzehnte von einer kleinen Sägewerkssiedlung zu einer Metropole. Die Wirtschaft basierte zu Beginn auf der Ausbeutung der natürlichen Ressourcen von British Columbia: Forstwirtschaft, Bergbau, Fischerei und Landwirtschaft. Nun soll die Winterolympiade Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit setzen! So lautet jedenfalls - wie Sabine Kwapik für FAZ.ONLINE berichtet - das Motto der Olympischen Winterspiele vom 12. bis 28. Februar 2010 im kanadischen Vancouver: „Es gilt nicht nur in sportlicher Hinsicht, sondern auch für den Bau des Olympischen Dorfs. ‚Das ist das nachhaltigste Projekt in ganz Nordamerika’, behauptet die Stadtplanerin Robin Petri, die für die Unterkünfte der mehr als 2800 Athleten in der westkanadischen Metropole verantwortlich ist.“Das Sportlerquartier entstehe auf einer ehemaligen Industriebrache am Southeast False Creek, einem Meeresarm im Stadtzentrum. Der Zuschlag des Internationalen Olympischen Komitees für Vancouver als Austragungsort der 21. Winterspiele kam den Stadtplanern für die Entwicklung des 50 Hektar großen Areals gerade recht. Großereignisse dieser Art böten den Gastgebern seit je die Chance, Infrastrukturprojekte voranzutreiben und mit einer außergewöhnlichen Architektur von Sportstätten wie Unterkünften Aufsehen zu erregen. In jüngster Zeit sei der Einsatz grüner Technologien für den Prestigegewinn zwingend. So hätten etwa Sydney oder Peking ihre Olympischen Dörfer mit Abwasserfilterungen und Solaranlagen ausgestattet. Ganz nett – a ber vermutlich nicht mehr als Kosmetik. Außen vor jedenfalls bleibt eine Umweltverträöglichkeitsprüfung des Massenwintersports – olympisch und generell. Die sähe grottenschlecht aus. Was hier schon - alpenmässig - belegt wurde. (FAZ/gbk). www.faz.net/s/Rub8E0FC0CD826A4ACA80504FD9153A70F2/ Doc~EEA61484A7BA545DCA2D7F3BFB8665D62~ATpl~Ecommon~Scontent.html Weitere Infos: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b8/Vancouver_from_air.jpg http://de.wikipedia.org/wiki/Vancouver#Bev.C3.B6lkerungsentwicklung
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06.01.10 Luxustourismus finanziert Landschafts- und Artenschutz Die Umweltorganisation Great Plains finanziert sich durch Luxustourismus. Sven Michaelsen sprach für ZEIT.DE mit dem Gründer Colin Bell über aussterbende Löwen und Jeeps, die mit Frittieröl fahren. Bell: „Bell: Safari-Anbieter haben es seit einigen Jahren mit einem neuen Kundentyp zu tun. Diese Leute wollen morgens Löwen und Elefanten aus nächster Nähe sehen, sich nachmittags im Luxus-Spa verwöhnen lassen und abends Sterneküche serviert bekommen – und bei all diesem Komfort die Wildnis spüren. Unter unseren Kunden sind viele VIPs, aber wahrscheinlicher ist es, dass Sie in unseren Lodges ein Akademikerehepaar aus München oder Milwaukee treffen. …Ich denke, wir beweisen, dass High-End-Luxus und Ökologie kein Widerspruch sein muss… Den Großteil des Kapitals bringen wir durch den Verkauf unserer Carbon-Bonds auf. Indem wir Regenwald aufforsten, wird eine Menge CO2 in Sauerstoff umgewandelt.“ www.zeit.de/2010/02/Interview-Bell Weitere Infos: www.greatplainsconservation.com/
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06.01.09 50 Jahre Assuan-Staudamm Helmut Vensky befasst sich anlässlich des Jubiläums – die Bauarbeiten begannen am 9. Januar 1960 - mit dem „Denkmal für die fatalen Folgen des Glaubens an die Technik.“ Der Nasser-Stausee ist einer der größten künstlich geschaffenen Seen weltweit. Etwa 100.000 Menschen, hauptsächlich Nubier, mussten für das Projekt umgesiedelt werden. Der Damm schadet der Landwirtschaft mehr, als er ihr nutzt. Weil der Wasserstand nicht mehr wie früher stark schwankt und die Salze auswäscht, versalzt der Boden. Das beeinträchtigt die Landwirtschaft und zerfrisst die Fundamente altägyptischer Kulturdenkmäler. An den Rändern des Niltals wächst die Wüste, weil der auf die Felder gewehte Sand nicht mehr weggespült und durch Nilschlamm ersetzt wird. Durch die fehlenden Nährstoffe im Wasser ist der Fischbestand ab Assuan zudem drastisch zurückgegangen, und sogar im Mittelmeer sind die Effekte zu spüren: Besonders im östlichen Mittelmeer sanken die Fischfänge nach dem Bau des Damms um fast die Hälfte, scheinen sich aber langsam wieder zu erholen. Der zurückgehaltene Nilschlamm ist jedoch nicht nur für die Landwirtschaft flussabwärts ein Problem, sondern auch für den Stausee selbst. Durch die zunehmende Verlandung des Sees kann immer weniger Wasser gespeichert werden. Schätzungen zufolge wird der See in etwa 500 Jahren vollständig versanden und damit für die Wasserspeicherung nutzlos sein. Flussabwärts und vor allem im Nildelta stellt auch Erosion ein großes Problem dar. Durch den Mangel an Nilschlamm, der vom Fluss transportiert wird, wird Ackerland weggespült und Uferbefestigungen beschädigt. Auch die Fischbestände im Brackwasser des Nildeltas, wo momentan ein Großteil des ägyptischen Fischs gefangen wird, werden durch das salzige Meerwasser geschädigt. Daneben gibt es eine signifikante Erosion entlang der Küsten des östlichen Mittelmeeres, da der vom Nil ins Meer gespülte Sand fehlt. (ZEIT.DE/WIKIPEDIA). Weitere Infos: http://www.schule.bremen.de/schulen/altes_gym/wasserprojekt/nil/assuan.htm http://de.wikipedia.org/wiki/Assuan-Staudamm http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:BarragemAssu%C3%A3o.jpg&filetimestamp=20050328231347 ttp://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1f/Aswan_dam.jpg
www.yallaev.de/assuan.html www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article1335785/Assuan-Staudamm-Der-spaete-Fluch-im-Pharaonenland.html
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06.01.10 Jemen: Armenhaus Arabiens So titelt Reiner Herman heute auf FAZ.NET. Wenig ist hierzulande bekannt über den Staat, der kaum einer ist. Immer wieder macht der im Norden an Saudi-Arabien grenzende Staat mit spektakulären Entdührungsfällen von sich reden. Das wars – bis vor wenigen Wochen ein Selbstmordarttentäter in Detroit beinahe ein vollbesetztes Flugzeug in die Luft gesprengt häzze. Dessen Spur führt in jemenitische Ausbildungslager der Al Quaida. Terrorismusforscher Michael Bauer (wissenschaftlicher Mitarbeiter am Centrum für angewandte Politikforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München) ebenfalls heute im interview mit B. Vorsamer auf www.sueddeutsche.de/,tt3m1/politik/543/498830/text; „Im Norden rebellieren die Huthi-Stämme gegen die Zentralregierung. Der südliche Jemen will sich abspalten. Und die jemenitische Regierung ist zu schwach, um diese Brandherde zu kontrollieren. Eine nachhaltige Stabilisierung des Jemen ist ohnehin nur in einem politischen Prozess möglich, der einen Ausgleich zwischen diesen Konfliktparteien herstellt. Entsprechende Versuche sollten internationale Unterstützung erhalten.“. Der Jemen – so Hermann - sei als Rückzugsgebiet für Al Qaida nicht nur ein politisches Sorgenkind der arabischen Welt sondern auch das ärmste arabische Land, und es bestehe wenig Aussicht, dass sich das ändern werde – zumal die Ölprodultion kontinulich sinke. Das Land - eineinhalbmal so groß wie Deutschland – sei vor vor wenigen Jahrzehnten noch Selbstversorger war gewesen. Heute mässe es 75 Prozent der Nahrungsmittel einführen. Hermann wörtlich: „Auslöser der Nahrungsmittelkrise ist, dass die Landwirte zum Anbau der Volksdroge Qat übergegangen sind, die ihnen einen höheren Ertrag bringt als jede andere Pflanze. Qat ist aber kein Devisenbringer und verbraucht viel Wasser. Fachleute schätzen, dass auf Qat 80 Prozent des Wasserverbrauchs der Landwirtschaft entfällt. Die Landwirtschaft verbraucht wiederum 80 Prozent des gesamten Wassers. Eine Folge davon ist, dass der Grundwasserspiegel schnell sinkt und der Jemen zu den Ländern gehören wird, denen als Erstes das Wasser ausgehen wird.“ Ackerbau ist trotz Ausweitung der künstlichen Bewässerung nur auf etwa 7 % der Landesfläche möglich. Ungeachtet dessen bestimmt die Landwirtschaft einen größeren Teil der jemenitischen Wirtschaft. Auch die Fischerei und der Tourismus sind keine Wirtschaftszweige mit Wachstumsperspektiven .Die Anzahl der Touristen, die 2005 den Jemen besuchten, wurde auf 336.000 geschätzt. Es ist wenig Infrastruktur vorhanden, Hotels und Restaurants sind unter internationalem Standard und Straßen-wie Luftverkehr sind wenig entwickelt. Die Weiterentwicklung des Tourismus wird durch nicht zuletzt die schlechte Sicherheitslage verhindert. Ausländische Besucher werden immer wieder Opfer von Entführungen, weshalb nach wie vor Reisewarnungen der Außenministerien verschiedener Staaten gelten. So warnt das Auswärtige Amt: „Wegen des in Jemen bestehenden erheblichen Risikos terroristischer Anschläge, des ständig hohen Entführungsrisikos sowie der in einzelnen Landesteilen immer wieder aufflammenden Stammeskonflikte wird von Reisen nach Jemen abgeraten.“ Weitere Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Jemen www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/01
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05.01.10 “Britain must grow more sustainable food” Proposals for national food strategy calls for UK farming 'revolution' in response to climate change and food security: "Food security is as important to this country's future wellbeing – and the world's – as energy security. We need to produce more food. We need to do it sustainably. And we need to make sure that what we eat safeguards our health," the environment secretary Hilary Benn has told farmers. launching the government's food strategy goals for the next 20 years with a speech to the Oxford Farming Conference. (John Vidal/James Meikle). www.guardian.co.uk/environment/2010/jan/05/uk-farming-2030-food-report
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05.01.09 taz-Streit der Woche: Müssen wir wegen des Klimawandels auf Fleisch verzichten? 60 Kilo Fleisch verzehrt ein Deutscher durchschnittlich im Jahr. 1 Kilo Rind = 250 Km Auto fahren. Zu einfach die Rechnung? Dann diskutieren sie mit.auf TAZ.DE. www.taz.de/1/debatte/sonntazstreit/artikel/1/muessen-wir-wegen-des-klimawandels-auf-fleisch-verzichten
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04.01.10 Plant for the Planet Fasziniert von Wangari Maathai (Green Belt Movement), die in Kenia zusammen mit anderen Frauen mehr als 30 Millionen Bäume gepflanzt, um der Entwaldung und der Bodenerosion entgegenzuwirken, beendete der damals neunjährige Felx Finkbeiner ein Schulreferat und schloss mit dem Aufruf: „Wir Kinder sollten in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen.“ In mehr als 300 deutschen Schulen wurden seitdem eine halbe Million Bäume gepflanzt. Eine zweite halbe Million ist versprochen. Dass sich Kinder für den Schutz des Klimas engagierten, traf offensichtlich den Nerv der Zeit.. Neulich – berichtet FAZ.NET – war Felix in China wo ihm die Vizeforstministerin Felix versprochen hat, Plant-for-the-Planet auf der Expo 2010 in Schanghai zu einem Thema zu machen. www.faz.net/s/Rub2309A3DB4F3C4474B93AA8610A24AE0A/ Doc~E360439E7C38F4A05B1D838D5AD079094~ATpl~Ecommon~Scontent.html Weitere Infos: www.plant-for-the-planet.org
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03.01.10 Diamonds Are a Tyrant's Best Friend: Blutdiamanten aus Zentralafrika Der illegale Handel mit Edelsteinen aus Krisengebieten nimmt wieder zu, berichtet Silvia Liebrich auf www.sueddeutsche.de/,tt7m1/finanzen/749/499033/text unter Bezug auf die spanische Tageszeitung El Pais und den Journalisten John Calin. Mit den Gewinnen aus dem Diamantenhandel werden auf dem afrikanischen Kontinent mehrere Bürgerkriege finanziert. Als ergiebige Quelle für illegal geschürfte Diamanten gilt bis heute die Kongo-Region. Im Geschäft mit geschmuggelten Steinen spielt nach Erkenntnissen der UN, der Behörden in den USA und der Europäischen Union der Machthaber Zimbabwes, Robert Mugabe, eine wichtige Rolle. Allerdings ist es nicht ganz leicht, einem Diamanten seine Herkunft anzusehen, und Zertifikate, die einen Herkunftsnachweis geben sollen, werden häufig gefälscht. Der Kimberley-Prozess ist ein komplexes System, das über staatliche Herkunftszertifikate den Handel mit sogenannten Blutdiamanten unterbinden soll. Als Blutdiamanten werden geschmuggelte Diamanten bezeichnet, durch die verschiedene Kriege in Afrika finanziert wurden bzw. werden. Seit 2003 ist der Kimberley-Prozess offiziell in Kraft, d. h. es dürfen nur solche Diamanten gehandelt werden, für die offizielle Herkunftszertifikate des jeweiligen Ursprungslandes vorliegen. Inzwischen beteiligen sich 47 Länder (die Länder der Europäischen Union als eines gerechnet), darunter sämtliche afrikanischen Diamantenproduzenten, am Kimberley-Prozess. Es gibt aber auch viele kritische Stimmen zum Kimberley Abkommen. Die deutsche Hilfsorganisation medico international kritisiert das Abkommen, weil die Kontrollen völlig unzureichend sind und fordert ferner, die am Diamantenhandel beteiligten transnationalen Unternehmen für die Beseitigung der Kriegsschäden, z.B. in Sierra Leone und Angola zur Verantwortung zu ziehen. Als sich die Mitglieder des Kimberley-Abkommens vergangenen November in Namibia trafen, ließen sie die Chance verstreichen, ihr Regelwerk zu verschärfen. Als ergiebige Quelle für illegal geschürfte Diamanten gilt bis heute die Kongo-Region. Liebrich: „Im Geschäft mit geschmuggelten Steinen spielt nach Erkenntnissen der UN, der Behörden in den USA und der Europäischen Union der Machthaber Zimbabwes, Robert Mugabe, eine wichtige Rolle. …Ein US-Abgeordneter bezeichnete die Regierung Zimbabwes als "kriminelle Organisation", die nur den Interessen Mugabes diene…Ende 2008 ließ Mugabe von seinen Soldaten das Gebiet der Marange-Mine im Osten des Landes gewaltsam räumen. Zweihundert Schürfer wurden dabei getötet. Auf dem 2000 Hektar großen Gelände sind Diamanten dicht unter der Erdoberfläche zu finden, so dass sie leicht abzubauen sind. Mugabe verschaffte sich mit Hilfe des Militärs die Kontrolle über das Abbaugebiet. (SUEDDEUTSCHE/WIKIPEDIA/gbk) Weitere Infos: www.kimberleyprocess.com http://de.wikipedia.org/wiki/Diamant http://de.wikipedia.org/wiki/Blutdiamant www.business-humanrights.org/Categories/Individualcompanies/O/OryxNaturalResources www.globalpolicy.org/images/pdfs/07landgrabbingliberia.pdf www.globalpolicy.org/component/content/article/182/33828.html
GLOBALPOLICY.ORG: The Dark Side of Natural Resources “Natural resources often lie at the heart of wars and civil strife. Huge mining and resource companies like ExxonMobil and BHP Billeton maneuver for control of enormously valuable oilfields and mineral lodes. There are many other players, including shadowy resource traders, smugglers, corrupt local officials, arms dealers, transport operators and mercenary companies. Increasing scarcity of resources further sharpens such conflicts, in which powerful governments and their military/intelligence arms are always deeply involved. This section posts many Key Documents, including UN reports and resolutions, as well as key NGO reports. These materials have helped raise public awareness and catalyzed global advocacy movements, putting the spotlight on clandestine networks, big resource companies and complicit governments North and South. A high-profile campaign has targeted the bloody consequences of the mining and trade in Diamonds. In Angola, rebel groups financed a long, violent civil war by selling diamonds on the black market. Other countries, especially in Africa, have been plagued by diamond-related conflicts. Oil and Natural Gas are the world's most valuable traded resources and probably the most conflict-prone. This section illustrates how the world's great companies in the sector, like Exxon, Shell, Total, and Lukoil, roam the planet in search of new reserves, often generating wars and civil conflicts as they vie (with help from their governments) for control of the hugely profitable fields. Water may be a "renewable" resource, but growing consumption puts increasing pressure on the world freshwater supplies. Local conflicts over water have long existed, but today a combination of water shortage and transboundary waterways gives rise to escalating international conflicts.Timber is another source of deadly conflict, as the world's forests disappear, timber prices soar, and illegal logging thrives in war zones. Minerals such as cobalt, coltan, copper, uranium and gold have fueled many civil and interstate wars in Africa. Sometimes these minerals provide rebel groups with revenue to purchase arms, and sometimes they provide governments with the resources to establish a repressive military presence in mineral-producing regions. We also provide a number of General Articles, Analysis and Debate. These materials help to clarify the discussion, identify proposals for policy change and examine the possibilities for effective action.” www.globalpolicy.org/the-dark-side-of-natural-resources.html http://twitter.com/globalpolicy
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02.01.10 Islands First sucht UN-PraktikantIen (JuristInnen und PolitikwissenschftlerInnen) Die 2007 in den Vereinigten Staaten gegründete Organisation vermittelt Praktikanten an die UN-Missionen der „Small Island Developing States“ - zu dieser Gruppe gehören Länder wie Tuvalu, Nauru, Fidschi oder Palau. „Diese Nationen werden normalerweise kaum wahrgenommen, weil sie nicht genügend Geld und Mitarbeiter haben, um an allen wichtigen Sitzungen der UN teilzunehmen“, sagt Matthias Bergmann, der das deutsche Praktikantenprogramm von Islands First betreut. Selbstdarstellung auf ihrer Website: “While wealthy nations quibble over a price for carbon, the people living in small islands states are experiencing the real cost of climate change. Islands First assists small island states confront the threats of climate change by building the capacity of their UN missions, creating and sustaining strategic networks of scientific, environmental, and policy experts, and helping them plan political strategies for advancing their environmental agenda.” Weitere Infos: www.islandsfirst.org www.faz.net/s/RubC43EEA6BF57E4A09925C1D802785495A/ Doc~E662F5B24135A4178A127C5E24AD1230A~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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01.01.09 Doing the right thing for the planet: gute Vorsätze fürs Neue Jahr Leo Hickman vom Guardian gibt uns zehn Tipps mit ins neue Jahr, wie wir durch Änderung unserer Eßgewohnheiten den Planeten retten können („How to green your eating habits“). Beispiel Fleisch: „The key word in all this is ‘grain fed’. The Sustainable Development Commission, the government's independent advisory body on sustainability, recently concluded that, where possible, we should choose meat that is ‘grass-fed’. But it also said we should aim to eat fewer meat and dairy products to improve our health and reduce emissions.”http://www.guardian.co.uk/environment/2009/dec/31/10-10-food-questions
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31.12.09 Geschenk zum Jahresende: „Lex E.on“ Während die Klimakanzlerin in Koppenhagen zu retten versuchte, was nicht mehr zu retten war, entsorgten ihre Parteifreunde in Nordrhein-Westfalen klammheinmlich die als ‚Klimaschutzparagraf’ bekannte Stelle im Landesentwicklungsprogramm. Sie verpflichtete das Bundesland bislang dazu, bei der Stromversorgung insbesondere einheimische und regenerierbare Energieträger’ einzusetzen. Das OVH Münster entschied daher vor einigen Monaten, siestehe dem Weiterbau des Steinkohlekraftwerks im Wege. Marcus Rohwetter befasst sich auf ZEIT.DE mit dem Skandal unter dem Titel: „Jürgen Rütgers, Schutzpatron“. www.zeit.de/2010/01/Kohle-NRW
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30.12.09 Dubai: Übermorgenland ist abgebrannt Das Übermorgenland wurde von den Schulden von heute eingeholt. Das Märchen vom arabischen Disney-Wirtschafts-Boomland wird gerade einer schmerzhaften Realitätsprüfung unterzogen. Am 14. Dezember bewahrte der ölreiche Nachbar Abu Dhabi seinen Nachbarn mit einem Kredit von 10 Milliarden Dollar in letzter Sekunde vor der Zahlungsunfähigkeit. Im Januar will Dubai World mit seinen Gläubigern ein Stillhalteabkommen erzielen. Insgesamt hat die Staatsholding rund 40 Milliarden Dollar an Schulden angehäuft. Karim El-Gawahry auf TAZ.De zum (vorläufigen) Ende des Baubooms in und vor Dubai. www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/uebermorgenland-ist-abgebrannt
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30.12.09 Achtspurige Erweiterung: Land will die A5 ausbauen 37 Kilometer misst der Abschnitt zwischen Nordwestkreuz und Friedberg. Rund 350.000 Fahrzeuge rauschen täglich über die Rennstrecke. Den Ausbaubedarf wertet der Bundesverkehrswegeplan als "vordringlich". Von Jutta Rippegather für FR-ONLINE. www.fr-online.de/top_news/2173231_Achtspurige-Erweiterung-Land-will-die-A5-ausbauen.html
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29.12.09 Räumliche Geschwindigkeit der Klimaveränderung Florian Rötzer befasst sich auf TELEPOLIS mit der räumlichen Geschwindigkeit der Klimaveränderung. Bis zu 1,3 Kilometer im Jahr verschiebe sich die Temperatur dank Klimawandel Richtung Pole, was zu einer Migration oder dem Wettlauf der Arten führe. Viele Tierarten von Mücken und Käfern bis hin zu Gänsen oder Hasen hätten schon zu wandern begonnen. Die Lebensräume von Tieren könnten, so Wissenschaftler der California Academy of Sciences, des Carnegie Institute of Science, von Climate Central und der U.C. Berkeley, in einer Studie, die in Nature erschienen ist, jährlich um durchschnittlich 420 Meter Richtung Pole verschoben werden, um die Klimaveränderungen auszugleichen. www.heise.de/tp/blogs/2/146824 Weitere Infos:The velocity of climate change (Scott R. Loarie, Philip B. Duffy, Healy Hamilton, Gregory P. Asner, Christopher B. Field & David D. Ackerly): “The ranges of plants and animals are moving in response to recent changes in climate As temperatures rise, ecosystems with ‘nowhere to go’, such as mountains, are considered to be more threatened. However, species survival may depend as much on keeping pace with moving climates as the climate’s ultimate persistence.” www.nature.com/nature/journal/v462/n7276/abs/nature08649.html
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28.12.09 Wenn öffentlicher Raum in Renditeanlagen verwandelt wird Wolf Wetzel befasst sich auf TELEPOLIS mit dem brisanten Thema Gentrifizierung: „An dem unverständlichen Wort hängt eine Zündschnur: Wenn es die Richtigen unter den Richtigen benutzen, ist damit viel Geld zu verdienen, denn es geht um die "Aufwertung" und "Veredlung" von Stadtgebieten, der jene zum Opfer fallen, die sich das nicht leisten können. Wenn es die Falschen in verdächtigen Zusammenhängen benutzen, wie z.B. der Stadtsoziologe André Holm, dann kann man dafür wochenlang in den Knast kommen…“ www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31666/1.html
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27.12.09 Urbanisierung sei Modernisierung: Chinesischer Regierung geht die Urbanisierung des Landes zu langsam Florian Rötzer berichtet auf TELEPOLIS, das die chinesische Regierung plane, bis 2050 65 Prozent der Bevölkerung – nach dem Vorbild der Industriestaaten - in Städten anzusiedeln. Die Verstädterung der Gesellschaft solle die Modernisierung und den Fortschritt vorantreiben. www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31793/1.html
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26.12.09 Lula und die Agrarreform in Brasilien Präsident Lula da Silva habe sein Land geöffnet – und damit manch alten Anhänger enttäuscht. Besonders die Agrarreform blieb auf der Strecke, meint der ehemalige MST-Aktivist Netto Rodriguez auf FREITAG.DE: „’Lula ist ein Verbündeter seiner selbst’, meinte ein Repräsentant der Landlosen-Bewegung, als er nach dem Grund gefragt wurde, weshalb der Präsident nicht eingeladen war, als der MST den 25. Jahrestag seiner Gründung feierte. „Er bezeichnet sich als Verbündeten der Landlosen, zugleich aber auch als Verbündeten von Großgrundbesitz und Agrarbusiness.“ Sieben Jahre und eine Wiederwahl nach diesen Erklärungen hat Lula, der 1998 die Landreform „mit einem Federstrich“ per Dekret durchsetzen wollte, nicht nur das Image des MST-Sympathisanten abgestreift. Er hat sich auch vom Projekt der Landreform insgesamt verabschiedet. Stattdessen verteidigt er Großprojekte, die von sozialen Bewegungen und Umweltgruppen heftig bekämpft werden – so etwa das Wasserkraftwerk Belo Monte am Rio Xingu in Amazonien oder die Staudammprojekte am Rio Sao Francisco im trockenen Nordosten, die den Exportindustrien zugute kommen werden.“ www.freitag.de/politik/0952-brasilien-lula-reformen-landlose
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25.12.09 Tourismusentwicklung auf den Malediven Der WELT.DE Journalist Stefan Quante hat eine ganz persönliche Zeitreise zu den Malediven gemacht. Zeitunterschied: 30 Jahre. Er erlebt eine Welt, die der Tourismus verändert hat. „Damals, vor 30 Jahren: Der Agent im Hafen des noch recht beschaulichen Malé (kein Haus hatte mehr als zwei Stockwerke, die Straßen waren aus weißem Sand, und niemand hatte ein Auto) schwärmt uns von den Schönheiten Himmafushis vor…. Heute kommt kaum ein Tourist mehr nach Malé, die am dichtesten besiedelte Stadt der Welt. Die höchsten Häuser haben inzwischen zehn Stockwerke, die Straßen sind asphaltiert und der Verkehr, sagen wir - eindrucksvoll.“ www.welt.de/reise/article5527892/Eine-ganz-persoenliche-Zeitreise-zu-den-Malediven.html
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24.12.09 LMBV gestaltet die Zukunft von Landschaften: „Bergbaufolgeseen zu zwei Dritteln geflutet. Lausitzer Seenlandschaft entsteht“ Presseerklärung der LMBV (Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau.Verwaltungsgesellschaft mbH mit Sitz in Senftenberg) „Die 31 Bergbaufolgeseen in der Lausitz sind bereits zu mehr als zwei Dritteln voll, dass heißt sie sind zu 69 Prozent ihres Volumens gefüllt. Insgesamt flossen seit dem Jahr 2000 bereits 1.600 Mio. Kubikmeter Flutungswasser in die von der LMBV sicher gestalteten ehemaligen Gruben. 2009 konnte so bereits der 6. Lausitzer Bergbaufolgesee – der Bärwalder See – seinen von den Bergbausanierern angestrebten Zielwasserstand erreichen. Neben den beiden Brandenburger Seen (Gräbendorfer und Schönfelder See) sind damit in Sachsen bereits vier Seen im Endstadium, darunter auch der Bernsteinsee, der Olbersdorfer und der Dreiweiberner See. Im Jahr 2009 konnten über die Flutungszentrale Lausitz rund 50 Mio. Kubikmeter aus der Neiße, 62 Mio. Kubikmeter aus dem Spreegebiet und 11 Mio. Kubikmeter aus der Schwarzen Elster verfügbar gemacht werden, ohne dass es zu Beeinträchtigungen von Schutzgütern oder von Versorgungsaufgaben der Vorfluter kam. Mit der in 2009 bisher gefluteten Gesamtmenge von 123 Mio. Kubikmeter (mit Stand vom 21.12.2009) ist von der LMBV in Zusammenarbeit mit LTV und LUA ein durchschnittliches Flutungsergebnis erreicht worden (2008: 155 Mio. Kubikmeter; 2007: 149 Mio. Kubikmeter; 2006: 130 Mio. Kubikmeter). Schwerpunkte bei der Flutung 2009 waren auf der brandenburgischen Seite das Restloch im Tagebau Meuro, der künftige Ilse-See, dessen Wasserspiegel um 6,65 Meter anstieg. Er speiste sich mit seinen eingeleiteten 24,5 Mio. Kubikmeter vor allem aus dem als Zwischenspeicher genutzten Restloch Sedlitz sowie aus Sümpfungsmengen der Wasserhaltung Meuro. Daher sind in der Bilanz in der Brandenburgischen Lausitz insgesamt nur rund 14 Mio. Kubikmeter als Zuwachs zu verzeichnen. Die am Oberlauf der Neiße, der Spree und der Schwarzen Elster gelegenen Restseen in Sachsen kamen in den Genuss von 109 Mio. Kubikmeter Flutungswasser. Schwerpunkte der Flutungsaktivitäten 2009 waren wiederum der Berzdorfer See mit fast 50 Mio. Kubikmeter Wasserabnahme bei fast 6 Meter Wasserspiegelanstieg und der Bärwalder See mit rund 37,4 Mio. Kubikmeter Zuwachs. Der Bärwalder See hat damit rund 173 Mio. Kubikmeter geschluckt und eine Ausdehnung von fast 1.299 Hektar Wasserfläche erreicht. Insgesamt haben die zu flutenden Seen in der Lausitz bereits eine Wasserfläche von 80 Prozent des künftigen Endstandes erreicht. Damit konnte der durch Braunkohlenbergbau erzeugte Grundwasserabsenkungstrichter im Verantwortungsbereich der LMBV mit rund 5.000 Mio. Kubikmeter aufgefüllt werden, wovon 1.600 Mio. Kubikmeter in den Seen und 3.400 Mio. Kubikmeter im Grundwasser wiederaufgefüllt wurden. In den kommenden Jahrzehnten ist von der LMBV noch ein Defizit von rund 2.000 Mio. Kubikmeter auszugleichen, davon rund 700 Mio. Kubikmeter in den Seen und 1.300 Mio. Kubikmeter im Grundwasser. Für 2010 wird auch die komplette Fertigstellung der Neißewasserüberleitung ins brandenburgische Seenland erwartet. In 2009 wurde dazu als wichtiges Element der Obere Landgraben fast fertig ausgebaut und ertüchtigt. Im kommenden Jahr soll der Probebetrieb für diesen Abschnitt erfolgen und noch ein Bauabschnitt bei der Vorflut des Steinbach-Grabens realisiert werden, um künftig auch Neißewasser (über die momentan noch prioritäre Einleitung in den Berzdorfer See hinaus) verfügbar zu machen. www.lmbv.de Weitere Infos: www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,668091,00.html
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18.12.09 Vorhersehbares Catwalk-Desaster: Koppenhagen entsetzt Klimaschützer Fast zwei Wochen haben über 190 Staaten über ein neues Klimabkommen verhandelt. Heraus kam ein "zur Kenntnis genommener“ Minimalkonsens. Das war absehbar. Das letzte Vorbereitungstreffen verhies nichts Gutes. Viel zu viele offene Fragen blieben. Welcher Teufel auch immer die Staatschefs geritten hat, vor diesem Hintergrund in Kopenhagen ein Schaulaufen zu inszenieren, bleibt ihr Geheimnis. Es war kein Blumentopf zu gewinnen. Zumal alles vor den wachen Augen der Mediewn und der zivilgesellschaft stattfand. Blogger bloggten, was das Web 2.0 hergab. Lächerlich vor diesem Hintergrund der Versuch, in einer Nachtsitzung im engsten Kreis zu einer labermäßig unverbindlichen Erlklärung zu kommen, die niemanden, schon gar nicht die heute schon betroffenen Länder, überzeugen konnte. Der versuchte Mediencoup, Misserfolg als Erfolg zu verkaufen, wurde als solcher von den Betroffenen und auch den Umweltaktivisten durchschaut. He. Wacht auf. Die Zeiten der Geheimdiplomatie, der Beeinflussung des Fußvolkes durch weitgehend regierungstreue Medien und der Volksverarschung sind mit WEB 2.0 endgültig vorbei. Auch Merkels Versuchg, China das Desaster anzuhängen („Wir haben ein selbstbewusstes China erlebt www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,668091,00.html) vernebelt nur die Tatsache, daß die Industrieländer bestenfalls bereit waren, ihre Portokasse zu öffnen, um das neben dem Welthungerproplem (das durch den Klimawandel verschärft wird) wichtigste Problem des gemeinam besiedelten blauen Planeten wenigstens zu entschärfen. Floppenhagen! Brokenhagen!" Umweltschützer und Hilfsorganisationen sind vom Uno-Gipfel enttäuscht. Der vorgeschlagene Mini-Kompromiss der 30 führenden Staaten empört sie maßlos - für die ärmsten Länder der Welt sei das "eine Katastrophe", die Millionen Menschen das Leben kosten könnte. Aus Kopenhagen berichtet Gerald Traufette für SPIEGEL.ONLINE. (SPIEGEL.DE/gbk) www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,668093,00.html
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17.12.09 Aus der Asche am Amazonas Brasilien ist in wenigen Jahren zum Spitzenreiter in Sachen Klimaschutz aufgestiegen. Dahinter steckt die Hoffnung auf eine Art globaler Forstwirtschaftsplan mit radikaler ökologischen Agenda, genannt REDD. Nicht das Abholzen, das Schützen der Bäume soll bezahlt werden. In der Zeitschrift "Science" schrieb der unabhängige Regenwaldexperte Daniel Nepstad (Woods Hole Research Center in Falmouth, Massachusetts), dass er es für möglich hielte, die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes bis zum Jahr 2020 endgültig zu beenden. Keiner der für Redd relevanten Verträge ist bisher in trockenen Tüchern. In Kopenhagen könnte der Plan besiegelt werden. Ein Artikel von Joachim Müller-Jung auf FAZ-ONLINE. www.faz.net/s/Rub2542FB5D98194DA3A1F14B5B01EDB3FB/ Doc~E6F9CC9BF39624E0C8E4281E7DEDDA63B~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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16.12.09 Häuptling Surui friert für den Regenwald Hunderttausende Indianer in den Wäldern Brasiliens sind von der massiven Abholzung bedroht. Der Amazonas-Häuptling Almir Surui hat sich deshalb auf den Weg nach Kopenhagen gemacht. Seine Mission: Die Industrieländer davon zu überzeugen, dass ein lebender Wald mehr wert ist als ein toter. Aus Kopenhagen berichtet Christian Schwägerl. www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,667349,00.html
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15.12.09 Der Terminator meint: Grüne Revolution kann neuen Wohlstand schaffen Die industrielle Revolution hat vor 150 Jahren in eine neue Ära des Wohlstands geführt. Für Arnold Schwarzenegger, den Gouverneur von Kalifornien, könnte die grüne Revolution in Zukunft das Gleiche leisten kann. Dafür müssten Umweltschützer, Unternehmen, Bürger und Regierungen eng zusammenarbeiten. Ein Gastbeitrag auf WELT.ONLINE. www.welt.de/politik/ausland/article5528427 /Gruene-Revolution-kann-neuen-Wohlstand-schaffen.html
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15.12.09 How the Myth of Unlimited Growth is Destroying the Planet In this interview, Edgardo Lander, a Venezuelan leading thinker, analyzes the climate issue from another viewpoint. Lander argues that the climate change problem cannot be solved with technical top-down solutions such as carbon trading, "It is absurd to think a solution of growth can lead to something that is caused by growth itself" he says. The controversial professor believes that the South has equal share in tackling the problem. www.globalpolicy.org/social-and-economic-policy/the-environment/general-analysis-on-the-environment/48571.html
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16.12.09 Salzwassertanks statt Ackerboden ? Die Ausweitung der Anbauflächen für Energiepflanzen wie Mais oder Soja ließ weltweit die Lebensmittelpreise steigen, außerdem kamen immer mehr Zweifel an der Nachhaltigkeit der vermeintlich segensreichen Treibstofflieferanten auf. In Berliner Labors arbeiten Forscher nunmehr daran, mit Hilfe von Cyanobakterien den Biotreibstoff Ethanol herzustellen. Die Bakterien eignen sich dafür ganz besonders, haben sie doch eine weit höhere Photosyntheseleistung als Landpflanzen. Ein Artikel von Christoph Seidler. www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,665958,00.html
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14.12.09 Hawaii: Erosiom spühlt die Strände weg Hawaii lebt vom Tourismus. Das wichtigste Kapital sind seine makellosen Sandstrände. Aber die seien akut von Erosion und langfristig von einem steigenden Meeresspiegel gefährdet. Auf der Hauptinsel Oahu sei laut Geologen bereits ein Viertel der Sandstrände verloren gegangen, auf Kauai 70 Prozent der Strände von Erosion betroffen. Fachleute befürchteten, dass sich das Problem in den kommenden Jahrzehnten deutlich verschärfe, wenn die Meeresspiegel durch den Klimawandel schneller ansteigen. www.focus.de/reisen/reisefuehrer/usa/ hawaii-erosion-spuelt-die-straende-weg_aid_461272.html
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13.12.09 Leah from Tuvalu 24 year old Leah from Tuvalu addressed the Melbourne Walk Against Warming Climate Rally detailing some of the effects of climate change being felt now and calling for an ambitious, fair and legally binding climate treaty from the Copenhagen Climate Conference. According to news reports an estimated 40,000 people took part in the Melbourne march and 90,000 around Australia. http://indymedia.org.au/2009/12/12/australians-send-a-climate-message-to-prime-minister-kevin-rudd Weitere Infos: http://climateimc.org
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13.12.09 Fehmarnbelt Sind Finanzierung und Zeitplan auch unklar - morgen wird der deutsch-dänische Staatsvertrag für die Brücke über die Ostsee unterzeichnet. Jetzt wehren sich die Ostseebäder: Der Schienenausbau brächte zusätzliche Güterzüge durch die Ferienorte. Artikel von Sven Michael Veit aug TAZ.DE. www.taz.de/regional/nord/nord-aktuell/artikel/1/kein-bad-mehr-in-der-ostsee
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12.12.09 Kreativ-Quartiere: Notting Hill an der Ruhr Die durch Schrumpfung und Abwanderung gebeutelte Region soll durch den Zuzug kreativer Unternehmen eine neue Perspektive bekommen. Wie in Notting Hill könnte es also auch in Dortmund funktionieren, wo gerade die ehemalige Union-Brauerei in das Kreativ-Quartier „Dortmunder U“ umgebaut wird. Von Miriam Beul, Duisburg. www.faz.net/s/Rub8E0FC0CD826A4ACA80504FD9153A70F2/ Doc~E4CE06F32346E4DD28C03E8E369FEFA90~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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11.12.09 "Die Opfer des Klimawandels müssten vor Gericht klagen können" Nur Regierungen schachern um den Klimaschutz. Die Betroffenen bleiben außen vor. Der Menschenrechtsexperte Theodor Rathgeber erklärt im ZEIT.DE-Interview zum Tag der Menschenrechte, wie sich das ändern soll: „Die Beschwerdeverfahren aus dem Bereich Menschenrechte, bis hin zu Verfahrensabläufen etwa beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, existieren doch bereits. Ähnliche Mechanismen könnten auch in die Klimarahmenkonvention aufgenommen werden. Wenn Menschen etwa in Vanuatu gezwungen sind, aufgrund klimatischer Veränderungen umzuziehen, sollten sie die Möglichkeit haben, sich beim UN-Klimarat zu beschweren. Und dieser müsste wiederum verpflichtet sein, darauf zu reagieren. Eine auf Gerechtigkeit gründende Klimapolitik muss den Zugang zu Klagemöglichkeiten und insgesamt die Herstellung rechtsstaatlicher Verhältnisse in die Agenda aufnehmen.“ http://www.zeit.de/wirtschaft/2009-12/interview-klimawandel-menschenrechte Weitere Infos: Theodor Rathgeber ist Politologe und Autor der aktuellen Studie "Klimawandel verletzt Menschenrechte", welche die Grünen-nahe Böll-Stiftung veröffentlicht hat www.boell.de/publikationen/publikationen-7762.html
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10.12.09 Grünen-Politiker Bové: "Man muss die Menschen überzeugen" José Bové ist bekannt als militanter Aktivist gegen McDonald's. Jetzt sitzt er als Grünen-Politiker im Europaparlament. Auf FR-online.de spricht er mit Stephan Börnecke über Landwirtschaft zwischen Ökologie und Nahrungsmittelversorgung. Der Gesprächspartner José Bové kam über die Protestbewegung der 70er Jahre zur Landwirtschaft. Er ist Gründungsmitglied der Anti-Globalisierungsorganisation Attac. www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/doku_und_debatte/2134710_Gruenen-Politiker-Bove-Man-muss-die-Menschen-ueberzeugen.html Weitere Infos: http://jose-bove.eu/ http://de.wikipedia.org/wiki/Jos%C3%A9_Bov%C3%A9
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09.12.09 LBS spürt Belebung im Wohnungsbau – Presseerklärung LBS Erste Trendwende im Sommer 2009 - 11 Prozent mehr Baugenehmigungen 2010 - Stärkere Impulse durch Wohn-Riester erwartet - Neubaubedarf ist weit höher
BERLIN – Nach jahrelangen Rückgängen im deutschen Wohnungsbau gibt es im Jahre 2009 erste Erholungstendenzen. Wie Verbandsdirektor Hartwig Hamm heute vor Journalisten in Berlin mitteilte, prognostizieren die Landesbausparkassen (LBS) bei den Baugenehmigungen für das 4. Quartal des laufenden Jahres und auch für 2010 erstmals wieder zweistellige Wachstumsraten. Als Ursachen nannte Hamm die abklingende Unsicherheit potenzieller Bauherren nach der Krise und das allmähliche "Greifen" der Riester-Förderung für Wohneigentümer. Der tatsächliche Neubaubedarf sei im übrigen noch weitaus höher als die 195.000 genehmigten Wohnungen, die für 2010 zu erwarten seien (nach voraussichtlich 176.000 Einheiten im Jahre 2009). Der LBS-Sprecher wies darauf hin, dass die Verbesserungen bei den Wohnungsbaugenehmigungen im bisherigen Jahresverlauf kaum Beachtung gefunden hätten. Während das 1. und 2. Quartal noch Minusraten von 11,3 und 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr aufwiesen, sei im 3. Quartal erstmals ein deutliches Wachstum von 6,6 Prozent registriert worden. Für das 4. Quartal prognostizieren die LBS sogar einen Anstieg von 13 Prozent. Insgesamt resultiert daraus für 2009 ein Plus von knapp 1 Prozent auf 176.000 genehmigte Wohnungen. Mehr als zwei Drittel davon entfallen auf Eigenheime und Eigentumswohnungen. Für 2010 erwarten die Bausparkassen der Sparkassen ein weiteres Wachstum von 11 Prozent auf 195.000 Genehmigungen. Das wäre der höchste Wert seit vier Jahren, läge aber immer noch 20 Prozent unter dem Niveau der Jahre 2005/2006. "Die Richtung stimmt, aber wir sind noch weit vom tatsächlichen Neubaubedarf entfernt", so Hamm. Er verwies darauf, dass nach einer LBS-Umfrage vom Jahresbeginn die Mehrheit der deutschen Wohnungsbauexperten einen jährlichen Bedarf in der Größenordnung von 270.000 bis 350.000 Einheiten sehen - mindestens 50 Prozent mehr als die aktuellen Werte. Der internationale Vergleich zeige zudem, dass in allen Nachbarstaaten die Wohnungsneubauintensität mindestens doppelt so hoch ist wie hierzulande - mit Ausnahme Dänemarks, wo 2009 "nur" 65 Prozent mehr Wohnungen pro 1.000 Einwohner gebaut werden (3,3, verglichen mit nur 2,0 in Deutschland). Hamm verwies in diesem Zusammenhang auch auf die aktuelle Wohnflächenprognose des Forschungsinstituts empirica, die deutlich gemacht habe, dass die wachsende Zahl der Haushalte noch mindestens bis 2030 die Flächenansprüche kontinuierlich in die Höhe treibt. Dabei entfällt der Löwenanteil des Bedarfs auf den Wohneigentumsbereich. Dass diese Faktoren sich auf Dauer auch stärker in der Bautätigkeit niederschlagen, dafür sprechen nach den Worten des LBS-Direktors das nach wie vor extrem niedrige Zinsniveau und die auch im internationalen Vergleich günstigen Immobilienpreise. "Noch konzentriert sich das Käuferinteresse vor allem auf die preisgünstigen Angebote aus dem Bestand", sagte Hamm. So hätten die LBS-Immobiliengesellschaften als größte Maklergruppe in Deutschland in den ersten drei Quartalen 2009 bei gebrauchten Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen ein Umsatzplus von über 10 Prozent verzeichnet. Es sei aber nur eine Frage der Zeit, bis das Angebot an Gebrauchtobjekten knapper werde und mehr Neubau nötig sei, um Engpässe zu vermeiden. In vielen wirtschaftsstarken Ballungsräumen könne man entsprechende Signale bereits jetzt erkennen. Der LBS-Sprecher hob hervor, dass die "Bezahlbarkeit" auch von neuen Häusern und Eigentumswohnungen zurzeit so gut ist wie selten zuvor. "Wir brauchen jetzt gezielte Anreize, damit die Menschen mehr Mut zu einer solide finanzierten Investitionsentscheidung haben", so Hamm. Die Einbeziehung von Wohneigentum in die Förderung der privaten Altersvorsorge sei ein wichtiger Schritt gewesen. Zusätzliche Impulse gebe es, wenn ab 2010 Guthaben auf vorhandenen Riester-Konten ohne Einschränkung als Eigenkapital für den Immobilienerwerb genutzt werden können. Daneben sei es richtig, wenn in der Koalitionsvereinbarung angekündigt werde, die "Eigenheimrente" zu vereinfachen. Außerdem müssen dort, wo die Schaffung von Wohneigentum bei durchschnittlichen Familien an den hohen Preisen zu scheitern droht, die Länder gezielt helfen. Schließlich sei es eine Daueraufgabe, ausreichend bezahlbare Grundstücke möglichst stadtnah und mit geeigneter Infrastrukturanbindung zur Verfügung zu stellen. "Die Menschen wollen mehr Wohneigentum. Die Politik ist auch für eine höhere Wohneigentumsquote. Deshalb geht es jetzt darum, dass Länder und Kommunen mit Förderangeboten und Baulandprogrammen konkret die Chancen vor allem für bauwillige Familien verbessern", sagte Hamm abschließend. www.lbs.de/ht/presse/pressemitteilungen/lbs-bundesgeschaeftsstelle/belebung www.lbs.de/lbs/pics/upload/tfmedia1/HBFAAQhaazx.jpg
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08.12.09 Windturbinen hundertmal effektiver als Windräder Windfarmen seien ein Ärgernis, weil die einzelnen Windräder Abstand voneinander brauchen. Damit verteilten sich Lärm und Schatten auf große Flächen. Jetzt präsentierten US-Forscher eine Lösung: Sie setzen auf einen eigentlich unmodernen Typ von Windturbine. Ihre Ausrichtung orientiert sich am Vorbild von Fischen. Artikel von Dörte Sasse auf WELT.DE. www.welt.de/wissenschaft/article5464717/Windturbinen-hundertmal-effektiver-als-Windraeder.html
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04.12.09 René Ngongo (Democratic Republic of Congo) bekommt den Alternativen Nobelpreis – Originalerklärung auf der Website des Right Livelihood Award for outstanding vision and work on behalf of our planet and its people "...for his courage in confronting the forces that are destroying the Congo's rainforests and building political support for their conservation and sustainable use." The Congo rainforest, in global importance second only to that of the Amazon, is under grave threat from the aftermath of war, population pressure and corporate exploitation. Since 1994, including through the civil war from 1996-2002, René Ngongo has engaged, at great personal risk, in popular campaigning, political advocacy and practical initiatives to confront the destroyers of the rainforest and help create the political conditions that could halt its destruction and bring about its conservation and sustainable use. Life and career René Ngongo was born in Goma in October 1961, and took a Bachelor in biology from the University of Kisangani in 1987. It soon became clear to him that the Congo rainforest, the second largest tropical forest in the world, is under very grave threat - both because of the poverty of local people who cut the forest to satisfy their need for food and fuelwood and because of commercial logging and mining. In 1994 Ngongo founded, and became the national coordinator of, OCEAN (Organisation concertée des ecologistes et amis de la nature). OCEAN started as an environmental NGO in Kisangani, but has managed to reach out to the entire country through the work of volunteers. OCEAN's main activities are agroforestry, urban tree-planting, reforestation nurseries for the most threatened species, distribution of improved cooking stoves, monitoring of the exploitation of natural resources, education, especially through radio and TV broadcasts, and the advocacy and lobbying on local, national and international level. Ngongo has also worked both for the Forest Stewardship Council (FSC) and the Extractive Industries Transparency Initiative (EITI). Since 2008, Ngongo has been working for Greenpeace to build up the new Greenpeace DRC office. He handed over the leadership of OCEAN to a younger colleague and became a member of its Administrative Council instead. Promoting sustainable land use The first focus of Ngongo's work was to promote sustainable land use models that would allow the local population to satisfy their need for food and fuelwood, and to receive a better income, without destroying the forest. From 1992 to 2000, Ngongo had a weekly radio programme on nature protection and the impact of deforestation called 'L'Homme et son Environnement - MAZINGIRA'. At the same time, Ngongo developed pedagogical tools and provided trainings for farmers to learn about alternatives to the destructive "slash and burn" agriculture. He created in Kisangani demonstration fields for sustainable agricultural techniques like agroforestry (growing food in the forest without destroying it) and taught locals how to save on fuelwood through improved cooking stoves.Ngongo also co-ordinated the creation of a seedling plantation with 20,000 seedlings of the most exploited tree species in the Eastern province. This plantation provided trees for several events such as 'green city' (Ville Verte) during which tree planting took place in abandoned parks, along avenues and in schools. Children were actively involved in these events to ensure widespread dissemination of the environmental messages. Exposing destructive mining and logging Throughout the wartime years of 1996-2002 Ngongo was actively monitoring the exploitation of natural resources by the different warring parties. Many international organisations and research institutes recognised OCEAN as a key source of information. For instance, Ngongo's research on illegal mining operations (diamonds and other minerals) contributed to the UN Security Council expert panel report on the illegal exploitation of natural resources in the DRC. Ngongo is convinced that the struggle for the control over natural resources was the main driving force of the conflicts in the DRC that left millions of people dead. Since the civil war ended, the destruction of the Congo rainforest has accelerated even more, because the DRC is now safe terrain for the big forestry multinationals to operate. OCEAN became the key organisation exposing irresponsible logging practices as well as weak governance and a lack of transparency in the forest and mining sectors. Not surprisingly, Ngongo has experienced a considerable amount of threats, manipulation and intimidation. Today, the rainforests of the DRC are at a crossroads. In January 2009, the government finished a legal review of 156 forest concessions (on 20 million hectares) and concluded that 91 of them had been illegal. However, in September 2009, several companies whose contracts had been declared illegal by the joint ministerial commission in January continued their activities in total impunity. Thus, it is one of Ngongo's priorities to campaign for the implementation of the government's decision and for respecting the moratorium on new logging activities in the forests of the DRC. He is arguing that the further destruction of the Congo rainforest would put local communities, who depend on the forest for their livelihoods, at great risk. It would also further accelerate global warming and make the DRC more vulnerable to its effects. Capacity building Much of Ngongo's work is dedicated to strengthening the knowledge and capabilities of NGOs, politicians and local authorities in the Democratic Republic of Congo to effectively protect the forest. He has coordinated training sessions for national and provincial politicians on the forest code. OCEAN is working with local communities affected by road construction projects to make sure that their voices are heard. In addition, Ngongo's ongoing support of grassroots initiatives provided a strong basis for the development of the 'Reseau des Resources Naturelles', a Congolese umbrella organisation for civil society groups working on mining and forestry issues. Ngongo has also organised many consultations with politicians, donors and industry representatives to promote sustainable forestry practices. Quotation "The forests of the DR Congo and the Congo Basin, the planet's second 'lung', are a precious heritage that should be preserved. Those forests should not be considered merely as raw material to be exported and should neither only be seen as a carbon reservoir. Before anything else, it is a living environment, a grocery store, a pharmacy, a spiritual landmark for millions of forest communities and aboriginal peoples, those who are our forest's main guardians. Destroying the forest means destroying lifestyles that are worth as much as others... Those extraordinary forests, with a unique biodiversity, also represent a major asset for the DRC and the entire planet when it comes to the fight against climate change. Valorising them as standing forests brings about a quarter of the answer on how to defuse the threat of climate change. But unfortunately, with 13 million hectares disappearing each year, what future are we handing over to future generations? And in the meantime, so many meetings, speeches, good intentions...” www.rightlivelihood.org/ngongo.html
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04.12.09 Wohlstand ohne Wachstum Es ist die dringlichste Aufgabe, die Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und NGOs im kommenden Jahrzeht auf der Agenda haben müssen. Zu lange sind wir um das goldene Kalb „Wachstum“ getanzt. Inzwischen haben uns Wissenschaftler vorgerechnet, daß wir mehrere Erden bräuchten, wenn wir mit der Wachstumsideologie weitermachen. Es sind dies längst nicht mehr nur die üblichen Verdächtigen aus dem Umfeld der linksalternativen Ökoszene. Das Thema ist auch auf präsidialer Ebene angekommen, wie Sarkozy – linksalternativer ökobewegungsorientierter Tendenzen unverdächtig – beweist. Wir haben an dieser Stelle öfter zum Thema berichtet und zu entsprechenden Artikeln verlinkt. Till Schwarze von N-TV hat einen weiteren Beitrag geleistet, auf den wir nunmehr hinweisen. In der Vorschau schteibt er: „Ist Wachstum wirklich für unser Leben notwendig, wie Kanzlerin Merkel stets betont? Von Bundespräsident Köhler über Frankreichs Präsident Sarkozy bis hin zur EU-Kommission fordern Politiker die Abkehr von der "Wachstumseuphorie". Für ein radikales Umdenken setzt sich auch Bremens Umweltsenator Loske ein: "Wohlstand braucht kein Wachstum." (N-TV/gbk) www.n-tv.de/politik/dossier/Wohlstand-ohne-Wachstum-article623844.html
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04.12.09 Ballermann Dass die inzwischen so benannte „Playa de Palma“ rund um die Plattenbauten zwischen Can Pastilla und S’Arenal (der Wiege des Pauschaltourismus) weg vom Ballermann-Image will, ist seit Jahren ein offenes Geheimnnis. Mit den Sauftouristen lässt sich kein Blumentopf gewinnen. Sie kommen nur, wenn es warm ist, und lassen auch nicht sonderlich viel Geld auf der Insel. Viel interessanter sind die Wanderer und Radler aus der Szene der LOHAS. Jahrelang wurde auf der Baleareninsel diskutiert, wie sich aus der Playa de Palma eine stilvolle Tourismusmeile machen lässt – nun kommt Bewegung in die Sache. Vielleicht, eventuell, hoffentlich. Auf Mallorca ticken die Uhren langsamer – wenn es nicht um kurzfristig erreichbare Gewinne geht sondern um nachhaltige Projekte. Sybille Nobel-Sagolla erklärt uns auf WELT.DeE, wie das gehen soll. www.welt.de/reise/article5422638/Playa-de-Palma-will-weg-vom-Ballermann-Image.html
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02.12.09 'Greening of Hate' und ‘Planet-Management’ Der Klimawandel wird ganz allmählich zum Sicherheitsproblem umgedeutet. Dass das Problem der Nachhaltigkeit auch totalitär gelöst werden kann, habe Carl Amery 1998 in seinem Buch "Hitler als Vorläufer" dargelegt – so Nils Boing auf Technology Review. Amerys These sei es: „Der Nationalsozialismus von Hitler mit Euthanasie und Holocaust war kein singulärer Unfall in der Geschichte, sondern die barbarische Antwort auf ein sich erstmals andeutendes Nachhaltigkeitsproblem der westlich-industriellen Zivilisation.“ Die nationalsozialistische Ideologie sei nach Amery eine Verneinung der bis in die Antike zurückreichenden Tradition eines jüdisch-christlichen Humanismus. In der sah Amery auch die sozialistische Theorie seit dem 19. Jahrhundert: "Sie stand auf der granitenen Überzeugung: Es reicht für alle." Hitlers Selektionswahn hingegen baute auf der Ansicht auf: Es reicht nicht für alle - nur für ein "Herrenvolk". Die Hitler-Ideologie berge nach Amery ein Angebot an Zukunftselementen, dem sich weder die gegenwärtige zeitgeschichtliche Auseinandersetzung noch der gegenwärtige politische Betrieb zu stellen wagen. Boeing: „Moderner könnte man das Programm, das sich daraus ergibt, auch ‚Planet-Management’ nennen, schrieb Amery. Die wichtigsten Werkzeuge des Planet-Managers sind totale, lückenlose Überwachung und Selektion. Menschenrechte und der Schutz von Minderheiten stehen hierbei selbstverständlich zur Disposition.“. www.heise.de/tr/blog/artikel/Planet-Management-873580.html Weitere Infos: Carl Amery, Hitler als Vorläufer - Auschwitz - der Beginn des 21. Jahrhunderts?, Luchterhand 1998 http://www.zeit.de/1998/01/Schwarze_Metaphysik?page=all (Rezension) http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Amery
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28.11.09 Madrid: Bauen, was das Zeug hält Der Großraum Madrid zählt mit etwa sechs Millionen Einwohnern zu den größten Metropolen Europas. Madrid ist (ohne Vororte) mit rund 3,3 Millionen Einwohnern nach London und Berlin die drittgrößte Stadt der Europäischen Union. Nicht nur an der spanischen Mittelmeerküste, sondern auch im Großraum standen bis zur Immobilkien- und Finanzkrise die Betonmischer nicht still. Florian Haupt weist auf MERIAN.DE darauf hin, daß man mit einem zehn Jahre alten Stadtplan zumindest in den Außenbezirken nicht mehr weit komme. Die Stadt sei in diesem Zeitraum um gut 300.000 Einwohner gewachsen (auf jetzt 3,2 Millionen), der Großraum um über eine Million (auf jetzt 6,3 Millionen). Das Metronetz habe sich von 170 auf 320 Kilometer fast verdoppelt. www.merian.de/reiseziele/artikel/a-663600.html http://de.wikipedia.org/wiki/Madrid
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27.11.09 Hashima: Geisterstadt im Ozean Die Insel diente von 1887 bis 1974 als unterseeisches Kohleabbau-Gebiet und ist seitdem unbewohnt Sie besaß ursprünglich eine Breite von 120 m und eine Länge von 320 m. Durch sechs verschiedene Aufschüttungen mit Abraum beginnend ab 1897 erreichte sie ihre heutigen Ausmaße einer Breite von 160 m, einer Länge von 480 m und einer Küstenlänge von 1,2 km. Die Fläche beträgt 6,3 ha. 1959 wurde eine Bevölkerungsdichte von 83.476,2 Einwohnern pro Quadratkilometer festgestellt – eine der höchsten jemals aufgezeichneten Bevölkerungsdichten der Welt. Elektrizität und Wasser kam über unterseeische Leitungen von der Hauptinsel, Gemüse, Tee oder Kräuter wurden von den Bewohnern auf Dachgärten angebaut. Im Laufe der Energiereformen wurde die Stilllegung der Werke am 15. Januar 1974 beschlossen. Bis auf ein Demontagekommando waren alle Bewohner auf der Stelle arbeitslos und hatten dementsprechend große Eile, die Insel zu verlassen; das letzte Boot verließ die Insel bereits am 20. April 1974. Für viele Japaner gilt sie als Mahnmal der rücksichtslosen Industrialisierung und Ausbeutung von Mensch und Natur – auch mit Hinsicht auf die unrühmliche Funktion als zeitweiliges Arbeitslager. Christoph Gunkel erinnert heute an den trutzigen, grauen Koloss aus Stahl und Beton, der seit April 2009 ist Hashima erstmals nach 35 Jahren wieder für Besucher zugänglich ist. http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/5562/geisterstadt_im_ozean.html http://de.wikipedia.org/wiki/Hashima_(Insel) http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6c/Nagasaki_Hashima_01.png
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26.11.08 Das ist der Gipfel! Die politischen Schwergewichte der Welt buchen Flugtickets nach Dänemark. Mehr als ein Fototermin dürfte dabei nicht rauskommen. Die Rettung der Menschheit als politischer Catwalk. Klasse Idee. Danke Obama. Danke Wen Jiabau. Auch im Namen der Bewohner von Tuvalu, der Malediven, Bengalens ….. und der Liebhaber von Mallorcas Stränden. Und - so nebenbei gesagt - der vielen Klimaflüchtlinge und alleine klimawechselbedingt Hungernden, die wir schon heute zu beklagen haben. (SPIEGEL.DE/gbk) www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,663549,00.html
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25.11.09 CORINE: Internationaler Buchpreis an Alex McLean für „Der American Way of Life oder Das Ende der Landschaft“ CORINE wird bereits zum neunten Mal im Rahmen einer TV-Gala verliehen. Wie der OSCAR im Filmbusiness, so gehört die alljährliche Verleihung der CORINE für die Verlagswelt zu den großen Ereignissen. Schirmherr ist der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer. Die Laudatio auf Alex McLean hielt gestern die Wissenschaftsmoderatorin Nina Ruge. Sie lud den anwesenden McLean zu einem Flug über Deutschland ein. Hoffentlich nimmt er die Herausforderung an. CORINE-Hompage www.corine.de zum Buch (das wir nach seinem Erscheinen bereits an dieser Stelle vorgestellt haben, siehe auch www.landusewatch.info/40582/41448.html) In ebenso brillanten, wie erschreckenden Bildern hält Alex MacLean seinen Landsleuten den Spiegel der Zerstörung ihres Kontinents vor. Seit über 30 Jahren dokumentiert der Architekt, Fotograf und Harvard Absolvent die Veränderung des amerikanischen Kontinents anhand von spektakulären Luftbildern aus mehreren hundert Metern Höhe. Seine Aufsehen erregenden Aufnahmen wurden in Einzel- und Gruppenausstellungen auf der ganzen Welt gezeigt und vielfach ausgezeichnet. Die Arial-Shots zeigen die USA als Vorreiter auf dem Weg in die ökologische Apokalypse. Da werden Golfplätze, Reihenhaussiedlungen und ganze Städte mitten in die Wüste gebaut, neue Ferienhochburgen entstehen unmittelbar an ansteigenden und orkangefährdeten Meeresufern, Kohle- und Kernkraftwerke gewaltigen Ausmaßes beziehen ihr Kühlwasser aus natürlichen Gewässern und schicken es auch wieder dorthin zurück. In täuschend schönen Bildern und ausführlichen Kommentaren kritisiert er den unverantwortlichen Umgang mit Energien und natürlichen Ressourcen. Sein Appell zur Rettung des Planeten Erde richtet sich an die gesamte Weltgemeinschaft – und damit an jeden einzelnen von uns. “Noch nie hat uns ein Fotograf mit so ästhetischen Bildern zum Schaudern gebracht.“ Weitere Infos: » Website des Verlags Schirmer/Mosel » Bildmaterial zum Download bei Schirmer/Mosel (Zugang über Pressemeldung vom 24. August 2009) Die Preisverleihung wird am Samstag, den 28. November 2009 um 20:15 Uhr im Bayerischen Fernsehen wiederholt.
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24.11.09 Forscher warnen vor blitzartigem Klimawandel Die Erde erwärme sich viel schneller, als es selbst düsterste Szenarien vorhergesagt hätten. Für Gegenmaßnahmen blieben nur noch wenige Jahre. Diese dramatische Warnung häzzen jetzt renommierte Klimaforscher veröffentlicht. Kritiker hielten den Bericht jedoch für überzogen. Ein Artikel von Markus Becker auf SPIEGEL.ONLINE. www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,663045,00.html
Original der Presseerklärung: Climate change accelerating beyond expectations, urgent emissions reductions required, say leading scientists. Global ice-sheets are melting at an increased rate; Arctic sea-ice is disappearing much faster than recently projected, and future sea-level rise is now expected to be much higher than previously forecast, according to a new global scientific synthesis prepared by some of the world’s top climate scientists. In a special report called ‘The Copenhagen Diagnosis’, the 26 researchers, most of whom are authors of published IPCC reports, conclude that several important aspects of climate change are occurring at the high end or even beyond the expectations of only a few years ago. The report also notes that global warming continues to track early IPCC projections based on greenhouse gas increases. Without significant mitigation, the report says global mean warming could reach as high as 7 degrees Celsius by 2100. The Copenhagen Diagnosis, which was a year in the making, documents the key findings in climate change science since the publication of the landmark Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) Fourth Assessment Report in 2007. The new evidence to have emerged includes:Satellite and direct measurements now demonstrate that both the Greenland and Antarctic ice-sheets are losing mass and contributing to sea level rise at an increasing rate. Arctic sea-ice has melted far beyond the expectations of climate models. For example, the area of summer sea-ice melt during 2007-2009 was about 40% greater than the average projection from the 2007 IPCC Fourth Assessment Report.Sea level has risen more than 5 centimeters over the past 15 years, about 80% higher than IPCC projections from 2001. Accounting for ice-sheets and glaciers, global sea-level rise may exceed 1 meter by 2100, with a rise of up to 2 meters considered an upper limit by this time. This is much higher than previously projected by the IPCC. Furthermore, beyond 2100, sea level rise of several meters must be expected over the next few centuries.In 2008 carbon dioxide emissions from fossil fuels were ~40% higher than those in 1990. Even if emissions do not grow beyond today’s levels, within just 20 years the world will have used up the allowable emissions to have a reasonable chance of limiting warming to less than 2 degrees Celsius. The report concludes that global emissions must peak then decline rapidly within the next five to ten years for the world to have a reasonable chance of avoiding the very worst impacts of climate change.To stabilize climate, global emissions of carbon dioxide and other long-lived greenhouse gases need to reach near-zero well within this century, the report states.
The full report is available at download.copenhagendiagnosis.orgStatements by Authors
"Sea level is rising much faster and Arctic sea ice cover shrinking more rapidly than we previously expected. Unfortunately, the data now show us that we have underestimated the climate crisis in the past." Professor Stefan Rahmstorf, Professor of Physics of the Oceans and a Department Head at the Potsdam Institute for Climate Impact Research in Germany. "Carbon dioxide emissions cannot be allowed to continue to rise if humanity intends to limit the risk of unacceptable climate change. The task is urgent and the turning point must come soon. If we are to avoid more than 2 degrees Celsius warming, which many countries have already accepted as a goal, then emissions need to peak before 2020 and then decline rapidly." Professor Richard Somerville, Scripps Institution of Oceanography, University of California, San Diego, USA. "We have already almost exceeded the safe level of emissions that would ensure a reasonably secure climate future. Within just a decade global emissions need to be declining rapidly. A binding treaty is needed urgently to ensure unilateral action among the high emitters." Professor Matthew England, ARC Federation Fellow and joint Director of the Climate Change Research Centre of the University of NSW, Australia. "This is a final scientific call for the climate negotiators from 192 countries who must embark on the climate protection train in Copenhagen. They need to know the stark truth about global warming and the unprecedented risks involved." Professor Hans Joachim Schellnhuber, Director of the Potsdam Institute for Climate Impact Research (PIK) and Chair of the German Advisory Council on Global Change (WBGU). "The adjustment of glaciers to present climate alone is expected to raise sea level by approximately 18 centimeters. Under warming conditions glaciers may contribute as much as more than half a meter by 2100.” Dr. Georg Kaser, Glaciologist at the University of Innsbruck, Austria. “Warming of the oceans and increased uptake of CO2 is of increasing concern for the marine environment. The loss of biodiversity due to upper ocean warming, ocean acidification and ocean de-oxygenation will add dramatically to the existing threads of overfishing and marine pollution".Professor Martin Visbeck, Professor of Physical Oceanography and Deputy Director of IFM-GEOMAR. "The climate system does not provide us with a silver bullet. There is no escape but to start reducing greenhouse gas emissions as soon as possible." Professor Nicolas Gruber, Professor for Environmental Physics, ETH Zürich. "Climate change is coming out even clearer and more rapidly in the recent data. The human contribution is not in doubt." Professor Corinne Le Quéré, University of East Anglia School of Environmental Sciences, UK "Climate change is accelerating towards the tipping points for polar ice sheets. That's why we're now projecting future sea level rise in metres rather than centimeters." Professor Tim Lenton, University of East Anglia School of Environmental Sciences, UK "Reducing tropical deforestation could prevent up to a fifth of human CO2 emissions, slowing climate change and helping to maintain some of the planet's most important hotspots of biodiversity." Professor Peter Cox, Climate System Dynamics at the University of Exeter, UK "New ice-core records confirm the importance of greenhouse gasses for past temperatures on Earth, and show that CO2 levels are higher now than they have ever been during the last 800,000 years. The last time Earth experienced CO2 levels this high was millions of years ago." Professor Jane Francis, University of Leeds, UK "The reconstruction of past climate reveals that recent warming in the Arctic and in the Northern Hemisphere is highly inconsistent with natural climate variability over the last 2000 years." Dr Alan Haywood, Reader in Paleoclimatology, the University of Leeds, UK
The Copenhagen Diagnosis, 2009: Updating the World on the Latest Climate Science. I. Allison, N.L. Bindoff, R.A. Bindschadler, P.M. Cox, N. de Noblet, M.H. England, J.E. Francis, N. Gruber, A.M. Haywood, D.J. Karoly, G. Kaser, C. Le Quéré, T.M. Lenton, M.E. Mann, B.I. McNeil, A.J. Pitman, S. Rahmstorf, E. Rignot, H.J. Schellnhuber, S.H. Schneider, S.C. Sherwood, R.C.J. Somerville, K. Steffen, E.J. Steig, M. Visbeck, A.J. Weaver. University of New South Wales Climate Change Research Centre (CCRC), Sydney, Australia.
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23.11.09 40 Jahre Unter unserem Himmel Topographie: Bauen und Bewahren Grün kaputt – ein immer noch aktueller Film von Dieter Wieland aus dem Jahr1983 Lange bevor ökologische Themen zum journalistischen Repertoire gehörten, hat Dieter Wieland in „Unter unserem Himmel“ die Zersiedelung der Landschaft, die Verschandelung von Städten und Dörfern erkannt und eindringlich geschildert. Wie kaum ein anderer hat er die Veränderungen des Landes Bayern dokumentiert – und mit seiner unnachahmlichen Art kommentiert. Bis heute kämpft er in seiner preisgekrönten Reihe „Topographie" für den Schutz unserer gewachsenen und gebauten Kulturlandschaft. Zum 40. Jubiläum von „Unter unserem Himmel“ sendet das Bayerische Fernsehen einen seiner Aufsehen erregendsten Beiträge: „Grün kaputt“. Zur Erstausstrahlung 1983 schrieb Dieter Wieland: „Ein Kahlschlag geht durchs Land. Aber es sind nicht nur die großen, auffälligen Aktionen wie Startbahn West oder Rhein-Main-Donau-Kanal, die das Grün in Deutschland dezimieren. Viel schreckender und folgenschwerer sind die tagtäglichen privaten Abholzungen mit der Motorsäge, die in der freien Landschaft kaum noch Flurgehölze oder Hecken, Streuobstanlagen, Einzelbäume oder Alleen übriggelassen haben. Wir kennen kaum noch Bäume in der freien Flur. Noch nie standen Bauernhöfe und Dörfer so nackt und kahl in der Landschaft. Genauso erbarmungslos gehen Gartenbesitzer und Eigenheimbauer gegen jeden alten Baumbestand vor. Aus Angst vor Herbstlaub, Fallobst und vor Schatten sind in den letzten Jahren fast nur noch kniehohe Krüppelkoniferen gepflanzt worden – pflegeleicht, aber unfruchtbar und völlig wertlos als ökologische Basis für ein Tier- und Vogelleben und zur Verbesserung von Luft und Klima in unserem Wohnbereich. Es ist nicht damit getan, von der Industrie Maßnahmen gegen den Ausstoß von Schwefel zu fordern. In dieser Krise der Natur ist jeder einzelne zum Handeln aufgerufen.“ Wiederholung der Erstsendung vom 23. Oktober 1983 heute im Bayerischen Rundfunk. Hat jemand einen Mitschnitt? www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/unter-unserem-himmel/gruen-kaputt-dieter-wieland-himmel-bub-2009-ID1255440949737.xml Weitere Infos: www.br-online.de/download/pdf/alpha/w/wieland.pdf (Interview mit Wieland) http://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Wieland
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23.11.09 „Koloss von Rügen“ wird (teilweise) Jugendherberge 4,5 Kilometer NS-Vergangenheit verriegeln seit siebzig Jahren den Zugang zum flachen Sandstrand des Prorer Wiek. Die schönste Bucht der Insel Rügen haben sich die Nationalisten für ihr "Seebad der 20.000" ausgesucht. Im Auftrag der NS-Organisation "Kraft durch Freude" wurde Prora zwischen 1936 und 1939 auf 4,5Kilometern Länge hochgezogen. Die auch heute noch sichtbare Gesamtkonzeption der Anlage ist ein Beispiel dafür, wie der Nationalsozialismus seinen Machtanspruch sowohl mittels Architektur demonstrieren als auch über eine gleichgeschaltete Bevölkerung umfassend ausüben wollte. Wollte - denn es kamen niemals Urlauber. Als mit dem deutschen Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg begann, endeten die Arbeiten abrupt. Seit 70 Jahren verfällt das Seebad Prora auf Rügen, ohne jemals richtig genutzt worden zu sein. Seitdem verfällt das größte zusammenhängende Tourismusgebäude. Ideen gab es einige. Kein Investor hielt durch. Eine Jugendherberge mit 400 Plätzen (der Landkreis investiert 16,33Millionen Euro) soll nun Leben in Block 5 der Ruine bringen. Ein Artikel von Jens Schneider. www.sueddeutsche.de/,ra2m1/panorama/910/495238/text Weitere Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Seebad_Prora http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1f/ProraSeeseite.jpg http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/76/Plan_Prora_1945%2B2009.png www.dokumentationszentrum-prora.de
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22.11.09 Ölförderung im Südsudan verseucht Grundwasser Schon vor Erlangung der Unabhängigkeit des Sudans am 1. Januar 1956 fürchtete man im Südsudan, der Norden könnte den fruchtbaren und an Bodenschätzen reichen Süden in wirtschaftlicher, politischer und kultureller Hinsicht dominieren. Nach jahrzehntelangem Sezessionskrieg wurde im Jahre 2005 die autonome Region Südsudan gebildet. Sie hat ca. 8,8 Millionen Einwohner. Infolge des Krieges ist Armut bis hin zu Hunger unter der Bevölkerung verbreitet. Die Landwirtschaft – insbesondere Viehzucht und Hirseanbau – wurde in Mitleidenschaft gezogen, und die Versorgung der aus Nachbarländern und anderen Landesteilen zurückkehrenden Flüchtlinge stellt ein Problem dar. Südsudan verfügt über Bodenschätze, insbesondere Erdöl, und wird infolge des Friedensabkommens auch an den Gewinnen hieraus beteiligt. Laut einer Studie der Weltbank würde die Beteiligung an den Erdöleinnahmen, die der Autonomieregierung zufließt, ausreichen, um die Armut zu bekämpfen und die Lebensbedingungen der südsudanesischen Bevölkerung zu verbessern. Die Autonomieregierung gab bekannt, die Einnahmen vorrangig für die Entwicklung von Landwirtschaft und Infrastruktur einsetzen zu wollen. Doch was nutzt das, wenn die Ausbeutung der Rohstoffe – insbesondere des Erdöls – weite Teile der Region im Grunde unbewohnbar machen und seit Förderbeginn tausende ihre Dörfer verlassen mussten? Die deutsche Hilfsorganisation Hoffnungszeichen fand im südsudanesischen Bundesstaat Unity in Trinkwasserquellen bei den Ölfeldern Mala und Thar Jath gut 50 Kilometer außerhalb der Provinzhauptstadt Bentiu unter anderem Chrom und Blei. Dort betreibt das Konsortium White Nile Petroleum Operating Company (WNPOC), geführt vom malaysischen Konzern Petronas. die Ausbeutung der Ölfelder. Etwa 300.000 Menschen sind von der Grundwasserverseuchung betroffen. Die Bevölkerung dieser Region gehört zumeist zum Volk der Nuer und lebt von Viehzucht und Fischerei. Ein Artikel von Ilona Eveleens für TAZ.DE. www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/durst-es-gibt-zyanid-chrom-blei Weitere Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdsudan www.hoffnungszeichen.de/schwerpunkt_sudan.html
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21.11.09 25.000 HighTec-Wassermühlen für sauberen Strom? Ein norddeutscher Ingenieur verhilft einer fast vergessenen Technologie zum Comeback: der Wassermühle, berichtet Nils-Victor Sorge auf SPIEGEL.ONLINE. Mit Tausenden solcher Anlagen wolle Hartmuth Drews künftig Strom produzieren. Die ersten Räder liefen bereits - und die Fachwelt räume dem Projekt gute Chancen ein. Professionelle Bedenkenträger wie wir erlauben sich jedoch den Hinweis, daß nicht alles Gold ist, was glänzt. Die Reaktivierung bzw. Aufrüstung alter Wasserkraftwerke ist eine gute Idee. Eine schlechte wäre es, nunmehr – wie in der Schweiz derzeit – großflächig und satellitenbildunterstützt die Gesamtfläche Deutschlands nach weiteren Potentialen abzugrasen. Kaum vermittelbar dürfte sein, Millionen respektive in der Summe der letzten Jahre Milliarden in die Renaturierung von Bächen und Flüssen zu stecken, andernorts aber munter Bach- und Flussläufe zu verbauen. www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,661710,00.html Weitere Infos: www.flussstrom.de www.wasserrad-drews.de http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserrad
Die Parlamentarische Gruppe Frei fließende Flüsse, PG FfF wurde im Juli 2007 in der 16.Legislaturperiode von den Bundestagsabgeordneten Brunhilde Irber (SPD), Horst Meierhofer (FDP), Eva Bulling-Schröter (Die Linke) und Anton Hofreiter (Bündnis 90 / Die Grünen) gegründet. Ziel der Gruppe ist der Schutz der letzten noch erhaltenen großen deutschen Flussläufe und Flusslandschaften vor Zerstörung durch Kanalisierung und Verbauung. Als besonders gefährdet durch Flussbaumaßnahmen gelten die niederbayerische Donau zwischen Straubing und Vilshofen mit dem Isarmündungsgebiet, die Elbe, die Saale sowie die Oder im Bereich des deutsch-polnischen Auen-Nationalparks Unteres Odertal.Ziele:Schutz der Flüsse vor weiterer Anstauung, Kanalisierung und VerbauungSchutz der Auwälder und Flusslandschaften sowie deren Tier und Pflanzenwelt als wertvollen Beitrag zum Schutz der biologischen VielfaltUnterstützung der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie WRRL für einen ökologisch und chemisch guten Zustand der Flüsse und GewässerUmfassender ökologischer Hochwasserschutz, der Raum für eine naturnahe Flussdynamik lässtGrößtmögliche Durchgängigkeit für wandernde Fischarten und Wassertiere und eine verantwortungsvolle und schonende Nutzung der FischbeständeFreie und unverbaute Zugänglichkeit der Flüsse und sanften Tourismus und ErholungFörderung einer flussangepassten BinnenschifffahrtNachhaltiger und schonender Umgang mit der Ressource WasserGesunde, lebenswerte Umwelt und intakte Heimat http://de.wikipedia.org/wiki/Parlamentarische_Gruppe_Frei_flie%C3%9Fende_Fl%C3%BCsse www.toni-hofreiter.de/dateien/Parlamentarische_Gruppe_Freie_Fluesse.pdf.
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21.11.09 Après-Ski-Partys, Porno Alpin und Beleidigungsarchitektur Mit dem Massentourismus im Ötztal befasst sich Caroline Mayer (dpa). Das ehemals kleine Bergdorf Sölden, in dem heute 3000 Menschen leben, registriere jedes Jahr zwei Millionen Übernachtungen in 15.000 Gästebetten. Damit ist Sölden Nach Wien und Salzburg die drittstärkste Tourismusgemeinde Österreichs und ein wichtiges Tourismusgebiet, hauptsächlich für den Wintersport. Der frühere Charakter eines Bergbauerndorfes, der bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts im ganzen Ötztal vorherrschend war, ging völlig verloren und wurde durch einen beliebigen, städtischen bis pseudo-alpinen Baustil verdrängt. www.spiegel.de/reise/europa/0,1518,662536,00.html Weitere Infos: www.soelden.com/ http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%B6lden_%28%C3%96tztal%29 http://www.landschaftswandel.de/ergebnisse.html www.cipra.org
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20.11.09 Naturschutz in Indonesien: "Meine Heimat wurde vernichtet" Der Wissenschaftler Tampung Saman kämpft auf Borneo gegen die Zerstörung des Regenwalds. In den vergangenen 30 Jahren wurde die Hälfte des Regenwalds auf der Insel zerstört. Mit einer Fläche von 751.936 km² ist sie nach Grönland und Neuguinea die drittgrößte Insel der Welt. Die Gesamtbevölkerung Borneos betrug zur Volkszählung 2000 (Brunei 2001) gut 16 Millionen. Dagny Lüdemann hat mit Saman über Erfolge und Widerstände gesprochen. www.zeit.de/wissen/umwelt/2009-11/borneo-abholzung-regenwald Weitere Infos: http://ckpp.wetlands.org/ http://de.wikipedia.org/wiki/Borneo http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Palm_forest.jpg www.bos-deutschland.de
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18.11.09 Die Stadt ist unsere Fabrik Blog-Beitrag für die Technology-Review von Nils Boeing. „Man könnte den derzeitigen Aufruhr an den Universitäten für ein lustiges Ritual halten. Aber er kommt zusammen mit einem Rumoren in den Städten. Beide stehen für die neue Auseinandersetzung um die urbane Wissensgesellschaft von morgen. … Die zonierte, privatisierte, von oben durchregierte und "grün" lackierte Stadt ist die Lösung im neoliberalen Geiste. Und genau dagegen gehen die "Wissensarbeiter" – die angehenden und die praktizierenden – jetzt an. Ob sie eine bessere, funktionierende Alternative entwickeln können, wird man sehen. Dass sie es schaffen, ist aber unbedingt zu hoffen.“ www.heise.de/tr/blog/artikel/Die-Stadt-ist-unsere-Fabrik-860733.html
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18.11.09 Ban Ki Moon rügt Israels Siedlungsbau als illegal Die USA und die UN sind empört: Entgegen der Forderung der US-Regierung habe Israel einem neuen Siedlungsprojekt mit 900 Wohnungen am Rande Ostjerusalems (im Vorort Gilo) zugestimmt, berichtet ZEIT.DE. Gilo sei auf arabischem Land gebaut worden, das 1967 von Israel besetzt und später annektiert wurde. Die übergroße Mehrheit der internationalen Staatengemeinschaft erkenne diese Annexion nicht an. www.zeit.de/politik/ausland/2009-11/gilo-siedlungsbau-kritik-un-usa
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18.11.09 Bergtourismus Reinhold Messner im FAZ.ONLINE-Interview mit Michael Wittershagen: „Klettern und Bergsteigen werden inzwischen zu den Spaßsportarten gezählt, in einer Reihe mit Bungee-Jumping und anderen Kick-Sportarten. Wir leben im Zeitalter des Pisten-Alpinismus. Möglichst viele Menschen sollen möglichst schnell und gefahrlos auf die Berge gebracht werden. Ein Berg aber, der nicht gefährlich ist, ist kein Berg, sondern eine Attrappe. Die Wildnis sollte nicht zu Disney Land verkommen.“ www.faz.net/s/Rub9CD731D06F17450CB39BE001000DD173/ Doc~EA6EFE6D1EAE44954BBD19645FFAA3FEC~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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18.11.09 St. Petersburg: Willkommen in der Zukunft ? Peter der Große verwirklichte mit der Gründung St. Petersburgs auf sumpfigem Grund eine Utopie. Aktuelle Städtebau-Projekte wollen diesen Geist nun fortführen. Ihre Entwürfe sind tollkühn - und provozieren die Wut der Bürger. Artikel von Daniel Luchterhandt auf MERIAN.DE: „Für die Petersburger wird sich die Zukunft ihrer Stadt weniger im Zentrum ("Gazprom City" bzw. neuerdings "Ochta Zentr" und "Europa-Kai" - nur 500 Meter westlich der Peter-Pauls) als jenseits davon entscheiden, ohne internationales Touristen- und Investorenpublikum. Industrie- und Wohngürtel, die sich beinahe schützend um das Zentrum legen, werden wie eine "zweite Stadt" behandelt. Hier, wo etwa 80 Prozent der fast fünf Millionen Einwohner leben und es große Flächenpotenziale gibt, könnte St. Petersburg demonstrieren, welche Vision es für alle Petersburger verfolgt. Bei einem Besuch dieser Stadtteile lässt sich erleben, in welch erschreckender Qualität 2008 mehr als 3,2 Millionen Quadratmeter neuer Wohnfläche entstanden. An den fast völlig vernachlässigten Grün- und Freiflächen kann man studieren, wie leichtfertig Architekten, Planer, Investoren und Kommunalpolitiker aus reiner Profitgier mit der Frage nach der Verbesserung der Lebensqualität jenseits des Zentrums umgehen.“. www.merian.de/reportagen/heft/a-658670.html
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17.11.09 Toni Hofreiter zum verkehrspolitischen Sprecher gewählt und wieder in den Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung entsandt - Pressemitteilung Dr. Toni Hofreiter, Bundestagsabgeordneter der Grünen aus Deisenhofen, wurde von seiner Fraktion zum verkehrspolitischen Sprecher gewählt und wieder in den Verkehrsausschuss des Bundestages entsandt. Als verkehrspolitischer Sprecher ist er bei den Grünen für die ganze Bandbreite an Verkehrsthemen in der Bundesrepublik vom Fuß- und Radverkehr über den öffentlichen Nahverkehr, den Personen- und Güterverkehr, den Straßenbau und die Bahnpolitik bis hin zum Luftverkehr und der Schifffahrt in Deutschland zuständig. Außerdem wurde er zum Leiter der Fraktions-Arbeitsgruppe Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gewählt und zum stellvertretenden Sprecher des großen Arbeitskreises 2 der Fraktion bestimmt. Im sog. "AK II" der Fraktion sind die Kernthemen der Grünen wie Umwelt, Klima, Naturschutz, Energie, Verkehr, Bauen, Ernährung und Verbraucherschutz angesiedelt. www.toni-hofreiter.de
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17.11.09 Chinas Farmville Besonders hohes Ansehen haben Chinas Bauern in der Bevölkerung der prosperierenden Städte nicht. Während die Chinesen in der Stadt seit Mitte der 1990er Jahre einen Sprung nach vorn erlebten, ist der Aufschwung an der Bevölkerung auf dem Land weitgehend vorbeigegangen. Das Hauptproblem der chinesischen Bauern: Es gibt in China für das zur Verfügung stehende Land zu viele Bauern, und deshalb haben die meisten Bauern zu wenig Land zum bewirtschaften. In Zentralchina hat eine Person im Durchschnitt nur 10 Ar (1000 Quadratmeter) Land zur Verfügung. Die Landbevölkerung Chinas beträgt ungefähr 800 Mio. Menschen, für die Bewirtschaftung des Landes werden aber, selbst beim Einsatz nur einfacher Mittel, nur 100 Mio. Menschen gebraucht. Landbewohner kommen daher – illegal - als Wanderarbeiter in die Städte. Nicht anzunehmen, daß sie auf die 16 Millionen Büromenschen treffen, die sich in virtuelle Gemüsebauern verwandelt haben. Sie können dabei nicht nur selber ackern, düngen, jäten und ernten, sondern auch die Möhren oder Tomaten ihrer Freunde klauen, was offenbar noch viel mehr Spaß macht. Mittlerweile sorgt sich Chinas führung allerdings um die Produktivität ihrer Angestellten in der realen Welt. Farmville ist auch (natürlich) über facebook zugänglich. (Henrik Bork/SZ-ONLINE/WIKIPEDIA/gbk). www.sueddeutsche.de/,ra12m1/computer/327/494661/text http://de.wikipedia.org/wiki/Volksrepublik_China#Lage_der_Bauern_in_den_90er_Jahren
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16.11.09 Gewässerschutz: Streit um Salzlauge „Allein der Düngemittelkonzern K + S produziert mit seinen Bergwerken in Nordhessen und Thüringen pro Jahr 14 Millionen Liter Salzlauge. Eine Hälfte wird in den Boden verpresst, die andere in die Werra gekippt. Versuche den Konzern zu stoppen, scheitern am Streit der betroffenen Bundesländer. Vor allem Hessen und Thüringen stellen sich quer. Nun versuchen Politik, Umweltverbände und Fischer den Irrsinn zu stoppen. Doch K + S hält dagegen, mit List, Sturheit und dem Verweis auf 5.000 Arbeitsplätze..“ Artikel von Michael Quasthoff auf TAZ.DE..www.taz.de/regional/nord/nord-aktuell/artikel/1/streit-um-salzlauge Weitere Infos: www.freies-wort.de/nachrichten/thueringen/seite3thueringenfw/art2402,724626 www.lebendige-weser.de/index.php?option=com_content&task=view&id=87&Itemid=88
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16.11.09 Das Glücksspiel der Ärmsten: Hunger in Westafrika Seit einigen Jahren würfele der Klimawandel die Jahreszeiten in Westafrika durcheinander. Das Leben der Bauern sei damit unkalkulierbar geworden. Der Klimawandel verschiebe den Beginn der Regenzeit und sorge für extreme Wetterereignisse. Das zeigten die Daten verschiedener Messstationen in Westafrika und das erzählten auch die Bauern der Region. www.sueddeutsche.de/,ra16m1/wissen/294/494628/text Weitere Infos: www.agritrade.org/documents/APA_120509.pdf Vortrag Namanga Ngongi (Vorsitzender der Alliance for a Green Revolution in Africa) www.agra-alliance.org “AGRA works to achieve a food secure and prosperous Africa through the promotion of rapid, sustainable agricultural growth based on smallholder farmers. Smallholders--the majority women--produce most of Africa's food, and do so with minimal resources and little government support. AGRA aims to ensure that smallholders have what they need to succeed: good seeds and healthy soils; access to markets, information, financing, storage and transport; and policies that provide them with comprehensive support. Through developing Africa's high-potential breadbasket areas, while also boosting farm productivity across more challenging environments, AGRA works to transform smallholder agriculture into a highly productive, efficient, sustainable and competitive system, and do so while protecting the environment.” (Auszug Selbstdarstellung).
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16.11. 09 Ministerin stellt Waldzustandsbericht 2009 in Wiesbaden vor: niedrigere Absterberate – Pressemitteilung HMUELV Der Gesundheitszustand des hessischen Waldes bleibt stabil. Darauf hat Umweltministerin Silke Lautenschläger am Montag in Wiesbaden hingewiesen. „Die Absterberate der Bäume ist in diesem Jahr äußert niedrig und die Dichte des Blattwerks kaum verändert“, sagte die Ministerin vor Journalisten bei der Vorstellung des Waldzustandsbericht 2009. Ihm liegt eine im Sommer durchgeführte Stichprobenuntersuchung von rund 5.500 Bäumen zugrunde. Wie es den Bäumen geht, lässt sich dabei vor allem an der Dichte des Blatt- und Nadelwerks feststellen. Die Abweichung von einer voll belaubten Krone wird als „Kronenverlichtung“ bezeichnet. „Nach einem sehr guten Ergebnis im letzten Jahr mit nur 21 Prozent Kronenverlichtung, hat sich die durchschnittliche Kronenverlichtung aller Baumarten und Altersstufen mit jetzt 23 Prozent nur geringfügig verschlechtert“, sagte Lautenschläger. Während bei der älteren Buche eine höhere Kronenverlichtung festgestellt wurde, ist der Wert bei der Eiche und der Kiefer besser und bei der Fichte auf dem Vorjahresniveau. Die Gründe für den schlechteren Wert bei den Buchen liegen laut der Ministerin vor allem an der besonders hohen Fruchtbildung bei den Buchen. „Das ist ein völlig natürlicher Vorgang. Die Blüte und die anschließende Fruchtbildung belasten den Stoffhaushalt und sorgen für kleinere Blätter und frühere Blattvergilbung“, betonte Lautenschläger. Die Experten hätten bei der Untersuchung ferner nur geringe Blattfraßschäden durch Insekten festgestellt. Die Ergebnisse bei den Baumarten Die Ergebnisse der Hauptbaumarten zeigten unterschiedliche Ergebnisse. Bei der ältere Buche (über 60 Jahre) zeige sich durch die hohe Fruchtbildung in diesem Jahr eine mittlere Kronenverlichtung von 33 Prozent (2008: 25 Prozent). Der Grund: 2009 trugen 97 Prozent der älteren Buchen Früchte (2008: 7 Prozent). Dies ist der höchste Wert im 26-jährigen Beobachtungszeitraum. Bei der älteren Eiche liegt der Blattverlust liegt in diesem Jahr mit 24 Prozent um zwei Prozent geringer als 2008. Bei der älteren Fichte gab es mit 30 Prozent mittlerer Nadelverlust den gleichen Wert wie im Vorjahr. Bei der älteren Kiefer nahm die Kronenverlichtung geringfügig auf 24 Prozent ab (2008: 25 Prozent). Bei den jüngeren Bäumen (bis 60 Jahre) wurde für alle Hauptbaumarten mit durchschnittlich elf Prozent eine leichte Verschlechterung des Kronenzustandes im Vergleich zum Vorjahr ermittelt (2008: 9 Prozent). Ökologische Situation im Wald ist stabil Auch die ökologische Situation ist stabil. Lautenschläger hob eine besonders niedrige Absterbe-Rate bei der Buche hervor, die mit einem Flächenanteil von knapp einem Drittel (31 Prozent) die Wälder Hessens prägt. „Die Buche weist seit 1984 die geringste Absterbe-Rate auf: im Mittel unter 0,1 Prozent. Dies deutet auf die stabile ökologische Situation der Buche in Hessen hin.“ In der Gesamtschau (alle Bäume, alle Alter) liegt der Wert bei 0,2 Prozent und damit ebenfalls auf einem geringen Niveau. Die Situation im Rhein-Main-Gebiet In der Rhein-Main-Ebene hat sich der Kronenzustand im Vergleich zum Vorjahr leicht verschlechtert. Bereits seit 1984 ist jedoch insbesondere die Kronenverlichtung der jüngeren Bäume und der älteren Eiche in der Rhein-Main-Ebene deutlich höher als im hessischen Landesdurchschnitt. Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt bearbeitet deshalb im Auftrag des Umweltministeriums seit dem Frühjahr 2008 das Verbundprojekt „Waldentwicklungsszenarien für das Hessische Ried“. Es untersucht die Auswirkungen sich ändernder Umweltbedingungen auf die Leistungen und Wirkungen der Wälder sowie auf die Handlungsspielräume der Forstbetriebe im Hessischen Ried. Lautenschläger zufolge werden im Rahmen der forstlichen Umweltbeobachtung Belastungsfaktoren (z.B. Klima und Immissionen) erfasst, um die ökologische Situation und die Entwicklung von Waldökosystemen zu bewerten. Diese Erhebungen sind eine wichtige Datenbasis für die Empfehlung von Maßnahmen und für Erfolgskontrollen, auch für den Naturschutz-Sektor. Das Monitoringprogramm beinhalte auch flächenrepräsentative Untersuchungen Artenvielfalt der Wälder. Diese Biodiversitäts-Erhebungen lieferten unter anderem Daten zum Totholz-Vorkommen und zur Arten- und Strukturvielfalt der Vegetation. Ein Schwerpunkt der Untersuchungen in Hessen sind Buchenwälder. Bodenschutzkalkung hilft dem Wald Die Bodenschutzkalkung stellt auf allen schwächer nährstoffversorgten Standorten einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Waldböden dar. Sie werden vor Versauerung geschützt und die Vitalität der Wälder wird verbessert. Im Jahr 2009 werden trotz schwieriger Haushaltslage rund 3,5 Millionen Euro für Kalkungsmaßnahmen im Staats-, Körperschafts- und Privatwald investiert und so mit rund 21.000 ha die größte Fläche seit 1995 gekalkt. Hintergrund: Hessen ist zusammen mit Rheinland-Pfalz das waldreichste Bundesland. Die Waldfläche nimmt beständig zu (42,4 Prozent). Im vergangenen Jahr sind 57 Hektar neu hinzugekommen. Seit der Wiedervereinigung 1990 gibt es im Saldo 3.300 Hektar Wald in Hessen mehr. Das ist mehr als die gesamte Weinanbaufläche im Rheingau (3.200 Hektar). Pressestelle: Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Pressesprecher: Christoph Zörb, Mainzer Str. 80, D-65189 Wiesbaden pressestelle@hmuelv.hessen.de www.hessen.de
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16.11.09 Welthunger-Treffen in Rom: Papst geißelt Agrarsubventionen Papst Benedikt XVI wandte sich qug der heute beginnenden Welthungerkonferenz in Rom scharf gegen Agrarsubventionen, die den Markt zulasten der armen Länder verzerrten, und verurteilte den "Egoismus", mit Getreide so wie mit anderen Waren zu spekulieren. Eine Milliarde Menschen hungern nach FAO-Schätzungen. FAO-Chef Jacques Diouf hatte das Ziel abgesteckt, dass die Regierungen jährlich 44 Milliarden Dollar (30 Milliarden Euro) bereitstellen, um die Agrarproduktion vor allem in armen Ländern anzukurbeln und den Millionen Kleinbauern zu helfen. www.zeit.de/politik/ausland/2009-11/papst-fao-rede
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16.11.09 Doha, Qatar: Arabiens next Top-City Im Emirat Qatar gibt es eigentlich nur Wüste, Meer, Erdgasanlagen und Doha, wo derzeit mehr als 100 Wolkenkratzer entstehen. Von FOCUS-Online-Autor A. Herb. www.focus.de/reisen/reisefuehrer/arabische-halbinsel/tid-15798/doha-qatar-arabiens-next-top-city_aid_443245.html
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16.11.09 Schwarz-Gelb muss Baumaßnahmen an Elbe und Donau stoppen und Wasserstraßenverwaltung reformieren. BUND-Studie: Binnenschifffahrt macht nur noch sechs Prozent des Güterverkehrs aus Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer aufgefordert, die laufenden Maßnahmen zur Vertiefung der Fahrrinne an der Mittelelbe, den Bau des Saale-Elbe-Kanals und Planungen für eine Donau-Staustufe zwischen Straubing und Vilshofen zu stoppen. Eine Fortsetzung dieser Projekte widerspreche dem schwarz-gelben Koalitionsvertrag, in dem sich die Regierungsparteien auf den Schutz von Flussauen und Flusstälern verständigt hätten. Das Vorhaben der Koalition, der Wasserstraßenverwaltung neue Aufgaben beim Auenschutz und bei der ökologischen Hochwasservorsorge zu übertragen, wurde vom BUND-Vorsitzenden Hubert Weiger begrüßt. Aufgrund fehlender Wirtschaftlichkeit der Elb-Schifffahrt müssten vor allem in diesem Bereich die Verwaltungskapazitäten umgeschichtet werden. Das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) kommt in einer Untersuchung der Wirtschaftlichkeit von Baumaßnahmen an Elbe und Saale zu dem Schluss, dass sich die Elbschifffahrt aufgrund des Klimawandels immer weniger rechne. Das Fazit der vom BUND unter dem Titel "Binnenschifffahrt auf Elbe und Saale - Strombaumaßnahmen in der Diskussion" herausgegebenen Wirtschaftlichkeitsanalyse ist eindeutig: Die zunehmende Klimaerwärmung stellt den Schiffsverkehr auf der Elbe generell in Frage und macht damit sowohl Maßnahmen zur Elbvertiefung als auch den Bau eines Saale-Elbe-Kanals obsolet. "Die Elbe ist eine hoch subventionierte Bundeswasserstraße ohne nennenswerten Verkehr", sagte Ulrich Petschow, Forschungsleiter Umweltökonomie am IÖW. "Niemand kann für Binnenschiffe auf der Elbe dauerhaft stabile Fahrrinnentiefen an ausreichend vielen Tagen im Jahr garantieren. Das bedeutet auch, dass bisherige Annahmen über ein sehr positives Kosten-Nutzen-Verhältnis für die Ausbaumaßnahmen vom Anfang der 90er Jahre nicht mehr haltbar sind. Die Schiffe werden dort nicht fahren, weil die Elbe an den meisten Tagen im Jahr zuwenig Wasser führt", sagte Petschow. Durch den Klimawandel verursachte Trockenzeiten würden regelmäßig zu kritischen Pegelständen auch weit unterhalb der notwendigen 1,60-Meter-Marke führen. Das Vorhaben, mit den Ausbaumaßnahmen an der Elbe nahezu ganzjährig eine Fahrrinnentiefe von 1,60 Meter zu garantieren, müsse deshalb aufgegeben werden, so Petschow. Das Güterverkehrsaufkommen in der mittleren Elbregion sei vergleichsweise gering und ein Transport per Bahn hier wesentlich umweltfreundlicher. Wegen der eingeschränkten Wasserverfügbarkeit und der dadurch begrenzten Abladetiefe sei die Wirtschaftlichkeit von Transporten per Binnenschiff in dieser Region generell in Frage gestellt. Da die Binnenschifffahrt nur noch sechs Prozent des Güterverkehrs in Deutschland abwickle, und dies vorrangig auf dem Rhein stattfinde, sei im Falle der Elbe auch mit sehr hohen Investitionssummen kein wesentlicher Güter-Verlagerungseffekt weg von der Straße zu erreichen. Die Binnenschifffahrt habe nur dort Vorteile, wo Industrie- und Agglomerationszentren mit Gütern versorgt würden und dementsprechend große Gütermengen transportiert werden müssten, sagte Petschow. Wegen erhöhter Schadstoffemissionen sei auch eine Verlagerung der Güter von der Bahn auf das Binnenschiff kontraproduktiv. Das Argument der "umweltfreundlichen Binnenschiffe" werde im Elberaum noch fragwürdiger, wenn man die Schäden an Natur und Landschaft, an wertvollen Feuchtgebieten und Auen berücksichtige. "Von einem Ausbau von Elbe und Donau gehen extreme Gefährdungen für empfindliche Flussbiotope und viele bedrohte Tiere und Pflanzen aus", sagte der BUND-Vorsitzende Weiger. Der für die Baumaßnahmen zuständigen Wasser- und Schifffahrtsverwaltung sollten deshalb neue Aufgaben im Umwelt- und Hochwasserschutz übertragen werden. Weiger forderte Ramsauer zu einer grundlegenden Umstrukturierung der Verwaltung auf: "Wenn es pro Elb-Schiffer mehr als zehn Schifffahrtszuständige gibt, steht die neue Koalition vor der Aufgabe, in diesem Bereich eine tatsächlich überflüssige Bürokratie abzubauen." Die BUND-Studie „Binnenschifffahrt auf Elbe und Saale - Strombaumaßnahmen in der Diskussion“ zum Download Pressekontakt: Stephan Gunkel, BUND-Experte für Gewässerpolitik, Tel. 030-27586-465 bzw. Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressestelle, Tel. 030-27586-425/-464, Fax: -440, E-Mail: presse(at)bund.net; www.bund.net www.ioew.de/presse/pressemitteilungen
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15.11.09 Apec-Treffen: Ringen um Kompromiss für Klimaabkommen Asiens Regierungschefs halten einen international verbindlichen Klima-Vertrag für unrealistisch. Der dänische Ministerpräsident fordert jetzt ein Zwei-Phasen-Modell. „Die Apec-Teilnehmer seien sich einig gewesen, dass "es unrealistisch war, zu erwarten, dass in der Zeit von heute bis zum Start der Klimakonferenz in Kopenhagen in 22 Tagen ein vollständiges, weltweit rechtsverbindliches Abkommen erzielt werden könnte", meinte der Wirtschaftsberater Obamas, Mike Froman. Damit scheint das ursprünglich angestrebte Klimaabkommen als Nachfolgevereinbarung von Kyoto so gut wie ausgeschlossen. Vielmehr sollten die Teilnehmer in Kopenhagen eine fünf- bis achtseitige politische Vereinbarung mit konkreten Klimaschutzzielen anstreben und über den geplanten völkerrechtlich bindenden Vertrag weiter verhandeln.“ www.zeit.de/politik/ausland/2009-11/asien-klimaabkommen
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14.11.09 Tatort Gemüsebeet: Der "Tatort"-Kommissar Mario Kopper entdeckt als Mensch Andreas Hoppe im Selbstversuch die regionale Ernährung. Eine Buchbesprechung von Johannes Gernert auf TAZ.DE „Zwölf Monate lang nur essen, was in der näheren Umgebung gewachsen ist. Regionale Kost kaufen und selbst anbauen. Wie anstrengend ist das denn? Der "Tatort"-Schauspieler Andreas Hoppe hat es ausprobiert, er hat einen Selbstversuch gestartet und ein Buch darüber geschrieben. "Allein unter Gurken" heißt es…Hoppe erfreut sich an seinen regionalen Kreisläufen. In seinem Mecklenburger Dorf hat er neulich aus seinem Buch vorgelesen. Dort bauen alle selbst an, sind also einerseits umweltbewusst. Mit Flugobst, sagt Hoppe, und mit der Kerosinverschwendung haben sie dagegen nicht viel Erfahrung. Eingeflogen wurde in die DDR ja wenig. Nach der Lesung kam eine der Landfrauen und hat ihm gesagt, wie viel besser sie das jetzt versteht, auch das mit dem Kaffee, was der die Umwelt kostet, und dass sie künftig stärker darauf achten wird beim Einkaufen. Und da hat es wieder so einen kleinen Kreis gezogen.“ www.taz.de/1/leben/koepfe/artikel/1/tatort-gemuesebeet Weitere Infos: Mario Kopper: "Allein unter Gurken- mein abenteuerlicher Versuch, mich regional zu ernähren" www.libri.de/shop/action/productDetails/8364034/ andreas_hoppe_jacqueline_roussety_allein_unter_gurken_3866122349.html www.utopia.de/magazin/tatort-kommissar-andreas-hoppe-regionale-ernaehrung-buch-allein-unter-gurken (Interview)
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13.11.09 Welternährung: "Es gibt genug Lebensmittel für alle" Die weltweit verfügbaren Anbaufllächen reichen noch lange zur Ernährung der Weltbevölkerung aus. Aber nur in der globalen und damit theoretischen Summe. Weshalb dennoch über eine Milliarde Menschen hungern, ist in diesem Blog oft genug dokumentiert worden. ZEIT.DE macht vor dem Welternährungsgipfel auf einen ethisch besonders verwerflichen Grund aufmerksam: Spekulanten machen das Essen zu teuer für viele Menschen in armen Ländern. Selbst Bauern hungern, beklagt Oxfam-Expertin Marita Wiggerthale. (zeit.de/gbk) www.zeit.de/wirtschaft/2009-11/welternaehrungsgipfel-wiggerthale
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13.11.09 UN-Umweltstudie: Milliarden-Subventionen schaden der Umwelt Weltweit fließen jedes Jahr Milliarden Euro an Subventionen. Ein Bericht des UN-Umweltprogramms weist nun darauf hin, dass das Geld zur Zerstörung der Natur beiträgt. www.zeit.de/wirtschaft/2009-11/unep-studie-umweltschutz Weitere Infos: www.unep.org/Documents.Multilingual/Default.asp?DocumentID=602&ArticleID=6371&l=en&t=long
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13.11.09 Südkorea will sein Flusssystem durch ein gigantisches Bauprojekt verändern „Das am Dienstag gestartete 4-Flüsse-Projekt soll der Anpassung an den Klimawandel dienen, Kritiker fürchten eine Umweltkatastrophe. Die südkoreanische Regierung ist von chinesischen Mammutprojekten des Landschaftsumbaus nicht abgeschreckt und nicht beeindruckt von weltweiten Bemühungen zur ökologischen Restaurierung von Flussläufen. Zwar sind alle großen Flüsse bereits im Zuge der Industrialisierung mit Staudämmen versehen, begradigt oder kanalisiert worden, aber nun wurde mit dem sogenannten 4-Flüsse-Projekt ein gewaltiges Bauunternehmen gestartet, durch das die vier größten Flüsse Südkoreas und zahlreiche weitere Nebenflüsse nun endgültig so fließen sollen, wie dies die Planer für wünschenswert halten.“ Florian Rötzer auf TELEPOLIS. www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31473/1.html www.koreaittimes.com/story/3775/gov%E2%80%99t-releases-master-plan-four-rivers-project
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13.11.09 Erfolg für Brasilien: Regenwaldabholzungen gehen deutlich zurück Die Regenwaldabholzungen im Amazonas sind auf einem historischen Tiefstand, wie SPIEGEL.ONLINE unter Bezug auf can/dpa/AP mitteilt. Binnen Jahresfrist sei die Rodung im Amazonasbecken um 46 Prozent zurückgegangen und sind jetzt auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Messungen vor 21 Jahren, wie das Nationale Institut für Weltraumforschung (Instituto Nacional de Pesquisas Espaciais - INPE) am Donnerstag in Brasilia mitteilte. www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,661032,00.html Weitere Infos: www.inpe.br/noticias/noticia.php?Cod_Noticia=2023 www.inpe.br/ingles/index.php
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13.11.09 Neuer Report: So lohnt sich der Naturschutz Die Zerstörung der Natur und das Artensterben sind nicht nur ein ökologisches Drama, sondern auch ein ökonomisches. Wissenschaftler und Wirtschaftsexperten haben nun einen Report erarbeitet, in dem sie die drängendsten Probleme nennen - und zeigen, wie sich Umweltschutz auch wirtschaftlich lohnt. Der erste Abschlußbericht der Studie "Die Ökonomie der Ökosysteme und der Biodiversität" benennt (englisch: The Economics of Ecosystems and Biodiversity - TEEB) wurde nun in Brüssel bei der Europäischen Kommission vorgestellt. Er richtet sich an die globale Politik. Weitere Teile sollen bis Mitte 2010 folgen und an Lokalpolitiker, Wirtschaft und Bürger adressiert werden. Von Jens Lubbadeh für SPIEGEL-ONLINE. www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,661068,00.html Weitere Infos: www.teebweb.org/LinkClick.aspx?fileticket=I4Y2nqqIiCg%3d&tabid=924&language=en-US
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13.11.09 Umweltministerin ruft Bürger zum Mitmachen auf – Kommunikationsplattform – Pressemitteilung HMUELV Hessens Umweltministerin Silke Lautenschläger hat am Freitag in Wiesbaden das neue Internetportal der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen frei geschaltet. Zeitgleich mit der neuen Einstiegsseite gingen auch die Webauftritte der Projekte der Strategie online. „Die neuen Internetauftritte der Nachhaltigkeitsstrategie und der Projekte sind ein wichtiger Schritt, um die Bürgerinnen und Bürger in Hessen in unsere Aktivitäten für eine nachhaltige Entwicklung in Hessen einzubeziehen. Neben den vielen Informationen, die für alle Interessierten nun leicht und schnell verfügbar sind, laden die Internetseiten vor allem zum Mitmachen ein“; sagte Lautenschläger. Das neue Internetportal (www.hessen-nachhaltig.de) ist die projektübergreifende Kommunikationsplattform, die sich als zentrale Anlaufstelle an alle Akteure der Strategie sowie an Bürgerinnen und Bürger richtet, die sich für Nachhaltige Entwicklung interessieren. Junge Leute kommen hier ebenso zu Wort wie bekannte Persönlichkeiten und Akteure aus den Projekten. Im Portal finden sich unter anderem Informationen zu aktuellen Themen aus der Nachhaltigkeitsdebatte, Termine und Ergebnisse von Veranstaltungen sowie Erläuterungen zur Nachhaltigkeitsstrategie Hessen und ihren Zielen. Die Projekte der Nachhaltigkeitsstrategie leben vom Engagement und der Beteiligung von vielen Menschen in ganz Hessen. Genau darauf zielen auch die Webseiten der Projekte ab. Zum Beispiel werden auf den Seiten von „Hessen aktiv: 100 Unternehmen für den Klimaschutz“ mindestens 100 hessische Unternehmen gesucht, die sich für den Klimaschutz engagieren und dazu eine Charta unterzeichnen. Darin verpflichten sie sich, einen Aktionsplan aufzustellen, der Maßnahmen zur Energieeinsparung, zur Effizienzsteigerung, zum Einsatz erneuerbarer Energien oder zur Nutzung klimafreundlicher Verkehrsmittel enthält. Das Projekt ist gestartet und bereits in den nächsten Tagen werden die ersten Unterzeichner auf www.100unternehmen.hessen-nachhaltig.de vorgestellt. Die Ideen und Ansätze der Unternehmen stehen dann als Anregungen zum Nachmachen und zur Diskussion auf der Webseite zur Verfügung. So entsteht ein aktives voneinander lernen aller beteiligten Unternehmen – für den Klimaschutz und gleichzeitig für einen konkreten wirtschaftlichen Nutzen. Mit dem Projekt „Hessen aktiv: CO2-neutrale Landesverwaltung“ (www.landesverwaltung.hessen-nachhaltig.de) nimmt die Landesverwaltung ihre Vorbildfunktion wahr und will im Jahr 2030 CO2-neutral arbeiten. Auf der Internetseite informiert die Projektgruppe über den Fortschritt des Vorhabens und kündigt die weiteren Schritte an. Außerdem hat die Gruppe einen Wettbewerb zwischen den einzelnen Liegenschaften ausgeschrieben, den sie ebenfalls auf der Seite präsentiert. Der Wettbewerb soll Anreize zum Energiesparen schaffen und das energiesparende Verhalten der Nutzer in den Landesliegenschaften fördern. Das Projekt „Potenziale entfalten: Bildung für bessere Integration" (www.potenziale-entfalten.hessen-nachhaltig.de) will auf seiner Internetseite eine Kooperationsplattform schaffen und Aktivitäten sowie zentrale Dienstleistungen bündeln. Dies umfasst Begabten-, Sprach- und Lernförderung, aber auch Mentorenprogramme für den Berufseinstieg oder Elternarbeit. Der Internetauftritt des Projekts stellt unter anderem vorbildliche Ansätze aus der aktiven Bürgerschaft vor – dafür können sich alle Projekte und Initiativen bewerben, die zur Entfaltung der Potenziale von Migrantinnen und Migranten beitragen. Auf diese Weise erhofft sich das federführende Kultusministerium nicht nur Synergie- sondern auch Lerneffekte. Interaktion wird auch beim Internetauftritt des Projekts „Hessen meets Vietnam – Vietnam meets Hessen“ (www.hessen-vietnam.hessen-nachhaltig.de) groß geschrieben: Hier können die Jugendlichen künftig bereits vor dem persönlichen Kennen lernen miteinander in Kontakt treten und sich über eine Community austauschen. Sie können gemeinsam an Projekten arbeiten und deren Ergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich machen. „Die Einbindung Jugendlicher in die Nachhaltigkeitsstrategie Hessen halte ich für besonders wichtig. Denn auf unsere Generation wird es in Zukunft ankommen“, so Verena Walther, Schülerin an der Leibnizschule Wiesbaden und stellvertretende Projektleiterin. Sie ist eine der sechs Mitglieder des Jugendbeirats der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen, die den Ministerpräsidenten und die Umweltministerin aus der Sicht der Jugend beraten. Alle Adressen der neuen Internetauftritte im Überblick: Portal der Nachhaltigkeitsstrategie www.hessen-nachhaltig.de Hessen aktiv: 100 Unternehmen für den Klimaschutz www.100unternehmen.hessen-nachhaltig.de Hessen aktiv: 10.000 Bürgerinnen und Bürger für den Klimaschutz www.aktive-buerger.hessen-nachhaltig.de Hessen aktiv: 100 Kommunen für den Klimaschutz www.100kommunen.hessen-nachhaltig.de Hessen aktiv: CO2-neutrale Landesverwaltung www.landesverwaltung.hessen-nachhaltig.de Hessen aktiv: 100 Schulen für den Klimaschutz www.100schulen.hessen-nachhaltig.de Energie-Forum Hessen 2020 www.energie2020.hessen-nachhaltig.de Hessen meets Vietnam – Vietnam meets Hessen www.hessen-vietnam.hessen-nachhaltig.de Potenziale entfalten: Bildung für Integration in Hessen www.potenziale-entfalten.hessen-nachhaltig.de Artenvielfalt in Hessen – auf Acker, Wiesen und in Gärten www.artenvielfalt.hessen-nachhaltig.de Hessen: Modellland für eine nachhaltige Nutzung von Elektroautos www.elektroauto.hessen-nachhaltig.de Demografie gestalten: Vitale Orte 2020 www.vitale-orte.hessen-nachhaltig.de Initiative „Von Anfang an – Bildung für nachhaltige Entwicklung in der frühen Kindheit“ www.kindheit.hessen-nachhaltig.de Weitere Informationen unter www.hessen-nachhaltig.de
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12.11.09 WWF warnt in Studie „Mega-Stress für Mega-Städte“ vor allem Großstädte des Kontinents - Presseerklärung WWF Der Klimawandel bedroht in Asien zahlreiche Millionenstädte. Besonders gefährdet sind nach einer neuen Studie der Umweltstiftung WWF Dhaka in Bangladesch, Manila auf den Philippinen und Jakarta in Indonesien. Der WWF warnt in der neuen Studie «Mega-Stress für Mega-Städte» vor einer «brutalen Klima-Zukunft». «Diese Städte brauchen dringend Hilfe, um sich auf den Klimawandel einzustellen und Millionen Einwohner ebenso zu schützen wie Anlagen, die einen Großteil zur Wirtschaftsleistung beitragen», sagte der Chef der WWF-Klima-Initiative, Kim Carstensen. Ein verheerender Tropensturm hatte die Metropole Manila im Oktober zu weiten Teilen unter Wasser gesetzt. Es waren die schlimmsten Überschwemmungen in der Region seit 40 Jahren. Der WWF untersuchte elf Städte an Küsten und Flüssen. Von zehn Risiken galten für Dhaka (13 Millionen Einwohner) neun und für Manila (11,5 Millionen) und Jakarta (24 Millionen) jeweils acht. Es folgten Kalkutta in Indien (15 Millionen), Phnom Penh in Kambodscha (2 Millionen), Ho-Chi-Minh-Stadt in Vietnam (9 Millionen), Shanghai in China (20 Millionen), Bangkok in Thailand (6 Millionen), Kuala Lumpur in Malaysia (1,8 Millionen), Hongkong (7 Millionen) und Singapur (4,7 Millionen). Der WWF untersuchte unter anderem, welche Folgen ansteigende Meeresspiegel und heftigere Stürme haben können, wie wichtig die Städte für die Wirtschaft des Landes sind und wie gut sie sich auf Katastrophen einstellen können. Der APEC-Gipfel der Pazifik-Anrainerstaaten am Wochenende in Singapur sei die letzte Gelegenheit vor der Weltklimakonferenz in Kopenhagen, um deutliche Zeichen zur Treibhausgasreduzierung zu setzen, meinte Carstensen. Daran nehmen große Treibhausgas-Verursacher wie die USA, China und Indonesien teil. Jörn Ehlers, Leiter der Pressestelle, WWF Deutschland, Rebstöckerstraße 55 60326 Frankfurt am Main info@wwf.de, www.wwf.de Weitere Infos: Dhaka in Bangladesch http://de.wikipedia.org/wiki/Dhaka Dhaka ist die Hauptstadt Bangladeschs und mit 6.080.671 Einwohnern in der eigentlichen Stadt und 11.490.872 in der Agglomeration (Stand 1. Januar 2005) vor Chittagong und Khulna die größte Stadt des Landes. Sie ist auch die Hauptstadt der gleichnamigen Division (Verwaltungseinheit). Dhaka liegt an einem Seitenarm des Flusses Dhaleswari im Herzen der größten Jute-Anbauregion der Welt. Das umliegende Gebiet ist sehr dicht bevölkert und wird von starken Monsun-Überschwemmungen heimgesucht. Manila auf den Philippinen http://de.wikipedia.org/wiki/Manila Manila liegt auf der Hauptinsel Luzón. Die Stadt öffnet sich nach Übersee über die Manilabucht. Sie ist eine von 16 weiteren Städten und Kommunen, die zusammen die 636 Quadratkilometer große Region Metro Manila bilden. In der Stadt Manila leben 1,7 Millionen Menschen, in der Agglomeration Metro Manila 11,6 Millionen (2007).Die Metropolregion Greater Manila, die weit über die Grenzen von Metro Manila hinausreicht, hat 19,2 Millionen Einwohner (2008). http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/97/Manila_Bay_Landsat_2000.jpg Jakarta in Indonesien http://de.wikipedia.org/wiki/Jakarta Jakarta ist die Hauptstadt der Republik Indonesien. Mit 8,6 Millionen Einwohnern (2008)[1] in der eigentlichen Stadt (das heißt ohne Vorortgürtel) ist sie die größte Stadt des Landes und mit 18,6 Millionen Einwohnern (2008) in der Metropolregion der größte Ballungsraum des Landes.
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12.11.09 CO2-Bilanz: Wie die Natur menschliche Klimasünden ausgleicht Kohlendioxid ist hauptverantwortlich für den Klimawandel - doch fast 60 Prozent aller Emissionen gelangen gar nicht in die Atmosphäre. Neue Forschungsergebnisse zeigen, wie viel CO2 Meere, Wälder und Böden bisher aufgenommen haben. Aber auch diese Schutzspeicher könnten versagen. Ein SPIEGEL.ONLINE-Beitrag von Christoph Seidler: Der aus Deutschland stammende Forscher Wolfgang Knorr von der University of Bristol berichtet im Fachmagazin "Geophysical Research Letters" von seinen Kalkulationen. "Die Kohlenstoffspeicherung ist der geringste Wert eines Urwaldes", mahnt Knorr und verweist unter anderem auf den Schutz der Biodiversität. Wälder müssten trotzdem geschützt werden, auch wenn ihr Wert für die Kohlenstoffbilanz möglicherweise geringer sei als bisher angenommen.“ www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,660700,00.html
Is the airborne fraction of anthropogenic CO2 emissions increasing? Wolfgang Knorr - Department of Earth Sciences, University of Bristol, Bristol, UK Zusammenfassung des Originalartikels (Geophysical Research Letters): "Several recent studies have highlighted the possibility that the oceans and terrestrial ecosystems have started loosing part of their ability to sequester a large proportion of the anthropogenic CO2 emissions. This is an important claim, because so far only about 40% of those emissions have stayed in the atmosphere, which has prevented additional climate change. This study re-examines the available atmospheric CO2 and emissions data including their uncertainties. It is shown that with those uncertainties, the trend in the airborne fraction since 1850 has been 0.7 ± 1.4% per decade, i.e. close to and not significantly different from zero. The analysis further shows that the statistical model of a constant airborne fraction agrees best with the available data if emissions from land use change are scaled down to 82% or less of their original estimates. Despite the predictions of coupled climate-carbon cycle models, no trend in the airborne fraction can be found." Received 18 August 2009; accepted 23 September 2009; published 7 November 2009. Citation: Knorr, W. (2009), Is the airborne fraction of anthropogenic CO2 emissions increasing?, Geophys. Res. Lett., 36, L21710, doi:10.1029/2009GL040613. www.agu.org/pubs/crossref/2009/2009GL040613.shtml
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11.11.09 "Unser Land hat Gewicht" Die drohende ökologische Krise ist in ihrem Ernst vergleichbar mit der aktuellen Wirtschaftkrise. Dies unterstrich Dr. Norbert Röttgen am Mittwoch, 11. November 2009, in seiner ersten Rede als Bundesumweltminister vor dem Deutschen Bundestag. Ebenso systematisch und entschlossen wie in der Wirtschaft müssen man auch in der Ökologie umsteuern, so der Minister in der Aussprache zur künftigen Umweltpolitik. „Die Klimakrise kommt, wenn wir uns nicht ändern.“ Sie habe existenzielle Dimensionen: „Sie stellt die Überlebensfrage für Hunderte Millionen von Menschen.“ Mit der Klima- und Umweltpolitik verteidige man ein Menschheitsgut, „den Eigen- und Selbstwert der Schöpfung“. Dabei richteten sich Klima- und Umweltschutz, wie Röttgen betonte, nicht gegen die Markwirtschaft: „Ökonomie und Ökologie sind zwei Seiten einer Medaille“. Doch brauche auch der Markt, der Umweltziele erreichen wolle, eine klare Ordnung: „Dieses Ordnungsprinzip heißt Nachhaltigkeit.“Klimaschutz, Energiepolitik, Schutz der biologischen Vielfalt Aus dieser Einschätzung leite sich konkrete Umweltpolitik ab. Röttgen nannte dabei drei zentrale Felder: Den Klimaschutz, die Energiepolitik und den Schutz der biologischen Vielfalt. Zum Erfolg der kommenden Kopenhagen-Konferenz gebe es keine Alternative. „Wir alle haben in der Rettung und Verteidigung eines Menschheitsgutes keine Chance zu wählen: Die Konferenz muss ein Erfolg werden.“ Deutschland spiele dabei eine Vorreiterrolle: „Unser Land hat Gewicht.“ Der Minister bekannte sich ausdrücklich zu den im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Zielen, wonach die Erderwärmung auf höchstens zwei Grad begrenzt und die Kohlendioxidemissionen in Deutschland bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent reduziert werden sollen. SPD: Laufzeitverlängerung „schwerer Fehler“ Es waren weniger diese Ziele als die dafür angewandten Mittel, die die Opposition kritisierte. So nannte der SPD-Abgeordnete Ulrich Kelber die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke einen schweren Fehler. „Atomkraftwerke sind keine Brückentechnologie, sie verstopfen die Stromnetze und gefährden 280.000 Jobs im Bereich der erneuerbaren Energie“. Die im Koalitionsvertrag beschriebene Umweltpolitik lasse ein „schamloses und ungehemmtes Klientelinteresse“ erkennen: „Neben jeden Absatz des Vertrags kann man den Namen des Unternehmens schreiben, der damit bedient wird.“ Dies sei „Liebedienerei“ an der Lobby. Linke: Schritt ins Gestern Ähnlich kritisierte die umweltpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Eva Bulling-Schröter, die Atompolitik der Bundesregierung: „Längere Laufzeiten blockieren den Ausbau von erneuerbaren Energien.“ Es sei in der Praxis fast unmöglich, Atomkraftwerke herauf- und herunterzuregeln, wenn man neue Energien in das Stromnetz einspeisen wolle. „Der Schutz von Atomkraftwerken ist ein Schritt ins Gestern. Er nützt den großen Konzernen.“ In die gleiche Richtung zielte die Kritik aus den Reihen von Bündnis 90/Die Grünen. Bärbel Höhn forderte die Bundesregierung auf, die „Lobbyarbeit für die großen Energiekonzerne“ endlich zu beenden. „Der Koalitionsvertag bedeutet mehr Atommüll und neue Schulden. Das ist das Gegenteil von Nachhaltigkeit.“ Die so genannte Brückentechnik sei in Wahrheit eine Mauer gegen die erneuerbaren Energien. FDP: Strenge Voraussetzungen zu erfüllen Michael Kauch (FDP) hielt den Vorwürfen der Opposition entgegen, dass auch künftig jeder Anbieter erneuerbarer Energien Strom ins Netz einspeisen könne: „Diese Energien konkurrieren nicht mit den Kernkraftwerken.“ Auch stellte Kauch klar, dass die Laufzeit von Anlagen nicht pauschal verlängert werde. Es seien dafür strenge Voraussetzungen zu erfüllen. Marie-Luise Dött (CDU/CSU) mahnte, den Klimaschutz nicht zum Feld „politischer Profilierung und Vorteilsschöpfung im globalen Wettbewerb“ zu machen: „Es ist an der Zeit, dass andere Staaten sich ihrer Verantwortung stellen und mit konkreten Zielen mitziehen.“ Dazu gehörten konkrete nationale Zusagen über die Höhe von Treibhausgasminderungen. www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2009/27797574_kw46_umwelt/index.html Mehr Infos: www.bundestag.de/dokumente/protokolle/plenarprotokolle/17004.pdf
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11.11.09 "George Clooneys" Antrittsrede - Umweltschutz in der Generaldebatte des Deutschen Bundestages Nach diesem Koalitionsvertrag hatte kaum jemand mit einer solch beeindruckenden Antrittsrede („Ökokrise“) des neuen Bundesumweltministers Norbert Röttgen gerechnet. Zumal dieser als ehemaliger parlamentarischer Geswchäftsfüherer der CDU-Fraktion nicht eben als Vorreiter der Klimaschutz- und Ökobewegung aufgefallen war. Um das mal vorsichtig zu sagen. Nun das überraschende Statement, Umweltminister sei sein Traumjob. In seiner überzeugende Rede gab es keinen Punkt, wo er sich angreifbar gemacht hat. Im Vergleich zu den Antrittsreden seiner VorgängerInnen war die Rede kraftvoll, glaubwürdig und visionär. Dies anerkannte auch die Opposition und nahm sich daher den Koalitionsvertrag vor. SPD und GRÜNE geißelten insbesondere den Ablasshandel in Sachen Flächenverbrauch. Das bisschen verbliebene Natur werde für jedes neue Projekt in Frage gestellt, stellte Bärbel Höhn fest. Die CSU forderte eine stärker werteorientierte Umweltpolitik und kritisierte die Ökonomisierung aller Lebensbereiche. Alle wünschten Norbert Röttgen Erfolg in Koppenhagen. Kann er brauchen. Der Vorlagetext von Barcelona ist im Grunde nicht verhandlungsfähig. Er hat das Zeug zum Star der ansonsten wenig glaubhaften und glaubwürdigen Regierung. Und Gutenberg kann er optisch auch das Wasser reichen. Fahren Sie diesen Schwachsinn mit dem Ablasshandel zurück. Das geben wir Ihnen mit auf den Weg! (gbk) Mehr Infos: www.norbert-roettgen.de www.bmu.de
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11.11.09 "Ländlichen Raum stärken" Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) will in dieser Legislaturperiode für eine Stärkung des ländlichen Raumes kämpfen. "Eine starke Landwirtschaft steht für Lebensqualität in Deutschland", sagte die Ministerin am Dienstag, 10. November 2009, im Deutschen Bundestag…Die Linke kritisierte, dass vor allem in Ostdeutschland die ländlichen Räume "verarmen und vergreisen". www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2009/ 27793595_kw46_verbraucherschutz/index.html
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11.11.09 Neueste UN-Zahlen: Weltbevölkerung wächst bis 2050 auf 9,1 Milliarden Menschen an. s Bevölkerungswachstum findet fast ausschließlich in Entwicklungsländern statt. DSW fordert verstärkte Investitionen in Familienplanung – Presseerklärung DSW Trotz sinkender Kinderzahlen pro Frau wird die Weltbevölkerung nach neuesten Hochrechnungen der Vereinten Nationen bis zum Jahr 2050 um voraussichtlich 2,3 Milliarden Menschen wachsen. Nach der mittleren Variante der UN werden bis zur Mitte des Jahrhunderts 9,1 Milliarden Menschen auf der Erde leben – heute sind es knapp 6,8 Milliarden. So lauten die Ergebnisse der aktuellen Revision der Bevölkerungsprojektionen der UN-Bevölkerungsabteilung, die die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) heute in Deutschland vorstellt. Die Welt altert, vor allem die Industrieländer …"Gerade in den am wenigsten entwickelten Ländern wächst die Bevölkerung rasant", erklärt Dr. Thomas Büttner, Stellvertretender Direktor der UN-Bevölkerungsabteilung und Leiter des Bereichs Bevölkerungsstudien. "In den 49 ärmsten Ländern der Welt wird sich die Bevölkerung bis 2050 von 0,8 auf fast 1,7 Milliarden Menschen verdoppeln. Der Kampf gegen die Armut wird dadurch erheblich erschwert."… Ein weiterer Trend, der aus den neuen Zahlen der Vereinten Nationen hervorgeht, ist die deutliche Alterung der Weltbevölkerung in den kommenden vier Jahrzehnten. Weltweit wird sich die Anzahl von Personen im Alter von über 60 Jahren bis 2050 fast verdreifachen: von 739 Millionen auf zwei Milliarden Menschen. In den Industrieländern steigt der Anteil der über 60-Jährigen so schnell wie nie zuvor. Im Jahr 2050 wird voraussichtlich ein Drittel der Bevölkerung in diesen Ländern älter als 60 Jahre sein… Migration spielt für die Bevölkerungsentwicklung in den Industrieländern eine entscheidende Rolle. Viele wohlhabende Länder können schon heute aufgrund niedriger Geburtenraten einen Bevölkerungsrückgang nur durch die Aufnahme von Migranten verhindern. Auch Deutschland gehört mit jährlich 110.000 Einwanderern zu dieser Gruppe. Zwar wird die derzeitige Wirtschaftskrise die Zuwanderung möglicherweise verringern, doch Büttner erklärt: "Die großen wirtschaftlichen und demographischen Unterschiede, die zwischen Entwicklungs- und Industrieländern bestehen, werden auch in Zukunft ein starker Motor für internationale Migrationsbewegungen sein…" www.dsw-online.de/presse/presseinformationen120.shtml?navanchor=1010032
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10.11.09 Schweiz: Umweltrating des Abstimmungsverhaltens im Parlament Ein neues Instrument außerparlamentarischer Kontrolle und Transparenz mit Vorbildcharakter haben nach heutiger Meldung von NZZ.CH Schweizer Umweltverbände mit www.umweltrating.ch geschaffen. In einer Halbzeitbilanz haben sie das Abstimmungsverhalten von eidgenössischen Räten in Bezug auf die Umwelt untersucht. Als Basis dienten 24 Abstimmungen in der grossen Kammer. www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/ bern_parlament_eidgenoessiches_umweltrating_umweltverbaende_1.3996432.html
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O9.11.09 CIPRA: Auswirkungen und Nebenwirkungen von Klimamassnahmen im Alpenraum Welche Auswirkungen und Nebenwirkungen haben Klimamassnahmen? Die neueste SzeneAlpen der CIPRA «Im Namen des Klimaschutzes» beleuchtet den Umgang mit dem Klimawandel in den Alpen und weist den Weg für nachhaltiges Handeln. «Im Namen des Klimaschutzes» heisst die neueste Ausgabe der SzeneAlpen. Das Themenheft der CIPRA geht der Frage nach, welche Auswirkungen und Nebenwirkungen Klimamassnahmen im Alpenraum haben. Doch nicht abstrakt und wissenschaftlich wird das Thema abgehandelt, sondern konkret und anschaulich anhand von Themenfeldern und Beispielen. www.cipra.org/de/alpmedia/publikationen/4038
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O9.11.09 Klimawandel: Zuschauen beim Sterben Wo die Alpengletscher Fels zerstören, schaffen sie neues Leben und bezaubernde Landschaften. Doch bald werden sie verschwunden sein. Ein Abschiedsbesuch auf dem Dammagletscher auf ZEIT.ONLINE von Urs Willmann: „Kaum ein Gletscher weltweit wird auf so vielfältige Weise untersucht wie der noch 2,5 Kilometer lange Dammagletscher. Seine Ausdehnung wurde seit 1921 minutiös dokumentiert. Die exakten Abflussmengen des Schmelzwassers, das Treiben der Bakterien in seinem Eiskörper oder die Zusammensetzung des Gesteinsschutts, der Jahr für Jahr auf ihm liegen bleibt, finden Eingang in allerlei wissenschaftliche Publikationen. BigLink heißt der Forschungsverbund, an dem sich neben der Zürcher ETH weitere eidgenössische, deutsche und angelsächsische Hochschulen beteiligen. Rund um die Uhr fühlen deren Wissenschaftler hier oben dem schwindenden Gletscher mit Messinstrumenten den Puls, erfassen Temperatur, Feuchtigkeit, Niederschlagsmengen, den Stickstoffgehalt der Umgebungsluft und jedes Zurückweichen der Zungenspitze. Eine wissenschaftliche Form begleiteten Sterbens.“ www.zeit.de/2009/46/Gletscher
Weitere Infos zu BigLink (Biosphere-Geosphere interactions: Linking climate change, weathering, soil formation and ecosystem evolution) CESS-BigLink ist ein einzigartiges, multidisziplinäres Forschungsprojekt zur Untersuchung der Entstehungsprozesse von Böden und Ökosystemen auf dem Vorfeld eines zurückgehenden Gletschers. Unser Beitrag ist in die Aktivitäten von Subprojekt 5 eingebettet und zielt auf die Abschätzung der vergangenen, heutigen und zukünftigen Umweltbedingungen im Gletschervorfeld. Hydrologische und thermische Umweltbedingungen sind entscheidend für jene chemische, physikalische und biologische Prozesse, welche Verwitterung und Bodenbildung bedingen. Der Dammagletscher liegt im Zentrum der Schweizer Alpen bei Göschenen / Andermatt. Schmelzwasser aus dem Einzugsgebiet entwässert in den Göscheneralpsee, welcher der Stromproduktion aus Wasserkraft dient. Die Gletscherfront zieht sich derzeit durchschnittlich um ca. 10 m pro Jahr zurück und liegt aktuell bei 2100 m über Meereshöhe. www.wsl.ch/forschung/forschungsprojekte/cces_biglink/index_DE/printerfriendly?-C=& www.cces.ethz.ch/projects/clench/BigLink
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09.11.09 Carbon ration account for all proposed by Environment Agency. If people used up their yearly ration early, they would have to buy extra from those who had not used their full allowance. Ben Webster, Environment Editor TIMESONLINE. Finsbury (Chef der Nationalen Umweltbehörde Großbritanniens) hat eine revolutionäre Idee, die Sinn machen würde, wenn auch die Wirtschaft zu ähnlichen Anstrengungen gezwungen würde: jede erwachsene Privatperson soll ein persönlichen CO2-Kontingent erhalten. Eine ID-Nummer, die jedes Mal angegeben werden muss, wenn stark CO2-haltige Produkte wie Benzin, Strom oder Flugreisen gekauft werden, soll das gewährleisten. Wer sein Kontingent überschreitet, müsste von denjenigen, die weniger brauchen, Anteile erwerben. Es ist dies jedenfalls ein gleichermaßen ungewöhnlicher wie diskussionswürdiger Beitrag zur aktuellen Klimadebatte im Vorfeld der Klimaschutzkonferenz in Koppenhagen. Auszug aus dem Originaltext der TIMES: “Everyone should be given an annual carbon ration and face financial penalties if they exceed it, under a proposal by the Environment Agency. Lord Smith of Finsbury, the agency’s chairman, will say today that rationing is the fairest and most effective way of meeting Britain’s legally binding targets for cutting greenhouse gas emissions. People would be given a “carbon account” and a unique number that they would have to submit when making purchases of carbon-intensive items such as petrol, electricity or airline tickets. As with a bank account, people would receive statements showing the carbon weight of each purchase and how much of their ration remained. If they used up their ration within a year, they would have to buy extra credits from those who had not used their full allowance.” www.timesonline.co.uk/tol/news/environment/article6909046.ece Weitere Infos: www.heise.de/tp/blogs/2/146519
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09.11.09 Klimakiller: Kühe müssen zur Abgasuntersuchung Auch unsere Kulturlandschaftsidylle mit weidenden Kühen auf sattem Grassland steht in Zeiten des Klimawandels auf dem Prüfstein. Darauf weist heute ZEIT.DE hin. Die Ausscheidung klimaschädlicher Gase von Kühen soll erfasst werden. In Irland wird sogar schon über Gasmasken für die rülpsenden Rindviecher nachgedacht: „Noch steht am Landwirtschaftszentrum Haus Riswick nur der labyrinthartige Güllekeller, doch in Zukunft frisst und verdaut Elpa mit 143 anderen Kühen unter einem neuen Dach im Auftrag der Forschung."Ich hoffe, dass wir erstmals unter praxisrelevanten Bedingungen eine Antwort zur Bewertung klimaschädlicher Gase geben können", erklärt Landwirtschaftskammer-Präsident Johannes Frizen. …Eine Kuh lässt sich als kleine Biogasanlage begreifen: Bakterien zersetzen beim Fressen die pflanzlichen Zellwände, dabei entsteht im Vormagen unter anderem Methan. ‚Dieses ist wesentlich klimarelevanter als Kohlenstoffdioxid’, sagt Professor Wolfgang Büscher von der Universität Bonn, die die Studie in Kleve betreut. …Alleine im Jahr 2007 entwichen den mehr als vier Millionen Milchkühen in Deutschland nach Angaben des Umweltbundesamtes rund 450.000 Tonnen des Klimagases. Insgesamt trugen Kühe und Rinder mit 2,1 Prozent zu den deutschen Treibhausgasemissionen bei - zu einem großen Teil durch den direkten Ausstoß von Methan.“ http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/2069917_Klimakiller-Kuehe-muessen-zur-Abgasuntersuchung.html Weitere Infos: www.uni-bonn.tv/podcasts/GPSimKuhstall.V2.mp4/view
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09.11.09 Never ending Story Geoengineering: Teure Zukunftsvisionen errechnet - Schwefel soll Erwärmung stoppen Vor allem die Malediven werden demnächst „Land unter“ melden. Im Vorfeld der Kopenhagener Klimakonferenz blüht die Phantasie der Geotechniker, weil die der Willen der Politiker zu restriktiven Maßnahmen gegen Null geht. Plan B scheint auf der Hand zu liegen. Der Mensch mache sich die Welt untertan (Version 3.0) Jüngstes Beispiel ist die Überlegung, Kampfjets mit kühlendem Schwefel gegen die Klimakatastrophe einzusetzen: „Weil sich auch bei der Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember keine durchgreifende Änderung abzeichnet, könnte eines fernen Tages eine große Flotte von Kampfflugzeugen gegen den Klimawandel eingesetzt werden. Diese würden Schwefelverbindungen in der oberen Atmosphäre versprühen, die Sonnenlicht zurückwerfen und die Erde kühlen sollen. „ne Gruppe um Alan Robock von der Rutgers-Universität in New Brunswick (US-Staat New Jersey) hat nun ausrechnet, was es kosten würde, pro Jahr eine Million Tonnen Schwefelgase, sogenannte Sulfat- Aerosole, in die Luft zu bekommen. Eine Möglichkeit dafür wären US-Kampfflugzeuge vom Typ "F-15C Eagle". Die können jeweils ein Gewicht von acht Tonnen in eine Höhe von 20 Kilometern fliegen. 167 dieser Maschinen müssten für die angestrebte Menge 3 Flüge am Tag unternehmen. Der Kaufpreis für die Flugzeuge hätte im Jahr 2008 etwa 6,6 Milliarden Dollar (rund 5,1 Milliarden Euro) betragen, der jährliche Unterhalt für diese Aktion läge bei rund 4,2 Milliarden Dollar.“ Was für ein Schwachsinn. (gbk/n-tv) www.n-tv.de/wissen/weltall/Schwefel-soll-Erwaermung-stoppen-article581779.html
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07.11.09 "Waterküken": Häuschen auf Sylt ist sechs Millionen Euro wert Ein Friesenhaus auf Sylt ist das teuerste Haus der Welt. Die Deutsche Bank stellte in einem Gutachten offenbar fest, dass der Wert der Immobilie "Waterküken" mit einer Wohnfläche von 30 Quadratmetern sechs Millionen Euro betrage. Sollte die bisher verweigerte Erweiterung genehmigt werden, liegt der Marktwert bei 8,5 Millionen. www.welt.de/finanzen/article5118979/ Haeuschen-auf-Sylt-ist-sechs-Millionen-Euro-wert.html
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07.11.09 Mehr Ehrgeiz beim Klimaschutz - NABU-Bundesparlament tagte in Potsdam NABU-Pressedienst Einen Monat vor der Weltklimakonferenz in Kopenhagen (7.-18. Dezember) hat der NABU die Politiker davor gewarnt, die Erwartungen an das Treffen der internationalen Staatengemeinschaft herunterzuspielen. „Wir können uns keine halbherzige Klimapolitik leisten. Wenn es in Kopenhagen nicht gelingt, sich auf ehrgeizige Klimaziele für die Zeit nach 2012 zu einigen, wird das drastische Folgen für Millionen von Menschen haben, deren Existenzgrundlagen gefährdet werden. Ohne verbindliche Vorgaben zur Begrenzung des Treibhausgasausstoßes werden überlebenswichtige Ökosysteme unseres Planeten in absehbarer Zeit schlicht zusammenbrechen“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke anlässlich der NABU-Bundesvertreterversammlung am Samstag in Potsdam. Die Vertragsstaaten der UN-Klimarahmenkonvention hätten sich leider auch vier Wochen vor der Kopenhagener Konferenz immer noch nicht geäußert, wie sie den Treibhausgasausstoß bis 2020 und 2050 im Rahmen eines neuen Weltklimaabkommens eindämmen wollen. Vor diesem Hintergrund forderte der NABU Bundeskanzlerin Merkel auf, persönlich nach Kopenhagen zu fahren, um sich mit den anderen Staats- und Regierungschefs auf wirksame Regeln für die globale Klimapolitik zu verständigen. „Die Kanzlerin genießt international Anerkennung. Sie muss in Kopenhagen als Fürsprecherin für ein ernstgemeintes Kyoto-Nachfolgeabkommen werben“, so Tschimpke. Der NABU warnte vor einer Hinhalte- und Verzögerungstaktik in der deutschen Energiepolitik: Die Frage des künftigen Energie-Mixes sei nach wie vor offen. Die Koalition wolle erst 2010 ein Konzept dazu vorlegen. Unverantwortlich sei die Vorfestlegung der neuen Bundesregierung auf eine bisher völlig unbestimmte Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke. Der NABU lehnt eine Laufzeitverlängerung entschieden ab und fordert mehr Investitionen in erneuerbare Energien und Maßnahmen zur Energieeffizienz. Auch im Verkehrsbereich müsse nachgebessert werden. Eine Million Autos sollen nach dem Willen der neuen Koalition 2020 mit einem Elektromotor fahren. Der NABU spricht sich im Gegensatz dazu für eine technikneutrale Förderung aus, die sich am Kohlendioxid-Ausstoß orientiert. „Es nützt dem Klima nichts, wenn die Elektroautos dann mit Kohlestrom rollen“, so Tschimpke. Der NABU begrüßt, dass die neue Bundesregierung die Sicherung des „Nationalen Naturerbes“ und damit die Übertragung ökologisch wertvoller Flächen aus Bundesbesitz wie ehemalige Truppenübungsplätze fortsetzen will. Bisher konnten 100.000 Hektar Naturschutzflächen gesichert werden, die Sicherung weiterer 25.000 Hektar ist im neuen Koalitionsvertrag festgeschrieben. Der NABU fordert auch, dass die „Kyritz-Ruppiner Heide“ - das ehemalige und 14.000 Hektar große Bombodrom - in den nächsten Jahren dauerhaft als „Nationales Naturerbe“ auf hohem naturschutzfachlichen Niveau gesichert wird. Mit Blick auf die neue rot-rote Regierung im Land Brandenburg hat der NABU wichtige Neuorientierungen in der Wasser- und Naturschutzpolitik, die durch den Koalitionsvertrag in Aussicht gestellt werden, begrüßt. „Das Moorschutzprogramm, der neue Umgang mit der Ressource Wasser, die Sicherung der Natura-2000-Gebiete als Naturschutzgebiete, die Bedarfsgerechtigkeit bei Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen, das Bekenntnis zum Bundesprogramm Nationales Naturerbe und zur Nationalen Biodiversitätsstrategie sowie die Schaffung von weiteren Retentionsflächen für unsere Flüsse sind zentrale Anliegen des NABU, die im Koalitionsvertrag ihren Niederschlag gefunden haben“, sagte NABU-Landesvorsitzender Tom Kirschey. In der Ökologisierung der Land- und Forstwirtschaft, beim Alleenschutz und beim Ausstieg aus der Braunkohleverstromung bleibe der Vertrag aber hinter den Erwartungen zurück. Der Unternehmer Michael Otto übergab im Rahmen der Bundesvertreterversammlung eine Spende von 200.000 Euro für das Renaturierungsprojekt „Untere Havel“. Gemeinsam mit dem Bund und den Ländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt will der NABU als Projektträger bis 2021 das mit rund 9.000 Hektar größte zusammenhängende Feuchtgebiet im westlichen Mitteleuropa wieder naturnah gestalten. Für Rückfragen: Kathrin Klinkusch, NABU-Pressesprecherin, Tel. mobil 0173-9306515 Carsten Wachholz, NABU-Klima- und Energieexperte, Tel. mobil 0172-4179727 www.nabu.de/presse/pressemitteilungen/ index.php?popup=true&show=1551&db=presseservice
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07.11.09 Klimawandel wird Fleischkonsum inakzeptabel machen Nicholas Stern, Herausgeber des gleichnamigen Reports zu den wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels - und den Kosten bei Unterlassung von Gegenmaßnahmen, ist der Auffassung, dass die Klimaverhandlungen in Kopenhagen nur erfolgreich sein können, wenn sie als Klimaschutzinstrument auch eine Verminderung der Fleischherstellung beinhalten. Stern, selber Vegetarier, sagte im Times-Interview: "Fleischproduktion verschwendet viel Wasser und verursacht große Mengen Treibhausgase. Es verursacht einen enormen Druck auf die Ressourcen der Welt." Genauso wie sich in den letzten Jahren die Einstellung zum Rauchen gewandelt hat, könne sich auch die Einstellung zum Fleischkonsum ändern - und dies sei notwendig für einen wirksamen Klimaschutz.. Ein Blog-Beitrag von Matthias Heise auf TELEPOLIS. www.heise.de/tp/blogs/2/146504
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06.11.09 Europa vernichtet seine klimafreundlichen Moore Im weltweiten Vergleich verursachen die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union die zweithöchsten Emissionsraten von Treibhausgasen aus der Zerstörung von Moorgebieten. Ein Artikel von Daniel Lingehöh auf ZEIT.DE: „Nach Spitzenreiter Indonesien mit 500 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr folgt schon die EU mit 174 Millionen Tonnen noch vor Russland (160 Millionen Tonnen), das global gesehen die ausgedehntesten Moorflächen besitzt…Schuld habe daran vor allem die Entwässerung dieser Feuchtgebiete für die Landwirtschaft und der Abbau des Torfs für den Erwerbsgartenbau, sagt John Couwenberg der zusammen mit Hans Joosten von der Universität Greifswald und der Organisation Wetlands International den Ausstoß quantifiziert hat. "Ein nasses Moor ist klimaneutral, weil das organische Material teils über Jahrtausende nass und unter Luftabschluss gespeichert wird. Legt man es trocken, gelangt Luft an den Torf und oxidiert ihn. Das entstehende Kohlendioxid gast aus", so der Wissenschaftler.“ www.zeit.de/wissen/umwelt/2009-11/erde-sd-moorzerstoerung Weitere Infos: John Couwenberg (Institut für Botanik und Landschaftsökologie Uni Greifswald) http://www.uni-greifswald.de/~palaeo/mitarbeiter_deu.html Hans Joosten (Universität Greifswald) www.sciencenet-mv.de/index.php/kb_739/pb_436/pb.html www.wetlands.org Wetlands International works to sustain and restore wetlands, their resources and biodiversity for future generations. Wetlands include river delta, lakes, peatswamps, lagoons, estuaries and reefs
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O6.11.09 Viel Unklares, alte Rezepte und ungedeckte Schecks: So bewertet der NABU den Koalitionsvertrag Mit den Worten „Wachstum – Bildung – Zusammenhalt“ haben CDU, CSU und FDP ihren Koalitionsvertrag für die 17. Legislaturperiode des Bundestages überschrieben. Auf 124 Seiten haben die Regierungsparteien dabei ihre politischen Arbeitsziele für die nächsten Jahre festgehalten. Unterm Strich bleibt aber vielfach offen, wie die Koalition ihre Ziele tatsächlich erreichen will. Dies gilt im besonderen Maße auch für die geplante Umweltpolitik der Koalition. Nur wenige einheitliche „rote Fäden“ ziehen sich durch den Vertrag. Dies gilt sicher für die Nähe zu Industrie und Wirtschaft, die sich in fast allen Politikfeldern niederschlägt, während Verbraucherschutz und die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern deutlich reduziert werden sollen. Deutlich wird dies auch an der Beschleunigung von Planungs- und Zulassungsverfahren. Ob beim Ausbau von neuen Energieleitungsnetzen, beim Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, bei der Zulassung neuer Pflanzenschutzmittel – überall will die Koalition beschleunigen. Zu befürchten ist dabei, dass Beteiligungsmöglichkeiten und akzeptanzorientierte Planungsprozesse weiter eingeschränkt werden. Und dies, obwohl Deutschland die kürzesten Planungszeiten im europäischen Vergleich hat. Konkret wird der Koalitionsvertrag vor allem dort, wo bestehende Regelungen geändert und zumeist wirtschaftsfreundlicher gestaltet werden sollen. Ob bei der angestrebten Kompensation für Belastungen aus der Lkw-Maut, der Ökosteuer oder dem Emissionshandel, dem Rückzug aus der Produzentenverantwortung in der Abfallpolitik oder einem der vielen anderen Punkte: überall werden bestehende Lenkungsinstrumente für die Entwicklung einer nachhaltigeren Wirtschaft aufgegeben. Deutlich weniger klar werden die Vereinbarungen des Vertrages überall dort, wo es um eine eigene, gestaltende umweltpolitische Handschrift der Koalition geht. Hier wird in den nächsten vier Jahren in vielen Verhandlungen erarbeitet werden müssen, was tatsächlich politisch umgesetzt wird. www.nabu.de/themen/umweltpolitik/umweltpolitikallgemein/11661.html Weitere Infos: www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/umweltpolitik/ kurzbewertung_koalition_final_layout.pdf
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05.11.09 Time to Eat the Dog? Das neuseeländische Autorenpaar meint es gar nicht lustig: Ein Hund belastet das Klima mehr als ein Toyota Land Cruiser, wenn man den Berechnungen von Robert und Brenda Vale glauben darf. Die gehen so: Ein mittelgroßer Hund verzehrt im Jahr 164 Kilogramm Fleisch und 95 Kilogramm Getreide. Zur Produktion sind 0,84 Hektar landwirtschaftliche Fläche nötig. Dagegen reicht zur Betankung und Herstellung eines Geländewagens angeblich die Biomasse von 0,41 Hektar. Dieser Vergleich brachte die Vales auf den Titel ihres Buches: Time to Eat the Dog? www.zeit.de/2009/46/WOS-Haustier-Klima Weitere Infos: www.libri.de/shop/action/productDetails/ 7996353/brenda_vale_time_to_eat_the_dog_0500287902.html
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03.11.09 Grünes Geld – auch für nachhaltige Landnutzung? Junge Reiche treiben Nachfrage an: Sie sind die Trendsetter der Finanzwelt: vergleichsweise junge Menschen mit vergleichsweise viel Vermögen. Was schon bei Hedge-Fonds klappte, könnte nun auch nachhaltigen Investments zum Durchbruch verhelfen. Ein Artikel auf FTD.DE von Heino Rents: "Das Thema Nachhaltigkeit rückt für vermögende Investoren immer stärker in den Fokus", sagt Oliver Postler, Leiter Vermögensverwaltung und globale Investmentstrategie bei HVB Wealth Management. Es gebe eine deutliche Nachfrage von Seiten der Kunden. "Vor allem, weil nachhaltige und ertragreiche Geldanlage kein Widerspruch ist", sagt Postler. Inwieweit das Geld in Projekte nachhaltiger Landnutzung geht, wäre eine Untersuchung wert (ftd.de/gbk) www.ftd.de/finanzen/alternativen/ :gruenes-geld-junge-reiche-treiben-nachfrage-an/50032381.html
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03.11.09 Ein neues Wachstumsmodell: Wegsteuern vom Wachstumsmantra Um den Klimaschutz voranzubringen, sollte die schwarz-gelbe Bundesregierung Wohlstand neu definieren. Das wäre ein zutiefst konservatives Projekt. Kommentarvon Tobias Leipprand und Cordula Drautz auf FTD.DE. Beide sind Fellows der Stiftung Neue Verantwortung. Die Stiftung Neue Verantwortung ist ein gemeinnütziger, unabhängiger und überparteilicher Thinktank mit Sitz in Berlin: „Viele Konservative haben bereits erkannt, dass das Wachstumsmantra, wie es sich jetzt auch wieder im Koalitionsvertrag findet, durchaus im Konflikt zu Grundwerten der Konservativen steht, und fordern daher eine Neuausrichtung….Denn auch andere Bereiche liefern Gründe für eine Abkehr vom Wachstum als alleinige Richtgröße für Wirtschaftspolitik. Höher, schneller, weiter - diese Maxime spornte uns zwar jahrzehntelang zu Höchstleistungen an, vergrößerte aber auch die Kluft zwischen Arm und Reich. Der soziale Zusammenhalt ist gefährdet in einer Zeit, in der jeder vor allem auf seinen eigenen (finanziellen) Vorteil bedacht ist…“ www.ftd.de/wissen/natur/ :ein-neues-wachstumsmodell-wegsteuern-vom-wachstumsmantra/50032124.html Mehr Infos: www.neueverantwortung.de
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02.11.09 Fritz Vorholz über die Chancen der letzten Vorbereitungskonferenz für den Klimagipfel „Vom Montag an wollen sie zwar noch einmal versuchen, die Voraussetzungen für einen Erfolg in Kopenhagen zu schaffen. Eine ganze Woche nehmen sie sich dafür Zeit. Doch warum sollte bei ihrem Treffen in Barcelona mehr herauskommen als bei den früheren Vorbereitungsversammlungen in Bonn und in Bangkok? Selbst die Bekenntnisse von Staats- und Regierungschefs – abgegeben anlässlich von G-8-Gipfeln, von G-20-Gipfeln oder vor der UN-Generalversammlung – haben kaum Bewegung in die festgefahrenen Klimaverhandlungen gebracht. Es geht dabei einfach um zu viel. Vor allem, so die verbreitete Wahrnehmung, um die Verteilung von Entwicklungschancen im 21. Jahrhundert. Es war zwar einst zum Jahrhundert der Umwelt ausgerufen worden, könnte aber genauso gut zum Jahrhundert der Umweltdesaster werden – wenn die Einigung über den globalen Klimaschutz noch lange auf sich warten lässt.“ www.zeit.de/2009/45/Klima
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31.10.09 Frankfurt: Gärten für die City Zum siebtenmal hat der Deutsche Mieterbund - Landesverband Hessen e.V. zusammen mit dem Mieterbund Nordhessen e.V. zum alle zwei Jahre stattfindenden Kasseler Mieterforum heute namhafte Wissenschaftler, Wohnungswirtschaftler, Wohnungspolitiker, Mietervertreter und interessierte Bürger nach Kassel geladen. Der Geschäftsführer der Nassauischen Heimstätte/Wohnstadt, Prof Thomas Dilger (TU Darmstadt) wird in einem Praxisbericht über das „Wohnen als Motor der Stadtentwicklung" sprechen. Im FR-Interview mit Katja Schmidt spricht er über die Zukunft der Stadtentwicklung: “Worüber ich beim Mieterforum spreche, sind die größten Herausforderungen der Stadtentwicklung - Klimaschutz, Integration und demografischer Wandel. Wir beobachten eine urbane Renaissance. Auch die hat aber für den Raum Kassel andere Folgen als für Frankfurt/RheinMain. Früher hatten wir den Trend: Die Wohlhabenden ziehen an die Ränder, die Ärmeren bleiben in der Stadt. Der Trend dreht sich derzeit um. In Frankfurt kann das zu Verdrängungseffekten führen. Im Raum Kassel haben eher die kleinen Städte und Dörfer im Umland, die immer leerer werden, ein Problem. Deren Schwierigkeiten reichen vom schließenden Lebensmittelgeschäft bis demnächst zu Wassernetzen, die verkeimen.“ www.fr-online.de/top_news/2050242_Frankfurt-Gaerten-fuer-die-City.html Weitere Infos: www.mieterbund-hessen.de www.naheimst.de/ueber-uns/geschaeftsfuehrung/prof-thomas-dilger.htmlwww.regional.architektur.tu-darmstadt.de/eur/eur_kontakt/mitarbeiter_regional_details_7747.de.jsp
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28.10.09 Die Welt, wie sie nicht sein darf Ob Migranten- oder Ideenströme, Rohstoff- oder Kapitalbewegung: Alles Fakten, die der neue "Atlas der Globalisierung" mit buntstiftbunten Karten anschaulich macht. Buchbesprechung von Arno Widmann auf FR.ONLINE. www.fr-online.de/top_news/2043156_Atlas-der-Globalisierung-Die-Welt-wie-sie-nicht-sein-darf.html Weitere Infos: www.monde-diplomatique.de/pm/.atlas3
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27.10.09 Stadtplanung: Wachstum durch Abriss: Wie schrumpft man Städte? Die Internationale Bauausstellung in Sachsen-Anhalt hat wilde Ideen. Ein Artikel von Tobias Timm auf ZEIT.DE. „Normalerweise entstehen im Rahmen solcher Bauausstellungen große Leuchtturmprojekte, in Stuttgart etwa wurde 1927 als Manifestation des »Neuen Wohnens« die berühmte Weißenhof-Siedlung gebaut. Und in Berlin planten Architekten wie Walter Gropius, Alvar Aalto und Oscar Niemeyer für die Interbau 1957 das Hansaviertel. Für die IBA Emscherpark wandelte man im Ruhrgebiet von 1989 bis 1999 alte Industriestätten in Kulturinstitutionen um. In Sachsen-Anhalt aber wurden jetzt erstmals für eine Bauausstellung mehr Gebäude abgerissen als gebaut. In 19 kleineren und größeren Städten von Magdeburg bis Halle hat man ausprobiert, wie das Schrumpfen durch stadtplanerische Eingriffe zum Nutzen der Dagebliebenen und ihrer Umwelt gesteuert werden kann. Neuland also für eine Profession, die bisher stets die Expansion plante.“ www.zeit.de/2009/44/IBA Weitere Infos: www.sachsen-anhalt.de/LPSA/index.php?id=926 www.iba-stadtumbau.de/index.php?iba-2010-de www.bauhaus-dessau.de/index.php?iba
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27.10.09 Stadtumbau – Urbane Qualitäten durch Freiraumentwicklung Seminar für Dezernentinnen und Dezernenten, Führungs- und Fachpersonal aus Stadtplanungs-, Grünflächen-, Umweltämtern und Eigenbetrieben sowie für Ratsmitglieder – Presseerklärung des Deutschen Instituts für Urbanistik In schrumpfenden Städten und Stadtregionen werden bauliche Nachnutzungen in absehbarer Zeit die brachfallenden Flächen bei weitem nicht füllen. Als Folge bleibt ein großer Teil der Brachflächen mittel- und langfristig ohne bauliche Neunutzung. Dadurch bieten diese Flächen Entwicklungsperspektiven für die städtische und stadtregionale Freiraumentwicklung, verbunden mit der Chance, im urbanen Raum einen Qualitätsgewinn durch ein „Mehr“ an Freiräumen zu erreichen. Gleichzeitig erfordern die geringen finanziellen Spielräume der betroffenen Kommunen „neue Freiraumtypen“, die weniger aufwändig in der Anlage und Pflege als die „klassischen“ öffentlichen Grün- und Parkanlagen sind. Im Mittelpunkt des Seminars sollen u. a. folgende Fragen erörtert werden: - Wie tragen Stadtumbau Ost und West zur Belebung der Freiraumkultur bei? - Welche Planungsinstrumente sind geeignet, um das neue Verhältnis von baulichen Flächen zu Freiflächen zu bestimmen und zu konzeptionieren? - Welche Chancen bieten brachgefallene Flächen für dauerhafte Renaturierungen? - Welche Rolle können „grüne“ Zwischennutzungen und neue Aneignungsformen Privater im Rahmen der Freiraumentwicklung spielen? - Welche Organisations-, Pflege- und Finanzierungsmöglichkeiten bestehen für die Gestaltung neuer Freiräume? - Welche Zukunftschancen liegen in der Freiraumentwicklung durch Stadtumbau? Stadtumbau – Urbane Qualitäten durch Freiraumentwicklung 9. bis 10. November 2009 in Berlin Anmeldung (bitte nur schriftlich) an Sylvia Bertz Deutsches Institut für Urbanistik GmbH, Postfach 120321, 10593 Berlin Telefon: 030/39001-258, Telefax: 030/39001-268, E-Mail: bertz@difu.de
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26.10.09 Schwarz-Gelb betoniert Deutschland: Tausche Baum für Fabrik Bisher müssen Bauherren für die Natur, die sie zerstören, andernorts Grün schaffen – die schwarz-gelbe Koalition ändert das. Umweltschützer halten die neue Regelung für "katastrophal". Artikel von Hanna Gersmann für TAZ.DE: „Eigentlich ist das Prinzip schlicht: Wer etwas kaputt gemacht hat, soll es auch wieder reparieren. Das galt bisher für Investoren, die eine Fabrik, ein Wohnhaus, eine Geflügelfarm gebaut haben. Für die Fläche X, die sie versiegelten, mussten sie auf der Fläche Y Natur schaffen. Doch diese Eingriffs-Ausgleichsregelung wollen Union und FDP nun ändern. Das steht in ihrem Regierungsprogramm, das sie Montag unterschrieben haben. So soll es einfacher werden, die Republik zu betonieren.“ www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/tausche-baum-gegen-fabrik
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25.10.09 FOCUS-Reportage: Abschied vom Landleben Die Provinz ist in der Krise. Die Dörfer verlieren immer mehr Bewohner, nicht nur im Osten, auch im Westen. Deutschland steht vor den größten Umbrüchen seit Jahrzehnten. Ein Artikel von FOCUS-Reporter Wolfgang Bauer: „Diese Reportage erzählt vom Überlebenskampf eines Dorfes in Westdeutschland (Anm.: Hamm in der Eifel). Eines von vielen, die sich derzeit gegen den Untergang stemmen. Die meisten glauben, nur im Osten sei die Provinz in Not. Doch auch im Westen geht in der Hälfte der Regionen die Bevölkerung zurück. Nach Prognosen werden von heute 82 Millionen Menschen in Deutschland im Jahre 2050 ohne Zuwanderung nur 58,6 Millionen übrig bleiben. „Entsiedelung“ ist der Fachbegriff für die Folgen auf dem Land. Sie erzeugt keine Schlagzeilen, aber am Ende wird die Bundesrepublik eine völlig andere geworden sein.“ www.focus.de/panorama/reportage/focus-reportage-abschied-vom-landleben_aid_448033.html
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24.10.09 Naturschutz und Flächenverbrauch im heute veröffentlichten Entwurf des Koalitionsvertrags zwischen CDU, CSU und FDP „Kooperation mit den Betroffenen vor Ort ist unabdingbare Voraussetzung für eine erfolgreiche Naturschutzpolitik. Wir wollen gemeinsam mit den Naturnutzern die Umweltbildung fördern. Wir werden die Partnerschaft zwischen Landwirtschaft, Natur- und Umweltschutz über freiwillige Programme weiter stärken und uns am Vorrang des Vertragsnaturschutzes orientieren. Die Nutzung von Ökokonten unterstützen wir nachhaltig. Wir werden den Bundesländern die Kompetenz geben, beim Ausgleich von Eingriffen in die Natur das Ersatzgeld anderen Kompensationsmaßnahmen gleichzustellen. Im Rahmen der Umsetzung der nationalen Strategie für biologische Vielfalt werden wir ein Bundesprogramm erarbeiten, das mit Ländern und Kommunen, mit Waldbesitzern, Landnutzern und Naturschutzverbänden abgestimmt wird. Die wichtige Rolle der Botanischen Gärten und Sammlungen werden wir stärken. Wir sprechen uns für die Vernetzung ökologisch besonders wertvoller Gebiete in einem Verbundsystem aus. Wir streben ein europa- und weltweites System von Schutzgebieten unter stärkerer Einbindung der regional unterschiedlichen Kulturlandschaften an. Wir erarbeiten ein „Bundesprogramm Wiedervernetzung“ als Grundlage für den Bau von Querungshilfen im Bundesverkehrswegenetz in den wichtigsten Lebensraumkorridoren. Zur Sicherung des „Nationalen Naturerbes“ werden wir die Übertragung der noch ausstehenden 25.000 Hektar national wertvoller Naturflächen fortführen. Wir sichern das „Grüne Band Deutschland“ entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze als „Naturmonument“ und wollen die Entwicklung eines „Grünen Bandes Europa“ anstoßen. Frei fließende Flüsse haben einen hohen ökologischen Wert. Die Durchgängigkeit der Flüsse für wandernde Fische muss wiederhergestellt werden. Für den Natur- und Hochwasserschutz sollen natürliche Auen reaktiviert und Flusstäler, wo immer möglich, renaturiert werden. Wir prüfen, ob die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes zu diesem Zweck eingesetzt werden kann. Wir unterstützen projektbezogene Modelle zur Honorierung vermiedener Abholzung in Entwicklungsländern. Wir halten an der Zusage zur finanziellen Unterstützung des internationalen Waldschutzes fest. Wir wollen auf EU-Ebene die Maßnahmen gegen illegal geschlagenes Tropenholz verschärfen. Die Wiederverwendung bereits genutzter Flächen und die Verdichtung im Innenbereich müssen Vorrang vor Flächenneuverbrauch bzw. vor Entwicklung im Außenbereich haben. Deshalb wollen wir gemeinsam mit den Kommunen Instrumente zur Gestaltung der Innenentwicklung erarbeiten. Brachflächenkataster, Managementpläne, ein zoniertes Satzungsrecht der Kommunen und finanzielle Anreizinstrumente wollen wir weiterentwickeln. Wir beabsichtigen, einen Modellversuch zu initiieren, in dem Kommunen auf freiwilliger Basis ein überregionales Handelssystem für die Flächennutzung erproben.“ www.spiegel.de/media/0,4906,21958,00.pdf
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23.10.09 Geoengineering: Im Maschinenraum des Klimas Ralf Nestler befasst sich auf ZEIT.DE mit dem Geoengineering. „Mit großem technischen Aufwand wollen Ingenieure die Erderwärmung bremsen. Doch sind Algenblüten als CO2-Speicher oder abgeschirmte Sonnenstrahlen wirklich die Lösung? … Geoengineering wird unumgänglich sein, wenn wir die Erderwärmung auf ein veträgliches Maß reduzieren wollen und zugleich allen 6,8 Milliarden Menschen, Tendenz stark steigend, einen passablen Lebensstil ermöglichen wollen. So lautete der Tenor des Wissenschaftsforums der ZEIT, das am Mittwochabend in Berlin stattfand. Über die Risiken solcher Operationen ist indes wenig bekannt. Das zeigt auch die bisher umfassendste Analyse zum Thema Geoengineering, die im September von der britischen Royal Society veröffentlicht wurde“ (wir berichteten). www.zeit.de/wissen/2009-10/geoengineering
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23.10.09 Reisernte vom Klimawandel bedroht In seinem Blog auf TELEPOLIS berichtet Wolfgang Pomrehn darüber, wie ein Philippinisches Institut Auswirkungen des Klimawandels und Anpassungsstrategien erforscht. So wurden in dem Institut Reissorten gezüchtet, die Überschwemmungen besser vertragen, auch wenn sie durch Salzwasser erfolgen. www.heise.de/tp/blogs/2/146400 Weitere Infos: http://beta.irri.org/index.php/Home/Welcome/Frontpage.html http://beta.irri.org/news/index.php/press-releases/climate-change-threatens-rice-production.html
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22.10.09 Der Biokraftstoff-Boom bedroht das Erdklima WELT.DE berichtet von einer auf SCIENCE veröffentlichten Studie unter der Leitung von JERRY M. MELILLO vom Marine Biological Laboratory (MBL). Die Wissenschaftler berechnen in der Studie detailliert, wie sich der Boom von Biokraftstoffen in diesem Jahrhundert auf die Emissionen von Treibhausgasen auswirken wird: „Große Treibhausgas-Emissionen durch diese indirekten Veränderungen der Landnutzung sind unabsichtliche Konsequenzen eines weltweiten Biokraftstoff-Programms“, warnt Melillo. „Wenn Wälder oder andere Pflanzen für Bioenergie gerodet werden, muss der dabei frei werdende Kohlenstoff auch als Emission berechnet werden. Geschieht das nicht, wird der Einsatz von Bioenergie das Treibhausgas-Problem eher verschärfen als lösen." www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article4938166/Der-Biokraftstoff-Boom-bedroht-das-Erdklima.html
Indirect Emissions from Biofuels: How Important? A global biofuels program will lead to intense pressures on land supply and can increase greenhouse gas emissions from land-use changes. Using linked economic and terrestrial biogeochemistry models, we examine direct and indirect effects of possible land-use changes from an expanded global cellulosic bioenergy program on greenhouse gas emissions over the 21st century. Our model predicts that indirect land use will be responsible for substantially more carbon loss (up to twice as much) than direct land use; however, because of predicted increases in fertilizer use, nitrous oxide emissions will be more important than carbon losses themselves in terms of warming potential. A global greenhouse gas emissions policy that protects forests and encourages best practices for nitrogen fertilizer use can dramatically reduce emissions associated with biofuels production. www.scienceonline.org/cgi/content/abstract/1180251v1 Weitere Infos http://ecosystems.mbl.edu/staff/melillo.html JERRY M. MELILLO Email: jmelillo@mbl.edu
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22.10.09 Gated Communitys: Todsicher in der Isolation Julian Heissler befasst sich auf SPIEGEL.DE mit einem Landnutzungsproblem, das inzwischen auch in Deutschland angekommen ist. Auch hier etabliert sich eine neue Wohnform für Wohlhabende - Gated Communitys und abgeschottete Stadthäuser wie die Arkadien-Siedlung am Glienicker Horn in Potsdam. Sie bieten ihren vermögenden Einwohnern das Gefühl von Sicherheit:: „In anderen Ländern sind Gated Communitys dagegen längst gang und gäbe. In den USA stehen mittlerweile über 40.000 überwachte Anlagen. Doch nicht nur dort ist die Wohnform verbreitet. Seit rund 30 Jahren gehören Gated Communitys zum Bild südamerikanischer Städte. In Südafrika sind sie gerade seit dem Ende der Apartheid bei der weißen Bevölkerung beliebt. Und auch in Russland zieht sich die reiche Oberschicht zunehmend aus Städten zurück und sucht ihr Glück in umzäunten Wohnvierteln vor den Toren der Metropolen.“ www.spiegel.de/panorama/0,1518,656192,00.html www.spiegel.de/thema/gated_community
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22.10.09 Himalaya: Asiens Trinkwasser versiegt Die Eisvorräte des Himalaya schmelzen mit enormem Tempo. Das wird zu katastrophalen Überschwemmungen führen. Sind die Gletscher erst geschmolzen, droht Indien und China die nächste Katastrophe: Trockenheit und Trinkwasserknappheit. Artikel von Roland Benn auf www.merian.de/reiseziele/artikel/a-654889.html
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21.10.09 Fauler Zauber Venedig verkommt zur Fassade. 22 Millionen Touristen pro Jahr vertreiben die Einwohner aus ihrer Stadt. Den Bürgermeister schert das wenig. Hilferuf einer Einheimischen. Petra Reski auf ZEIT.DE: „An unserem Kanal wohnt fast niemand mehr . Während ich in meinen Reportagen das Verschwinden der Venezianer ebenso folgenlos wie starrköpfig beklagte, verdreifachte sich die Zahl der Touristen. Im letzten Jahrzehnt stieg sie von sieben Millionen auf 22 Millionen. Die Bevölkerung der Stadt hat sich in den letzten 40 Jahren jedoch halbiert. Auf einen wehrlosen Venezianer kommen also 366 sich nach Venedig verzehrende Touristen. Mein Käsehändler verkauft jetzt Eis, der Fleischer Muranoglas, der Buchhändler am Campo San Luca ist auf kunstgewerbliche Töpferwaren umgestiegen. Der Conte Marcello, die Frau des Kunsthändlers und ich, wir waren Widerstandskämpfer. Aber wir haben unsere Schlacht verloren… Allein in den letzten Jahren seien 706 neue (Hotel-)Lizenzen nach der Verordnung zum »Umbau von Wohnungen in hotelgewerblicher Absicht« vergeben worden. www.zeit.de/2009/44/Venedig Die Ausstellung »Migropolis. Venice, Atlas of Glob |