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Der tägliche Lagebericht von LANDUSEWATCH.INFO zum "Endkampf um die letzten freien Ressourcen" (Wolf Schneider: Der Mensch - eine Karriere). Wir lesen, recherchieren nach und kommentieren für Sie (fast) täglich die Pressemeldungen zu Flächenverbrauch und Landnutzung. Damit das Thema in der zivilgesellschaftlichen Öffentlichkeit immer weiter oben in der Rangliste steht.
13.05.11
Megastädte
Mehr als die Hälfte der Menschheit lebt
in Megacitys, die meisten davon in Entwicklungs- und Schwellenländern. Deshalb
ist nachhaltige Stadtentwicklung laut KfW Entwicklungsbank das zentrale Thema
der Dekade. Artikel von Tobias Schwab auf FR-ONLINE.
www.fr-online.de/wirtschaft/sauberes-wasser-fuer-megastaedte/-/1472780/8441058/-/index.html
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12.05.11
EuGH: Klagerecht für Umweltschutzverbände
Laut einem Urteil Europäischen
Gerichtshofes (EuGH) vom Donnerstag dürfen künftig auch Umweltorganisationen
als Vertreter der Allgemeinheit klagen, wenn erhebliche Auswirkungen auf die
Umwelt zu befürchten sind. Die Chancen, "überflüssige und klimaschädliche
Kohlekraftwerke zu verhindern", seien nun gestiegen, teilte der BUND mit.
www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,762276,00.html
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11.05.11
Globaler Trend zu grünen Städten?
Hat die Weltgemeinschaft noch die Wahl,
sich zukünftig für oder gegen grüne Städte zu entscheiden? Welche Faktoren
implizieren die Notwendigkeit hin zur Trendwende, und was muss sich weltweit im
Stadtbild verändern? Das fragt Claudia Hangen auf TELEPOLIS.
www.heise.de/tp/artikel/34/34709/1.html
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07.05.11
Der Grüne Winfried Hermann wird neuer Verkehrsminister in Baden-Württemberg
Es gehehe dem neuen Verkehrsminister
auch darum, die Verödung der Innenstädte zu verhindern. Grüne Infrastruktur,
wie die Baden-Württemberger sie sich vorstellen, setzt auf die »Stadt der
kurzen Wege«: Wohnen, Arbeiten und Einkaufen sollen so nah beieinanderliegen
wie möglich. »Schluss mit der Zwangsmobilität« nennt Hermann das. Ein Artikel
von Mariam Lau auf ZEIT.DE
www.zeit.de/2011/19/Verkehrsminister-Hermann
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05.05.11
Der Klimawandel bedroht die globale Getreideernte
Die Temperatur steigt, die Ernteerträge fallen: Forscher haben überprüft, wie
sich die Erderwärmung in den vergangenen 30 Jahren auf die Produktion von
Getreide ausgewirkt hat. Vor allem Weizen und Mais sind betroffen - ein
massives Problem für die Versorgung der Weltbevölkerung droht. Von Christoph Seidler.
www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,760690,00.html
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04.05.11
Gardening Subversion auf dem
Kompost
Gardening ist der neueste Schrei unter trendbewussten Großstädtern. Zwischen
Tulpenzwiebeln und Rosenbeet kommen sie wieder zu sich selbst. Seltsam findet
das David Hugendick auf ZEIT.DE.
www.zeit.de/lebensart/2011-05/gardening-glosse “ kann als Erfolg des WWF gewertet
werden. 2011 nahmen bereits hunderte Millionen Menschen in 135 Ländern teil und
setzten ihr persönliches Zeichen für den Klimaschutz. Heute sind vor allem der
Klimawandel, die Überfischung der Meere und das Artensterben ins Zentrum der
WWF-Arbeit gerückt.
Der
WWF-Österreich
Der 1963 gegründete WWF Österreich hat auch einige Erfolge aufzuweisen. Die
Rettung des Vogelparadieses
„Lange Lacke“, der Nationalpark Neusiedlersee, das WWF-Reservat
Marchegg mit seiner Storchenkolonie, der erfolgreiche Kampf gegen Kraftwerk Hainburg und die Errichtung des Nationalparks
Donauauen sind ein Auszug aus der langen Erfolggeschichte des österreichischen
WWF. Neben heimischen Themen unterstützt der WWF auch internationale Projekte im Amazonas, den
Mekongländern, im Pazifik und in Osteuropa
www.wwf.at/de/50jahrjubilaeum/
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03.03.11
Megacities: Chinas große Urbanisierung
Hunderte Millionen Bauern will Chinas Regierung bis 2030 in Städte umsiedeln.
Es ist die größte Wanderung der Geschichte. Das Sozialsystem ist dem nicht
gewachsen meint Felix Lee auf ZEIT.DE
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03.03.11
Klimawandel, Wilderei und Lebensraumzerstörung – weltweiter Artenschwund hält
an
Presseerklärung WWF: Wir brauchen globalen Schutzschirm für bedrohte Arten
Das menschenverursachte Artensterben geht unvermindert weiter, warnt die
Umweltschutzorganisation WWF am "Internationalen Tag des
Artenschutzes". So befinden sich insgesamt 3.559 Tier- und Pflanzenarten
in der höchsten Bedrohungskategorie der "Roten Liste". Amur-Leopard,
Spitzmaulnashorn oder Beluga-Stör stehen demnach vor dem Aussterben. Für 791
Arten die auf der Roten Liste erfasst sind, kommt gar jede Hilfe zu spät. Sie
sind wohl für immer von der Erde verschwunden. Auf dieser
"Todesliste" finden sich u. a. der australische Magenbrüterfrosch,
der Java-Tiger und das Kouprey-Wildrind. Die Dunkelziffer dürfte unterdessen wesentlich
höher liegen, da viele Arten aussterben, bevor sie überhaupt entdeckt werden.
So seien von den schätzungsweise weit über eine Millionen Tierarten auf der
Erde gerade einmal knapp 43.000 in der Roten Liste erfasst. Die Hauptgründe für
den weltweiten Artenschwund sind nach WWF-Einschätzung hauptsächlich vom
Menschen verursacht: Klimawandel, Raubbau, Wilderei und Lebensraumzerstörung.
"Artensterben ist grundsätzlich ein natürliches Phänomen, das es schon
immer gegeben hat", erklärt Volker Homes, Leiter Artenschutz beim WWF
Deutschland. "Doch die Aussterberate ist heutzutage durch den Einfluss des
Menschen bis zu zehntausendmal höher als unter natürlichen Bedingungen."
Der WWF-Experte fordert daher einen "globalen Schutzschirm für bedrohte
Arten". Ein weltweites Maßnahmenpaket sei die einzige Chance, um das größte
Artensterben seit dem Verschwinden der Dinosaurier überhaupt noch aufhalten zu
können. "Die internationale Staatengemeinschaft muss gemeinsam und
grenzüberschreitend den globalen Artenschwund entschlossen bekämpfen, die Lebensraumvernichtung
stoppen und für eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen eintreten",
so Homes. Beispiele wie der australische Magenbrüterfrosch zeigten, dass der Mensch
auch aus purem Egoismus ein Interesse daran haben müsste die Artenviefalt zu
erhalten. Die Besonderheit der Frösche lag in ihrer einzigartigen Brutpflege:
Das Weibchen brütete die Kaulquappen im Magen aus. Das gelang mit Hilfe eines
Sekrets, welches die Zersetzung der Nachkommen durch Magensäure und Enzyme
verhinderte. Erste Untersuchungen nährten die Hoffnung, mit Hilfe des Frosches ein
neues Medikament gegen Magengeschwüre finden zu können. Doch bereits kurz nach
dieser Entdeckung verschwand die Froschart.Der Tag des Artenschutzes ist im
Jahr 1973 im Rahmen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens eingeführt
worden und findet jährlich am 3. März statt. Durch das Abkommen sollen bedrohte
wildlebende Tier- und Pflanzenarten geschützt werden. Zwar beurteilt der WWF die
weltweiten Artenschutzbemühungen als noch lange nicht ausreichen, doch es gäbe
aus den vergangenen Jahren auch Erfolgsmeldungen. So sind die Bestände von
Amurtiger, Berggorilla, Goldlöwenäffchen oder Buckelwal dank engagierter
Schutzmaßnahmen in einem besseren Zustand als in der Vergangenheit.
FSC Zertifikats
(„Forest Carbon Stewardship Council“) zum Schutz der Wälder und des MSC Zertifikats („Marine
Stewardship Council“) für nachhaltigen Fischfang. Seit 1998 veröffentlicht der
WWF mit seinen Partnern den „Living
Planet Report “ der sich detailliert
dem Rückgang der Arten und dem ökologischen Fußabdruck widmet. Auch die weltweit größte Klimaschutzkampagne,
die „Earth
Hourwww.zeit.de/wirtschaft/2011-03/china-urbanisierunginfo@wwf.de
www.wwf.de
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02.03.11
„Wir sind auf der Erde das dominierende Raubtier.“
Der britische Geologe Jan Zalasiewicz
im Gespräch mit Christian Schwägerl
von SPIEGEL:ONLINE. Nach unseren heutigen Erkenntnissen könne man die
Forderung, unsere Epoche in Anthropozän umzubenennen, zumindest mit gutem Recht
erheben. Der Mensch gestalte bereits die Bodenschichten um, die sich ablagern
und ablagern werden. Dazu gehörten auch neuartige künftige Bodenschichten, die
wir heute Städte nennen.
www.zeit.de/wirtschaft/2011-03/china-urbanisierung
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03.03.11
Klimawandel, Wilderei und Lebensraumzerstörung – weltweiter Artenschwund hält
an
Presseerklärung WWF: Wir brauchen globalen Schutzschirm für bedrohte Arten
Das menschenverursachte Artensterben geht unvermindert weiter, warnt die
Umweltschutzorganisation WWF am "Internationalen Tag des
Artenschutzes". So befinden sich insgesamt 3.559 Tier- und Pflanzenarten
in der höchsten Bedrohungskategorie der "Roten Liste". Amur-Leopard,
Spitzmaulnashorn oder Beluga-Stör stehen demnach vor dem Aussterben. Für 791
Arten die auf der Roten Liste erfasst sind, kommt gar jede Hilfe zu spät. Sie
sind wohl für immer von der Erde verschwunden. Auf dieser
"Todesliste" finden sich u. a. der australische Magenbrüterfrosch,
der Java-Tiger und das Kouprey-Wildrind. Die Dunkelziffer dürfte unterdessen wesentlich
höher liegen, da viele Arten aussterben, bevor sie überhaupt entdeckt werden.
So seien von den schätzungsweise weit über eine Millionen Tierarten auf der
Erde gerade einmal knapp 43.000 in der Roten Liste erfasst. Die Hauptgründe für
den weltweiten Artenschwund sind nach WWF-Einschätzung hauptsächlich vom
Menschen verursacht: Klimawandel, Raubbau, Wilderei und Lebensraumzerstörung.
"Artensterben ist grundsätzlich ein natürliches Phänomen, das es schon
immer gegeben hat", erklärt Volker Homes, Leiter Artenschutz beim WWF
Deutschland. "Doch die Aussterberate ist heutzutage durch den Einfluss des
Menschen bis zu zehntausendmal höher als unter natürlichen Bedingungen."
Der WWF-Experte fordert daher einen "globalen Schutzschirm für bedrohte
Arten". Ein weltweites Maßnahmenpaket sei die einzige Chance, um das größte
Artensterben seit dem Verschwinden der Dinosaurier überhaupt noch aufhalten zu
können. "Die internationale Staatengemeinschaft muss gemeinsam und
grenzüberschreitend den globalen Artenschwund entschlossen bekämpfen, die Lebensraumvernichtung
stoppen und für eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen eintreten",
so Homes. Beispiele wie der australische Magenbrüterfrosch zeigten, dass der Mensch
auch aus purem Egoismus ein Interesse daran haben müsste die Artenviefalt zu
erhalten. Die Besonderheit der Frösche lag in ihrer einzigartigen Brutpflege:
Das Weibchen brütete die Kaulquappen im Magen aus. Das gelang mit Hilfe eines
Sekrets, welches die Zersetzung der Nachkommen durch Magensäure und Enzyme
verhinderte. Erste Untersuchungen nährten die Hoffnung, mit Hilfe des Frosches ein
neues Medikament gegen Magengeschwüre finden zu können. Doch bereits kurz nach
dieser Entdeckung verschwand die Froschart.Der Tag des Artenschutzes ist im
Jahr 1973 im Rahmen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens eingeführt
worden und findet jährlich am 3. März statt. Durch das Abkommen sollen bedrohte
wildlebende Tier- und Pflanzenarten geschützt werden. Zwar beurteilt der WWF die
weltweiten Artenschutzbemühungen als noch lange nicht ausreichen, doch es gäbe
aus den vergangenen Jahren auch Erfolgsmeldungen. So sind die Bestände von
Amurtiger, Berggorilla, Goldlöwenäffchen oder Buckelwal dank engagierter
Schutzmaßnahmen in einem besseren Zustand als in der Vergangenheit.
info@wwf.de
www.wwf.dewww.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,748356,00.html
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27.02.11
Baustopp für Megastaudamm
Ein Richter kassiert die Genehmigung für das weltweit drittgrößte
Wasserkraftwerk Belo Monte in Brasilien. Es fehlten Programme zum Schutz der
indigenen Bevölkerung berichtet Jost Maurin von TAZ.DE.
www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/baustopp-fuer-megastaudamm/
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24.02.11
Neues Planungstool unterstützt Kommunen bei der Kostenschätzung ihrer
Siedlungsplanung
Kalkulationswerkzeug macht Verkehrsfolgekosten transparent – Presseerklärung Difu
Kommunen können mit einem neuen, kostenfrei zur Verfügung stehenden
Kalkulationswerkzeug ihre Verkehrsinfrastrukturkosten systematisch erheben und
auswerten. Das einfach anzuwendende Planungstool für öffentliche Haushalte
wurde vom Difu in Kooperation mit der Planersocietät Dortmund entwickelt.
Die Schätzung ermittelt die direkten, verkehrsbezogenen Kosten, die mit der
Entscheidung für eine bestimmte Siedlungsweise verbunden sind. Neben dem im
Excel-Format bereitgestellten Planungswerkzeug stehen eine Publikation über die
empirischen wissenschaftlichen Hintergründe des Schätzwerkzeugs sowie ein
Nutzerhandbuch kostenfrei online zur Verfügung.
Das Planungswerkzeug wurde im Auftrag des
Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) unter
fachlicher Betreuung des Bundesinstituts für Bau, Stadt- und Raumforschung
(BBSR) erstellt. FoPS-Nr. 73.0328/2006.
Ansprechpartner im Difu:
Dr. Wulf-Holger Arndt, Telefon: 030/39001-252, E-Mail: arndt@difu.de
Online-Publikation über empirische wissenschaftliche Hintergründe des
Schätzwerkzeugs:
http://www.difu.de/publikationen/2011/abschaetzung-und-bewertung-der-verkehrs-und-kostenfolgen.html
Tools und Nutzerhandbuch für den Verkehrsfolgekostenabschätzer:
http://www.difu.de/publikationen/2011/verkehrs-und-kostenfolgen-der-siedlungsplanung.html
Hintergrundinformationen auf den Seiten des BBSR:
http://www.bbsr.bund.de/cln_016/nn_28646/BBSR/DE/FP/FOPS/Projekte/VerkehrsUndKostenfolgen/03__Ergebnisse.html
Kurzinfo: Deutsches Institut für
Urbanistik
Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) ist als größtes
Stadtforschungsinstitut im deutschsprachigen Raum die Forschungs-,
Fortbildungs- und Informationseinrichtung für Städte, Kommunalverbände und
Planungsgemeinschaften. Ob Stadt- und Regionalentwicklung, kommunale
Wirtschaft, Städtebau, soziale Themen, Umwelt, Verkehr, Kultur, Recht,
Verwaltungsthemen oder Kommunalfinanzen: Das 1973 gegründete unabhängige
Berliner Institut - mit einem weiteren Standort in Köln (Bereich Umwelt) -
bearbeitet ein umfangreiches Themenspektrum und beschäftigt sich auf
wissenschaftlicher Ebene praxisnah mit allen Aufgaben, die Kommunen heute und
in Zukunft zu bewältigen haben. Der Verein für Kommunalwissenschaften e.V. ist
alleiniger Gesellschafter des in der Form einer gemeinnützigen GmbH geführten
Forschungsinstituts.
Pressekontakte:
Deutsches Institut für Urbanistik (Difu), Sybille Wenke-Thiem
E-Mail: wenke-thiem@difu.de
Internet: www.difu.de
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24.02.11
WWF: Fehlanreize im EEG fördern Maiswüsten und treiben Pachtpreise in die Höhe
Presseerklärung
Deutschland wird immer mehr zur Mais-Wüste. Zwischen 2005 und 2010 ist die
Maisanbaufläche von 70.000 Hektar auf 600.000 Hektar hochgeschnellt, mit
fatalen Folgen für Umwelt und Landwirtschaft, so eine WWF-Studie. Grund dafür
sind falsche Förderanreize für Strom aus Biomasse im Erneuerbare
Energien-Gesetz (EEG). Das EEG belohnt Strom aus Biogas mit umgerechnet
jährlich rund 3000 Euro pro Hektar. Das ist fast das Zehnfache dessen, was
Bauern sonst pro Hektar durchschnittlich an EU-Förderungen erhalten.
Die Folge: Investoren pachten oder kaufen im großen Stil Ackerflächen. Angebaut
wird darauf hauptsächlich Energie-Mais. Ein für die Investoren lukratives
Geschäft, das die Pachtpreise in die Höhe treibt und ganze Landstriche in
Mais-Monokulturen verwandelt.
"Das Erneuerbare Energien-Gesetz muss in dieser Hinsicht schnell und
umfassend geändert werden", fordert WWF-Agrarreferentin Tanja Dräger de
Teran. "Es ist unsinnig, das halbe Land in Maisfelder zu verwandeln. So,
wie er heute angebaut wird, vernichtet Mais die Artenvielfalt, belastet die
Gewässer und trägt wertvollen Mutterboden ab." Die dramatische Ausweitung
des Maisanbaus gefährde die nationalen Ziele zum Schutz der Biodiversität.
Besonders irritierend: Für die Erzeugung von Bioethanol muss Mais
Nachhaltigkeitskriterien erfüllen, für Biogas hingegen nicht. "Das ist
vollkommen unlogisch und muss sich umgehend ändern", so die WWF-Expertin.
Nach WWF-Angaben ist die Zahl der Biogasanlagen in Deutschland von etwa 2000 im
Jahr 2005 auf heute 6000 gestiegen.
Der Biogas-Boom lässt die Pachtpreise in vielen Regionen Deutschlands anziehen.
In Ostdeutschland haben sich die Pachtpreise für Agrarflächen laut WWF in den
vergangenen drei Jahren beinahe verdreifacht. Landwirte haben beim Auslaufen
ihrer Pachtverträge häufig das Nachsehen, weil die Anlagenbetreiber höhere
Preise pro Hektar bieten. Rund 60 Prozent der deutschen Landwirte pachten Land.
"Die derzeitige Situation zeigt, dass Bioenergie nicht per se umweltfreundlich
oder nachhaltig ist. Es kommt sehr darauf an, woher die Rohstoffe stammen und
wie sie angebaut werden", sagt WWF-Expertin Dräger. Die Bundesregierung
müsse nun schnell das EEG verbessern. Die geltenden Nachhaltigkeitskriterien
für Biokraftstoffe müssten auch für Energiepflanzen gelten, die zum Betrieb von
Biogasanlagen angebaut werden.
Die WWF-Forderungen zu Biogas in Kürze:
Die derzeit geltenden Nachhaltigkeitskriterien für Biokraftstoffe und flüssige
Brennstoffe müssen auf den gesamten Anbau von Biomasse zur Erzeugung von
Bioenergie ausgeweitet werden. Die Vergütungsstruktur des EEG ist auf den
Einsatz von Reststoffen aus der Landwirtschaft auszurichten (zum Beispiel
Wirtschaftsdünger, biogene Reststoffe) Die Vergütungssätze sollen kommunale Anlagen
verstärkt fördern. Eine ausgeglichene Stickstoffbilanz muss Voraussetzung für
den Erhalt von Fördergeldern sein. Biomasse sollte statt für Strom- und
Wärmeerzeugung prioritär für Emissionsminderungen im Verkehrssektor eingesetzt
werden (Biokraftstoffe), wo es z.B. im Güterverkehr keine vergleichbaren
Alternativen gibt.
info@wwf.de
www.wwf.de
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23.02.11
Erneuerbare Energien als Perspektive für den Maghreb
Matthias Brake befasst sich in der Energie- und Klimawochenschau (TELEPOLIS)
aus aktuellem Anlass mit der Frage, ob Erneuerbare Energien (wie das
umstrittene DESETEC-Projekt) Entwicklungsimpulse für die Region geben und so die Demokratisierungsprozesse
langfristig unterstützen können.
www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34245/1.html
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22.02.11
Eine Erde reicht nicht
Die Menschheit lebe schon jetzt weit über ihre Verhältnisse: Doch wenn der
Raubbau an der Erde noch weiter zunehme, drohe eine Katastrophe, warnten
Experten auf einem Kongress des Amerikanischen Wissenschaftsverbandes AAAS in
Washington.
www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article12615181/Kapazitaet-der-Erde-womoeglich-in-40-Jahren-erschoepft.html
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21.02.11
Räumungsurteil: Aus für Christiania?
Eher nicht, meint nicht nur Rheinhard Wolff in der TAZ. Kaum einer glaube
an die Durchsetzung – weder die etwa tausend BewohnerInnen (May peace, love and
oneness prevail on Mother Earth"), noch das Touristenamt ("Keine
andere Stadt hat so etwas").
www.taz.de//1/politik/europa/artikel/1/keine-andere-stadt-hat-so-etwas/
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2!.02.11
Tödliches Experiment‘ CCS muss ganz gestoppt werden
NaturFreunde Deutschlands warnen vor Verseuchung ganzer Landstriche.
Vor einer Verseuchung ganzer Landstriche durch die unterirdische
Verpressung von Kohlendioxid durch die sogenannte CCS-Technologie (CCS: Carbon
Dioxide Capture and Storage) warnen die deutschen NaturFreunde. „Bei der
praktischen Umsetzung des von der Bundesregierung geplanten CCS-Gesetzes werden
große unterirdische Giftmüllkippen entstehen, die sich weder beherrschen noch
sanieren lassen“, erklärte der umweltpolitische Sprecher des Verbandes Eckart
Kuhlwein. Die Bundesregierung müsse auf dieses ‚tödliche Experiment‘
verzichten.Kuhlwein zufolge gehe es nicht allein um die Frage, ob und inwieweit
die Bundesländer die Einlagerung von Kohlendioxid (CO2) in ihrem Gebiet selbst
bestimmen könnten. Es gehe schlichtweg um das Prinzip. Die Bundesregierung
mache den Bürgerinnen und Bürgern etwas vor, wenn sie in ihrem Gesetzentwurf
behaupte, die „CCS-Technologien könnten zum Erreichen der Klimaschutzziele und
zu einer möglichst sicheren, effizienten und umweltverträglichen
Energieversorgung und Industrieproduktion beitragen“. Die CO2-Abscheidung und
-Lagerung verbrauche gewaltige Mengen an Energie und sei ein ökologischer und
ökonomischer Wahnsinn. Das hätten viele wissenschaftliche Institutionen wie
etwa der Sachverständigenrat für Umweltfragen oder das Umweltbundesamt
bestätigt. Experten, wie etwa der nordfriesische Ingenieur Manfred Opel, hätten
zudem ausgerechnet, dass mit dem flüssigen CO2 auch bis zu sechs Prozent
hochgiftige Gase und Dämpfe mit verpresst würden. Zudem ließen sich das CO2 und
seine „Begleiter“ nicht in der Region halten, sondern würden über mehr als
1.000 Kilometer verdriften. Dabei würden riesige Mengen Wasser verdrängt und
dauerhaft verseucht. In großer Zahl würden überdies Leckagen entstehen, welche
die Biosphäre und die Trinkwasservorräte irreparabel zerstörten.Kuhlwein
fordert die Bundesregierung auf, die CCS-Gesetzgebung jetzt ganz zu stoppen.
Offenbar gehe es nur um das „Grünwaschen“ für die großen Stromkonzerne, welche
gern die Abgaben für ihre CO2-Emissionen sparen wollten. Dies widerspreche in
einem unerträglichen Ausmaß einer Politik der „nachhaltigen Entwicklung“ im
Interesse künftiger Generationen, welche die Bundeskanzlerin in ihren Sonntagsreden
gern verkünde.
www.naturfreunde.de
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18.02.2010
WWF-STUDIE: DIE ENTWALDUNG AUF SUMATRA TRÄGT MASSGEBLICH ZUM KLIMAWANDEL BEI
Die massive Entwaldung der indonesischen Insel Sumatra beeinflusst messbar den
Klimawandel. Nach WWF-Analysen hat der Waldverlust zwischen 1985 und 2008 mit
etwa 7,5 Gigatonnen CO2-Emissionen zu Buche geschlagen. Dies entspricht etwa 20
Prozent der weltweiten CO2-Emissionen, die in den 1990er Jahren durch
Änderungen in der Landnutzung entstanden sind. Die Abholzung, Trockenlegung und
Brandrodung von Torfmoorwäldern hat zwischen 1990 und 2002 zusätzlich
geschätzte 1,1 Gigatonnen CO2 jährlich
verursacht. Sumatra hat seit 1985 die Hälfte seiner Tropenwälder verloren, über
13 Millionen Hektar. "Sumatra war einmal ein grünes, tropisches Paradies.
Das ist vorbei", sagt WWF-Experte Markus Radday. Statt dichten Waldes mit
bunter Artenvielfalt beherrschen Ölpalmen und Akazien die Insel. Abgeholzt wird
hauptsächlich für Papier und Zellstoff und die Umwandlung in Palmöl-Plantagen.
Europa zählt zu den Hauptabnehmern der Produkte, die aus diesen Rohstoffen
hergestellt werden. Besonderen Anteil an der Waldzerstörung haben zwei Papier-
und Zellstoffgiganten: die Firmen Asia Pulp & Paper (APP) und Asia
Pacific Resources International Holdings (APRIL)."Wie man in den Wald
hineinruft, so schallt es heraus", so Markus Radday. "Zuerst trifft
der Kahlschlag die Menschen, Tiere und Ökosysteme vor Ort. Früher oder später
aber spüren wir ihn alle." Jetzt komme es darauf an, den Kahlschlag zu
stoppen, die verbliebenen Wälder zu erhalten und mit Aufforstungen den Schaden
zu begrenzen.Wälder sind gigantische Kohlenstoffspeicher, besonders tropische,
die im Vergleich zu anderen Wäldern doppelt so viel des Klimagases speichern
können. Tropenwälder wirken darüber hinaus kühlend auf das Weltklima.
"Intakte Wälder sind ein wichtiges Bollwerk gegen den Klimawandel",
sagt WWF-Experte Radday Deshalb sei es wichtig, im Rahmen eines künftigen
Klimaabkommens dem in den Wäldern gebundenen Kohlenstoff einen finanziellen
Wert zu geben. Damit ließen sich auch die berühmtesten Bewohner der
sechstgrößten Insel der Erde retten: Orang-Utan, Sumatra-Elefanten, -Tiger und
-Nashorn. Höchstens 2.800 Exemplare des Sumatra-Elefanten durchstreifen die
Insel noch - 1985 waren es doppelt so viele. Der Bestand der heute maximal
7.000 Sumatra Orang-Utans wurde seither ebenfalls halbiert. Das
Sumatra-Nashorn, von dem 1991 noch785 Tiere gezählt wurden, schafft es heute
auf höchstens 200 Individuen. Von den 1.000 Sumatra-Tigern, die vor 30 Jahren
auf der Insel heimisch waren, leben derzeit allenfalls noch 679 Exemplare.
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08.02.2010
»pro Erdkabel«
Freileitungen sind nicht schön für das
Landschaftsbild, darin stimmen alle Parteien überein. Die gesundheitlichen
Auswirkungen der Stromfelder in der Luft sind noch wenig erforscht. Die
Alternative ist für die Widerständler ein Erdkabel, mit dem die Stromleitung
eineinhalb Meter tief in den Boden verlegt wird. Nur: Freileitungen sind
deutlich günstiger als Erdkabel – und erfüllen somit die Gesetzesvorgabe eines
»möglichst kosteneffizienten« Netzausbaus. Ein Artikel von Stefan Schweiger
www.zeit.de/2011/06/Oekostrom-Netzausbau-Buergerprotest
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08.02.2010
Protest gegen das Mountain Top Removal in den USA
Zwar ist die Kohleindustrie in den ländlichen Gebieten oft der größte
Arbeitgeber und hatte deshalb bisher freie Hand für Ihre Bergbaumethoden, aber
sukzessive werden die gravierenden Nebenwirkungen des Bergbaus bekannt. Und die
Proteste aus der Bevölkerung in den Fördergebieten West Virginias und
Washingtons nehmen zu.
Ein Artikel von Matthias Brake
www.heise.de/tp/blogs/2/149215
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30.01.11
Ralf Südhoff im Interview mit Alexandra Endres: "Wir brauchen eine
radikale Agrarwende"
Die Zeit des Überflusses ist vorbei,
Nahrung teuer wie nie. Wer den Hunger bekämpfen will, muss die kleinen Bauern
in Entwicklungsländern stärken, sagt Ralf Südhoff Das UN World Food Programme
(WFP) ist die größte humanitäre Organisation der Welt. Ralf Südhoff ist
WFP-Chef für Deutschland, Österreich und die deutschsprachige Schweiz. Südhoff: Wir brauchen eine radikale Agrarwende.
Zuallererst müssen Kleinbauern in Entwicklungsländern mehr Möglichkeiten
erhalten und besser gefördert werden. Der Weltagrarrat der Vereinten Nationen
schätzt, dass sich die dortigen Ernten vervierfachen könnten, wenn wir die
Wende zu einer effizienteren und zugleich nachhaltigen Bewirtschaftung
ermöglichten. Damit würde man zugleich den Hungernden direkt helfen, den drei
von vier Hungernden weltweit sind Viehzüchter, Landarbeiter und
Subsistenzbauern, die sich heute vom Ertrag ihrer Felder nicht ernähren können
und auch kein Geld haben, um Nahrung zu kaufen.
www.zeit.de/wirtschaft/2011-02/nahrung-preise-spekulanten
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28.01.2011
IW: In Deutschland wird zu viel Bauland ausgewiesen
Täglich werden 100 Hektar neu bebaut, bald sollen es nur 30 Hektar sein, denn
die Flächen fehlen der Landwirtschaft.Bauland soll nicht mehr so freigebig
ausgewiesen werden wie bisher, fordert das Institut der deutschen Wirtschaft
(IW) in Köln. „Der ruinöse Wettbewerb zwischen den Kommunen führt zu einer enormen
Fehlentwicklung“, meint IW-Experte Ralph Henger. „Wir sehen hier eine typische
Form von Marktversagen.“ Obwohl die Bevölkerungszahl in Deutschland bereits
seit dem Jahr 2002 zurückgeht, steigt nämlich der Umfang der Siedlungs- und
Verkehrsflächen weiter an. Gut 13 Prozent der Landesfläche sind bereits durch
Gebäude, Straßen und sonstige Anlagen bebaut – und Tag für Tag werden es rund
100 Hektar mehr. Das entspricht einer Fläche von rund 140 Fußballfeldern.
http://de.news.yahoo.com/17/20110127/
tsc-bund-fordert-bauverbot-an-den-steilk-4e0be13.html
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27.01.2011
China plant 42-Millionen-Stadt
Großstadtplanung oder Größenwahn? China
will im Süden des Landes neun Metropolen zusammenlegen. Entstehen soll so
die gewaltigste Megacity der Welt - 26-mal so groß wie London.
www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,741994,00.html
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21.01.11
Vom Acker in den Abfall: Ein Drittel der Lebensmittel landet im Müll
Presseerklärung WWF zum Agrarministergipfel in Berlin: „Nachernteverluste“
müssen verringert werden
Zum morgigen Welt-Agrarministergipfel
auf der Grünen Woche in Berlin fordert der WWF von den Landwirtschaftsministern
der teilnehmenden Staaten, die Vernichtung von Nahrungsmitteln zu bekämpfen.
Derzeit wird fast ein Drittel aller erzeugten Lebensmittel weggeworfen, weil es
beispielsweise an vernünftigem Transport, rechtzeitiger Verarbeitung oder
Kühlung fehlt. Diese so genannten Nachernteverluste zwischen Landwirt und
Verbraucher belasten nach Angaben des WWF die Umwelt unnötig und verschlimmern
die weltweite Ernährungskrise. „Die Agrarlobby redet immer davon, die
Produktion auszuweiten: Mit mehr Pestiziden, mehr Gentechnik, mehr gerodetem
Wald für neue Äcker“, kritisiert WWF-Agrarexperte Matthias Meißner. „Dabei
müssen wir zuerst die dutzenden Lecks stopfen, die unser Ernährungssystem hat.
Wir können es uns nicht leisten, so viel Essen zu verschwenden, weder moralisch
noch ökologisch.“ Nach wissenschaftlichen Schätzungen erzeugt die
Landwirtschaft weltweit 4.600 Kilokalorien pro Tag und Mensch. Davon erreichen
1.400 Kalorien niemals einen Magen. „In schlecht entwickelten Ländern verlieren
wir Essen durch falsche oder fehlende Lagerung und Verarbeitung“, so Meißner.
„Dort müssen die Handelsströme verbessert werden.“ In den reichen
Industrienationen dagegen gehe es um einen Bewusstseinswandel: „Wir schmeißen
Lebensmittel weg, die eigentlich noch essbar wären. Dies gilt für Supermärkte
genauso wie für den Privathaushalt.“ Allein in Großbritannien wanderten 14
Millionen Tonnen Lebensmittel jährlich aus Warentheke oder Kühlschrank direkt
in den Müll. Der WWF fordert die Agrarminister auf, den Aufbau vernünftiger
Transport und Verarbeitungsstrukturen in die Hand zu nehmen und dafür Geld
bereitzustellen. Daneben müsse es gesetzliche Vorgaben für den Handel und
Verbraucheraufklärung geben. Verbrauchern rät WWF-Experte Meißner, planvoll
einzukaufen und kein Essen wegzuwerfen. „Das würde helfen, die für 2050
vorhergesagten drei Milliarden Menschen mehr zu ernähren, ohne unseren
ökologischen Fußabdruck über Gebühr zu vergrößern.“
www.wwf.de/presse/details/news/vom_acker_in_den_
abfall_ein_drittel_der_lebensmittel_landet_im_muell/
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06.01.11
Pflanzen als Lebensgrundlage werden knapper
Wie viel pflanzliche "Biomasse" muß im System bleiben?
Matthis Bracke stellt eine Studie von Marc Imhoff (Nasa) auf TELEPOLIS vor. Er
wertete Satellitenbilder aus. Ergebnis: Während die Nettoproduktion an
Pflanzen-Biomasse in allen Weltregionen seit 1995 annähernd konstant geblieben
ist steigt der Konsum (sei es als Nahrung, Energielieferant, Rohstoff oder
Baustoff).. Imhoff: "1995 hat die Menschheit 20 Prozent der verfügbaren
Biomasse genutzt, die Landpflanzen durch Photosynthese erzeugten. 2005 waren es
schon 25 Prozent. Industrieländer wie Kanada und die USA lägen zurzeit pro
Einwohner noch bei einem Konsum von sechs Tonnen Kohlenstoff aus Pflanzen pro
Jahr. In Schwellenländern Südostasiens sind es noch etwa zwei Tonnen. Die Autoren
der Untersuchung hätten hochgerechnet, dass eine Angleichung der
Konsumgewohnheiten in Südostasien an die westlicher Industrieländer
mittelfristig zu einem Verbrauch von 56 Prozent der jährlichen
Pflanzenproduktion führen wird - die restliche Biomasse muß dann für die
gesamte übrige belebte Umwelt reichen.
www.heise.de/tp/blogs/2/149033
Weitere Infos:
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05.01.11
Auswirkungen der Landnutzung durch den Anbau von Biokraftstoffen
Das EU-Koordinationsbüro des Deutschen
Naturschutzrings teilt mit: „Die EU-Kommission hat die Entscheidung, wie
indirekte Auswirkungen der Landnutzung durch den Anbau von Biokraftstoffen
künftig berechnet werden sollen, vertagtIndirekte Folgen für die Landnutzung
bezeichnen die Nutzung von Flächen, auf denen zuvor Nahrungsmittel angebaut
wurden, für den Anbau von Energiepflanzen. Als Folge dieser Umnutzung müssen
neue Agrarflächen erschlossen werden, wozu oftmals Regenwald gerodet, Moore
trockengelegt oder Graslandschaften zu Nutzflächen umgepflügt werden. Die
europäischen Umweltgruppen Transport & Environment (T&E), Europäisches
Umweltbüro (EEB) und BirdLife kritisierten die Kommission für die Aufschiebung
der Entscheidung scharf. Die Kommission habe diverse Studien über die
indirekten Auswirkungen der Landnutzung durch Biokraftstoffe eingeholt und die
Ergebnisse seien eindeutig.“
www.eu-koordination.de/umweltnews/news/klima-energie/643-nachhaltigkeitskriterien-fuer-biokraftstoffe-weiterhin-nicht-vollstaendig
Hier die gemeinsame Presseerklärung von Birdlife, EEB und T&E:
EU postpones cleanup of biofuels policy again
„Hopes of a sustainable future for EU
biofuels policy have been dealt a blow following the European Commission’s
decision to delay a critical decision on how to account for the impacts of
‘indirect land use change’ (ILUC). Environmental groups BirdLife Europe, the European Environmental Bureau
(EEB) and Transport & Environment (T&E) are calling for the immediate
revision of biofuel sustainability criteria to take ILUC impacts into account.
Nusa Urbancic of Transport & Environment (T&E) said: “The science shows
that Europe’s biofuel policy currently causes
more environmental problems than it solves. Despite that, after more than a
year of work, and countless scientific studies, the European Commission has
decided to delay action again, leading to continued uncertainty for the
biofuels industry.”
ILUC is a result of fields of food crops being converted for biofuel
production. Additional farm land is needed to grow the displaced food somewhere
else in the world, causing rainforests, grasslands and ancient peatlands to be
ploughed up to meet the demand. This releases huge quantities of greenhouse
gases into the atmosphere, has severe impacts on people and threatens some of
our most valued biodiversity worldwide.
Faustine Defossez of the EEB commented: ”A policy promoting biofuels that save
emissions on paper but not in reality is doomed. The only way out of this
scenario, and to secure a future for biofuels, is to start accounting for all
emissions associated with its use, including indirect land use change’”.
A recent study by the Institute for European Environmental Policy (IEEP) based
on the National Renewable Energy Action Plans submitted by EU Member states
found that, unless EU policy changes, extra biofuels coming on the market will
increase greenhouse gas emissions by 81 to 167% (1). EU targets, agreed in 2008
as part of the EU’s Renewable Energy Directive (RED), oblige Member States to
source 10% of their fuels from renewable sources, resulting in a huge boom for
biofuels. The RED also contains ‘sustainability criteria’, but these do not
include the issue of ILUC but instead subject it to a Commission review by the
end of 2010.
Over the past year the Commission has gathered thousands of pages of research
into the issue, the balance of evidence of the studies leaves no doubt that
ILUC impacts are substantial. However, the Commission has been reluctant to
release the findings of the studies and only did so following legal action by
environmental groups (2).
“More and more evidence has revealed the impact of both direct and indirect
land use change driven by the European Renewable Energy Directive” said Trees
Robijns of BirdLife Europe. “The Commission should do all it can to avoid
negative direct and indirect effects on people, their environment and the
climate. How much longer do we have to keep waiting before they take the evidence
seriously and take action?”
The environmental groups are calling for the full environmental impacts,
including those from ILUC, to be taken into account in the sustainability
criteria. Such an approach is the only way of ensuring that biofuels sold on
the EU market are better than the fossil fuels they replace, and hence it is
also the only way to give future investment security to the industry.
(1) IEEP study: www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,741994,00.htmlhttp://de.news.yahoo.com/17/20110127/tsc-bund-fordert-bauverbot-an-den-steilk-4e0be13.htmlwww.zeit.de/wirtschaft/2011-02/nahrung-preise-spekulantenwww.heise.de/tp/blogs/2/149215www.zeit.de/2011/06/Oekostrom-Netzausbau-Buergerprotest
www.nasa.gov/topics/earth/features/carbon-capacity.htmlwww.transportenvironment.org/Publications/prep_hand_out/lid/611 and
briefing:www.transportenvironment.org/Publications/prep_hand_out/lid/612
(2) See: www.transportenvironment.org/News/2010/3/Green-groups-sue-Commission-over-withheld-biofuels-docs/
For further information:
Trees Robijns, EU Agriculture Policy Officer, Birdlife trees.robijns@birdlife.org
Simon Nazer, Press Officer, EEB press@eeb.org
Dudley Curti, Communications Manager, T&E dudley.curtis@transportenvironment.org
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04.01.11
Volksentscheide einführen und im Planungsrecht Lehren aus "Stuttgart
21" ziehen – Presseerklärung BUND
Mit einem Fünf-Punkte-Programm will der
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Planung von
Großprojekten und Infrastrukturvorhaben reformieren. Bundesregierung,
Länderregierungen und kommunale Behörden müssten die Beteiligung der Bürger an
den Planungen ausbauen, Alternativvorschläge von Umweltverbänden stärker
berücksichtigen und die Verfahren ergebnisoffen durchführen, sagte der
BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. Erforderlich seien eine frühzeitige Beteiligung
der Bürger am Raumordnungsverfahren, völlige Transparenz beim
Erörterungstermin, die Ernennung einer Ombudsperson zur Schlichtung,
verbesserte Möglichkeiten zur gerichtlichen Überprüfung der Planungsvorhaben
und die Einführung von Volksentscheiden auf Bundesebene.
Weiger: „Die Planungsprozesse für Großprojekte und Infrastrukturvorhaben sind
hochkomplex. Umso wichtiger ist es, dass betroffene Bürger und ihre Verbände
frühzeitig und umfassend einbezogen werden. Sonst entsteht zu Recht das Gefühl,
Politiker und so genannte Fachexperten entscheiden ohne Beteiligung der
Öffentlichkeit hinter verschlossenen Türen. Deutschland braucht den Ausbau der
Mitbestimmung, bei vielen Themen ist auch der Volksentscheid eine sinnvolle und
erprobte Möglichkeit.“
Die Absicht der Bundesregierung, bei Planungsvorhaben die Verpflichtung für
Erörterungstermine abzuschaffen, ist für den BUND der vorläufige Höhepunkt
einer ganzen Reihe von Versuchen, Beteiligungsrechte zu schmälern. Stattdessen
müssten bereits im zwingend vorzuschreibenden Raumordnungsverfahren
ergebnisoffene Grundsatzanhörungen durchgeführt werden. In diesen Anhörungen
müsse die Notwendigkeit der Planung begründet, nach Alternativen gesucht und
auch die Aufgabe des Projektes in Betracht gezogen werden. Bei etwaigen
weiteren Planungsschritten seien Betroffene und Verbände laufend, schriftlich
und über das Internet umfassend mit den notwendigen Informationen zu versorgen.
Mit Anzeigen in Tageszeitungen und öffentlichen Aushängen müssten die
Bürgerinnen und Bürger und ihre Verbände künftig zum Erörterungstermin
eingeladen werden. Ein etwaiger Genehmigungsbescheid für das erörterte Vorhaben
müsse auf jeden Fall gerichtlich überprüfbar sein.
Weiger: „Planungsbehörden, Wirtschaft und Parteien müssen ihr Misstrauen
gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern endlich abbauen. Extreme Konflikte wie in
Baden-Württemberg um den Bahnhof Stuttgart 21 oder in Niedersachsen bei
Castortransporten sind vermeidbar, wenn die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger
ernster genommen und bei politischen Entscheidungen tatsächlich berücksichtigt
werden. Volksinitiativen, Bürger- und Volksentscheide können bei der Planung
von Großprojekten oder gravierenden Umwelteingriffen zu besseren Ergebnissen
führen als ein Regieren und Entscheiden über die Köpfe der Betroffenen hinweg.“
Wo es in Deutschland auf Länderebene bereits Volksentscheide oder Volksbegehren
gebe, existieren nach Meinung des BUND oft noch zu hohe Hürden für mehr
Bürgerbeteiligung. So sei in Baden-Württemberg mit 16,6 Prozent der
stimmberechtigten Einwohner das erforderliche Quorum zur Zulassung eines Volksbegehrens
extrem hoch, in Baden-Württemberg, Bayern und Brandenburg seien
Listeneintragungen auf öffentlichen Ämtern vorgeschrieben und in einigen
Ländern wiederum seien Abstimmungen ungültig, wenn nicht sehr hohe
Zustimmungsquoren erzielt würden. Neben der Einführung von Volksentscheiden auf
Bundesebene forderte Weiger deshalb eine Vereinfachung und Vereinheitlichung
der Verfahren auf Länderebene. Plebiszite gegen Minderheiten oder Menschen- und
Völkerrechte lehne der BUND selbstverständlich strikt ab.
Pressekontakt: Rüdiger Rosenthal, presse@bund.net
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03.01.11
2011 ist "Internationales Jahr der Wälder". Privatisierung
öffentlicher Wälder in Deutschland stoppen und Buchenwälder schützen –
Presseerklärung BUND
Der Bund
für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) will im von den Vereinten
Nationen zum "Internationalen Jahr der Wälder" erklärten Jahr 2011
vor allem die Rolle der Wälder beim Schutz der Artenvielfalt ins Blickfeld
rücken. "Der Wald ist nicht primär ein Wirtschaftsgut für die
Holzindustrie, er ist vor allem ein Refugium für viele seltene Pflanzen und
Tiere. Darunter bedrohte Arten wie Luchs, Wildkatze, Rauhfußkauz und
Grauspecht. Der Wald hat eine wichtige Funktion beim Klimaschutz und ist ein
unverzichtbarer Erholungsraum für die Bevölkerung", sagte die
BUND-Waldexpertin Heidrun Heidecke. Auch Deutschland müsse beim Waldschutz
zulegen. Nadelforste müssten in Mischwälder umgewandelt, Waldmoore renaturiert
und mindestens fünf Prozent der Waldfläche aus der Nutzung genommen und als
künftige Urwälder geschützt werden.
Heidecke: "Global gesehen ist bei jedem Wimpernschlag ein Hektar Wald
verschwunden. Die Vernichtung der Wälder trägt weltweit ebenso viel zum
Klimawandel bei wie die CO2-Emissionen aller Autos, Flugzeuge und Schiffe. Die
internationale Gemeinschaft muss den Beschluss des Klimagipfels von Cancun vom
letzten Dezember schnell umsetzen und mit Geldern aus dem Waldfonds zuerst den
Erhalt der Regenwälder sichern."
Der BUND werde sich in diesem Jahr vor allem für den Schutz der Buchenwälder
einsetzen, sagte Heidecke. Bedenklich sei, dass inzwischen jede zweite Buche in
Deutschland Schäden aufweise. Hauptursache seien die Emissionen aus Verkehr und
Landwirtschaft. Hohe Stickstoffeinträge führten zur Versauerung der Böden und
schädigten die Baumwurzeln. Da ein Viertel der weltweiten Buchenbestände
hierzulande vorkomme, trage Deutschland für deren Erhalt eine besondere
Verantwortung. Die Bemühungen der Bundesregierung, Buchenwälder in Brandenburg,
Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen 2011 von der UNESCO als
Weltnaturerbe schützen zu lassen, will der BUND unterstützen. Bund und Länder
seien jedoch gefordert, zusätzlich Buchenwälder wie jene im bayerischen
Steigerwald als nutzungsfreie Nationalparks auszuweisen. Gestoppt werden müsse
auch die weitere Privatisierung öffentlicher Waldflächen.
Pressekontakt: Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressestelle, presse@bund.net
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01.01.11
Internationales UN-Jahr der Wälder 2011: Pro
Wildlife fordert Umdenken beim Waldschutz – Presseerklärung ProWildlife
Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife nimmt das „Internationale
UN-Jahr der Wälder 2011" zum Anlass, die Menschen für einen besseren
Schutz der Urwälder zu gewinnen. „Urwälder sind die Lunge der Erde und die
Schatzkammern der Artenvielfalt – deshalb müssen wir sie schützen“, sagt Birgit
Trinks, Waldexpertin bei Pro Wildlife. „Es gibt keinen besseren Klimaschutz als
die Urwälder zu erhalten. Und es gibt keine bessere Artenschutzmaßnahme, als
den Tieren ihren Lebensraum zu bewahren“. Für viele Produkte des täglichen
Bedarfs wird direkt oder indirekt Wald vernichtet. In einer
Informationskampagne klärt Pro Wildlife im Jahr der Wälder Verbraucher darüber
auf, für welche Erzeugnisse Urwälder abgeholzt werden und zeigt
umweltfreundliche Alternativen auf. Mit Waldschutzprojekten in Madagaskar und
Kamerun trägt Pro Wildlife zum unmittelbaren Schutz intakter Urwälder bei.
Plantagen sind kein Wald
Jede Minute gehen Waldflächen in der Größe von 36 Fußballfeldern dauerhaft
verloren. Die Vereinten Nationen haben deshalb das Jahr 2011 zum Internationalen Jahr der
Wälder erklärt. Während viele Regierungen und Industrien in Wäldern eine
reine Rohstoffquelle sehen und die Nutzung von Holz im Vordergrund steht, ist
Wald aus Sicht von Natur-und Artenschützern weit mehr: Wälder bieten
Lebensräume für etwa zwei Drittel aller Tier- und Pflanzenarten auf der Erde.
Die Abholzung der Urwälder für landwirtschaftliche Flächen, illegale
Holzgewinnung oder Bebauung ist verantwortlich für den fortschreitenden Verlust
der Artenvielfalt: Täglich sterben in den Tropenwäldern bis zu hundert Arten.
Selbst wenn gerodeter Wald für Plantagen wiederaufgeforstet wird, bieten diese
monotonen Flächen Wildtieren keinen geeigneten Lebensraum mehr. „Wälder sind
weit mehr als eine Ansammlung von Bäumen. Sie sind fragile Ökosysteme, die für
unser aller Überleben unentbehrlich sind“, so Trinks.
Jeder kann zum Schutz der Wälder beitragen
Sind Gartenmöbel aus Plantagenholz umweltfreundlich? Auf welche Holzsiegel ist
Verlass? Warum sollte ich Produkte ohne Palmöl kaufen? Die Verwirrung bei
Verbrauchern ist groß. „Wir wollen im Jahr der Wälder mit verbreiteten
Öko-Irrtümern rund um das Thema Wald aufräumen und die Verbraucher informieren,
damit sie sich nicht von dubiosen Siegeln und Nachhaltigkeitszertifikaten
täuschen lassen“, sagt Trinks. „Denn wenn wir hier unseren Konsum ändern,
können wir dazu beitragen, dass entfernter Urwald Lebensraum für Tiere bleibt
und nicht bei uns als Terrassenmöbel, im Brotaufstrich oder als Klopapier
endet.“
www.prowildlife.de/PM22/12/10
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31.12.10
BUND-Bilanz und Ausblick: 2010 Höhepunkt der Anti-Atom-Proteste. 2011 steht
Agrarreform an: Großdemonstration am 22. Januar in Berlin - BUND
"2010 war nicht das Jahr des so genannten Wutbürgers. Es war ein
Jahr demokratischer und phantasievoller Bürgerproteste gegen Fehlentscheidungen
wie die Aufkündigung des Atomausstiegs oder die Verlegung des Stuttgarter
Hauptbahnhofs unter die Erde." Dieses Fazit zieht Hubert Weiger,
Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in einer
Rückschau auf das Jahr 2010. Für 2011 erwartet er zwei Hauptthemen, an denen
der BUND arbeiten wird: "Die Europäische Union steht 2011 in der Agrar-
und Klimapolitik vor entscheidenden Weichenstellungen. Die Verteilung von fast
60 Milliarden Euro Agrarsubventionen muss neu geregelt und das Klimaschutzziel
von minus 20 Prozent CO2 muss auf minus 40 Prozent erhöht werden." Die
Anhebung der Ziele zur CO2-Minderung für alle Staaten der Europäischen Union
sei ebenso dringend erforderlich wie eine stärker an Umwelt- und Tierschutz
orientierte Landwirtschaft. Bei beiden Themen komme der Bundesregierung eine
Schlüsselrolle zu. Verweigere sie sich ambitionierten Klimaschutzzielen und
blockiere sie die anstehenden Agrarreformen, werde sie ihrer Verantwortung für
eine zukunftsfähige Wirtschaftsweise nicht gerecht.
"Positive Trends im Natur- und Umweltschutz gingen 2010 leider nicht auf
das Konto der schwarz-gelben Bundesregierung. Der isländische Vulkan
Eyjafjallajökull und die Wirtschaftskrise haben mehr zur Reduzierung der
globalen Treibhausgase beigetragen als die Umweltpolitik von Kanzlerin Angela
Merkel und Umweltminister Norbert Röttgen. In Deutschland sind die
CO2-Emissionen im letzten Jahr sogar um etwa 30 Millionen Tonnen
gestiegen", sagte Weiger. Die zu starke Abhängigkeit der Industriestaaten
von fossilen Rohstoffen habe auch die Explosion der Ölbohrinsel "deep
water horizon" und die anschließende Ölkatastrophe im Golf von Mexiko
deutlich gemacht.
"Weder die Bundesregierung noch die deutsche Wirtschaft haben die nötigen
Lehren aus den Umweltdebatten der vergangenen Jahre gezogen. Strengere Vorgaben
zur Verbrauchsminderung für Autohersteller wurden blockiert, Straßen und
Autobahnen übertriebenen Verkehrsprognosen hinterher geplant, umweltfreundliche
Verkehrsmittel wie die Bahn vernachlässigt und mit Laufzeitverlängerungs-Geschenken
an Atomstromkonzerne der Ausbau der erneuerbaren Energien behindert.
Federführend in rückwärtsgewandter Umweltpolitik ist meist das von
FDP-Politiker Rainer Brüderle geleitete Bundeswirtschaftsministerium",
sagte Weiger.
2010 habe die schwarz-gelbe Bundesregierung mit der neuen Abgabe auf
Atom-Brennstäbe und der Luftverkehrssteuer erste Schritte beim Abbau
umweltschädlicher Subventionen getan. Diese Maßnahmen seien jedoch allein der
klammen Haushaltslage geschuldet gewesen. Zu den Erfolgen des Jahres 2010
gehöre, dass das Bundesverfassungsgericht die gentechnikfreie Landwirtschaft
geschützt habe, indem es die strengen Regeln zum Schutz vor Verunreinigungen
von Äckern mit Gentech-Pflanzen bestätigte.
International habe es 2010 ebenfalls einige Erfolge gegeben. Weiger: "Im
UN-Jahr der Biodiversität hat sich die Weltgemeinschaft in Japan auf den Abbau
umweltschädlicher Subventionen bis 2020 verständigt und Anfang Dezember wurde
im mexikanischen Cancun der UN-Prozess für ein globales Klimaschutzabkommen vor
dem Scheitern bewahrt. Trotzdem kommt der Klimaschutz nur schleppend voran.
Wenn die Industriestaaten nicht endlich mit verbindlichen und strengeren
CO2-Minderungszielen aufs Tempo drücken, werden sich Zahl und Ausmaß der vom
Menschen verursachten Klimakatastrophen leider noch erhöhen."
Weiger hob hervor, dass es 2010 eine Renaissance der Anti-Atom-Bewegung gegeben
habe. Hunderttausende seien für eine zukunftsfähige Energieversorgung ohne
Atomkraft auf die Straße gegangen. Für 2011 kündigte der BUND-Vorsitzende neue
Demonstrationen an: "Wir werden den erstarkten Bürgerprotest gegen die
fragwürdigen Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke, gegen Prestigeprojekte
wie 'Stuttgart 21' und gegen eine verfehlte Agrarpolitik auch im kommenden Jahr
auf die Straße tragen. Schon am 22. Januar veranstalten wir anlässlich der
Grünen Woche in Berlin gemeinsam mit einem breiten Bündnis von Umwelt-, Agrar-
und Tierschutzverbänden eine große Kundgebung für Gentechnikfreiheit und
Agrarreformen. Und wenn sich im April die Tschernobyl-Katastrophe zum 25. Mal
jährt, werden wir deutschlandweit zu Protesten gegen die schwarz-gelbe
Atompolitik aufrufen."
Pressekontakt: Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher, presse@bund.net
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30.12.10 „Schöne Bescherung - Genehmigt trotz zahlreicher
Mängel“ So die erste Reaktion der
Bürgerinitiative „Stopp Staudinger“ auf www.stopp-staudinger.de Einer der weltweit größten Steinkohleblöcke
mit einer Leistung von 1100 Megawatt, 1,2 Milliarden Euro teuer, soll im
Kraftwerk Staudinger in Großkrotzenburg bei Hanau entstehen. Am
Mittwochvormittag erteilte – so heute FR.ONLINE - das Regierungspräsidium (RP)
Darmstadt die erste Teilbaugenehmigung. Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD)
bekräftigte am Mittwoch, die Stadt werde das Vorhaben weiter entschieden
bekämpfen.
www.fr-online.de/rhein-main/hanau/staudinger-ausbau-kann-kommen/-/1472866/5049336/-/index.html
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29.12.10 Orang Utans auf Sumatra: Letzte Rettung für Abel und seine Brüder SPIEGEL ONLINE: Der Dschungel von
Bukit Tigapuluh ist einer der letzten Tieflandregenwälder Sumatras,
Zufluchtsort für Orang-Utans, Tiger und Elefanten. Nun wollen Papierfirmen
angrenzende Flächen in Baum-Plantagen umwandeln. Es gibt nur eine Chance, das
bedrohte Ökosystem zu retten – die Zoologische Gesellschaft muß den Wald mit
Spendenmitteln kaufen.
www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,735331,00.html
Weitere Infos:
http://assets.wwfid.panda.org/downloads/last_chance_for_bukit_tigapuluh__warsi_fzs_eof_wwf_14dec2010_.pdf
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28.12.10 S 21: Mutbürger
und die Renaissance der Ideale der Demokratie – TAZ-Interview mit Heiner Geißler
„Der Anspruch der Menschen, sich bei konkreten Projekten zu beteiligen, ist
absolut berechtigt. Das muss nur in den Grundgedanken der Demokratie eingebaut
werden. Die Politik hat lange nicht reagiert und die Demonstranten als
Terroristen und Altkommunisten denunziert. Das sind aber keine Wutbürger. Das
sind Mutbürger, die mutig genug waren, kritische Fragen zu stellen.“
www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/demokratie-ist-kein-gesangsverein/
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27.12.10
Keineswegs "das bestgeplante Bahnprojekt aller Zeiten“
Deutsche-Bahn-Chef Rüdiger Grube hat Defizite beim Milliarden-Projekt Stuttgart 21 zugegeben. Es sei keineswegs "das
bestgeplante Bahnprojekt aller Zeiten", wie es manche Bahnmanager
vermarktet hätten, sagte Grube am Montag bei einer Bürgerversammlung in
Leinfelden-Echterdingen im Kreis Esslingen.
www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,736758,00.html
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20.12.10
Demokratie 21
Peter Vonnahme (Richter am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof i.R.) und Bernd
Tremml (Leiter einer Fachanwaltskanzlei für Verwaltungsrecht in München)
stellen die Frage „Was verdankt die Republik dem Schlichter Heiner Geißler
wirklich?“ Sie geben eine „parteiische Analyse“ des Schlichtungsverfahrens zu
Stuttgart 21: „Last but not least: Geißler hat die offenen Flanken unserer
Rechtsordnung, Quelle von viel hochschießendem Bürgerunmut, sichtbar bemacht.
Der Gesetzgeber wird gut daran tun, sich nicht vor der Suche nach zeitgemäßen
Lösungen zu drücken. Es ist schwierig, aber letztlich alternativlos: Die
Demokratie 21 verlangt es! „
www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33865/1.html
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20.12.10 Sommerschlussverkauf
Florida wurde in den letzten
Jahrzehnten zugebaut wie kaum ein Fleck dieser Erde. Heute ist Südflorida der
Inbegriff der Immobilienkrise. Aus Palm Beach Gardens berichtet Marc Pitzke für
SPIEGEL.ONLINE. „Wolkenkratzer
ragen nutzlos in den Himmel, Luxuswohnungen stehen leer. Jetzt schnappen sich
Spekulanten die Liegenschaften zum Ramschpreis - und hoffen auf eine bessere
Zukunft…Alles ist runtergesetzt. 50 bis 70 Prozent. 75 Prozent “ www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,734942,00.html
Auch in Dubai sind die
Träume ausgetraumt. Der Wüstenstaat sollte
eine Weltmetropole des 21. Jahrhunderts werden - ein Zentrum des Tourismus, ein
Dorado der Reichen und Schönen. Doch die Extravaganz von gestern wird zum
Schnäppchen von heute. Nach dem Ende des Booms hat Dubai Mühe, in der Gegenwart
anzukommen berichtet Andreas Kilb auf FAZ.NET. www.faz.net/s/RubB4457BA9094E4B44BD26DF6DCF5A5F00 /Doc~E5254CA7630AA45FEA524B40A994C98F8~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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17.12.10
Trotz Finanzkrise: Menschen in Deutschland fordern mehr Umweltschutz
85 Prozent erwarten konsequenten Umstieg auf erneuerbare Energien
Presseerklärung Umweltbundesamt
Wie eine im Frühjahr 2010 für das Umweltbundesamt (UBA) mit 2008 Personen
durchgeführte Repräsentativumfrage zeigt, sind fast zwei Drittel der Befragten
(62 Prozent) der Ansicht, dass der Staat mehr für den Umweltschutz tun solle.
61 Prozent sprechen sich für eine Vorreiterrolle Deutschlands in der
internationalen Klimaschutzpolitik aus. Und 85 Prozent der Befragten stimmen
dem Statement zu: „Wir brauchen einen konsequenten Umstieg auf erneuerbare
Energien“. Ähnliche hohe Akzeptanzwerte erreicht das umweltpolitische Ziel
„Erhöhung der Energieeffizienz“. Große Beiträge des Staates – mittels
strengerer Gesetze sowie Streichung umweltschädlicher Subventionen – erwarten
rund drei Viertel. “Die Umfrage widerlegt Befürchtungen, dass die Finanzkrise
den Umweltschutz in den Augen der Menschen in Deutschland weniger wichtig
machen würde.“, sagte UBA-Präsident Jochen Flasbarth. Hohe umweltpolitische Erwartungen
richten die Befragten neben dem Staat vorrangig an die Wirtschaft: Große
Beiträge zum Umwelt- und Klimaschutz können nach rund 90 Prozent der Befragten
die Industrie und die Energieversorger leisten, in dem sie umweltfreundlicher
produzieren. Dass die Automobilindustrie durch die Entwicklung
umweltfreundlicher Autos viel tun kann, sehen rund 85 Prozent. Eine Mehrheit
der Befragten sieht auch Möglichkeiten selbst etwas für den Umweltschutz zu
tun: Hier sehen im Bevölkerungsdurchschnitt zwischen 58 und 68 Prozent der
Befragten die Chance durch umweltfreundliches Konsumverhalten oder weniger
Autonutzung sowie weniger Flugreisen einen Beitrag zu leisten.Viele Bürgerinnen
und Bürger sind in ihrem Verbraucherverhalten umweltbewusst: Zwei Drittel der
Befragten kaufen nach eigener Aussage gezielt Produkte, welche die Umwelt
möglichst wenig belasten. Über die Hälfte boykottiert Produkte von Firmen,
welche sich nachweislich umweltschädlich verhalten. Das bekundete
Umweltbewusstsein schlägt sich aber noch nicht durchgängig in einem
entsprechenden Umweltverhalten nieder. So haben nur acht Prozent der Deutschen
bislang auf Ökostrom gewechselt. In der Umweltbewusstseinsstudie 2010 wird
erneut das Milieumodell des Sinus-Instituts verwendet. Dabei zeigen sich
teilweise erhebliche milieuspezifische Unterschiede im Umweltbewusstsein und
-verhalten. Vor allem das Sozialökologische Milieu ist besonders und relativ
konsistent umweltinteressiert. Die sozial benachteiligten, gelegentlich aber
auch die eher konservativ eingestellten Milieus sehen zwar ebenfalls die
Notwendigkeit und die Chancen von Umwelt- und Klimaschutz im allgemeinen recht
deutlich, sind aber oft zurückhaltender im Hinblick auf umweltpolitische Forderungen
und Handlungsbereitschaften. Generell sind unter Menschen mit niedrigeren
Einkommen die Anteile der Befragten geringer, welche große
Umweltschutz-Potenziale der Akteure sehen. Auch beim Potenzial für kulturelle
Innovationen in der Gesellschaft sind milieuspezifische Unterschiede
festzustellen: Beispielsweise findet jeder vierte Autofahrer Car-Sharing
attraktiv, darunter sind vor allem jüngere und gut gebildete Personen, Frauen
und Westdeutsche. Auch würde die Hälfte der Bevölkerung die Möglichkeit begrüßen,
Gegenstände des täglichen Bedarfs wie elektrische Haushaltsgeräte, Gartengeräte
oder Renovierungsutensilien gegen Gebühr im unmittelbaren Wohnumfeld
auszuleihen. Gut Gebildete und Personen mit höherem Einkommen sind hierbei
deutlich stärker vertreten. Ähnliche soziale Unterschiede zeigen sich auch beim
Anteil an Engagierten im Umwelt- oder Naturschutz, der sich in den letzten
Jahren mehr als verdoppelt hat: von vier Prozent in 2008 auf neun Prozent in
der aktuellen Umfrage. Dabei sind Mitglieder von Umwelt- und
Naturschutzverbänden häufig gut gebildet und verfügen über ein hohes
Haushaltsnettoeinkommen.
Die aktuelle Studie steht unter http://www.uba.de/uba-info-medien/4045.html
zum Download bereit.
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16.12.10
Im 20. Jahr der Deutschen Einheit: Flächen im "Grünen
Band" nicht privatisieren. Biotopverbund an innerdeutscher Grenze als
"Nationales Naturmonument" schützen
Presseerklärung des BUND
Berlin: Der Bund für Umwelt und
Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Bundesregierung aufgefordert, sich für
einen Privatisierungsstopp von Flächen im Biotopverbund "Grünes Band"
an der ehemaligen innerdeutschen Grenze einzusetzen. Obwohl die Bundesregierung
zugesagt habe, alle bundeseigenen Flächen im Grünen Band für den Naturschutz zu
sichern, sei die Verwendung von etwa 1000 Hektar ungeklärt. Diese Flächen seien
im Besitz der Bodenverwertungs- und -verwaltungs-GmbH (BVVG) und würden
teilweise auf dem freien Grundstücksmarkt angeboten. Damit drohe ein
einzigartiger Biotopverbund, der sich im einstigen innerdeutschen Grenzgebiet
nahezu unberührt entwickeln konnte, weiter zerrissen zu werden. Noch sei ein
Drittel des ehemaligen Grenzstreifens nicht unter Schutz gestellt.
Der BUND forderte, das Grüne Band durch die neugeschaffene
Naturschutzkategorie "Nationales Naturmonument" zu schützen. In den
Niederlanden, Dänemark und den USA seien bereits Gebiete von herausragender
Bedeutung für den Naturschutz und die Geschichte als Nationale Naturmonumente
ausgewiesen worden. Diesen Vorbildern müsse Deutschland folgen. Ulrike Mehl,
stellvertretende BUND Vorsitzende: "Im 20. Jahr der Deutschen Einheit
steht die Bundesregierung in der Pflicht, sich für die Unversehrtheit des
Grünen Bandes einzusetzen. Das Gebiet ist von großer Bedeutung für den
Naturschutz. Und es muss für künftige Generationen als ein lebendiges Denkmal
der Zeitgeschichte erhalten werden. Dafür müssen auch Flächen im Grünen Band,
die seit Anfang der neunziger Jahre intensiv landwirtschaftlich genutzt werden,
zurückgekauft werden." Das Grüne Band verbindet auf 1393 Kilometern von
der Ostsee bis zum sächsischen Vogtland 109 verschiedene Lebensraumtypen wie
Moore, Fließgewässer und Bergwiesen und ist ein Querschnitt durch 17
repräsentative Naturräume wie das Norddeutsche Tiefland oder Mittelgebirge wie
Harz und Thüringer Wald. Das Grüne Band ist Heimat von über 1200 in Deutschland
gefährdeten Tier- und Pflanzenarten und gehört zum "Green Belt
Europe", das der BUND als "Grünes Band Europa" im Jahr 2002
initiiert hat. Das "Green Belt Europe" erstreckt sich entlang des
ehemaligen Eisernen Vorhangs von der Barentssee bis zum Schwarzen Meer. Es
zieht sich durch 23 Staaten, umfasst 38 Nationalparke und zahlreiche weitere
Schutzgebiete. Mit seinen 12500 Kilometern ist das "Green Belt
Europe" Rückzugsgebiet und Wanderkorridor für eine Vielzahl bedrohter
Tiere wie Luchs, Wildkatze, Fischotter, Braunbär und Wolf. Kai Frobel,
BUND-Projektleiter für das Grüne Band: "Angesichts des dramatisch
voranschreitenden Verlustes an biologischer Vielfalt bietet das 'Grüne Band
Europa' die einmalige Chance, in einem möglichst unzerschnittenen Lebensraum
viele gefährdete Arten effektiv zu schützen. Zugleich wird dieser Biotopverbund
durch intensive landwirtschaftliche Nutzung, Straßenbau, Rohstoffabbau,
Massentourismus und die Freizeitindustrie bedroht. Auch an der deutschen
Ostseeküste werden immer noch wertvolle zum Grünen Band gehörende Biotope
zerstört." Der BUND forderte die Bundesregierung auf, im Rahmen der
Europäischen Union grenzüberschreitende Projekte und eine nachhaltige
Landnutzung in den Regionen entlang des "Green Belt Europe" zu
fördern. Mit der Entwicklung eines Netzwerks naturnaher Lebensräume zur Erhaltung
der Biodiversität durch Europa, der "Green Infrastructure", müsse
ernst gemacht werden. Darüber hinaus müsse die EU die Entwicklung eines
speziellen Förderprogramms "Grünes Band Europa" prüfen sowie die
Bewerbung als UNESCO-Natur- und Kulturerbe.
Pressekontakt Dr. Liana Geidezis und Melanie Kreutz, Grünes-Band-Projektbüro, gruenesband@bund-naturschutz.de
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09.12.10
Waldschutz darf nicht auf Zahlenspielereien basieren. In Cancun steht
Glaubwürdigkeit der Klimapolitik auf dem Spiel. Was macht eigentlich Angela
Merkel? – Presseerklärung BUND
Cancun/Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat davor
gewarnt, dass es beim Weltklimagipfel in Cancun zu falschen Lösungen beim
Schutz der Wälder kommen könnte. Die Versuche verschiedener Länder, fragwürdige
Berechnungsmethoden zum CO2-Speicherpotential von Wäldern durchzusetzen,
schadeten der Glaubwürdigkeit der Europäischen Union und der Klimaschutzpolitik
insgesamt. Die von einigen Ländern gewünschte Nicht-Berücksichtigung von
CO2-Emissionen aus der Waldnutzung könne allein in den Industriestaaten zu
einem geschätzten Kohlendioxidzuwachs von etwa 450 Millionen Tonnen pro Jahr
führen. „Reale CO2-Bilanzen der Waldbewirtschaftung sind essentiell für den
Klimaschutz. Das geplante Herausrechnen von CO2-Emissionen, die mit der
Waldnutzung verbunden sind, ist zwar ein leicht durchschaubarer
Taschenspielertrick. Wenn diese Methode aber von den Entwicklungsländern mit
ihren riesigen Wäldern übernommen wird, dann ist das Klima aufs höchste
gefährdet. Beim Klimaschutz darf nicht mit zweierlei Maß gemessen werden“,
sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. Blieben die CO2-Reduzierungsziele der
Industriestaaten zu niedrig und würden sie mit unzähligen Ausnahmen versehen,
lasse sich die Erderwärmung nicht mehr wirksam bremsen. Von den aus
wissenschaftlicher Sicht bis 2020 notwendigen Emissionsminderungen sei noch
nicht einmal die Hälfte sicher. „Wenn fragwürdige Rechentricks und der
CO2-Zertifikate-Handel zu immer mehr Schlupflöchern führen, ist kein wirklicher
Klimaschutz mehr möglich“, sagte Manuel Graf, der als BUND-Klimaexperte die
Verhandlungen in Cancun beobachtet. Der BUND forderte Bundeskanzlerin Angela
Merkel auf, sich beim Thema Klimaschutz endlich wieder zu Wort zu melden. Es
sei inakzeptabel, dass sie auf Tauchstation gegangen sei. Noch habe Merkel die
Chance, ihren bereits arg ramponierten Ruf als Klimakanzlerin wenigstens
teilweise zu reparieren. Sie müsse sich für eine Fortführung des
Kyoto-Protokolls einsetzen und ihren Widerstand gegen das von der Europäischen
Union in Aussicht gestellte CO2-Minderungsziel von minus 30 Prozent bis 2020 im
Vergleich zu 1990 aufgeben.
Pressekontakt: presse@bund.net
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03.12.10
Parodie auf den herrschaftsfreien Diskurs
Die Stuttgarter Tafelrunde war nur
der Versuch, die Ohnmächtigen mit ihrer Niederlage zu versöhnen. Heiner Geißler
hatte viel Chuzpe, aber wenig Mumm. Ein schlechteres Modell demokratischer
Konfliktlösung kann es kaum geben - meint Andreas Zielke auf SUEDDEUTSCHE.DE
www.sueddeutsche.de/ kultur/heiner-geissler-und-stuttgart-die-lizenz-zur-vollstreckung-1.1031587
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29.11.10
Demokratische Planbarkeit von Großprojekten.
Klaus Selle, Professor für
Stadtplanung an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen,
spricht im FR-Interview über die demokratische Planbarkeit von Großprojekten. Muss – nach S21 - die Bürgerbeteiligung reformiert
werden? Selle:“Der FDP-Altliberale Burkhard Hirsch hat gerade vom
‚Ende der Zuschauerdemokratie’ geschrieben: Über Jahrzehnte seien die
Bürgerinnen und Bürger aufgefordert worden, aus der Rolle der Zuschauer
herauszutreten. Nun täten sie es, weil sie unzufrieden sind – aber keiner wolle
sie hören. Auf der anderen Seite führten die Parteien das Stück
“Parlamentarische Demokratie„ auf und merkten nicht, dass sie immer mehr unter
sich bleiben. Diese Beschreibung trifft die Realität insbesondere in den
Städten recht genau.“
www.fr-online.de/kultur/maechtige-interessen/-/1472786/4877778/-/index.html
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24.11.10
Niederlage für die Gegner der Isentaltrasse:
Die Trasse durchs Isental ist zum
Symbol des Widerstands gegen Landschaftszerstörung geworden: Der Bayerische
Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat nach fast 35 Jahren Streit grünes Licht für
den Bau der heftig umkämpften Autobahn von München ins niederbayerische Pocking
gegeben. Doch aufgeben wollen die Gegner auch jetzt nicht.
www.sueddeutsche.de/bayern/bau-der-a-niederlage-fuer-isental-gegner-1.1027713
Zum Urteil erklärt die Aktionsgemeinschaft gegen die Isentalautobahn:
„Der Schnappauf-Trick, oder: Warum der Prozess verloren wurde
1977 – Der Beginn einer falschen
Planung
Schon seit mehr als drei Jahrzehnten plant der Freistaat Bayern den Bau der A94
von München nach Passau. Konstant weigert er sich dabei, die Trasse Haag, die
größtenteils entlang der B12 verlaufen könnte, ernsthaft in den Planungen zu
berücksichtigen. Stattdessen wurden für die Trasse Dorfen (Isental) sage und
schreibe 14 Planänderungen durchgeführt, da die Trasse nicht genehmigungsfähig
war. Diese Planung dauerte 25 Jahre – ein bundesweit einmaliger Vorgang. Erst
im Jahr 2005 kam es zur ersten Gerichtsverhandlung - Schuld an dem extrem
langen Planungszeitraum von 1977 bis 2002 konnten also keine Kläger sein. Es
lag allein an der falschen Trassenwahl. Seit dem Beginn der Planung werden wir
nicht müde, immer wieder darauf hinzuweisen, dass die Trasse Haag die
ökonomisch und ökologisch sinnvollere Alternative ist. Bis zum Jahr 2000 wurde
dies auch von fast allen bayerischen Fachbehörden und Gutachtern genau so
gesehen.
Behörden teilen unsere Sicht
So resümierte beispielsweise die Regierung von Oberbayern, 20.2.1997 unter dem
Aktenzeichen 831-8604-BAB-2/85, S. 10:„Wir stellen fest, dass bei allen sieben
dem Gesamtvergleich zugrunde gelegten Schutzgütern bzw. Schutzzielen, die
Trasse Haag eindeutig günstiger ist als die Trasse Dorfen.“ Und mit Datum vom
11.9.1997 schreibt sogar das, von der Autobahndirektion beauftragte
Gutachterbüro Dr. Schober, Freising, „dass aufgrund der Empfindlichkeit des
Landschaftsraumes und seiner spezifischen Werte (Ruhe, keine Vorbelastungen) im
Korridor Dorfen keine naturschutzfachlich hinnehmbare Trasse gefunden werden
kann. Je mehr man sich mit den Vermeidungs- und Minimierungsmaßnahmen auf der
Trasse Dorfen befasst, umso eklatanter zeichnen sich die Vorteile der Trasse
Haag ab.“ Und neben vielen anderen Fachbehörden stellt das auch für die
Lärmbelastung zuständige Bayerische Landesamt für Umweltschutz unter dem Az.
2/2-254-28654/96 fest: „Aus der Sicht des Lärmschutzes wurde vom LfU die Trasse
Haag befürwortet, da die Trasse Dorfen insbesondere wegen des hohen
Restverkehrs auf der B 12 wesentlich ungünstiger erschien…“. (S.3) „Diese Tabelle
verdeutlicht, dass die Trasse Dorfen bezüglich der 3 untersuchten Schutzgüter
nicht wie im Erläuterungsbericht dargelegt nur als ‚ungünstiger’ sondern sogar
als ‚wesentlich’ ungünstiger einzustufen ist.“ (S. 15).
Schnappaufs genialer Trick
Nachdem der Bayerischen Staatsregierung offensichtlich klargeworden war, dass
es bei derartiger Aktenlage keine Chance gab, den Prozess zu gewinnen, hatte
ausgerechnet der bayerische Umweltminister die rettende Idee. Im April 2000
fügte er im Landesentwicklungsprogramm bei der A 94 den Zusatz „auf der Trasse
über Dorfen“ ein. Damit hätte nicht mehr zwischen den beiden Trassen abgewogen
werden müssen, da durch diesen Zusatz die Trasse Dorfen (Isental) Gesetzesrang
hatte. Die unzähligen Gutachten und Stellungnahmen der bayerischen
Fachbehörden, die alle für die Trasse Haag und gegen die Trasse Dorfen
sprachen, hätten somit keine Rolle mehr gespielt. Wir erhoben sofort Klage
gegen dieses Vorgehen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (schon damals
unter dem Vorsitzenden Erwin Allesch) wies die Klage gegen diesen
„Schnappauf-Trick“ ohne mündliche Verhandlung ab und ließ keine Revision zum
Bundesverwaltungsgericht zu. Sofort legten wir dagegen in Leipzig Beschwerde
ein. Das Bundesverwaltungsgericht (damals noch in anderer Besetzung) nahm
unsere Klage an. Nach einer mündlichen Verhandlung im Januar 2003 bekamen wir
Recht. Als Folge daraus musste Schnappauf die fünf Worte („auf der Trasse über
Dorfen“) wieder streichen. Die beiden Trassen mussten weiterhin klar
gegeneinander abgewogen werden.
Die Erleichterung und der Schock
Auf die Freude über diesen höchstrichterlichen Sieg folgte später die
Ernüchterung. Ein internes Schreiben der Reg.v.Obb. (Aktenzeichen
830-8604-BAB-2/85) vom 3. 7. 2000, das uns in Kopie vorliegt, zeigt den wahren
Grund für den „Schnappauf-Trick“. Bereits drei Monate nachdem die fünf Worte,
also die Bindung auf die Trasse Dorfen im LEP, eingefügt worden waren, wurden
alle bisherigen Gutachten und Stellungnahmen der bayerischen Fachbehörden für
überholt erklärt und zurückgezogen. Somit waren von diesem Tag an alle
bisherigen Äußerungen der Fachbehörden, die eindeutig die Trasse Haag (B12) als
die wesentlich geeignetere Trasse darstellten, vom Tisch. Die unbequemen Fakten
der 23 Jahre von 1977 bis 2000, mit denen der Freistaat so gut wie keine
Prozesschance gehabt hätte, lagen nun im Papierkorb. Und das auch noch „ganz
legal“. Denn unser gerichtlicher Sieg in Leipzig war ja erst im Januar 2003. Ab
Juli 2000 waren aber bereits die „richtigen“ Beamten und Gutachter in Marsch
gesetzt worden, um nun endlich „passende“ Stellungnahmen zu produzieren. Im
ersten Planfeststellungsbeschluss von 2002 sowie den folgenden war dies dann
auch sehr schön zu erkennen.
Die legalen Tricks
So wurden zehn verkehrliche Ziele eingefügt, die fast alle ausschließlich von
der Trasse Dorfen (Isental) zu erfüllen sind. Dass dies eine besonders
raffinierte Methode war, um die gewünschte Trasse durchzusetzen, soll hier nur
an einem Beispiel gezeigt werden. Für das Ziel, „die Erschließung des
südöstlichen Landkreises Erding“, ist natürlich die Trasse Dorfen geeigneter.
Hätte man stattdessen jedoch die „Erschließung des südwestlichen Landkreises
Mühldorf“ genannt, dann wäre dieses Ziel durch die Trasse Haag (B12) wesentlich
besser zu erfüllen gewesen. Tatsächlich darf die Erschließung eines
Landkreisviertels beim Autobahnbau überhaupt keine Rolle spielen. Aber wie es
oft auch bei betrieblichen Stellenbesetzungen läuft – man erkennt schon an der
Ausschreibung, wer den Posten bekommen wird. Dass seit dem Schnappauf-Trick aus
dem Jahr 2000 nur noch „passende“ Behördenäußerungen auf den Tisch kamen, zeigt
sich auch in anderen Bereichen. So wurde die gesamte Lärmbilanz für die
Anwohner der beiden Trassen umgedreht, denn die bestehende B 12 mit ihrem
heutigen Verkehrslärm wird – anders als in den Stellungnahmen vor 2000 – nicht
mehr einbezogen. Die Trasse Haag (B12) wird offiziell von den Behörden so
behandelt, als verlaufe sie genauso wie die Trasse Dorfen (Isental) durch
bisher unverlärmtes Gebiet. Weitere Beispiele: Für den Verkehr wird auf der A
94 für das Jahr 2025 eine Steigerung um annähernd 150 (!) Prozent
prognostiziert. Tatsächlich ist der Gesamtverkehr in Deutschland von 2001 bis
2009 um insgesamt 1.6 Prozent gestiegen. Besonders grotesk ist die Abwägung der
Erholungseignung. Bis zum Jahr 2000 wurde korrekt dargestellt, dass die Trasse
Dorfen (Isental) dreimal so viele Erholungsflächen beeinträchtigt wie die
Trasse Haag (B12). Nach 2000 wurden beide Trassen beim Punkt Erholung gleich
eingestuft. Offensichtlich spazieren Erholungssuchende heute genau so gerne
entlang der B 12 wie sie dies im Isental tun.“
www.a94-b12.de
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24.12.10
Erst denken, dann Straßen bauen
Der Bundesverkehrswegeplan ist überfrachtet und nicht mehr zeitgemäß. Statt
auf Neubau sollte der Staat mehr auf Erhalt setzen – und die Bürger besser
beteiligen. Richard Rother berichtet von einer Fachtagung zum
Bundesverkehrswegeplan.
www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/erst-denken-dann-strassen-bauen/
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10.11.10
Nicht nur bei der Endlagerung des Atommülls finanzieren die Steuerzahler die
Kernindustrie
Seit Beginn der Nutzung der Kernkraft sind etliche Milliarden an
Subventionen an die Energiekonzerne geflossen – so N-TV.DE unter Berufung auf
eine Studie des Forums ökologisch-soziale Marktwirtschaft FÖS im Auftrag von Greenpeace.
Das Ergebnis: Seit 1950 sind über 140 Milliarden Euro Staatsgelder in die
Atomwirtschaft geflossen. Dazu zählen Kanäle wie Forschung und Entwicklung,
Endlager-Suche, Steuervergünstigungen oder die Beseitigung von Altlasten.
http://www.n-tv.de/politik/Die-strahlende-Rechnung-der-Atomkraft-article1899576.html
http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkraft/Atomsubventionsstudie_Update_2010_01.pdf
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06.11.10
Endlagerstandort Gorleben: Primat der Wahlaussichten
Sylvia Kotting-Uhl (umweltpolitische Sprecherin der
Grünen-Fraktion im Bundestag) zieht auf FREITAG.DE eine Zwischenbilanz des Untersuchungsausschusses:
„Die Endlagersuche lief von Beginn an unseriös ab. Ab 1973 untersuchte die
Firma KEWA für die Bundesregierung 26 potentielle Atomlager. Drei Standorte in
Niedersachsen wurden als grundsätzlich geeignet bewertet: Wahn, Lichtenhorst
und Lutterloh. Gorleben war nicht einmal erwähnt. Als an den drei favorisierten
Standorten bekannt wurde, was man vorhatte, gab es heftige Entrüstung. Der
Widerstand bewirkte ein regelrechtes Wunder. Die Landtagswahl im Juni 1978
stand bevor. Das Emsland mit seinem CDU-Wählerpotential zu verlieren, kam für
den CDU-Ministerpräsidenten Ernst Albrecht nicht in Frage. Die als Favoriten
gehandelten Standorte wurden sang- und klanglos fallengelassen. Völlig
überraschend brachte Albrecht im November 1976 den Salzstock Gorleben ins
Spiel, den bis dahin niemand als geeigneten Lagerort für Atommüll betrachtete.
Inzwischen zugängliche Dokumente belegen, dass auch im Landeskabinett an der
Eignung gezweifelt wurde. In einer Vorlage des niedersächsischen
Wirtschaftsministerium wird im Dezember 1976 festgehalten, dass alle
strukturellen Indikatoren im Gorleben-Standort Lüchow-Dannenberg "mit
stark negativer Tendenz vom Landesdurchschnitt" abweichen. Durchsetzen
konnten sich solche Stimmen nicht.
www.freitag.de/politik/1044-die-potentielle-mega-asse
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22.10.10
Spekulation mit Ackerböden
Im vergangenen Jahr wurden
300.000 Quadratkilometer Ackerland vernichtet - das entspricht etwa der Fläche
von Italien. Spekulation, Umweltschäden und Verstädterung führen laut Uno zu
einem "explosiven Cocktail", 500 Millionen Kleinbauern leiden Hunger.
Das hat der Uno-Sonderberichterstatter für das Recht auf angemessene
Ernährung, Oliver De Schutter, am Donnerstag vor dem Menschenrechtskomitee der
Vereinten Nationen dargelegt.
www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,724568,00.html
Weitere Infos:
http://de.wikipedia.org/wiki/Recht_auf_angemessene_Ern%C3%A4hrung
www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,722516,00.html
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19.10.10
Missbrauch des Demonstrationsrechts?
Als Jurist reibe ich mir in diesen Tagen die Augen angesichts dessen, was die
Kollegen so treiben. De Maìzìere zum Beispiel heute im ´ZDF-Morgenmagazin: Der Innenminister
attackiert den bürgerlichen Protest gegen Stuttgart 21 heftig und spricht von
einer "Stimmungsdemokratie": Wenn Eltern ihre Kinder für die Demos
krankschreiben, sei das ein "Missbrauch des Demonstrationsrechts".
Aha. Das
Grundrecht steht also unter Nichtkrankschreibungsvorbehalt. "Es kann nicht
sein, dass die handelnden Politiker die Idioten sind, und die ehemaligen
Politiker sind die Heiligen." Gemein, wenn ein ehemaliger Politiker im
fortgeschrittenen Alter keine Presseerklärungspolitik mehr macht, sondern ernst
nimmt, was im Grundgesetz steht: „Alle Staatsgewalt geht vom Volk aus.“
Unterdessen hat sich Bundesjustizministerin Sabine
Leutheusser- Schnarrenberger gegen einen nachträglichen Volksentscheid
im Streit um das Bahnprojekt Stuttgart 21 ausgesprochen. Die FDP- Politikerin
sagte der "Passauer Neuen Presse": "Das wäre
demokratietheoretisch und rechtlich problematisch. Hier teile ich die
Auffassung des Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts." Als Demokratietheoretikerin
ist sie bislang unauffällig geblieben. Insofern bleibt sie auch die Begründung
für diese kühne Behauptung schuldig. Bedächtig-bedeutungsschwangeres Kompfwackeln
muss ausreichen. Und „rechtlich problematisch“ macht sich immer gut. Im
Gegensatz zur FDP-Politikerin ist der von ihr vereinnahmte Präsident des
Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Andreas Voßkuhle sehr wohl als
Rechtstheoretiker aufgefallen. (zum Beispiel als ehemaliger Direktor des
Instituts für Staatswissenschaften und Rechtstheorie der Uni Freiburg). Mit dem
SPD-Ticket kam er zum Gericht. Und jetzt das. Herr im Himmel! Normalerweise
braucht es Jahre, bis das Bundesverfassungsgericht mit Hilfe seiner Heerschaar
wissenschaftlicher MitarbeiterInnen zu einer Entscheidung kommt. Was also
sollte dieser – auch von den Benimmregeln her – ungewöhnliche Vorstoß? Macht
das BVG jetzt offen Politik – und nicht nur verdeckt (wie Ridder das immer
wieder kritisiert hat)? Es ist an der Zeit, die „Über-die-Köpfe-hinweg-Demokratie“
in den Köpfen der Juristenelite abzuschaffen (Guido Block-Künzler – gbk).
www.innovationcityruhr.dewww.un.org/Depts/german/wiso/ec12-1999-5.pdfwww.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,723857,00.html
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17.10.10
Die Apfelbaum-Demokratie
Die Schlichtung zu Stuttgart 21 ist der Versuch, Defizite der
repräsentativen Demokratie zu beheben und das Vertrauen in den Staat wieder zu
stabilisieren. Ein Kommentar von
Heribert Prantl: „Man
kann sich die repräsentative Demokratie in Deutschland als einen Apfelbaum
vorstellen: Jahrzehnte alt, eigentlich ganz gut gewachsen, knorrig, aber da und
dort verdorrt - und krankheitsanfällig; nicht mehr jeder ist mit der
Fruchtqualität zufrieden. Beim Apfelbaum überlegt der Obstgärtner dann, ob und
wie er ihn verbessern kann: Er pfropft dem alten Baum neue Zweige ein,
"Edelreiser" nennt er sie. Wenn er das ordentlich macht, trägt der
Baum ein paar Jahre später ganz neue Früchte, die Ernte wird besser. Idealiter
funktionieren Schlichtung, Mediation und Bürgerentscheid auch so: als neue
Zweige, als "Umveredelung" der repräsentativen Demokratie.“
www.sueddeutsche.de/politik/stuttgart-und-der-staat-die-apfelbaum-demokratie-1.1012993
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17.10.10
In Stuttgart wird um das Konzept des Fortschritts gerungen
Sind zehn Milliarden für dreißig Minuten Zeitgewinn gut ausgegebenes
Geld? Eine entschleunigte Betrachtung von Jörg Magenau auf TAZ.DE: „ … So lässt
sich auch erklären, dass gerade diejenigen Personen und Parteien, die sich
selbst als konservativ verstehen, am entschiedensten für das Neue in Gestalt
des Bahnhofs sind. Denn es gibt nichts Älteres als das Konzept des
Fortschritts, für das sie damit fechten. Wer im 21. Jahrhundert den Fortschritt
verteidigt, der im 19. Jahrhundert erfunden wurde, muss ein wahrhaft
Konservativer sein. Es handelt sich dabei um eine Glaubensfrage, die wie jede
religiöse Ausrichtung rationalen Argumenten nicht zugänglich ist. Die
Fortschrittskonservativen setzen, um ihren Glauben zu behaupten, nicht nur die
Natur aufs Spiel, sondern darüber hinaus das Kostbarste, was sie haben: ihre
Macht.“
www.taz.de/1/zukunft/schwerpunkt-stuttgart-21/artikel/1/der-zug-des-fortschritts
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16.10.10
Faust 2 und Stuttgart 21
Dieter Bartetzko weist auf FAZ.NET darauf hin, daß Machbarkeitswahn und
Geldgier schon in der ersten dichterischen Analyse des Kapitalismus, Goethes
„Faust II“, eine zentrale Rolle spielen: „Für einen riesigen Kanal lässt der
Titelheld hemmungslos Berge planieren und Schluchten graben, bis sein
Fortschrittsglaube und seine Ideen von einer besseren Welt sich ins Gegenteil
verkehren. „Kluger Herren kühne Knechte gruben Gräben, dämmten ein. Schmälerten
des Meeres Recht, Herrn an seiner Statt zu sein“, heißt es anfangs. Später, als
der erblindete Faust mit einem „Wie das Geklirr des Spatens mich ergötzt“ seine
vermeintliche Großtat bejubelt, höhnt Mephisto für sich: „Die Elemente sind mit
uns verschworen, und auf Vernichtung läuft’s hinaus.“ Die letzten Spatenstiche,
die Faust hört, sind nicht, wie er meint, die des Fortschritts, sondern die
seiner Totengräber.“
www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/
Doc~EE0045EF8F7454C9EAC1210EEA78602C3 ~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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16.10.10
Lobbypedia-Workshop in Stuttgart:
Das Online-Organ von LobbyControl beschäftigt sich mit der umstrittenen
Tieferlegung des Bahnhofs der Schwabenmetropole
Die Initiative LobbyControl will bis Ende Oktober mit Lobbypedia.de ein
lobbykritisches Online-Medium an den Start bringen, berichtet Reinhard Jellen in
seinem BLOG auf TELEPOLIS. „Anhand der Software Mediawiki soll das bislang eher
undurchsichtigen Treiben der Lobbys und ihrer politischen Handlanger für
jedermann per Mausklick zugänglich gemacht werden. Eine erste Probe ihres
Könnens wollen die zukünftigen Betreiber der Internet-Seite heute in Stuttgart
mit einem öffentlichen Schreib- und Recherche- Workshop über die Zusammenhänge
von Stuttgart 21 und der Bau- und Immobilienlobby abliefern. Wer von dem
umstrittenen Bauprojekt profitiert, welche Personen, Firmen, Verbände und
Interessengruppen dahinter stecken und warum es bislang nicht gelungen ist,
nicht besonders kostengünstige Prestigeprojekt auf demokratischen Weg mit
Bürgerbeteiligung zur Abstimmung zu bringen, soll in dem zehnstündigen Projekt
diskutiert und erarbeitet werden.
www.heise.de/tp/blogs/8/14857
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15.10.10
Jagd
auf Rohstoffe Das Geschäft mit dem Tod
Der skrupellose Raubbau an der Natur bringt Milliarden, denn Rohstoffe sind
begehrt. Doch der schnelle Profit ist lebensgefährlich und zerstört die Umwelt.
Warum das so ist, erklärt Silvia Liebrich auf ZEIT.DE: „Uran aus afrikanischen
Geröllwüsten, Diamanten aus der Arktis, Öl aus dem Amazonasgebiet - um den
Rohstoffhunger der Weltwirtschaft zu stillen, dringen Rohstoffkonzerne in die
entlegensten Regionen dieser Erde vor. Mit ungeahnten Risiken für Mensch und
Natur. Das zeigen jüngste Unglücksfälle wie die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko.“
www.taz.de/1/zukunft/schwerpunkt-stuttgart-21/artikel/1/falscher-zug-aus-bruesselwww.sueddeutsche.de/wirtschaft/jagd-auf-rohstoffe-das-geschaeft-mit-dem-tod-1.1012279
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13.10.10
Landgrabbing wird zusehends zum Problem, Hunger droht
Immer mehr Land in Entwicklungsländern
wird für die Exportproduktion an Konzerne verpachtet oder verkauft. Das geht zu
Lasten der Lebensmittelproduktion, NGOs schlagen Alarm. Auf die Gefahren des sogenannten
"Landgrabbings" für die Ernährungssicherheit haben heute anlässlich
des Welternährungstags "Brot für die Welt" und die
Menschenrechtsorganisation FIAN in Berlin hingewiesen. Sie fordern, dass die
einheimische Nahrungsmittelproduktion wieder Vorrang vor Profitinteressen
erhält. Nur so kann die Zahl der Hungernden nachhaltig gesenkt werden. Das von
"Brot für die Welt" und FIAN herausgegebene "Jahrbuch zum
Menschenrecht auf Nahrung" zeigt in der diesjährigen Ausgabe auf, wie
durch Landgrabbing der Hunger in Afrika, Asien und Lateinamerika größer
geworden ist. Die Herausgeber appellieren an Regierungen, Menschenrechte vor
Eigennutz zu stellen und die Auswirkungen dieser internationalen Landnahme genau
zu beobachten. Carolin Callenius, Ernährungs-Expertin bei "Brot für die
Welt": "Konzerne müssen ebenso wie Regierungen zur Rechenschaft
gezogen werden, wenn sie das Menschenrecht auf Nahrung missachten".
http://blog.zeit.de/politik-nach-zahlen/2010/10/14/%E2%80%9Ewarum-erst-jetzt%E2%80%9C-stuttgart-21-stand-schon-vor-der-grosen-protestwelle-auf-wackeligen-beinen_2586
14.10.10
Stuttgart 21: Warum die Schlichtung zu spät kommt
Geplant, beschlossen, von Protestlern blockiert. Dass Bauprojekte auf
Widerstand stoßen, ist nicht neu. Es gibt Lösungen für das Problem – man muss
sie nur wollen. Das meint Carsten Liemann auf ZEIT.DE. Er befragte dazu Horst
Zillessen. Der ist Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler, bis 1986 war er
Präsident der Universität Oldenburg. Heute führt Zillessen eine Agentur, die
sich auf Mediationsverfahren für Großprojekte spezialisiert hat: Zillessen ist
hauptberuflicher Vermittler in Konfliktsituationen. Wer ihn zu Stuttgart 21
befragt, bekommt eine Menge zu hören. Frage von Carsten Liemann an Horst
Zillessen: Kann der Schlichter Heiner Geißler in Stuttgart eine ähnliche Lösung
(Anm.: wie im Gasteinertal) erreichen? Antwort: "Den richtigen Zeitpunkt
für eine Schlichtung haben die Verantwortlichen verpasst. Solche Verfahren
müssen einsetzen, bevor unumkehrbare Entscheidungen getroffen wurden."
Jetzt noch die Pläne für Stuttgart 21 zu ändern, sei fast unmöglich, da hohe
finanzielle Kosten und ein Gesichtsverlust für die beteiligten Politiker drohten.
"Auf beiden Seiten kann es eigentlich nur noch Verluste geben", sagt
Zillessen. www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-10/mediation-schlichtung-stuttgart-geissler
www.mediatorgmbh.de/team_team.php
www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/102485/
www.amazon.de/Mediation-Kooperatives-Konfliktmanagement-Umweltpolitik-Zille%C3%9Fen/dp/3531131125
14.10.10
"clausula rebus sic stantibus" (Bestimmung der gleichbleibenden
Umstände)
Ein Vertrag ist ein Vertrag ist ein Vertrag - ginge es nach der Stuttgarter
Landesregierung, so wäre S21 auf politischem oder juristischem Weg nicht mehr
aufzuhalten. Doch diese Position ist kaum haltbar, gibt es doch zahlreiche
Ausstiegsszenarien, wie Jens Berger heute auf TELEPOLIS darlegt.
www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33490/1.htmlwww.taz.de/1/zukunft/schwerpunkt-stuttgart-21/artikel/1/falscher-zug-aus-bruesselwww.taz.de//1/politik/amerika/artikel/1/freude-macht-blindhttp://assets.panda.org/downloads/lpr2010.pdfwww.heise.de/tp/r4/artikel/33/33490/1.htmlwww.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-10/mediation-schlichtung-stuttgart-geissler
www.mediatorgmbh.de/team_team.php
www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/102485/
www.amazon.de/Mediation-Kooperatives-Konfliktmanagement-Umweltpolitik-Zille%C3%9Fen/dp/3531131125http://blog.zeit.de/politik-nach-zahlen/2010/10/14/%E2%80%9Ewarum-erst-jetzt%E2%80%9C-stuttgart-21-stand-schon-vor-der-grosen-protestwelle-auf-wackeligen-beinen_2586www.welt.de/politik/deutschland/article10307160/EU-Kommissar-pocht-auf-Umsetzung-von-Stuttgart-21.htmlhttp://assets.panda.org/downloads/lpr2010.pdfwww.heise.de/tp/r4/artikel/33/33490/1.htmlwww.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-10/mediation-schlichtung-stuttgart-geissler
www.mediatorgmbh.de/team_team.php
www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/102485/
www.amazon.de/Mediation-Kooperatives-Konfliktmanagement-Umweltpolitik-Zille%C3%9Fen/dp/3531131125http://blog.zeit.de/politik-nach-zahlen/2010/10/14/%E2%80%9Ewarum-erst-jetzt%E2%80%9C-stuttgart-21-stand-schon-vor-der-grosen-protestwelle-auf-wackeligen-beinen_2586www.welt.de/politik/deutschland/article10307160/EU-Kommissar-pocht-auf-Umsetzung-von-Stuttgart-21.htmlwww.glocalist.com/news/kategorie/soziales/titel/landgrabbing-wird-zusehends-zum-problem-hunger-droht
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12.10.10
Der Spielraum für Stuttgart-21-Vermittler Heiner Geißler wird immer
enger:
"Es kann und darf keinen Bau- und Vergabestopp geben", sagte Grube
bei einer IHK-Veranstaltung in Stuttgart am Montagabend. "Mit dem
Grundwassermanagement können wir nicht aufhören. Ein Vertrag ist ein Vertrag,
und ein Vertrag ist dafür da, dass er erfüllt wird", fügte er vor mehreren
hundert Vertretern von Wirtschaft und Politik hinzu.
www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,722454,00.html
www.n-tv.de/politik/dossier/Es-spricht-so-viel-dafuer-article1678031.html
www.sueddeutsche.de/politik/bahnchef-grube-in-stuttgart-der-messias-und-seine-juenger-feiern-stuttgart-1.1010929
www.taz.de/1/zukunft/schwerpunkt-stuttgart-21/artikel/1/bahn-chef-grube-lehnt-baustopp-ab/
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12.10.10
Aus Stuttgart 21 lernen: Government 2.0
Mit dem Internet ist eine neue
Transparenz möglich. Government 2.0 ist die Nutzung von internetbasierten
Technologien für die Interaktion von BürgerInnen und Staat. Regierungen
schreckt das eher ab. Aber es ist eine Chance. Artikel von Anke Domscheit-Berg erklärt das Einmaleins des
Government 2.0
www.freitag.de/positionen/1040-das-einmaleins-des-open-governmen
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12.10.10
Bahn-Projekt "Stuttgart 21" Filzvorwurf
Umweltministerin Gönner steht unter Druck, weil sie Mitglied in einer Stiftung
des Projektentwicklers ECE ist. Denn der plane ein Einkaufszentrum auf einem
Bahngelände in Stuttgart im Gesamtwert von 500
Millionen Euro. Artikel von S. Kosch und N. Michel unter Bezug auf
Handelsblatt Online.
www.taz.de/1/zukunft/schwerpunkt-stuttgart-21/artikel/1/filzvorwurf-gegen-umweltministerin
www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2010-10/stuttgart-goenner-einkaufszentrum
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11.10.10
Kapitulation der Politik
Leitartikel in der FR von Christian Bommarius zu Stuttgart 21: „Zur
Vermittlung von Politik gehört das Gespräch mit den Bürgern, nicht nach der
Entscheidung, sondern zum Beginn der Planung. Eine Politik, die sich den
Bürgern vermitteln will, muss rechtzeitig vermitteln, zwischen den Wünschen
innerhalb der Bürgerschaft, den Interessen der Lobbyisten, den Ansichten den
Parteien. Das Ergebnis einer solchen Vermittlung ist im besten Fall ein
Kompromiss, der vielleicht nicht bei allen auf Zustimmung, aber zumindest auf
breites Verständnis stößt. Von einem Kompromiss war jedoch in Stuttgart nie die
Rede, und nun fehlt es den Bürgern an Verständnis. Sehr zu Recht. “
www.fr-online.de/politik/meinung/kapitulation-der-politik/-/1472602/4732668/-/index.html
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11.10.10
Stuttgart 21: Rechentricks aus Schwaben
Die Zweifel an der korrekten Planung von Stuttgart 21 wachsen. Die Deutsche
Bahn soll mit abenteuerlichen Methoden die Gesamtkosten herunter gerechnet
haben, um ein politisches Aus zu verhindern
www.fr-online.de/politik/rechentricks-aus-schwaben/-/1472596/4732660/-/index.html
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10.10.10
Agrarland: Ausverkauf auch in der Uckermark
Fruchtbarer Boden ist begehrt – und das längst nicht nur bei denen, die
schon lange von ihm leben. Weltweit sind in den letzten Jahren Agrarflächen von
der Größe Frankreichs durch Investoren, Agrarkonzerne und Länder wie China und
Saudi-Arabien aufgekauft worden. Das vertreibt zum Beispiel in Kenia
Kleinbauern, die mit Subsistenzwirtschaft ihre Familien ernähren. Auch in der
Uckermark schlagen die Investoren zu. Nun tun sich Bauern zusammen, um ihr
Ackerland vor dem Ausverkauf zu retten. Das berichtet Anna Marohn auf ZEIT.DE.
Die Situation sei dramatisch: vor fünf Jahren habe die Bodenverwertungs- und
-verwaltungs Gesellschaft (BVVG), die das Land für den Bund zu Geld macht, in
Brandenburg durchschnittlich um die 3000 Euro pro Hektar bekommen. Im
vergangenen Jahr waren es mehr als 8000 Euro. Der Boden ist begehrt „Es gibt
immer mehr Investoren, die ihr Geld außerlandwirtschaftlich verdient haben und
dann hier mit dreistelligen Millionenbeträgen ankommen, um Land aufzukaufen“,
Die Bauern wehren sich nun: „Spekulantenland in Bauernhand!“ (ZEIT.DE/gbk)
www.zeit.de/2010/41/Bauern-Ackerland-Uckermark
Mehr Infos:
www.zuhause-in-brandenburg.de/blog/2009/08/13/teure-scholle-in-der-uckermark
www.kontraindustrieschwein.de/pdf/taz030508.pdf
www.nl-bzar.de/fileadmin/Download_AktuelleThemen/Fl%C3%A4chenerwerb/06_NL-Forum_Bodenmarkt-Ost.pdf
www.lbv-brandenburg.de/content/rubrik/60.html
www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/313348/313349.php
http://de.wikipedia.org/wiki/Uckermark
www.uckermark.de/de
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09.10.10
„Diskurs in diesem Land, was noch möglich ist“
Mappus erklärte Stuttgart 21 erneut zum Richtungsentscheid für
Deutschland. Und das ist gut so. „Es geht um die Frage: Kann ich in Deutschland
auf Basis von Rechtssicherheit und Vertragstreue noch Projekte angehen?"
sagte Mappus der "Wirtschaftswoche". Falsche Frage. Es geht vielmehr
darum, ob einige wenige Nutznieser über Großprojekte entscheiden oder eine
umfassende Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger stattfindet. Auf dieser
Baustelle herrscht seit Jahrzehnten Baustopp. Zeit nun, ihn aufzuheben und sich
an die Arbeit zu machen. Aus Stuttgart lernen heißt: den Bürger ernst nehmen. Wer heute noch meint, dass es zeitgemäß sei, den Bürgerinnen und Bürgern unaufbereitet Kilometer von Aktenordnern vorr die Füße zu werfen (ich habe als Rechtsreferendar im Abfallwirtschafrsdezernat erlebt, dass eine simple Mülldeponie 15 Aktenordner füllen kann und nur ein Kopierer im RP zur Verfügung stand) und ihnen dann vier Wochen Zeit zu geben, sich durch das Fachchinesisch der Gutachten zu arbeiten, der ist von Gestern. Das Internet bietet hervorragende Möglichkeiten für einen offenen Umgang mit Planungen jeglicher Art. Dass sie nicht genutzt werden, fördert die Demokratie nicht. Es gibt viel zu tun, packen wir es an. Eines ist jedoch klar: eine netzgestützte Planung erlaubt es nicht, dass sich eine kleine Gruppe zusammenhockt und ihre Vorstellung von der Zukunft durchsetzt.(gbk)
www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,722189,00.html
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08.10.10
Zoff statt Schlichtung
Was ist ein Baustopp und wie lange macht
Geißler das Spiel noch mit? Dass es Mappus nicht um ergebnisoffene Gespräche
geht, hat er in seiner Regierungserklärung unmissverständlich festgestellt.
"Hier stehe ich und kann nicht anders". Reden will er nur über die
Farbe der Bauzäune. Andernfalls drohe der Untergang des Abendlandes – zumindest
aber der parlamentarischen Planfeststellungsdemokratie. Dass diese gravierende
Mängel gerade bei Großprojekten hat, darauf habe nicht nur ich bereits vor 20
Jahren in den UVP-Nachrichten und seitdem immer wieder hingewiesen. Wer die Öffentlichkeitsbeteiligung
vernachlässigt, droht Sturm zu ernten. Unerquicklich für Befürworter wie
Gegner. Zeit, die Verfahren zu ändern. Parlamentarisch. (gbk - Guido Block-Künzler)
Mehr Infos:
www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33466/1.html
www.taz.de/1/zukunft/schwerpunkt-stuttgart-21/artikel/1/geissler-verkuendet-baustopp
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07.10.10
Ungarisches Giftschlammgulasch
Der Verursacher der Bauxitschlammlawine spielt die Verantwortung für den
Unfall und die Schäden herunter. In den betroffenen Dörfern rund um das Aluminiumwerk
herrscht Endzeitstimmung. Thomas Paly berichtet auf TELEPOLIS.
www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33459/1.html
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06.10.10
Retro
Konsens, das ist Deutschland? Auch die FAZ bemüht sich nun, den Präsi-Satz
zu karrikieren - nachdem in Berlin alle Parteien schon alles getan haben, die
Konfliktlinien des letzten Jahrhunderts wiederauferstehen zu lassen:
"Denen (Anm.: zuvor benannt als fanatische Gegner von Stuttgart 21 wie die
‚Parkschützer’- zu besichtigen gewesen bei
Beckmann am Montagabend in Form von Ex-CDU-Mitglied Christine Oberpaur - mit
Perlenkette und kunstvoller Frisur – und dem bundesweit bekannten Revoluzzer
Walter Sittler ) geht es nicht um Bäume, sondern um eine andere Republik."
Ach ja, dem Kommentator ging es um das Kirchhoff-Gutachten zur Rechtmässigkeit
eines Volksbegehrens. So ganz nebenbei: einen zu beauftragen, der mehr
Politiker als Jurist ist – und obendrein erzkonservativ (seit Studientagen
Mitglied katholischer Studentenverbindungen) und dann noch zu meinen, das
Ergebnis beende die Diskussion: das ist
oberdreist!. Um noch eins draufzusetzen: der Herr Professor
ist, wenn überhaupt für irgendwas, Fachmann für Finanz- und Steuerrecht.
(„Bierdeckel-Steuererklärung“). Als Verfassungsinterpret fiel er bislang nicht
übermässig auf. Im Gericht saß er mit CDU-Ticket. Mappus spielt Spielchen aus
der Trickkiste des letzten Jahrhunderts, die selbst im entlegendsten Kaff auf
der Alb noch der Dorfdepp blickt Unterdessen schlägt die Natur zurück: Osmoderma eremita lautet der wissenschaftliche Name des seltenen
schwarzbraunen Tierchens, das von der EU als schützenswert eingestuft
wird. Im Übrigen: ich für meinen Teil bin inzwischen
davon überzeugt, dass es gar nicht um den Bahnhof geht. Es geht um das
Bahnhofsgelände. Und damit um Immobilienspekulation. So jedenfalls der
ehemalige Chef des Stuttgarter Bahnhofs. (gbk) www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E075DB708F8F14E9090281697B7663884~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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05.10.10
Rohstoffspekulation: Merkel und Sarkozy sagen Weizen-Zockern den Kampf an
Weizen ist ein Grundnahrungsmittel -
und lukratives Geschäft für Spekulanten, zum Schaden der Ärmsten. Diesem
Treiben wollen Deutschland und Frankreich nun ein Ende bereiten und die
Preisschwankungen für Rohstoffe begrenzen.
www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,721334,00.html
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04.10.10
Peter O. Chotjewitz: Kastanien gegen Roboter
„Es ist nicht wahr, dass die Stuttgarter genug Zeit hatten, sich zu dem
babylonischen Anlageprojekt "Stuttgart 21" zu äußern. Man wusste, da
ist was in den Tischvorlagen. Aber wie es aussehen würde, was es für das Leben
in der Stadt bedeuten, was es kosten, wer sich daran einen goldenen Nabel verdienen
würde, wurde verschwiegen. Das wurde erst in den letzten Monaten ruchbar…“
www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-10/chotjewitz-stuttgart-21
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04.10.10
Alles klar. Sowieso. Genau.
Tanja Gönner (Umweltministerin Baden-Württemberg) im FR-Interview zur
Dialogbereitschaft: „Es geht darum, ob man Vorbedingungen für Gespräche stellt
oder nicht. Die darf es von beiden Seiten nicht geben.“ „Aber eins ist klar:
Ein Baustopp kommt nicht infrage.“ „Wir brauchen jetzt einen dritten Anlauf, um
den Menschen die Ängste zu nehmen, die das Großprojekt Stuttgart 21 erzeugt.“
Gesprächstherapie. Klasse Idee. Anfangen sollte sie mit einem ihrer ehemaligen
Parteifreunde, einem CDU-Urgestein. Peter Unfried von der TAZ hat mit ihm
gesprochen: „Hopfenzitz ist keiner, der sich erst in den letzten Wochen und
Monaten dem Protest angeschlossen hat. Dass er nicht mehr CDU wählen wird, war
schon vor dem Aufmarsch der Staatsgewalt klar. Er ist Bundesbahnoberrat a.D.,
war Chef des Stuttgarter Hauptbahnhofs und hat sich als solcher seit der Geburt
des Projekts Mitte der 1990er Jahre mit den Vor- und Nachteilen beschäftigt. Er
kennt alle Argumente der Befürworter, ist aber selbst zu anderen Erkenntnissen
gekommen. Die wichtigsten: Ein Kopfbahnhof ist leistungsfähiger als der
geplante Tiefbahnhof. Die Kosten werden nicht sieben sondern zehn bis zwölf
Milliarden Euro betragen. 70 Prozent der Reisenden aus dem Norden steigen in
Stuttgart aus, denen nutze eine beschleunigte Neubaustrecke nach München gar
nichts. Und was die den Befürwortern so wichtige "Magistrale"
Paris-Stuttgart-Bratislava angeht, versorgte er sich schon in den 1990ern mit
Zahlen. Ergebnis: Im Jahr wurden zwei oder drei Tickets von Stuttgart nach
Bratislava verkauft. "Kein Mensch wollte nach Bratislava." Die Neubaustrecke? Brauche man. Der unterirdische Bahnhof
aber ist für ihn ein "reines CDU-Immobilienprojekt", um
innerstädtischen Bauraum zu gewinnen, beschlossen von einer Kleingruppe
Parteifreunde, die nichts vom Bahnfahren verstehen und denen das auch herzlich
egal ist.
Unterdessen nennt Justizminister Goll – letze Anmerkung zur Dialogbereitschaft
– die Demonstranten „wohlstandsverwöhnt“.
www.fr-online.de/politik/-einen-baustopp-wird-es-nicht-geben-/-/1472596/4708986/-/index.html
www.taz.de/1/zukunft/schwerpunkt-stuttgart-21/artikel/1/schlimmeres-habe-ich-noch-nie-erlebt
www.taz.de/1/zukunft/schwerpunkt-stuttgart-21/artikel/1/jeden-tag-gibt-es-neue-geruechte
www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-10/chotjewitz-stuttgart-21
www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33432/1.html
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03.10.10
„Bulldozer-Politik“: Wenn Grube eine Grube gräbt
"Die Kraft zum Konsens, das ist Deutschland". So jedenfalls sieht es unser
Bundespräsident am Tag der Deutschen Einheit. Nicht nur in Stuttgart ist das
gemeine Volk derweil vom entgegengesetzten Grundgefühl beherrscht: Die Bürger
fühlen sich ignoriert, sie glauben, dass die Politik über alle Köpfe hinweg
handelt und dass vieles vertuscht wird. Da passt es ins Bild, wenn Bahnchef
Grube heute via BILD den Demonstranten in Stuttgart das Recht zum demonstrieren
abspricht: "Ein Widerstandsrecht gegen einen Bahnhofsbau gibt es
nicht". Das Bauprojekt sei demokratisch ausreichend legitimiert. "Bei
uns entscheiden Parlamente, niemand sonst. Unsere frei gewählten Volksvertreter
haben das Dutzende Mal getan: im Bund, im Land, in Stadt und Region. Immer mit
großen Mehrheiten", sagte Grube. Der Jurist und Chefredakteur der
Süddeutschen Zeitung Heribert Prantl dazu: „Muss es nicht damit sein Bewenden
haben? Wenn es so wäre, dann wäre das Grundrecht der Demonstrationsfreiheit ein
Larifari-Grundrecht. Natürlich darf auch gegen ein längst beschlossenes
Großprojekt demonstriert werden, natürlich dürfen auf diese Weise an die
Politik Gesichtspunkte herangetragen werden, die vor einem Jahrzehnt womöglich
noch gar nicht bekannt waren…Es gibt die Rechtsfigur des Wegfalls der
Geschäftsgrundlage. Wenn die Geschäftsgrundlage für einen Vertrag wegfällt,
dann muss der Vertrag angepasst werden. Bei Großprojekten ist es nicht anders.
Man kann die Demonstrationen in Stuttgart als die vehemente Aufforderung an die
Politik verstehen, zu überprüfen, ob sich aufgrund von neuen Erkenntnissen die
Geschäftsgrundlage für das Projekt grundlegend verändert hat. Nicht der Protest
in Stuttgart ist also unnormal, sondern die Politik. Womöglich muss sie einen
Volksentscheid suchen, um zur Normalität zurückzufinden.“ Richard David Precht,
Autor des Bestsellers "Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?" stellt
daher zutreffend fest: "Im Namen des Volkes beschlossen, aber ohne dessen
Zustimmung". Die Planung fand ohne
öffentliche Debatte statt. Sie wurde im Rahmen der sogenannten „Maultaschen-
oder Spätzle-Connection“ ausgekungelt, die in sechzig Jahren CDU-Herrschaft
herangewachsen ist. „Zu ihr gehören“, so die Frankfurter
Rundschau, „die jeweiligen Ministerpräsidenten, Landräte,
Oberbürgermeister, Bankdirektoren und Unternehmer, die sich allesamt, wie
zufällig, im Unterstützerkreis von Stuttgart 21 wieder treffen. Oder, wie der
Stuttgarter Finanzbürgermeister Michael Föll, im Beirat jenes Bauunternehmens,
das den Zuschlag für den Abriss des Nordflügels erhalten hat.
www.sueddeutsche.de/politik/proteste-gegen-suttgart-demo-demos-demokratie-1.1007427
Mehr Infos:
www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,720944,00.html
www.sueddeutsche.de/politik/proteste-gegen-stuttgart-ein-widerstandsrecht-gibt-es-nicht-1.1007567
www.welt.de/politik/deutschland/article10031158/Die-Wasserwerfer-haben-das-Vertrauen-weggespuelt.html
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02.10.10
S 21: Nach der Demo Nach der eskalierten Demonstration im Stuttgarter Schlossgarten wächst der
Druck auf die Politik. Offensichtlich zweifeln mittlerweile auch Vertreter der
schwarz-gelben Regierung in Baden-Württemberg daran, dass Gegner von
Stuttgart-21 den harten Polizeieinsatz provoziert haben. Landesinnenminister
Heribert Rech sprach zwar am Morgen erneut davon, die Beamten seien massiv
attackiert worden. Zugleich räumte er aber ein, es gebe dafür noch keine
handfesten Beweise. Der 60-jährige CDU-Politiker schloss in einem Interview mit
dem Deutschlandfunk sogar einen
Rücktritt nicht aus.
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-10/stuttgart21-regierung-ruecktritt
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01.10.10
Stuttgart 21 – der Konflikt wird eskaliert
Mappus kalkuliert eisakalt. Divede et impera. Die Spätzle-Connection (von wegen
demokratische Entscheidung für ein zukunftsfähiges Baden-Württemberg!) versucht
den Durchmarsch. Mit Wasserwerfern gegen Kastanienwerfer: Hauptsache, der
Konflikt eskaliert und die „braven Leute“ bleiben wieder zu Hause. Dann ist das
rechte Weltbild wieder in Law-and-Order-Ordnung: von Linken, Grünen, Alt-68 und
ähnlichem Gesindel angestachelte Chaoten auf der einen, die bürgerliche Mitte
(deren Speerspitze, Schild und Schwert die CDU war, ist und in Ewigkeit amen
sein wird) auf der anderen. Die BürgerInnen werden diese Zeitreise in alte
Konfrontationsstrukturen nicht mitmachen.
Weitere Infos:
www.taz.de/1/zukunft/schwerpunkt-stuttgart-21
http://stuttgart-21-kartell.org
www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/schwaebische-verflechtungen-1
www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/die-wollen-an-die-futterkrippe
www.freitag.de/community/blogs/tom-strohschneider/wie-in-nordkorea-heftige-kritik-nach-stuttgarter-polizeieinsatz
www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Alle-Gewalt-geht-vom-Staate-aus-article1616901.html
www.sueddeutsche.de/politik/protest-gegen-stuttgart-die-ersten-baeume-sind-gefallen-1.1006862
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30.09.10
Preis für das „richtige Leben“
Seit 1980 wird der "Right
Livelihood Award" (auch unter dem Namen "Alternativer
Nobelpreis" bekannt). In diesem Jahr wurden Menschen und Organisationen
geehrt, die sich unter anderem gegen die menschenverachtende und
umweltzerstörende Ölförderpraxis in Nigeria und für Menschenrechte in Israel
und Palästina einsetzen. "Wahrer Wandel beginnt von unten", sagte der
Gründer des Preises, Jakob von Uexküll.
www.zeit.de/politik/ausland/2010-09/alternativer-nobelpreis-2010
Die „Alternativen Nobelpreise“ gehen in diesem Jahr an Umweltschützer in
Nigeria und Brasilien, Dorfgemeinschaften in Nepal und Ärzte in Israel.
FR-online.de stellt sie in Kurzporträts vor.
www.fr-online.de/politik/die-traeger-des-alternativen-nobelpreises/-/1472596/4690960/-/index.html
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29.09.10 Kann denn der einzelne Bürger etwas gegen den Welthunger unternehmen? Das fragt N-TV Jean Ziegler. Seine Antwort: „Allen Ursachen, die ich genannt habe, ist eins gemeinsam: Sie sind menschengemacht und können von Menschen wieder rückgängig gemacht werden. Man kann die Spekulationen (mit Agrarrohstoffen) verbieten, man kann die Exportsubventionen stoppen und man kann mit der Verbrennung von Lebensmitteln (Biodiesel) aufhören. Die Bundesrepublik ist eine große und vitale Demokratie. Die Bevölkerung kann, wenn sie erwacht, den Landwirtschaftsminister zwingen, das Agrardumping zu stoppen. Und sie kann den Finanzminister zwingen, bei der nächsten Generalversammlung des Internationalen Währungsfonds für die Entschuldung der ärmsten Länder zu stimmen. Und wenn er es nicht tut, kann man ihn abwählen. Das Gesetz gibt uns Waffen in die Hand.“ www.n-tv.de/politik/Ich-schaeme-mich-meiner-Ohnmacht-article1583391.html Mehr Infos: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/511891 www.zeit.de/politik/ausland/2010-09/Millenniumsgipfel-Bewertung
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28.09.10 Der erste Europäische Bodenatlas Er zeigt drastisch den schlechten Zustand der Böden berichtet Thomas A. Friedric auf WELT.DE.: Weite Teile Europas würden als kritische Flächen markiert. EU-Umweltkommissar Janez Potocnik schlage Alarm: „Die Verschlechterung der Bodenqualität in den letzten Jahrzehnten gefährdet zunehmend unsere Nahrungsquellen, die Luftqualität und sauberes Trinkwassser“. Die intensive Landwirtschaft (z. B. zur Erzeugung von Biodiesel) gelte als größte Bedrohung für eine nachhaltige Entwicklung von Böden, Grundwasser und sauberer Luft. www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article9907421/Biokraftstoffe-vernichten-Europas-Boeden-dauerhaft.html
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27.09.10 Draußen bleiben (1): Israelische Siedlungspolitik Der zehnmonatige Baustopp in Israels Siedlungen ist zu Ende. Die Israelis wollen 2000 neue Häuser im Westjordanland bauen. Schon jetzt durchziehen die Siedlungen das Westjordanland wie Löcher den Schweizer Käse http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d8/Westbankjan06.jpg und führen das Projekt einer Zweistaatenregelung des Nahost_Konflikts ad absurdum. Nach dem Sechstagekrieg von 1967 wurden sie in den besetzten Gebieten errichtet und dürfen nur von jüdischen Israelis bewohnt werden. Laut einem Armeereport der lebten am 30. Juni 2009 über 300.000 israelische Bürger in Siedlungen im Westjordanland. Von der internationalen Staatengemeinschaft werden die jüdischen Gemeinden und Siedlungen in den besetzten palästinensischen Gebieten zumeist als völkerrechtswidrig verurteilt. Das Völkerrecht gestatte die vorübergehende Beschlagnahmung von Land in besetzten Gebieten ausschließlich für militärische Zwecke, nicht jedoch für die dauerhafte Niederlassung eigener Staatsbürger, Landwirtschaft und andere zivile Nutzungen. Bei einem großen Teil der Siedler handelt es sich um Einwanderer, vor allem neoorthodoxe Juden aus den USA, aber auch aus Frankreich und anderen Staaten. Der komfortable Siedlungsausbau wie auch die ständige Militärpräsenz machen jährlich einen erheblichen Teil der israelischen Staatsausgaben aus. (SUEDDETSCHE.DE/WIKIPEDIA). www.sueddeutsche.de/politik/nahost-konflikt-siedler-bringen-bulldozer-in-stellung-1.1004767 http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Siedlung
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27.09.10 Draußen bleiben (2): Naturreservat Kronozkij Erst seit 1990 ist die Kamtschatka-Halbinsel für Touristen zugänglich. Über 50 Jahre lang war sie militärisches Sperrgebiet. Hier sei es so schön, dass man besser nicht hinfahren sollte. Das schreibt David Quammen heute auf ZEIT.DE. Russlands Regierung habe die Verletzlichkeit des Ökosystems anerkannt und Zugangsregeln erlassen, die kurz gefasst etwa so lauten: "Sperrzone zur Erforschung und zum Schutz von Flora, Fauna und Geologie; Tourismus beschränkt oder verboten; danke für Ihr Interesse, aber bleiben Sie draußen." www.zeit.de/reisen/2010-09/russland-reservat Mehr Infos: www.nationalgeographic.de/reportagen/naturreservat-kronozkij-draussen-bleiben http://de.wikipedia.org/wiki/Kamtschatka
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26.09.10 Geld verdienen mit Klimawandel, Bevölkerungsexplosion, Rohstoffknappheit und Co. Anleger haben die weltweiten Herausforderungen der nächsten Dekaden als Investitionschance entdeckt. Die globalen Megatrends bieten Chancen auf satte Renditen berichtet Astrid Lipsky. www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,719153,00.html
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26.09.10 Klimawandel Wie die Anpassung an "das Unvermeidliche" aussehen könnte erklärt Ralf Heß auf TELEPOLIS: äthiopische Zwerghirse und zukunftsfähige Kulturlandschaften www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33320/1.html
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25.09.10 Al-Qaida und der Uran-Boom in AfrikaWeißen Buchwww.heise.de/tp/r4/artikel/33/33379/1.html zu Verteidigung und nationalen Sicherheit fest. Ein Artikel von Ralf Hackensberger auf TELEPOLIS. Frankreichs Atomstrom hängt vom Niger ab. Die neue Entführung der Minenarbeiter trifft die wirtschaftlichen Interessen Frankreichs für die nicht nur Niger, sondern die gesamte Sahel-Zone mit ihren reichhaltigen Erdöl-, Mineralien- und Uranvorkommen zu "den vier wichtigsten Regionen" zählt. Präsident Nicolas Sarkozy legte dies bereits 2008 in seinem
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25.09.10 Stuttgart 21: „Noch-isch-nix-gschwaetzt“ Projektgegner Stocker zeigte sich im Anschluss an das Treffen am Freitag ernüchtert. "Die Vertreter der Bahn hatten keinen Verhandlungsspielraum." Dies müsse sich bei künftigen Gesprächen ändern. "Wir können doch nicht gemeinsam auf eine Brücke gehen, wenn einer schon anfängt, sie einzureißen." www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/noch-isch-nix-gschwaetzt
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24.09.10 Indische Sojabauern: Wenn der Gott BASF heißt Jedes Jahr trinken 20.000 indische Kleinbauern ihr Insektizid, um sich das Leben zu nehmen. Sie sind überschuldet. Jetzt hat BASF ein Training geschaffen, um den Bauern ertragreichen Anbau beizubringen. Doch das hilft nur Großbauern - und BASF selbst. Das berichtet Christoph Hein auf FAZ.NET. www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/ Doc~E8E2E390E26704000A1818C2C3B6D4B3B~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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24.09.10 Surftip: www.feldhamsterverleih.de „Herzlichen Willkommen bei feldhamsterverleih.de, Ihrem kompetenten Serviceanbieter in Sachen Blockade durch Naturschutz. Erfahren Sie mehr über unsere günstigen Angebote und wie diese Ihnen dabei helfen können, unerwünschte Bauprojekte zu blockieren und naturverträglichere Lösungen zu finden. Unser Dauerbrenner Feldhamster Cricetus cricetus.“ Motto sei “Die Erde ist aller Wesen Erhalterin, sowohl des Menschen, der sie bebaut, als des Hamsters, der sie durchwühlt.” (aus: “Versuch einer Naturgeschichte des Hamsters” 1774 verfasst von Friedrich Gabriel Sulzer (1749-1830), Arzt, Naturforscher und Weggefährte Goethes.). Die Website wirbt auch mit Paketangeboten wie der "Moor-Packung", die einen kombinierte[n] Einsatz der Produkte Hauben-Azurjungfer, Sumpf-Johanniskraut und Rotbauchunke" verspricht. Für die Mindestdauer von 10 Wochen kostet das Paket pro Woche 2428 beziehungsweise (mit eingeschränktem Einsatzgebiet) 1049 Euro. Mehre Infos www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33361/1.html
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22.09.10 Schmutziges Uran - die Kehrseite der "sauberen" Kernenergie Sendung des rbb am Do 16.09.10 22:00 „In Afrika wird seit Jahrzehnten Uran abgebaut - auch für deutsche Atomkraftwerke. Die Bedingungen sind oft katastrophal. Ganze Landstriche werden verstrahlt, Arbeiter sterben qualvoll. Doch der Bedarf an Natururan steigt weiter, auch wegen der geplanten Laufzeitverlängerung in Deutschland. Die umstrittene Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke in Deutschland ist beschlossene Sache. Das sorgt weiter für politische Debatten, gerade heute wieder über die Eignung von Gorleben als Endlager für radioaktiven Müll. Doch worüber kaum geredet wird, ist die Tatsache, dass mit längeren AKW-Laufzeiten auch der Bedarf an Uran steigen wird. Denn ohne Uran gibt es keinen Atomstrom. Doch woher beziehen die Kernkraftwerke eigentlich ihr Uran, unter welchen Bedingungen wird es abgebaut? Wüssten Sie es? Manka Heise und Chris Humbs haben in einer aufwändigen Recherche versucht, genau das rückzuverfolgen. Und sie stießen dabei auf haarsträubende Zusammenhänge. Sauberer Strom - mit diesem Image werben die Stromanbieter für ihre Kernkraftwerke. Diese Bilder passen da gar nicht zum Saubermannimage der Atomenergie: der Uranabbau. Uran - das ist der strahlende Brennstoff für die Reaktoren. Schon in seiner Ursprungsform ist der Rohstoff für den Menschen gefährlich. Der Wind verteilt den radioaktiven Staub kilometerweit. Dies sind Bilder von einer Uranmine in Niger, Westafrika. Gleich vor Ort wird Uran zu Uranoxid verarbeitet, dem so genannten "yellow cake". Die für diese erste Verarbeitungsstufe erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen werden gerade in dieser Mine oft nicht eingehalten. Das erzählt es uns der Dokumentarfilmer Idrissou Mora Kpai. Er konnte als letzter ungeschönte Aufnahmen von der Mine im afrikanischen Niger machen. Idrissou Mora Kpai, Dokumentarfilmer „Wenn man in so einer Stadt ankommt, dann hat man wirklich das Gefühl, dass man auf einem anderen Planeten ist. Da war ich geschockt, die Arbeiter zu sehen. Arbeiter, die seit vielen Jahren, seit 15 oder 20 Jahren, arbeiten, die keinen Schutz haben, die keine Maske tragen, die keine Handschuhe tragen und arbeiten, wie ein normaler Straßenarbeiter." Aber nicht nur die Minenarbeiter sind dem radioaktiven Staub schutzlos ausgeliefert. Auch in der nahe gelegenen 80 000-Einwohner-Stadt wurde von unabhängigen französischen Wissenschaftlern stark erhöhte Werte von Radioaktivität gemessen. Hier soll die Lebenserwartung gerade mal 40 Jahre betragen, das berichten zumindest die Minenarbeiter. Die Ärztin Angelika Claußen beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit den Gefahren des Uranabbaus. Vor allem der dabei entstehende Uranstaub ist gefährlich. Angelika Claußen, Vorsitzende Ärzteverband IPPNW „Dadurch werden Krebserkrankungen erzeugt, insbesondere Lungenkrebs, weil ein Hauptaufnahmeweg ist also über die Atmung, so dass die uranhaltigen Feinstäube in der Lunge verbleiben und da wirksam werden und die Zellen verändern und zu Krebszellen machen." In Europa wird so gut wie kein Uran mehr abgebaut. Wir wollen daher wissen, woher Deutschland das Uran für seine Reaktoren bekommt, ob sie es auch aus dem Niger beziehen. Wir fragen nach bei den Kernkraftwerksbetreibern. Außer EnBW will keiner der Energieversorger ausschließen, dass auch sie Uran aus dem Niger bekommen. Die anderen Betreiber bleiben äußerst vage. So schreibt uns Vattenfall zum Beispiel Zitat „Vattenfall kauft den Brennstoff Uran am Weltmarkt ein." Zu Niger sagen sielieber nichts. Für die Einfuhrkontrolle von Rohstoffen ist Bundeswirtschaftsminister Brüderle zuständig. Wir würden gern ein Interview mit ihm führen. Doch er antwortet nicht einmal auf die Anfrage. Wir treffen ihn vorm Bundestag. KONTRASTE: „Minister Brüderle, guten Morgen. Ich habe eine Frage an Sie. Können Sie mir sagen, woher das Uran für deutsche Kernkraftwerke herkommt? Können Sie mir sagen, unter welchen Umständen das abgebaut wird?" Keine Antwort. Auf schriftliche Anfrage beim Wirtschaftsministerium teilt man uns mit: Zitat „… die in einzelnen Kernkraftwerken eingesetzten verarbeiteten Kernbrennstoffe (können) keinen bestimmten Uranbergwerken zugeordnet werden." Die Bundesregierung weiß angeblich nicht, aus welchen Minen das Uran für die Brennstäbe kommt und somit auch nicht, unter welchen Bedingungen es gewonnen wird. Gerhard Schmidt, ein renommierter Uranexperte in Deutschland, kritisiert diese Intransparenz der Atomwirtschaft. Gerhard Schmidt, Öko-Institut, Sektion Urangewinnung „Wir haben diese Rückverfolgbarkeit bei sehr, sehr vielen Konsumprodukten inzwischen, man kann sehr genau wissen, woher das Kotelett herkommt, unter welchen Bedingungen es erzeugt worden ist. Beim Uran haben wir diese Rückverfolgbarkeit überhaupt nicht. Und schon gar nicht wissen wir, welche Umwelt- und Sozialstandards mit der Herstellung dieses Produktes verbunden waren." Der Großteil des Urans für deutsche Kernkraftwerke wird über Frankreich importiert, so steht es in einer Drucksache des Bundestages. Wir recherchieren weiter. In Frankreich gibt es keinen Uranabbau - dafür aber den Atomkonzern Areva. Der schürft seit Jahrzehnten Uran im Ausland. Dieses Uran wiederum wird teilweise weiterverkauft, auch an die deutschen Kernkraftwerksbetreiber. Das wichtigste Abbauland von Areva ist die ehemalige französische Kolonie Niger. So schließt sich der Kreis. Wir würden gerne dort drehen, uns die Bedingungen, unter denen das Uran in der Nähe des Ortes Arlit abgebaut wird, selbst anschauen. Doch Areva antwortet nicht auf unsere Anfragen. Arlit - so erfahren wir - gilt heute als Sperrzone. Areva fürchtet sich vor negativer Berichterstattung. Den Eindruck, dass Erkrankungen in der Stadt mit der Radioaktivität zusammenhängen, wollen sie mit aller Macht vermeiden. Doch die Probleme in Arlit sind offensichtlich. Idrissou Mora Kpai, Dokumentarfilmer „Die wissen ganz genau, dass die Leute, die da arbeiten, werden irgendwann mal von Lungenkrebs, allen möglichen Krankheiten mal sterben." Dieser ehemalige Minenarbeiter erzählte Idrissou beispielhaft für viele vor Ort von seinen starken Schmerzen in der Lunge. Idrissou Mora Kpai, Dokumentarfilmer „Und zwei Wochen nach dem Dreh ist er dann gestorben." KONTRASTE „Woran ist er gestorben?" Idrissou Mora Kpai, Dokumentarfilmer „Das ist immer die Frage. Keiner weiß, wovon man stirbt in Arlit. Man stirbt nur einfach." Nicht nur die Franzosen, auch die Deutschen sind an der Ausbeutung dieser Mine im Niger direkt beteiligt gewesen. Aus diesem KONTRASTE vorliegenden Dokument des Auswärtigen Amtes geht hervor, dass die Frankfurter Firma Urangesellschaft, einst Tochter deutscher Atomkonzerne, eine Teilhaberschaft von rund acht Prozent besaß. Die Bundesregierung hat zudem die Uranaktivitäten im fernen Niger großzügig gefördert. Die Deutschen haben vor Jahren den Franzosen das Feld ganz überlassen. Mit all den strahlenden Hinterlassenschaften. Das Uran aus dem Niger kommt jetzt über Paris nach Deutschland. Heute preist Brüderles Ministerium an, dass die „Kernenergie praktisch eine heimische Energieform" sei. Obwohl Uran immer noch zu 100 Prozent importiert wird. In Afrika nach Uran zu schürfen, ist besonders lukrativ, denn dort müssen die Minenbetreiber keine Rücklagen schaffen, um die radioaktiven Abraumhalden zu beseitigen, beziehungsweise das Gelände langfristig zu sichern. Den Einkäufern aus Deutschland scheint das alles egal zu sein: Gerhard Schmidt, Öko-Instut, Sektion Urangewinnung „Wir stehen im Atombereich eigentlich noch auf der Stufe der 50er Jahre, wo Umwelt keine Rolle gespielt hat oder wo die Auswirkungen von Uran eher verharmlost wurden oder einfach nicht wahrgenommen wurden." Die saubere Kernenergie hat große Flecken auf der weißen Weste.“
Autoren: Manka Heise und Chris Humbs www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste_vom_16_09/schmutziges_uran_.html
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22.09.10 Versuchsballon ? Schwarz-gelbe Pläne: Atom-Endlager in private Hände Gestern: Nach Informationen der SZ will die Bundesregierung das Bundesumweltministerium entmachten und die Zuständigkeit für die Endlager outsourcen. Demnach soll das Bundesumweltministerium demnächst nach dem Entwurf des neuen Atomgesetzes "die Wahrnehmung seiner Aufgaben mit den dafür erforderlichen hoheitlichen Befugnissen ganz oder teilweise auf Dritte übertragen" können. Gabriel. "Das ist Resozialisierung à la Merkel: Jene, die die Asse verbockt haben, dürfen in Gorleben weitermachen." http://sueddeutsche.de/politik/plaene-der-regierung-neue-herren-fuer-gorleben-1.1003220 Heute: Die Bundesregierung hat Überlegungen zur Privatisierung von Atommüll-Endlagern aufgegeben. Eine entsprechende Presseerklärung des Umweltministeriums wurde zurückgezogen. „Es bleibt alles beim alten“, sagte Seibert. Es gebe aktuell keine Privatisierungspläne. Zunächst müsse ohnehin erst einmal die Eignung Gorlebens als Atommüll-Endlager geprüft werden. Die Erkundung dort soll am 1. Oktober wieder aufgenommen werden. www.fr-online.de/politik/endlager-werden-doch-nicht-privatisiert/-/1472596/4667646/-/index.html
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21.09.10 Deutscher Klimaschutz in Ecuardor: Öl statt Dschungel In einem Schreiben der deutschen Botschaft in Quito setzen sich Mitarbeiter für die Ölindustrie ein. Und Minister Dirk Niebel entzieht einem Dschungel-statt-Öl-Projekt die Gelder. Von Gerhard Dilger. www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/oel-statt-dschungel
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21.09.10 Spanisches Atomklo (Fortsetzung) Wie befürchtet, läuft alles auf das Dorf Zarra in der Region Valencia hinaus. Ebenso sicher könnte man das Zeug auf dem Placa Major in Madrid lagern. Die Regierung macht Druck. Das Land ist pleite. Es drohen Strafzahlungen an Frankreich. Über 20 Jahre wurden abgebrannte Brennstäbe bis 1994 zur Wiederaufarbeitung ins Nachbarland verschickt. Ein Abkommen sieht vor, dass Spanien am 1. Januar 2011 fast 250 Millionen Euro an Frankreich für den Müll zahlen muss. Wenn es dann den Müll nicht zurücknimmt, werden täglich Strafzahlungen von 60.000 Euro fällig. Das wären allein im kommenden Jahr knapp 22 Millionen. Ralf Streck berichtet auf TELEPOLIS. www.heise.de/tp/blogs/2/148412
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20.09.10 Kleinbauern statt Agrarfarmen fördern! Im Kampf gegen den Hunger hat die Weltgemeinschaft ihre Ziele verfehlt - so lautet die Bilanz vor dem Uno-Gipfel. Eine Wende muss her. Damit künftig neun Milliarden Menschen satt werden, sollten nicht Großfarmen, sondern Kleinbauern gefördert werden. Von Petra Bornhöft, Jens Glüsing, Horand Knaup und Christian Schwägerl. www.spiegel.de/spiegel/0,1518,718412,00.html
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19.09.10 Zoff im Hotzewald: Alles öko oder was? Um die Windenergie zu fördern, werden große Speicherkraftwerke geplant. Ein Neues soll im Südschwarzwald entstehen, im Haselbachtal oberhalb von Bad Säckingen/Hochrhein www.zeit.de/2010/38/Pumpspeicherkraftwerk
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19.09.10 LandUmNutzung des Regierungsviertels Das Berliner Regierungsviertel sei "nicht umzingelt, sondern geflutet" worden, erklärten die VeranstalterInnen der gestrigen Anti-Atom-Demo in Berlin. Nach ihren Angaben nahmen rund 100.000 an der Demonstration teil. www.n-tv.de/politik/Anti-Atom-Bewegung-feiert-Erfolg-article1520311.html www.sueddeutsche.de/politik/anti-kernkraft-demo-im-regierungsviertel-von-atomgegnern-umzingelt-1.1002006 www.zeit.de/politik/deutschland/2010-09/demonstration-atomenergie-berlin www.heise.de/tp/blogs/2/148406 www.fr-online.de/politik/menschen-belagern-regierungsviertel/-/1472596/4656670/-/index.html www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/umzingelung-des-regierungsviertels www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/die-wunden-von-wyhl www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,718259,00.html
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18.09.10 Mit der weltweiten Urbanisierung lässt sich für Investoren viel Geld verdienen Wie das funktioniert, erklärt Bettina Schulz auf FAZ.NET: Jede Woche eine Million mehr Menschen. Die großen Städte in aufstrebenden Ländern wie Brasilien und China wachsen schnell. Die Regierungen investieren viel Geld in Straßen und Schienen, um ihre Infrastruktur auf Vordermann zu bringen. Daran können auch Anleger verdienen, so Schulz. Die Ökonomen der Bank of America Merrill Lynch schätzten, dass die Regierungen der Schwellenländer allein in den kommenden drei Jahren 6 Billionen Dollar investieren werden, um die Infrastruktur ihrer Länder auf Vordermann zu bringen. www.faz.net/s/RubF3F7C1F630AE4F8D8326AC2A80BDBBDE/ Doc~E8293DA65D0EE442FAC763CA3313D834E~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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17.09.10 Bauaustellung im Fürst-Pückler-Land Braunkohlegruben wurden zu Badeseen, Industrieruinen zu Touristenattraktionen: In der Lausitz geht ein gewaltiger Landschaftswandel zu Ende, nach zehn Jahren findet der Schlussakt der Internationalen Bau-Ausstellung statt . Die Bilanz eines Millionenprojekts von Rainer Müller. www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,718017,00.html
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17.09.10 Pat Mooney: "Next BANG! Wie das riskante Spiel mit Megatechnologien unsere Existenz bedroht" Der Träger alternativen Nobelpreises, Pat Mooney, sieht im Geoengineering die größte Gefahr für Mensch und Planet. Die Auswirkungen beschreibt er in dem Buch, das Peter Unfried heute auf TAZ.ONLINE rezensiert. Oekom Verlag, München 2010, 230 Seiten, 19,90 Euro www.taz.de/1/leben/buch/artikel/1/planet-erde-in-ernsthafter-gefahr
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17.09.10 Eppler (SPD) zu Stuttgart 21 "Das Volk muss entscheiden" Sebastian Beck von SZ.ONLINE fagt: Über das Projekt wurde 15 Jahre lang diskutiert. Warum reicht die Legitimation durch das Parlament nicht? Eppler: Hier beißen sich Rechtsstaats- und das Demokratieprinzip. Das ist ein ganz gefährlicher Vorgang. Es stimmt, dass die Befürworter alle rechtsstaatlich vorgesehenen Entscheidungen hinter sich haben. Es stimmt aber genauso, dass zwei Drittel der Stuttgarter gegen das Projekt sind. Die Polizei ist nicht in der Lage, ein Jahrzehnt lang eine riesige Baustelle gegen Demonstranten oder Schlimmeres zu verteidigen. Kann man überhaupt so ein Großprojekt über ein Jahrzehnt gegen den Willen der Bevölkerung durchsetzen? Was bedeutet das für das politische Klima und den inneren Frieden? Was kann man einer für die Demokratie ausgebildeten Polizeizumuten? www.sueddeutsche.de/politik/eppler-zu-stuttgart-das-volk-muss-entscheiden-1.1001183
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16.09.10 Zu wenig Grün, zu viel Lärm, "insgesamt ein Reichenviertel" www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,717386,00.html Eine Studie lässt an der prestigeträchtigen Hamburger Hafencity kaum ein gutes Haar. Protest folgt prompt: Die Erkenntnisse des Hamburger Zukunftsrats seien "absolut kontraproduktiv", zürnt die städtische Entwicklungsgesellschaft. Ein Artikel von Christoph Twickel. Weitere Infos: www.hh-heute.de/becker-zukunftsrat-liegt-falsch www.taz.de/1/nord/hamburg/artikel/1/zukunftsrat-kritisiert-hafencity www.zukunftsrat.de www.zukunftsrat.de/download/hafencity_kurzstudie_aug10.pdf?PHPSESSID=9kjjh7qte81dpj99vb139tp016
Nachhaltigkeitsprobleme bei der HafenCity – Presseerklärung Zukunftsrat "In einer neuen Kurzstudie zur HafenCity Hamburg stellt der Zukunftsrat vor allem beim Verkehrskonzept, beim Umgang mit Boden und Natur, bei der Ansiedlung der Wohnbevölkerung und bei der Lärmbelastung Probleme für die Zukunftsfähigkeit des neuen Stadtteils fest. Bei der Energieversorgung, der Wirtschaftsstruktur und beim „nachhaltigem Bauen“ sieht der Zukunftsrat dagegen positive Ansätze. Als großes Versäumnis bewertet die Studie, dass der nicht-motorisierten Alltags-Mobilität der Bewohner und Beschäftigten in der HafenCity keine Priorität eingeräumt wurde. Die Übergänge zur nahen Innenstadt und zum Hauptbahnhof sind besonders für Radfahrer eher gefährlich als attraktiv. Die Lärmbelastung im gesamten Stadtteil ist hoch und könnte die anspruchsvolle Bewohnerschaft langfristig nach Alternativen suchen lassen. Die flächendeckende Versiegelung und das Fehlen naturnaher Flächen mag die Pioniergeneration noch als attraktiv „urban“ empfinden. Für Kinder bietet die HafenCity jedoch keinerlei wild-natürliche Erlebniswinkel und für junge Familien deswegen keinen zukunftsfesten Wohnstandort. Der geplante Lohsepark leidet unter der Dreifachfunktion als Erholungs-, Sport- und Erinnerungsstätte. Anhand der Miet- und Kaufpreise für Wohnungen und der bei Wahlen offenbarten Parteipräferenzen macht die Studie eine starke Einseitigkeit der Anwohnerstruktur aus – auch wenn die Lebensstile der Anlieger durchaus unterschiedlich sind. Ob der daraus ableitbare hohe Anspruch an das Wohnumfeld angesichts der Belastungen des Stadtteils durch Lärm, Tourismus und öffentliche Events langfristig erfüllt werden kann, bezweifelt die Studie. Die Entscheidungen für eine Fern- und Nahwärmeversorgung des Stadtteils - z.T. mit erneuerbaren Energiequellen - wertet die Studie dagegen als grundsätzlich nachhaltig. Dasselbe gilt für die derzeitige Mischung der angesiedelten Groß- und Kleinunternehmen aus den verschiedensten Branchen. Die stark verdichtete enge Bauweise nutzt die Fläche effizient, kann allerdings lokal in einen Widerspruch zu den Ansprüchen der wohlhabenden Wohnungseigentümer und Mieter geraten. Dass die hohen Infrastrukturkosten der Stadt einschließlich der U 4 durch die Erlöse aus den Grundstücksverkäufen gedeckt werden können, stellt die Studie in Frage. Auch angesichts der aktuellen Vermarktungsprobleme bei Büroraum sind weitere Schulden der Stadt zulasten zukünftiger Generationen wahrscheinlicher. Die beabsichtigte Finanzierung des Containerterminals Altenwerder wird nicht gelingen und eine Finanzierung der Elbphilharmonie durch die HafenCity ist ohnehin nicht vorgesehen. Mit der neuen 50-seitigen Studie wendet der Zukunftsrat Hamburg den vagen Begriff der Nachhaltigkeit erstmals konkret und anschaulich auf einen Stadtteil Hamburgs an. Dazu gehört auch die Frage, ob Hamburg die HafenCity überhaupt braucht(e), was also den immensen, ökologisch nicht nachhaltigen Energie- und Ressourcenverbrauch für ihren Bau rechtfertigt. Kern der Studie sind zehn Themen-Kapitel: Am Maßstab eines jeweils vorangestellten Nachhaltigkeitsziels werden aktuelle Situation und absehbare Planung des Vorzeigestadtteils bewertet. Ein Seitenblick fällt dabei auf die allgegenwärtige Nachhaltigkeits-Werbung der HafenCity GmbH. Abschließend formuliert die Studie Konsequenzen und Anregungen für die weitere Entwicklung des Stadtteils: Der Zukunftsrat Hamburg tritt ein für ein Moratorium der Planung zur östlichen HafenCity, • empfiehlt eine stärkere soziale Mischung der Bewohnerschaft, • fordert bauliche und verkehrslenkende Maßnahmen zur Förderung des nichtmotorisierten Alltagsverkehrs, • mahnt für das HafenCity-Umweltzeichens „nachhaltiges Bauen“ eine größere Verbindlichkeit an und • schlägt die Schaffung von Gelegenheiten zum Naturerleben vor – z.B. durch einen kleinen Tideelbe-Strand am Strandkai. Kontakt: Stephanie Gokel, Geschäftsstelle Zukunftsrat: info@zukunftsrat.de"
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16.09.10 „Road will ruin Serengeti“ Im Serengeti-Nationalpark droht eine Umweltkatastrophe. 27 Wissenschaftler haben sich nach einem Bericht von SPIEGEL.ONLINEin der Zeitschrift "Nature" gegen den Bau einer Fernstraße durch den Osten Afrikas ausgesprochen: „Plans for building a two-lane road through 50 kilometres of the Serengeti National Park in Tanzania must be halted. The road will cause an environmental disaster by curtailing the migration of wildebeest.” www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,717826,00.html www.nature.com/nature/journal/v467/n7313/full/467272a.html
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15.09.10 US-Ethanol-Produktion auf Allzeithoch 36 Prozent des in den USA produzierten Getreides wird zur Herstellung von Ethanol verwendet meldet TELEPOLIS unter Berufung auf Angaben der Energy Information Administration. Danach wurden im Juni im Schnitt täglich 854.000 Barrel agrarisches Ethanol produziert, nach 846,000 b/d im Mai und nur 686.000 b/d im Juni 2009. www.heise.de/tp/blogs/2/148376
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14.09.10 Stuttgart 21 nun auch Thema im Bundestag: SPD und Grüne für Baustopp Die Bundestagsfraktionen beider Parteien haben Anträge eingereicht, die ein Moratorium für "Stuttgart 21" fordern. Das meldet heute TAZ.DE. Die SPD wolle eine Volksabstimmung, die Grünen rügten fehlende Transparenz. www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/spd-und-gruene-fuer-baustopp Die Fraktion der Grünen hat ihren Antrag ins Netz gestellt: www.gruene-bundestag.de/cms/default/dokbin/352/352605.antrag_baustopp_stuttgart_21.pdf Die Fraktion der SPD hat ihr Vorgehen in einer Presseerklärung erläutert: „Zur Debatte um "Stuttgart 21" erklären der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Florian Pronold und der verkehrspolitische Sprecher Uwe Beckmeyer: Die SPD-Bundestagsfraktion fordert die Bundesregierung auf, bis zu einer Volksabstimmung über das Projekt "Stuttgart 21" und die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm mit der DB AG und dem Land Baden-Württemberg einvernehmlich ein sofortiges Ruhen der Bau- und Abrissarbeiten anzuordnen und über die Planungsstände und Kostenentwicklungen umfassend zu informieren. Trotz der positiven Elemente des Großprojekts "Stuttgart 21" und der damit verbundenen Neubaustrecke Wendlingen-Ulm entzweit dieses Projekt die Bevölkerung. In der Wahrnehmung vieler Bürger erscheinen heute die Nachteile viel gravierender als die Vorteile. Über Jahre hinweg haben die Projektträger sich auf den klaren Mehrheitsbeschlüssen ausgeruht, anstatt die Bürgerschaft auf den langen Weg der Planung und Umsetzung mitzunehmen. Die Bürgerinnen und Bürger von Baden-Württemberg sollen selbst über die Zukunft von Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm im Rahmen einer landesweiten Volksabstimmung entscheiden können, auch im vollen Wissen über die Kosten und die Folgen eines Ausstiegs. Die SPD-Bundestagsfraktion unterstützt die Forderung der SPD Baden-Württembergs nach einer landesweiten Volksabstimmung über Fortführung oder Ende von "Stuttgart 21" und die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm. Nils Schmid und die baden-württembergische SPD haben damit wieder den Blick auf die Sache gelenkt. Bevor aber die Fakten nicht auf dem Tisch liegen und die Bürgerinnen und Bürger sich geäußert haben, darf der Abriss nicht weitergehen und kein einziger Baum weiter gefällt werden. www.spdfraktion.de/cnt/rs/rs_dok/0,,53388,00.html
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13.09.10 Enteignungen für Gorleben: Deutschland einig Lobbyland Presseerklärung der AG des 1. des Untersuchungsausschusses "Gorleben im Bundestag Zu den aktuellen Plänen der Bundesregierung zur Durchsetzung des Endlagers Gorleben, Enteignungen vorzunehmen, erklärt die Obfrau er SPD-Bundestagsfraktion im 1. Untersuchungsausschuss "Gorleben" Ute Vogt: „Dem schwarz-gelben Lobbysystem sind alle Mittel recht: Nach "Geheimabsprachen" mit den großen Stromkonzernen droht die Bundesregierung jetzt mit Zwangsenteignungen zur Durchsetzung des Endlagers Gorleben. Eine sogenannte "bürgerliche" Regierung will aufrechten Bürgern ihr Land wegnehmen. Damit dürfte endgültig klar sein, dass bei der Auswahl des Salzstock Gorlebens niemals um geologische Kriterien ging. Gorleben war wissenschaftlich unerwünscht, aber politisch gewollt. Heute wird deutlich: Wie Helmut Kohl exekutieren Merkel und Röttgen die Interessen einer Lobby. Schwarz-gelbe Atompolitik heute heißt: "Deutschland einig Lobbyland".Im Jahre 1983 musste Gorleben einfach her, weil in diesem Teil Deutschlands eine konservative Landes- und Bundesregierung auf wenig Widerstand hoffte. Doch mit dieser Einschätzung lag die Kohl-Regierung offensichtlich falsch. Die Bürger im Wendland sagen seit 30 Jahren sehr engagiert und qualifiziert: "Nein! Hier nicht!". Und sie haben dafür gute Gründe und die gesamte Fachwelt auf ihrer Seite. Doch ehemalige Umweltministerin und jetzige Bundeskanzlerin, Angela Merkel beharrt auf dem Motto der Kohl-Regierung; "Augen zu und durch mit Gorleben". Wenn es sein muss mit Enteignungen. In Gorleben zeigt sich: Wie ihr Mentor Kohl regiert Merkel an ihrem Volk vorbei. Doch Union und FDP haben ganz aktuell in dieser Woche die Gelegenheit den Menschen im Wendland ihre Position zu erklären. Denn der 1. Untersuchungsausschuss tagt am Donnerstag, 16. September 2010, nicht in Berlin, sondern in Gorleben.“ www.spdfraktion.de/cnt/rs/rs_dok/0,,53359,00.html
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13.09.10 Deutscher Naturschutzring (DNR) lehnt Olympische Winterspiele 2018 in den Bayerischen Alpen ab - Presseerklärung „Der DNR ist aus der Fachkommission Umwelt der Bewerbungsgesellschaft München +2 für die Olympischen Winterspiele 2018 ausgeschieden. „Wir halten nach sorgfältiger Prüfung der Bewerbungsunterlagen und zwei ausführlichen Gesprächen mit führenden Vertretern der Bewerbungsgesellschaft, dem Generalsekretär Michael Vesper und dem Präsidenten des DOSB Thomas Bach die Durchführung der Spiele in Garmisch-Partenkirchen mit seinen engen Gebirgstälern und ökologisch bedeutsamen Flächen für nicht verantwortbar“, betonte Hartmut Vogtmann, Vizepräsident und Delegationsleiter des DNR. Mit dem Ausstieg des DNR aus der Fachkommission Umwelt der Bewerbungsgesellschaft dürften sich die Chancen von München als einer von drei Kandidaten für die Olympischen Winterspiele 2018 nach Ansicht des DNR deutlich verringern. Bisher wähnte sich München gerade wegen der Betonung des Umweltschutzes im Vorteil gegenüber den Mitbewerbern Annecy (Frankreich) und Pyeongchang (Südkorea). „Natur- und Landschaftszerstörung im Oberland in Zeiten des Klimawandels, fehlende Transparenz und explodierende Kosten, für all das steht inzwischen München 2018“, sagte Sebastian Schönauer vom DNR und Bund Naturschutz in Bayern. Es sei bezeichnend, dass die Bewerbungsgesellschaft bis heute den Umfang der sog. Funktionsflächen für Medien, Zuschauer und Athleten nicht genau beziffern kann. „Schlimm sind vor allem die vorgesehenen und teilweise bereits erfolgten Eingriffe beim Ausbau der Kandahar-Abfahrt und der Weltcup Strecke Gudiberg mit ihren besonders geschützten Biotopen“, listete Generalsekretär Helmut Röscheisen auf. Die versprochene Einrichtung eines Biosphärenreservates als Ausgleichsmaßnahme habe sich wegen der unprofessionellen Vorgehensweise der Bewerbungsgesellschaft als bloße Luftblase entpuppt, so der DNR.“ Für weitere Informationen: Dr. Helmut Röscheisen, DNR-Generalsekretär www.dnr.de/presse/presseinformation-13092010.htm
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12.09.10 Plünderung des Planeten künftig mit deutscher Gründlichkeit Die Versorgung der Wirtschaft mit Rohstoffen besser abzusichern, plant die Regierung die Gründung einer Rohstoffagentur. Die zunehmende Verknappung wichtiger Industrierohstoffe ruft die Bundesregierung auf den Plan. Im Auftrag des Wirtschaftsministeriums soll nun eine neue Rohstoffagentur gegründet werden, die sich für die deutsche Wirtschaft um die Zugänge zu den wichtigen Zukunftsrohstoffen kümmert. Sie ist das Ergebnis des von Bundeswirtschaftsminister Brüderle (FDP) angestoßenen Rohstoffdialoges zwischen seinem Ministerium und der deutschen Industrie. Ralf Heß von Telepolis sprach mit Dr. Peter Buchholz von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33218/1.html
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11.09.10 Urban Farming Detroit Urban Farming's mission is to create an abundance of food for people in need by planting gardens on unused land and space while increasing diversity, educating youth, adults and seniors and providing an environmentally sustainable system to uplift communities. www.urbanfarming.org
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10.09.10 Uferprivatisierung: Beispiel Griebnitzsee In Bayern schützt die Verfassung, in den meisten anderen nicht. Auch im Grundgesetz ist der freie Zugang zur Natur, speziell zum Seeufer nicht geschützt. Sven Becker berichtet auf SPIEGEL.ONLINE über den bizarren Streit zwischen Villenbesitzern, Stadt und Spaziergängernum einen Uferweg am Griebnitzsee, der an vergangene feudale Zeiten erinnert. www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,716354,00.html
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10.09.10 Macht die Natur uns zu besseren Menschen? Die Sehnsucht nach Naturerfahrung treibt Städter in die Wildnis. Forscher untersuchen die Wirkung. Ein Selbsterfahrungsbericht von Christian Schüle. www.zeit.de/zeit-wissen/2010/05/Lust-auf-Natur
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09.09.10 Hamburg: Elbufer wird mit Bürohäusern zugebaut In der Bevölkerung regt sich Unmut über die „Privatisierung des Elbblicks“. Nun soll ein Bürgerbegehren die letzten alten Häuser retten. Von Rainer Müller, Hamburg. www.faz.net/s/Rub5C3A58B4511B49148E54275F4B025915/ Doc~E649E07D7A5234156A6CBB728E6689A8A~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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08.09.10 Stuttgart 21: Fakten, Fakten, Fakten Was für und gegen Stuttgart 21 spricht erklärt Michael Kröger auf SPIEGEL.DE.www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,716467,00.html
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08.09.10 Waldbrände Russland: Wiederaufbau nach Putin-Art Webcams der Regierung sollen zeigen, dass den Feueropfern geholfen wird. Doch die wollen in den billig hochgezogenen Siedlungen nicht leben. Von Ann-Dorit Boy, Mochowoje. www.zeit.de/politik/ausland/2010-09/russland-waldbraende-siedlungen
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06.09.10 Landbesitzer leiten Hochwasser zu den Armen um Einflussreiche Politiker, oftmals Landbesitzer, haben dafür gesorgt, dass das Hochwasser in ärmere Regionen umgeleitet wird. Das berichtet Thomas Pany unter Bezug auf eine Meldung vom Wochenende. www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33266/1.html
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Sorry. Wir sind wieder unterwegs. Die Exkursion führt diesmal nach Baden-Württemberg. Daher vorerst kein Nachrichtenüberblick für einige Wochen. Den Exkursionsbericht stellen wir unter "Brennpunkte" demnächst auf die Website. Der Vorstand
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30.07.10 „Tänzerisch-leichter Schwung: Die Rheintal-Brücke zeigt, was Dresden verschenkt hat“ Die Unesco akzeptiert den Bau einer Brücke über das Weltkulturerbe Mittelrheintal. Zu Recht, denn es lief vieles besser als bei der Waldschlösschenbrücke meint WELT.DE. www.welt.de/kultur/article8732939/Die-Rheintal-Bruecke-zeigt-was-Dresden-verschenkt-hat.html
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28.07.10 Ressourcenfieber – Kühler Kopf für wertvolle Rohstoffe: Öko-Institut entwickelt gemeinsam mit europäischem Industrie¬verband Vorschläge für effizientere Ressourcennutzung in Europa und weltweit - Presseerklärung Öko-Institut „Das Öko-Institut hat gemeinsam mit Eurometaux, dem Dachverband der europäischen Nichteisenmetall-Industrie, Vorschläge für eine effizientere Ressourcennutzung der EU entwickelt. Als Ergebnis werden in einem gemeinsamen Bericht zehn konkrete Maßnahmen vorgestellt wie wertvolle Nichteisen-Metalle in der EU besser genutzt werden können. Einsatz finden diese für Schlüsseltechnologien essentiellen Rohstoffe u.a. in der Bau-, Elektronik-, Luftfahrt- und Automobilindustrie sowie dem Energie- und Maschinenbausektor. Diese und weitere Ergebnisse der Arbeit des Öko-Instituts zum Thema nachhaltige Rohstoffnutzung präsentiert die Website http://resourcefever.org. Mit aktuellen Informationen zu Ressourcen und der Nachhaltigkeit in Gewinnung, Einsatz und Recycling ist sie Anlaufstelle für diejenigen, die qualifizierte Informationen suchen für die Bewertung der politischen Prozesse und nachhaltiger Lösungen in der Industrie. „Die relativ rohstoffarme Europäische Union muss besser mit den in der EU vor¬handenen Sekundär-Rohstoffen umgehen“, erklärt Dr. Matthias Buchert, Bereichsleiter Infrastruktur & Unternehmen am Öko-Institut. „Das heißt, wir müssen Schrotte und alte Produkte besser sammeln, zerlegen und recyceln. PV-Module, Computer, Altfahrzeuge usw. enthalten seltene und teure Rohstoffe wie Kupfer, Indium, Platin, Silber oder Gold. Wir müssen sicherstellen, dass Recyclingprozesse für Materialströme aus der EU, die in Schwellen- und Entwicklungsländern stattfinden, hochwertigen Standards und weltweit einheitlichen Regeln folgen, damit unnötige Umweltbelastungen und Wettbewerbsverzerrungen vermieden werden.“ Es müssen kooperative Ansätze für die Recyclinginfrastruktur in Entwicklungs- und Industrieländern entwickelt und gefördert werden. Für solche und weitere Recyclingthemen braucht es zusätzliche internationale Forschung- und Entwickl¬ungsprojekte. Der Bericht spricht zudem Empfehlungen aus, wie der illegale Export von Elektroschrott und Altautos verhindert werden kann. Hier sind neben der EU auch die Mitgliedsländer gefragt, um die bereits bestehenden Regelungen auch tatsächlich umzusetzen. Die EU ist gefordert dies durch bessere Regelungen für die Kennzeichnung auf den Zollpapieren zu unterstützen. Die Ergebnisse von Öko-Institut und Eurometaux liefern einen Beitrag zur Fortschreibung der Aktivitäten der Europäischen Kommission im Rahmen der Rohstoff¬initative (Raw Materials Initiative). Die Kommission erarbeitet seit November 2008 Richtlinien für eine optimierte Rohstoffnutzung für die EU. Ende 2010 soll dem Europäischen Rat und Parlament ein Bericht mit Aktionsplan vorgestellt werden. Ansprechpartner: Dr. Matthias Buchert. Dr. Georg Mehlhart Öko-Institut e.V., Büro Darmstadt Das Öko-Institut ist eines der europaweit führenden, unabhängigen Forschungs- und Beratungsinstitute für eine nachhaltige Zukunft. Seit der Gründung im Jahr 1977 erarbeitet das Institut Grundlagen und Strategien, wie die Vision einer nachhaltigen Entwicklung global, national und lokal umgesetzt werden kann. Das Institut ist an den Standorten Freiburg, Darmstadt und Berlin vertreten. www.oeko.de/aktuelles/presse/pressemitteilungen/dok/1032.php
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26.07.10 Der deutsche Wald wird neu vermessen Pia Heinemannwww.welt.de/wissenschaft/umwelt/article8651953/Der-deutsche-Wald-wird-neu-vermessen.html über die Vorbereitungen zum Bäumezählen.Der Wald verändert sich rasant: Neue Zahlen über die Bestände müssen her.
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23.07.10 Die Tricks der Kommission Biosprit ist ein Bombengeschäft. Damit die Party weitergehen kann, fälschen EU-Beamte sogar wissenschaftliche Studien, berichtet Christian Mihatsch auf www.freitag.de/politik/1029-die-tricks-der-kommission. Er war in der Wirtschaftsredaktion der Basler Zeitung tätig, arbeitet heute als freier Autor in Bangkok und ist Korrespondent des Online-Magazins www.wir-klimaretter.de
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11.07.10 „Granatenmässige Sauerei“ Samstag Stuttgarter Talkessel: der Mittlere Schlossgarten ist in fröhlichem Belagerungszustand: 10.000, vielleicht sogar 20.000 protestieren gegen das Bahnprokekt Stuttgart 21 – darunter der Schauspieler Walter Sittler. Mehr dazu auf FR-ONLINE. www.fr-online.de/top_news/2837435_Bahnprojekt-Stuttgart-21-Will-jemand-nach-Ulm.html
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11.07.10 Das Ende der Ruhe am Nordpol Die politischen Auseinandersetzungen um die Rohstoffe der Arktis werden hitziger. Mehr dazu von Rudolf Herr auf TELEPOLIS. www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32933/1.html
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11.07.10 Bahnanenrepublik II: Berufungsentscheidung des U.S. 5th Circuit Court of Appeals zu Obamas Tiefsee-Bohrstopp Mit einer 2 zu 1-Richtermehrheit befand das Gericht, dass es nicht nachgewiesen sei, wonach die Tiefsee-Bohrungen vor der Küste "die Gefahr eines nicht-reparierbaren Schadens" im Golf von Mexiko riskieren.. Thomas Pany berichtet auf Telepolis, daß auch die Richter des Berufungsgerichts „ölige Verbindungen“ haben. Mit 2 zu 1 Stimme wurde kassierten die Berufungsrichter den Baustopp. Zwei der Richter, Jerry E. Smith und W. Eugene Davis, nominiert noch zu Zeiten Ronald Reagans, sollen nach Informationen der Bürgerrechtsorganisation Alliance for Justice privat Interessen der Öl-und Gas-Industrie wahrgenommen haben. Der dritte Richter, James L.Dennis soll beträchtliche Vermögenswerte in "mindestens 18 Unternehmen der Energieindustrie" halten. www.heise.de/tp/blogs/2/147986 www.afj.org
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09.07.19 Nachhaltiger Tourismus Es reiche nicht, so der Merian vor Beginn der Hauptreisezeit, Fernreisen zu meiden und die nahen Ziele wiederzuentdecken. Für einen "sanften Tourismus" komme es auch auf das Verhalten der Reisenden am Urlaubsort an, darauf, der Natur und den Menschen vor Ort Respekt und Wertschätzung entgegenzubringen. Konkret bedeute dies, dass man bei einem Urlaub im Schwarzwald auf die Pizza verzichten und stattdessen lieber "Metzelsupp" mit Sauerkraut bestellen sollte www.merian.de/reiseziele/artikel/a-699232.html
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08.07.10 Radwege jetzt auch am schönsten Ende der Welt Wer Neuseeland vom Sattel aus erleben möchte, soll dafür künftig ein Netz von Fahrrad-Fernwegen nutzen können. Die ersten beiden Etappen der 245 Kilometer langen Strecke von Ruapehu nach Whanganui wurden nunmehr freigegeben. www.n-tv.de/reise/Neuseeland-erhaelt-Radwegenetz-article1013656.html
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08.07.10 Nigerdelta: Die ganz alltägliche Ölpest Die Welt schaut gebannt auf die Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko. Im Nigerdelta ist der Kampf gegen auslaufendes Öl für die Bewohner zum bitteren Alltag geworden. Artikel von Jon Gambrell auf ZEIT.DE www.zeit.de/wirtschaft/2010-07/oelpest-nigeria
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07.07.10 Die Urbanisierung Chinas Mit dem Wachstum der Städte wachsen auch Wirtschaft und Wohlstand – so die Devise der kommunistischen Führung, Florian Rötzer berichtete auf TELEPOLIS. www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32903/1.html
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07.07.10 Verödung Prof. Birgit Franz im Gespräch mit FAZ.NET: „Die Lage ist heute schon dramatisch“ Auf dem Land stehen immer mehr historische Bauten leer. In vielen Ortschaften stemmen sich die Bewohner verzweifelt gegen die Verödung. Doch nicht alle Dörfer werden zu retten sein: „Es wird Verluste geben“, sagt die Architekturprofessorin Birgit Franz. www.faz.net/s/Rub8E0FC0CD826A4ACA80504FD9153A70F2/ Doc~E8940F9EECA7F4D589CC66488524AB54A~ATpl~Ecommon~Scontent.html Weitere Infos: Prof. Birgit Franz zu ihrer Philosophie im Umgang mit unserem schützenswerten Baubestand: „Das Thema Nutzung hat sich in der Vergangenheit für das Bauen im Bestand als äußerst wichtig herausgestellt. Keiner kauft sich eine Hose, die ihm nicht halbwegs passt. Eventuell lässt er kleinere Unzulänglichkeiten vom Schneider beheben: beispielsweise die Hose kürzen oder den Saum herauslassen und einfassen. Aber kein Käufer wird auf die Idee kommen, aus einer weißen Röhrenhose eine schwarze Schlaghose machen zu wollen – er wird das ohne nachzudenken als unsinnig und unnötig teuer empfinden. Kauft der gleiche Käufer ein Baudenkmal oder einen Altbau, greift er oftmals ohne Scheu in den Grundriss, die Fassadengestaltung oder die Geschossigkeit ein. Die Folge sind Entkernungen oder Generalsanierungen – und damit immer ein weiteres Stück Disneyland. Geht man durch unsere Altstädte, kann man oftmals nicht mehr erkennen, was wirklich alt ist und was neu errichtet und nur historisch verbrämt wurde. Nicht, dass Baudenkmale oder Altbauten nicht verändert werden dürften – schließlich sind in unserer Gesellschaft die Nutzungsintervalle inzwischen häufig kürzer als die Sanierungsintervalle. Der Veränderungsspielraum muss jedoch aus den jeweiligen Zeugniswerten abgeleitet werden. Anderenfalls lassen sich diese leider nicht bewahren. Die Nutzung historischer Gebäude gehört damit zu den schwierigen Themen in der Denkmalpflege, insbesondere dann, wenn die bisherige Nutzung im Ist-Zustand nicht länger möglich ist. Oftmals macht der Substanzerhalt auch ungewöhnliche Lösungen erforderlich. Wenn man dem Bauherrn ausreichend Zeit lässt, sich auch auf Unkonventionelles einzulassen, kann dieses zum Ziel verhelfen. Grundsätzlich ist die Anpassung eines Gebäudes an eine ungeeignete Nutzung eine teure Lösung. Bleiben die Eingriffe in die vorhandene Bausubstanz gering, so lässt sich in der Regel auch die Wirtschaftlichkeit der Baumaßnahme steigern. Das heißt, auch mit dem Blick auf das Bankkonto lohnt es sich, intensiver über substanzschonende Alternativen nachzudenken – und das nicht nur beim Baudenkmal, sondern auch beim Altbau.“ www.hawk-hhg.de/holzminden/127155.php www.dnk.de/_uploads/media/764_AK%20Theorie%20und%20Lehre%20S%C3%A4chs_DschG.pdf
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06.07.10 Hessische Landesregierung: Freikauf vom Umweltschutz Pitt von Bebenburg berichtet auf FR-ONLINE berichtet, die Landesregierung wolle nicht länger hinnehmen, dass der Schutz von seltenen Tieren den Bau von Straßen und Flughäfen verzögert und drastisch verteuert. "Eine Entkopplung von Naturschutz und Infrastrukturprojekten nutzt der Umwelt mehr", sagt Verkehrsminister Dieter Posch (FDP). Nach den Sommerferien will der Landtag auf Antrag von CDU und FDP eine Anhörung von Fachleuten zu diesem Thema organisieren. www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/hessen/ 2821493_Bauprojekte-in-Hessen-Freikauf-vom-Umweltschutz.html
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05.07.10 Was hilft Ureinwohnern gegen die Globalisierung? Rechtssicherheit statt mythischer Verklärung meint Hernando de Soto auf ZEIT.DE:„Das wahre Problem am Amazonas ist nicht die Präsenz ausländischer Firmen an sich, die durch Bergbau, Rodung, Ölbohrungen und die Produktion von Biotreibstoff von den Ressourcen dieser Region profitieren wollen. Stattdessen fürchten die Eingeborenen, dass die Kräfte der Globalisierung sie versklaven werden und dass sich die Biodiversität ihrer Wälder verringern wird. Dieser Kampf ist unfair. Den Ureinwohnern fehlen die Waffen – und hier rede ich nicht von Pfeilen und Gewehren, sondern zum Beispiel von Rechtskenntnissen.“ www.zeit.de/2010/27/Globalisierung-Amazonas-Ureinwohner
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04.07.10 "AlpspiX": Bergerlebnis für jedermann im Abenteuerpark Alpen Die Eröffnung der neuen "AlpspiX"-Aussichtsplattform auf der Alpspitze in Garmisch-Partenkirchen ist von Protesten überschattet worden. "Unsere Berge brauchen keine Geschmacksverstärker!", lautete die Aufschrift eines riesigen Transparentes, das Kletterer an dem bayrischen Skywalk aufgehängt haben. Naturschützer und Alpenverein bemängeln eine Verschandelung der alpinen Landschaft. http://reisen.t-online.de/eroeffnung-der-aussichtsplattform-alpspix-proteste/id_42158818/index Weitere Infos: www.zugspitze.de/de/summer/berg/garmisch-classic/alpspix.htm www.spiegel.de/reise/deutschland/0,1518,704779,00.html http://www.bergleben.de/klettern/ 1258-alpspix-eroeffnet-brauchen-die-alpen-geschmacksverstaerker.html
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02.07.10 Monsanto: Vergiftetes Geschenk an Haiti Der Agrar- und Biotechnikkonzern will Tonnen von Saatgut an das arme Land verschenken, Bauern fürchten Schlimmes und verweigern die Hilfen. In einem offenen Brief vom 14. Mai nannte Chavannes Jean-Baptiste, Geschäftsführer der MPP (Mouvman Peyizan Papay) und Sprecher der Nationalen Bauernbewegung des Papay-Kongresses (MPNKP), die Ankunft von Monsantos Saatgut in Haiti „einen sehr heftigen Angriff auf kleinbäuerliche Landwirtschaft, auf Bauern, auf Biodiversität, auf kreolisches Saatgut ... und auf das, was von unserer Umwelt in Haiti noch übrig ist“. www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32890/1.html http://principiis-obsta.blogspot.com/2010/05/haitianische-bauern-planen-die.html
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01.07.10 Balis Flüssen geht das Wasser aus Weil ihre Gäste zuviel Wasser verbrauchen, schöpfen balinesische Hotels die Grundwasservorräte leer. Helfer versuchen, die Insel wieder ins Gleichgewicht zu bringen www.zeit.de/reisen/2010-07/bali-tourismus
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30.06.10 Sollte derjenige, der die Natur liebt, ihr lieber fernbleiben? Oder gibt es einen Weg, sie zu bereisen und doch im Reinen mit ihr zu sein? Katrin Zeug befasst sich am Beispiel Costa Ricas mit diesen Fragen. Das mittelamerikanische Land gilt als Vorreiter des Ökotourismus. Als dort in den achtziger Jahren beinahe 80 Prozent der Regenwälder abgeholzt waren, schlug das Land eine neue Richtung ein: Heute ist ein Drittel seiner Fläche Schutzgebiet, und bis 2021 will Costa Rica eine CO2-neutrale Bilanz ausweisen können. Umweltorganisationen kritisieren, dass Reisende auf der Suche nach Naturverbundenheit nicht selten trotzdem – oder gerade deswegen – genau das zerstören, was sie so sehr wollen: die unberührte Natur. So auch in Costa Rica. www.zeit.de/2010/26/GL-Gruener-Reisen +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
30.06.10 Monokulturen und Klimawandel Feldversuche mit künstlich erzeugter Dürre und anderen Wetterextremen zeigen: Der Klimawandel wird die Landwirtschaft verändern. Besonders gefährdet sind Monokulturen. www.sueddeutsche.de/wissen/folgen-des-klimawandels-ueber-den-duerren-klee-1.967428
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29.06.10 Boomstadt Marrakesch Die alte Handelstadt am Fuße des Atlasgebirges erlebt auf königliche Anordnung einen Bauboom ohnegleichen. Dutzende Villen und Luxushotels schießen aus dem Boden. Mit einem milliardenschweren Förderprogramm zur Modernisierung des Landes ermöglicht der 47-jährige Monarch ausländischen Investoren den günstigen Kauf von Grundstücken. In den ersten drei Jahren bleiben Gewinne steuerfrei. www.spiegel.de/reise/staedte/0,1518,703491,00.htm
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29.07.10 China: Gigantomanie ohne Ende Ein neues Wasserprojekt soll Wasser aus Flüssen im Süden des Landes in den zunehmend trockenen Nordteil transportieren. Es umfasst Kanalisierungs- und Staudammvorhaben in verschiedenen Regionen, unter anderem am Unterlauf des Jangtse. Nach einem Bericht der amtlichen "Volkszeitung" sollen innerhalb von zwei Jahren 345.000 Menschen, vor allem arme Landbewohner, ihre Heimat verlassen müssen. (AFP/N-NT/gbk) www.n-tv.de/panorama/China-plant-neues-Wasserprojekt-article949496.html
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29.06.10 Waldzerstörung im Kongo Im rohstoffreichen Kongo versucht die Regierung, ein Geschäft mit Tropenholz aufzubauen, um Wohlstand zu schaffen. Doch man tut sich schwer, den Holz-Reichtum umweltschonend zu nutzen. Von Judith Raupp. www.sueddeutsche.de/wissen/waldzerstoerung-im-kongo-verloren-im-dschungel-1.966999
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28.06.10 Politikverdrossenheit, Wirtschaftswachstum und Wohlstand In einem SPIEGEL-Gastbeitrag schreibt der Philosoph und Bestseller-Autor Richard David Precht über das Verhältnis von Politikverdrossenheit, Wohlstand und Wachstum: „Die Entfremdung der Politiker von den Bürgern ist mehr als nur eine Frage von verweigerter Mitbestimmung. Sie ist auch der immer trotzigere Versuch, eine Politik von gestern zu bewahren, in der Form und im Inhalt. Ihren stärksten Ausdruck findet sie in der Ideologie des Wachstums, die glauben machen möchte, dass wir weiterhin die Umwelt zerstören und Ressourcen aufbrauchen müssen, um noch mehr Konsumgüter zu erzeugen. Tatsächlich fördert das Wirtschaftswachstum schon lange nicht mehr den Wohlstand, sondern es ruiniert ihn. Jede neue Autobahn erhöht die Lärmentwicklung, jedes neue Einkaufscenter enteignet den Mittelstand, und die Abwrackprämie bezahlen der Steuerzahler und die Umwelt.“ www.spiegel.de/spiegel/0,1518,703254,00.html
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26.06.10 „Öko-Simulator – Projekt Grün“ Ein Game für eine bessere Welt: Die PC-Simulation „Projekt Grün“ will dem Spieler beibringen, wie sich Wohlstand und eine intakte Umwelt vereinen lassen. Dazu der Hersteller: „Sie bestimmen die nationale Ökologie und Ökonomie! Wählen Sie einen von 7 Kontinenten und verhelfen Sie diesem zu einem aufblühenden und ökologisch vorbildlichen Erdteil zu werden. Führen Sie die Welt in eine grüne Zukunft. Erreichen Sie wichtige ökologische Etappen, während Sie an Ihrem großen Ziel arbeiten, das Sie aber in einer bestimmten Zeit erreicht haben müssen. Möglicherweise werden Sie aber auch einfach aus dem Amt gewählt, wenn die Bevölkerung mit der wirtschaftlichen Situation oder Ihren ökologischen Entscheidung nicht einverstanden ist.“ www.focus.de/digital/games/game-kritik/oeko-simulator-projekt-gruen-umweltschutz-im-computer_aid_523443.html www.halycon.de/produkte/weitere-games/oeko-simulator---projekt-gruen/216.html
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26.06.10 100 Gründe für die A 100 Die Berliner SPD entscheidet heute über den Ausbau der Autobahn 100. Noch sind nicht alle Delegierten auf dem Parteitag einer Meinung. Die taz leistet gerne Überzeugungsarbeit und erklärt, warum Sozialdemokraten für den Bau sein müssen. www.taz.de/1/berlin/artikel/1/100-gruende-fuer-die-a-100
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26.06.10 Rückzug auf den Kern der Stadt Wie sich schrumpfende Städte verändern und was an die Stelle der Leere treten kann, zeigt die Internationale Bauausstellung Stadtumbau 2010. Von Jörg Brauer auf TELEPOLIS. www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32789/1.html
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25.06.10 Ever daydream about owning your own village? “Look no further than Otira, a tiny West Coast town in the Southern Alps.” (Press.CO.NZ) In Neuseeland ist für eine Million neuseeländische Dollar ein Dorf zu verkaufen: 20 Hektar Land, 18 Wohnhäuser und 40 Einwohner. www.stuff.co.nz/the-press/news/3852182/1-million-wanted-for-Otira-including-the-pub
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24.06.10 Meilenstein zum Schutz des Grünen Bandes: Förderbescheid zum Naturschutzgroßprojekt "Grünes Band Rodachtal - Lange Berge - Steinachtal" übergeben – Presseerklärung BMU Mit Übergabe des Förderbescheides für das Naturschutzgroßprojekt "Grünes Band Rodachtal - Lange Berge - Steinachtal" zwischen Bayern und Thüringen wurde heute ein wichtiger Schritt zum Erhalt des nationalen Naturerbes am Grünen Band getan. Zusammen mit den Ländern Bayern und Thüringen fördert das Bundesumweltministerium über das Bundesamt für Naturschutz das Grüne Band als lebendiges Mahnmal für die ehemalige Teilung Deutschlands auf einer Länge von rund 127 Kilometern. Das sind fast 10 Prozent des gesamten Grünen Bandes in Deutschland. Zusammen mit dem bereits 2009 in das Förderprogramm aufgenommenen Projekt "am Eichsfeld" wird der Bund seiner besonderen Verantwortung damit auf insgesamt rund 260 Kilometer Länge gerecht. Ziel des Naturschutzgroßprojektes ist es, naturnahe Abschnitte des Grünen Bandes dauerhaft zu erhalten sowie weitere Bereiche gezielt zu entwickeln, um den Wert als Lebensraum für seltene und oftmals bundesweit gefährdete Arten wiederherzustellen. Zu den wichtigsten Lebensräumen gehören Wälder, Heiden, Magerrasen, Feuchtgrünland und Fließgewässer. Das 10.841 Hektar große Kerngebiet zeichnet sich durch bemerkenswerte Artenvorkommen wie Mopsfledermaus und Raubwürger aus. Auch Edelkrebs und Bachmuschel haben hier ebenso ihren Lebensraum wie die Bunte Schwertlilie und die Kornrade. Das Projekt wird vom Zweckverband "Grünes Band Rodachtal - Lange Berge - Steinachtal" bestehend aus den Landkreisen Coburg, Kronach, Sonneberg und Hildburghausen umgesetzt. Neben dem Schutz und der Entwicklung wertvoller Biotope geht es bei diesem Vorhaben auch um die modellhafte Verwirklichung eines länderübergreifenden Biotopverbundes. Für eine erste Förderphase, die zweieinhalb Jahre dauern soll, stellt der Bund 719.000 Euro zur Verfügung. Weitere 143.000 Euro kommen von den Bundesländern Bayern und Thüringen. Der Projektträger beteiligt sich mit 95.000 Euro an den Ausgaben. Ziel dieser Förderphase ist es, die spätere Umsetzung auf eine solide fachliche Grundlage zu stellen. Neben der Erarbeitung eines Pflege- und Entwicklungsplans steht dabei insbesondere die aktive Einbindung und Beteiligung der gesellschaftlichen Gruppen im Mittelpunkt. An die Planungsphase soll sich eine zehnjährige Umsetzungsphase anschließen. Das "Grüne Band Rodachtal - Lange Berge - Steinachtal" gehört zu derzeit 29 Vorhaben, die der Bund als gesamtstaatlich repräsentative Naturschutzgroßprojekte fördert. Bisher konnten weitere 45 Vorhaben erfolgreich abgeschlossen werden. Mit diesem Förderprogramm unterstützt der Bund seit mehr als 30 Jahren die Bundesländer mit dem Ziel, großflächige und besonders wertvolle Lebensräume für bedrohte Tiere und Pflanzen langfristig zu sichern. Dabei verpflichten sich das jeweils zuständige Bundesland sowie der Projektträger - auch über die begrenzte Bundesförderung hinaus - zu einem nachhaltigen Schutz und einer naturverträglichen Entwicklung des Projektgebietes. Insgesamt wurden seit 1979 über 390 Millionen Euro Bundesmittel für die Sicherung und Entwicklung bundesweit bedeutsamer Landschaftsausschnitte bereitgestellt. Derzeit stehen jährlich 14 Millionen Euro für dieses Förderprogramm zur Verfügung. www.bmu.de/pressemitteilungen/aktuelle_pressemitteilungen/pm/46164.php
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23.06.10 Küstenschutz in der Bananenrepublik Bundesrichter Martin L. Feldmann, der Obamas Tiefsee-Bohrstopp aufhob, erzielt Einkünfte aus Transocean-Anteilsscheinen, meldet der GUARDIAN. www.guardian.co.uk/environment/2010/jun/23/judge-drilling-ban-shares-oil/print www.judicialwatch.org/jfd/Feldman_Martin_L_C/2008.pdf
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22.06.10 Varese Ligure: Shangri-La in den Apenninen Grüne Ökonomie mit Bio-Käse und Windkraft, Erhaltung des Landschaftsbildes, Rückbau der Bausünden, Verbesserung des Gemeinschaftslebens, Stärkung der Regionalen Identität – es klingt utopisch.. Doch 30 Kilometer vom Disneyland der Cinque-Terre-Dörfer entfernt, ist die Welt wieder in Ordnung, der Niedergang aufgehalten und bewiesen worden, dass Entwicklung ohne „Gewerbepark“ möglich ist. Die Gemeinde könnte Vorbild .für viele in Europa sein. Also auf nach Varese Ligure!. Der Journalist Andreas Weber ist gleich hingezogen und berichtet darüber auf ZEIT.DE: „Caranza (Bürgermeister in den 1990er Jahren) begriff, dass die Natur der Trumpf des Städtchens ist. Der Respekt vor dem Ursprünglichen und der Tradition würde auch die Gemeinschaft beleben. Und Caranza gelang es, die Anwohner zu überzeugen. Zusammen begannen sie, viele Bausünden zu beseitigen und die Vergangenheit von Varese Ligure freizulegen, dem schmucken mittelalterlichen Handelszentrum am Fuße des Cento-Croci-Passes, der jahrhundertelang wichtigster Transitweg zwischen Küste und Po-Ebene gewesen war. Sie pflasterten die Dorfstraße mit handbehauenem Schiefer, die Tankstelle mitten im Dorf rissen sie ab. Sie tünchten die verschachtelten Mauern in frischem Pastell, orange, ocker, rosé, gelb. Sie gründeten eine Ökomolkerei und eine Biofleischkooperative. Sie bauten eine Kläranlage und einen Recyclinghof. Der unlängst verstorbene Caranza hat es geschafft, zu jedem investierten Euro vier weitere aus den Europa-Töpfen für Regionalentwicklung loszueisen und damit Varese die verlorene Identität wiederzugeben: eine Miniatur-Civitas inmitten berauschender Landschaft. Heute ist das ökologische Wirtschaften zum Schlüssel des ökonomischen Erfolges geworden.. . Die grüne Ökonomie hat zaghaften Wandel gebracht und – anders als jedes Rezept für Wachstum, das mit »Industrieansiedlungen« winkt – vor allem neue Autonomie. Es ist ein Kosmos, der sich selbst genügt – manchmal verschlafen, manchmal engstirnig, aber stets heimelig.“ www.zeit.de/2010/25/Italien-Varese-Ligure Weitere Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Varese_Ligure www.comune.vareseligure.sp.it
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22.06.10 Blut und Boden Für ein größeres Stammesterritorium töten Schimpansen ihre Artgenossen. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Universität Michigan, die zehn Jahre lang in Uganda untersuchten, warum sich die Menschenaffen gegenseitig umbringen. (dpa) http://de.news.yahoo.com/26/20100621/tsc-schimpansen-tten-nachbarn-fr-ein-stc-dd61bdb.htmlwww.heise.de/tp/r4/artikel/32/32828/1.htmlwww.cell.com/current-biology/abstract/S0960-9822%2810%2900459-8
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22.06.10 Colleen Dardagan: Südafrika braucht keine WM „Zwar haben wir Straßen ausgebessert, neue Flughäfen gebaut, modernste Sicherheitssysteme gekauft, der Fifa zehn Stadien hingestellt, die ihre Auflage erfüllen. Doch kein Mensch spricht darüber, welchen Nutzen der südafrikanische Bürger von dieser Extravaganz namens Fußball-WM ziehen soll.“ Colleen Dardagan ist Redakteurin und WM-Koordinatorin des Mercury, eine der renommiertesten Zeitung Südafrikas. www.zeit.de/sport/2010-06/fifa-suedafrika-politik-armut
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21.06.10 Bilder von Spaniens Ruinen der Immobilienkrise Wer durch Spanien fährt – insbesondere durch Küstengegenden im Süden des Landes – begegnet unvollendet gebliebenen Neugebäuden auf Schritt und Tritt: Spätfolgen einer gewaltigen Immobilienblase. 2006 wurden 860.000 Neubau-Wohnungen fertiggestellt, so viele wie nirgendwo sonst in Europa www.zeit.de/wirtschaft/2010-06/fs-immobilien-spanien
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21.06.10 Stahlwerk mit Schönheitsfehlern An der Westküste in Rio de Janeiro weihte Präsident Lula da Silva am Freitag ThyssenKrupps modernstes Stahlwerk ein. Proteste von Fischern und Umweltschützern blieben folgenlos, berichtet Gerhard Dilger auf TAZ.DE. www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/stahlwerk-mit-schoenheitsfehlern
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20.06.10 Wohnlotsen am Wattenmeer Cuxhaven hat ein Problem: Schon in wenigen Jahren könnte dort jedes vierte Haus leer stehen. Jetzt versucht die Stadt an der Nordsee gegenzusteuern. Neubürger werden kaum kommen, aber es soll zumindest der Bestand gesichert werden, berichtet Rainer Müller auf FAZ-NET. www.faz.net/s/Rub8E0FC0CD826A4ACA80504FD9153A70F2/ Doc~E3FAF9F5A92744222AD4D0157E8EE34AC~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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19.06.20 Eine Milliarde Menschen sind bedroht FAO und OECD warnen davor, dass die Lebensmittelknappheit zunimmt, während die Nachfrage in den Schwellenländern steigt und sich der Bedarf an Biotreibstoffen erhöht. www.freitag.de/politik/1024-eine-milliarde-menschen-sind-bedroht www.agri-outlook.org/dataoecd/30/35/45450948.pdf
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18.06.10 BUND: Neues Waldgesetz verschenkt Chancen für Natur- und Artenschutz "Berlin: Für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist das vom Bundestag beschlossene Bundeswaldgesetz eine verschenkte Chance für mehr Natur- und Artenschutz im deutschen Wald. Der Gesetzgeber habe es versäumt, verbindliche und bundesweit gültige Standards der guten fachlichen Praxis festzuschreiben, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. "Das neue Waldgesetz ist nicht geeignet, dem Gemeinwohl Vorrang vor Privatinteressen zu verschaffen", sagte Weiger. Wichtige Aspekte des Waldschutzes wie das Kahlschlagsverbot, der Bodenschutz, die Bestandsverjüngung und der Biotopbaumschutz seien im Gesetz nicht geregelt worden. Damit drohe zwischen den Ländern ein Wettlauf hin zu möglichst niedrigen Waldschutzstandards. "Der Wald ist Lebensraum für hunderttausende Pflanzen- und Tierarten und spielt für den Klimaschutz eine entscheidende Rolle. Bäume und Waldböden sind wichtige CO2-Senken, die bei Kahlschlägen oder boden- und waldschädlichen Holzernten große Mengen Kohlenstoff freisetzen. Der Wald kann seinen unverzichtbaren Beitrag zum Klimaschutz nur leisten, wenn seine ökologisch verträgliche Bewirtschaftung gesetzlich gesichert ist. Diese Chance wurde leider vertan", sagte Weiger. Der BUND rief die Bundesregierung und die Länder auf, endlich das Ziel der Nationalen Biodiversitätsstrategie umzusetzen, großräumige und unzerschnittene Waldgebiete zu erhalten und mindestens fünf Prozent der deutschen Waldfläche dauerhaft der natürlichen Entwicklung zu überlassen. Im öffentlichen Wald sollten mindestens 10 Prozent der Fläche nicht mehr bewirtschaftet werden. Nur dann könne Deutschland glaubwürdig auch auf internationaler Ebene von Entwicklungs- und Schwellenländern mehr Waldschutz fordern. Daher müsse verhindert werden, dass der öffentliche Wald durch den Verkauf an Privatpersonen und Unternehmen zum Spielball privater Investoren werde." www.bund.net/nc/bundnet/presse/pressemitteilungen/detail/zurueck/ pressemitteilungen/artikel/neues-waldgesetz-verschenkt-chancen-fuer-natur-und-artenschutz/
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18.06.10 Flächenrecycling: Immobilienbranche entdeckt Industriebrachen Steffen Uttich berichtet auf FAZ.NET, dass das bisher vernachlässigte Geschäft mit Industrieflächen in Bewegung. kommt. Zu verdanken sei das einer Basisarbeit des Analysehauses Bulwien-Gesa. Erstmals würden darin Kategorien festgeschrieben, die eine bessere Vergleichbarkeit von Objekten ermöglichen und Erfolgsmaßstäbe definiert. Weitere Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%A4chenrecycling www.difu.de/publikationen/difu-berichte-22001/flaechenrecycling-als-kommunale-aufgabe.html
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17.06.10 Worldday to Combat Desertification Fast ein Drittel aller landwirtschaftlich nutzbaren Flächen ist von der sogenannten Desertifikation (fortschreitende Wüstenbildung) bedroht. Die Lebensgrundlage von über 1 Milliarde Menschen in mehr als 110 Ländern ist durch anhaltenden Verlust an fruchtbarem Boden gefährdet. Desertifikation o bezeichnet die Verschlechterung des Bodens in relativ trockenen (ariden, semiariden und trocken subhumiden) Gebieten, die durch unterschiedliche Faktoren einschließlich Klimawandel und menschlicher Aktivitäten herbeigeführt wird. Diese Bodendegradation bewirkt die Ausbreitung bzw. Entstehung von Wüsten oder wüstenähnlichen Verhältnissen. Am heutigen Donnerstag ist der UN-Welttag zur Bekämpfung von Wüstenbildung. Weitere Infos: www.focus.de/wissen/wissenschaft/klima/welttag-kampf-gegen-die-verwuestung_aid_520382.html www.desertifikation.de http://www.gtz.de/de/themen/9852.htm http://www.unric.org/de/umwelt/109?showall=1 http://wir-klimaretter.de/nachrichtensep/umwelt-nachrichten/6140-kampf-gegen-wuestenbildung http://de.wikipedia.org/wiki/Desertifikation
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16.06.10 Deät Lun bleibt klein aber fein 1721 wurde der natürliche Damm zwischen Hauptinsel und der Düne weggespült. Im April 2008 wurden erste Pläne des Hamburger Bauunternehmers Arne Weber bekannt, die eine großangelegte Neulandgewinnung auf Helgoland vorsehen. Eine etwa 1000 Meter lange Spundwand soll als „Neuer Woal“ demnach das Mittelland mit dem Weststrand der Düne verbinden und damit erstmals seit der Sturmflut 1720/1721 die beiden Inselteile wieder vereinigen. Die Stahlbetonkonstruktion könnte direkt im Felssockel der Insel verankert werden und hätte dadurch festen Halt. Die eigentliche Landgewinnung soll über Spülschiffe erfolgen, die den – nur wenige Meter tiefen – Meeresarm zwischen Hauptinsel und Düne mit Sand aus der Nordsee auffüllen. Gestützt wird der Plan durch eine Machbarkeitsstudie der Technischen Universität Hamburg-Harburg und des Alfred-Wegener-Instituts mit der Biologischen Anstalt Helgoland. Die Landgewinnung wäre laut dieser Studie für 80 Millionen Euro innerhalb von zwei Jahren zu bewerkstelligen. Am 14. Juni 2010 wurde dieses Projekt jedoch nach abschließenden Beratungen endgültig von der zuständigen Lenkungsgruppe unter Vorsitz des Pinneberger Landrats abgelehnt. Der Investor hofft nun auf die Kommunalwahlen im September. (WIKIPEDIA/N-TV). http://de.wikipedia.org/wiki/Helgoland www.n-tv.de/reise/Helgoland-bleibt-so-klein-article923604.html http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d0/Helgoland_Vogelperspektive_sx.jpg
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15.06.10 DIW warnt vor Armenvierteln Die Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland wird größer. Das geht aus einer neuen Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor, wie.Felix Berth und Thomas Öchsner auf SUEDDEUTSCHE.DE berichten. Die Polarisierung der Einkommen könne in vielen Städten zu erheblichen Problemen führen: „Denn die wachsende Zahl ärmerer Menschen sei auf niedrige Mieten angewiesen, die es vor allem in unsanierten Altbaugebieten und unattraktiven Hochhaussiedlungen gebe. Dort würden sich ‚Quartiere herausbilden, denen das Stigma der Armenviertel anhängt’, schreibt der Stadtsoziologe Hartmut Häußermann in der DIW-Studie. Solche Armenviertel seien ‚von Resignation und Zukunftspessimismus geprägt’, was vor allem für die dort aufwachsenden Kinder und Jugendlichen fatal sei.“ www.sueddeutsche.de/geld/einkommensverteilung-grosse-panik-in-der-mittelschicht-1.959333
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14.06.10 Riesige Rohstoffvorkommen in Afghanistan entdeckt Geahnt haben viele es. Am Hindukusch wird nicht nur die westliche Freiheit verteidigt. Da hatte Herr Köhler Recht, obwohl er es dann doch nichts so gemeint haben wollte. Heute berichtet Christiane Grefe von WELT.DE über einen Artikel in der ONLINE-Ausgabe der „New York Times“, der den wirtschaftlichen Hintergrund des westlichen ‚Engagements’ in Afghanistan offenlegt. Unter Berufung auf US-Regierungsmitarbeiter. berichte die NYT, in dem bitterarmen Land seien bisher unentdeckte Bodenschätze im Wert von einer Billion Dollar gefunden worden. Die Vorkommen von Lithium, Eisen, Kupfer, Kobalt und Gold seien so riesig, dass das verarmte Land zu einem der weltgrößten Bergbauzentren avancieren könnte, (NYT/WELT/gbk) www.welt.de/politik/ausland/article8034235/Riesige-Rohstoffvorkommen-in-Afghanistan-entdeckt.htmlKlaus Naumann: Kein Interventionsgrund „Bodenschätze waren kein Kriegs- und Interventionsgrund. Sind sie nun ein Argument dafür, "im Spiel" zu bleiben? Wer die Frage so stellt und damit verkürzt, hat von den geopolitischen Dimensionen des postsowjetischen Greater-Near-East-Konflikts wenig begriffen. Instabilitäten in dieser Großregion, die vom Gaza-Streifen bis nach Kirgistan und Kaschmir (um nur drei Signalbegriffe zu nennen) reicht, schlagen unmittelbar auf die kollektive Sicherheit der Staatengemeinschaft durch. Nichts an diesem desaströsen Setting hat sich durch das Bekanntwerden der afghanischen Bodenschätze verändert - außer der Tatsache, dass Lösungsanstrengungen für die vielfach verzahnten Regionalkonflikte noch dringender geworden sind.“ Klaus Naumann arbeitet als Zeithistoriker im Hamburger Institut für Sozialforschung. Veröffentlichung: "Einsatz ohne Ziel? Die Politikbedürftigkeit des Militärischen" (Hamburger Edition; Bundeszentrale für Politische Bildung). www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/doku_und_debatte/2761127_Afghanistan-Hatte-Horst-Koehler-doch-Recht.html
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14.06.10 Mitreißend Christiane Grefe auf ZEIT.DE über zwei neue Studien, die vom skrupellosen Kampf um die wichtigste Ressource der Zukunft – dem Wasser – erzählen: „Das Versiegen der Flüsse ist nur ein Brennpunkt der globalen Wasserkrise. Schon heute haben rund eine Milliarde Menschen kein sauberes Trinkwasser. Doch von Texas bis in den indischen Punjab verursachen ressourcenblinde Siedlungs-, Anbau- und Konsumweisen, übernutzte Grundwasserquellen, Umweltverschmutzung, wachsende Bevölkerung und schließlich der Klimawandel weitere Knappheiten und Krankheiten, Dürren und Fluten.“ Zwei lesenswerte Neuerscheinungen widmen sich dieser vielschichtigen politischen Herausforderung: Erik Orsenna: Die Zukunft des Wassers Eine Reise um unsere Welt; C. H. Beck Verlag, München 2010; 319 S., 21,95 € Petra Dobner: Wasserpolitik Suhrkamp Verlag, Berlin 2010; 393 S., 14,- € www.zeit.de/2010/23/L-P-Wasser
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14.06.10 Broggi: Die Wildnis braucht ihren Raum Mario Broggi (ehemaliger Direktor der Eidgenössischen Forschungsanstalt Wald, Schnee und Landschaft); „Der Mensch muss Akzeptanz des Unkontrollierten wieder lernen.“ Kanyama Butz sprach mit ihm über die Schwierigkeiten des Menschen mit der Wildnis und fragte, „Weshalb fällt es Menschen so schwer, Wildnis zu akzeptieren?“. Antwort Mario Broggi: „Von der humanistischen Seite her gesehen gibt es zwei Welten, eine kontrollierte und eine unkontrollierte. Die kontrollierte Welt ist kultiviert und bewohnt. Die unkontrollierte ist der wilde, dunkle Wald, eben die Wildnis. Man weiß nicht, wer dort lebt, was dort passiert, Sherwood Forrest mit Robin Hood lässt grüßen. Deshalb kann dieser Teil nicht eingeordnet werden und wird eher abgelehnt. Die Wildnis strahlt eine gewisse Unheimlichkeit aus. Umso wichtiger ist die Auseinandersetzung damit, auch als Kulturbeitrag. Aus ethischer Sicht sollte sich der Mensch fragen, ob es wirklich richtig und notwendig ist, überall die Finger im Spiel zu haben und ein Terrain zu hundert Prozent zu kontrollieren. Oder ob es nicht besser ist, gewisse Teile der Natur zurück zu geben, auch mit dem Nichtwissen, was passiert.“ www.neues-deutschland.de/artikel/172981.die-wildnis-braucht-ihren-raum.html
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12.06.10 Gibt es die Natur überhaupt? Der Gärtner Jakob Augstein beschäftigt sich nicht nicht mit Blumen oder Unkraut, sondern denkt über viel grundlegendere Fragen nach - etwa warum die Natur kein Gleichgewicht kennt www.freitag.de/alltag/1023-gaertner
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11.06.10 20 Jahre Wildnis: Der Müritz-Nationalpark 107 von den mehr als 2000 Seen Mecklenburg-Vorpommerns liegen im Müritz-Nationalpark. Der insgesamt 318 km² große Nationalpark ist zu 65 Prozent von Wäldern und zu 12 Prozent von Seen bedeckt; acht Prozent des Gebietes sind Moore und sechs Prozent Wiesen und Weiden. Die Fläche wird in der Verordnung über die Festsetzung des Nationalparks ‚Müritz-Nationalpark’ vom 12. September 1990 beschrieben: „Der Müritz-Nationalpark repräsentiert einen wesentlichen Ausschnitt der Mecklenburgischen Seenplatte im Bereich der Städte Neustrelitz und Waren. Er umfasst großflächig waldbestandene Endmoränen-, Sander- und Niederungslandschaften, in denen eine mannigfaltige und häufig noch ursprüngliche Naturausstattung erhalten ist. Lebensgrundlage für die vielen hier noch vorkommenden gefährdeten Pflanzen- und Tierarten und gleichzeitig einen besonderen landschaftlichen Reichtum stellen die vielen Seen und Moore dar. Hohe Bedeutung hat das Gebiet für die Erhaltung einer Reihe in Mitteleuropa überaus gefährdeter Großvogelarten (wie Seeadler, Fischadler, Kranich, Schwarzstorch). Das Territorium ist dünn besiedelt und wird auf Grund geringer Eignung nur in einigen Randgebieten landwirtschaftlich genutzt.“ Es ist ein Paradies für Bieber, Kraniche und Steinadler. Früher gingen hier DDR-Bonzen auf Jagd. Grosse Teile waren für die Bevölkerung tabu. Einen Monat vor dem Ende der DDR nutzte die erste und letzte demokratisch gewählte Regierung die Gunst der Stunde. Heute hat sich die Natur das militärische Sperrgebiet zurückerobert. (Spiegel(WIKI/gbk) www.spiegel.de/reise/deutschland/0,1518,700176,00.html Weitere Infos: http://www.mueritz-nationalpark.de/cms2/MNP_prod/MNP/de/Startseite/index.jsp http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCritz-Nationalpark http://mv.juris.de/mv/gesamt/MueritzNatPV_MV.htm#MueritzNatPV_MV_rahmen www.fr-online.de/in_und_ausland/reise/aktuell/2741828_Ein-Paradies-wird-20-Der-Mueritz-Nationalpark-feiert.html
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10.06.10 Greenpeace zur EU-Nachhaltigkeitsverordnung Biokraftstoffe „Die neu veröffentlichten EU-Nachhaltigkeitskriterien für "Biosprit" aus Importen bieten kaum Grund zur Freude. Die europäischen Richtlinien bilden die Grundlage für ein Zertifzierungssystem und können weder die Regenwaldabholzung noch den Treibhausgasausstoß angemessen verringern. Immerhin, die Definition Ölpalm-Plantage gleich Wald – wie es ein erster Entwurf der Richlinien vorsah - ist nun passé. Nach einem Sturm der Entrüstung von Umweltverbänden, Menschenrechtsorganisationen und einigen Mitgliedsstaaten hat die EU den absurden Absatz überarbeitet, der nebenbei auch der internationalen Definition von Wald widersprach. Die Nachhaltigkeitsstandards der EU-Kommission sind immer noch zu schwach; damit werden weder Wald noch Orang-Utans gerettet, erklärt Corinna Hölzel, Waldexpertin bei Greenpeace. Sie lassen zentrale Probleme außer Acht: So wird für die ersten Jahre eine Treibhausgaseinsparung von lediglich 35 Prozent vorgeschrieben. Auflagen zum Schutz von Böden, Wasser und Luft fehlen. Torfböden, die bereits ackerbaulich genutzt wurden, können weiterhin in Plantagen umgewandelt werden. Auch soziale Kriterien sucht man vergeblich. Die Klimabilanz der sogenannten Biokraftstoffe erfasst indirekte Landnutzungsänderungen gar nicht erst, obwohl gerade diese Verschiebungseffekte die Urwaldzerstörung vorantreiben: Wenn beispielsweise Ölpalmen oder Soja für Biosprit auf Flächen angebaut werden, die vorher für Rinderweiden oder Tierfutter genutzt wurden, müssen für den Anbau dieser Nutzungsformen zusätzliche Flächen gerodet werden. Das bedeutet mehr CO2-Emissionen, die dem Klima schaden. Das Joint Research Center der EU rechnet vor: Wenn nur ein Prozent des europäischen Biodiesels von indonesischen Torfwäldern stammt, macht dies bereits alle Treibhausgaseinsparungen der EU zunichte. Greenpeace-Analysen zeigen, dass der in Deutschland verkaufte Biodiesel bereits heute zu elf Prozent aus Soja- und zu fast sechs Prozent aus Palmöl besteht - somit trägt er direkt zur Waldvernichtung in Südamerika und Südostasien bei. Berücksichtigt der neue Versuch der Europäischen Komission den ökologischen Fußabdruck des importierten Agrosprits? Corinna Hölzel verneint: Mit den neuen Leitlinien wird trotzdem Palmöldiesel in deutschen Tanks landen, der lediglich auf dem Papier als nachhaltig deklariert ist, befürchtet sie. Greenpeace fordert die EU-Mitgliedsstaaten auf, die Nachhaltigkeitskriterien konsequent nachzubessern und sowohl soziale Kriterien als auch indirekte Landnutzungsänderungen aufzunehmen.“ www.greenpeace.de/themen/klima/nachrichten/ artikel/nachhaltigkeitsverordnung_der_eu_hinkt/ Weitere Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Biokraftstoff www.erneuerbare-energien.de/inhalt/4593/ Siehe auch: http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/biokraft-nachv/gesamt.pdf www.redcert.org www.iscc-system.orgRöttgen begrüßt Zertifizierung von Biokraftstoffen und flüssiger Biomasse zur Stromerzeugung - Presseerklärung BMU Nr. 086/10 „Die Europäische Kommission hat heute zwei Mitteilungen und eine Entscheidung veröffentlicht, in denen sie die Anforderungen an die Zertifizierung von Biokraftstoffen und Bioenergie aus Pflanzenölen konkretisiert. Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen begrüßt diesen Schritt: "Die Nutzung von Biomasse ist ein zentraler Bestandteil des Ausbaus der erneuerbaren Energien. Nur wenn wir Biomasse verstärkt als Energieträger nutzen, werden wir in Europa die Ziele zum Ausbau der erneuerbaren Energien erreichen. Ich begrüße deshalb außerordentlich, dass Energiekommissar Oettinger heute Kriterien zur nachhaltigen Nutzung von Biomasse vorgelegt hat, anhand derer die Zertifizierung nun europaweit harmonisiert werden soll", so Röttgen. Ein einheitliches Siegel für den umweltverträglichen Anbau von Energiepflanzen werde auch die Akzeptanz der Nutzung von Biomasse weiter vergrößern. Deutschland hat bereits 2009 als erster EU-Mitgliedstaat die europäischen Nachhaltigkeitsanforderungen an Biokraftstoffe und an flüssige Biomasse in deutsches Recht umgesetzt. Biokraftstoffe und Pflanzenöle müssen zukünftig mit Hilfe von Zertifizierungssystemen ihre Nachhaltigkeit beim Anbau und in der Herstellung nachweisen, nur dann können sie auf die Biokraftstoffquote angerechnet werden oder nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert werden. So darf der Anbau von Biomasse für Biokraftstoffe und Pflanzenöle nicht mit der Umwandlung von Flächen mit hohem Kohlenstoffbestand und hoher Biodiversität einhergehen. Zu den geschützten Flächen gehören Naturschutzgebiete, Urwälder, Wälder, Feuchtgebiete und Grasland. Zudem müssen Biokraftstoffe und Pflanzenöle nachweislich mindestens 35 Prozent Treibhausgas-Emissionen gegenüber dem fossilen Kraftstoff einsparen. Deutschland ist Vorreiter bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitszertifizierung. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) ist mit der Anerkennung von Zertifizierungssystemen betraut. Die Behörde hat bereits zwei Zertifizierungssysteme und acht Zertifizierungsstellen für die Tätigkeit der Zertifizierung vorläufig anerkannt.“ www.erneuerbare-energien.de/inhalt/46117/4593
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10.06.10 Glück durch 1 730 000 Prozent Steigerung des Wirtschaftswachstums? Das hält die Erde nicht aus. Marcus Meier für TELEPOLIS im Gespräch mit Angelika Zahrnt (BUND) über Klimagipfel und eine Wirtschaft jenseits des permanenten Wachstums. Meier: „Die Industrieländer streben ein Wirtschaftswachstum von drei Prozent pro Jahr an. Damit würde sich das Volumen der Wirtschaft binnen hundert Jahren mehr als verneunzehnfachen Warum gilt das Motto "Wachstum, Wachstum über alles"?“ Angelika Zahrnt: „Dahinter steckt ein Glaube, dass Wirtschaftswachstum alle Probleme lösen wird: Mehr Wohlstand, weniger Arbeitslosigkeit und mehr Glück, weil alle mehr Güter haben. Dieser Glaube an unbegrenztes Wirtschaftswachstum ist noch gar nicht so alt: Er entstand erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Doch Wirtschaftswachstum führt nicht zu sozialem Ausgleich. Wir haben trotz Wirtschaftswachstum eine vertiefte soziale Spaltung. Man muss eine neue Sozial-, Einkommens- und Umverteilungspolitik machen, um sozialen Ausgleich zu schaffen. Für das zweite Ziel, die Vollbeschäftigung, bräuchte man fünf Prozent Wachstum – und das ist illusorisch.“ www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32774/1.html
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09.06.10 Stadtbegrünung durch vertikale Gärten Der Franzose Patrick Blanc hat die vertikalen Gärten erfunden. Überall auf der Welt hat er sie installiert, sie gelten als wichtigster Impuls in der Diskussion darüber, wie man die Städte des 21. Jahrhunderts begrünen kann. Ein Artikel von Anke Schipp auf FAZ.NET. www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/ Doc~EB8D077BF9A684E2D88BB49FE8CF29703~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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07.06.10 Maisfelder mindern Butterqualität Tanja Busse erklärt auf ZEIT.ONLINE, warum die irische Butter besser als die deutsche ist. In Irland dürfen die Kühe fressen, was sie fressen sollten und wofür ihr Verdauungsapparat gemacht ist … Denn die deutschen Landwirte haben einen großen Teil der Weiden in den vergangenen Jahren umgepflügt, um darauf Getreide und Mais anzubauen. Der Mais wird nach der Ernte im Herbst als Silage haltbar gemacht und das ganze Jahr über an das Milchvieh im Stall verfüttert, Konservenfutter für Kühe.“ Das Futter beeinflusst aber die Zusammensetzung der Milch: www.zeit.de/2010/21/E-Butter
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06.06.10 UBA fordert Nachhaltigkeits-Check für neue Gesetzesvorhaben Umweltschädliche Subventionen des Bundes kosten 48 Mrd. Euro pro Jahr Matthias Brake berichtet über die aktualisierte UBA- Studie "Umweltschädliche Subventionen in Deutschland“. Danach kosteten allein die gelisteten Subventionen im Jahr 2008 48 Mrd. Euro. UBA-Chef Jochen Flasbarth fordert deshalb einen obligatorischen "Nachhaltigkeits-Check" für neue Gesetzesvorhaben, um den entscheidenen Politikern von vornherein bewußt zu machen, welche Umweltschäden, Folgekosten und Klimaauswirkungen durch ihre Pläne ausgelöst würden. www.heise.de/tp/blogs/2/147755 Weitere Infos: www.handelsblatt.com/politik/ deutschland/jochen-flasbarth-im-gespraech- umweltbundesamt-fordert-nachhaltigkeits-check;2593851 www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3780.pdf
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03.06.10 Öl-Angst erreicht Urlaubszentren „Mit dem Ostzipfel Alabamas und damit praktisch Florida sind die Touristenhochburgen von der schlimmsten Ölpest der US-Geschichte bedroht. Und zu allem Überfluss liegt dort auch der atemberaubend schöne Insel-Naturpark Gulf Islands National Seashore, der sich von Mississippi bis nach West-Florida erstreckt.“ www.focus.de/reisen/reisefuehrer/usa/tid-18494/ florida-oel-angst-erreicht-urlaubszentren_aid_515336.html
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31.06.10 Lacoste: zu Tode saniert Modedesigner Pierre Cardin hat das halbe Dorf Lacoste im französischen Luberon gekauft und aufwändig renoviert. Doch wohnen will dort niemand. Die angestammten Bürger sind empört. Artikel von Ingrid Müller-Münch auf FR-ONLINE. www.fr-online.de/top_news/2704655_Reportage-aus-Lacoste-Zu-Tode-saniert.html
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31.05.10 Ist die Menschheit zukunftsfähig? Nachdenkliches kommt von Volker Braun: »Wenn die Ideen begraben sind / kommen die Knochen raus. / Wie lange hält uns die Erde aus / Und was werden wir die Freiheit nennen« http://de.wikipedia.org/wiki/Volker_Braun
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30.05.10 Kolumbien: Landübergabe an Siedler gestoppt – eine Meldung der peace brigades international „Afrokolumbianische Gemeinden im Chocó konnten am 18. Mai einen Teilerfolg verbuchen: Das Verfassungsgericht stoppte die Übergabe von Landtiteln an eine Siedlergemeinde, die mehrheitlich aus Betreibern von Ölpalmenplantagen bestand. Die Siedlergemeinde gründete erst im Herbst 2009 einen sogenannten Gemeinderat unbeachtet der Tatsache, dass afrokolumbianische Gemeinschaften 13 Jahre zuvor von illegalen bewaffneten Akteuren von diesem Land vertrieben worden sind. Der Interamerikanische Menschenrechtsgerichtshof unterstützt den Entscheid des Verfassungsgerichtes und hat in den letzten Jahren Schutzmaßnahmen für mehrere Führungspersonen des Rates der afrokolumbianischen Gemeinden angeordnet. Einen Tag nach dem Gerichtsentscheid erließ die Staatsanwaltschaft 23 Haftbefehle gegen Siedler und Plantagenbetreiber. Die Vorwürfe sind mannigfaltig: Illegale Inbesitznahme von Land, Zusammenarbeit mit paramilitärischen Gruppierungen und Vertreibung der lokalen Bevölkerung.“ http://bewegung.taz.de/organisationen/pbi/blogeintrag/kolumbien-landuebergabe-an-siedler-gestoppt
Peace brigades international (pbi) ist eine internationale Friedens- und Menschenrechtsorganisation, die sich seit mehr als zwanzig Jahren erfolgreich für die gewaltfreie Bearbeitung von Konflikten einsetzt. www.pbi-deutschland.de
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30.05.10 Spanien – das immobile Land Winand von Petersdorff befasst sich mit den Folgen des Baubooms: „Spaniens Aufschwung der letzten Jahre war vor allem dem Bau zu verdanken. Jetzt lernt das Land gerade, dass man auf Sand gebaut hat. Die Suche nach Ursachen und Schuldigen hat längst begonnen. Auf der Verdächtigenliste stehen die Finanzkrise als solche, Spekulanten ohnehin und Rating-Agenturen wie zuletzt Fitch, die die Kreditwürdigkeit der spanischen Regierung herabstuften von „supergut“ auf immer noch „gut“ www.faz.net/s/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF/ Doc~E0AF38B6F244745ADA4DF1070659AE3C0~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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29.05.10 China: Ethanol aus Stroh? Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuthers ist China auf dem besten Wege Ethanol aus Zellulose zu gewinnen. Wolfgang Pomrehn hält das zu Recht auf TELEPOLIS für keine besonders gute Idee: „Eine andere Frage ist allerdings, ob es sinnvoll ist, diese Abfälle größtenteils der Landwirtschaft zu entziehen. Schließlich bilden sie eine wichtige Grundlage für die Rückführung von Nährstoffen in die Böden. Neben der Störung der gewachsenen Kreisläufe wäre sicherlich zukünftig ein höherer Kunstdüngerbedarf die Folge. Für die Bauern könnte das durchaus zu einem ökonomischen Problem werden.“ www.heise.de/tp/blogs/2/147719
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28.05.10 "Wir sind Römer, superreiche Römer, wir schlafen in Palästen und bauen die Elbphilharmonie." Christoph Twickel befasst sich auf SPIEGEL.DE mit der morgen anstehenden Volksbesichtigung der Baustelle. "Was für eine dekadente Stadtentwicklung ist das überhaupt?" fragen die Mitglieder der Hamburger "Recht auf Stadt"-Bewegung. www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,697396,00.html
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28.05.10 Zerstört die Deutsche Bank Stadtteile von Milwaukee? Seit einiger Zeit rührt sich in verschiedenen Städten der USA Bürgerprotest gegen Zwangsvollstreckungen und das Verfallenlassen von geräumten Häusern berichtet Helmut Lorscheid auf TELEPOLIS. Im US-Bundesstaat Wisconsin, wo die Deutsche Bank der größte Treuhänder und Eigentümer von zwangsgeräumten Immobilien ist, versucht die Bürgerinitiative "Common Ground" www.commongroundwi.org seit einem halben Jahr vergeblich, ein Treffen mit einem Vertreter der Bank zu erreichen. www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32696/1.html
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27.05.10 Düsseldorf liegt vor Sydney Nirgends lebt es sich besser als in Wien – zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Beratungsfirma Mercer (2010 Quality of Living Survey). Drei deutsche Städte schafften es unter die ersten zehn: Düsseldorf (Platz 6), Frankfurt (7) und München (8). www.zeit.de/reisen/2010-05/staedte-ranking Weitere Infos: www.mercer.com/qualityofliving
Quality of living ranking: Vienna, Austria (1st) Zurich, Switzerland (2nd) Geneva, Switzerland (3rd) Vancouver, Canada (tied 4th) Auckland, New Zealand (tied 4th)
Eco-city ranking Calgary, Canada (1st) Honolulu, United States (2nd) Ottawa, Canada (tied 3rd) Helsinki, Finland (tied 3rd) Wellington, New Zealand (5th)
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26.05.10 Teure Sonntagsbrötchen: Kampagne „für mich. für dich. fürs klima.“ „Wussten Sie schon, dass Ihre Brötchen ganz schön teuer werden, wenn Sie mit dem Auto zum Bäcker fahren? Wenn Ihr Bäcker zwei Kilometer entfernt ist, verbraucht der kalte Motor Ihres Autos bis zu einem Liter Benzin auf Hin- und Rückweg. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad können Sie sich da leicht noch ein paar Extra-Brötchen leisten – und dem Klima über 100 Kilogramm CO2 im Jahr ersparen!“ So die Kampagne „für mich. für dich. fürs klima.“ des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) mit den 16 Verbraucherzentralen und dem Deutschen Mieterbund (DMB), der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), dem Verkehrsclub Deutschland (VCD), dem Verbraucherservice im Katholischen Deutschen Frauenbund und Germanwatch. Das Netzwerk klärt mit bundesweiten Aktionen über die Chancen jedes Einzelnen beim CO2-Sparen auf. Gegenüber Politik und Wirtschaft vertritt es die Interessen der Verbraucher für einen Klimaschutz ohne Hürden. Ein Schwerpunkt der Kampagne liegt auf dem Thema Mobilität. Mehr als 18 Prozent der deutschen CO2-Emissionen sind auf den Verkehr zurückzuführen. Nähere Informationen unter: www.verbraucherfuersklima.de www.verbraucherfuersklima.de/cps/rde/xbcr/projektklima/ Faltblatt_Kurzstrecke_Broetchenaktion.pdf
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25.05.10 Landgewinnung: Auf Sand bauen Die Helgoländer sollen in einem Referendum entscheiden, ob ein Investor vor der Insel Neuland aufschütten darf. Nach der Vergrößerung soll Helgoland als CO2-freie Gesundheitsinsel vermarktet werden. Auf TAZ.DE berichtet Sven-Michael Veit von dem Vorhaben. www.taz.de/1/nord/artikel/1/auf-sand-bauen
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24.05.10 Die Hilfe geht an den Menschen vorbei Kurt Gerhard geht in einem Gastbeitrag für SPIEGEL.ONLINE der Frage nach, warum die Helfer in Afrika versagen: Er gehört zu den Mitbegründern der politischen Initiative "Grundbildung in der Dritten Welt" und des Vereins "Makaranta e.V." zur Förderung der Grundbildung in Afrika. Er ist außerdem Mitinitiator des "Bonner Aufrufs - Für eine andere Entwicklungspolitik!" Sein Beitrag endet zusammenfassend mit den Worten: „Unsere Entwicklungshilfe hat eigene Anstrengungen in Afrika nicht genug gefördert und häufig sogar behindert, weil unsere Hilfe zu wenig subjekt- und zu sehr objektorientiert war. Zu oft stand nicht der Mensch im Mittelpunkt, sondern das Projekt oder das Programm. Dadurch wurde sie zur Hilfe, die am Menschen vorbeigeht. Dieses Verhalten hat große Teile Afrikas in einen würdelosen Zustand versetzt. Das riesige weltweit organisierte Netz von Hilfeagenturen wird sie mit noch so viel Geld nicht daraus befreien. Das wird den Afrikanern nur aus eigener Kraft gelingen.“ www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,694057,00.html Weitere Infos: www.solidarity.org/de/3-1-d.pdf www.makaranta.de/german/mitglieder.html www.bonner-aufruf.eu
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22.05.10 Extra-Steuer für Erz-Schürfer Australien verfügt über die weltweit größten natürlichen Vorkommen an Braunkohle, Blei, Nickel, Silber, Uran und Zink. Nun will die Regierung die Gewinne von Bergbaukonzernen mit einer Sondersteuer von 40 Prozent belegen. Das stoße - so N-TV.DE - bei Bergbaukonzernen und Wählern auf wenig Gegenliebe, habe jedoch die Unterstützung der OECD. www.n-tv.de/wirtschaft/OECD-unterstuetzt-Australien-article884965.html
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21.05.10 Bioenergiewüsten Mathias Brake rechnet in seinem Blog auf TELEPOLIS vor, wie erstaunlich ineffizient Biomasse vom Acker ist: „Ein immer wichtigerer Abnehmer sind dabei Gasversorger, die zu Erdgasqualität aufbereitetes Biogas ihren Gasprodukten beimischen, um auch "Ökotarife" anbieten zu können. Beispielsweise berichtet der Berliner Erdgasversorger Gasag, dass seinem Tarif "GASAG-Bio10" Methan aus der Biogasanlage Rathenow beigemischt wird. Dort werden auf 1.000 Hektar Silage, Getreide und Gülle produziert und damit pro Jahr 44 Mio. Kilowattstunden Biogas ins Erdgasnetz eingespeist. Pro Quadratmeter bedeutet das aber nur einen Ertrag von 4,4 kWh.** Die solare Einstrahlung in der Region beträgt aber rund 1000 kWh/(m²*a). Die Biogasproduktion in immer größerem Umfang verwandelt also, wenn sie nicht gestoppt wird, immer größere Flächen der Landschaft in Bioenergiewüsten.“ www.heise.de/tp/blogs/2/147657
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20.05.10 Golf von Mexiko: Ölteppich in sensiblen Feuchtgebieten angekommen SPIEGEL.ONLINE berichtet: „Das Marschland ist für seinen Artenreichtum bekannt und schützt die Küste vor Erosion. Darüber hinaus ist es eine wichtige Einnahmequelle: Hier werden Garnelen, Muscheln, Krabben und Fische gezüchtet, die Louisiana zu einem führenden Produzenten von Meeresfrüchten in den USA gemacht haben.“ www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,695793,00.html
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18.05.10 Flexible Stadtplanung: Freibad jetzt, teuer später Mit ihrem Konzept "Instant Kiez" haben zwei Stuttgarter Studenten die schonende Aufwertung eines 40 Hektar großen Geländes in Berlin-Moabit entworfen - als Zwischenlösung für die Jahrzehnte dauernde Umsetzung des Masterplans. Von Ingeborg Wiensowski. www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,695258,00.html
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17.05.10 Kalifornien: trockengelegte Agrarwüsten Mit Kaliforniens Dauerdürre, der Agrarstruktur und dem unmäßigen Wasserbedarf befasst sich Tomasz Konicz auf NEUES-DEUTSCHLAND.DE: „Spätestens dann (Anm.: wenn die Auswirkungen des Klimawandels zum Tragen kommen) dürfte auch die auf Ertrags- und Profitmaximierung abzielende Agrarstruktur Kaliforniens nicht mehr aufrecht zu erhalten sein, die bereits in der vergangenen Dürre an ihre Grenzen stieß. Die wichtigste Agrarregion des Westküstenstaates, das Central Valley, erlebte in den Dürrejahren milliardenschwere Ernteverluste. In vielen landwirtschaftlich geprägten Gemeinden, die Erwerbslosenquoten von 20 bis 40 Prozent aufwiesen, mussten ab Mitte 2009 Lebensmittelrationen verteilt werden. … Die langfristigen Folgen dieser Agrarstruktur sind zumindest dem amerikanischen Energieminister Steven Chu durchaus geläufig: »Wir schauen auf ein Szenario, wo es keine Landwirtschaft mehr in Kalifornien geben kann. Ich sehe eigentlich auch nicht, wie die Städte am Laufen gehalten werden können«, erklärte Chu kurz nach seiner Amtseinführung gegenüber der »Los Angeles Times«. Dabei spiegelt die Wasserkrise in Kalifornien eine landesweite Tendenz wider, da die USA mit ca. 300 Litern pro Kopf einen sehr hohen durchschnittlichen täglichen Wasserkonsum aufweisen. In den Niederlanden liegt dieser Wert beispielsweise bei nur 130 Litern täglich.“ www.neues-deutschland.de/artikel/171072.atempause-in-der-dauerduerre.html
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15.05.10 Kollaps bleibt Projektentwicklern erspart Aber eine restriktive Kreditvergabe und die geringe Nachfrage nach Gewerbeflächen haben tiefe Spuren in den Neubauaktivitäten hinterlassen. Ausweichmanöver finden vor allem in Richtung Wohnungsbau statt. Von Steffen Uttich auf FAZ.NET. www.faz.net/s/Rub5C3A58B4511B49148E54275F4B025915/ Doc~EA3007736D70047AFB2689CB5B2B85B48~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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14.05.10 Zweiradautobahnen Urlaub mit dem Fahrrad ist längst ein Wirtschaftsfaktor geworden. Kein Wunder, dass auch der Ruf nach Qualitätsnormen für Fahrradwege immer lauter wird. Gerhard Fitzthum wirft jedoch zu Recht auf TAZ.DE die Frage auf, ob Radler wirklich asphaltierte Rollbahnen wollen. Und irgendwie passt diese völlig unnötige Flächenversigelung auch nicht zum Öko-Image des prosperierenden Wirtschaftszweiges „Radtourismus“, oder? Liebe Planer: hört auf mit dem Unfug! Liebe Leute vom ADFC: überarbeitet eure Qualitätsrichtlinien. ‚Rollwiderstand’ wird überschätzt. (gbk) www.taz.de/4/reise/europa/deutschland/artikelseite/1/asphaltierte-rollbahnen/
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14.05.10 Künstliche Inseln In der Südsee versinken die Palmeninsel-Staaten mit Mann und Maus. Zwei Regierungschefs haben in Japan um neue, künstliche Inseln gebeten. Sie werden am Äquator durch den Südpazifik schwimmen. Auf jeder sollen bis zu 50.000 Menschen leben – im Einklang der Natur. Martin Kölling erklärt auf WELT ONLINE, wie das gehen soll. www.welt.de/wissenschaft/article7626519/ Kuenstliche-Inseln-fuer-50-000-Einwohner-geplant.html
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12.05.10 Die begrenzte Tragfähigkeit der Erde ernst nehmen: Leben nach dem Wachstum Mathias Grevenrath kommentiert Pläne für eine Enquete-Kommission „Wachstum“ auf TAZ.DE: „Wenn sie die richtigen Fragen stellt, wäre solche Enquete auch für die Aktivisten von Attac, die kritischen Wissenschaftler, die politisch Resignierten eine große Herausforderung: sich nüchtern auf die Details der Transformation, auf eine Fortentwicklung der sozialen Demokratie und auf den Staat einzulassen. Wenn die Medien die Arbeit dieser Kommission klug begleiten, dann könnte sie zum organisierenden Zentrum eines "nationalen Ratschlags" werden, zur demokratischen Denkwerkstatt des Großen Wandels.“ www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/leben-nach-dem-wachstum
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12.05.10 Die Bevölkerung schrumpft, die Großstädte boomen Dazu Florian Rötzer auf TELEPOLIS: Die von vielen erwartete Auflösung der Stadt (Dezentralisierung statt räumlicher Verdichtung) durch den digitalen Urbanismus (virtuelle Weltmetropole), der den räumlichen Ort immer unwichtiger machen sollte, sei nicht eingetreten. Weltweit und auch in Deutschland habe die Stadtbevölkerung zugenommen. Insgesamt würden Großstädte besser verdienende Menschen anziehen. Zwar nehme insgesamt die "soziale Mischung" zu, aber um den Preis der Gentrifizierung, also von homogeneren Bevölkerungen in den Vierteln: www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32619/1.html
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12.05.10 Tourismusflaute in Montenegro: Bausünden in Badebuchten Halbfertige Betonbauten, mangelhafte Infrastruktur, überhöhte Preise: Das Adrialand Montenegro hat sich bei seinen Tourismusplanungen verkalkuliert. Viele Gästehäuser bleiben leer - doch manche Unternehmer hoffen immer noch, speziell reiche Besucher locken zu können. Thomas Brey (dpa) auf SPIEGEL.ONLINE. www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,694493,00.html
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11.05.10 Artensterben: Vereinte Nationen warnen vor irreversibler Zerstörung von Ökosystemen Obwohl weltweit Naturschutzgebiete flächenmäßig an Land und Wasser wachsen, reicht dies nicht aus, um bedrohte Tierarten zu schützen. Die Vereinten Nationen warnen vor einer irreversiblen Zerstörung der Artenvielfalt, wenn die Staaten nicht schnell handeln und die Ursachen bekämpfen. Nach dem Global Biodiversity Outlook befinden sich verschiedene natürliche Ökosysteme auf der Kippe. Geht die Zerstörung weiter, dann werde dies den Verlust der Artenvielfalt beschleunigen, so Florian Rötzer auf TELEPOLIS.DE www.heise.de/tp/blogs/8/147597 Im Vorwort des Berichts schreibt der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon: “In 2002, the world's leaders agreed to achieve a significant reduction in the rate of biodiversity loss by 2010. Having reviewed all available evidence, includingnational reports submitted by Parties, this third edition of the Global Biodiversity Outlook concludes that the target has not been met. Moreover, the Outlook warns, the principal pressures leading to biodiversity loss are not just constant but are, in some cases, intensifying. The consequences of this collective failure, if it is not quickly corrected, will be severe for us all. Biodiversity underpins the functioning of the ecosystems on which we depend for food and fresh water, health and recreation, and protection from natural disasters. Its loss also affects us culturally and spiritually. This may be more difficult to quantify, but is nonetheless integral to our well-being. The consequences of this collective failure, if it is not quickly corrected, will be severe for us all. Biodiversity underpins the functioning of the ecosystems on which we depend for food and fresh water, health and recreation, and protection from natural disasters. Its loss also affects us culturally and spiritually. This may be more difficult to quantify, but is nonetheless integral to our well-being. Current trends are bringing us closer to a number of potential tipping points that would catastrophically reduce the capacity of ecosystems to provide these essential services. The poor, who tend to be most immediately dependent on them, would suffer first and most severely. At stake are the principal objectives outlined in the Millennium Development Goals: food security, poverty eradication and a healthier population. The conservation of biodiversity makes a critical contribution to moderating the scale of climate change and reducing its negative impacts by making ecosystems -- and therefore human societies -- more resilient. It is therefore essential that the challenges related to biodiversity and climate change are tackled in a coordinated manner and given equal priority. In several important areas, national and international action to support biodiversity is moving in a positive direction. More land and sea areas are being protected, more countries are fighting the serious threat of invasive alien species, and more money is being set aside for implementing the Convention on Biological Diversity. However, these efforts are too often undermined by conflicting policies. To tackle the root causes of biodiversity loss, we must give it higher priority in all areas of decision-making and in all economic sectors. As this third Global Biodiversity Outlook makes clear, conserving biodiversity cannot be an afterthought once other objectives are addressed - it is the foundation on which many of these objectives are built. We need a new vision for biological diversity for a healthy planet and a sustainable future for humankind.” Download des gesamten Berichts unter www.cbd.int/gbo/gbo3/doc/GBO3-final-en.pdf
Weitere Infos: www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/2632634_Artensterben-Keine-Zeit-zu-warten.html http://gbo3.cbd.int/the-outlook/gbo3/foreword/foreword-by-the-united-nations-secretary-general.aspx www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/warnung-vor-massensterben
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10.05.10 Naturerfahrung und öffentliche Landnutzung: Wild campen in Europa Nadia Maria Chaar hat für WELT.DE recherchiert, wo man noch wild campen darf: „Europa ist nicht mehr so wildromantisch wie es einmal war“, sagt Stefan Thun, Chefredakteur des Camping-Caravaning-Führers vom ADAC in München. In den allermeisten Ländern ist freies Campen schlicht verboten. Nur in Estland, Lettland und Litauen, Norwegen und Schweden sowie in Irland und Spanien ist es noch erlaubt, Zelte mehrere Nächte in der freien Natur aufzustellen.“ www.welt.de/reise/article7515033/Wo-man-in-Europa-noch-wild-campen-darf.html
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09.05.10 Buchtipp: 100 einzigartige Orte, die schon bald verschwinden könnten - von Stine Trier Norden, Sören Rud/Co+Life (Hrsg), erschienen im Knesebeck Verlag, München Nicht nur die Malediven, sondern auch Venedig, Bangkok, New York und Rotterdam, das Mississippi-Delta und viele weitere einzigartige Plätze auf der Welt sind vom Untergang bedroht, wenn die Temperatur unseres Planeten weiterhin ansteigt. Der mit dem Nobelpreis ausgezeichnete IPCC Report (Intergovernmental Panel on Climate Change) hat diese Tatsache in erschreckender Weise dokumentiert. Co+life führt uns nun auf der Basis dieser Studie eine Auswahl von 100 der schönsten Orte auf der ganzen Welt in einem Bildband vor. Die Bilder der besten Fotografen von Getty Image werden begleitet von Texten, die die Geschichte der Plätze und ihre besondere Problematik schildern. Die Bedrohung liegt nicht in einer fernen Zukunft, sondern könnte schon in den nächsten Jahren stattfinden. Menschliche Kulturen würden verschwinden und die wirtschaftliche Basis vieler Bewohner. Muss es so kommen? Nicht, wenn wir die Appelle an die Vernunft des Menschen erhören, die uns dieses Buch auf eindrucksvolle Weise nahebringt. www.knesebeck-verlag.de/neuheiten/illustrierte-buecher/ populaere-wissenschaft/detailansicht-technik-und-wissenschaft/article/ 100-einzigartige-orte-die-schon-bald-verschwinden-koennten/index.html
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07.05.10 Einkaufszentren: Klotzen in Bulgarien In Osteuropa ist das Planungsrecht noch nicht hieb- und stichfest. Deshalb trumpfen Investoren mit Großprojekten auf, um die Konkurrenz klein zu halten. Das gilt auch für das neue ECE-Center in Sofia. Von Birgit Ochs auf FAZ.NET. www.faz.net/s/Rub3E00EA1DD23648FD935E8008AA708467/ Doc~E2376CAF5A9224A30933D6EB34B49EF82~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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06.05.10 Arevas Uranförderung stellt immer noch Gefahr für Niger dar Im Januar hat der französische Atomkonzern Areva versprochen, die Stadt Akokan im Niger von Strahlungsquellen zu befreien. Ein kürzlich herausgegebener Greenpeace-Report zeigt: Die Realität sieht anders aus. Die Strahlung in Luft, Wasser und Boden des Gebiets übertrifft internationale Vorgaben um ein Vielfaches. www.greenpeace.de/themen/atomkraft/nachrichten/artikel/ arevas_uranfoerderung_stellt_immer_noch_gefahr_fuer_niger_dar/
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06.05.10 Jürgen Rüttgers bekommt virtuellen Besuch: Hunderte Klimaschützer belagern seine Facebook-Seite – Presseerklärung Klima-Allianz Damit hat Jürgen Rüttgers nicht gerechnet: Hunderte Klimaschützer belagern seit heute 14 Uhr seine Facebook-Seite und kritisieren ihn in ihren Nachrichten und Kommentaren, in den letzten Jahren in NRW nichts für den Klimaschutz getan zu haben. Nur drei Tage vor der NRW-Landtagswahl lassen so viele Menschen ihrem Unmut über die Energiepolitik des amtierenden CDU-Ministerpräsidenten, der weiterhin auf den Klimakiller Kohle setzt, freien Lauf. Initiiert wurde der so genannte Flashmob von der Klima-Allianz, einem breiten gesellschaftlichen Bündnis von insgesamt über 100 Organisationen aus den Bereichen Umwelt, Entwicklung, Kirche, Jugend, Tierschutz, Verbraucherschutz und Gewerkschaften. Facebook-Nutzer Klaus Kleingeld schreibt: “Klimaschutz sollte ur-eigenstes Interesse der CDU sein. Herr Rüttgers, setzen Sie sich endlich konsequent für den Klimaschutz ein und verzichten Sie auf Kern- und Kohlekraftwerke! Man wird es Ihnen danken.” Mario Pothen, der ebenfalls das Internet-Netzwerk nutzt: “Keine Neubauten von Klimakillern!” und durch Michaela Stoff ist jetzt auf Rüttgers Facebook-Seite zu lesen: “Klimaschutz in Deutschland: 10 neu geplante Kraftwerke, dabei steht die Tür offen für erneuerbare Energien wie Ökostrom!!!! Wie kann das sein???? Wir haben alle Mittel um erneuerbare Energien zu nutzen. Es ist absolut unverantwortlich, überhaupt noch über den Bau von neuen Kohlekraftwerken nachzudenken!!!!” Bislang erschienen auf Rüttgers Facebook-Seite belanglose Meldungen über seine Wahlkampftour. Wie viele andere Politiker langweilt auch der (noch) amtierende CDU-Landesvater die Internetgemeinde mit Sätzen wie “Sie sind herzlich eingeladen in die Heinz-Gerlach Halle nach Bad Münstereifel” oder “Mit der CDU Nordrhein-Westfalen unterwegs: Diesmal bei Marie-Luise Fasse im Kreis Wesel II.” Seite heute Nachmittag jedoch tummeln sich so viele Klima-Aktivisten auf Rüttgers Seite, dass für derlei Belanglosigkeiten kein Platz mehr ist. Am Pranger steht die Klimapolitik der NRW-CDU, die in dem größten Bundesland immer noch unbeirrt am Klimakiller Kohle festhält. Die Folge: Beim Klimaschutz ist Nordrhein-Westfalen Schlusslicht. Während deutschlandweit der Ausstoß von Treibhausgasen sinkt, verharrt er in NRW auf hohem Niveau – fatal für das Klima. Besonders umstritten: Im Dezember letzten Jahres strich die Landesregierungdie Klimaschutz-Vorgaben ersatzlos aus dem Landesentwicklungsgesetz, um das gerichtlich gestoppte E.ON-Kohlekraftwerk zu retten. Nun darf der Energieriese weiter hoffen, seine CO2-Dreckschleuder bauen zu dürfen. Die Klima-Allianz fordert deshalb ein Klimaschutz-Gesetz für NRW:Nur wenn NRW aktiv Klimaschutz betreibt, können zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen werdenNur wenn NRW auf neue klimaschädliche Kohlekraftwerke verzichtet, kann die Energiewende gelingenNur wenn NRW als Industrie- und Energieland beim klimaschutz ernst macht, können die deutschen Klimaschutzziele erreicht werdenNur wenn NRW ein Klimaschutzgesetz verabschiedet, bekommt verbindlicher Klimaschutz seinen dringend benötigten Stellenwert. Alle Informationen zum Klimaschutz-Gesetz für NRW unter: www.klimaschutzgesetz-nrw.de www.die-klima-allianz.de/jurgen-ruttgers-bekommt-virtuellen-besuch-hunderte-klimaschutzer-belagern-seine-facebook-seite/3103
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05.05.10 Wüsten der Lausitz: Europas größte Landschaftsbaustelle In der Lausitz wurden die durch Tagebau zerschundenen Landschaften zu attraktiven Seenketten umgestaltet. Die Internationale Bauausstellung hat bis jetzt den Umbau beraten. Von Edith Kresta auf TAZ.DE www.taz.de/4/reise/europa/deutschland/artikelseite/1/europas-groesste-landschaftsbaustelle
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05.05.10 Deutsche Ingenieursarbeit – ohne Rücksicht auf Verluste? ECCHR (European Center for Constitutional and Human Rights) reicht Strafanzeige gegen Planungsbüro Lahmeyer International ein - Presseerklärung des ECCHR "Am 3. Mai 2010 hat das ECCHR eine Strafanzeige gegen zwei leitende Angestellte des Ingenieurbüros Lahmeyer International GmbH bei der Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main eingereicht. Die Lahmeyer International GmbH ist maßgeblich am Bau des Merowe Staudammes im Nordsudan beteiligt. In der Strafanzeige wird den beiden Mitarbeitern vorgeworfen, für die Überflutung von über 30 Dörfern, die Vertreibung von über 4.700 Familien und die Zerstörung ihrer Lebensgrundlage verantwortlich zu sein. Der Merowe Staudammbau im Norden Sudans ist gegenwärtig das größte Wasserkraftprojekt in Afrika. Nach konservativen Schätzungen sind von dem Bau des Staudammes und den damit verbundenen Umsiedlungen rund 40.000 Personen betroffen. Das deutsche Unternehmen Lahmeyer International GmbH hat Bauplanung, Bauüberwachung sowie die Kontrolle der Inbetriebnahme des Staudammes und des Wasserkraftwerkes übernommen. Dabei begann Lahmeyer mit dem Bau des Staudammes, ohne dass - wie in internationalen Standards der Weltbank vorgesehen - die Umsiedlungspläne mit den betroffenen Bevölkerungsgruppen ausgehandelt worden wären. Bis zur Inbetriebnahme der ersten Turbinen des Wasserkraftwerkes am Staudamm konnte die sudanesische Regierung keine Einigung mit den betroffenen Bevölkerungsgruppen erzielen. Sie wurden mit Fortschreiten des Bauprojektes unter der Federführung Lahmeyers vielmehr buchstäblich aus ihren Dörfern geflutet. Schätzungsweise 17.700 Menschen sind von den Überflutungen betroffen: die Ernten wurden ebenso vernichtet wie Nutztiere und sonstiges Hab und Gut. Nach vielen Jahren Erfahrung in zahlreichen Hydropower-Projekten begegnete Lahmeyer International in Merowe nicht zum ersten Mal massiven Schwierigkeiten bei der Umsiedlung; ähnliches geschah in Argentinien (Yacyretá-Projekt), Burma (Ta Sarng-Projekt), China (Xiaolangdi-Staudamm) oder in Äthiopien (Awash III) - Projekte, an denen Lahmeyer beteiligt war. Zwar gibt die Firma an, nicht mit den Umsiedlungen, sondern nur mit der Bauüberwachung betraut gewesen zu sein; dennoch ist sie verpflichtet so zu arbeiten, dass Dritte nicht gefährdet werden. Lahmeyer hatte die vorbereitenden Studien für das Bauprojekt selbst angefertigt und kannte daher das Flutungspotential des Staudammes. Ebenso wusste Lahmeyer, dass viele Betroffene weder vor noch während der Bauarbeiten umgesiedelt worden waren. Es hatte hierzu zahlreiche öffentliche Proteste gegeben. Was die Bauern, die einige Kilometer flussaufwärts im künftigen Stauseegebiet lebten, nicht wussten, war den Verantwortlichen des Unternehmens klar - denn sie hatten alle Vermessungen und Untersuchungen zur Bauplanung übernommen: eine Fortsetzung der Bautätigkeit in den kritischen Phasen des Staudammbaus würde dazuführen, dass die Siedlungen der Bauern überschwemmt werden würden. Auch eine Stellungnahme des UN-Sonderberichterstatters für angemessenes Wohnen, die Lahmeyer explizit zum Baustopp aufforderte, konnte das Unternehmen nicht davon abhalten, den Bau fortzusetzen. Nach Ansicht des ECCHR ist dieser Fall symptomatisch für die Gefahren, die von großen Infrastrukturprojekten für die Menschenrechte ausgehen. Zwar sollen derartige Projekte der Entwicklung des jeweiligen Landes dienen und damit auch der lokalen Bevölkerung zu Gute kommen. Jedoch beachten autoritäre Regime wie das sudanesische unter Präsident Al Bashir bei Planung und Durchführung nur selten die sozialen und ökologischen Auswirkungen für die betroffene Bevölkerung. Im vorliegenden Fall hat das deutsche Unternehmen Lahmeyer das menschenverachtende Vorgehen der sudanesischen Regierung durch rücksichtsloses Betreiben des Bauprojektes verstärkt, was dazu führte, dass mehrere tausend Menschen ihr Obdach und ihren Lebensunterhalt verloren. Für solche eklatanten Verletzungen der Menschenrechte auf adäquates Wohnen und auf Nahrung darf die Mitverantwortung eines deutschen Unternehmens nicht straffrei sein. Die deutsche Justiz ist nach Ansicht des ECCHR hier in der Pflicht." www.ecchr.de/lahmeyer-fall.html
Weitere Infos:
Das ECCHR Das European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) ist eine gemeinnützige und unabhängige Menschenrechtsorganisation mit Sitz in Berlin. Sie wurde 2007 von einer kleinen Gruppe renommierter Menschenrechtsanwälte gegründet, um die Menschenrechte, die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie anderen Menschenrechtsdeklarationen und nationalen Verfassungen garantiert werden, mit juristischen Mitteln zu schützen und durchzusetzen. Dabei fühlen wir uns dem kreativen und effektiven Gebrauch des Rechts als Motor für gesellschaftliche und soziale Veränderungen verpflichtet. Das ECCHR will europäische Menschenrechtsanwälte und Menschenrechtsaktivisten besser vernetzen, um ihr Wissen und ihre Erfahrung im Kampf um Menschenrechte auszutauschen und gemeinsam Strategien über die Grenzen hinweg zu entwickeln. www.ecchr.de/ueber_ecchr.html
WIKIPEDIA zum Merowe-Staudamm „Der Merowe-Staudamm, auch Hamdab High Dam ist eine Talsperre in Sudan. Der Staudamm liegt am Nil unterhalb des vierten Kataraktes, etwa 350 bis 400 km nördlich von Khartum nahe der Stadt Karima. …Das Staudamm-Projekt ist umstritten. Vor dem steigenden Wasser des Stausees mussten bereits tausende Menschen fliehen, es wird mit 50.000 gerechnet, die aus dem fruchtbaren Niltal in die unfruchtbare Nubische Wüste umgesiedelt werden müssen (siehe z.B. Dar al-Manasir). Auch archäologische Stätten aus 5.000 Jahren werden oder wurden bereits überflutet. Proteste gegen den Staudamm führten im April 2006 zu mindestens drei Todesopfern. Zwischen August 2006 und Januar 2009 wurde der Stausee eingestaut und 100 Familien mussten ihre Häuser aufgeben, ohne dass eine Information oder Warnung seitens der Behörden erfolgt wäre. Berichten zufolge erhielten die Betroffenen keine Unterstützung nach ihrer Vertreibung, waren zeitweise ohne Nahrung und Unterkunft und wurden teilweise dauerhaft obdachlos. Der UN-Sonderberichterstatter für das Menschenrecht auf angemessenes Wohnen rief deshalb im August 2007 zu einem Baustopp am Merowe- und Kajbar-Staudamm auf, bis eine unabhängige Untersuchung der Vorwürfe durchgeführt werde Anfang Oktober 2008 wurden die Schleusen des Staudamms geschlossen. Ein Teil der lokalen Bevölkerung oberhalb des Damms protestierte weiterhin und versuchte, sich in den Siedlungen gegen das steigende Nilwasser zu schützen. Bereits 30.000 Menschen sollen bisher insgesamt vertrieben worden sein. Im Juli 2008 wurde Ausländern und Journalisten der Zugang zu dem Gebiet untersagt.“
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03.05.10 EXPO-Motto: "Bessere Stadt, besseres Leben" Auf der Expo in Schanghai präsentiert China seine Stärke - und der Rest der Welt Visionen von der Stadt der Zukunft. Die sollten die Führung in Peking auch interessieren. Von Jutta Lietsch auf TAZ.DE: „Die Expo soll Gedankenanstöße geben - und das ist auch dringend nötig. Peking und Schanghai ersticken im Verkehr, und doch werden täglich Tausende von Autos neu zugelassen. Abermillionen Städter produzieren Berge von Müll, viele Deponien sind überfüllt. In den nächsten Jahrzehnten wird es in China immer mehr Millionenstädte geben, schon jetzt sind es mehr als 160. Im Norden und Südwesten Chinas haben die Städte nicht genug Wasser, und trotzdem wird unbeirrt weiter gebaut.“ www.taz.de/1/politik/asien/artikel/1/schaufenster-in-eine-bessere-welt
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02.05.10 Golf von Mexiko: Ölteppich erreicht die Küste der USA Nach dem Untergang der Ölplattform "Deepwater Horizon" am 22. April hat sich der Ölteppich, gespeist vom steten Strom neuen Öls aus der Tiefe, mittlerweile auf eine Größe von weit über 10.000 Quadratkilometern ausgeweitet. Schneller als erwartet hat das Öl im Golf von Mexiko das Festland erreicht. Das hochsensible Mississippi-Delta ist bedroht – trotz weiträumig ausgelegter Barrieren www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-04/oelpest-usa www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,692507,00.html
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29.04.10 Aufteilung der Arktis: Grenze auf zum Plündern Ein Kommentar von Reinhard Wolff auf TAZ.DE zur Aufteilung der Arktis unter den „Arctic Fife“: „Die Arktisanrainerstaaten sind schlicht dabei, die Naturressourcen der Nordpolarregion untereinander aufzuteilen. Einmischungen von "außen", wie beispielsweise die Forderung von Umweltschutzorganisationen und den Vertretungen der indigenen Völker nach Gremien, Gesetzen und Verträgen zum Schutz ihrer Rechte und der Region, sind da unerwünscht…“ www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/grenze-auf-zum-pluendern Weitere Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Politischer_Status_der_Arktis http://de.wikipedia.org/wiki/Arktischer_Rat
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28.04.10 Bald entkommt Monsanto keiner mehr Unter diesem Titel kommentiert Stephan Börnecke auf FR-ONLINE anlässlich des jüngsten Patentantrages des Agrarriesen Monsanto auf Schweineschnitzel die Patentpolitik des Konzerns: „Die Monsanto-Politik, die von anderen Feldspielern munter nachgeahmt wird, läuft darauf hinaus, nicht nur gentechnische Methoden, sondern die existierende biologische Vielfalt, also auf die Natur, und die konventionelle Tier- und Pflanzenzüchtung zu monopolisieren. Damit entkommt dem Konzern auf Dauer keiner mehr. Die Idee, dass der Bauer auf seinem Hof sein eigener Herr und Züchter ist, wäre damit genauso ad absurdum geführt, wie die Vorstellung, wir hätten im Supermarkt noch die freie Wahl. Haben wir nicht.“ Monsanto erwirtschaftet viel Geld. Nach WIKIPEDIA im letzten Jahr genau 1,724 Mrd US-Dollar. Doch der börsennotierte Konzern mit Sitz in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri und Niederlassungen in 61 Ländern ist so skrupellos wie unersättlich. Es wird Zeit, ihm die rote Karte zu zeigen. Ein erster Schritt wäre die Beseitigung von Unklarheiten im internationalen Patentrecht, die Monsanto immer wieder als Lizenz zum Gelddrucken zu Lasten von Bauern und Verbrauchern ausnutzt. (FR.ONLINE/gbk) www.fr-online.de/top_news/2591574_Kommentar-zum-Patentrecht-Bald-entkommt-Monsanto-keiner-mehr.html Weitere Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Monsanto www.monsanto.de http://video.google.com/videoplay?docid=-7781121501979693623# („Mit Gift und Genen“) http://video.google.de/videoplay?docid=7746737223581129999&ei=YXieSdT5EYO22wK5lbCODg&q=arme+sau#
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28.04.10 Montenegro: Ausverkauf der Küste Der Balkanstaat ist mit etwa 672.000 Einwohnern und einer Fläche von 13.812km² einer der kleineren Staaten Europas. Hauptwirtschaftzweig ist der Tourismus an der montenegrinischen Küste, die regenreich und stark erdbebengefährdet ist. .Wolf Reiser berichtet auf WELT.DE, man habe im „Affentempo die Hälfte der knapp 300 Kilometer Küste für abenteuerliche Summen an nicht minder abenteuerliche Investoren veräußert. Montenegro boomt, baggert und bebt, als ob es keine Krise gäbe.“ Das Land führe die Tabelle der weltweit am schnellsten wachsenden Reiseziele schon seit Jahren an – mit jährlichen Steigerungsraten der Besucherzahlen von stabilen 30 Prozent. www.welt.de/reise/article7360802/Montenegro-freut-sich-ueber-Stars-und-Glamour.html Weitere Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Montenegro http://de.wikipedia.org/wiki/Montenegrinische_K%C3%BCste
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27.04.10 Geschichte des Klimawandels ist nicht neu zu schreiben: Pressekonferenz des Deutschen Wetterdienstes zum Klimawandel in Deutschland „Die Geschichte des Klimawandels muss nicht neu geschrieben werden. Der Klimazug hat trotz seiner abwechslungsreichen Reise nach wie vor ein klares Fahrtziel. Er fährt bergauf.“ Dies sagte Wolfgang Kusch, Präsident des Deutschen Wetterdienstes (DWD), auf der jährlichen Klima-Pressekonferenz des nationalen Wetterdienstes in Berlin. Ein Jahr oder mehrere ohne neue Wärmerekorde seien kein Beleg für ein Ende des Trends zu höheren Temperaturen. „Wir müssen deshalb nach wie vor alle Kraft in die Verringerung der Treibhausgasemissionen stecken und uns heute schon auf die Folgen des Klimawandels einstellen.“ Angesichts dieser Fakten bedauert Kusch, dass die zum Teil berechtigte Kritik an einzelnen Aussagen des Intergovernmental Panel on Climate Change IPCC auch dazu genutzt werde, die nach wie vor zutreffende wissenschaftliche Gesamtschau des Klimawandels in Frage zu stellen. „Hier muss man die Kirche im Dorf lassen. Jeder Fehler ist einer zu viel, muss korrigiert werden. Aber die Bilanz des letzten IPCC-Berichts gilt unverändert: Wir müssen handeln!“ Der Deutsche Wetterdienst wird seinen Beitrag zur Beobachtung und Erforschung des Klimawandels ausbauen. Da man in der alltäglichen Praxis nicht in Jahrhunderten, sondern in überschaubaren Planungszeiträumen denke, wird der DWD mit anderen Forschungseinrichtungen ein Klimavorhersagesystem für die kommenden zehn Jahre entwickeln. Die Bundesbehörde nimmt außerdem 2010 ein Klimarechenzentrum in Betrieb, um ein regionales Klimamodell für Deutschland zu rechnen. Dies zeige: „Der Deutsche Wetterdienst ist die einzige Institution in Deutschland, die einen vollständigen Klima-Service von der Beobachtung bis zur Beratung anbieten kann.“ Ein Eckpfeiler sei das 2009 eingerichtete Klimadatenzentrum (CDC) mit seinen rund 100 Milliarden Klimadaten. Die Daten werden Forschern und interessierten Institutionen online bereitgestellt. Vor wenigen Tagen hat der DWD zudem den „Klimaatlas Deutschland“ ins Internet gestellt. Dieses in Deutschland einzigartige Angebot verknüpft aktuelle Klimadaten mit den Mittelwerten der Vergangenheit und den Projektionen der Klimaforschung bis zum Jahr 2100. Der „Klimaatlas Deutschland“ ist unter www.dwd.de/klimaatlas aufrufbar und wird ständig erweitert. Klimawandel verändert die Landwirtschaft Eine wichtige Zielgruppe der Klimaberatung ist die Landwirtschaft. Nach Einschätzung des DWD werden die deutschen Landwirte im Verlauf dieses Jahrhunderts aufgrund steigender Temperaturen zunehmend Wärme liebende Pflanzen einsetzen. Auf die zu erwartenden milden Winter kann mit der Umstellung auf Getreidesorten reagiert werden, die nicht so stark auf einen Kältereiz angewiesen sind. Außerdem sei künftig mit neuen Pflanzenarten wie Hirse oder Sudan-Gras auf den Feldern in Deutschland zu rechnen. Da auch die Winter milder werden, wird der Bodenfrost nicht mehr so tief in den Boden eindringen. Dadurch geht dessen den Boden auflockernde Wirkung zurück. Das senkt die Erträge. Hier zeigt sich laut DWD die Ambivalenz des Klimawandels. Mehr Kohlendioxid in der Atmosphäre und höhere Temperaturen bringen Vorteile beim Wachstum und durch Mehrfachernten in Regionen mit guten Böden und genug Wasser. Der Klimawandel könnte aber zugleich regional auch zu geringeren Erträgen führen. Alle Landwirte müssen künftig auch damit rechnen, dass mildere Winter die Gefahr von Schädlingsbefall erhöhen - eine Herausforderung, auf die sich der Pflanzenschutz vorbereiten muss. Ziemlich sicher könne man laut DWD heute schon sagen, dass die nordeuropäische Landwirtschaft zu den Profiteuren des Klimawandels gehören wird. Der Temperaturanstieg wird dort die Anbaumöglichkeiten stark erweitern. Die südeuropäischen und vermutlich auch die südosteuropäischen Bauern werden dagegen mit weniger Niederschlägen auskommen müssen. Der Wald in Deutschland wird anders aussehen Bedrohlich für den deutschen Wald könnten höhere Temperaturen und mildere Winter mit dann mehr Schädlingen wie Borkenkäfern oder Pilzen sein. Der DWD rechnet damit, dass sich Waldbesitzer gegen kritische Witterungseinflüsse und den Klimawandel schützen, indem sie Fichten durch robustere Douglasien und Roteichen sowie für Schädlinge besonders anfällig Monokulturen durch widerstandsfähigeren Mischwald ersetzen. Das habe Folgen: „Der Anblick unserer Wälder wird sich in diesem Jahrhundert deutlich verändern.“ Das Klima in Deutschland im Jahr 2009 Das Jahr 2009 entsprach laut DWD ganz den Vorstellungen vom Klimawandel: Es war wieder zu warm - in Deutschland, in Europa und weltweit. Hierzulande erreichte das vergangene Jahr eine Durchschnittstemperatur von 9,2 Grad Celsius. Damit lag die Jahresmitteltemperatur um 0,9 Grad über dem Wert der internationalen klimatologischen Referenzperiode 1961-90. Das vergangene Jahr war das 13.wärmste seit 1881. In den anderen europäischen Staaten war 2009 ebenfalls wieder wärmer als im statistischen Durchschnitt. Dabei lag der Schwerpunkt der Erwärmung wie im Vorjahr im Osten und Norden Europas. Weltweit lag 2009 auf Rang 5. Zusammengefasst bedeutet das: 2009 brachte zwar keine neuen Rekorde - hat den Erwärmungstrend der vergangenen Jahrzehnte aber klar bestätigt. Ein Blick in das 130 Jahre zurückreichende Klimaarchiv des DWD zeige, dass die Jahresdurchschnittstemperatur in Deutschland seit 1881 um 1,1 Grad gestiegen ist und das Jahrzehnt 2000 bis 2009 in Deutschland - und auch weltweit - die wärmste Dekade seit Beginn flächendeckender Messungen war. Das Archiv des DWD belege auch regionale Unterschiede innerhalb Deutschlands. So zeigt sich seit 1881 eine deutlich stärkere Temperaturzunahme im Westen im Vergleich zum Nordosten. Die Jahresniederschläge nahmen deutschlandweit um elf Prozent zu. In westlichen Ländern waren es bis zu 17 Prozent. In Ostdeutschland wurden nur einstellige Zuwächse beobachtet – in Sachsen sogar ein Rückgang von gut vier Prozent. www.dwd.de
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Wir bitten um Geduld! Aktuelles von LANDUSEWATCH.INFO wieder nach unserer BALEAREN-EXKURSION. Neue Nachrichten Ende April. Beste Grüsse an alle User Guido Block-Künzler
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29.03.10 Göttinger Wissenschaftler entwickeln einen „Markt für Artenvielfalt“ Mitarbeiter des Bioplex Projektes, dass gemeinsam von den Universitäten Gießen, Göttingen und Rostock bearbeitet wird, haben einen „Markt für Artenvielfalt“ geschaffen. Das Team vom Forschungs- und Studienzentrum Landwirtschaft und Umwelt der Universität Göttingen hat in mehrjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit ein System entwickelt, mit dem ar-tenreiches Grünland und Ackerland, dass durch Landwirte bereitgestellt wird, einen Wert be-kommt. Das Verfahren wurde Ende März dieses Jahres auf der Tagung „Biodiversitätsforschung – Meilensteine zur Nachhaltigkeit“ in Berlin vorgestellt. Die Veranstaltung gab einen Überblick über neun Jahre Forschung im Rahmen des BIOLOG-Programmes des BMBF. Das Bioplex-Projekt war Teil dieses Förderprogrammes und widmete sich mit seiner Göttinger und Rosto-cker Arbeitsgruppe maßgeblich der Entwicklung praxistauglicher Honorierungskonzepte für Artenvielfalt. Bisher kein Markt für Artenvielfalt Bisher hatte Biodiversität in der Agrarlandschaft keinen eigenen Wert, weil niemand für diese Artenvielfalt einen Preis bezahlt hat. Dabei ist die Gesellschaft gar nicht zahlungsunwillig. Wie umfangreiche Befragungen ergaben, besteht durchaus eine Zahlungsbereitschaft durch die Bevölkerung. Häufig fehlt es an geeigneten Verfahren und marktähnlichen Zahlungsme-thoden, um Landwirte zur Förderung der Artenvielfalt zu veranlassen. Die bisher üblichen Förderprogramme haben nicht immer den gewünschten Erfolg, so dass ein großer Bedarf für innovative Ideen besteht. Nur das Ergebnis zählt Kernelement des entwickelten Verfahrens ist die regionale Nachfrage nach Artenvielfalt, die durch einen Beirat ausgeübt wird. Dieser Beirat repräsentiert die wichtigen Interessengruppen aus Politik, Verwaltungspraxis und Verbänden. Nachdem der Beirat über bevorzugte Elemen-te der Biodiversität entschieden hat, wird diese Nachfrage durch eine Ausschreibung bekannt gemacht. Die Landwirte der Region können dann entscheiden, ob und für welchen Preis sie diese Vielfalt erzielen wollen. Als Maß für Artenvielfalt gilt dabei in der Regel der Pflanzen-artenreichtum. Am Ende zählt nur das Ergebnis, denn nur wenn die vereinbarte Artenzahl, das sogenannte „ökologische Gut“ tatsächlich im Gelände anzutreffen ist. Bei Nichterfüllung braucht die Prämie nicht ausgezahlt zu werden. Den teilnehmenden Landwirten ist weitestgehend freige-stellt, welche Produktionsmethoden sie dabei anwenden wollen. Das Prinzip lautet, dass der standortkundige Bewirtschafter in der Regel selbst sehr gut entscheiden kann, wie die stand-orttypische Vegetation am besten gefördert wird. Breite Anerkennung Dieser vorerst noch experimentelle Markt ist bisher in vier Jahren eingerichtet worden. Im Landkreis Northeim als Modellregion stieß das Verfahren auf große Resonanz bei Landwirten mit Grünland und Ackerflächen. Im bisher erfolgreichsten Jahr gingen Gebote über nahezu 300 artenreiche Flächen ein. Der Markt für Artenvielfalt ist geeignet, sowohl von der Land-wirtschaft, von der Fachwissenschaft, als auch von der Gesellschaft anerkannt zu werden. Neben der Förderung aus Mitteln des BMBF beteiligten sich auch die Deutsche Bundesum-weltstiftung, die Niedersächsische Bingo-Umweltlotterie sowie der Landkreis Northeim an der Entwicklung des Verfahrens.
Kontakt: Universität Göttingen, Forschungs- und Studienzentrum Landwirtschaft und Um-welt, Tel. 0551 / 39 55 37, www.uni-goettingen.de/zlu (Das Northeim-Projekt http://zlu.agrar.uni-goettingen.de/images/stories/northeim-projekt/pressemitteilung_biolog_tagung.pdf http://zlu.agrar.uni-goettingen.de/images/stories/pdf/gruenlandflyer_niedrig.pdf
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14.03.10 John Stewart über die Zukunft dieser Welt „In welche Richtung wird sich die Evolution also bewegen? Aus der derzeitigen Entwicklung auf die Zukunft zu schließen ist zunächst einmal ziemlich einfach: Der nächste große Wandel auf der Erde wird zur Entstehung einer nachhaltigen und kooperativen Weltgesellschaft führen. Wie auf allen anderen Ebenen, so würde eine Kooperation der Weltgesellschaft interne Konflikte und zerstörerische Konkurrenz (einschließlich Krieg und Umweltverschmutzung) zurückdrängen…Der Mainstream in der Biologie hat erst allmählich akzeptiert, dass die Evolution sich in Richtung immer größerer Kooperationen entwickelt. Die vorherrschende Meinung bestand lange Zeit darin, die Evolution bediene sich vielmehr des Egoismus, anstatt der Zusammenarbeit. Dieser Vorbehalt konnte in den vergangenen beiden Jahrzehnten durch unzählige Arbeiten über die Evolution der Zusammenarbeit ausgeräumt und überwunden werden. Kurz gesagt geht aus all diesen Forschungen hervor, dass es zwischen Indivuduen, die eigentlich eigene Ziele verfolgen, zu einer solchen Kooperation kommen wird, wenn sie davon profitieren. Diejenigen, die nicht kooperieren, werden hingegen bestraft. Entscheidend daran ist: Der vermeintliche Konflikt zwischen Egoismus und Zusammenarbeit wird gegenstandslos.“ John Stewart ist Mitglied in der Forschungsgruppe Evolution, Komplexität und Kognition der Universität Brüssel und Autor der Bücher Evolution`s Arrow und The Evolutionary Manifesto . Der Text auf FREITAG.DE, aus dem das obige Zitat stammt, ist eine stark gekürzte Version seines Papers The meaning of life in a developing universe, das sich gegenwärtig in Druck für eine Sonderausgabe des Journals Foundations of Science befindet. www.freitag.de/wissen/1010-evolution-sinn-leben
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13.03.10 Westerwelle in Brasilien: Unterwegs als Atom-Lobbyist Richtig ausgerastet soll er sein, als Röttgen seine vagen Pläne für ein vorzeitiges Ende der Kernkraftwerke in Deutschland lancierte. Nun öffnet sich der Schleier. Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit setzt sich Westerwelle massiv für die deutsche Atomwirtschaft ein. Gerhard Dilger berichtet auf TAZ.DE über den Export veralteter Technologie in ein Land mit niedrigen Sicherheitsstandards und ohne unabhängige Atomaufsicht. Mitgenommen hat Westerwelle den Geschäftsführer des französisch-deutschen Atomfirma Areva NP (Ulrich Gräber), an der Siemens ein Drittel hält. Der Atommanager erwartet nun, dass der Vertrag über den Weiterbau des AKWs Angra 3 in Brasilien jetzt "schnellstens" unter Dach und Fach gebracht werde. Den Auftrag hatte die schwarz-gelbe Bundesregierung im Januar mit einer Hermesbürgschaft von bis zu 2,5 Milliarden Euro abgesichert. PS1: Von der Mitnahme eines Solarenergie-Lobbyisten wurde nichts bekannt. Lohnt sich ja auch nicht. Werden doch künftig die Saudis mit dem Großprojekt „Masdar City“ ohnehin den Weltmarkt in Sachen Solarenergie bestimmen. Wozu sich dann noch die Mühe machen, eine künftige wirtschaftliche Großmacht von fortschrittlicher deutscher Technologie zu überzeugen. Da verkauft Westerwelle doch lieber Brückentechnologie, die zu Hause kaum noch jemand will. Außerdem gibt die Solarwirtschaft ihr Geld ja ohnehin vorzugsweise den Grünen, odr? Also sind die Grünen schuld. PS2: Angra dos Reis liegt im erdbebengefährdeten Küstengebiet zwischen Rio und São Paulo. (TAZ/gbk) www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/unterwegs-als-atom-lobbyist
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12.03.10 Ölpalmplantagen: die Wälder von morgen Für die Palmöl-Monokulturen wird Regenwald gerodet. Nun will die EU-Bürokratie herausgefunden haben, dass damit kein Wald verlorengeht. Eine entsprechende Richtlinie ist in Vorbereitung. Statt Bäumen und anderer Pflanzen wachsen dort eben Millionen Ölpalmen Stamm an Stamm. Folglich soll Palmöl weiterhin in Automotoren und Blockheizkraftwerken verbrannt werden, ohne dass Autobesitzer und Kraftwerksbetreiber deshalb ein schlechtes Umweltgewissen haben müssen. (FOCUS.DE/M.Odenwald/gbk) www.focus.de/wissen/wissenschaft/wissenschafts-dossiers/tid-17529/energie-boeser-biosprit_aid_488807.html
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12.03.10 Wie soll Europa die Landwirtschaft fördern? EU-Abgeordneter der Grünen Martin Häusling im Gespräch mit FR-ONLINE Auf die Frage von Stefan Börnicke, wie man denn heute noch Agrarhilfen begründen könne, antwortet Häusling: „Wir wollen die Agrarpolitik neu definieren. Also: Was sind die gesellschaftlichen Leistungen, die die Landwirtschaft erbringt? Wie soll Landwirtschaft künftig aussehen und wofür ist die Gesellschaft künftig bereit zu zahlen? Will die Gesellschaft Prämien für Gentechnikanbau für BASF oder Gen-Mais in Spanien zahlen? Oder will sie eine Landwirtschaft, die tiergerecht arbeitet, Böden und Wasser schützt und die Bauern in benachteiligten Regionen fördert? Das muss beantwortet werden.“ www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/doku_und_debatte/2411208_Landwirtschftsexperte-Haeusling-Agrarhilfen-neu-verteilen.html12.03.10 Weitere Infos: www.martin-haeusling.eu
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12.03.10 Beyond the Green Line: Bebauungsplanung als Eroberungsstrategie Dazu heute Thomas Pany auf TELEPOLIS: „Kurz nachdem Biden bei seinem Israel-Besuch die Bereitschaft Netanjahus gelobt hatte, den Siedlungsbau zu unterbrechen, wie dies Präsident Obama seit Monaten fordert, wurde er mit der Nachricht konfrontiert, dass der Jerusalemer Bauausschuss soeben den Bau von 1600 neuen Wohnungen in Ramat Shlomo arabischen Ostteil Jerusalems genehmigt hatte… Stimmen jüngste Informationen der israelischen Zeitung Ha'aretz so liegen in den Schubladen der israelischen Behörden Pläne für den Bau von weiteren 50 000 Wohnungen, die in besetzten Gebieten ("beyond the Green Line") in Ost-Jerusalem errichtet werden sollen… Wie ein Mitglied der israelischen NGO Ir Amim erklärt, folgt der Bauplan einer Eroberungsstrategie, die "unmöglich" mit der Lösung des israelisch-palästinensichen Konflikts zu vereinbaren ist:“ www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32242/1.html
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11.03.10 Ökopsychologie: Baum statt Medikament US-Psychologen propagieren die Heilkraft von Wäldern und Wiesen - und warnen vor psychischen Störungen, wenn Naturerfahrungen fehlen. Doch europäische Experten sind skeptisch. Ein Artikel von Hubertus Breuer. www.sueddeutsche.de/,ra18m1/wissen/428/505618/text
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09.03.10 Erdsystemmanagement Nicht nur das Klima, das ganze Erdsystem braucht Fürsorge. Die Erde soll als Ganzes geschützt werden: "Erdsystemmanagement" heißt das Ziel, das weltweit eine wachsende Zahl von Forschern propagiert. Ein Artikel von Hans Schuh auf ZEIT.DE www.zeit.de/2010/10/Kommentar-Erdsystem
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07.03.10 Apuliens Zukunft Sie liege im Tourismus und im Anbau hochwertiger Produkte behauptet Michaela Namuth heute auf TAZ.DE: Frauen erobern die Gastronomie, ziehen Weinreben hoch, treiben Umweltprojekte voran und können endlich Ideen verwirklichen www.taz.de/4/reise/europa/italien/artikelseite/1/garnelenschwaenze-zu-malvasiner-
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07.03.10 Nachhaltigkeit: Wem gehört die Erde? Vom Silberbergbau bis »Avatar«: In einer allegorischen Erzählung stellte der sächsische Humanist Paulus Niavis 1492 erstmals die Frage nach dem Recht des Menschen, die Natur zu plündern. Ein Beitrag des Publizisten Ulrich Grober auf ZEIT.DE. Mehr zum Thema in seinem gerade erschienenen Buch »Die Entdeckung der Nachhaltigkeit – Kulturgeschichte eines Begriffs« (Verlag Antje Kunstmann, München; 298 Seiten, 19,90 €). www.zeit.de/2010/10/A-Erzgebirge
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07.03.10 Ruhrgebiet plant Ökostadt für 50.000 Menschen „Nach dem Vorbild von Abu Dhabi will nun auch das Ruhrgebiet eine eigene Ökostadt errichten. Anders als bei den Scheichs soll sie aber nicht von Grund auf neu gebaut werden. Stattdessen dürfen sich Städte der Region bewerben – der Sieger soll dann umgebaut werden.“ Mehr dazu auf WELT.DE. www.welt.de/wirtschaft/article6670118/Ruhrgebiet-plant-Oekostadt-fuer-50-000-Menschen.html
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06.03.10 „Töpfer holt die Sonne vom Himmel“ Joachim Wille berichtet auf FR-ONLINE, daß der frühere deutsche Umweltminister und langjährige Chef des UN-Umweltprogramms in Nairobi, Klaus Töpfer (CDU), Berater der Industrieinitiative DESERTEC wird. Er solle seine guten Kontakte zu afrikanischen Ländern und sein Renomee als Vorkämpfer für eine nachhaltige Entwicklung nutzen, um dem Projekt den Weg zu ebnen. www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/2386780_Desertec-Botschafter-Toepfer-holt-die-Sonne-vom-Himmel.html
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06.03.10 Masdar City – Die Ökostadt der Ölscheichs Während hierzulande über Brückentechnologien und Ausstiegsdaten gestritten und gefeilscht wird, schaffen die Ölscheichs Fakten. Bis 2017 soll die erste völlig CO2-neutrale, auto- und abfallfreie Stadt der Welt 17 Kilometer östlich der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate fertig sein und alle 50.000 Bewohner eingezogen. Die ersten Gebäude sind bereits bezugsfertig. Im September soll das Masdar Institute of Science and Technology - die erste Universität der Welt, die sich ausschließlich der Erforschung erneuerbarer Energien und nachhaltigen Wirtschaftens widmet – fertig sein. (WELT.DE/gbk) www.welt.de/wirtschaft/article6659874/Masdar-City-Die-Oekostadt-der-Oelscheichs.html
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04.03.10 Griechen wollen Inseln nicht verkaufen Damit Griechenland aus den Schulden rauskommt, haben Politiker von CDU und FDP den Verkauf von unbewohnten griechischen Inseln gefordert. Die Empörung ist groß. www.welt.de/politik/deutschland/article6653348/Empoerte-Griechen-wollen-Inseln-nicht-verkaufen.html
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04.03.10 Erdrückendes Wachstum: Die Wirtschaft schädigt rücksichtslos die Umwelt. Nun liegt eine erschreckende Rechnung vor „Weltweit wächst der Druck auf Branchen und Unternehmen, für Schäden, die sie Klima und Umwelt zufügen, selbst aufzukommen. Eine UN-Studie, die voraussichtlich im Juni veröffentlicht werden soll, kommt zu dem Ergebnis: In diesem Fall wären rund 1,6 Billionen Euro pro Jahr fällig. Das Dokument könnte der erste Schritt zu einer konzertierten Aktion sein, die Umweltschäden, die die 3.000 größten Unternehmen weltweit verursachen, genau zu erfassen. Der zweite Schritt dürfte mit dem anstehenden Bericht zum ökonomischen Wert von Ökosystemen und Biodiversität (TEEB) erfolgen, den die Projektgruppe unter Leitung des UN-Sonderberaters Pavan Sukhdev ebenfalls Mitte 2010 herausgeben will. Der Ökonom warnte bereits davor, dass die Weltwirtschaft durch große Umweltschäden bis Mitte des Jahrhunderts um sieben Prozent schrumpfen wird, sollte dieser Entwicklung nicht Einhalt geboten werden.“ Mehr zum Thema auf FREITAG.DE. www.freitag.de/wochenthema/1009-es-ist-zeit-endlich-aufzuraeumen-wirtschaft-umwelt-wochenthema
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03.03.19 Explore-Berlin-Wiki Das Explore-Berlin-Wiki ist ein Wiki über Stadterkundung (engl.urban exploration) in und um Berlin; für die Erkundung und Dokumentation verlassener Orte, alter Ruinen und morbider, unzugänglicher oder vergessener urbaner Einrichtungen im Raum Berlin/Brandenburg. Urban Exploration bezeichnet das Erkunden städtischen Raumes. In diesem Sinn stellt jeder Stadtspaziergang ein urbanes Explorieren dar, doch bezeichnet der Begriff ein Erkunden, das über das übliche Maß hinausgeht. Von wirklichem Erkunden kann man doch nur sprechen, wenn das zu Erkundende unbekannt ist. Der "Explorer" erkundet folgerichtig den städtischen Raum, der üblicherweise unbekannt und schwer zugänglich ist. http://wiki.exploreberlin.de/Explore_Berlin_Wiki:%C3%9Cbersicht Weitere Infos: www.freitag.de/alltag/1009-netzgeschichten-google-view-archiv-stadt-geschichte
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26.02.10 10 Jahre für den Wiederaufbau Das verheerende Unwetter auf Madeira hat nicht nur mehr als 40 Menschen das Leben gekostet, sondern auch Schäden von über einer Milliarde Euro verursacht. Der Städteplaner Danilo Matos warnte davor, sich auf einen Wiederaufbau zu beschränken. "Dann riskiert man, dass sich eine solche Katastrophe wiederholt." www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/ueber-eine-milliarde-euro-schaden/
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26.02.10 Die Aufteilung des "schwarzen Kontinents" Vor 125 Jahren unterzeichneten die Kolonialmächte die sogenannte Kongoakte, die Grundlage für die Aufteilung Afrikas in Kolonien. Die willkürlich gezogenen Landesgrenzen lasten bis heute als schwere Hypothek auf dem Erdteil und seinen Menschen. Ein Artikel von Alexander Bahar auf ZEIT.DE. www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32142/1.html
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25.02.10 Doch noch Hoffnung für NSG Biblis: Nur ein bisschen Ausstieg aus dem Ausstieg? Merkel scheint Röttgens Pläne nun doch zu unterstützen. Im FAZ-Interview erklärte sie, „den Betrieb der deutschen Kernkraftwerke nach wie vor für verantwortbar“ zu halten. Die Förderung regenerativer Energien binnen der letzten zwölf Jahre habe sich allerdings so positiv ausgewirkt, dass „ein Ersetzen der Atomkraft“ viel realistischer geworden sei. www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/ Doc~ED56689056695487680F4363370341AB6~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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24.02.10 Ölpest: Ist kriminelle Bauspekulation in der Region Mailand der Hintergrund? Mehrere Millionen Liter Heiz- und Dieselöl sind gestern Tanks der stillgelegten Raffinerie Lombarda Petroli di Villasanta ausgelaufen und in den Po- Zufluss Lambro geflossen. Inzwischen steht zweifelsfrei fest, daß die Ventile geöffnet wurden. Wie die Tagesschau gestern meldete, vermuten italienische Medien Bauspekulation in der Region Mailand hinter der Tat. N24 ergänzt, daß in der Nähe der Raffinerie Großprojekte geplant seien. Denen stand die Anlage wohl im Wege. www.n24.de/news/newsitem_5876006.html www.welt.de/vermischtes/ article6543964/Eindaemmen-der-Oelpest-am-Po-gescheitert.html
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24.02.10 Bauwut und Profitgier im Tourismussektor: Unwetterkatastrophe auf Madeira menschengemacht "Ich darf einen Markt, der für uns überlebenswichtig ist, doch nicht zerstören." Der Rechtspopulist Alberto João Jardim ist der am längsten amtierende demokratisch gewählte Regierungschef weltweit. Seit der Nelkenrevolution wählten ihn die BürgerInnen der autonomen Region Madeira mit schöner Regelmäßigkeit erneut ins Amt. Er hat die Region durch rücksichtslose touristische Infrastrukturentwicklung vom Armenhaus zu einem beliebten Reiseziel gemacht. Auf Kosten der Umwelt standen die Betonmischer nicht still.. Das hat nun über 42 Menschenleben gekostet. "Die Überschwemmungen sind Folge der unzähligen Fehler bei der Besiedlung der Insel", klagt Hélder Spínola von Portugals Umweltschutz-Organisation Quercus. Die vielen Bauten an den Ufern und in Risikogebieten, die illegale Entsorgung von Müll und Bauschütt in Flüssen und zunehmende Bodenversiegelung seien für die nun herrschende Katastrophe mit verantwortlich. Den Regierungschef ficht das nicht an. Alberto João Jardim will so rasch wie möglich zur Tagesordnung zurückzukehren, damit das Image der Insel als Reiseziel nicht leidet. Das wäre fatal. Wie wäre es, wenn Quercus eine eMail-Aktion gegen die Bauwut auf Madeira und für eine nachhaltige Entwicklung starten würde? Schaden würde es nicht. Quellen: www.n-tv.de/reise/dossier/Die-Profitgier-toetete-mit-article742484.html www.n-tv.de/reise/Madeira-sorgt-sich-um-Tourismus-article744859.html www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/32-menschen-sterben-bei-unwetter/ http://madeira.quercus.pt
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23.02.10 Bevölkerung im Osten Deutschlands wird besonders schnell zurückgehen und altern Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Der Osten Deutschlands wird bis zum Jahr 2060 in viel stärkerem Maße vom Rückgang und der Alterung der Bevölkerung betroffen sein als der Westen: In den neuen Bundesländern (ohne Berlin) werden 2060 rund 37% weniger Menschen als im Jahr 2008 leben und 36% von ihnen werden 65 Jahre und älter sein. Besonders schnell wird diese Entwicklung in den kommenden zwei Jahrzehnten voranschreiten: Bereits um 2030 wird die Bevölkerungszahl in den neuen Ländern um 15% niedriger sein als heute und jeder dritte Einwohner wird 65 Jahre oder älter sein. Dies zeigt eine der beiden Varianten der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung nach Ländern, die das Statistische Bundesamt (Destatis) jetzt in Ergänzung der am 18. November 2009 veröffentlichten Bundesergebnisse vorgelegt hat. Die zwischen den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung liefert vergleichbare Ergebnisse für alle Bundesländer. Die rapide Alterung wirkt sich in den neuen Ländern nicht nur in der schnell ansteigenden Zahl der Älteren aus, sondern auch im Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials. Die Zahl der Menschen im Erwerbsalter (von 20 bis unter 65 Jahren) wird von 8,0 Millionen (Stand 2008) auf 5,6 Millionen im Jahr 2030 (– 30%) und dann auf 4,0 Millionen im Jahr 2060 (– 50%) zurückgehen. Dementsprechend wird der so genannte Altenquotient – er zeigt wie viele Senioren auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter (hier von 20 bis unter 65 Jahren) entfallen – von heute 37 bis zum Jahr 2030 auf 68 steigen. Seinen höchsten Wert wird der Altenquotient dann im Jahr 2055 mit 82 erreichen und anschließend bis 2060 leicht auf 74 sinken. Zu diesem Rückgang kommt es, weil dann die geburtenschwachen Jahrgänge aus der ersten Hälfte der 1990er Jahre das Alter 65 erreichen. Die Bevölkerung in den westlichen Flächenländern wird dagegen bis zum Jahr 2030 um lediglich 4% und bis zum Jahr 2060 um 19% im Vergleich zum Jahr 2008 zurückgehen. Die Einwohnerzahl in den Stadtstaaten Hamburg, Bremen und Berlin bleibt bis 2030 fast stabil und nimmt dann bis 2060 um 12% ab. Auch in den westlichen Flächenländern und Stadtstaaten wird im Jahr 2060 jeder dritte Einwohner 65 Jahre oder älter sein. Die Alterung und der Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials werden hier jedoch deutlich langsamer verlaufen als in den neuen Ländern. Der Altenquotient wird in den Flächenländern im Westen Deutschlands und in den Stadtstaaten bis 2060 ansteigen, aber auch dann noch niedriger sein als in den neuen Ländern. Die hier dargestellten Ergebnisse entsprechen der Variante zur unteren Grenze der „mittleren“ Bevölkerung. Ihr liegen folgende Annahmen zugrunde: eine annähernd konstante zusammengefasste Geburtenziffer von 1,4 Kindern je Frau, eine Zunahme der Lebenserwartung bei Jungen um etwa acht und bei Mädchen um rund sieben Jahre bis 2060 und ein Anstieg des jährlichen Außenwanderungssaldos für Deutschland insgesamt bis zum Jahr 2014 auf 100 000 Personen und anschließende Konstanz bis zum Jahr 2060. Zur Binnenwanderung wird angenommen, dass der Anteil der Bevölkerung, der in ein anderes Bundesland fortzieht, bis zum Jahr 2020 konstant bleibt und den durchschnittlichen altersspezifischen Fortzugsraten der Jahre 2005 bis 2007 entspricht. Die Zuzüge eines Bundeslandes ergeben sich als Summe der Fortzüge der übrigen 15 Länder in dieses Land. Der Wanderungsverlust der neuen an die alten Länder wird aufgrund der rückläufigen Bevölkerungszahl von aktuell etwa 48 000 auf etwa 14 000 bis zum Jahr 2020 sinken. Zwischen den Jahren 2020 und 2030 nimmt im angewendeten Modell die Intensität der Binnenwanderung ab. Ab dem Jahr 2030 werden keine Binnenwanderungen mehr angesetzt. Die zweite Variante der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung für die Länder unterscheidet sich von der ersten nur durch die Annahme eines höheren Außenwanderungssaldos von 200 000 Personen jährlich ab 2020. Sie entspricht der oberen Grenze der „mittleren“ Bevölkerung der Berechnung für Deutschland insgesamt. Zusammen markieren die beiden Varianten die Grenzen eines Korridors, in dem sich die Veränderungen bei Fortsetzung der aktuellen demografischen Entwicklung vollziehen dürften. Weitere ausführlichen Erläuterungen und Ergebnisse zu Deutschland und zu den Ländern stehen kostenlos im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes zur Verfügung. Eine vergleichende Darstellung des Altersaufbaus der Länder in Form der Bevölkerungspyramiden kann direkt unter folgender Adresse abgerufen werden: www.destatis.de/laenderpyramiden/ www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/ Internet/DE/Presse/pm/2010/02/PD10__060__12421,templateId=renderPrint.psml
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23.02.10 Mecklenburg-Vorpommern und die Uckermark als Hamptons für Berliner? Thomas Pany befasst sich auf TELEPOLIS mit der Meldung des Statistischen Bundesamtes zum Bevölkerungsschwund im Osten:" ‚Mit wenigen Menschen lebt es sich angenehmer’, so die Klage eines Großstadtbewohners, der von seinem Nachbarn mit täglichen Gepolter heimgesucht wird. Er vergleicht die landschaftlich schönen, aber wenig besiedelten Länder im Osten Deutschlands mit den Hamptons, dem Naherholungsgebiet der reicheren New Yorker … Die Gutsbesitzer in der Uckermark würden ihm vielleicht recht geben mit diesem Standortvorteil. Ob der Rest der Ortsansässigen dies auch so sieht, ist nicht bekannt.“ www.heise.de/tp/blogs/3/147134
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21.02.10 Ausstieg aus dem Ausstieg – ein Überblick zum Sachstand Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hat sich erneut dafür ausgesprochen, Atomkraftwerke länger laufen zu lassen. Er stellte sich damit nicht nur gegen seinen Röttgen, der auf den Atomausstieg dringt sondern auch gegen ein von ihm und Oettinger mitverantwortetes Strategiepapier. Danach ist der Ausstieg aus dem Ausstieg mit vielen offenen und schwierigen juristischen Fragen behaftet. „Schon drei Tage nach der gewonnenen Bundestagswahl schickten die Länderchefs den Parteispitzen das Papier zu. Im Anschreiben heißt es, es bedürfe "umfangreicher rechtlicher Regelungen und Vereinbarungen", damit die Meiler länger am Netz bleiben können.“ Dies berichtete TAZ.DE vor wenigen Tagen. www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/schwarz-gelb-kennt-die-tuecken Und gegen Ende der Woche hat sich Merkel von Röttgens moderaten Ausstiegsplänen distanziert. www.zeit.de/politik/deutschland/2010-02/roettgen-atmo-merkel Unterdessen nimmt DESSERTEC Gestalt an. In Marokko sollen bald die ersten Solarkraftwerke des Konsortiums entstehen. www.heise.de/tp/blogs/2/147102 Und schließlich legte am Donnerstag der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) in Berlin die Zahlen der Branche zur Entwicklung der Erneuerbaren Energien im vergangenen Jahr vor. Danach waren die Erneuerbaren auch 2009 auf Wachstumskurs: www.bee-ev.de/3:441/Meldungen/2010/Erneuerbare-Energien-2009-weiter-auf-Wachstumskurs.html Schließlich prophezeite gestern der Präsident des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth, im SZ-ONLINE-Interview mit M. Bauchmüller, dass die Kernkraft schon 2020 überflüssig sein könnte: www.sueddeutsche.de/,ra3l1/wirtschaft/590/503810/text Auch der Chef des Energiekonzerns E.on, Wulf Bernotat, lehnte Röttgens Zeitplan ab. Wer hätte das erwartet: "Wenn wir strengere Ziele erreichen wollen, reichen acht Jahre mehr wahrscheinlich nicht aus." Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Renate Künast kritisierte den Umweltminister in der "Mittelbayerischen Zeitung":"Röttgen hätte gerne, dass wir denken, er wolle einen schnelleren Ausstieg. Aber er kämpft für acht Jahre mehr." http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,679386,00.html Den Ausstieg aus dem Ausstieg verhindern kann letztlich wohl nur eine Regierungsbeteiligung der GRÜNEN nach der NRW-Wahl im Mai. Die haben nämlich angekündigt, die erforderliche Zustimmung des Landes im Bundesrat zu verweigern. (diverse Quellen/gbk)
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20.02.10 Im Porträt Prof. Dr. Ann-Christin Scheiblauer: Impulse für den Stadtumbau In Frankfurt sei inzwischen eine ganze Menge in Gang. „Heute gebe es mehr Willen zur Partizipation, suchten Bürger verstärkt Möglichkeit, selbst ein Wort mitzureden.“ Frau Scheiblauer verweist in diesem Zusammenhang auf die zum Umbau anstehende Siedlung Mainfeld in Niederrad. Mit ihren Studenten an der Fachhochschule Frankfurt habe sie sich vorgenommen, in Diplomarbeiten nach Lösungen zu suchen, wie es in diesen Hochhäusern aus den 60er Jahren weitergehen könnte. Matthias Arning porträtiert die Architektib heute auf FR-ONLINE. www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/frankfurt/2332886_Im-Portraet-Impulse-fuer-den-Stadtumbau.html Zum Strukturwandel städtischer Öffentlichkeit - eine Veranstaltung des Zentrums Haus am Dom und der Frankfurter Rundschau, Mittwoch, 24. Februar, 19.30 Uhr, im Haus am Dom.
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19.02.2010 Ecuador: Eine Hoffnung weniger Mit einem innovativen Projekt wollte Ecuador seinen Regenwald retten: Industrieländer sollten für die Erhaltung zahlen. Jetzt macht der Präsident des Landes einen Rückzieher und will doch nach Erdöl bohren lassen. www.zeit.de/2010/08/Ecuador
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19.02.10 Kenia: Baustopp für Hotels in Nationalparks Kenias Regierung will den ungebremsten Ausbau von Lodges und Hotels in den Nationalparks stoppen. Camps und Lodges, die ohne Baugenehmigung in den Nationalparks Massai Mara und Amboseli und deren Umgebung errichtet worden seien, drohe die Schließung. Das sagte Tourismusminister Najib Balala. Ihr Betrieb bedrohe das Überleben der empfindlichen Ökosysteme. www.n-tv.de/reise/Kenia-will-Bauten-stoppen-article737640.html
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19.02.2010 Uno-Studie: Die 3000 weltgrößten Konzerne haben 2008 Umweltschäden in Höhe von 2,2 Billionen Dollar verursacht. Die Studie wurde von der Londoner Beratungsgesellschaft Trucost erstellt. Sie wird erst im Sommer veröffentlicht. Mehr als die Hälfte der berechneten Kosten wird durch den Klimawandel verursacht, der durch Treibhausgase entsteht. www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,678963,00.html
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18.02.10 Erneuerbare Energien 2009 weiter auf Wachstumskurs / BEE: Fortschritte im Wärmemarkt jetzt beschleunigen - Presseerklärung „Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) hat heute in Berlin die Zahlen der Branche zur Entwicklung der Erneuerbaren Energien im vergangenen Jahr vorgelegt. Danach waren die Erneuerbaren auch 2009 auf Wachstumskurs: Die Energiebereitstellung stieg gegenüber dem Vorjahr um 10,8 Milliarden Kilowattstunden (kWh). Damit erreichten die Erneuerbaren insgesamt einen Anteil am Endenergieverbrauch von 10,6 Prozent (2008: 9,5 %), mehr als jede zehnte in Deutschland verbrauchte Kilowattstunde stammte also aus regenerativen Quellen. Die Erneuerbaren Energien haben allein im vergangenen Jahr rund 112 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent vermieden und damit die Volkswirtschaft um 8 Mrd. Euro externer Kosten für Umwelt- und Gesundheitsschäden entlastet. Zudem konnten Importe fossiler Brennstoffe im Gegenwert von 6,4 Mrd. Euro vermieden und stattdessen die heimische Wertschöpfung gestärkt werden. „Trotz der schwierigen Bedingungen durch die weltweite Wirtschaftskrise haben die Unternehmen der Branche investiert und den Anteil der Erneuerbaren Energien weiter erhöht. Das bedeutet einen hohen Nutzen für Arbeitsmarkt, Klimaschutz und Volkswirtschaft. Diese positive Gesamtentwicklung muss die Politik in Bund und Ländern jetzt weiter vorantreiben und bestehende Hemmnisse abbauen“, erklärte BEE-Geschäftsführer Björn Klusmann bei der Veröffentlichung der Zahlen. Besonders stark haben die Erneuerbaren Energien im Wärmesektor zugelegt. Hier stieg ihr Anteil auf 9,6 Prozent gegenüber 7,9 Prozent im Vorjahr. Das entspricht einer Zunahme in der Wärmeerzeugung von 110,7 auf 125,3 Mrd. kWh. „Die Zahlen zur Erneuerbaren Wärme sind zunächst einmal sehr erfreulich. Doch sie täuschen über eine gefährliche Trendwende hinweg: Im zweiten Halbjahr 2009 ist der Absatz von Anlagen der regenerativen Wärmeerzeugung regelrecht eingebrochen“, berichtete Karl-Heinz Stawiarski, Geschäftsführer des Bundesverbandes Wärmepumpe und Sprecher der AG Wärme im BEE. Die Politik müsse deshalb für den Wärmemarkt dringend zusätzliche Anstrengungen unternehmen. „Gemeinsam mit der deutschen Heizungswirtschaft fordern wir die Bundesregierung auf, die Erneuerungsquote von Heizungsanlagen durch geeignete Maßnahmen mindestens zu verdoppeln und ausreichend finanzielle Anreize für den Einbau regenerativer Heizsysteme zu bieten“, sagte Stawiarski. Dafür müssten u.a. wirksame Energiestandards geschaffen, das Marktanreizprogramm deutlich aufgestockt und eine Informationskampagne gestartet werden. Wegen stark unterdurchschnittlicher Windverhältnisse blieb die insgesamt regenerativ erzeugte Strommenge im Jahr 2009 mit 93,3 Mrd. kWh etwa auf gleichem Niveau wie 2008. Der relative Anteil stieg wegen des gesunkenen Stromverbrauchs dennoch auf 16,1 Prozent (2008: 15,1 %). Die installierte Leistung in den Bereichen Wind, Sonne, Wasser, Bioenergie und Geothermie stieg 2009 zusammengenommen um rund 5400 MW. „Damit liegt der Ausbau der Erzeugungskapazitäten voll im Plan unserer Branchenprognose“, konstatierte BEE-Geschäftsführer Klusmann. Diese gehe davon aus, dass die Erneuerbaren Energien 2020 bereits 47 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland decken. „Eine Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke ist daher ebenso wie der Bau zusätzlicher Kohlekraftwerke nicht nur unnötig, sondern in erheblichem Maße kontraproduktiv.“ Ebenso trage die geplante Kürzung der Vergütung für Solarstrom zur Verunsicherung der gesamten Erneuerbaren-Branche bei. Sie stelle die Investitionssicherheit massiv in Frage. „Wir appellieren daher an Regierung und Parlament, Kürzungen mit Augenmaß vorzunehmen und die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Solarunternehmen nicht aufs Spiel zu setzen“, sagte Klusmann. Im Verkehrssektor hat sich 2009 die schlechte Entwicklung des Vorjahres fortgesetzt. Der Einsatz von Biokraftstoffen war weiter rückläufig, so dass nur noch ein Anteil von 5,4 Prozent Erneuerbarer Energie im Verkehrssektor eingesetzt wurde. Das entspricht einer Energiemenge von 33,8 Mrd. kWh (2008: 36,7 Mrd. kWh). Klusmann: „Unsere Warnungen haben sich im Verkehrssektor leider vollständig bewahrheitet. Die kurzfristige Verschlechterung der politischen Rahmenbedingungen hat innovative Unternehmen der deutschen Biokraftstoffbranche in die Insolvenz getrieben und im Gegenzug den Anteil fossilen Öls im Verkehr wieder erhöht.“ Der notwendige Neustart in der Biokraftstoffpolitik stehe nach wie vor aus. Von der im Koalitionsvertrag von Union und FDP versprochenen schnellen Wiederbelebung des Reinkraftstoffmarktes sei bisher noch nichts zu erkennen. „Den aufgeschriebenen Worten müssen jetzt Taten folgen, um auch im Verkehrssektor die Energiewende voranzutreiben“, verlangte Klusmann. E-Mail: presse@bee-ev.de www.bee-ev.de/3:441/Meldungen/2010/Erneuerbare-Energien-2009-weiter-auf-Wachstumskurs.html
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19.02.10 Bekämpfung des Welthungers war Gestern: Schamlosigkeit statt globaler Strukturpolitik Entwicklungspolitik und Globalisierung sind Themen, die angesichts der – auch militärisch kaum zu haltenden – Festung Europa ganz oben auf der Agenda der Regierenden in diesem Land stehen sollten. Vieles ist in der Vergangenheit in Sachen Entwicklungshilfe schief gelaufen. Daß es noch ärger kommen könnte, konnte sich bis dato wohl niemand vorstellen: Das BMZ verkommt zur Versorgungsanstalt von Parteigenossen und Bundeswehrkumpels. Die von Ressortchef Dirk Niebel (FDP) geplante Berufung des FDP-Militärexperten, Oberst Friedel Eggelmeyer, zum Abteilungsleiter im Entwicklungsministerium (BMZ) stößt auf Widerstand in allen anderen Parteien. Steven Geyer stellt ein Meinungsbild auf FR-ONLINE zusammen: "Niebel mache sein Ministerium "in schamloser Art und Weise zu einem Auffangbecken für alte FDP-Freunde und Bundeswehr-Kameraden."( Claudia Roth/GRÜNE) Auch die CSU mahnt an, dass es "auch in anderen Regierungsparteien gute Entwicklungspolitiker gibt" (Dagmar Wöhrl/CSU). "Mit seiner Personalpolitik entwickelt sich Niebel zum Rambo der Entwicklungszusammenarbeit …Soldaten sind keine Entwicklungshelfer und deshalb hat ein Oberst im Ministerium nichts verloren." (Heike Hänsel/DIE LINKE) „Erst holt Reservist Niebel verdiente Parteisoldaten ins BMZ, jetzt kommen die richtigen Soldaten … Es ist unerträglich, wie im BMZ derzeit Versorgungsposten geschaffen werden …Landser-Käppi auf und ab nach Afrika – das ist Kolonialstil vergangener Tage und hat nichts mit moderner Entwicklungsarbeit zu tun." (Sascha Raabe/SPD). Im Grunde ist Niebels Personalpolitik ein Fall für die Staatsanwaltschaft. Leider ist die Veruntreuung von Steuergeldern nicht strafbar. Schade. In der Bundeswehr gibt es seit Abschaffung des Kadavergehorsams die schöne Sitte, offensichtlich unzurechnungsfähigen Vorgesetzten Befehle erteilen zu dürfen: Grüße vom Fahnenjunker an den Kompaniechef: Stillgestanden. Abtreten! (FR-ONLINE/gbk) www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2328173_Jetzt-auch-in-der-Union-Experten-gegen-Niebels-Oberst.html
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18.02.10 Windräder und der Erhalt des Landschaftsbildes Es ist schon merkwürdig: wenn es um ein paar Windkrafträder geht, spielt die Erhaltung des Landschaftsbildes im konservativen (man beachte die spätrömischdekadente Wortbedeutung) Lager eine tragende Rolle. Der Ausbau der Regionalflughafens Kassel-Calden und der B 49 sowie andere von der CDU/FDP-Landesregierung massiv vorangetriebene Projekte sind offensichtlich landschaftspflegerische Maßnahmen. Zwischen Bergen-Enkheim und Maintal planen die Anlagenbauer der hessischen Renertec GmbH die Errichtung von vier Windkraftanlagen - den ersten auf Frankfurter Gebiet. Und schon ist wieder Teufel los. Daniel Majic berichtet auf FR-ONLINE über den Konflikt. Danach haben die Anlagenbauer im Bergen-Enkheimer Ortsvorsteher Helmut Ulshöfer (Grüne) auch einen Verbündeten: "Wir Grünen glauben, dass die ökologischen Vorteile die Nachteile überwiegen." Denjenigen, die eine "Verschandelung" der Landschaft befürchten, empfehle Ulshöfer einen Spaziergang entlang der Hohen Straße. "Über die jahrzehntealten Strommasten regt sich niemand auf, aber vier Windräder sind auf einmal ein Schock für die Kulturlandschaft." wird er von Majic zitiert. PS: Der Berger Rücken war als Vorrangfläche für die Aufstellung von Windkraftanlagen ursprünglich im Entwurf des regionalen Flächennutzungsplans vorgesehen. Auf Betreiben der CDU-FDP-Mehrheit im Planungsverband Ballungsraum Rhein-Main wurde ihre Zahl von 66 auf acht zusammengestrichen. Da dies einer gerichtlichen Prüfung nicht standgehalten hätte, strich die Mehrheit diese Flächen im letzten November ganz aus dem Plan. Jetzt dürfen Windkraftanlagen überall dort gebaut werden, wo bau- oder umweltrechtliche Vorschriften (BImSchG, TA Lärm) diesen Anlagen nicht entgegenstehen. (FR/gbk) www.fr-online.de/top_news/2323729_Neue-Energien-in-Frankfurt-Windraeder-auf-dem-Ruecken.html
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17.02.10 Kanaren - Inseln der Umweltsünder Film von Johannes Höflich und Jo Angerer heute 20.15 Uhr auf 3Sat „Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote: Für Millionen Deutsche sind die Kanarischen Inseln das Top-Urlaubsziel. Dort wird alles geboten, Animation im Hotel und deutsches Bier am Strand inklusive. Doch die Kanaren haben auch eine andere Seite. Wenige Kilometer hinter dem Strand, im Landesinneren, kann man fast unberührte Landschaften finden. Dorthin verirren sich nur wenige Touristen. Doch das Paradies ist trotzdem bedroht: Nach wie vor werden Hotels mitten in Naturschutzgebieten gebaut und renoviert - vielfach illegal und ohne Baugenehmigung. Mitunter schreitet die spanische Justiz ein, doch bewirkt hat sie kaum etwas. Zu mächtig sind Hotelbesitzer und Bauunternehmer. Deutsche Tourismuskonzerne verdienen oftmals mit. Naturattraktionen wie der Nationalpark am Teide, dem höchsten Berg Spaniens, vermüllen zunehmend. Zahllose Trekking-Touristen lassen ihren Abfall einfach am Wegrand liegen. Giftige Abwässer aus mangelhaften Kläranlagen zerstören außerdem die empfindliche Unterwasserwelt. Die zweiteilige Reportage "Bedrohte Paradiese" stellt Inseln vor, die als Paradies gelten, vom Mensch aber immer weiter zerstört werden. In der zweiten Folge dokumentieren Johannes Höflich und Jo Angerer zusammen mit dem renommierten Meeresbiologen Robert Hofrichter die bedrohte Umwelt auf den Kanarischen Inseln. Sie sprechen mit einheimischen Umweltschützern, die oftmals auf verlorenem Posten gegen gigantische Wirtschaftsinteressen kämpfen, und konfrontieren deutsche Reiseveranstalter mit den Folgen des Massentourismus. Als nächsten Beitrag der Themenwoche "Naturwunder" zeigt 3sat am Donnerstag, 18. Februar, um 20.15 Uhr die Dokumentation "Neuseelands Fjorde".www.3sat.de Weitere Infos: www.landusewatch.info/40573/40878.html (Lanzarote)
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17.02.10 Versprochen, gehalten Wir erinnern uns: rhe Niebel Minister wurde, wollte er das Ministerium abschaffen, dem er nun vorsteht. Unterm Strich scheint ihm die Einlösung des Wahlversprechens dennoch gelungen zu sein. „Die OECD rügt Deutschlands geringes Engagement in der Entwicklunghilfe. Kein Wunder: Minister Niebel hat die besten Fachkräfte aus seinem Haus geworfen … Der personelle Kahlschlag, den Niebel seit Herbst vollzogen hat, ist beispiellos. Die Leitungsebene des Hauses hat Niebel mit fast durchweg unerfahrenen Parteileuten besetzt. …… Niebels Motto lautet ‚Loyalität kommt vor Fachlichkeit’ “ Gordon Repinski rechet heute auf TAZ.DE mit Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel ab. Entwicklungshilfepolitik finde nicht statt: „Große Linien wie die von Vorgängerin Heidemarie-Wieczorek-Zeul geprägte Idee der ‚globalen Strukturpolitik’ sind nicht zu erkennen. ‚Er geht mit der Entwicklungspolitik um, als würde er sie abschaffen wollen’, sagt die SPD-Politikerin Kofler.“ www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/oecd-ruegt-deutsche-entwicklungshilfe
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17.02.10 "Italien rutscht" titeln italienische Blätter "Was wir jetzt vor Augen haben, hat aber recht wenig mit der Natur zu tun", erklärt Massimo Gargano von der nationalen Vereinigung für Entwässerung der römischen Tageszeitung "La Repubblica". Die wilde Urbanisierung habe sich in das Land gefressen, der Boden nehme Wasser nicht mehr auf, so dass es mit hoher Geschwindigkeit "wie auf einer Eisbahn abfließt", sagt Gargano. Hinzu komme, daß der Klimawandel Regenfälle in schwere Wolkenbrüche verwandle. N-TV berichtet über die Berichterstattung in Italien www.n-tv.de/panorama/Ursachenforschung-in-Kalabrien-article732550.html
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17.02.10 Pakt mit dem Teufel: Obama setzt auf Atomkraft "Yes we can." Thomas Pany berichtet auf TELEPOLIS über den merkwürdigen Sinneswandel. Im Wahlkampf habe Obama gesagt, dass der Bau neuer Reaktoren erst in Frage käme, wenn Sicherheitsprobleme der Atommüllentsorgung geklärt seien. Sind sie aber nicht. Beobachter sähen – so Pany - in den jüngsten Atomenergie-Ankündigungen Obamas einen taktischen Zug, der sich um die Gunst von atomenergiefreundlichen Republikanern bemühe um unter anderem sein Klimaschutzgesetz durchzubringen. www.heise.de/tp/blogs/2/147088
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16.02.10 Lula - auch nur ein Genosse der Bosse? Seit September 2006 baut ThyssenKrupp zusammen mit dem brasilianischen Bergbaukonzern Vale an einem riesigen Stahlwerk der Companhia Siderúrgica do Atlântico (CSA) in der Bucht von Sepetiba. (Bundesstaat Rio de Janeiro). ThyssenKrupp hält 73 Prozent an der CSA. Was von Lulas Regierung als industrielle Großtat gefeiert wird, bezeichnen Menschen aus der Region als Bedrohung der wirtschaftlichen Existenz von rund 8.000 Fischern. Ein Bericht von Helmut Lorscheid auf TELEPOLIS. www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32092/1.html
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16.02.10 2000 Euro pro Hektar: Haste mal 'nen See? Was im Westen kaum bekannt ist, sorgt insbesondere in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern für Entsetzen: Der Bund verkauft über die Bodenverwertungs- und –verwaltungs GmbH BVVG (Motto: „Land zum Leben“) alle Seen, Tümpel und Teiche in Ostdeutschland, die 1945/1946 verstaatlicht und später Volkseigentum der DDR wurden. Insgesamt geht es um eine Fläche von 25000 Hektar. 10.000 Hektar Gewässer sind schon privatisiert. Im Angebot sind auch Wiesen, Äcker, Waldflächen, Baugrundstücke und Häuser. Bürgermeister, Dorfbewohner, Naturschützer und Angler wehren sich. Mehr als 100000 Unterschriften gegen die Verkäufe sind gesammelt und liegen beim Petitionsausschuss des Bundestages vor. Auch Till Backhaus, der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, wendet sich im Interview mit FR-ONLINE gegen den Ausverkauf ostdeutscher Landschaften: „Seen sollten Gemeinschaftseigentum bleiben. Wasser ist Leben, Wasser ist ein wichtiges Lebensmittel. Es ist für die Perspektive der Menschen einfach von großer Bedeutung. Ich halte es für notwendig, dass unsere Seen weiter in öffentlichem Besitz bleiben.“ Bernhard Honnigfort berichtet heute auf FR-ONLINE über den Mellensee. Der einzige See des gleichnamigen Dorfes ist bei der BVVG zum Schnäppchenpreis von 440.000 Euro im Angebot. www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2319798_Entsetzen-in-Ostdeutschland-Haste-mal-nen-See.html Weitere Infos: www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2319894_Interview-mit-Till-Backhaus-Kann-den-Zorn-der-Leute-verstehen.html www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2319835_Seen-Verkauf-in-Ostdeutschland-Merkels-Reste-Rampe.html www.gemeinde-am-mellensee.de www.bvvg.de www.naturfreunde-brandenburg.de/text/UmweltbriefeSeite10.pdf http://commonsblog.wordpress.com/2009/07/21/onlinepetition-gegen-gewasserprivatisierung
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15.02.10 Wenn der Bürgermeister die Bulldozer schickt Mitten im Winter lässt Moskaus Bürgermeister Luschkow rabiat eine alte Datschensiedlung abreißen. Offiziell heißt es, dort solle ein Park entstehen - die Bewohner vermuten jedoch, dass die Behörden es auf das Bauland abgesehen haben. Bei seiner Gründung 1957 lag Retschnik noch im Moskauer Umland, inzwischen hat die boomende Metropole das Dörfchen umwuchert. Aus Moskau berichtet Friedhelm Weinberg für SPIEGEL.DE. www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,677248,00.html
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14.02.10 Valentinsland Kenia Kenia ist das Land, wo unsere Rosen zum Valentins- und Muttertag blühen. Sie tun das übers ganze Jahr ohne energieaufwändige Hilfsmittel. Deshalb – und weil Arbeit in Kenia kaum was kostet - sind die Produktionsstätten dorthin verlagert worden. Man nennt das Globalisierung. Mehr als 50.000 Blüten pro Hektar ist dort der Ertrag. Daran erinnert Benjamin Dürr am Valentinstag auf ZEIT.DE. Zweidrittel aller in Deutschland – dem größten Markt in der EU - verkauften Rosen kommen aus Kenia. Vor allem aus Naivasha. Weit mehr als die Hälfte der Kenianer leben von der Landwirtschaft. Allerdings sind nur etwa 20 Prozent der Fläche des Landes nutzbar. Der Rest ist wegen karger Böden oder zu geringen Niederschlägen meist Brach- oder Bergland. Abgesehen davon, daß der Anbau von Rosen für „den Tag der Liebe“ in einem Land, das regelmäßig von Hungerkatastrophen heimgesucht wird, ganz offensichtlich obszön ist: es kommt noch dicker. 2006 zahlte die größte Rosenfirma Sher Karuturi (6000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) 56 Euro monatlich. Davon lässt sich auch im Entwicklungsland Kenia keine Familie durchbringen. Hinzu kommt die erhebliche Gesundheitsgefährdung durch Pestizide. Zu den Folgen für die Region schreibt Dürr: „Wassermangel in der Stadt, durch Abwasser und Pflanzenschutzmittel vergiftete Böden sind die Folgen, die Menschen und Tiere in dieser Region in Zentral-Kenia spüren.“ Inzwischen gibt es Siegel wie „fair trade“. Wirklich umweltfreundlich sind Schnittblumen allerdings nicht herzustellen – es sei denn, man holt sie aus dem eigenen Garten. Mitten im Februar müssen es ja nicht unbedingt Rosen sein. Es gibt viele winterblühende Gehölze. Die duften sogar - im Gegensatz zu den auf schnelles Wachstum gezüchteten Hochleistungsrosen aus Kenia Zaubernuss (Hamamelis), Chinesische Winterblüte (Chimonanthus praecox), Schneeforsythie (Abeliophyllum distichum) und das Winterblühende Geissblatt (Lonicera x purpusii) sind ausserordentlich schöne Gehölze und bestens geeignet für ein schönes Gesteck. Zudem in unseren Breiten jahreszeitengemäß. Und in jedem Garten und von auch professionellen Gärtnern leicht zu ziehen.Ganz ohne verherende Auswirkungen auf die Umwelt, ganz ohne Hungerlöhne- und ohne Transport, der die persönliche CO2-Bilanz und den ökologischen Fussabdruck in Negativwerte bringt, die auch mit täglichem Radfahren nicht mehr einzuholen sind. Es gilt letztendlich im Grundsatz, was wir schon seit Jahrzehnten sagen: kauft regionale Produkte (allerdings eine Regel mit Ausnahmen - die globalisierte Welt kompliziert geworden und verlangt von uns VerbraucherInnen Kenntnis und Nachdenken. Sorry. Können wir auch nix für. Was die Valentinsrosen angeht: den Kauf könnte man - einig bin ich da mit mir nicht - rechtfertigen, wenn man " fair traide" kauft und noch allerlei Ablasshandel betreibt. Lieber regional einkaufen. (ZEIT.DE/gbk) www.zeit.de/wissen/2010-02/valentinstag-rosen-afrika Weitere Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Naivasha www.kn-portal.com/fileadmin/_public/documents/knworld/2009_2/de/KNWorld_4D.pdf www.bgi-ev.com www.karuturi.com www.fairflowers.de/ www.transfair.org www.transfair.org/news-service/blumen-finder.html
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13.02.10 NSG Biblis – ein Traum rückt näher, oder? "Unglaubwürdig" und "unverlässlich" nennt der bayerische Umweltminister seinen Kollegen. Röttgens Forderung, Deutschland so bald wie möglich von Kernenergie unabhängig zu machen, sei nicht hinnehmbar – und widerspreche dem Koalitionsvertrag zwischen Union und FDP. Frau Lautenschläger pflichtete ihm bei. Eine halbe Autostunde von ihrem Wiesbadener Amtssitz entfernt dampft das marode Kernkraftwerk Biblis im hessischen Ried vor sich hin. Nach gültigem Atom-Ausstiegsbeschluss droht ihm die Abschaltung noch in diesem Jahr. Dann könnte mit dem Rückbau begonnen werden. So weit soll es nach dem Willen von Lautenschläger, Söder und Gönner (Gönner, wer zum Teufel ist das?) nicht kommen. Das Unionstriumvirat rottete sich daher gestern Vormittag im Bundesrat zusammen, um Röttgen presseöffentlich abzuwatschen. Wer solche Parteifreunde hat, braucht keine Feinde mehr. (ZEIT.DE/gbk) www.zeit.de/politik/deutschland/2010-02/roettgen-atom-soeder Weitere Infos: www.zeit.de/wirtschaft/2009-12/ausblick-energie www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/die-notoperation-der-atomindustrie http://de.wikipedia.org/wiki/Atomausstieg
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12.02.10 "Almacén Temporal Centralizado" (ATC) oder die Suche nach dem Atomklo Die Zentralregierung in Madrid sucht nach einem Standort für ein zentrales Zwischenlager. Hier sollen die 7000 Tonnen hochradioaktiven Mülls gelagert werden, die das Land in 30 Jahren Atomstromproduktion angehäuft hat, berichtet Ralf Streck auf TELEPOLIS. Das ATC sollte schon 2010 in Betrieb gehen, doch die Ausschreibung scheiterte 2006 mangels Bewerbern und heftigem Widerstand in Gemeinden, die mit dem Projekt liebäugelten. Nunmehr haben sich – dem Lockruf der Fördergelder und Arbeitsplätze folgend - 14 Gemeinden beworben. Davon landeten 8 auf der short list. Madrid wolle – so Streck - das ATC in Ascó (katalanische Provinz Tarragona) oder Yerba (Kastillien-La Mancha) ansiedeln. Es rege sich jedoch sowohl in Ascó wie auch anderen Orten heftiger Widerstand. Dass ausgerechnet die Katalanen ruhig zusehen werden, wie die ungeliebte Zentralregierung ihnen den Atommüll der Nation ins Wohnzimmer schüttet, ist kaum zu erwarten. Im Übrigen sollte Mal jemand nachprüfen, ob der Bürgermeister von Ascó nicht kürzlich die Automarke gewechselt hat. Unter korrupten spanischen Bürgermeistern beliebt sind deutsche Marken wie Porsche und BMW. PS: Mit der Suche nach einem Endlager hat die Zentralregierung noch nicht einmal begonnen. Wenn wissenschaftliche und sicherheitstechnische Kriterien ohnehin keine Rolle spielen, wäre die Casting-Show doch das geeignete Instrument. Dann hätte das verantwortungslose Spiel mit dem tödlichen Stoff wenigstens Unterhaltungswert. (TELEPOLIS/gbk) www.heise.de/tp/blogs/2/147062 Weitere Infos: http://www.contratom.de/news/rssanzeige.php?newsid=21399 http://www.nucleartourist.com/world/spain.htm http://www.csn.es/ http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Asc%C3%B3
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11.02.10 Ende des spanischen Baubooms destabilisiert Euro Experten befürchten – so Stefan Schultz auf SPIEGEL.ONLINE - dass Spanien eine viel größere Gefahr für die Stabilität der Euro-Zone sei als Griechenland. Jahrelang habe das Land von einem beispiellosen und von Spekulanten angeheizten Bauboom profitiert Beispiele: www.landusewatch.info/40573/40878.html (Lanzarote) www.landusewatch.info/40573/40887.html (spanische Mittelmeerküste) http://www.landusewatch.info/40573/89801.html (Mallorca) Schultz: „Jetzt verkommen halbfertige Siedlungen zu Geisterstädten, und die Arbeitslosigkeit wächst auf immer neue Rekorde. Vier Millionen Menschen haben mittlerweile keinen Job mehr, mehr als 20 Prozent.“ www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,676966-4,00.html
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10.02.10 Hoffnung für Tuvalu: Deutsches Klimaschutzgesetz Obama hat eines vorgelegt, die Briten („Climate Change Act“) haben bereits seit zwei Jahren eines – doch die Klimakanzlerin zögert. Schwarz-Gelb ist sich uneins, berichtet Marlies Uken auf ZEIT.DE www.zeit.de/wirtschaft/2010-02/klimaschutzgesetz . SPD und Grüne wollen jetzt das britische Klimaschutzgesetz auf Deutschland übertragen. Ende Januar brachten beide Parteien jeweils Anträge für ein Klimaschutzgesetz in den Bundestag ein. Es geht darum, die politische Absichtserklärung die CO2-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent zu mindern - 2007 abgegeben im Rahmen einer Regierungserklärung – rechtsverbindlich zu machen. Erst dann kann die Regierung in die Pflicht genommen werden. Der WWF hat bereits im letzten Jahr ein Gutachten beim Umweltforschungsinstitut Ecologic (Berlin) in Auftrag gegeben. ZEIT.DE hat bei ECOLOGIC und den Regierungsparteien nachgefragt: " ‚Es gibt keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen ein deutsches Klimaschutzgesetz nach britischem Vorbild’, sagt Ecologic-Fachmann Stephan Sina….Die CDU siehe dennoch keinen Handlungsbedarf. ‚Ich halte von dem Gesetz recht wenig’, sagt Thomas Bareiß, energiepolitischer Koordinator der CDU/CSU-Fraktion….Bei der FDP klingt es ein wenig versöhnlicher. Von einem ‚offenen Diskussionsprozess’ spricht FDP-Energieexperte Michael Kauch.“ Der WWF hat sehr konkrete Vorstellungen, wie das Klimaschutzgesetz aussehen soll: „Es muss Ziele und Zwischenziele zur Reduktion der deutschen Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent und bis 2050 um 80 bis 95 Prozent im Vergleich zu 1990 verbindlich festlegen.Es muss Zwischenziele festlegen, anhand derer festgestellt werden kann, ob die deutsche Klimapolitik noch auf dem richtigen Kurs ist oder ob nachgesteuert werden muss.Es muss die Einrichtung einer hochrangigen, unabhängigen Klima-Kommission vorsehen. Deren Aufgabe wäre es, die deutsche Klimapolitik in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren und öffentlich festzustellen, ob ausreichende Maßnahmen ergriffen wurden. Es müssen langfristig alle für den Klimaschutz wichtigen Gesetze und Verordnungen zusammengefasst, vereinfacht und besser aufeinander abgestimmt werden. Ein solches Klimaschutzgesetz würde die deutsche Klimapolitik transparenter machen. Nur so hätten wir die Sicherheit, nicht das Ziel aus den Augen zu verlieren. Nur so können wir den Klimaschutz in Deutschland anpacken.“ http://www.wwf.de/themen/politik/klimapolitik/deutsche-klimaschutzpolitik/klimaschutzgesetz/ Weitere Infos: http://ecologic.eu/ www.wwf.de/presse/details/news/wwf_fordert_ein_klimaschutzgesetz_fuer_deutschland/ www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/pdf_neu/Microsoft_Word_-_41922_Gutachten_Klimaschutzgesetz30042009.pdf www.bund-berlin.de/nc/bund_berlinde/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/klimaschutzgesetz-kann-sich-rechnen-sicherheit-statt-kostenfalle/?tx_ttnews[backPid]=447&cHash=8e359e77d9
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O9.02.10 Bioenergie und Naturschutz: Synergien fördern, Risiken vermeiden – Presseerklärung Bundesamt für Naturschutz (BfN) „Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat heute in Berlin anlässlich der Fachtagung "Bioenergie aus der Landschaftspflege" ein neues Positionspapier zum Thema Bioenergie vorgestellt. Bioenergie stellt mit rund 70% den überwiegenden Anteil an den Erneuerbaren Energien. "Angesichts der rasanten Dynamik im Bioenergiesektor und der damit verbundenen Intensivierung in der Landwirtschaft muss die Erzeugung und Gewinnung der Bioenergie differenziert und mit Augenmaß erfolgen. Immer noch finden naturverträgliche Formen der Biomasseerzeugung, die sich positiv auf die Entwicklung der Arten- und Lebensraumvielfalt in der Kulturlandschaft auswirken, zu wenig Beachtung", sagte die BfN-Präsidentin, Prof. Beate Jessel. Nach Ansicht des BfN müssen Aspekte des Naturschutzes beim Ausbau der Bioenergienutzung besser integriert werden. So kann es beispielsweise in ausgeräumten, strukturarmen Landschaften (in denen z.B. Gehölzgruppen fehlen) durch den sinnvoll gesteuerten Anbau von schnell wachsenden Gehölzen zu einer Aufwertung des Landschaftsbildes und der Kulturartenvielfalt kommen. Aber auch die Kombination von land- und forstwirtschaftlichen Flächen in Agroforstsystemen kann zu einer Erhöhung der Biologischen Vielfalt beitragen, da damit Lebensräume für z.B. Vögel und Kleinsäuger geschaffen und zugleich die natürlichen Ressourcen wie Boden und Wasser geschont werden. Ebenso kann sich die Verwendung alter Kultursorten, die Erhaltung von extensivem Grünland und naturschutzfachlich wertvollen Flächen günstig auf die Tier- und Pflanzenartenvielfalt auswirken. Besonders auf wertvollen Naturschutzflächen, für deren Erhaltung eine Pflege notwendig ist, bietet die energetische Nutzung der anfallenden Schnittgüter (Gehölzschnitt oder Heu) eine sinnvolle Option, um einer Nutzungsaufgabe wie auch einer Intensivierung entgegenzuwirken. Voraussetzung ist allerdings ihre ökonomische Tragfähigkeit, d.h. dass finanzielle Anreize und Fördermöglichkeiten entsprechend ausgestaltet werden. "Die Erhaltung der Biologischen Vielfalt und konsequenter Klimaschutz sind nicht als Gegensätze zu verstehen, sondern bedingen sich gegenseitig", sagte die Präsidentin. "Nur nachhaltig und naturverträglich angebaute Biomasse kann auch wirklich einen Beitrag zur Erhaltung der Biologischen Vielfalt sowie zur Verringerung des Treibhauseffekts leisten. Mit diesem Anliegen müssen relevante Strategien und Steuerungsinstrumente für die spezifischen Anforderungen des Biomasseanbaus angepasst bzw. fortentwickelt werden. Anderenfalls sind unter Umständen die Risiken für die Natur und die klimawirksamen Emissionen höher als die positiven Effekte", so Beate Jessel. Die in dem BfN-Papier dargestellten Prinzipien, Forderungen und Umsetzungsbeispiele liefern dafür innovative Gedankenanstöße. Der Hintergrund für die Erarbeitung des Positionspapiers ist, dass mit einer ausschließlich auf die Energieausbeute ausgerichteten Bioenergieerzeugung die Flächenkonkurrenzen in der Landnutzung zunehmen. Die Folgen: Es kommt in der Landwirtschaft zu engeren Fruchtfolgen bis hin zu deren Aufgabe, die Kulturartenvielfalt nimmt immer weiter ab, der Anbau von Kulturpflanzen erfolgt regional zunehmend in Monokulturen und der Verlust von Strukturelementen in der Landschaft steigt. Das BfN fordert auch, dass die Vornutzung der Flächen und die indirekten Landnutzungsänderungen durch Bioenergie in eine Umweltbilanz einfließen. So ist beispielsweise der Umbruch von artenreichem Grünland für den Biomasseanbau durch seine Emissionen an Treibhausgasen und den Verlust von Lebensräumen, weder im Sinne des Klima- noch im Sinne des Naturschutzes. Das Papier umfasst Forderungen, Ansätze zur Realisierung und Umsetzungsbeispiele und will damit Impulse geben, Synergien zwischen der Biomasseanbau und -nutzung und Naturschutz künftig aktiver zu nutzen. Das Positionspapier „Bioenergie und Naturschutz – Synergien fördern, Risiken vermeiden“ kann im Internet unter http://www.bfn.de/positionspapiere.html herunter geladen werden. Hinweis:Die UNO hat 2010 zum Internationalen Jahr der Biodiversität erklärt. Damit bietet sich allen Akteuren in Bund, Ländern, Gemeinden, Wirtschaft sowie NGOs, Wissenschaft und weiteren Interessierten die Gelegenheit, während einer Phase erhöhter Aufmerksamkeit, miteinander in einen Dialog über Biodiversität zu treten. Weitere Information unter www.kalender.biologischevielfalt.de. Das Bundesumweltministerium (BMU) und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) rufen zu einem Wandertag am Tag der biologischen Vielfalt (Pfingstsamstag, den 22.5.2010) auf. Motto: Gemeinsam wandern – Deutschlands Vielfalt erleben! Weitere Information unter www.wandertag.biologischevielfalt.de“
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08.02.10 UN fordert Ökologisierung der internationalen Wirtschaftspolitik Der Generalsekretär der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad), Supachai Panitchpakdi, habe am Montag erklärte: Die Entwicklungsländer müssten konsequent einen nachhaltigen Wandel der wirtschaftlichen Strukturen vorantreiben. Dabei sollten sie Energie sparen und erneuerbare Energien sowie neue landwirtschaftliche Methoden kombinieren. Großes Potential habe der Ausbau der ökologischen Landwirtschaft. Ein Artikel von S. Kosch und J. Otten für TAZ.DE. www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/green-deal-fuer-den-sueden Siehe auch: www.zeit.de/wirtschaft/2010-02/unctad-studie-klima
UNCTAD-Presseerklärung im Original: “The Trade and Environment Review 2009/2010: Promoting Poles of Clean Growth to Foster the Transition to a more Sustainable Economy places particular emphasis on the transition to a more sustainable economy in the 140-plus low-income and least developed countries, which - although they did not cause the economic, financial, climate and food crises (for instance, they account for less than 10 per cent of energy-related greenhouse gas emissions of all developing countries) - have to bear the brunt of these crises. How can they mitigate these interrelated crises while transiting to a qualitatively and structurally different growth and development model? Based on an in-depth analysis of the root causes of the current systemic economic and financial crisis, the Trade and Environment Review 2009/2010 highlights the need for a proactive mitigation strategy that addresses ecological, social and financial reform in an interrelated way, tying new green growth poles to job- and income-generating activities and financial reform. The Trade and Environment Review 2009/2010 singles out three clean growth "poles" (i.e. enhancing energy/material/resource efficiency; mainstreaming sustainable agriculture; and harnessing renewable energy for sustainable rural development) that can effectively "magnetize" key parts of the economy of these developing countries and thus lead to relatively quick clean growth impulses that, in the short and medium term, have negative costs and short payback periods. In this regard, the Trade and Environment Review 2009/2010 counters the myth that currently only a limited number of low-cost mitigation opportunities exist, and that more effective mitigation could be achieved only with new technologies. The analysis confirms that many of the required technologies already exist, but that creating the necessary economic incentives and structures will be the most significant political challenge. The Trade and Environment Review 2009/2010 highlights the importance of far more proactive government roles in particular in stimulating structural change and related technological progress so that the structural and technological effects lead to a qualitatively different growth and development path that compensates for the negative ecological impact of the scale effect of economic growth. This will require a far more pronounced use of active industrial policies reversing the trend of governmental passiveness advocated under the neoliberal growth paradigm. Such a shift to active industrial policies may require bigger policy space under current rules of the multilateral trading system.” www.unctad.org/Templates/Page.asp?intItemID=5305&lang=1 www.unctad.org/Templates/webflyer.asp?docid=12579&intItemID=5304&lang=1&mode=downloads
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04.02.10 Metropol-Region Rhein-Main: „Union überwindet Grenzen“ Auf dem Aschaffenburger Schloss kündigten die Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) und Roland Koch (CDU) laut FR-ONLINE eine intensivere Kooperation in der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main an - über Ländergrenzen hinweg an. Anders als die Sozialdemokraten, die sich mit dem Regionalkreis auch eine neue politische Struktur für den hessischen Teil der Metropolregion vorstellen könnten, bauten die Regierungspolitiker auf freiwillige Kooperationen in den bestehenden Strukturen. Das Ballungsraumgesetz sollte in Hessen mehr Kooperation erzwingen. Es läuft 2011 aus. Derzeit sind Gespräche über seine Fortschreibung im Gang. www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/hessen/2268535_Metropol-Region-Union-ueberwindet-Grenzen.html
Hintergrundinfo aus Wikipedia: Das Rhein-Main-Gebiet ist eine Wirtschaftsregion und ein städtischer Ballungsraum am Zusammenfluss von Main und Rhein. Es liegt im Süden Hessens sowie Teilen der angrenzenden Bundesländer Rheinland-Pfalz (Rheinhessen - Mainz) und Bayern (Unterfranken - Aschaffenburg). Nach dieser Abgrenzung umfasst die Metropolregion 14.800 km² Fläche mit etwa 5,5 Millionen Einwohnern. Es ist die je nach Definition zweit- oder drittgrößte der elf offiziellen europäischen Metropolregionen in Deutschland und eine der am stärksten wachsenden (jeweils nach Einwohnern).Eine bis heute gültige Besonderheit der Region ist, dass es niemals in der Geschichte eine territoriale Einheit des Rhein-Main-Gebiets gab. Der tausendjährigen Kleinstaaterei verdankt die Region ihre kulturelle Vielfalt, aber auch die im Gegensatz zu konkurrierenden Metropolregionen fehlende Kooperation und Koordination. Die zentrale und verkehrsgünstige Lage in Südwestdeutschland förderte schon Mitte des 19. Jahrhunderts die Industrialisierung der Region. Mit Aufkommen der Regionalplanung in Deutschland begann auch im Rhein-Main-Gebiet, vor allem in der engeren Stadtregion Frankfurt, eine Phase der Institutionalisierung. Durch starke Suburbanisierung wurde eine Lösung der anstehenden Probleme im regionalen Maßstab immer dringender. Während der 1960er Jahre wurde lange um Stadtkreis- und Regionalstadtmodelle gerungen, die stets den Wegfall administrativer Ebenen mit sich gebracht hätten. 1975 wurde als Kompromiss der Umlandverband Frankfurt (UVF) per Landesgesetz ins Leben gerufen – dieser war ein sogenannter Mehrzweckpflichtverband und sollte zahlreiche Aufgaben übernehmen: Zum einen sollte er für die 43 Mitgliedskommunen die Flächennutzungsplanung im Rahmen eines gemeinsamen Flächennutzungsplans übernehmen. Dazu kamen zahlreiche Trägerschaftsaufgaben, z. B. der Wasserver- und Abwasserentsorgung, der Abfallentsorgung, regionaler Freizeiteinrichtungen u. a. Der UVF konnte seinen Aufgaben allerdings nicht überall nachkommen, da ihm zahlreiche Einrichtungen nicht wie vorgesehen überlassen wurden. Der Umlandverband geriet schnell in die Kritik. Diese gipfelte 1995 im sogenannten „Jordan-Papier“ des SPD-Bezirks Hessen-Süd, mit dem eine Neuordnung des Regierungsbezirk Darmstadt durch Regionalkreise vorgeschlagen wurde. 1999 griff die neu gewählte CDU/FDP-Landesregierung unter Roland Koch die Kritik am Umlandverband auf und schuf im Jahr 2000 mit dem Ballungsraumgesetz eine neue Regionalstruktur: Der Umlandverband Frankfurt wurde durch den Planungsverband Ballungsraum Frankfurt Rhein-Main abgelöst, das Aufgabenspektrum auf die Planung reduziert und das Verbandsgebiet (Ballungsraum) von 43 auf 75 Kommunen erweitert. Sämtliche Trägerschaftsaufgaben des UVF sollten sich freiwillig in der Region organisieren und von einem „Rat der Region“, gebildet aus Oberbürgermeistern und Landräten, gelenkt werden. Auf eine demokratische Legitimation dieses Konstruktes wurde verzichtet, das Parlament des Umlandverbandes wurde durch die Verbandskammer des Planungsverbandes ersetzt. Im Vergleich zu anderen Regionalisierungen bleibt die Abgrenzung des Ballungsraumes jedoch deutlich hinter den tatsächlichen wirtschaftlichen Verflechtungen der Kernstädte mit ihrem Umland zurück. Mittlerweile hat die Landesregierung von ihrem Recht, regionale Kooperation zu verordnen zweimal Gebrauch gemacht: Zum einen wurde so die Wirtschaftsförderung Region FrankfurtRheinMain als Gemeinschaftsunternehmen einiger Kernstädte sowie einiger Landkreise gegründet (2005). Diese soll sich um die einheitliche Vermarktung bzw. Präsentation der Region bemühen. Derzeit läuft noch die von der Landesregierung festgelegte Frist zur Bildung eines Kulturzweckverbands - da jedoch einige Kommunen eine Umverteilung von Geldern zu Gunsten der Kernstadt Frankfurt und ihres kulturellen Angebots vermuten, lehnen zahlreiche betroffene Kommunen diesen Verband strikt ab. Die Städte Hanau und Offenbach haben Klagen vor dem hessischen Verwaltungsgerichtshof eingereicht. Das Ballungsraumgesetz wurde von Beginn an heftig kritisiert, z. B. auf Grund eines Eingriffsrechts der Landesregierung, mit dem diese regionale Kooperation per Erlass initiieren kann und wegen der fehlenden demokratischen Legitimation. In der Folge wurden zahlreiche Initiativen gestartet, die eine Neuordnung der Region versuchten: So wurde von der Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth ein „Stadtkreismodell“ vorgelegt, das den Zusammenschluss von Frankfurt mit seinen Nachbargemeinden in einem Kreis vorsah. Die SPD Hessen legte ein Konzept vor, mit dem Hessen insgesamt in vier Regionalkreise unterteilt werden sollte. Keines der Konzepte konnte sich jedoch bislang durchsetzen, so dass die Region Rhein-Main nach wie vor politisch fragmentiert ist. Das Ziel einer „vereinten“ Region verfolgen auch zahlreiche Initiativen in der Region: Dazu gehörte z.B. die Metropolitana, hervorgegangen aus einer Artikelserie der Frankfurt Rundschau (2000-2001), die sich als Verein formierte und später mit der Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain fusionierte. Auch mit Hilfe einer Bauausstellung - vergleichbar der IBA Emscher Park im Ruhrgebiet - sollte das Regionalbewusstsein in der Region mehrfach befördert werden. Eine IBA wurde bereits in Zusammenhang mit der Metropolitana diskutiert, im Jahr 2004 wurde die Idee aufgegriffen und ein Frankfurter Architektur- und Planungsbüro mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt, die 2005 vorgelegt werden sollte. Zu den Initiativen, die sich um eine (politische) Stärkung der Region bemühen, ist auch das IHK Forum Rhein-Main zu zählen. Problematisch an diesem losen Verbund verschiedener IHKn ist allerdings der voluntative Charakter: Da sich das IHK-Forum in den vergangenen Jahren deutlich vergrößert hat, ist auch der regionale Bezug zum Rhein-Main mittlerweile verwässert. Als Bürgerinitiative formierte sich Anfang 2004 die Regionalwerkstatt Rhein-Main. Unter Führung der Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain wurden im Rahmen eines Workshops Ideen zu Zukunft der Region gesammelt. Obwohl die Resonanz anfangs groß war, gelang es den Organisatoren nicht, die Begeisterung für die Idee einer Region Rhein-Main weiter zu tragen, so dass die Initiative im Sand verlief. http://de.wikipedia.org/wiki/Rhein-Main-Gebiet
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03.02.10 "Stuttgart 21": Im Tunnel der Angst Zehn Jahre Bauzeit und mindestens 6,1 Milliarden Euro Kosten: Warum Baden-Württemberg bereit ist, beinahe jeden Preis für das gigantische Projekt "Stuttgart 21" zu zahlen. Das Geheimnis lüftet Bernd Dörries heute auf SZ-ONLINE. www.sueddeutsche.de/,tt8m1/politik/820/502059/text/ Weitere Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Stuttgart_21 http://www.welt.de/wirtschaft/article6228200/Spatenstich-fuer-den-Bahnhofsneubau-Stuttgart-21.html www.kopfbahnhof-21.de/ www.leben-in-stuttgart.de/ www.s21.siegfried-busch.de/
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02.02.10 Bahnhof mit Köpfchen statt Stuttgart 21 - Presseerklärung von Cem ÖzdemirZum heutigen Baustart von Stuttgart 21 erklärt der Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: "Der heute groß zelebrierte Baubeginn ist eine verzweifelte Trockenschwimmübung der Betonköpfe, die immer noch an eine Zukunft dieses irrsinnigen Projekts glauben, obwohl die Mehrheit der Stuttgarterinnen und Stuttgarter klar dagegen ist. Festhalten an den Fehlern der Vergangenheit, statt mit Köpfchen den Verkehr von morgen gestalten, ist offenbar ihre Devise. Mit dem sturen Beharren auf Stuttgart 21 haben sich weder der frühere noch der aktuelle Bahnchef als besonders lernfähig erwiesen. Die heutige Start-Show kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es in Stuttgart einen massiven Widerstand gegen das unsinnige Prestigeprojekt gibt, der in den kommenden Wochen weiter wachsen wird. Angesichts dieses öffentlichen Widerstands ist es alles andere als sicher, dass die Tunnelbohrmaschinen überhaupt jemals anrücken werden oder der Seitenflügel des Hauptbahnhofs tatsächlich abgerissen wird. Ein Projekt dieser Dimension über die Köpfe der Bevölkerung hinweg durchzuziehen, wäre zutiefst undemokratisch. Die Befürworter offenbaren ein Höchstmaß an Ignoranz und Egoismus, wenn sie angesichts früherer Erfahrungen bei Projekten dieser Dimension ausgerechnet bei Stuttgart 21 exorbitante Kostensteigerungen kategorisch ausschließen. Zahlreiche Experten weisen darauf hin, dass es nie und nimmer bei 4 Milliarden Euro bleiben wird. Diese Zahl hat keine wirtschaftliche Grundlage, sie ist de facto politisch gewollt, um das Projekt auf Gedeih und Verderben durchzuziehen. Stuttgart 21 ist kein Zukunftsprojekt, sondern ein Milliardengrab, das andere wichtige und wesentlich sinnvollere Verkehrsprojekte wie etwa die Rheintalbahn angesichts fehlender Mittel mit in den Abgrund ziehen wird. Auch die Spende der Firma Herrenknecht, zufällig Hersteller von Tunnelbohrmaschinen, an die CDU in Höhe von 70.000 Euro wirft Fragen auf. Die CDU ist jedenfalls gut beraten, den Hintergrund dieser Spende der Öffentlichkeit glaubhaft zu erklären." www.oezdemir.de/show/3079318.html
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29.01.10 Lobbyarbeit: Viel Kohle für weniger Kohle MdL Van Dinther (CDU) sei "im vergangenen Jahr viel auf alten Zechen-Halden gewesen", versucht ein Sprecher des Landtags zu erklären, wenn er auf den stolzen Lohn („für vier Stunden 30.000 oder 15.000 Euro“) von Landtagsabgeordneten, den der Bergbaukonzern RAG den Mitgliedern seines Regionalbeirats zahlt, angesprochen wird. Annika Joeres berichtet auf FR-ONLINE. Formal solle das Gremium über den Kohleausstieg beraten. www.fr-online.de/top_news/2243881_Lobby-Arbeit-Tausende-Euro-fuers-Kekse-Essen.html
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28.01.10 Roche und die Royal Bank of Canada: Würdige Public-Eye-Preisträger – Presseerklärung EvB In Sichtweite des Weltwirtschaftsforums (WEF) haben die Erklärung von Bern (EvB) und Greenpeace heute die sozial und ökologisch skrupellosesten Firmen des Jahres prämiert. Ihre Public Eye Awards 2010 redlich verdient haben sich die nichtstaatliche Royal Bank of Canada sowie der Basler Pharmakonzern Roche. Auch die Online-Abstimmung für den Publikumspreis mit über 20'000 Teilnehmern konnte Roche nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen gegen GDF/Suez für sich entscheiden. Der erste „Greenwash Award“ geht derweil an das höchst fragwürdige UNO-Wassermandat. Am elften Public Eye in Davos haben Greenpeace Schweiz und die EvB zwei Unternehmen und eine Institution „ausgezeichnet“, deren verantwortungsloser Umgang mit Menschen und Umwelt die Schattenseiten eines von Profitdenken getriebenen, ungezügelten Ultraliberalismus zeigt. „Die andauernde Finanzkrise hat die Systemfehler des Kapitalismus, wie wir ihn kannten, schonungslos offen gelegt und dadurch erst wirklich therapierbar gemacht“, stellte Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph E. Stiglitz per Videobotschaft – statt wie geplant vor Ort – fest. Der Vordenker rechtlich verbindlicher Regeln für transnationale Konzerne warnte aber zugleich davor, dass „die Marktfundamentalisten bereits wieder Morgenluft wittern“ und versuchen, „die zu neuem Selbstbewusstsein erwachte Politik erneut zu schwächen“. Die Royal Bank of Canada gewinnt den diesjährigen „Global Award“. Am Pranger steht das umsatzstärkste Unternehmen Kanadas wegen seiner Rolle als weltweit führender Financier der Ölsandkonzerne. Diese fördern in der Provinz Alberta auf einer Fläche grösser als die Schweiz und Österreich zusammen das dreckigste Rohöl der Welt. In seiner Laudatio berichtet Brant Olson vom kalifornischen Rainforest Action Network von „einer der grössten Umweltsünden des 21. Jahrhunderts“ und fordert deren Hauptgeldgeber zur „endgültigen Abkehr von dieser mittelalterlichen Klimakiller-Industrie“ auf.Weitere Infos ( Abstimmungsresultate und Laudatios) auf www.publiceye.ch Kontakt: Oliver Classen, Erklärung von Bern, Tel. +41 44 277 70 06, oliver.classen@evb.ch Bruno Heinzer, Greenpeace, +41 79 400 88 31, bheinzer@ch.greenpeace.org www.evb.ch/p25017060.html
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27.01.10 Obama bewirbt sich bei Attac Einst waren wir alle umherziehende Jäger und Sammler. Lang währte ein solches Leben nicht, aber man war unter Gleichen. Dann wurden wir sesshaft. Wer mehr Grund und Boden für sich beanspruchte, lebte besser. Sehr viel später lebte noch besser, wer mit den Grundbedürfnissen nach Nahrung und Lebensraum virtuell umging. Der Geldverleiher war geboren. Am besten lebt heute der, der daraus ein für den Durchschnittsbürger undurchschaubares hypervirtuelles Geschäft macht: der Investmentbanker. Ohne die Geldverleiher ist nicht nur unsere westliche Gesellschaft nicht mehr denkbar. Aber spätestens seit der Finanzkrise ist auch für sogenannte konservative Politiker wie Merkel klar, daß es so nicht weitergehen kann. Nun hat sich der mächtigste Mann der westlichen Welt entschlossen, der Wall Street den Kampf anzusagen. Mit seinem Vorhaben bewirbt er sich zwar nicht zwangsläufig um den Vorsitz bei Attac – allerdings nimmt er direkt oder indirekt ihre Systemkritik in sein Regierungshandeln auf. Das lässt hoffen. Kampf dem Finanz-Terror: Der Beginn eines Systemwandels, also der Abschied vom Glauben an das ewigwährende Wirtschaftswachstum ist das noch nicht. Aber immerhin ein Anfang. Stepp by stepp. Ulrich Schäfer kommentiert heute auf SZ.ONLINE die neue Strategie Obamas; „US-Präsident Barack Obama will den Bankern zeigen, dass ihre Logik des ungezügelten Markts und der dicken Boni nicht auf Dauer trägt. Doch dieser Krieg ist ungleich schwerer zu führen als der in Afghanistan und im Irak.“(SZ-ONLINE/gbk) www.sueddeutsche.de/,tt2m1/finanzen/128/501384/text/
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26.01.10 Weniger Touristen auf den Kanaren: Beton oder Finanzkrise? „Auf den Kanaren bleiben die Touristen aus“ titelt heute Alfred Hackensberger auf WELT.DE. Nicht nur Frau Hendriks von der Bodega Chupadero (La Geria/Lanzarote) müsse kleinere Brötchen backen und habe gerade ihren Koch entlassen. „2009 kamen 600.000 Touristen weniger als im Vorjahr auf die Kanarischen Inseln. Ein Rückgang von rund 15 Prozent. Für eine Ökonomie, die zu 80 Prozent vom Tourismus lebt, ist das ein herber Schlag. Allein in den ersten neun Monaten 2009 mussten 5000 kleine und mittlere Unternehmen schließen.“ Ein Leser kommentiert dazu: „Das könnte auch was mit zubetonierter Landschaft und drittklassigen Stränden zu tun haben!“ Wir sehen es etwas anders. An dem heftigen Einbruch 2009 ist sicher die Finanzkrise schuld. Sie hat auch andernorts – etwa auf Mallorca – zu dramatischen Rückgängen geführt. Was insbesondere Lanzarote angeht – siehe unsere Dokumentation unter www.landusewatch.info/40573/40878.html - sind es auch nicht vermeintlich drittklassige Strände (Famara, Papagayos). Es sind vielmehr zugebaute Strände und wachsende Touristensiedlungen, die immer mehr Touristen von einem Kanarenbesuch abhalten. Weniger ist mehr. Dieses Motto von Cesar Manrique ist in den letzten 15 Jahren im Keller verschwunden. Es wurde gebaut, was die Betonmischer hergaben. Mit dem Rückbau erster illegal errichteter Hotel- und Apartmentanlagen sollten Zeichen für eine Trendwende gesetzt werden. (Hackensberger/WELT.DE/gbk). www.welt.de/reise/article5978120/Auf-den-Kanaren-bleiben-die-Touristen-aus.html
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26.01.10 Raus aufs Meer! Endlich ist sie da, die ultimative Lösung aller Landnutzungsprobleme. Nach Mike, Zack und Jessy stach vor wenigen Tagen Abby Sunderland in See. Einmal drumherum um den geschundenen Planeten. Nichts wie hinterher. Was die 16jährige kann, können wir doch schon lange! Und nach der Rückkehr gibt’s ein Handgeld für ersparte Erschließungskosten und Infrastrukturaufwendungen – anteilig zum Durchschnittslebensalter. Nur die „Scorpions“ sollten an Land bleiben: „Werden ja nicht jünger.“ (Rudolf Schenker). gbk www.abbysunderland.com
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25.01.10 Las Vegas in Nigeria? Bis zum ersten April ist es noch eine Weile hin. der ewige Nobelpreisträgerkandidat und Wirtschaftstheoretiker Paul Michael Romer („Der irre Vorschlag eines genialen Wissenschaftlers“ titelt ftd.de) hat es folglich ernst gemeint:. Er will in der sogenannten Dritten Welt riesige Städte neu gründen. Der Plan geht so, fasst Laura Himmelreich für SPIEGEL.ONLINE heute zusammen: „Ein Entwicklungs- oder Schwellenland stellt eine unbesiedelte Fläche zur Verfügung. Einer oder mehrere Industriestaaten entwerfen den Gründungsvertrag, die Charta für die zu bauende Stadt. Die armen Länder liefern das Land, die reichen die Gesetze. Romers Theorie: Wenn die rechtlichen, politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen, kommt der Aufschwung von selbst.“ Wo doch alles so gut funktioniert in den westlichen Industriestaaten. Das letzte, was die Menschen diese Erde brauchen, ist mehr Wachstum, weniger Selbstbestimmung und die Unterordnung unter eine ihnen fremde Kultur. Genau dies ist aber die Basis des schlichten Romerschen Weltrettungskonzepts. Laura Himmelreich bat Steffen Angenendt (Migrationsexperte bei der Stiftung Wissenschaft und Politik – Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit www.swp-berlin.org ) um eine Stellungnahme: „Das sieht sehr nach einer Art Entwicklungsdiktatur aus, nach sozial-technokratischem Planungswahn … Das Konzept ähnelt Ideen, die schon vor 30 Jahren zu Recht in den Papierkorb gewandert sind." By the way: der Stanford-Professor arbeitet für die Hoover Institution on War, Revolution, and Peace www.hoover.org. Hört sich harmloser an, als es ist. Dahinter verbirgt sich ein äußerst einflussreicher konservativer think tank an der Stanford University in Kalifornien. Hier wird erdacht und fundiert, was Attac www.attac.de bekämpft. Zu den Fellows des Instituts gehören oder gehörten Politiker wie Margaret Thatcher, Ronald Reagan und Condoleezza Rice. (SPIEGEL-ONLINE/gbk). www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,668449,00.html Weitere Infos: www.chartercities.org http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Romer www.dw-world.de/dw/article/0,,5089580,00.html www.ftd.de/politik/international/:charter-cities-der-irre-vorschlag-eines-genialen-wissenschaftlers/50048804.html www.brandeins.de/uploads/tx_brandeinsmagazine/072_b1_10_09_interv_romer_01.pdf https://archive.harvardbusiness.org/cla/web/pl/product.seam?c=2275&i=2277&cs=7b9e2623ca9d337e9e6dd0e21012b011
Im Original liest sich die Idee so: “Charter Cities Charter cities offer a truly global win-win solution. These cities address global poverty by giving people the chance to escape from precarious and harmful subsistence agriculture or dangerous urban slums. Charter cities let people move to a place with rules that provide security, economic opportunity, and improved quality of life. Charter cities also give leaders more options for improving governance and investors more opportunities to finance socially beneficial infrastructure projects. All it takes to grow a charter city is an unoccupied piece of land and a charter. The human, material, and financial resources needed to build a new city will follow, attracted by the chance to work together under the good rules that the charter specifies. Action by one or more existing governments can provide the essentials. One government provides land and one or more governments grant the charter and stand ready to enforce it. What might a charter city look like? The concept of a charter city is flexible. Consider three specific examples: Case 1: Canada develops a Hong Kong in Cuba Case 2: Indonesians flock to a manufacturing hub in Australia Case 3: States in India compete for the chance to build a charter city The key in each case lies in timing. The charter comes first, then residents, investors, and employers each decide whether to come live under the rules that it specifies. Historically, the ability to vote with one’s feet has been a powerful force for progress. Charter cities offer a chance to amplify it, dramatically improving the rate at which people get access to better rules. For residents and employers, a key protection is the ability to exit as well as to enter the new cities. For investors in long-lived infrastructure projects, exiting is not an option. Some of the most important and most challenging rules are those that enforce long-term contracts that prevent both expropriation of investors and exploitation by investors. How can we maximize the number of people living and working under better rules? The default process involves change from within. A given group of people participate in a political process that can, in principle, generate change. Since a change in the rules applies to everyone, change from within always involves a mixture of consultation and threatened coercion. As a result, attempts at change from within regularly end in deadlock and persistence of the status quo. Imagine an alternative process in which people can migrate from a society with bad rules to another society with better rules. In this case, the rules in both places stay the same but people move between them. The process of movement between can be more effective than the process of change from within. Just as important, the presence of movement between creates pressures that speed up change from within. Today’s world offers little chance for large-scale migration. The hundreds of millions of people who want to move to places with better rules aren’t allowed in. Charter cities will become the places where they can go. Cities are the right scale for implementing entirely new rules. A coherent set of rules can let millions of people work together and create enormous value on a small tract of land. Because cities are also relatively self-contained, the internal rules in one can differ from the rules in all of its trading partners. Urbanization is the key to the predictable transformation from an economy where most people earn a precarious living in subsistence agriculture (doing great harm to the environment in the process) to one in which most people work in manufacturing and services. The transformation is inevitable; current estimates suggest that an additional 3 billion people will move to cities this century. The quality of their lives will depend on whether these are well-run cities with good rules, or dysfunctional cities with bad rules. Many people continue to move into urban slums with no running water, high crime rates, few steady jobs, and sewage in the streets. The embedded, interlocking systems of bad rules that lead to this type of dysfunction will be exceedingly difficult for existing cities to change from within. A new charter city offers a speedier path to better rules. People who live there, even people who start out earning very little, can live in housing that is safe and sanitary, send their children to school, find work, and live free from fear of crime. All it takes is better rules. We already know what many of these rules are. We already know how to enforce them. Charter cities can create places where the hundreds of millions of people on the bottom rung of economic life could go live and work under these kinds of rules. “ www.chartercities.org/concept
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24.01.10 Prof. Dr. Kurt Biedenkopf, das ewige Wachstum und die endlichen Ressourcen Er hat den Job gemacht, den Heiner Geissler (damals noch CDU-General) nicht wollte – und ihm anbot: den Sachsen ein Landesvater zu sein. Nun treffen sich beide wieder: in ihrer Wachstumskritik. Während Heiner Geissler schon lange – nicht eben leises – Mitglied bei Attac ist, outet sich Biedenkopf erst jetzt als fundamentaler Kritiker des naiven Wachstumsglaubens. Angesichts der hassadeurhaften Operation, die Merkel und Westerwelle mit diesem Land vorhaben, sicher keine Sekunde zu früh. Ob es hilft? „Wir produzieren inzwischen nicht, um Nachfrage zu befriedigen, sondern wir erzeugen Nachfrage, damit wir produzieren können.“ Der Konsum werde zur Schlüsselfrage erklärt. So Biedenkopf heute gegenüber WELT.DE. Es gehe gar nicht mehr darum, ob die Leute das, was sie konsumieren, auch wirklich brauchen. „Ich habe nichts gegen Wachstum. Ich habe aber etwas gegen Wachstum, wenn es zu Lasten der Staatsfinanzen geht. Dann leihen wir uns das Wachstum von der kommenden Generation, um unsere gegenwärtigen Probleme zu erleichtern.“ Gleiches gelte für ein Wachstum zu Lasten endlicher Ressourcen. Auch dann werde die Zukunft in Anspruch genommen. www.welt.de/politik/deutschland/article5962344/Der-Irrglaube-der-Demokratie-an-ewiges-Wachstum.html
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23.01.10 Auf der falschen Schiene In einem Leitartikel zur Bahn befasst sich Frank-Thomas Wenzel auf FR-ONLINE. anlässlich der jüngsten Forderung des WWF, die Bahnkapazität zu verdoppeln, mit dem jämmerlichen Zustand der Bahn: „Die Bahn ist lahm. Woran liegt das? Die Antwort ist einfach. An der Bahnpolitik. Die ist zu einer Art Restposten verkommen. Deshalb gibt es einen Bundesverkehrswegeplan, der offenbar nur noch ein unverbindliches Sammelsurium darstellt.“ Er unterstützt die Forderung des WWF und will einen Masterplan fürs Bahn-Netz. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Zum Wohle der Wiesen, Weiden und Wälder. Und weil die Regierung sonst ihr Klimaschutzziel nicht erreichen wird. Vielleicht wäre - neben dem Masterplan - auch eine gute Idee, die Bahn nicht Managern zu überlassen, die aus der Luftfahrt- und Automobilindustrie kommen. www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/2215489_Leitartikel-zur-Bahn-Auf-der-falschen-Schiene.html
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22.01.10 Tödliche Felder Gentechnik statt Bio in der Baumwolle: Die Berichte über falsch beworbene Mode bei H&M, C&A und Tchibo lenken den Blick auf indische Bauern. Die Industrie dreht ihnen Dünger und Gentechnik an, treibt sie so in die Verzweiflung. Und nicht selten in den Tod. Aus Indien - dem mit 22,16 % der Weltproduktion größten Baumwollproduzenten - berichtet Christine Möllhoff für FR-ONLINE. Die lange Wachstumszeit der Baumwolle erfordert nach der Ente eine rasche Feldbestellung und Neuaussaat. Daher ist der Anbau von Zwischenfrüchten zur Verbesserung der Bodenqualität und zur Unterdrückung von Unkräutern kaum möglich. Besonders auf großen Flächen wird Baumwolle oft ohne Fruchtwechsel mit anderen Nutzpflanzen angebaut. Infolge dieser Monokulturen ist die großflächige Baumwollproduktion stark von Pflanzenschutzmitteln abhängig. Baumwolle gilt als das landwirtschaftliche Produkt mit dem höchsten Einsatz an Chemikalien. Auf Baumwolle entfallen etwa 25 % des weltweiten Insektizid- und 10 % des Pestizidmarktes. Einige Baumwollbauern setzen auf ökologischen Anbau, so dass es heute auch Bio-Baumwollprodukte auf dem Markt gibt. Bio-Baumwolle hält mit ca. 60.000 t Weltproduktion einen Anteil von nur 0,2 % des Weltmarktes. Einige Baumwollbauern setzen auf ökologischen Anbau, so dass es heute auch Bio-Baumwollprodukte auf dem Markt gibt. Bio-Baumwolle hält mit ca. 60.000 t Weltproduktion einen Anteil von nur 0,2 % des Weltmarktes. Es ist daher kein Wunder, wenn Betrüger diese Situation ausnutzen. Hundert Prozent ökologisch angebaute Baumwolle" - so wirbt H&M für die Produktlinie Organic Cotton. Doch die Modekette ist wohl Opfer eines Betrugs in "gigantischem Ausmaß", wie es Sanjay Dave, Direktor der indischen Agrarbehörde Apeda, formuliert. Weitere Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Baumwolle www.fr-online.de/top_news/2224392_Baumwolle-Anbau-in-Indien-Toedliche-Felder.html Katharina Paulitsch, Caroline Baedecker, Bernhard Burdick: Am Beispiel Baumwolle: Flächennutzungskonkurrenz durch exportorientierte Landwirtschaft. Wuppertal Paper Nr. 148 (September 2004), (Download über www.wupperinst.org )
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22.01.10 "Vereinigung zur Besteuerung von Finanztransaktionen im Interesse der BürgerInnen" – 10 Jahre Attac In Frankfurt/Main beschließen am 22. Januar 2000 Mitglieder von rund 50 NGOs aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, ein „Netzwerk zur demokratischen Kontrolle der internationalen Finanzmärkte“ zu gründen. Dieses soll eng mit der Den Anstoß zur Gründung gab ein Leitartikel von Ignacio Ramonet, der im Dezember 1997 in der Zeitung Le Monde diplomatique veröffentlicht wurde und die Gründung einer Association pour une taxe Tobin pour l'aide aux citoyens (deutsch: „Vereinigung für eine Tobin-Steuer zum Nutzen der Bürger“) vorschlug. im Jahr 1998 gegründeten französischen Organisation Attac zusammenarbeiten. Attacs Hauptkritik an den „Kräften der neoliberalen Globalisierung“ (im Sprachverständnis von Attac zu unterscheiden von kultureller, ökologischer, politischer Globalisierung) ist, dass diese das Versprechen eines „Wohlstands für alle“ nicht habe einlösen können. Im Gegenteil: Die Kluft zwischen Arm und Reich werde immer größer, sowohl innerhalb der Gesellschaften als auch zwischen Nord und Süd. Motor dieser Art von Globalisierung seien die internationalen Finanzmärkte. Banker und Finanzmanager setzten täglich Milliardenbeträge auf diesen Finanzmärkten um und nähmen über ihre Anlageentscheidungen immer mehr Einfluss auf die gesellschaftliche Entwicklung. Damit würden die Finanzmärkte letztendlich die Demokratie untergraben. Zum 10jährigen Geburtstag der NGO sind Attac-Forderungen Mainstream. „Die Kritik am freien Fluss der Geldströme ist in den Parteien angekommen. Und es ist nicht mehr Ignacio Ramonet, sondern Bundespräsident Horst Köhler, der den Markt ein Monster nennt“ (FR-ONLINE). Roger Willemsen gratuliert heute auf SUEDDEUTSCHE.DE: "In Attac steckt etwas wie die Wiedergeburt der außerparlamentarischen Opposition, also eine schlüssige Antwort auf die trostlose Selbstbezüglichkeit der politischen Parteien. Attac ist jünger, wendiger, angriffslustiger und in den wichtigsten Fragen leidenschaftlicher und couragierter als diese. Diese Demokratie braucht zum Selbsterhalt Organisationen, die mehr von der Politik verlangen, als Wachstumsförderungsgesetze und Heimwehzulagen." Weitere Infos: www.attac.de http://de.wikipedia.org/wiki/Attac http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/politik/473/500737/bilder/ www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,673481,00.html http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,672755,00.html www.heise.de/tp/blogs/8/146933 www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2224423_Zehn-Jahre-Attac-in-Deutschland-Gemeinsam-gegen-das-Monster.html www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/alle-sind-attac-und-nun
„10 Jahre Attac - 10 von Vielen! Nix läuft wie es soll. Es trifft immer die am unteren Ende. Wer an den Finanzmärkten schon fleißig an der nächsten Krise strickt, kann wieder ordentlich Geld machen. Banken werden mit Steuergeldern gerettet, die uns allen fehlen werden. Im Welthandel geht`s ungerecht zu, die armen Länder werden erpresst und über den Tisch gezogen. Atomkraft soll wieder eine Option sein. Konzerne greifen nach öffentlichen Gütern, und Bildung soll Geld kosten. Wir haben hier eine Zweiklassenmedizin, und viele Millionen Menschen haben weltweit gar keine ärztliche Versorgung, während Pharmakonzerne fleißig verdienen. Flüsse und Seen werden privatisiert – die Welt verkommt eben doch zur Ware. Dabei machen wir nicht mit. Diese Verhältnisse passen uns nicht. Es gibt vieles, was wir dagegen tun können. Hinhören, nachdenken, sich interessieren, sich einmischen – und schließlich: die Verhältnisse rocken, die Welt ändern. Das versuchen wir mit Attac auf ganz unterschiedliche Weise. Wo auch immer Dein Platz in dieser Welt ist, Du hast die Wahl: Rock die Verhältnisse!“ www.attac.de/aktuell/10-von-vielen
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21.01.10 Was für ein Murks Ok, wer ist schon unfehlbar. Was da der Weltklimarat (IPCC) 2007 abgeliefert hat, ist mit Allzumenschlichem vielleicht erklärbar, entschuldbar ist es nicht. Jedenfalls hat ein winziger Abschnitt des Weltklimaberichts („Stand der Klimaforschung“) der Klimawissenschaft und all denen, die in und von der Politik energische Maßnahmen gegen den Klimawandel fordern, einen Bärendienst erwiesen. Jahre später hat irgendjemand den Bericht wirklich gelesen. Und nun ist der Teufel los. Ein ganz eklatanter Fall von Schlamperei ist ans Licht gekommen, berichtet unter anderen Ulf von Rochhaupt auf FAZ.ONLINE unter dem schönen Titel „Voodoo statt Wissenschaft“ Er zitiert den IPCC-Bericht der Arbeitsgruppe II (zehntes Kapitel, Seite 493): „Die Gletscher des Himalaja ziehen sich schneller zurück als in irgendeinem anderen Teil der Welt und wenn die gegenwärtige Rückzugsrate anhält, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sie im Jahr 2035 verschwunden sind, wenn die Erde sich mit der gegenwärtigen Rate erwärmt“. Sprachlich gekonnt kommentiert Rochhaupt: „Dieser doppelte Konditionalsatz ist nicht nur sprachlich ziemlicher Murks sondern auch inhaltlich falsch. Und das Schlimme daran: Jeder mit etwas Grundkenntnissen in Glaziologie und einigen Informationen darüber, wie dick die Gletscher des Himalaja nun sind, hätte stutzig werden müssen. Im Rahmen der bekannten Naturgesetze können sie gar nicht so schnell schmelzen, egal wie stark die Treibhausgasemissionen steigen.“ Ende der Durchsage. Nun ist der Bericht angesichts vieler Meldungen und wissenschaftlicher Beiträge zum Klimawandel betagt. Und niemandem soll das aufgefallen sein? Das erinnert mich ein wenig an das Wegschauen der Linken in Zeiten der Schwarzweißmalerei des Systemwettbewerbs „Kommunismus/Kapitalismus“. Diese Art von Gefolgstreue in Glaubenskriegen können und sollten wir uns nach zweihundert Jahren abendländischer Aufklärung nicht leisten. Zumal es – da hat Wolf Schneider („Der Mensch – eine Karriere“) - recht – neben dem Klimawandel noch einige klitzekleine Problemchen gibt, denen sich die Menschheit zuwenden sollte. Was Schneider nicht sieht: mit dem Klimawandel haben sie schon zu tun. In Beziehung zu ihm lassen sich Armutsflüchtlinge, Hunger und Elend in vielen Teilen der Welt allerdings nur setzen, wenn seriöse Wissenschaft und nicht Voodoo Entscheidungsgrundlage bleibt. Verblödete, betriebsblinde, ehrgeizige und um Pfründe besorgte Wissenschaftler (siehe E-Mail-Affaire) sind allerdings keine guten Ratgeber. Hier sollte ein Selbstreinigungsprozess Klarheit schaffen. Jagt sie aus dem Dorf. Sie müssen nicht unbedingt geteert und gefedert werden. Aber hallo: wenn, dann wäre ich gerne dabei. Ansonsten ist die Politik – also der Staat letztendlich - gefragt. Auch wenn hierzulande bei einigen Politikern – die mit dieser Behauptung gutes Geld verdienen - der Staat als verblödet gilt. (FAZ/gbk) www.faz.net/s/RubC5406E1142284FB6BB79CE581A20766E/ Doc~E09B1CAA42E104CF0871A0070CB979A7B~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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20.01.10 Baustopp für Aldi, Lidl und Co Das Bundesverwaltungsgericht hat den Kommunen untersagt, neue Filialen von Discountern zu genehmigen – wenn dadurch bestehende Geschäfte geschädigt werden. Richard Haimann befasst sich unter dem Titel „Baustopp treibt Discounter aufs platte Land“mit den Konsequenzen. Experten bezweifelten, dass durch das Urteil der Expansionsdrang der Billigläden gestoppt wird – zumal es in der Hauptsache die vorinstanzlichen Urteile lediglich bestätige.www.welt.de/wirtschaft/article5914831/Baustopp-treibt-Discounter-aufs-platte-Land.html Die Presseerklärung des Bundesverwaltungsgerichts nachfolgend im Original: Schutz der verbrauchernahen Grundversorgung: Presseerklärung Nr. 92/2009 zu BVerwG 4 C 1.08; BVerwG 4 C 2.08 17.12.2009 „Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat heute in zwei Verfahren entschieden, dass auch sog. Nahversorgungsbereiche zentrale Versorgungsbereiche sein können, die vor schädlichen Auswirkungen durch Einzelhandel außerhalb dieses Bereichs zu schützen sind. Geklagt hatten zwei Lebensmitteldiscounter, die sich gegen die Versagung einer Baugenehmigung bzw. eines Vorbescheids für die Errichtung eines Lebensmitteleinzelhandelbetriebs in München bzw. Köln wenden. Nach § 34 Abs. 3 BauGB dürfen von Bauvorhaben, die innerhalb eines im Zusammenhang bebauten Ortsteils an sich zulässig sind, keine schädlichen Auswirkungen auf zentrale Versorgungsbereiche in der Gemeinde oder in anderen Gemeinden zu erwarten sein. Ziel ist die Erhaltung gewachsener städtebaulicher Strukturen und die Entwicklung integrierter Lagen auch im Interesse der verbrauchernahen Versorgung. Zentrale Versorgungsbereiche sind nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts räumlich abgrenzbare Bereiche einer Gemeinde, denen auf Grund vorhandener Einzelhandelsnutzungen - häufig ergänzt durch diverse Dienstleistungen und gastronomische Angebote - eine Versorgungsfunktion über den unmittelbaren Nahbereich hinaus zukommt. Das Bundesverwaltungsgericht hat die Auffassung der Vorinstanzen bestätigt und klargestellt, dass auch solchen Einkaufsbereichen eine Funktion als zentraler Versorgungsbereich zukommen kann, die ein im Wesentlichen fußläufig erreichbares Einzugsgebiet haben und der Nahversorgung dienen. In dem Kölner Fall hat es zudem die Auffassung des Oberverwaltungsgerichts bestätigt (BVerwG 4 C 2.08), wonach bei der Prognose, ob schädliche Auswirkungen zu erwarten sind, auch berücksichtigt werden könne, dass die Funktionsfähigkeit des Nahversorgungsbereichs bereits durch zwei andere nahe beieinander liegende Lebensmittelmärkte vorbelastet sei. In dem anderen Fall (BVerwG 4 C 1.08) hat das Bundesverwaltungsgericht den Rechtsstreit dagegen an den Verwaltungsgerichtshof zur erneuten Würdigung der tatsächlichen Umstände zurückverwiesen, weil dieser sich bei der Prognose der städtebaulichen Auswirkungen des Vorhabens allein an Schwellenwerten orientiert hat, die er den raumordnungsrechtlichen Regelungen des Landesentwicklungsprogramms entnommen hat. Solche landesplanerischen Zielvorgaben sind jedoch für die Beurteilung der baurechtlichen Zulässigkeit eines einzelnen Vorhabens am Maßstab des § 34 Abs. 3 BauGB ungeeignet. BVerwG 4 C 1.08 und 4 C 2.08 - Urteile vom 17. Dezember 2009“ www.bundesverwaltungsgericht.de
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19.01.10 Klimakiller Abholzung - Presseerklärung "ifo Institut veröffentlicht Daten zum Verlust von Waldflächen weltweit Größte Abholzungen in den Tropenländern, Aufforstung in China Rodungen von Ur- und Regenwäldern besonders klimaschädlich Die globale Waldfläche ist im Zeitraum zwischen 1990 und 2005 um drei Prozent geschrumpft. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Verlust von 0,2 Prozent oder 20.000 Hektar am Tag. Wie die Veröffentlichung des ifo Instituts jetzt zeigt, ist die Entwicklung der Waldflächen jedoch regional sehr unterschiedlich. Besonders viel Wald ist in den vergangenen Jahren in den tropischen Ländern (speziell Brasilien, Indonesien und Sudan) abgeholzt worden. Obwohl die Waldflächen in Brasilien mit einer jährlichen Rate von minus 0,6 Prozent längst nicht so schnell schrumpfen wie in Indonesien (minus zwei Prozent jährlich), fällt dieser Verlust durch den hohen Anteil Brasiliens an der weltweiten Waldfläche stark ins Gewicht. Allein Brasilien und Sudan sind zusammen für 47 Prozent des jährlichen Rückgangs der weltweiten Waldflächen verantwortlich. Eine wesentliche Ursache ist der wachsende Flächenbedarf für die Produktion von Biokraftstoffen aus Palmöl, Soja und Zuckerrohr sowie für die Rinderzucht. Positive Entwicklungen sind hingegen in China und Ruanda zu verzeichnen. In China wurde im Jahr 2002 ein zehnjähriges Aufforstungsprogramm gestartet. In den letzten Jahren nahm die Waldfläche dadurch jährlich um rund vier Millionen Hektar zu (2,2 Prozent). Damit hat China einen Anteil von 73 Prozent am weltweiten Waldzuwachs. In Ruanda wurden nach der großen Abholzungswelle durch die Bürgerkriegsflüchtlinge von 1994 in den Jahren von 2000 bis 2005 jährlich 6,9 Prozent der Waldfläche wieder aufgeforstet. Für das Klima besonders schädlich ist die Rodung von Urwäldern und tropischen Regenwäldern, da diese sehr viel Kohlenstoff speichern. Allein durch Brandrodungen werden weltweit pro Jahr ca. 650 Mio. Tonnen CO2 freigesetzt. Insgesamt trägt die Entwaldung mit 20 Prozent zu der Emission von Treibhausgasen bei. Neben dem Schutz der bestehenden Wälder kommt der Aufforstung eine besondere Bedeutung zu. Da Wälder C02 langfristig speichern, ist die Anpflanzung von Bäumen eine der wenigen Möglichkeiten, das Weltklima positiv zu beeinflussen. Publikation: Jana Lippelt Kurz zum Klima: Klimakiller Abholzung? Pressekontakt: Stefan Schott E-Mail: schott@ifo.de " www.cesifo-group.de/portal/page/portal/ifoHome/e-pr/e1pz/_generic_press_item_detail?p_itemid=11800810
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19.01.10 Drei von vier Bundesbürgern sind „unmittelbar gefährdet“ Deutsche Umweltstiftung stellt neuen AKW-Gefährdungsatlas vor - Presseerklärung „Beklemmend“ nennt Jörg Sommer, Vorstandssprecher der Deutschen Umweltstiftung, das Gefühl, welches sich ihm beim ersten Blick auf den AKW-Gefährdungsatlas aufdrängte. Eine Arbeitsgruppe der Umweltstiftung ermittelte in mehrwöchiger mühevoller Kleinarbeit die Bevölkerungszahlen in den Gefährdungsregionen der aktuell in Betrieb befindlichen deutschen Kernkraftwerke. Berücksichtigt wurde dabei die Wohnbevölkerung in einem Umkreis von jeweils 150km. Dabei ergaben sich gefährdete Bevölkerungszahlen zwischen 5,4 Millionen (Gundremmingen) und bis zu 11,8 Millionen (Neckarwestheim). Besonders gefährdet sind die Menschen um Bremen, die im unmittelbaren Einzugsbereich von bis zu 6 AKWs leben müssen. Die so ermittelten Zahlen sind Untergrenzen, da durch einen größten anzunehmenden Unfall weit mehr Bürgerinnen und Bürger in einem mehrfach erweiterten Umkreis durch die frei gesetzten radioaktiven Strahlen betroffen sein könnten, also um ihre Gesundheit und im schlimmsten Fall um ihr Leben fürchten müssten. Laut Projektleiter und Vorstandsmitglied Hans Günter Schumacher führt das Projekt „in erschreckender Deutlichkeit vor Augen, dass sich die politisch Verantwortlichen in Regierungen und Parlamenten, insbesondere aber die großen Energiekonzerne EnBW, E.ON, RWE und Vattenfall nach unserer Auffassung nicht nur unverantwortlich, sondern menschenverachtend, gegenüber den Millionen möglicherweise betroffener Menschen verhalten, wenn in einem so dicht besiedelten Land wie Deutschland, aber auch in Europa, weiterhin Atomkraftwerke betrieben werden.“ Die Deutsche Umweltstiftung fordert deshalb die Bundesregierung, den Deutschen Bundestag und Bundesrat nachdrücklich auf,endgültig einen Schlussstrich unter die weitere Nutzung der Atomenergie zu ziehen,demgemäß keiner Laufzeitverlängerung der siebzehn Atomkraftwerke zuzustimmen,eine sofortige Stilllegung der sieben ältesten Atomkraftwerke AKW Biblis A und B, Brunsbüttel, Neckarwestheim 1, Isar 1, Philippsburg 1 und Unterweser zu veranlassen,Hermesbürgschaften für den Export von Atommüll ins Ausland zu versagen,Subventionen für Betreiber von Atomkraftwerken zu streichen und das Atomforum unverzüglich aufzulösen,der Nutzung regenerativer Energien einen absoluten Vorrang gesetzlich auch in Zukunft einzuräumen.die großen Energiekonzerne dazu zu verpflichten, ihre Milliardengewinne und Rücklagen ausschließlich zugunsten der Nutzung regenerativer Energien einzusetzen.Und den Herrn Bundespräsidenten bittet die Deutsche Umweltstiftung, die Verfassungsmäßigkeit einer ihm vorgelegten Novelle zum Atomgesetz prüfen zu lassen und solange seine Unterschrift zu versagen, bis eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes vorliegt. Der aktuelle AKW-Gefährdungsatlas der Deutschen Umweltstiftung kann über deren Homepage www.deutscheumweltstiftung.de gegen eine freiwillige Spende bestellt werden. AKW-Gefährdungsatlas 2010Erläuterungen zum Gefährdungsatlas (PDF)Gefährdungspotential für die Wohnbevölkerung durch Atomkraftwerke (PDF) Deutsche Umweltstiftung, Postfach 1355, D-76713 Germersheim Tel. +49(0)7274 – 4767, Fax +49(0)7274 – 77302 www.deutscheumweltstiftung.de
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19.01.10 Wiederaufbau Haiti: Naturkatastrophe trifft auf Wirtschaftsliberalisierung Im März soll die Wiederaufbaukonferenz in Kanada unter dem Vorsitz von US-Präsident Barack Obama seinem brasilianischen Kollegen Luiz Inacio Lula da Silva stattfinden. Nach Ansicht der Dominikanischen Republik benötigt Haiti rund zehn Milliarden Dollar für den Wiederaufbau. SZ-ONLINE sprach heute mit Prinz Felix zu Löwenstein, (Agrarökonom, Ökolandwirt und Präsident des Dachverbandes der deutschen Biolebensmittelwirtschaft BÖLW). Er hat Löwenstein hat in den achtziger Jahren als Entwicklungshelfer in Haiti gearbeitet. Er meint, es sei naiv zu glauben, dass sich mit Hilfe von Geld und Technologie irgendwie alle Probleme lösen lassen. Das Land hae zudem den Punkt, an dem noch eine Umkehr möglich gewesen wäre, längst hinter sich gelassen. SZ fragt dataufhin „Meinen Sie damit den Raubbau an der Natur?“. Daraufhin Löwenstein; „Ja. Ein großer Teil des fruchtbaren Ackerbodens wurde ins Meer gespült. Die massive Abholzung auf der Insel hat dramatische regionale Klimaveränderungen ausgelöst. So ist der Nordosten des Landes, das einmal eines der ertragreichsten Anbaugebiete der gesamten Karibik war, zur Wüste geworden. Haiti wird deshalb für immer auf den Import von Nahrungsmitteln angewiesen sein.“ www.sueddeutsche.de/,ra3m1/wirtschaft/228/500493/text/ Schon vor dem Erdbeben entwickelte das ehemals selbstversorgende Haiti im Zuge der von den internationalen Finanzinstitutionen in den 1980ern auferlegten Strukturanpassungsprogramme eine starke Abhängigkeit von Lebensmittelimporten. Die 2008 gegründete Bauernallianz, die sich u. a. aus den landesweiten Bewegungen Tèt Kole Ti Peyizan und Mouvman Peyizan Nasyonal Kongre Papay (MPNKP) sowie regionalen Organisationen zusammensetzt, forderte vor dem Bebenbei steht vor allem die Beendigung der Abhängigkeit von Importen bei Nahrungsmitteln. Die haitianische Landwirtschaft sollte nach Jahrzehnten der neoliberalen Strukturanpassung und der daraus folgenden Hungerkrise wieder in die Lage versetzt werden, die eigene Bevölkerung zu ernähren. www.oneworld.at/start.asp?ID=226776. Das dürfte vorerst wieder in weite Ferne gerückt sein.
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18.01.10 Teilsieg für den Umweltschutz: Gericht in Thailand stoppt Industrieprojekte wegen Normverletzungen In Thailand ist erstmals das Primat wirtschaftlicher Entwicklung gegenüber Umwelt- und sozialen Komponenten gekippt worden. Ein Gericht hat 76 Industrieprojekte gestoppt, wie Thomas Berger aus Bankog berichtet. www.neues-deutschland.de/artikel/163190.teilsieg-fuer-den-umweltschutz.html
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17.01.10 Failed State Haiti: Angst vor Hungerrevolten im Agrarland Haiti ist das einzige Land des amerikanischen Doppelkontinents, das zu den am wenigsten entwickelten Ländern gezählt wird. Zur schwachen Wirtschaft kommt eine instabile politische Lage mit zahlreichen Unruhen, weshalb im letzten Jahrzehnt über drei Millionen Haitianer ausgewandert sind. Als am 12. Januar 2010 Haiti ein Erdbeben der Stärke 7 erschütterte, brach die gesamte Infrastruktur des ärmsten Landes der westlichen Hemisphäre zusammen. Das Land ist ein überbevölkerter Agrarstaat mit dem geringsten Pro-Kopf-Einkommen Lateinamerikas. Etwa zwei Drittel der Bevölkerung Haitis leben von der Landwirtschaft. Hauptprodukte sind Kaffee, Mangos, Rohrzucker, Sorghumhirse und Holz. Fast alle anderen Nahrungsmittel müssen im großen Umfang importiert werden. Etwa 1/3 des Landes wird landwirtschaftlich genutzt, jedoch sind große Flächen an Ackerfläche durch Abholzung und Erosion verloren gegangen. Mangos und Kaffee werden in erster Linie für den Export angebaut. In der Kolonialzeit galt Haiti als eines der reichsten Länder der Karibik. Florian Rötzer heute zu den Folgen des Erdbebens auf TELEPOLIS.DE: „Die Folgen des Erdbebens in Haiti haben erneut deutlich gemacht, welche Risiken lauern, wenn Kriege oder Katastrophen in Abwesenheit von verlässlichen und nicht korrupten staatlichen Strukturen ausbrechen. Haiti ist ein gefährdetes Land für Naturkatastrophen, Erdbeben oder Wirbelstürme können es immer heimsuchen, aber es ist seit Jahrzehnten auch ein Land, das nicht auf die Beine kommt, von Diktatoren beherrscht wurde, als Spielfigur im geopolitischen Machtspiel fungiert, aber auch als unwichtig gilt, weil es nichts als eine verarmte und junge Bevölkerung bietet.“ In den Jahrzehnten nach der Entdeckung der Insel Hispaniola durch Christoph Kolumbus im Jahr 1492 wurde die indigene Urbevölkerung dieser Insel, die Arawaks (auch Taínos genannt), fast vollständig ausgerottet. Im späten 17. Jahrhundert schließlich wurde die Insel durch afrikanische Sklaven, die auf den Zuckerplantagen eingesetzt wurden, wiederbevölkert. Florian Rötzer weiter: „Kaum vorstellbar ist derzeit, wie es in Haiti langfristig nach dem Medienhype und der absehbar vorüber gehenden weltweiten Aufmerksamkeit weiter gehen soll. Selbst wenn die geplante Geberkonferenz große Mittel für einen Wiederaufbau zur Verfügung stellen würde, ist die Frage, wie das Leben in der zerstörten Hauptstadt schnell wieder aufgebaut werden kann und wie man eine legitime und nicht korrupte Regierung einführen kann. Die letzten "Modelle", der Kosovo, Irak oder Afghanistan, machen wenig Hoffnung.“ Ähnlich skeptisch waren gestern auch Carsten Volkery und Anna Reimann auf SPIEGEL.ONLINE unter dem Titel:“Haiti und der Westen: Wie die Katastrophe zur Chance werden kann“. Zunächst verweisen sie auf die Verantwortlichkeit des Westens für die auch vor dem Erdbeben bereits marode Infrastruktur und das Elend: "Die internationale Gemeinschaft ist zu einem großen Teil verantwortlich für das Leiden, was sie nun bekämpfen will", sagt Peter Hallward, Autor des Buchs "Damming the Flood: Haiti, Aristide and the politics of containment". Die westliche Entwicklungsideologie der neunziger Jahre ("Washington Consensus") hatte in Haiti besonders schlimme Folgen. Unter anderem wurde die heimische Reisproduktion binnen weniger Jahre nahezu zerstört. Die US-Regierung unter Clinton verhalf dem vom Militär weggeputschten Präsidenten Jean-Bertrande Aristide 1994 wieder ins Amt - aber nur unter der Bedingung, dass er den Importzoll für Reis von 50 auf 3 Prozent reduziert. Bis dahin hatte Haiti vier Fünftel seines Reisbedarfs aus eigenem Anbau gedeckt. Nach dem Fall der Zollschranke schwemmten US-Firmen die Insel mit Billigimporten. Der Preisverfall machte 40.000 Bauern arbeitslos. Heute importiert Haiti mehr als zwei Drittel seines Reises“. Das Versprechen, der freie Welthandel – der frei nur für wenige war –bringe Wohlstand für alle, hat sich längst als Lüge erwiesen. Die Reichen wurden immer reicher – während die Armut weltweit zunahm (siehe Berichterstattung zur Welthungerkonferenz letztes Jahr in Rom. Die Folgen der Rücksichtslosigkeit, mit der die G8-Staaten die Interessen ihrer Konzerne durchsetzten ist am Beispiel Haitis nunmehr auf den Bildschirmen rund um den Globus zu sehen. Experten fordern jetzt eine Art Marshall-Plan, der endlich das Elend beendet. Dazu Carsten Volkery und Anna Reimann: „Die Geschichte bietet reichlich Anlass zum Zweifeln - aber vielleicht klappt es ja diesmal tatsächlich. US-Präsident Barack Obama hat sich an die Spitze der internationalen Helfer gesetzt. Und auch Ban Ki-Moon und Bill Clinton haben schon ihren Besuch auf der Insel angekündigt. Sie könnten beweisen, dass die internationale Gemeinschaft aus ihren Fehlern gelernt hat.“ Klima- und Welthungergipfel geben allerdings keinen Anlass für Optimismus. (TELEPOLIS/SPIEGEL/WIKIPEDIA/gbk) Weitere Infos: www.heise.de/tp/blogs/6/146918 www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,672036,00.html http://debatte.welt.de/kommentare/184803/sprachlosigkeit+und+hoffnung www.heise.de/tp/blogs/6/146918 www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/2207023_Spendenliste-Hilfe-fuer-Haiti.html http://de.wikipedia.org/wiki/Haiti http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/85/Portauprincenasa.jpg Susan George: Change it! Anleitung zum politischen Ungehorsam. Droemer 2006.
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16.01.10 Biodiversität und Klimaschutz: Landwirtschaft auf dem Prüfstand Lange ist schon bekannt, daß die Flächennutzung durch Landwirtschaft nicht klimaneutral ist. Wennn die Welt nach Ursache und Wirkung durchforstet wird, konnte es nicht ausbleiben, daß auch die idyllisch weidenden lila Kühe und mit ihnen die gesamte Landwirtschaft in den Focus geraten. Während der Grünen Woche in Berlin beraten an diesem Sonnabend 50 Agrarminister aus aller Welt, wie die Landwirtschaft ihren Anteil am Klimawandel reduzieren kann. In Deutschland har die Landwirtschaft – so Stephan Börnecke lauf FR-ONLINE - einen Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) von nicht einmal einem Prozent, sorgt aber, je nach Rechnung, für sechs bis 16 Prozent der Treibhausgase. www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/2209042_Sparpotenzial-der-Landwirtschaft-Viel-Klimagas-wenig-BIP.html. Angesichts der dramatischen Folgen des Klimawandels hat Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) die Agrarwirtschaft zu verstärkten Anstrengungen aufgerufen. Es sei zwingend notwendig, die Landwirtschaft weltweit an die Bedingungen des Klimawandels anzupassen und klimaschonender zu produzieren, sagte Aigner gestern zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche in Berlin. www.welt.de/die-welt/politik/article5868261/Aigner-fordert-mehr-Klimaschutz-in-der-Landwirtschaft.html .Biolandwirte, Wissenschaftler und Umweltschützer fordern eine Agrarwende, so Susanne Golze gestern auf TELEPOLIS.DE. www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31885/1.html.
Eröffnungsrede der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ilse Aigner: "Ich begrüße Sie ganz herzlich zum Berliner Agrarministergipfel des "Global Forum for Food and Agriculture" und freue mich, dass Sie so zahlreich meiner Einladung gefolgt sind. Dies zeigt, welche Bedeutung das heutige Thema doch im internationalen Kontext einnimmt. Schließlich sind hier Vertreter aus über 50 Ländern zusammengekommen, die mehr als die Hälfte der weltweiten Agrarproduktion widerspiegeln. Wir sind hier im Herzen Berlins. Der Pariser Platz ist ein geschichtsträchtiger Ort. Nicht weit von hier stand einst die Mauer als Zeichen der Teilung der Welt. Heute ist das Brandenburger Tor Symbol der Wiedervereinigung und des Endes der Teilung. Ich wünsche mir, dass der Geist dieses Ortes unsere Diskussionen inspiriert und dazu beiträgt, dass wir in einer zentralen Zukunftsfrage der Menschheit zu gemeinsamen Schlussfolgerungen und Initiativen kommen. Wir spannen heute einen großen Bogen. Er reicht vom Agrarministergipfel im vergangenen Jahr unter dem Thema der Welternährung über das G-8-Treffen in Treviso, dem Welternährungsgipfel in Rom und dem Weltklimagipfel in Kopenhagen bis hin zu unserem heutigen Gipfeltreffen. Die Sicherung der Welternährung und der Klimawandel sind die beiden großen Herausforderungen unserer Zeit, denen wir uns stellen müssen. Schon heute leidet jeder siebte Mensch an Hunger und Armut. Bis 2050 sollen rund neun Milliarden Menschen auf unserer Erde leben. Wenn wir den Hunger wirksam bekämpfen und das Recht auf Nahrung für alle Menschen verwirklichen wollen, dann muss die Produktion von Nahrungsmitteln in den kommenden vier Jahrzehnten um 70 Prozent steigen. Gleichzeitig sind die natürlichen Ressourcen wie Boden und Wasser endlich und werden zunehmend durch den Klimawandel beeinflusst. Für die Bäuerinnen und Bauern weltweit heißt das, sich an veränderte Produktionsbedingungen anzupassen und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Das bedeutet für die Zukunft: mehr mit weniger produzieren. Effizienz, Ressourcenschutz und Nachhaltigkeit ist der Dreiklang, an dem sich das Wirtschaften der Zukunft orientieren muss. Forschung und Entwicklung sowie Technologietransfer sind hier Schlüsselelemente. Viele der durch Sie vertretenen Staaten sind deshalb auch Teil der neuen "Global Research Alliance on the Reduction of Agricultural Greenhouse Gases", die genau hier mit gemeinsamen Forschungsbemühungen ansetzen will. Denn es gilt auf lange Frist: Wer Klimaschutz und Effizienz unter einen Hut bringt, gewinnt nicht nur für sich, sondern auch für die Umwelt. Wir werden heute im internationalen Kontext neue Konzepte für Landwirtschaft und Klimawandel diskutieren. Das ist eine große und wichtige Aufgabe, aber es ist bei weitem keine einfache. Wichtige Fragen sind zu beantworten: Wie können wir dem Verlust landwirtschaftlicher Fläche begegnen ohne wirtschaftliches Wachstum zu gefährden? Wie lassen sich Produktionssteigerung, aktiver Klima- und Ressourcenschutz sowie der Erhalt der Artenvielfalt vereinbaren? Auf den ersten Blick scheint die Quadratur des Kreises gefordert zu sein, um Antworten zu geben. Wir wissen, dass es dafür kein Patentrezept gibt. Kein Staat kann den Ausweg alleine finden. Vielmehr sind wir alle gefordert: Politik und Wirtschaft, Produzenten und Verbraucher sowie Forschung und Wissenschaft. Der Berliner Agrarministergipfel wird deshalb auch ergänzt durch ein hochrangiges Wirtschaftspodium, das die Thematik aus ökonomischer Sicht beleuchtet. Lassen Sie mich den Ansatz für unsere Arbeit beim Agrarministergipfel daher mit diesem Gebäude vergleichen: Wer vom Pariser Platz das Gebäude der DZ-Bank sieht, wird auf den ersten Blick ein gewöhnliches Haus erkennen, das sich von der Architektur her scheinbar in die gesamte Platzgestaltung einfügt. Erst auf den zweiten Blick sieht man die Besonderheiten. Wer das Gebäude schließlich betritt, ist beeindruckt, was sich hinter der Fassade verbirgt. Es tut sich etwas Dynamisches und Unerwartetes auf. Bekannte Materialien wie Glas, Holz und Metall werden so kombiniert, dass sie sich in einem neuen Gesamtzusammenhang darstellen. Bei den künftigen Konzepten zur Bewältigung der Herausforderung des Klimawandels dürfen wir auch nicht oberflächlich bleiben, sondern müssen von innen heraus mit den Veränderungen beginnen. Nur so kann etwas Neues entstehen. Dazu sind wir heute zusammengekommen. Der Berliner Agrarministergipfel ist der Auftakt für eine große Initiative für Klimaeffizienz in der Landwirtschaft. Dies ist ein wichtiger Schritt! Gehen wir ihn mit Mut und Engagement! In diesem Sinne wünsche ich uns fruchtbare und zielführende Diskussionen mit Schlussfolgerungen, die wie im vergangenen Jahr die internationalen Diskussionen einen großen Schritt voranbringen." www.bmelv.de/cln_182/sid_E8FA0D55790746E9153052AB406B9B0C/ SharedDocs/Reden/2010/01-16-Agrarministergipfel-Eroeffnung-AI.html?nn=407450
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15.01.10 Verbrauchermacht: Schweden führt Klimasiegel für Lebensmittel ein Die Berechnungen für das "Svenskt sigill" genannte Label beziehen sich auf den gesamten Produktionszyklus der Nahrungsmittel u.a. auch die Art der Bewirtschaftung der Äcker. Wissenschaftliche Genauigkeit könne man – so Matthias Brake aud TELEPOLIS.DE von dem Label, das auf Kennwerten beruht, nicht erwarten, aber es solle Bewusstsein schaffen dafür, dass eben auch das eigene Ernährungsverhalten relevant für den Umweltschutz ist. Hoffnung für Tuvalu? Zumindest ein - nachahmungswürdiger - Baustein unter vielen. Schaden kann es nicht, dem Verbraucher seinen eigenen Beitrag zum Klimawandel vor Augen zu führen. Herr Röttgen, übernehmen Sie. www.heise.de/tp/blogs/2/146898
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14.01.10 BUND, ROBIN WOOD und Anwohner-Initiative kritisieren Beschluss des Hamburger Verwaltungsgerichts / Widerstand vor Ort geht weiter* Gemeinsame Pressemitteilung von BUND, ROBIN WOOD und der Bürgerinitiative "Moorburgtrasse stoppen" "Mit Empörung haben die Umweltverbände BUND und ROBIN WOOD sowie die Anwohner-Initiative „Moorburgtrasse stoppen“ den im Eilverfahren getroffenen Beschluss des Hamburger Verwaltungsgerichts zur „Moorburgtrasse“ zur Kenntnis genommen. Das Gericht hat heute die Klage des BUND gegen den Trassenbau zurückgewiesen, da der BUND nach Auffassung des Gerichts nicht antragsbefugt sein soll. Die Entscheidung des Gerichts ist für die Menschen und den Umweltschutz in Hamburg eine Katastrophe“, kritisiert Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg. „Es kann nicht sein, dass die Fällung von fast 400 Bäumen und eine 1,5 Kilometer lange Schneise durch öffentliche Parks ohne Planfeststellungsverfahren und Umweltverträglichkeitsprüfung genehmigt werden und weder Umweltverbände noch Anwohner dies juristisch angreifen können. Wenn dieses Beispiel Schule macht, ist dies ein herber Schlag für den Umwelt- und Naturschutz sowie für die Bürger- und Verbandsbeteiligung“, so Manfred Braasch. Der BUND-Geschäftsführer betont, dass die Wahl des Verfahrens nicht das Ergebnis einer fachlichen Abwägung, sondern eine rein politische Entscheidung zu Gunsten des Vattenfall-Konzerns war, die die Trassenvariante durch den Grünzug Altona erst möglich gemacht habe. Der BUND wird die Klagebegründung kurzfristig prüfen und bei Aussicht auf Erfolg alle Rechtsmittel nutzen, um seine Beteiligungsrechte doch noch durchzusetzen. Die Umweltorganisation ROBIN WOOD rechnet nun mit einer Zuspitzung des Konflikts. „Die Entscheidung des Gerichts ignoriert die Interessen der Bürger. Wir erwarten, dass eine bürgerfreundliche Stadt bei derart wichtigen Projekten wie der Moorburgtrasse die Betroffenen beteiligt. Hamburg vermarktet sich als Umwelt- und Klimahauptstadt Europas. Tatsächlich aber arbeitet die „grün“ geführte Umweltbehörde ganz im Sinne des Klimakillers Vattenfall und lässt zu, dass Hunderte von Bäumen für die Trasse zum Kohlekraftwerk Moorburg gefällt werden. Das werden wir nicht hinnehmen. Die Bäume bleiben besetzt“, sagt ROBIN WOOD-Aktivistin Aglaia Abel. Für Volker Gajewski von der Anwohner-Initiative „Moorburgtrasse stoppen“ ist klar, dass die Altonaer das Urteil nicht akzeptieren werden: „Das Genehmigungsverfahren bleibt auch nach diesem Urteil eine reine Gefälligkeitshandlung gegenüber dem Konzern Vattenfall. Dieser darf nun wohl die Polizei zur Sicherung seiner Moorburgprofite bestellen.“ Die Auseinandersetzung um die Moorburgtrasse habe nun eine neue Eskalationsstufe erreicht. „Eine Räumung der BaumbesetzerInnen oder Fällungen werden wir im Stadtteil mit einem kraftvollen Tag X beantworten und auch danach werden wir nicht locker lassen. Wir stellen uns auf eine lange Auseinandersetzung ein“, so Gajewski. www.robinwood.de/Newsdetails.13+M543b4ca57a7.0.html Für Rückfragen: Ute Bertrand, ROBIN WOOD-Pressesprecherin, presse(at)robinwood.de Dirk Seifert, ROBIN WOOD-Energiereferent, energie(at)robinwood.de
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13.01.10 Terror im Outback: Australiens Kamele verwüsten das Hinterland Dumm gelaufen. Sie sollten die Eroberung des Outback ermöglichen: Ende des 19.Jahrhunderts aus Afghanistan importierte Kamele. Nach dem Bau von Straßen und Eisenbahnlinien nicht mehr gebraucht, lies man sie einfach frei. Inzwischen bevölkern sie das Outback und konkurieren mit Farmern und dheimischer Tierwelt um Weideflächen und Wasser, Herden überfallen Wasserreservoirs der Dörfer und Farmen, verwüsten Grünflächen und haben sogar gelernt, Wasserhähne aufzuschrauben. Aktuellen Berechnungen zufolge beherbergt das rote Zentrum Australiens über eine Million Kamele – und jedes Jahr steigt die Population um weitere 80.000 Tiere. Die wilden Tiere richten jedoch nicht nur Schäden in den Siedlungen an, sondern ziehen auch das fragile Ökosystem in Mitleidenschaft. Jede Anstrengung, die wüstenartige Landschaft aus roter, staubtrockener Erde, kargen Akazienbüschen und Spinifexgras wieder zu begrünen, werden durch die Herden zunichte gemacht. Das macht sie nicht gerade beliebt. In der Zeitung "Courier Mail" forderte im Frühjahr letzten Jahres der Wissenschaftler Glenn Edwards (Leiter einer Regierungsstudie zum Kamelproblem), etwa 400.000 Tiere zu töten. Die Labor-Regierung hat erst im Juli 14 Millionen Australische Dollar (8,6 Millionen Euro) bereitgestellt, um die Herde von Scharfschützen verkleinern zu lassen. John Cobb, Agrarsprecher der Oposition im australischen Parlament, bringt nunmehr die Ausrottung der als "guten Beitrag zum Klimaschutz" ins Spiel. Jedes Kamel rülpse im Jahr eine Tonne Treibhausgase in die Luft – insgesamt so viel wie 300.000 Autos. Weitere Infos: www.n-tv.de/panorama/Kamel-Ausrottung-als-Klimaschutz-article676890.html http://blog.reisen-experten.de/kamelplage-im-australischen-outback-2337 www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article4293077/Scharfschuetzen-sollen-Kamel-Plage-eindaemmen.html www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,616741,00.html www.dnews.de/nachrichten/kuriosa/145433/riesige-kamelherde-belagert-dorf-in-australien.html http://forum.politik.de/forum/bildung-forschung-umwelt-und-technik/219573-zum-klimaschutz-die-kamele-ausrotten.html
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12.01.10 Wunderwaffe CCS? Ein Bündnis aus Bergbau, Gewerkschaften, Politik und Wissenschaft hat zu einer zweitägigen Konferenz in den Kohlestaat West Virginia geladen. Martin Klingst berichtet auf ZEIT.DE, die in Morgantown verspreche - wie überall auf der Welt - eine gloriose Zukunft mit sauberer Kohle. In einem aufwendigen Verfahren will sie das schwarze Gestein vom schädlichen Treibhausgas befreien. Die Zauberformel dafür heißt CCS, carbon capture and storage. Am Ende speist das Werk nur 35 Prozent der produzierten Energie ins Stromnetz ein, den großen Rest braucht es für den Betrieb der eigenen Anlage. www.zeit.de/2010/02/Kohlekraftwerk
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11.01.10 Rede der Kanzlerin zum Auftakt des Internationalen Jahres der Biodiversität 2010 Wir dokumentieren die lange Originalrede, denn auch Sonntagsewden sollten Sie an Taten messen können Und da gibt es - wen wunderts - durchaus Diskrepanzen Sie zu verringern, ist Aufgabe der wachsamen und aktiven Zivilgesellschaft. Es gibt viel zu tun, packen wir es an.
„Sehr geehrter Herr Minister, lieber Norbert Röttgen, sehr geehrte Exzellenzen und Gäste der heutigen Veranstaltung, liebe Kolleginnen und Kollegen aus dem Deutschen Bundestag, sehr geehrter Herr Professor Leinfelder, sehr geehrte Damen und Herren, auch ich begrüße Sie recht herzlich zum Auftakt des Internationalen Jahres der biologischen Vielfalt hier am passenden Platz und in passender Umgebung, nämlich im Museum für Naturkunde in Berlin. Ich freue mich, dass Sie der Einladung von Bundesumweltminister Norbert Röttgen und mir gefolgt sind. Mir persönlich – aus einer langen politischen Geschichte heraus und auch als Bundeskanzlerin – und der ganzen Bundesregierung – das zeigt die heutige Vertretung der verschiedensten Ressorts – ist der Erhalt der biologischen Vielfalt ein ganz besonderes Anliegen. Ich habe gerade mit Herrn Steiner getuschelt. Wir waren uns sofort einig: Die Frage der Erhaltung der biologischen Vielfalt hat dieselbe Dimension und Bedeutung wie die Frage des Klimaschutzes. Sie ist in ihrer Komplexität oft schwieriger darzustellen. Die Ziele sind nicht ganz so einfach wie etwa auf eine Zwei-Grad-Begrenzung des Temperaturanstiegs zu reduzieren. Aber nichtsdestoweniger handelt es sich um ein elementares Problem und um einen elementaren Bestandteil des gesamten Rio-Prozesses, über den wir nach 20 Jahren im Jahr 2012 Bilanz ziehen werden. Deshalb möchte ich, dass von dieser Veranstaltung zu Beginn dieses Jahres ein starkes Signal der Verantwortung an die Weltöffentlichkeit ausgeht. Wir müssen mit vereinten Kräften die Weichen für einen wirksamen internationalen Schutz der Biodiversität und ihre nachhaltige Nutzung neu stellen. Wir brauchen eine Trendwende. Wenn ich sage "nicht jetzt", wäre das falsch. Wir brauchen sie jetzt – unmittelbar und nicht irgendwann. Aber ich sage auch: Wir müssen realistisch sein; es ist schwierig. Eigentlich war es so, dass das Jahr 2010 dafür stehen sollte, dass wir bis dahin eine deutliche Reduktion des Biodiversitätsverlustes erzielen. Dieses Ziel werden wir nicht erreichen. Ich glaube, wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern wir müssen es ganz klar so benennen, wie es ist. Deshalb muss dieses Jahr der Biodiversität, dieses Jahr der Artenvielfalt genutzt werden, um neuen Schwung zu holen und zur Kenntnis zu nehmen, dass die Verluste an Lebensräumen und Arten dramatisch sind und dass vor allen Dingen die Geschwindigkeit, in der dieser Prozess abläuft, beängstigend ist. Schätzungen zufolge ist die von der Menschheit verursachte weltweite Verlustrate einhundert- bis tausendmal höher als der natürliche Artenschwund. Es gibt immer wieder die sehr vereinfachende Diskussion, dass sich die Artenvielfalt schon immer verändert hat. Wir hören Ähnliches auch beim Klimaschutz. Die eigentlichen Fragen heißen jedes Mal: Was ist vom Menschen verursacht? Mit welcher Geschwindigkeit vollziehen sich die Veränderungen durch unser Eingreifen in die natürlichen Zusammenhänge? Dazu muss man sagen: einhundert- bis tausendmal beschleunigter Artenverlust und Artenschwund. Dieser Verlust, dieser Artenschwund hat folgenschwere Auswirkungen für uns alle, denn die biologische Vielfalt ist so etwas wie eine Datenbank der Natur. Sie ist unersetzliche Rohstoffbasis dafür, die Grundbedürfnisse unserer rasch wachsenden Weltbevölkerung zu decken. Sie ist ein Schutzschild für die Erhaltung der menschlichen Gesundheit. Denn je mehr Artenvielfalt wir um uns haben, umso robuster ist auch unser Überlebenssystem. Wenn wir daran denken, dass es gleichzeitig eine Artenreduktion gibt und wir eine immer noch wachsende Weltbevölkerung haben, dann sind es im Grunde zwei Entwicklungen, die gegeneinander stehen und die negativen Wirkungen verstärken. Wir sollten daran denken, dass Artenvielfalt natürliche Lebensgrundlage ist. Milliarden von Menschen leben von Nahrungsmitteln aus den Ozeanen. Wenn man sich allein die Entwicklung der Artenvielfalt der Weltmeere anschaut, ist das ein höchstes Alarmsignal. Wenn wir uns vor Augen führen, wie viele Menschen von Armut betroffen sind, dass die allermeisten von ihnen in ländlichen Gebieten leben, dass sie von traditioneller Landbewirtschaftung und von dem abhängig sind, was in der Natur geerntet werden kann, dann wissen wir, dass die Erhaltung der Artenvielfalt in Form stabiler Agrarökosysteme für diese Menschen von allergrößter Überlebensnotwendigkeit ist. Das muss man immer wieder im Auge haben. Wir wissen, dass auch unsere Landwirtschaft in Europa nicht ohne die charakteristischen Bodenorganismen und die Vielfalt der Arten denkbar ist, die wir mit unseren mageren biologische Kenntnissen – ich möchte keinen beleidigen, aber ich gehe einmal von mir aus – in ihrer Komplexität gar nicht kennen. Es ist immer wieder erschütternd, wie wenige Arten wir überhaupt mit Namen benennen können und wie reich aber die Artenvielfalt insgesamt ist. Umgekehrt sichern bestimmte landwirtschaftliche Nutzungssysteme die Lebensräume von Pflanzen und Tieren. Wir wissen, dass in Deutschland – das ist ein langer Streit im Naturschutz – bestimmte Arten, so zum Beispiel Heidelandschaften, nur erhalten bleiben, weil sie beweidet werden. In meinem Wahlkreis, der ein klassischer Kranichzug-Bereich ist, ist gerade ein großer Streit ausgebrochen, ob die Futtermöglichkeiten der Kraniche in den offenen Landschaften erhalten bleiben sollen oder ob man bestimmte Landschaften zurückgibt, die durch Baumbewuchs nicht mehr als Futter- und Rastmöglichkeiten für Kraniche auf dem Zug zur Verfügung stehen. In Kulturlandschaften gibt es immer wieder viel Streit über solche Fragen. Insgesamt sind wir alle von funktionsfähigen Ökosystemen abhängig. Die Grundlage für diese Funktionsfähigkeit ist die Vielfalt. Denn nur sie garantiert, dass Entwicklungs- und Anpassungsoptionen für die Ökosysteme überhaupt aufrechterhalten werden. Diese Möglichkeiten der Anpassung sind dringend notwendig, so insbesondere, wenn wir den Rückschluss zum Klimawandel ziehen, der wiederum erheblichen Druck auf die Anpassungsfähigkeiten und Anpassungsmöglichkeiten der Organismen ausübt. Wir wissen heute immer noch relativ wenig über komplexe Ökosysteme und das Zusammenspiel der Arten. Wir wissen wenig darüber, wie Arten auf bestimmte, sich verändernde Situationen reagieren, so zum Beispiel mit Blick auf den Klimawandel. Wir können nicht genau absehen, was es für das Gesamtsystem bedeutet, wenn Arten für immer verschwinden. Aber klar ist, dass wir keinerlei Hoffnung haben, dass damit etwas Gutes verbunden ist. Man kann das an einigen Beispielen sehr deutlich machen. Ich möchte eines nennen. Wahrscheinlich kennt hier nicht jeder den australischen Magenbrüterfrosch. Ich habe auch erst im Zusammenhang mit der heutigen Veranstaltung von ihm gehört – leider zu spät. Der Name sagt schon, dass der Magenbrüterfrosch seinen Nachwuchs im Magen ausbrütet. Die Kaulquappen sondern im Magen der Mutter ein Sekret ab, das die Zersetzung durch Magensäuren und Enzyme verhindert. Die Forscher waren sehr zuversichtlich, dass sie daraus für die Medizin ein sehr gutes Medikament gegen Magengeschwüre entwickeln könnten. Die ersten Untersuchungen waren viel versprechend. Aber: Die Studien konnten nicht zu Ende geführt werden, weil die beiden einzigen Magenbrüterarten vorher ausstarben. Das zeigt, wie wir uns selbst Möglichkeiten berauben, wenn wir auf bestimmte natürliche Ressourcen nicht mehr zurückgreifen können. Ich will zwei weitere Beispiele nennen, die vielleicht etwas hoffnungsvoller sind. So haben das Anpflanzen und der Schutz von fast 12.000 Hektar Mangroven-Wäldern in Küstenregionen in Vietnam gut eine Million US-Dollar gekostet. Aber damit wurden zum Beispiel Kosten für Küstenschutzmaßnahmen in Höhe von über sieben Millionen US-Dollar eingespart. Das ist ein klassisches Beispiel dafür, wie wir durch eine gut gestaltete natürliche Umwelt auch sparen können. Es ist auch zu berücksichtigen, dass Mangroven die Kinderstube für viele Fischarten und damit die Grundlage für eine küstennahe Fischerei bilden. Das heißt also, es ist eine klassische Gewinnsituation, wenn man hier etwas tut. Von Norbert Röttgen sind schon die Verluste durch die Zerstörung der Korallenriffe erwähnt worden. Bei gleichbleibendem CO2-Ausstoß werden die Riffe wahrscheinlich innerhalb der nächsten Jahrzehnte ihre gesamte Funktionsfähigkeit verlieren – mit schlimmen Folgen für den Küstenschutz und die Fischzucht. Eine halbe Milliarde Menschen verlöre mit den Riffen ihre bisherige Existenzgrundlage unwiederbringlich. Sie alle kennen vielleicht vergleichbare Beispiele. Wir wollen diese Beispiele zusammentragen und Kosten und Nutzen genauer betrachten. Deshalb hat die Bundesregierung im Jahr 2007 zusammen mit der EU-Kommission und UNEP, dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen, eine Studie in Auftrag gegeben. Es geht hierbei um die Frage: Was bedeutet das Bereitstellen von Nahrung, Trinkwasser, Brennstoffen und Arzneimitteln durch funktionierende Ökosysteme in wirtschaftlicher Hinsicht? – Wir wissen, dass gerade die Frage des Klimawandels durch den Stern-Report sehr klar an Bedeutung gewonnen hat, da er einmal aufgezeigt hat, welchen Verlust in uns bekannten volkswirtschaftlichen Größen es bedeutet, wenn man nichts tut. Welche materiellen Mittel muss man aufwenden, um überhaupt einigermaßen die Schäden zu kompensieren? Ich glaube, wenn wir beginnen, so nachzudenken, haben wir wirklich eine Chance. Die Studie hat viel Unterstützung durch die britische Regierung und andere Länder erfahren. Dafür bin ich sehr dankbar; ich will das ausdrücklich sagen. Die Ergebnisse sollen auf der nächsten Vertragsstaatenkonferenz der Biodiversitätskonvention im Herbst in Japan präsentiert werden. Bereits die bisherigen Erkenntnisse lassen erkennen, welche enormen Kosten auf uns zukommen, wenn wir nicht bereit sind, jetzt zu handeln und gegenzusteuern. Deshalb möchte ich in dieser Festrede nicht nur die dramatische Situation schildern, sondern auch sagen, was wir konkret für den Erhalt der Artenvielfalt tun können. Erstens: Wir müssen in den Schutz und die Erhaltung von Ökosystemen finanziell investieren, weil es Investitionen sind, die sich bezahlt machen. Ich glaube, dass Deutschland während seiner Präsidentschaft in der Tat wichtige Zeichen setzen konnte. Im Mai 2008 hatte ich auf der schon erwähnten Vertragsstaatenkonferenz in Bonn zugesagt, in den Jahren 2009 bis 2012 zusätzlich 500 Millionen Euro für den Schutz von Wäldern und anderen Ökosystemen bereitzustellen – und ab 2013 dauerhaft eine halbe Milliarde Euro jährlich. Ich denke, das war eine wichtige, aber auch notwendige Zusage. Dabei haben wir in einem ersten Schritt im Rahmen der bilateralen staatlichen Entwicklungszusammenarbeit die Mittel von 200 Millionen Euro im Jahr 2008 auf über 240 Millionen Euro aufgestockt. Es ist wichtig, an diesem Beispiel noch einmal folgenden Zusammenhang deutlich zu machen: Der Schutz von Lebensräumen und Arten ist immer auch ein Teil von Entwicklungspolitik. Denn rund 80 Prozent des weltweiten Vorkommens der genetischen und biologischen Ressourcen finden sich in den so genannten Entwicklungsländern. Auch das müssen wir sehen. Der Artenreichtum ist dort sehr, sehr groß. Wenn wir zum Beispiel auf Afrika blicken, wissen wir, dass durch den Klimawandel bis zu 40 Prozent der Arten verschwinden können, da sie sich an die zunehmende Trockenheit nicht anpassen können. Wenn man zum Beispiel Südafrika besucht, kann man das heute schon erkennen. Das sind nicht Dinge, die irgendwann einmal auf uns zukommen, sondern das wird einem an bestimmten Beispielen leider schon heute deutlich gemacht. Hinzu kommt, dass Armut die Menschen zwingt, die knappen natürlichen Ressourcen zu übernutzen. Übernutzung führt natürlich zu weiterer Zerstörung. Das heißt, wir tun gut daran, in die Zukunft zu investieren und Entwicklungszusammenarbeit und Schutz der Artenvielfalt in einem Zusammenhang zu sehen. Die Zerstörung von Biodiversität hat also soziale, kulturelle und wirtschaftliche Folgen. Deshalb können wir die Millenniumsentwicklungsziele, die die klassischen Ziele im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit sind, nur erreichen, wenn die Ökosysteme dauerhaft stabilisiert werden können. Interessant ist auch: Im Grunde ist die Erhaltung der Artenvielfalt auch Teil der Klimaschutzpolitik. Das können wir zum Beispiel bei den Waldökosystemen sehr gut beobachten, die Kohlendioxid binden und so das Klima regulieren. Das war auch Thema auf der Konferenz in Kopenhagen, die uns nicht gerade optimistisch gestimmt hat. Aber wir machen weiter. Darin sind wir uns alle einig; ich habe gerade auch mit Norbert Röttgen und Herrn Steiner darüber gesprochen. Es gibt keine Alternative zu diesem Verhandlungsprozess. Gerade das Thema Wald hat hierbei eine erhebliche Rolle gespielt, wenngleich ich an dieser Stelle sagen möchte: Der Wald darf nicht als Alibi dienen, um Klimaschutz vorzutäuschen. Wir waren bei den CO2-Minderungszielen zum Schluss schon beim Abfallmanagement und ähnlichem, um noch etwas zusammenzukratzen. Das ist nicht die erforderliche qualitative Herangehensweise beim Klimaschutz. Ob Nahrungssicherung, Entwicklungszusammenarbeit oder Klimaschutz – wir sehen, wie die Dinge miteinander verwoben sind. Deswegen arbeiten in Deutschland die verschiedenen Ministerien Hand in Hand. Ich bin sehr dankbar dafür, dass dadurch manche Wälder und andere Ökosysteme nachhaltig genutzt werden, dass sie als Kohlenstoffspeicher erhalten bleiben und dass wir Entwicklungszusammenarbeit sinnvoll konstruieren. Bei der Auswahl der entsprechenden Projekte spielt die LifeWeb-Initiative eine wichtige Rolle, die auf den Schutz gefährdeter Lebensräume ausgerichtet ist. Damit bin ich nach der finanziellen Förderung bei der zweiten großen Herausforderung für die internationale Naturschutzpolitik: Wir brauchen ein weltweites Netz an Schutzgebieten, und zwar zu Lande und zu Wasser. Nun wissen wir – auch darüber ist gesprochen; wir haben damit in der Bundesrepublik Deutschland viel Erfahrung, aber manches muss man immer noch erklären –, dass global vernetzte Schutzsysteme natürlich dringend erforderlich sind. Wir wissen, dass es wenig hilft, wenn man in einem Teil der Welt etwas tut und in anderen Teilen der Welt nicht. Deshalb ist die Unterstützung der Partner beim Aufbau effektiver Managementstrukturen und bei der Finanzierung ein ganz wichtiger Beitrag. Wichtig ist zudem – das wissen wir auch von uns zu Hause –, dass die lokale Bevölkerung an den Schutzaufgaben beteiligt wird. Alles andere führt nicht zu einem nachhaltigen Erfolg. Damit befinden wir uns im Grunde wieder in einem Kreislauf. Wenn wir hehre Reden über den Schutz von Fischbeständen halten, aber eine hungernde und arme Bevölkerung vor uns haben, wird das nicht sehr tragfähig sein. Vor allen Dingen brauchen wir einen fairen Interessenausgleich zwischen Industrie- und Entwicklungsländern. Hier muss sich Europa an die eigene Nase fassen. Wenn man einmal auf einem EU-Afrika-Gipfel mit den afrikanischen Küstenstaaten über die Frage spricht, wer die größere Gefahr für die Fischbestände darstellt, dann sind es weniger die, die um das tägliche Überleben kämpfen, als vielmehr Fischereiflotten, die neben der Überfischung noch nicht einmal faire Preise für das Gefischte zahlen. Das ist ein Thema, das wir uns in Europa selbstkritisch anschauen sollten, auch wenn ich weiß, dass das sehr, sehr schwierig ist. Das dritte Handlungsfeld, das ich hervorheben möchte, ist, dass die Herkunftsländer der genetischen Ressourcen an den Vorteilen beteiligt werden müssen. Das ist auch ein sehr komplexes Thema. Wirksame internationale Abmachungen für das so genannte ABS – Access- and Benefit-Sharing – müssen sicherstellen, dass der Ressourcenreichtum in erster Linie den Ländern zukommt, aus denen er stammt. Das ist auch etwas, bei dem es ein kulturelles Manko gibt. Man glaubt, auf die Natur hat jeder irgendwie ein Zugriffsrecht und er kann tun und lassen, was er will, und muss dafür nichts zahlen. Es muss aber für uns als entwickelte Länder zur Selbstverständlichkeit werden, einem Land sein genetisches Eigentum nicht ohne Gegenleistung einfach wegzunehmen. Wir haben vor zwei Jahren in Bonn ehrgeizige Zielvorstellungen für solche internationalen Abmachungen entwickelt. Damit haben wir die Chance, aber auch die Verpflichtung, bis zur 10. Vertragsstaatenkonferenz im Herbst in Nagoya in Japan die Verhandlungen erfolgreich abzuschließen. Sie dürfen davon ausgehen, dass Deutschland das unterstützt, dass wir das gemeinsam vorantreiben wollen. Wir haben uns während unserer Präsidentschaft sehr dafür eingesetzt, dass wir vorankommen. Wir bieten auch an, den Aufbau der nötigen Expertise in den Verwaltungen weiterhin zu unterstützen, wie wir das gerade auch in afrikanischen Partnerländern getan haben. Das ist wieder ein interessanter Aspekt von Entwicklungspolitik. Letztlich kommt ein vierter zentraler Punkt hinzu: Es kommt entscheidend darauf an, die Bedeutung biologischer Vielfalt noch besser als bisher zu erklären und zu kommunizieren. Ich denke, das Internationale Jahr der Biodiversität bietet eine sehr, sehr gute Grundlage dafür, dass wir Verbraucherinnen und Verbrauchern ebenso wie den Entscheidungsträgern in der Wirtschaft mehr Sensibilität im Hinblick auf dieses Thema nahe bringen können. Wir brauchen genügend Rückhalt in der Gesellschaft bei diesem Thema. Wir brauchen ein gesellschaftliches Bewusstsein dafür, dass individuelles Verhalten direkt auf den Zustand der Ökosysteme und auf die Artenvielfalt Einfluss nimmt, dass also jeder seinen kleinen Beitrag dazu leisten kann, dass wir hier vorankommen. Der Ressourcenverbrauch – auch ein klassisches Thema im Bereich Nachhaltigkeit – muss sich an der Kapazität der Ökosysteme orientieren. Vergessen wir nicht: Die deutsche Forstwirtschaft war es, die die nachhaltige Forstwirtschaft geprägt hat und damit den Begriff der Nachhaltigkeit, also die "sustainability", sozusagen in Umlauf gebracht hat. Das, was für die Forstwirtschaft schon weit vor über 100 Jahren selbstverständlich war, muss für alle Ökosysteme wirklich gelten. Ich glaube, dass die Studie zu Kosten und Nutzen beim Erhalt von Ökosystemen, von der ich sprach, sehr hilfreich sein kann. Ich glaube auch, dass es nicht bei einer Studie bleiben darf, sondern dass es sinnvoll wäre, eine wirkliche Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik im Bereich der Biodiversität so zu etablieren, wie wir das vom IPCC als dem zuständigen wissenschaftlichen Gremium im Bereich des Klimaschutzes kennen. Ohne das Gremium IPCC, ohne die geballte wissenschaftliche Meinung – auch wenn es so ist, dass es Facetten in der Beurteilung gibt –, wäre der Klimaschutz als ein drängendes Problem nicht so nach vorne gekommen. Vielleicht ist dies auch eine Möglichkeit, um der Biodiversität mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Ich glaube, dass die Welt die Herausforderungen bewältigen kann. Ich bin dafür, dass wir eine UN-Organisation schaffen, die sich insgesamt auf dem Niveau der klassischen UN-Organisationen mit Umweltpolitik auseinander setzt. Dazu gehören Klimaschutz und Biodiversität. Vielleicht ist das ein Projekt, das wir in Richtung des Jahres 2012 anlässlich 20 Jahre Rio-Prozess umsetzen können, ohne dass die einzelnen Sekretariate, so zum Beispiel das Klimasekretariat, Angst haben müssen, dass sie sozusagen "gekillt" werden. Wir müssen der ganzen Sache mehr Schlagkraft verleihen. Sie haben an meinen Ausführungen gemerkt: Die Dinge hängen unglaublich eng zusammen. Ohne eine faire und gerechte Nutzungspolitik, ohne Armutsbekämpfung, ohne Klimaschutz und ohne Erhalt der Artenvielfalt werden wir in der Welt auf eine sehr, sehr schwierige Entwicklung zusteuern. Ganz zum Schluss, meine Damen und Herren, möchte ich Folgendes sagen: Es gibt sehr sachliche Gründe und wir wissen, was wir tun können, aber die emotionale Komponente einer artenreichen Welt, die uns immer wieder staunen lässt, die uns Ehrfurcht vor der Natur lehrt, möchte ich nicht unerwähnt lassen. Es ist etwas Faszinierendes, was alles das Leben auf der Erde darstellt. Ohne Ehrfurcht gegenüber der Natur aber werden die Menschen vielleicht auch nicht ehrfürchtig miteinander umgehen. Lassen Sie uns in diesem Sinne dieses Jahr 2010 zu einem Jahr machen, in dem wir nicht nur für die Vielfalt unserer Schöpfung werben, sondern auch dafür eintreten. Tragen Sie das weiter in die Welt hinaus. Es gibt genügend zu tun. Aber wir können das schaffen. Herzlichen Dank" www.bundeskanzlerin.de/nn_683608/Content/DE/Rede/2010/01/2010-01-11-rede-bkin-biodiversitaet.html
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11.01.10 Biodiversität: Die Landwirtschaft ist der größte Artenkiller Artenschützer zeichnen ein düsteres Bild laut WELT.DE. Allein in Deutschland kämpfen 207 Wirbeltierarten um ihr Überleben und etwa die Hälfte aller Vogelarten ist akut vom Aussterben bedroht. Pläne für die Bekämpfung des Artensterbens gibt es schon lange, doch die Regierung ist untätig, kritisieren Umweltschützer. Von Britta Schultejans. www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article5805620/Die-Landwirtschaft-ist-der-groesste-Artenkiller.html
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08.01.10 Projektentwicklung: Vancouvers nachhaltiger Ehrgeiz – auch in Sachen Landnutzung Die Stadt gehört zum Regionaldistrikt Metro Vancouver, der mit 2,25 Millionen Einwohnern (2007) die größte Metropolregion Westkanadas und die drittgrößte des Landes bildet. Die Stadt entstand in den 1860er Jahren als Folge der Einwanderungswelle während des Fraser-Canyon-Goldrauschs und entwickelte sich nach der Eröffnung der transkontinentalen Eisenbahn im Jahr 1887 innerhalb weniger Jahrzehnte von einer kleinen Sägewerkssiedlung zu einer Metropole. Die Wirtschaft basierte zu Beginn auf der Ausbeutung der natürlichen Ressourcen von British Columbia: Forstwirtschaft, Bergbau, Fischerei und Landwirtschaft. Nun soll die Winterolympiade Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit setzen! So lautet jedenfalls - wie Sabine Kwapik für FAZ.ONLINE berichtet - das Motto der Olympischen Winterspiele vom 12. bis 28. Februar 2010 im kanadischen Vancouver: „Es gilt nicht nur in sportlicher Hinsicht, sondern auch für den Bau des Olympischen Dorfs. ‚Das ist das nachhaltigste Projekt in ganz Nordamerika’, behauptet die Stadtplanerin Robin Petri, die für die Unterkünfte der mehr als 2800 Athleten in der westkanadischen Metropole verantwortlich ist.“Das Sportlerquartier entstehe auf einer ehemaligen Industriebrache am Southeast False Creek, einem Meeresarm im Stadtzentrum. Der Zuschlag des Internationalen Olympischen Komitees für Vancouver als Austragungsort der 21. Winterspiele kam den Stadtplanern für die Entwicklung des 50 Hektar großen Areals gerade recht. Großereignisse dieser Art böten den Gastgebern seit je die Chance, Infrastrukturprojekte voranzutreiben und mit einer außergewöhnlichen Architektur von Sportstätten wie Unterkünften Aufsehen zu erregen. In jüngster Zeit sei der Einsatz grüner Technologien für den Prestigegewinn zwingend. So hätten etwa Sydney oder Peking ihre Olympischen Dörfer mit Abwasserfilterungen und Solaranlagen ausgestattet. Ganz nett – a ber vermutlich nicht mehr als Kosmetik. Außen vor jedenfalls bleibt eine Umweltverträöglichkeitsprüfung des Massenwintersports – olympisch und generell. Die sähe grottenschlecht aus. Was hier schon - alpenmässig - belegt wurde. (FAZ/gbk). www.faz.net/s/Rub8E0FC0CD826A4ACA80504FD9153A70F2/ Doc~EEA61484A7BA545DCA2D7F3BFB8665D62~ATpl~Ecommon~Scontent.html Weitere Infos: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b8/Vancouver_from_air.jpg http://de.wikipedia.org/wiki/Vancouver#Bev.C3.B6lkerungsentwicklung
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06.01.10 Luxustourismus finanziert Landschafts- und Artenschutz Die Umweltorganisation Great Plains finanziert sich durch Luxustourismus. Sven Michaelsen sprach für ZEIT.DE mit dem Gründer Colin Bell über aussterbende Löwen und Jeeps, die mit Frittieröl fahren. Bell: „Bell: Safari-Anbieter haben es seit einigen Jahren mit einem neuen Kundentyp zu tun. Diese Leute wollen morgens Löwen und Elefanten aus nächster Nähe sehen, sich nachmittags im Luxus-Spa verwöhnen lassen und abends Sterneküche serviert bekommen – und bei all diesem Komfort die Wildnis spüren. Unter unseren Kunden sind viele VIPs, aber wahrscheinlicher ist es, dass Sie in unseren Lodges ein Akademikerehepaar aus München oder Milwaukee treffen. …Ich denke, wir beweisen, dass High-End-Luxus und Ökologie kein Widerspruch sein muss… Den Großteil des Kapitals bringen wir durch den Verkauf unserer Carbon-Bonds auf. Indem wir Regenwald aufforsten, wird eine Menge CO2 in Sauerstoff umgewandelt.“ www.zeit.de/2010/02/Interview-Bell Weitere Infos: www.greatplainsconservation.com/
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06.01.09 50 Jahre Assuan-Staudamm Helmut Vensky befasst sich anlässlich des Jubiläums – die Bauarbeiten begannen am 9. Januar 1960 - mit dem „Denkmal für die fatalen Folgen des Glaubens an die Technik.“ Der Nasser-Stausee ist einer der größten künstlich geschaffenen Seen weltweit. Etwa 100.000 Menschen, hauptsächlich Nubier, mussten für das Projekt umgesiedelt werden. Der Damm schadet der Landwirtschaft mehr, als er ihr nutzt. Weil der Wasserstand nicht mehr wie früher stark schwankt und die Salze auswäscht, versalzt der Boden. Das beeinträchtigt die Landwirtschaft und zerfrisst die Fundamente altägyptischer Kulturdenkmäler. An den Rändern des Niltals wächst die Wüste, weil der auf die Felder gewehte Sand nicht mehr weggespült und durch Nilschlamm ersetzt wird. Durch die fehlenden Nährstoffe im Wasser ist der Fischbestand ab Assuan zudem drastisch zurückgegangen, und sogar im Mittelmeer sind die Effekte zu spüren: Besonders im östlichen Mittelmeer sanken die Fischfänge nach dem Bau des Damms um fast die Hälfte, scheinen sich aber langsam wieder zu erholen. Der zurückgehaltene Nilschlamm ist jedoch nicht nur für die Landwirtschaft flussabwärts ein Problem, sondern auch für den Stausee selbst. Durch die zunehmende Verlandung des Sees kann immer weniger Wasser gespeichert werden. Schätzungen zufolge wird der See in etwa 500 Jahren vollständig versanden und damit für die Wasserspeicherung nutzlos sein. Flussabwärts und vor allem im Nildelta stellt auch Erosion ein großes Problem dar. Durch den Mangel an Nilschlamm, der vom Fluss transportiert wird, wird Ackerland weggespült und Uferbefestigungen beschädigt. Auch die Fischbestände im Brackwasser des Nildeltas, wo momentan ein Großteil des ägyptischen Fischs gefangen wird, werden durch das salzige Meerwasser geschädigt. Daneben gibt es eine signifikante Erosion entlang der Küsten des östlichen Mittelmeeres, da der vom Nil ins Meer gespülte Sand fehlt. (ZEIT.DE/WIKIPEDIA). Weitere Infos: http://www.schule.bremen.de/schulen/altes_gym/wasserprojekt/nil/assuan.htm http://de.wikipedia.org/wiki/Assuan-Staudamm http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:BarragemAssu%C3%A3o.jpg&filetimestamp=20050328231347 ttp://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1f/Aswan_dam.jpg
www.yallaev.de/assuan.html www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article1335785/Assuan-Staudamm-Der-spaete-Fluch-im-Pharaonenland.html
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06.01.10 Jemen: Armenhaus Arabiens So titelt Reiner Herman heute auf FAZ.NET. Wenig ist hierzulande bekannt über den Staat, der kaum einer ist. Immer wieder macht der im Norden an Saudi-Arabien grenzende Staat mit spektakulären Entdührungsfällen von sich reden. Das wars – bis vor wenigen Wochen ein Selbstmordarttentäter in Detroit beinahe ein vollbesetztes Flugzeug in die Luft gesprengt häzze. Dessen Spur führt in jemenitische Ausbildungslager der Al Quaida. Terrorismusforscher Michael Bauer (wissenschaftlicher Mitarbeiter am Centrum für angewandte Politikforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München) ebenfalls heute im interview mit B. Vorsamer auf www.sueddeutsche.de/,tt3m1/politik/543/498830/text; „Im Norden rebellieren die Huthi-Stämme gegen die Zentralregierung. Der südliche Jemen will sich abspalten. Und die jemenitische Regierung ist zu schwach, um diese Brandherde zu kontrollieren. Eine nachhaltige Stabilisierung des Jemen ist ohnehin nur in einem politischen Prozess möglich, der einen Ausgleich zwischen diesen Konfliktparteien herstellt. Entsprechende Versuche sollten internationale Unterstützung erhalten.“. Der Jemen – so Hermann - sei als Rückzugsgebiet für Al Qaida nicht nur ein politisches Sorgenkind der arabischen Welt sondern auch das ärmste arabische Land, und es bestehe wenig Aussicht, dass sich das ändern werde – zumal die Ölprodultion kontinulich sinke. Das Land - eineinhalbmal so groß wie Deutschland – sei vor vor wenigen Jahrzehnten noch Selbstversorger war gewesen. Heute mässe es 75 Prozent der Nahrungsmittel einführen. Hermann wörtlich: „Auslöser der Nahrungsmittelkrise ist, dass die Landwirte zum Anbau der Volksdroge Qat übergegangen sind, die ihnen einen höheren Ertrag bringt als jede andere Pflanze. Qat ist aber kein Devisenbringer und verbraucht viel Wasser. Fachleute schätzen, dass auf Qat 80 Prozent des Wasserverbrauchs der Landwirtschaft entfällt. Die Landwirtschaft verbraucht wiederum 80 Prozent des gesamten Wassers. Eine Folge davon ist, dass der Grundwasserspiegel schnell sinkt und der Jemen zu den Ländern gehören wird, denen als Erstes das Wasser ausgehen wird.“ Ackerbau ist trotz Ausweitung der künstlichen Bewässerung nur auf etwa 7 % der Landesfläche möglich. Ungeachtet dessen bestimmt die Landwirtschaft einen größeren Teil der jemenitischen Wirtschaft. Auch die Fischerei und der Tourismus sind keine Wirtschaftszweige mit Wachstumsperspektiven .Die Anzahl der Touristen, die 2005 den Jemen besuchten, wurde auf 336.000 geschätzt. Es ist wenig Infrastruktur vorhanden, Hotels und Restaurants sind unter internationalem Standard und Straßen-wie Luftverkehr sind wenig entwickelt. Die Weiterentwicklung des Tourismus wird durch nicht zuletzt die schlechte Sicherheitslage verhindert. Ausländische Besucher werden immer wieder Opfer von Entführungen, weshalb nach wie vor Reisewarnungen der Außenministerien verschiedener Staaten gelten. So warnt das Auswärtige Amt: „Wegen des in Jemen bestehenden erheblichen Risikos terroristischer Anschläge, des ständig hohen Entführungsrisikos sowie der in einzelnen Landesteilen immer wieder aufflammenden Stammeskonflikte wird von Reisen nach Jemen abgeraten.“ Weitere Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Jemen www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/01
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05.01.10 “Britain must grow more sustainable food” Proposals for national food strategy calls for UK farming 'revolution' in response to climate change and food security: "Food security is as important to this country's future wellbeing – and the world's – as energy security. We need to produce more food. We need to do it sustainably. And we need to make sure that what we eat safeguards our health," the environment secretary Hilary Benn has told farmers. launching the government's food strategy goals for the next 20 years with a speech to the Oxford Farming Conference. (John Vidal/James Meikle). www.guardian.co.uk/environment/2010/jan/05/uk-farming-2030-food-report
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05.01.09 taz-Streit der Woche: Müssen wir wegen des Klimawandels auf Fleisch verzichten? 60 Kilo Fleisch verzehrt ein Deutscher durchschnittlich im Jahr. 1 Kilo Rind = 250 Km Auto fahren. Zu einfach die Rechnung? Dann diskutieren sie mit.auf TAZ.DE. www.taz.de/1/debatte/sonntazstreit/artikel/1/muessen-wir-wegen-des-klimawandels-auf-fleisch-verzichten
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04.01.10 Plant for the Planet Fasziniert von Wangari Maathai (Green Belt Movement), die in Kenia zusammen mit anderen Frauen mehr als 30 Millionen Bäume gepflanzt, um der Entwaldung und der Bodenerosion entgegenzuwirken, beendete der damals neunjährige Felx Finkbeiner ein Schulreferat und schloss mit dem Aufruf: „Wir Kinder sollten in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen.“ In mehr als 300 deutschen Schulen wurden seitdem eine halbe Million Bäume gepflanzt. Eine zweite halbe Million ist versprochen. Dass sich Kinder für den Schutz des Klimas engagierten, traf offensichtlich den Nerv der Zeit.. Neulich – berichtet FAZ.NET – war Felix in China wo ihm die Vizeforstministerin Felix versprochen hat, Plant-for-the-Planet auf der Expo 2010 in Schanghai zu einem Thema zu machen. www.faz.net/s/Rub2309A3DB4F3C4474B93AA8610A24AE0A/ Doc~E360439E7C38F4A05B1D838D5AD079094~ATpl~Ecommon~Scontent.html Weitere Infos: www.plant-for-the-planet.org
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03.01.10 Diamonds Are a Tyrant's Best Friend: Blutdiamanten aus Zentralafrika Der illegale Handel mit Edelsteinen aus Krisengebieten nimmt wieder zu, berichtet Silvia Liebrich auf www.sueddeutsche.de/,tt7m1/finanzen/749/499033/text unter Bezug auf die spanische Tageszeitung El Pais und den Journalisten John Calin. Mit den Gewinnen aus dem Diamantenhandel werden auf dem afrikanischen Kontinent mehrere Bürgerkriege finanziert. Als ergiebige Quelle für illegal geschürfte Diamanten gilt bis heute die Kongo-Region. Im Geschäft mit geschmuggelten Steinen spielt nach Erkenntnissen der UN, der Behörden in den USA und der Europäischen Union der Machthaber Zimbabwes, Robert Mugabe, eine wichtige Rolle. Allerdings ist es nicht ganz leicht, einem Diamanten seine Herkunft anzusehen, und Zertifikate, die einen Herkunftsnachweis geben sollen, werden häufig gefälscht. Der Kimberley-Prozess ist ein komplexes System, das über staatliche Herkunftszertifikate den Handel mit sogenannten Blutdiamanten unterbinden soll. Als Blutdiamanten werden geschmuggelte Diamanten bezeichnet, durch die verschiedene Kriege in Afrika finanziert wurden bzw. werden. Seit 2003 ist der Kimberley-Prozess offiziell in Kraft, d. h. es dürfen nur solche Diamanten gehandelt werden, für die offizielle Herkunftszertifikate des jeweiligen Ursprungslandes vorliegen. Inzwischen beteiligen sich 47 Länder (die Länder der Europäischen Union als eines gerechnet), darunter sämtliche afrikanischen Diamantenproduzenten, am Kimberley-Prozess. Es gibt aber auch viele kritische Stimmen zum Kimberley Abkommen. Die deutsche Hilfsorganisation medico international kritisiert das Abkommen, weil die Kontrollen völlig unzureichend sind und fordert ferner, die am D
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